DE1645889C - Motorbrennstoffmischung - Google Patents
MotorbrennstoffmischungInfo
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Description
Es ist bekannt, daß sich bei den zur Zeit hergestellten
Verbrennungsmotoren wesentliche und nachteilige Ablagerungen auf den Ansaugvenlilcn und um
die Ansaugeschlitze und Auspuffschlitze der Motoren bilden. Dies trifft insbesondere für Motoren mit oben- S
liegenden Ventilen zu. Durch diese Niederschläge wird ein einwandfreies Funktionieren des Brennstoff-Ansaugsystems
stark behindert. Beim Aufbau solcher Ablagerungen erleidet der Motor einen wesentlichen
Energieverlust, der Leerlauf ist unruhig, und es können sogar die Ventile durchbrennen. Bei größeren Ablagerungen
können sogar Teile davon abbrechen und in die Verbrennungskammer eingesogen werden, wo sie
zu weiteren mechanischen Schädigungen des Motors führen können. >5
Die Ursache und die Natur dieser Ablagerungen sind gründlich untersucht worden. Diese Ablagerungen
setzen sich zusammen aus den Nebenprodukten des verbrannten Brennstoffs und aus Schmieröl-Alterungsprodukten.
Die Untersuchungen haben ergeben, daß die im Schmieröl enthaltenen Mittel zur Verbesserung
des Viskositätsindexes als Bindemittel für die Ablagerungen wirken und daß bestimmte Arten der Mittel
zur Verbesserung des Viskositätsindexes sich nachteiliger auswirken als die anderen Mittel. Viskositätsindex-Verbesserungsmittel
vom Polymethacrylattyp bilden eine Materialklasse, die anscheinend wesentlich
zum Aufbau der Ablagerungen beiträgt.
Die Schmieröl-Alterung führt in folgender Weise zu Ablagerungen im Ansaug-Verteiler. Ein durch Funken
gezündeter Verbrennungsmotor enthält einen Schmieröltank im Kurbelgehäuse. Wenn der Motor in Betrieb
ist, wird der größere Teil des im Kurbelgehäuse befindlichen Öls auf die arbeitenden Motorteile gespritzt
und auf die Zylinderwände. Ein Teil des Öls jedoch wird zu den oberen Teilen des Motors gepumpt, um
die darin arbeitenden Teile zu schmieren. Bei einem Motor mit obenliegendem Ventil wird ein geringer
ölstrom zu dem oberen Teil des Motors gepumpt und konstant über beide Ansaug- und Auslaßventilhälse
geführt, um sicherzustellen, daß sie konstant in ihren Führungen während des Betriebs geschmiert werden.
Die ölbcrieselung über den Ansaugventilhals und den
anderen Teilen des Ventilkopfes wird anscheinend unter den dort herrschenden Temperaturen pyrolysiert.
und dadurch werden Ablagerungen gebildet und aufgebaut, wobei die Mittel für die Viskositätsverbcsserungen
als Bindemittel wirken.
Dieses besondere Problem entsteht nicht beim Auslaß-Manifold
oder um die Auspuffventile. Dies beruht zum Teil darauf, daß sich auf den Auspufivcntilcn
weniger öl befindet und vielleicht auf die hohen Temperaturen,
die im Auslaßvertcilcr bestehen und eine Bildung von Ablagerungen verhindern oder eventuell
sich bildende Ablagerungen wegbrennen.
Überraschenderweise konnle festgestellt werden,
daß durch die Auflösung einer geringen Menge bestimmter Polyolefinpolymere und deren entsprechenden
hydrierten Derivate die Entfernung solcher Ablagerungen oder die Verhinderung der Bitdung solcher
Ablagerungen auf den Ansaugventilen und den Schlitzen eines durch Funken gezündeten Viertakt-Verbrennungsmotors
in wirksamer Weise erreicht werden können.
Die Erfindung betrifft eine Motorbrennstoffmi- f>5
schung. bestehend aus einer Kohlenwasserstoffmischung im Benzinsiedebereich und etwa 0.01 bis
0,20 Volumprozent eines Poiyolefinpolymers oder eines entsprechenden hydrierten Polymers mit einen
Molekulargewicht im Bereich von 500 bis 3500.
Diese Motorbrennstoffmischung hat sich als beson ders vorteilhaft erwiesen. Das Molekulargewicht win
mittels eines Osmometers gemessen.
Die in der erfindungsgemäßen Motorbrennstoff mischung enthaltenen Olefinpolymeren wurden au:
Monoolefinen und Diolefinen hergestellt oder sine Copolymere von beiden und besitzen ein durchschnitt
liches Molekulargewicht im Bereich von etwa 500 bis 3500. Mischungen von Olefinpolymeren, deren durchschnittliches
Molekulargewicht innerhalb des oben angegebenen Bereiches liegt, sind ebenfalls wirksam.
Zur Herstellung der Olefinpolymeren können beispielsweise folgende Olefine verwendet \· erden: Äthylen,
Propylen, Butylen, Isobutylen, Amylen, Hexylen. Butadien und Isopren. Im allgemeinen werden die
Olefinpolymeren aus Olefinmonomeren hergestellt, die aus ungesättigten Kohlenwasserstoffen mit zwei
bis sechs Kohlenstoffatomen bestehen. Die aus Propylen und Butylen hergestellten Olefinpolymeren werden
bevorzugt verwendet. Es können auch Olefinpolymeren verwendet werden, die durch Kracken von
Olefinpolymeren oder Copoiymeren mit höheren Molekulargewichten zu einem Polymeren in dem oben
angegebenen Molekulargcwichtsbereich hergestellt wurden. Derivate der oben angegebenen Polymeren,
die durch Sättigen der Polymeren durch Hydrierung erhalten werden, können ebenfalls in vorteilhafter
Weise verwendet werden. Die Bezeichnung »Polymeren« bezieht sich auf Olefinpolymeren und deren
entsprechenden hydrierten Derivate.
Der in der Motorbrennstoffmischung nach der Erfindung verwendete Grundbrennstoff besteht aus einer
Mischung von Kohlenwasserstoffen, die im Benzinsiedebcrcich
sieden. Dieser Grundbrennstoffkann aus gcradkettigcn oder verzweigtkettigen Paraffinen. Cycloparaffinen.
Olefinen, aromatischen Kohlenwasserstoffen oder Mischungen davon bestehen. Dieser
Grundbrennstoff kann aus durch direkte Destillation aus rohem Erdöl gewonnenem Schwerbenzin, aus
Polymerbenzin, aus natürlichem Benzin oder aus katalytisch gekrackten oder thermisch gekrackten
Kohlenwasserstoffen oder katalytisch reformierten Chargen bestehen. Die Zusammensetzung des Grundbrennstoffes
ist nicht kritisch. Auch die Oktanhöhc des Grundbrennstoffes hat keinerlei Bedeutung für die
Motorbrcnnstoffmischung nach der Erfindung. Jeder herkömmliche Grundbrennstoff kann für die Motorbrennstoffmischung
nach der Erfindung verwendet werden. Der GrundbrcnnstofT kann jeden normalerweise
in Motorbrennstoffe verwendeten Zusatz enthalten. Der Grundbrennstoffkann ein Antiklopfmittel,
beispielsweise eine Tctraalkyl-Bleivcrbindung. wie Tetraäthylblei, Tetramcthylblci. Tctrabutylblci oder
Mischungen davon u. dgl., enthalten. Die im Handel erhältliche und für Kraftfahrzeuge verwendete Tetraäthylbleimischung
enthält eine Äthylenchlorid-Äthy-Icnbromid-Mischung
als Spülmittel zur Entfernung von Blei aus der Verbrennungskammer in Form eines
flüchtigen Bleihalogenide. Der Motorbrennstoff kann ebenfalls einen der herkömmlichen Antieiszusätzc.
Korrosionsinhibitoren, Farbstoffe oder Schmieröle für den oberen Zylinder enthalten.
Die Motorbrennstoffmischung nach der Erfindung wird durch Vermischen einer geeigneten Menge des
oben beschriebenen Polymeren oder eines Derivats davon mit dem Grundbrennstoff hergestellt. Die
Menge des zum Motorhrenn.stoff zugegebenen Zusatzes
ist kritisch. Der Zusatz wird im allgemeinen in einem Bereich von etwa (1,01 bis 0,20 Volumprozent
verwendet. Besonders vorteilhafte Ergebnisse werden erhalten, wenn der Zusatz in Mengen von 0,05 bis s
0,15 Volumprozent zu der Brennstoffmischung zugegeben wird. Die bevorzugte Zusalzkonzentration liegt
bei etwa 0,06 bis 0,12 Volumprozent.
Das Molekulargewicht des Polymeren oder des Polymerderivats ist ebenfalls bei der Herstellung einer
wirksamen Motorbrenn.stoffmischung nach der Erfindung kritisch. Vorteilhafte Motorbrcnnstoffmischuncen
nach der Erfindung erfordern Polymere ader hydrierte Polymerderivate mit einem durchschnittlichen
Molekulargewicht im Bereich von 500 bis 3500. Diese i.s Molekulargewichte werden nach der Osmometer-Methode
bestimmt. Es werden vorteilhafte Motorlirennstoffmischungen
nach der Erfindung erhalten, ivenn Polymere und Polymerderivate mit einem Molekulargewicht
im Bereich von 650 bis 2600 verwendet ™ tverdcn. Besonders bevorzugt werden Polymere mit
einem relativ niedrigen Molekulargewicht beispielsweise im Bereich von 500 bis 995.
Zur Bestimmung des Ablagcrungs-Verhinderungstffektes
der Motorbrennstoffmischungen nach der fiiTindung wurden zwei Versuche durchgeführt. Ein
Versuch ist der Chassis-Dynamometer-Test unter Verwendung eines Buick-Wildcat-Motors. Der zweite
Versuch ist ein Induktions-Sys.em-Ablagerungstest unter Verwendung eines Bnick-Wildcat-Wagcns vom yo
Haujahr 1964. Das Funktionieren dieser Versuche
beruht auf die Bewertung der Ablagerungen am Ansaugventil und den Schlitzen.
Der Chassis-Dynamometer-Test wird unter Verwendung eines Buick-425-ClD-V-R-Motors (Baujahr
1964) durchgeR'ihrt, der mit einem PCV-Ventil (Positive
Crankcase Ventilation) ausgerüstet ist und auf einem Dynamonieter-Teststand mit einer Ausrüstung
zur Kontrolle der Geschwindigkeit, der Belastung und der Motortemperaturen aufgebaut ist. Dieser Versuch
erfordert annähernd 1325 1 Brennstoff und 15 1 Schmiermittel für jeden Lauf.
Vor jedem Lauf werden die Zylinderköpfe vollständig überholt und neue Ansaugventile eingebaut,
iiesondere Sorgfalt muß darauf verwendet werden, daß das Ansaugventil zu Ventilführungsspiel zwischen
0,0089 bis 0,0114 cm gehalten wird. Außerdem müssen
die Ventilsitzweiten zwischen 1,191 und 1.084 mm gehalten
werden. Der Motorblock wird entsprechend der im Buick-Service-Manual 1964 beschriebenen Verfahren
vollständig überholt, wenn der »blow-by« oder der Ölverbrauch zu hoch werden.
Der Motor wurde mit 3,8 1 öl versetzt und 15 Minuten
lang bei 1500 Umdrehungen je Minute ausgeglichen. Nach Ablassen des Öls wurden neue 3.8 1 öl
zugegeben und mit dem Versuch begonnen. Der Motor wurde in einem 4-Stufen-6-Stundcn-Lauf für insgesamt
16 Läufe oder 96 Stunden betrieben:
Stufe
I.iiuf/cil
0 bis I
1 bis 4
4 bis 5
5 bis 6
—ν
Stunden
Hut rieh
Leerlauf
Straßenbelastung schwere Belastung Rest
HeI rieh
l.ecrliiiifstufe
SlrauenhelaslungssUifc
Schwere
(lesdiwindigkeit U min j 1000 ± 15 2250 ±15 j 2250 t 15
Belastung. Brenn-hp 0 30 ± 1.5 I 75 ι 1.5
I ul'l-Brennstoff-Verhällnis 1 1.5 ± 0.5 ! 12.2 ± 0.4 j Ι2.2"ι
i imkenvorschub"). BTDC i 30 ! 40 j 34
Auslaßrückdruck, in Hg i 0.2") ! 1.0 t O.I S 3.5")
Ansaiigliifttempcralur. C j 6(1 ί I 60 .t- I j 60 : 1
Mantel-Außentemperatur. C '■ 93 t I 93 * I i 93 : I
Kurbclgehäusc-Öltenipetatiir. C j 93") ! 113 t I ! 113 ; 1
Ί T\pischc Werte, nicht kontrolliert
Ί Annähernde Werte l:iinkcn\orM.hiihslclliini! (■,' HIDC hei WKIl; mjn.
Nach Beendigung eines Versuches wurden die so methoden entsprachen den oben beschriebenen Vcr-
/vlindcrköpfc und Ventile entfernt und die Ventile fahren Tür den Chassis-Dynamomcter-Test. Die An-
visucll auf das Ausmaß der Ablagerung auf der Ventil- saugvcntilc und Schlitze wurden ebenfalls nach der
tulpcnobcrfliiche untersucht und bewertet. Die Ablage- oben angegebenen Vorteil-Bcwertungsskale eingestuft.
Hingen am Ansaugventil werden entsprechend einer Zwei Grundbrennstoffe wurden bei den lolgcndcn
Vorteil-Bewertungsskala, die die Bewertungsstufen 1 ss Beispielen verwendet. Als Grundbrennstofl'A wurde
bis 10 enthält, bewertet. Die Bewertungsstufe 10 bc- ein typisches Supcrbenzin verwendet, das 3 cmJ Tetra-
dcutct ein vollständig sauberes Ventil. Die Bewcrtungs- ülhylblei je 3.785 I enthielt. Dieses Benzin bestand aus
stufe 1 wird bei besonders starken Ablagerungen am 27% Aromaten, 15,5% Olefine und 57.5% aliphati-
schlitze werden mit T= Spuren, L= Leicht, /Vf = Mit- 60 Analyse). Dieses Benzin hatte einen ASTM anfäng-
tel und H = Stark bewertet. liehen Destillationssiedepunkt von 31 "C, einen End-
besaß. Alle Versuche wurden unter den Bedingungen 65 stoff A ähnlich, enthielt jedoch 0.5 Volumprozent
einer waagerechten Straße bei 112 km/h und über einer Mischung aus einem Korrosionsinhibitor in
einen Zeitraum von 56 Stunden (6270 km) durchge* Mineralöl,
tül'.n. Die Überholung des Motors und die Spül- In den oben beschriebenen Versuchen ergaben die
645
Kontroll-Brennstoffe, d. h. der Grundbrennstoff A und rung auf 7,0 oder höher ist eine besonders wesentliche
der Grundbrennstoff B ohne irgendwelche Zusätze, Verbesserung.
Ablagerungen am Ventil entsprechend den Bewer- In den Tabellen Ia und Ib sind die Ergebnisse der
tungsstufen 5,9 bis 6,1. Eine Verbesserung der Bewer- Brennstoffuntersuchungen angegeben, die nach dem
tungsstufe auf 6,4 ist eine wesentliche Verbesserung in 5 Induktionssystem-Ablagerungstest durchgeführt wur-
der Bewertung der Ablagerungen, und eine Verbesse- den.
Tabelle Ia
Induktionssystem-Ablagerungstest
Induktionssystem-Ablagerungstest
Zusatz, Molgewicht
Versuche I bis 4 Polypropen 800.
Versuche 5 bis 7 Polypropen 975.
Versuch 8
Polypropen 1120 .
Polypropen 1120 .
Versuch 9
Polypropen 897..
Polypropen 897..
Versuche 10. 11 Polypropen 1150.
Versuch 12 Polypropen 1370.
Versuch 13 Polypropen 2560.
Versuch 14
Polybuten 300 ...
Polybuten 300 ...
Versuch 15
Polybuten 730 .
Polybuten 730 .
Versuche 16. 18 Polybuten 1100
Versuch 19
Polybuten 19(K)
Polybuten 19(K)
Versuch 20
Polybuten-1 800
Versuch 22
I : I-CVQ-Copolymcr 1010
Versuch 23
Cj-Q-Ätliylen-Buiyi.-ii-Copolymer
810
Kontrollvcrsiich
kein Zusatz ..
Schlitzhcwertung
Vcnti;-hewcrlung
5.9
| (irundhrennstofr B Konzentralion |
Schlitz- b .-renting |
|
| i% | 0.075% | T-L |
| Schliiz- Jcwertung |
Ventil- bewerlung |
|
| M | 7,9 | T-L |
| L-M | L | |
| 8,5 | T | |
| 8,2 | L | |
| L | 8,0 | M |
| 8.2 | Il | |
| 7.7 | M | |
| 5.4 | L | |
| 7.4 | L | |
| 7,8 | ||
| 8.2 |
η. ίο" ι·
Veniilbcwcruini!
ε,3
9,1
7.6
Schiit/-hewcrtung
Λ/
7,9 T-L
7 Tabelle Ib
Induktionssystem-Ablagerungstest
| GrundbrennslofTA | Ventil- | .Schlitz | 0.1 | 0% | |
| Konzentration | bewer- | bewer | Venttl- | Schlitz | |
| Zusatz. Molgewicht | lung | tung | bewer- | bewer | |
| lung | tung | ||||
| 8,6 | T-L | ||||
| Versuche 1 bis 4 | |||||
| Polypropen 800 ... | 9,0 | T-L | |||
| Versuche 5 bis 7 | |||||
| Polypropen 975 ... | |||||
| Versuch 8 | |||||
| Polypropen 1120 .. | |||||
| Versuch 9 | |||||
| Polypropen 897 ... | |||||
| Versuch 10, 11 | |||||
| Polypropen 1150 .. | |||||
| Versuch 12 | |||||
| Polypropen 1370 .. | |||||
| Versuch 13 | |||||
| Polypropen 2560 .. | |||||
| Versuch 14 | |||||
| Polybuten 300 | 7,5 | H | |||
| Versuch 15 | |||||
| Polybuten 730 | 8,7 | M-H | |||
| Versuche 16, 18 | |||||
| Polybuten 1100 ... | 9,3 | M | |||
| Versuch 19 | |||||
| Polybuten 1900 ... |
| Ventil- | (jrundbrennston Λ | 0.l0°o | Schill/ | |
| bcwer- | Ventil- | bcttcr- | ||
| ZiISiIlZ. Molgewicht | tung | Konzentration | bcwcr- | Iu ng |
| lung | ||||
| Schlitz- | ||||
| hcwer- | M-h | |||
| Versuch 20 | tung | 8,0 | ||
| hydriertes Poly | ||||
| buten 1100 | ||||
| Versuch 21 | ||||
| Polybuten-1 800 .. | ||||
| Versuch 22 | ||||
| I zu 1 C3-C4- | ||||
| C'opolymer 1010 | ||||
| Versuch 23 | ||||
| C2-C4-Äthylen- | ||||
| Butylen-Copoly- | 5.9 | |||
| mer 810 | ||||
| Kontri/ilversuch | ||||
| kein Zusatz .... | ||||
| H | ||||
Aus den erhaltenen Ergebnissen ist die besondere Wirksamkeit von Brennstoffen, die Polyolefine und
hydrierte Polyolefine in den angegebenen Konzentrationen und angegebenen Molekulargewichtsbereichen
enthalten, zu ersehen. Man kann ebenfalls die Nachteile feststellen, die auftreten, wenn Motorbrennstoffe
verwendet werden, die ein Polypropylen mit einem niedrigen Molekulargewicht enthalten.
In Tabelle II sind die Ergebnisse der Untersuchungen
zusammengefaßt, die mit Brennstoffmischungen nach der Erfindung gemäß dem Chassis-Dynamometer-Test
durchgeführt wurden.
Tabelle II Chassis-Dynamometer-Test
Zusatz. Molgewicht
Versuch 24
Polypropen 1120
Versuche 25. 26 Polypropen i 150
Versuch 27
Polybuten 1100
Versuch 28
Mischung von 0,0375% 800 M. W. Polypropen und 0.0375% 1370 M. W.
Polypropen 1085
Kontrollversuch
kein Zusatz
Ventilhewertung
6.1
Schlitzbewertung
Grundbrennstoff B Konzentralion
0.075%
Ventilbewertung
Schiitzbeweriune
7.8
7.2
0.10%
Ventilbewertune
7.8
7.9
7.1
Schlilzbewertuns
T-L
Die großen Vorteile der Brennstoffmischungen nach
der Erfindung sind auf Orund der hohen Bewertungsstufen klar zu erkennen.
Es ist bekannt, daß Polymere zu Benzin in bestimmten Mengen und in bestimmten Molekulargewichtsbereichfcf.
zugegeben werden, um das Benzin zu verdicken und seinen Fluß durch den Vergaser zu reduzieren.
Nach der USA.-Patentschrift 2 049 062 wird die kinematische Viskosität eines Benzins um 4% erhöht,
wenn Polymere mit Molekulargewichten von 2000 bis 270 000 zugegeben werden. Die kinematische
Viskosität des Grundbrennstoffs wird kaum erhöht, wenn die Polymerzusätze zu der neuen Brennstoffmischung
nach der Erfindung zugegeben werden. Die Polymermenge, die die Viskosität eines Grundbrennstoffes
um weniger als 1 % erhöht, ist im wesentlichen unwirksam in bezug auf die Verdickung eines Motorbrennstoffes.
Die Viskositätsuntersuchungen wurden mit zwei Grundbrennstoffen und mit neuen Brennstoffen nach
der Erfindung durchgeführt, die aus diesen Grundbrennstoffen hergestellt worden waren. Die kinematische
Viskosität wurde in Stokes bei verschiedenen Temperaturen bestimmt. Die erhaltenen Ergebnisse
sind in Tabelle III zusammengefaßt.
Wirksamkeit eines Polypropylen-Polymeren
mit dem Molekulargewicht 800
auf die Benzinviskosität
| Brennstoff/usammensctzung |
Viskosität
25 C |
Stokes
.18 C |
0.601 |
| 'undbrennstoff B | 0.599 | ||
| Grundbrennstoff B + 0.05% | |||
| 800 M. W. | |||
| Polypropylen | 0.598 | ||
| Grundbrennstoff B + 0.075% | |||
| 800 M. W. | |||
| Polypropylen | 0.602 | ||
| Grundbrennstoff B + 0.1% | |||
| 800 M. W. | |||
| Polypropylen | 0.601 | -- | |
| Grundbrennstoff B + 0.2% | |||
| 800 M. W. | |||
| , Polypropylen |
| Brennstoflzusammenset7ung |
Viskosität
25 C |
Stokes
38 C |
35 | 0.529 |
| Grundbrennstoff A . ... | 0.589 | |||
| Grundbrennstoff A + 0.05% | 0.528 4C | |||
| 800 M. W. | ||||
| Polypropylen | 0.591 | |||
| Grundbrennstoff A - 0.1% | 0.530 | |||
| 800 M. W. | ||||
| Polypropylen | 0,593 | |||
| Grundbrennstoff A + 0.2% | 0.529 | |||
| 800 M. W. | ||||
| Polypropylen | 0.593 |
Aus Tabelle III ist zu ersehen, daß die Viskosität nur in wenigen Fällen ansteigt, und dort wo sie ansteigt,
im wesentlichen unter 1 % und meistens unter 0,5% liegt.
Claims (4)
1. Motorbrennstoffmischung, bestehend aus einer
Kohlenwasserstoffmischung im Benzinsiedebereich und etwa 0,01 bis 0,20 Volumprozent eines oder
mehrerer Olefinpolymeren mit einem Molekulargewicht im Bereich von 500 bis 3500 oder eines
entsprechenden hydrierten Polymeren mit einem Molekulargewicht im Bereich von 500 bis 3500.
2. Motorbrennstoffmischung nach Anspruch I. dadurch gekennzeichnet, daß das Olefinpolymere
aus einem Polymerisat eines C2-C6-ungesättigten
Kohlenwasserstoffes besteht.
3. Motorbrennstoffmischung nach Anspruch 2. dadurch gekennzeichnet, daß das Olefinpolymere
aus einem Polymerisat von Äthylen. Propylen. Butylen. Amylen. Hexylen. Isopren oder Butadien
besteht.
4. Motorbrennstoffmischung nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Olefinpolymere
ein Copolymerisat von C2-C6-ungesättigten
Kohlenwasserstoffen ist.
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