DE1650260B2 - Selbstdichtender Einschraubnippel aus thermoplastischem Material - Google Patents
Selbstdichtender Einschraubnippel aus thermoplastischem MaterialInfo
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Description
außerhalb des Nippels zu einem Kragen 8 abgebogen ist, so daß diese Verschraubung mit dem Rohr höchsten
Drücken standhalten kann, da eb Herausgleilen des Rohres infolge von Überdruck praktisch ausgeschlossen
ist.
In F i g. 3 und 4 ist ein ungebohrter Nippel als
Verschlußschraube 9 mit durch einen Metaliring 10 verstärktem Kopf dargestellt. Dieser Nippel dient
zum Verschließen von Gewindebohrungen.
Der Schaft des Nippels 1 ist konisch ausgebildet und/oder kann die Form eines Zylinders, Doppelkonus
od. dgl. haben, wobei jedoch immer der oberhalb des Gewindes 4 bzw. 11 gelegene Teil zumindest
abschnittweise einen größeren Durchmesser aufweist, als der Durchmesser der Gewindebohrung 6
beträgt. Das Gewinde 4 bzw. 11 ist der Gewindebohrung 6 angepaßt.
Beim Herstellen einer Verschraubung gemäß der Erfindung wird wie folgt verfahren:
Das Gewindeende des Nippels 1, in den ein even- so tuell mit einem Flansch 8 versehenes Rohr 7 eingeschoben
ist, wird mit Hilfe eines Schraubenschlüssels in die Gewindebohrung 6 eingeschraubt. Nach völligem
Einschrauben des Gewindes 4 ist darauf zu achten, daß das Einschrauben gleichmäßig, kraftvoll und as
ohne abzusetzen fortgeführt wird. Hierbei wird der Schaftteil ohne Gewinde mit Gewinde versehen.
Durch die Komprimierung des Kunststoffes beim weiteren Einschrauben entsteht Friktion zwischen der
Gewindebohrung und dem Rohr einerseits und den entsprechenden anliegenden Bereichen des Nippels
andererseits. Die Friktion führt zu derart hohen Temperaturen, daß bei richtiger Absdmmung von Höhe
(Länge) des Gewindes 4,11 und Grad der Erweiterung des Schaftes oberhalb dieses Gewinde? genannte
Bereiche des Kunststoffs in einer Dicke von etwa 2 bis 50 μ schmelzen. Dieser geschmolzene Film erleichtert
das Einschrauben wesentlich, füllt alle winzigen Zwischenräume aus und erhärtet wenige Sekunden
nach dem Einschrauben, wobei er eine homogene Verbindung zwischen Rohr und Gewindebohrung
einerseits und dem nicht geschmolzenen Nippelmaterial andererseits herstellt.
Auf Grund der konischen Ausbildung oder anderen Erweiterung des Nippelschaftes oberhalb des
Gewindes wird der in gleicher Höhe mit der Erweiterung gelegene Rohrbereich gleichmäßig über den Umfang
vom Druck beaufschlagt, so daß der unterste und infolge Beaufschlagung durch geringeren Druck
weitere Rohrabschnitt gleichsam eine Sicherung gegen Hinausstoßen des Rohres bis zu einem hohen
Druck darstellt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Selbstdichtender Einschraubnippel aus thermoplastischem Material, der vorgesehen ist, in
einen Metallrohrstutzen od. dgl. mit Innengewinde eingeschraubt zu werden, dadurch gekennzeichnet,
daß der Einschraubnippel ein Außengewinde (1) von solcher Länge aufweist, daß er eine bestimmte Steuerstrecke in den
Rohrstutzen eingeschraubt werden kann, daß das Innengewinde des Rohrstutzens jedoch bedeutend
langer ist und bei dem Einschrauben über die Länge des Außengewindes (ί) ein Gewinde in
den gewindelosen, sich konisch erweiternden Teil des Nippels schneidet, wobei ein so hoher Reibungswiderstand
entsteht, daß das thermoplastische Material örtlich ins Schmelzen gelangt und
daß das thermoplastische Material eine so niedrige Schmelzviskosität aufweist, daß die beim Einschrauben
erzeugte Schmelzhaut den Raum zwischen den Gewinden des Nippels und des Rohrstutzens
ausfüllt, um bei dem nachfolgenden Erstarren eine effektive Dichtung zu bilden.
2. Einschraubnippel nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß derselbe als Rohranschluß
mit einer durchgehenden Bohrung zur Aufnahme eines gewindelosen Rohres versehen ist, welches mit dem Rohrstutzen dichtend verbunden
werden soll, wobei die Bohrung im Ein-Schraubnippel mit dem Außendurchmesser des
gewindelosen Rohres im wesentlichen übereinstimmt, wodurch eine dichtende Verbindung zwischen
Rohr und Nippel durch Komprimierung des letzteren entsteht, welche Komprimierung
durch Einschrauben des Nippels in das Innengewinde des Rohrstutzens erzeugt wird.
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Zum Anschließen von Rohren ohne Gewinde an Gewindebohrungen sind bereits Einschraubnippel aus
Kunststoff bekannt, die sowohl zur Festsetzung als auch zur Abdichtung des gewindelosen Rohres an
der Gewindebohrung vorgesehen sind. Derartige Einschraubnippel haben schon im Anlieferungszustand
ein der Gewindebohrung entsprechendes Außengewinde und können sowohl hinsichtlich Abdichtung
der Gewindeverbindung als auch hinsichtlich der Abdichtung und Festhaltung des gewindeloscn Rohres
nur geringen Drücken standhalten.
Diese Nachteile der bekannten Einschraubnippel werden gemäß der Erfindung dadurch vermieden, daß
der Einschraubnippel ein Außengewinde von solcher Länge aufweist, daß er eine bestimmte Steuerstrecke
in den Rohrstutzen eingeschraubt werden kann, daß das Innengewinde des Rohrstutzen jedoch bedeutend
langer ist und beim Einschrauben über die Länge des fio
Außengewindes ein Gewinde in den gewindclosen, sich konisch erweiternden Teil des Nippels schneidet,
wobei ein so holier Reibungswiderstand entsteht, daß das thermoplastische Matcial örtlich ins Schmelzen
gelangt und daß das thermoplastische M.ilerial eine G^
so niedrige Schmclzviskositäl aufweist, daß die beim
Einschrauben erzeugte Schmelzhaul den Raum zwischen den Gewinden des Nippels und des Rohrstutzens
ausfüllt, um bei dem nachfolgenden Erstarren eine effektive Dichtung zu bilden.
Gemäß der weiteren Erfindung kann der Einschraubnippel
so ausgebildet werden, daß derselbe als Rohranschluß mit einer durchgehenden Bohrung
zur Aufnahme eines gewindelosen Rohres versehen ist, welches mit dem Rohrstutzen dichtend verbunden
werden soll, wobei die Bohrung im Einschraubnippel mit dem Außendurchmesser des gewindelosen
Rohres im wesentlichen übereinstimmt, wodurch eine dichtende Verbindung zwischen Rohr und Nippel
durch Komprimierung des letzteren entsteht, welche Komprimierung durch Einschrauben des Nippels in
das Innengewinde des Rohrstutzens erzeugt wird.
Es wird durch die Erfindung der besondere Vorteil erreicht, daß ohne zusätzliche Teile eine hochdruckdichte
Verbindung sowohl an der Nippelverschraubung als auch an dem gewindeiosen Rohr erzielt wird. Dabei sind durch den Schmelzvorgang
die Dichtungseigenschaften noch besser, als dies mit dem üblichen Dichtungsmaterial, bei dem es nur auf
einen Quetschvorgang ankommt, erreicht werden kann.
Es ist an sich bekannt, bei Schraubverbindungen Muttern aus weichem Material, z. B. Kunststoff, und
mit im Anlieferungszustand nur auf einem Teil der axialen Länge eingeschnittenem Gewinde zu verwenden,
so daß beim Hereinschrauben der harten Schraubenbolzen eine Kaltverformung des Materials
unter Einschneiden des Restgewindes auftritt. Hierbei kommt es aber nur darauf an, eine Sicherungswirkung hervorzurufen, dagegen ist ein Dichtungseffekt nicht beabsichtigt.
In den Zeichnungen sind Ausführungsformen der Erfindung dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 einen Einschraubnippel mit Axialbohrung gemäß der Erfindung in Draufsicht,
F i g. 2 denselben Nippel in einem diametralen Längsschnitt,
F i g. 3 ein ungebohrter Einschraubnippel gemäß der Erfindung in der Draufsicht,
F i g. 4 derselbe Nippel in einer Seitenansicht,
F i g. 5 einen diametralen Längsschnitt durch einen in eine Gewindebohrung eingeschraubten Nippel gemäß
Fig. 1 und Fig. 2 mit eingesetztem gewindeiosen Rohr und
Fig. 6 eine ähnliche Darstellung wie in Fig. 5, jedoch mit kragenförmig abgebogenem unterem Rohrende.
Aus der Zeichnung zeigt 1 einen Einschraubnippel aus Kunststoff, beispielsweise Nylon, der mit einer
Axialbohrung 2 und einem beispielsweise sechskantigen Kopf versehen ist. Letztgenannter kann von
einer Verstärkung 3, z. B. aus Metall, umgeben sein. Der Schaft des Nippels 1 verjüngt sich zum unteren
Ende hin geringfügig und ist an seinem unteren Ende mit einem relativ kurzen Gewinde 4 versehen. Die
Länge des Gewindes richtet sich insbesondere nach der Beschaffenheit des Nippelmaterials, nach der
Konizität der Erweiterung des Nippels oberhalb des Gewindes und nach der Art des Gewindes.
In F i g. 5 ist gezeigt, wie vorstehend beschriebener Nippel in eine Bohrung 6 in einer aus Metall
bestehenden Wandung 5 eingeschraubt ist und dabei ein beispielsweise aus Metall bestehendes gewindcloses
Rohr 7 dichtend festklemmt.
F i g. 6 stimmt mit F i g. 5 überein mit der Ausnahme, daß in F i g. 6 das untere Ende des Rohres 7
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