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DE1646102A1 - Verfahren zur Verhuetung von Verfaerbung galvanischer UEberzuege aus organischen Stoffen - Google Patents

Verfahren zur Verhuetung von Verfaerbung galvanischer UEberzuege aus organischen Stoffen

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Publication number
DE1646102A1
DE1646102A1 DE19671646102 DE1646102A DE1646102A1 DE 1646102 A1 DE1646102 A1 DE 1646102A1 DE 19671646102 DE19671646102 DE 19671646102 DE 1646102 A DE1646102 A DE 1646102A DE 1646102 A1 DE1646102 A1 DE 1646102A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
chelating agent
metal
coating
resin
agent
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19671646102
Other languages
English (en)
Inventor
Devittorio Joseph Michael
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sherwin Williams Co
Original Assignee
Sherwin Williams Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sherwin Williams Co filed Critical Sherwin Williams Co
Publication of DE1646102A1 publication Critical patent/DE1646102A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D5/00Coating compositions, e.g. paints, varnishes or lacquers, characterised by their physical nature or the effects produced; Filling pastes
    • C09D5/44Coating compositions, e.g. paints, varnishes or lacquers, characterised by their physical nature or the effects produced; Filling pastes for electrophoretic applications
    • C09D5/4484Anodic paints
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D13/00Electrophoretic coating characterised by the process
    • C25D13/20Pretreatment

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)
  • Electroplating And Plating Baths Therefor (AREA)

Description

Patentanwälte
Dipl.-Chem. I. SCHULZE Dipl.-Ing. E. QUTSCHER
HEIDELBERG 1ß46102
GaisbergstraBe 3 I V *» V I V £,
Telefon 23269
Γ Ab«. Dlpl.-Chem. I. Schulze, Dipl.-Ing. E. Qutscher, Patentanwälte ~~] 8900 Heidelberg. GalsbergatraBe 3
UNSER ZEICHEN: 1567 SG7 IHR ZEICHEN:
Anmelder: The Sherwin-Williams Company, 101 Prospect Avenue, N. tf., Cleveland, Ohio, V. St. A.
Verfahren zur Verhütung von Verfärbung galvanischer Überzüge aus organischen Stoffen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verringerung, Hemmung oder Verhütung von Verfärbungen galvanischer Überzüge, insbesondere Hemmung des Gelbwerdens organischer Harzüberzüge, die auf Metalloberflächen, vornehmlich auf einer Eisenmetalloberfläche, aus einer wässrigen Dispersion des entsprechenden Harzes galvanisch aufgebracht werden.
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In den letzten Jahren wurde festgestellt, dass das Galvanisieren oder die elektrolytisch© ESllung organischer Überzüge auf einer Metallunterlage gegenüber den üblichen Verfahren zum Aufbringen solcher Schichten Vorteile aufweist» Es werden beispielsweise gleichmassigere Oberflächen gebildet und die Dicke des Überzuges an profilierten und winkeligen Flächen ist einheitlicher. Eine Schwierigkeit, die jedoch auftritt, besteht darin, dass die Metallunterlage möglicherweise der Elektrolyse unterliegt, was eine Verfärbung des Überzuges zur folge hat. Dies ist besonders dann unangenehm, wenn eine weisse Schicht erwünscht ist·
Aufgabe der Erfindung ist, ein neues und verbessertes Verfahren zum Aufbringen, organischer Überzüge, insbesondere auf galvanischem Wege, auf eine Metalloberfläche zu schaffen.
Es wurde gefunden, dass bei der elektrolytischen Fällung von Harzen aus einer wässrigen Dispersion eines filmbildenden Harzes in Wasser auf die Metallunterlagen bessere Ergebnisse erzielt werden, wenn diese Metallunterlage mit einem Chelatbildner zusammengebracht wird. Dieser Chelatbildner kann durch Vorbehandlung der Metallunterlage vor der elektro-
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lytischen Fällung des Harzes aufgebracht werden, beispielsweise durch. Eintauchen des Metalls, Aufsprühen oder dergleichen, einer Lösung des Ghelatbildners auf die Metalloberfläche oder durch Einverleiben, desselben in die Beschichtungsmasse.
Bevorzugt wird das Verfahren, bei dem Der Chelatbildner der harzigen, durch Galvanisieren aufzubringenden Überzugsverbindung zugegeben wird. Gemäss der Erfindung werden in Wasser dispergierte Beschichtungszusammensetzungen hergestellt, die mindestens ein in Wasser dispergierbares Beschichtungsharz und einen Chelatbildner enthalten. Letztere sind durch ein Amin ganz oder teilweise neutralisiert. Dieses Amin wirkt als ein Löslichmacher für die auf Harz-in-Wasser basierenden Zusammensetzungen. Die Verwendung solcher Beschichtungsaassen als Elektrolyten zum galvanischen Beschichten von Metalloberflächen, insbesondere Eisenmetallen, wie Eisen und Stahl, all; Harz ist ebenfalls Gegenstand der Erfindung.
Selbstverständlich kann der Chelatbildner sowohl für die Vorbehandlung von Metallunterlagen als auch als ein Additiv zum Galvanisierungsbad verwendet werden.
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Unter dem Begriff "Chelatbildner" ist ein Mittel·: zu verstehen, das ein Ohelat mit Metallionen bildet. Zur Erläuterung de.s Ausdruckes Ohelat wird auf Hackh's Chemical Dictionary, 3· Ausgabe, -verwiesen. Ein Chelatbildner besitzt eine Vielzahl von Punktionsgruppen, z. B. -OH, -COOH und -COONa, die fähig sind, mit einem schweren Metallatom eine Ringstruktur zu bilden. Chelation wird als eine Gleichgewichtsreaktion zwischen einem Metallion und einem Komplexmittel definiert f die gekennzeichnet ist durch die Bildung von mehr als einer Bindung zwischen dem Metall und einem Molekül des Komplexmittels, wobei= eine Ringstruktur gebildet wird, in der das Metallion eingelagert ist. Chelatbildner beeinflussen die Metallionen durch Blockieren der ißaktionsfähigen Seiten des Ions und verhindern, dass dieses seinen normalen Reaktionen unterliegt. Erfindungsgemäss werden insbesondere Chelatbildner verwendet, die Säuregruppen enthalten, die entweder als solche vorliegen oder zumindest teilweise neutzsLisiert sind.
Chelatbildner, die Säuregruppen enthalten, reagieren mit Aminen. Beispiele solcher Chelatbildner sind: Äthylendiamintetraessigsäitre (ÄDTE), Diäthylentriaminpentaessijigsäure (BTFE)
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Trans-1,2-Diamincyclohexantetraessigsäuremonohydrat, N-Hydro^äthyläthylendiamintriessigsäure (HaDIE), Zitronensäure trad Phosphorsäure-Chelatbildner (ζ. Β. das unter der Bezeichnung "Dequest 2000" bekannte Produkt).
Chelatbildner mit Gruppen, die mit Aminen reaktionsfähig sind, können ganz oder teilweise mit Aminen neutralisiert werden. So können Chelatbildner, die - wie oben erwähnt freie Carboxygruppen enthalten, teilweise durch Zugabe irgendeines der folgenden Amine oder deren Gemische teilweise neutralisiert werden, wobei die Menge so bemessen wird, dass weniger als eine reaktionsfähige Aminogruppe pro Garboxygruppe zugesetzt wird. Solche Amine sind: Diäthylentriamin, Triäthanolamin, Diisopropanolamin, Iriisopropanolamin und Diäthanolamin. Diese gleichen Amine und deren Gemische können in den oben genannten Beschichtungszusammensetzungen verwendet werden.
Der Chelatbildner muss in Wasser dissoziieren, muss beim Backen oder (Erocknen bei 135° - 218° C (2?5° - 425° S") beständig sein und muss hydrolytische Stabilität aufweisen, d. h· er muss bei einem pH-Wert von 6 und unter 9 gegen
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Hydrolyse stabil sein. Optimale Ergebnisse wurden erzielt, wenn das Produkt bis zum Trockne» bei einer Temperatur von nicht mehr als 190,56° 0 (375° P) gebacken wurde.
Der pH-Wert der elektrolytisch zu fällenden Zusammensetzung soll im Bereich von etwa 6,5 - 8,5 liegen.
Die Konzentration des Ghelatbildners in der auf die Metallunterlage aufzubringenden Beschichtungsmasse soll 1,5 % nicht übersteigen und vorzugsweise etwa 0,1 - 1,0 c/o betragen. Wenn jedoch der Chelatbildner getrennt in einer Lösung auf die Unterlage aufgebracht wird, kann die Konzentration in weiten Bereichen, beispielsweise von 2 - 20 %, variieren.
Das elektrolytisch zu fällende Harz in der Zusammensetzung muss fähig sein, eine klare Schicht zu bilden, die sich unter den obengenannten Trocknungsbedingungen nicht verfärbt.
Die Gesamtmenge der Feststoffe in der aufzubringenden Beschichtungsmasse soll vorzugsweise 5-15 Gew.% betragen.
Als Lösungsmittel kann Wasser, ein mit Wasser mischbares Lösungsmittel oder ein Gemisch von Lösungsmitteln verwendet
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werden. Beispiele hierfür sind: Butyläther von Äthylenglykol, Butyläther von Diäthylenglykol, Äthyläther von Äthylenglykol, Ithyläther von Diäthylenglykol, Butanol, Isobutanol und Gemische einer oder mehrerer dieser Verbindungen mit Wasser,
Als
/Beispiele für die Harze seien die Acrylharze genannt, die durch Polymerisation über eine Olefinbindung und Polyester, Ester, die bei der Veresterung von mehrwertigen Alkoholen und Polycarboxysäuren entstehen. Beispiele solcher Acrylester sind (A) Butylacrylat, Styrol, Methacrylsäure Mischpolymerisate; (B) Butylacrylat, Acrylsäure, Acrylamid Mischpolymerisate} und die unter (A) genannten Mischpolymerisate plus bis zu 10 Gew.% Iris(hydroxymethyl)aminomethan. Die 'Gewichtsanteile der zur Bildung" dieser Mischpolymerisate verwendeten Monomeren können variieren und sind beispielsweise 60 : 25 : 15 in der angegebenen Reihenfolge für jede Harzart. Zur Herstellung dieser Kunststoffe können Katalysatoren, wie Cumolhydroperoxyd und Azobisbutyronitril verwendet werden.. Das Harz kann Melamin oder Hexamethoxymethylmelamin als Bestandteil enthalten. Die Herstellung der Harze ist nicht Gegenstand dieser Erfindung.
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Beispiele der zur Herstellung geeigneter Polyesterharze verwendeten Monomeren sind Neopentylglykol, Trimethydäthan, Trimellitsäureanhydrid und Azelainsäure. Andere Polyole (Polyalkohole) und Polycarbonsäuren und Anhydride können auch verwendet werden.
Die Erfindung wird anhand der folgenden Beispiele näher erläutert. Die Mengen sind in Gewiehtsteilen angegeben, wenn nichts anderes gesagt ist..
Beispiel 1
Eine Farbzusammensetzung wurde aus folgenden Bestandteilen hergestellt:
200 Teile Acrylharz-Träger
25 Teile Hexamethoxymethylmelamin
39 Teile Titandioxyd (Pigment)
730 Teile destilliertes Wasser
Dies ergibt eine 3?arbzusammensetzung mit einem Gesamtgehalt an Feststoffen von 15 Gew.% und einer Pigmentvolumen-Konzentration von 8 %.
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Der Acrylharzkunststoff wurde durch Erwärmen von 54 »6 Seilen But#ylacrylat, 22,7 Teilen Styrol und 13,6 Teilen Methacrylsäure auf 148,89° G (300° F) hergestellt. Es wurde 3 3 1/2 Stunden erhitzt und 10 g pro 3»785 1 (gallon) Cumolhydroperoxid und 20 g pro 3,785 1 (galon) Azobisisobutyronitril zugegeben. Eine halbe Stunde vor Beendigung des Kochens wurden 9>1 Teile Tris(hydroxymethyl) aminome than zugegeben. Das erhaltene Produkt wurde mit einer Lösung verdünnt, die aus 36,4 % Butyläther von Ithylenglykol, 60,1 % Wasser und 3»5 % eines Gemisches von Aminen, bestehend aus 21,7 % Diäthylentriamin und 78,3 % Diisopropanolamin bestand.
Diese pigmentierte Beschichtungsmasse wurde auf eine Metallunterlage galvanisch aufgebracht. Dabei wurde in einer 950 nil Zelle bei einer Spannung von 125 Volt Gleichstrom und einer Badtemperatur von 26,67° 0 (80° F) 90 Sekunden lang gearbeitet. Die galvanisch aufgebrachte Schicht wurde 60 Sekunden lang bei 204,44° 0 (400° F) gebacken.
Vor der elektrolytischen Fällung wurde jede als Unterlage verwendete Metallplatte in einer 10 %-igen Lösung von dem unter dem Namen "Versene 2001*· bekannten Präparat, eine Form
109830/1 A
von Äthylendiamintetraessigsäure, stehen gelassen. Dann wurden die Platten herausgenommen und trocken gewischt. Kontrollplatten, die nicht mit der Versene-Lösung vorbehandelt waren, wurden ebenfalls untersucht, .Ähnliche Versuche wurden durchgeführt, bei denen die Lösung des Chelatbildners in Konzentrationen von 2 %, 4· %, 6 #, 8 %, 10 %, 12 % und 20 % verwendet wurde. Die mit einer 10 %-igen Konzentration erzielten Ergebnisse haben sich als die besten erwiesen. Die galvanisierten Platten wurden nach dem Backen in einem Parbsicht-Prüfgerät untersucht, um ihre relative Weisse zu ermitteln. Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle angeführt, worin X, Ϊ und Z die Grade der Weisstönung und x, j und ζ die Zunah...a der ansteigenden Helligkeit angeben, die durch die Behandlung des Ghelatbildners erhalten wird.
109830/144 4'
X 91.50 Tabelle I Z X
Platte 91.0 95.95 Y 95.5
A1 94.5 91.15 92.4 98.8 5.5
B1 91.5 95.65 95.1 95.5
A2 94.2 91.5 98.2 2.8
B2 92.0 94.8 96.0
A1 95.7 92.7 98.5 1.7
B1 91.0 94.6 92.5
A2 95.2 91.8 97.5 2.2
B2 91.5 94.5 96.0
A1 95.6 92.5 98.5 2.1
B1 91.0 94.7 92.5
A2 95.5 91.6 98.4 2.5
B2 Durchschnittliche 94.6
A1 Ablesung 95.85
B1 92.55 98.60 2.45
A2 94.80 92.65
B2 91.60 98.05 2.50
94.65
2.7 5.5
5.5 4.9
1.9 2.5
2.7 5.2
2.2 2„5
5.0 6.1
2.27 2.77
5.00 5.40
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16461
. Alle Versuche wurden mit Stahlwerkstücken durchgeführt, die aus unlegierten Kohlenstoff stählen bestanden und poliert waren. Sie sind allgemein als Q-Stahlplatten oder -tafeln bekannt. Es wird darauf hingewiesen, dass die mit WAM bezeichneten Proben Kontrollplatten oder -tafeln und die mit "B" bezeichneten Proben mit Chelatbildner behandelte Platten oder Tafeln waren. Die Zunahme der gesteigerten Weisstönung, die unter x, y und ζ angegeben ist, ist der Unterschied zwischen den Ablesungen, die mit den MBW-Proben und denjenigen, die mit den entsprechenden 11A"-Proben erhalten wurde. Die Standardeinheit, die beim Eichen des Farbsichtgerätes zum Untersuchen von X, ¥ und Z verwendet wurde, betrug 89,67, 89,40 bzw. 88,53.
Beispiel 2
Bei diesem Versuch wurden verschiedene Farben verwendet, die Acrylharzkunststoffe enthielten, nämlich
(a) ein Harz, hergestellt aus Butylacrylat, Styrol, Methacrylsäure und Iris(hydroxymethyl)aminomethan gemäss Beispiel 1;
(b) ein Butylacrylatacrylsäureacrylamid-Harzj
(c) ein Butylacrylat, Styrol, Methacrylharz ähnlich wie (a), aber ohne Tris(hydroxymethyl)aminomethan;
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(d) ein Harz ähnlich dem (c), wobei jedoch Diisopr'opanolamin in das Harz 1/2 Stunde lang eingekocht und nicht als ein Verdünnungsmittel zugegeben wurde. Ausserdem wurde Diäthylentriamin weggelassenj und
(e) ein Harz, das dem aus (d) ähnlich war, wobei jedoch Diäthylentriamin zugesetzt wurde.
Diese Harze wurden im Verhältnis von 3 Seilen Harz zu einem Seil Hexamethoxymethylmelamin gemischt und in Wasser angesetzt, wobei die Gesamtmenge an Peststoffen 15 % betrug. Pigmentiert wurde mit Titandioxyd in einerVolumkonzentration von 8 %,
Die Farben wurden bei 125, 150 und 175 Volt Gleichstrom 90 Sekunden lang elektrolytisch niedergeschlagen. Die Anoden bestanden aus 69,85 mm χ 149,22 mm (2 3/4" χ 5 7/8") Q-Stahl- platten. Zur Kontrolle der Weisstonung wurden galvanisierte Aluminiumplatten verwendet.
Die galvanisierten Platten wurden 30 Minuten lang bei 176,67°
m *
(350° Ϊ) und 204,44° 0 (400° P) und 45 Minuten lang bei 148,890O (300° Ϊ) gebacken. Die bei 176,67° C gebackenen Platten waren erheblich weisser als dia Platten aus dem gleichen Bad, die
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bei 204,44 O gebacken worden waren. Die bei 148,89 G gebackenen Platten waren nicht Bedeutend weisser als diejenigen, die bei 176,67° O gebacken waren.
Ausgezeichnet weisse Filme wurden an Aluminium-Strangpressstücken erhalten. Die Filmdicke variierte von 0,0254 mm (0,1 mil) bei 125 Volt Gleichstrom bis 0,05048 mm (1,2 mils) bei 175 Volt Gleichstrom.
Die mit dem Harz (d), ohne Diäthylentriamin, hergestellte Farbe war weisser als die mit Harz (e) gebildete Farbe.
Beispiel 5
Es wurde wie in Beispiel 2 gearbeitet, mit der Ausnahme, dass vor dem elektrolytischen Beschichten der Platten zu den Farbzusammensetzungen neutralisierte Chelatbildner zugegeben wurden. Diese Chelatbildner wurden so hergestellt, dass zunächst der saure Chelatbildner mit Diisopropanolamin bis zur Neutralität titriert wurde. Sie wurden in Konzentrationen von 1 % und 2 % in den Farbzusammensetzungen verwendet.
Q-Stahlplatten wurden durch Eintauchen in eine Chelatbildnerlöeung vor dem Galvanisieren vorbehandelt· Auch durch Auf-
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sprühen mit einem Zerstäuber wurden die Chelatbildnerlösungen auf die Platten aufgebracht. Die Platten wurden nach der Behandlung mit Chelatbildner entweder mit einem Tuch trocken gex'ieben uder durch heisse Luft getrocknet. Es wurden Chelatbildnerlösungen in Konzentrationen von 20 %, 10 %, 5 % und. 1 % untersucht.
Folgende Chelatbildner wurden verwendet:
1. (IDTE), bekannt als Versene-Säure,
2. Natriumsalz der IDTE, bekannt als Tersene 100,
3. Pentanatriumsalz von DiEPE, bekannt als Versenex 80,
4. Trinatriumsalz von HÄDTE,bekannt als Versenol 120,
5. Phosphorenthaltender Chelatbildner, bekannt unter dem Namen Dequest 2 006,
6. Natriumzitrat,
7· Natriumsalz von N,N-Di(hydroxyäthyl)glycin, bekannt als Versene Fe-Specific,
8. Natriumgluconat,
9. Natriumzitratsäure,
10. Phosphor enthalt ender Chelatbildner, bekannt unter dem Namen Dequest 2 000,
11. Zitronensäure,
12. Diäthylentriaminpentaessigsäure (DTPE),
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13. Hydroxyäthylendiamintriessigsäure (HÄDTE),
14. Tetraiiatriumäthylendiamintetraessigsäure,
15. Trans-1,2-diamincyclohexantetraessigsäure-Monohydrat.
Alle Fällungen wurden an 69,85 mm χ 149,22 mm (2 3/4" χ 5 7/8") Q-Stahlplatten durchgeführt, wobei rostfreie Stahlkathoden und eine 900 cnr Galvanisierungszelle verwendet wurden. Die Vergleichsversuche wurden mit Platten, die 90 Sekunden lang bei 125 Volt Gleichstrom galvanisiert wurden, durchgeführt. Die besten Ergebnisse wurden mit 3·), 14.) und 15·) erhalten.
Die Platten, die mit einer Be Schichtungsmas se mit 1 % neutralisiertem Chelatbildner galvanisiert wurden, waren weisser als die Wenigen, deren galvanische Schicht keinen Chelatbildner enthielt. Bei,Platten, die unter Verwendung von 2 % Chelatbildner elektrolytisch beschichtet wurden, trat Schaumbildung und starke Verfärbung auf.
Das reinste Weiss wurde dann erhalten, wenn der Chelatbild ner vor der Galvanisierung mit einem Zerstäuber aufgesprüht wurde.
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Beispiel 4
Dieser Versuch veranschaulicht die Herstellung einer Beschichtungsmasse, die Triäthanolamin als Chelatbildner enthält. Es wurde ein Polyesterharz verwendet, das durch Erwärmen von Neopentylglykol auf 137,78° - 148,89° O (280° 300° F), anschliessender Zugabe von Trimellitanhydrid und Kochen bei 162,78° - 168,33° 0 (325° - 335° F) auf einen Säurewert von 54-58 hergestellt.
Die eingesetzten Gewichtsmengen betrugen 47»10 % Neopentylglykol, 35,45 % Trimellitanhydrid und 17,45 % Azelainsäure.
70 Teile dieses Harzes wurden mit 17,5 Seilen Hexamethoxymethylmelamin, 8,45 Teilen Triäthanolamin, 41,2 Teilen Titandioxyd und 50 Teilen Wasser gemischt. Die Gesamtmenge an Feststoffen betrug 14,4 Gew.% und die Pigment-Volumenkonzentration war 12 %. Das Harz und das Hexamethoxymethylmelamin wurden unter Rühren zu einer Lösung von Wasser und Ami.n zugegeben.
Diese Zusammensetzung wurde zum elektrolytischen Fällen einer weissen Schicht auf metallische Lichthalterungen bei einer Temperatur von 23,89° ö (75° ?) und einer Spannung von 80 -
130 Volt Gleichstrom von 2,75 Ampere pro 9»29 dm (square foot) 90 Sekunden lang verwendet.
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Diese Beispiele zeigen, dass das erfindungsgemässe Yerfahren die Verfärbung elektrolytisch" aufgebrachter organischer Schichten oder Überzuge verhütet oder hemmt.
Das Verfahren eignet sich insbesondere zur Herabsetzung,
d. h. Verhütung oder Hemmung, der Verfärbung von Überzügen auf Eisenmetallunterlagen. Es ist aber auch für andere Metallunterlagen anwendbar, die unter den bei der elektiiolytischen Fällung von Harzschichten auftretenden Bedingungen der Elektrolyse unterworfen sind.
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Claims (1)

  1. t an
    1. Verfahren zum Galvanisieren von Metallunterlagen mit Harzüberzügen, bei dem die Verfärbung der elektrolytisch aufgebrachten organischen Schichten oder Überzüge verhütet
    oder gehemmt wird,
    dadurch gekennzeichnet, dass die
    Metallunterlage mit einer ausreichenden Menge eines Ohelatbildners behandelt wird.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf die Metallunterlage vor dem Galvanisieren ein Chelatbildner gleichmässig und einheitlich aufgebracht wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Chelatbildner der organischen Beschichtungsmasse einverleibt wird.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Chelatbildner auf die Metallunterlage vor dem Galvanisieren aufgebracht und ausserdem Chelatbildner auch der Beschichtungsmasse zugegeben wird.
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    5. "Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Chelatbildner in Form einer Lösung von etwa 2-20 Gew.% aufgebracht wird.
    6. "Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Menge des Ohelatbildners etwa 1,5 G-ew.%, bezogen auf die Beschichtungsmasse, nicht übersteigt.
    7. "Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 3j dadurch gekennzeichnet, dass der Chelatbildner Carboxylgruppen enthält und vor der Zugabe zu der Beschichtungsmasse mit einem Amin teilweise neutralisiert wird.
    8. Verfahren nach Anspruch 1 und einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 7> dadurch gekennzeichnet, dass als Metallunterlage ein Eisenmetall verwendet wird.
    9. Verfahren nach Anspruch 1 und einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Beschichtungsmasse ein weisses Pigment zugegeben wird.
    1098 30/1444
    10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Chelatbildner 'Jetranatriumäthylendiamintetraacetat, Pentanatriumdiäthylentriaminpentaacetat, oder Trans-1,1-aminocyclohexantetraessigsäure-monohydrat verwendet wird.
    11. Beschichtungsmasse zur Durchführung des Verfahrens nach den w Ansprüchen 1 bis 10, gekennzeichnet durch ein zur elektrolytischen Fällung auf eine Metallunterlage geeignetes Harz, das in einem Lösungsmittel dispergiert ist und einen Chelatbildner enthält.
    12. Beschichtungsmasse nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der darin enthaltene.Chelatbildner Carboxygruppen aufweist, die teilweise mit Amin neutralisiert sind.
    15. Beschichtungsmasse nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, W dass der darin enthaltene Chelatbildner in einer Menge von etwa 1,0 Gew.%, bezogen auf die Masse, vorhanden ist.
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    BAD ORJGINAL
DE19671646102 1966-03-03 1967-02-25 Verfahren zur Verhuetung von Verfaerbung galvanischer UEberzuege aus organischen Stoffen Pending DE1646102A1 (de)

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US53136766A 1966-03-03 1966-03-03

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