DE1652548C3 - Vielgeriistiges Universalwalzwerk, insbesondere Drahtwalzwerk - Google Patents
Vielgeriistiges Universalwalzwerk, insbesondere DrahtwalzwerkInfo
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- B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
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- B21B13/10—Metal-rolling stands, i.e. an assembly composed of a stand frame, rolls, and accessories with differently-directed roll axes, e.g. for the so-called "universal" rolling process all axes being arranged in one plane
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-
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Description
30
Die Erfindung bezieht sich auf ein vielgerüstiges Universalwalzwerk, insbesondere Drahtwalzwerk,
mit einer Anzahl von die Streckung des Walzguts bewirkenden Arbeitskalibern mii in sämtlichen Arbeitskalibern gleicher Anzahl angetriebener Walzen, die
in aufeinanderfolgenden Gerüsten um je den halben Teilungswinkel versetzt angeordnet sind, sowie mit
mindestens zwei den Arbeitskalibern nachgeschalteten Maßkalibern, von denen jedes nur einen Bruchleil
der von jedem Arbeitskaliber bewirkten Strekkung bewirkt.
Solche Walzwerke sind aus der schweizerischen Patentschrift 355120 und der französischen Patentschrift
1 467 539 bekannt. Bei ihnen sind die Walzgutbahnen nur in jedem zweiten Kaliber der Glättwirkung
der Walzen ausgesetzt. Dadurch kann es bei so Unregelmäßigkeiten im Walzprozeß zu Qualitätsminderungen,
des Fertigproduktes kommen.
Eine gleichmäßigere Einwirkung der Walzen auf den ganzen Umfang des Walzguts wird erreicht, wenn
die Walzgerüste nicht genau um den halben, von der \>
alzenzahl abhängigen Teilungswinkel versetzt angeordnet werden, sondern um etwas mehr oder weniger,
als diesem Winkel entspricht. Diese Maßnahme ist bei Rohrreduzierwalzwerken mit drei Walzen je
Gerüst bekannt. Der Aufwand für ein solches Walzwerk ist jedoch entweder ungewöhnlich groß, da die
Walzen der Gerüste unter verschiedenen Winkeln zur Horizontalen angetrieben werden müssen, oder es ergibt
sich bei Vermeidung dieses Aufwandes ein Walzwerk verhältnismäßig geringer Leistungsfähigkeit,
wenn nämlich der Antrieb über einfachere Gelenkspindeln erfolgt.
Es wurde durch genauere Beobachtung der Fehlerquelle gefunden, daß die in einem Kaliber entstandenen
Rauhigkeiten, die auf freies Breiten des Walzguts zurückzuführen sind, durch eine große Abnahme in
dem nachfolgenden Streckkaliber vollständig eincebenet
werden können. Nach dem Durchlauf durch die Arbeitskaliber entstehen dann Qualitätsmängel
der genannten Art überwiegend erst in den Maßeerüsten, wo das Walzgut bei unwesentlicher Strekkung
in'die angestrebte Querschnittsform gebracht
wird. , , .
Her Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Quellen für mögliche Qualitätsfehler des Walzguts
auf möglichst einfache Weise zu beseitigen. Ausgehend von einem Walzwerk der eingangs bezeichneten
Art besteht die Erfindung darin, daß mindestens eines der Maßkaliber eine andere Walzenzahl
hat als die vorgeschalteten Kaliber, und daß die Walzensprünge dieses Maßkalibers in an sich bekannter
Weise außer Flucht mit denen des ihm vorgeschalteten
Kalibers liegen. Es wurde gefunden, daß mit einem in dieser Weise gestalteten Walzwerk Qualitätsmängel
am Walzgut, auch bei Unregelmäßigkeiten beim Walzprozeß oder im Ausgangsmaurial,
weitgenend vermieden werden. Dabei wird dieses Ergebnis ohne großen technischen Aufwand im Vergleich
mit bekannten vielgerüstigen Walzwerken erreicht.
In einer bevorzugten Ausführung der Erfindung ist die Walzcnzahl in allen Arbeitskalibern gleich drei
und jedes Maßkalibei hat eine von einem ga:uen Vielfachen von drei verschiedenen Walzenzahl.
Die Zeichnung veranschaulicht einige Ausführungsbeispiele. Es zeigen
F i g. 1 a bis 1 c in Draufsicht drei Blockdiagramme von erfindungsgemäß gestalteten Walzwerken,
Fig. 2 bis 4 Seitenansichten von Walzgerüst;:^ wie sie in erfindungsgemäß gestalteten Walzwerken
verwendbar sind, und
Fig. 5 und 6 zwei hintereinandergeschaltete Maßkaliber,
wie sie im Walzwerk nach F i g. 1 a verwendet werden.
Die Drahtwalzwerke 1 nach F i g. 1 a bis 1 c haben je zwölf Kaliber A bis M, die über ein Getriebe 2 von
einem Motor 3 mit Vorgelege 4 angetrieben werden. Die Walzrichtung ist durch einen Pfeil 5 angedeutet.
Im Beispiel nach Fig. la stellen die Kaliber A bis K Arbeitskaliber dar, die den größten Teil der
Streckung des Walzguts bewirken. Dagegen sind die Kaliber L und M Maßkaliber. Von diesen hat das
Kaliber eine Walzenzahl, die von der Walzenzahl in den Kalibern A bis L verschieden ist. Außerdem
liegen die Walzcnsprünge im Kaliber M außer Flucht mit denen des Kalibers L.
Im Beispiel nach F i g. 1 b stellen die Kaliber A
bis / Arbeitskaliber im in Rede stehenden Sinne dar, denen drei Maßkaliber K bis M nachgeschaltet sind.
Die Walzenzahl im Maßkaliber M ist von derjenigen in den Kalibern A bis L verschieden. Außerdem
liegen wiederum die Walzensprünge im Kaliber M außer Flucht mit denen des Kalibers L.
Im Beispiel nach Fig. Ic stellen wie in Fig. Ib
die Kaliber A bis / Arbeitskaliber dar, an die sich drei Maßkaliber K bis M anschließen. Im Gegensatz
zu Fig. Ib iist jedoch das mittlere der drei Maßkaliber,
also das Kaliber L besonders gestaltet, hat also eine von der Walzenzahl in den Kalibern A bis K
verschiedene Walzenzahl. Diese Walzenzahl kann auch von der im Kaliber M verschieden sein. Außer-
dem liegen die Walzensprünge im Kaliher L außer
Flucht mit denen im Kaliber K.
Es kommt mithin, wie eingangs zum Ausdruck gebracht, darauf an, daß in der Reihe von Maßkalibern,
von denen mindestens zwei vorhanden sein müssen, irgendeines die genannte besondere Gestaltung hat,
also eine andere Walzer.zahl aufweist als die ihm vorgeschalteten
Kaliber und mit seinen Walzensprüngen gegen das vorgeschaltete Kaliber versetzt ist. Es wäre
also beispielsweise auch möglich, in den Walzwerken nach Fig. Ib und Ic dem Kaliber K diese besondere
Gestaltung und Anordnung zu geben.
In Fig. 2 bis 4 ist der Fall angenommen, daß die
Arbeitskaliber von Dreiwalzengerüsten gebildet werden, während das im oben angegebenen Sinne besonders
gestaltete Maßkaliber zwei Walzen enthält. Fig. 2 und 3 stellen unmittelbar hintereinandergeschaltete
Arbeitskaliber dar, beispielsweise die Kaliber E und F in F i g. 1 a bis 1 c. F i g. 4 ist ein
Beispiel für das Kaliber M in F i g. 1 a und 1 b bzw. das Kaliber L in F i g. ic.
In den Kalibern der Gerüste nach F i g 2 und 3 sind je drei Walzen 6a, 6b, 6c im Gerüst 7 in
Lagern 8 drehbar. Die Walze 6a mit horizontaler Achse 10 wird direkt über eine Kupplung 9, die beiden
anderen Walzen 6 b und 6 t w erden über Kegelräder
11, 12 angetrieben. Die Walze 6a ist mit horizontaler Achse liegt im Gerüst nach F i g. 2 unten
und im Gerüst nach F i g. 3 oben.
Das Gerüst nach Fig. 4 ist ein Duogerüst. Seine
Walzen 13 a und 13 b sind grundsätzlich so wie in den Dreiwalzengerüsten gelagert angetrieben. Übereinstimmende
Getriebeteile haben die gleichen Be-
zugsziffern wie in F i g. 2 und 3 erhalten. Eine etwa
vorhandene Walzenanstellung ist einfachheinhalbei in der Zeichnung nicht wiedergegeben.
F i g. 5 und 6 zeigen das Walzgut in zwei aufeinanderfolgenden Maßkalibern. Dabei weist das Ka-
über 14 nach Fig. 6 die mehrfach erwähnte besondere
Gestaltung auf. Das Kaliber 14 nach Fig. t bildet also ein Beispiel für die Kaliber M in F i g. 11
und Ib oder das Kaliber L in Fig. Ic. Das Kalibei
14 nach F i g. 5 ist dem Kaliber 14 nach F i g. 6 vor-
geschaltet zu denken. Es ist deutlich zu erkennen daß die Walzgutbahnen 15 im L^reich der Walzensprünge
im Dreiwalzenkaliber nach i'ig. 5 nicht mi
den entsprechenden Waizeutbahnen 16 am Zweiwalzengerüst
nach F i g. 6 zusammenfallen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
- Patentansprüche:}. Vielgerüstiges Universalwalzwerk, insbesondere Drahtwalzwerk, mit einer Anzahl von die Streckung des Walzguts bewirkenden Arbeitskalibern mit in sämtlichen Arbeitskalibern gleicher Anzahl angetriebener Walzen, die in aufeinanderfolgenden Gerüsten um je den halben Teilungswinkel versetzt angeordnet sind, sowie mit mindestens zwei den Arbeitskaiibern nachgeschalteten Maßkalibern, von denen jedes nur einen Bruchteil der von jedem Arbeitskaliber bewirekten Streckung bewirkt, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eines der Maßkaliber (M in Fig. la und Ib; L in Fig. Ic) eine andere Walzenzahl hat als die vorgeschalteten Kaliber (A bis Z. in Fig. la und Ib; A bis K in F ig Ic), und daß die Walzensprünge dieses Maßkalibers in an sich bekannter ao Weise außer Flucht mit denen des ihm vorgeschalteten Kalibers (L in F i g. 1 a und Ib; K in F i g. 1 c) liegen.
- 2. Walzwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzenzahl in allen Arbeitskalibern gleich drei ist und daß jedes Maßkaiiber eine von einem ganzen Vielfachen von drei verschiedene Walzenzahl hat.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
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Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (1)
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Families Citing this family (2)
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| US6546777B2 (en) * | 2000-09-08 | 2003-04-15 | Morgan Construction Company | Method and apparatus for reducing and sizing hot rolled ferrous products |
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1968
- 1968-02-28 DE DE19681652548 patent/DE1652548C3/de not_active Expired
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Legal Events
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|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
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