DE1652548B2 - Vielgerustiges Universalwalzwerk, insbesondere Drahtwalzwerk - Google Patents
Vielgerustiges Universalwalzwerk, insbesondere DrahtwalzwerkInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein vielgerüstiges Universalwalzwerk, insbesondere Drahtwalzwerk,
mit einer Anzahl von die Streckung des Walzguts bewirkenden Arbeitskalibern mit in sämtlichen Arbeitskalibern
gleicher Anzahl angetriebener Walzen, die in aufeinanderfolgenden Gerüsten um je den halben
Teilungswinkel versetzt angeordnet sind, sowie mit mindestens zwei den Arbeitskalibern nachgeschalteten
Maßkalibern, von denen jedes nur einen Bruchteil der von jedem Arbeitskaliber bewirkten Strekkung
bewirkt.
Solche Walzwerke sind aus der schweizerischen Patentschrift 355 120 und der französischen Patentschrift
1 467 539 bekannt. Bei ihnen sind die Walzgutbahnen nur in jedem zweiten Kaliber der Glattwirkung
der Walzen ausgesetzt. Dadurch kann es bei Unregelmäßigkeiten im Walzprozeß zu Qualitätsminderungen
des Fertigproduktes kommen.
Eine gleichmäßigere Einwirkung der Walzen auf den ganzen Umfang des Walzguts wird erreicht, wenn
die Walzgerüste nicht genau um den halben, von der Walzenzahl abhängigen Teilungswinkel versetzt angeordnet
werden, sondern um etwas mehr oder weniger, als diesem Winkel entspricht. Diese Maßnahme
ist bei Rohrreduzierwalzwerken mit drei Walzen je Gerüst bekannt. Der Aufwand für ein solches Walzwerk
ist jedoch entweder ungewöhnlich groß, da die Walzen der Gerüste unter verschiedenen Winkeln zur
Horizontalen angetrieben werden müssen, oder es ergibt sich bei Vermeidung dieses Aufwandes ein Walzwerk
verhältnismäßig geringer Leistungsfähigkeit, wenn nämlich der Antrieb über einfachere Gelenkspindeln
erfolgt.
Es wurde durch genauere Beobachtung der Fehler-
quelle gefunden, daß die in einem Kaliber entstande-
· nen Rauhigkeiten, die auf freies Breiten des Walzguts
zurückzuführen sind, durch eine große Abnahme in dem nachfolgenden Streckkaliber vollständig eingebenet
werden können. Nach dem Durchlauf durch die Arbeitskaliber entstehen dann Qualitätsmängel
der genannten Art überwiegend erst in den Maßgerüsten, wo das Walzgut bei unwesentlicher Strekkung
in die angestrebte Querschnittsform gebracht wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Quellen für mögliche Qualitätsfehler des Walzguts
auf möglichst einfache Weise zu beseitigen. Ausgehend von einem Walzwerk der eingangs bezeichneten
Art besteht die Erfindung darin, daß mindestens eines der Maßkaliber eine andere Walzenzahl
hat als die vorgeschalteten Kaliber, und daß die Waizensprünge dieses Maßkalibers in an sich bekannter
Weise außer Flucht mit denen des ihm vorao geschalteten Kalibers liegen. Es wurde gefunden, daß
mit einem in dieser Weise gestalteten Walzwerk Qualitätsmängel am Walzgut, auch bei Unregelmäßigkeiten
beim Walzprozeß oder im Ausgangsmaterial, weitgehend vermieden werden. Dabei wird dieses Ergebnis
ohne großen technischen Aufwand im Vergleich mit bekannten vielgerüstigen Walzwerken erreicht.
In einer bevorzugten Ausführung der Erfindung ist die Walzenzahl in allen Arbeitskalibern gleich drei
und jedes Maßkaliber hat eine von einem ganzen Vielfachen von drei verschiedenen Walzenzahl.
Die Zeichnung veranschaulicht einige Ausführungsbeispiele. Es zeigen
F i g. 1 a bis 1 c in Draufsicht drei Blockdiagramme von erfindungsgemäß gestalteten Walzwerken,
F i g. 2 bis 4 Seitenansichten von Walzgerüsten, wie sie in erfindungsgemäß gestalteten Walzwerken
verwendbar sind, und
F i g. 5 und 6 zwei hintereinandergeschaltete Maßkaliber, wie sie im Walzwerk nach Fig. la verwendet
werden.
Die Drahtwalzwerke 1 nach F i g. 1 a bis 1 c haben
je zwölf Kaliber A bis M, die über ein Getriebe 2 von
einem Motor 3 mit Vorgelege 4 angetrieben werden.
+5 Die Walzrichtung ist durch einen Pfeil 5 angedeutet.
Im Beispiel nach F i g. 1 a stellen die Kaliber A
bis K Arbeitskaliber dar, die den größten Teil der Streckung des Walzguts bewirken. Dagegen sind die
Kaliber L und M Maßkaliber. Von diesen hat das Kaliber eine Walzenzahl, die von der Walzenzahl in
den Kalibern A bis L verschieden ist. Außerdem liegen die Walzensprünge im Kaliber M außer Flucht
mit denen des Kalibers L.
Im Beispiel nach Fig. Ib stellen die Kaliber A
bis / Arbeitskaliber im in Rede stehenden Sinne dar, denen drei Maßkaliber K bis M nachgeschaltet sind.
Die Walzenzahl im Maßkaliber M ist von derjenigen in den Kalibern A bis L verschieden. Außerdem
liegen wiederum die Walzensprünge im Kaliber M außer Flucht mit denen des Kalibers L.
Im Beispiel nach F i g. 1 c stellen wie in Fig.lt
die Kaliber A bis / Arbeitskaliber dar, an die siel drei Maßkaliber K bis M anschließen. Im Gegensat
zu Fig. Ib ist jedoch das mittlere der drei Maß kaliber, also das Kaliber L besonders gestaltet, ha
also eine von der Walzenzahl in den Kalibern A bis F
verschiedene Walzenzahl. Diese Walzenzahl kam auch von der im Kaliber M verschieden sein. Außer
dem liegen die Walzensprünge im Kaliber L außer Flucht mit denen im Kaliber K.
Es kommt mithin, wie eingangs zum Ausdruck gebracht, darauf an, daß in der Reihe von Maßkalibern,
von denen mindestens zwei vorhanden sein müssen, irgendeines die genannte besondere Gestaltung hat,
also eine andere Walzenzahl aufweist als die ihm vorgescha'teten Kaliber und mit seinen Walzensprüngen
gegen das vorgeschaltete Kaliber versetzt ist. Es wäre also beispielsweise auch möglich, in den Walzwerken
nach Fig. Ib und 1 c dem KaliberK diese besondere
Gestaltung und Anordnung zu geben.
In F i g. 2 bis 4 ist der Fall angenommen, daß die Arbeitskaliber von Dreiwalzengerüsten gebildet werden,
während das im oben angegebenen Sinne besonders gestaltete Maßkaliber zwei Walzen enthält.
Fig. 2 und 3 stellen unmittelbar hintereinandergeschaltete Arbeitskaliber dar, beispielsweise die
Kaliber E und F in Fig. 1 a bis lc. Fig. 4 ist ein
Beispiel für das Kaliber M in F i g. 1 a und 1 b bzw. das Kaliber L in F i g. 1 c.
In den Kalibern der Gerüste nach F i g. 2 und 3 sind je drei Walzen 6 α, 6b, 6 c im Gerüst 7 in
Lagern 8 drehbar. Die Walze 6 a mit horizontaler Achse 10 wird direkt über eine Kupplung 9, die beiden
anderen Walzen 6 b und 6 c werden über Kegelräder 11, 12 angetrieben. Die Walze 6 a ist mit horizontaler
Achse liegt im Gerüst nach F i g. 2 unten und im Gerüst nach F i g. 3 oben.
Das Gerüst nach F i g. 4 ist ein Duogerüst. Seine Walzen 13 α und 13 b sind grundsätzlich so wie in
den Dreiwalzengerüsten gelagert angetrieben. Übereinstimmende Getriebeteile haben die gleichen Bezugsziffern
wie in F i g. 2 und 3 erhalten. Eine etwa vorhandene Walzenanstellung ist einfachheitshalbei
in der Zeichnung nicht wiedergegeben.
F i g. 5 und 6 zeigen das Walzgut in zwei aufeinanderfolgenden Maßkalibern. Dabei weist das Kaüber
14 nach F i g. 6 die mehrfach erwähnte besondere Gestaltung auf. Das Kaliber 14 nach F i g. 6
bildet also ein Beispiel für die Kaliber M in F i g. 1 s und 1 b oder das Kaliber L in F i g. 1 c. Das Kaliber
14 nach F i g. 5 ist dem Kaliber 14 nach F i g. 6 vorgeschaltet zu denken. Es ist deutlich zu erkennen,
daß die Walzgutbahnen 15 im Bereich der Walzensprünge im Dreiwalzenkaliber nach F i g. 5 nicht mil
den entsprechenden Walzgutbahnen 16 am Zweiwalzengerüst nach F i g. 6 zusammenfallen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Vielgerüstiges Universalwalzwerk, insbesondere Drahtwalzwerk, mit einer Anzahl von die
Streckung des Walzguts bewirkenden Arbeitskalibern mit in sämtlichen Arbeitskalibern gleicher
Anzahl angetriebener Walzen, die in aufeinanderfolgenden Gerüsten um je den halber. Teilungswiiikel
versetzt angeordnet sind, suwie mit mindestens zwei den Arbeitskalibern nachgeschalteten
Maßkalibern, von denen jedes nur einen Bruchteil der von jedem Arbeitskaiiber bewirekten Streckung bewirkt, dadurch gekennzeichn.et,
daß mindestens eines der Maßkaliber (M in F i g. 1 a und Ib; L, in F i g. 1 c)
eine andere Walzenzahl hat als die vorgeschalteten Kaliber (A bis L in Fig. la und Ib;
A bis K in Fig. Ic), und daß die Walzensprünge
dieses Maßkalibers in an sich bekannter Weise außer Flucht mit denen des ihm vorgeschalteten
Kalibers (L in Fig. la und Ib; K in Fig. Ic) liegen.
2. Walzwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzenzahl in allen \τ-beitskalibern
gleich drei ist und daß jedes Maßkaliber eine von einem ganzen Vielfachen von drei verschiedene Walzenzahl hat.
Applications Claiming Priority (1)
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| US6546777B2 (en) * | 2000-09-08 | 2003-04-15 | Morgan Construction Company | Method and apparatus for reducing and sizing hot rolled ferrous products |
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