DE1643849A1 - Neue Zuckerderivate - Google Patents
Neue ZuckerderivateInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07H—SUGARS; DERIVATIVES THEREOF; NUCLEOSIDES; NUCLEOTIDES; NUCLEIC ACIDS
- C07H15/00—Compounds containing hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals directly attached to hetero atoms of saccharide radicals
- C07H15/18—Acyclic radicals, substituted by carbocyclic rings
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- C07H15/00—Compounds containing hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals directly attached to hetero atoms of saccharide radicals
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Description
CIBA AKTIENGESELLSCHAFT, BASEL (SCHWEIZ)
Case 6097/l+2/R
Deutschland
Neue Zuckerderivate.
Gegenstand der Erfindung sind Niederalkyl-2-0-(ß· carboxy-propionyl) -3-0-R~-5-R,--6"-0-R,c-glucofuranQside# insbesondere
Verbindungen der Formel
6 I
0-0-OH0-GH0-COOH
Ii C. C.
Unterlage;. ;/-n- /.; ■ ::.*.ζ i<j.ι sau 3 d,-. ;>^:-MK^m: ·.-. 4.5. r
~2~ 1S43849
worin R, einen Niederalkylrest darstellt und jede der Gruppen
FL, R- und Rg gegebenenfalls substituierte Benzylreste
bedeutet.
Niederalkylreste sind vor allem solche mit höchstens 5 Kohlenstoffatomen, z.B. Propyl-, Isopropyl-, sek.-Butyl-
oder besonders Aethylreste.
Die aromatischen Ringe der Benzylreste können gegebenenfalls
Substituenten tragen, in erster Linie Niederalkoxy-, z.B. Methoxy-, Aethoxy- oder Propyloxygruppen,
sowie Methylendioxygruppen, Halogen-, z.B. Chlor- oder Bromatome,
Niederalkyl-, z.B. Methyl-, Aethyl-, Propyl- oder Butylreste, und/oder Trifluormethylgruppen.
Die neuen Verbindungen besitzen wertvolle pharmakologische Eigenschaften. So weisen sie insbesondere eine
antiinflammatorische Wirkung auf 3 die sieh im Tierversuch,
z.B. an der Ratte, nachweisen lässt. Ferner besitzen sie, z.B. im Tierversuch, wie ?;3B. an Meerschweinchen, eine antiallergische Wirkung. BJ? neuen Verbindungen können daher als
Antiphlogistika Verwendung finden. Sie sind aber auch wertvolle Zwischenprodukte für die Herstellung anderer wertvoller
Stoffe, insbesondere von pharmakologiseh wirksamen
Verbindungen.
Besonders hervorzuheben sind die Niederalkyl-2-0-(^=Gar?ioxy-propionyl)-3,5*6-tri-0-benzyl-D-glucofuranoside,
und insbesondere das Aethyl-2-0-(ß-carboxy-propionyl)-3*5*6-
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tri-O-henzyl-D-glucofuranosid, das z.B. in Form seines Natriumsalzes
an der Ratte bei intraperitonealer Verabreichung in Dosen von etwa 0,1 bis etwa 0,3 g/kg eine ausgesprochene
antiinflammatorische Wirkung aufweist.
Die Salze, besonders die Alkalimetallsalze der neuen Verbindungen zeichnen sich, im Gegensatz zu ähnlichen
2-0-unsubstituierten Verbindungen, durch eine gute Wasserlöslichkeit aus.
Die neuen Verbindungen können in freier Form oder in Form ihrer Salze, wie ihrer Metallsalze oder Salze von
organischen Basen, insbesondere therapeutisch verwendbarer, nicht-toxischer Salze, vorzugsweise der Alkalimetallsalze,
besonders der Natriumsalze, vorliegen. Freie Säuren und ihre Salze lassen sich in üblicher W.eise ineinander überführen,,
wobei die Salze auch zur Reinigung der freien Säuren disi^n
können. Infolge der engen Beziehungen zwischen den neuen Verbindungen in freier Form und in Form ihrer Salze sind im
vorausgegangenen und nachfolgend unter den freien Verbindungen sinn- und zweckmässig gegebenenfalls auch die entsprechenden
Salze zu verstehen.
Die neuen Verbindungen können als reine Anomere oder als Anomerengemische vorliegen. Letztere können auf
Grund der physikalisch-chemischen Unterschiede der Bestandteile in bekannter Weise in die beiden reinen Anomeren aufgetrennt
werden.
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Die neuen Verbindungen werden nach an sich bekannten Methoden gewonnen. Vorzugsweise geht man so vor, dass
man ein Niederalkyl-J-O-iU-S-O-Rp.-o-O-Rg-glucofuranosid,
dessen Hydroxylgruppe in 2-Steilung unsubstituiert ist, mit
einem den ß-Carboxy-propionylrest einführenden, acylierenden Mittel umsetzt.
Als acylierende Mittel kommen insbesondere Bernsteinsäureanhydrid oder auch reaktionsfähige funktioneile
P Monosäurederivate der Bernsteinsäure, wie die Monohalogenide,
besonders das Bernsteinsäufemonochlorid, in Frage.
Vorzugsweise geht man so vor, dass man das Ausgangsmaterial
in Gegenwart eines Kondensationsmittels, wie eines sauren oder basischen Mittels, z.B. von Pyridin, mit
Bernsteinsäureanhydrid umsetzt. Man kann aber auch das Glucofuranosid
mit Bernsteinsäuremonohalogeniden, z.B. mit Bernsteinsäuremonochlorid,
in Gegenwart eines säurebindenden Kondensationsmittels, wie einer tertiären Base oder Natrium-
™ acetat, umsetzen.
Die Erfindung betrifft auch diejenigen Ausführungsformen des Verfahrens, bei denen man von einer auf irgendeiner
Stufe des Verfahrens als Zwischenprodukt erhältlichen Verbindung ausgeht und die fehlenden Verfahrensschritte
durchführt, oder das Verfahren auf irgendeiner Stufe abbricht, oder einen Ausgangsstoff unter den Reaktionsbedingungen
bildet oder in Form eines Derivats, wie eines Salzes, verwendet.
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Die Ausgangsstoffe sind bekannt oder können nach an sich bekannten Methoden gewonnen werden.
Die neuen Verbindungen oder ihre Salze können als Heilmittel, z.B. in Form pharmazeutischer Präparate, Verwendung
finden, welche sie zusammen mit einem für die enterale, parenterale oder topicale Applikation geeigneten pharmazeutischen
organischen oder anorganischen, festen oder flüssigen Trägermaterial enthalten. Für die Bildung desselben
kommen solche Stoffe in Frage, die mit der neuen Verbindung nicht reagieren, wie z.B. Wasser, Gelatine, Milchzucker,
Stärke, Magnesiumstearat, Talk, pflanzliche OeIe3 Benzylalkohole,
Gummi, Polyalkylenglykole oder andere bekannte Arzneimittelträger. Die pharmazeutischen Präparate können
z.B· als Tabletten, Dragees oder in flüssiger Form als Lösungen, Suspensionen oder Emulsionen vorliegen» Gegebenenfalls
sind sie sterilisiert und bzw. oder enthalten Hilfsstoffe,
wie Konservierungs-, Stabilisierungs-, Nstz- oder >
Emulgiermittel, Salze zur Veränderung des osmotischen Druckes oder Puffer. Sie können auch noch andere therapeutisch wertvolle
Stoffe enthalten. Die Präparate werden nach üblichen Methoden gewonnen.
Die Erfindung wird in den nachfolgenden Beispielen
näher beschrieben. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.
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Beispiel Ii . ·
Eine Lösung von 28,8 g Aethyl-3,5,6-tri-O-benzyl-D-glucofuranosid
In 75 ml absolutem Pyridin wird mit
6,6 g fein pulverisiertem Bernsteinsäureanhydrid versetzt und unter Rühren und Feuchtigkeitsausschluss bei 70° während
24 Stunden erhitzt. Der durch Eindampfen unter vermindertem Druck bei 55° erhaltene Rückstand wird mit 30 ml Eiswasser
versetzt und. während 45 Minuten geschüttelt« dann mit Aether extrahiert. Die Äetherschicht wird fünfmal mit
50 ml eisgekühlter 5-n. Salzsäure und 50 ml Eiswasser gewaschen,
über Natriumsulfat getrocknet, auf 70 ml eingeengt
und mit 50 Ml gesättigter, wässeriger Natriumhydrogencarbonatlösung
und 50 ml Wasser geschüttelt; Nach dem Elndam-. pfen des Aethers unter vermindertem Druck im Rotationsverdämpfer,
verdünnt man de;:; Rückstand mit 700 ml Wasser und
filtriert durch ein Dieüßmeererdepräparat. Die klare Lösung
wird mit eiskalter g-iic Salzsäure auf pH 2,5 gestellt, worauf
das amgesohiedeLö Gel mit Aether extrahiert wird. Die
über Natriumsulfat getrockneten und am Wasserstrahl- und ansohllessenä am Hochvakuum eingedampften Aetherextrakte
liefern das Aethyl-2-0-(ß-carboxy-propionyl)-3,5#6-tri-C
benzyl-D-gluoofuranosid der Formel . \- , . . ■ . "
"09820/1968
Q-O-CH0-CH0-COOH
Il <- t
als dickflüssiges OeI; [a]D = -26° (c = 1 in Chloroform).
Zur Herstellung des Natriumsalzes wird die Säure in Aether gelöst, mit der berechneten Menge wässriger
Natriumhydrogenearbonatlosung geschüttelt. Nach Abdampfen des Aethers unter vermindertem Druck wird die wässrige Lösung
filtriert und lyophilisiert, wobei das Natriumsalz als dickflüssiges OeI anfällt.
Im Dünnsehichtchromatogramm auf Silieagel -äit- üem
System n-ButanolZEssigsäureZWasser (150 VoI.Teiles 15 Vol.
Teile; 42 VoI.Teile), angefärbt mit 50#iger äthanolischer
Schwefelsäure, zeigt die Substanz den Rf-Wert von 0,68.
Beim kurzen Stehenlassen einer Lösung der freien Verbindung in einem Ueberschuss 1-n. wässrig-äthanolischem
Natriumhydroxyd wird der Ester quantitativ verseifte Das erhaltene Aethyl-3,5*6-tri-0-benzyl-D-glucofuranosid wird
im Dünnschichtchromatografie, System Chloroform-Essigsäureäthylester
(85:15)* Silieagel (PP 25^ der Firma Merok,
Darmstadt), Indikator: Schwefelsäure, aufgetrennt; das a-Ano
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20 ο mere zeigt einen Rf-Wert von 0,56; Ca]^ = +21 (c « 1 in
Chloroform); und das ß-Anomere einen Rf-Wert von 0,2j;
0 β -56 (ο β 1 in Chloroform)«
Beispiel 2 s '
Eine Lösung von 10,12 g Isobutyl-3,5,6-tri-0-i>enzyl-D-gluqofuranosid
in 40 ml absolutem Pyridin wird mit 2,8 g fein pulverisiertem Bernsteinsäureanhydrid versetzt,. und
unter Rühren und Feuchtigkeitsausschluss bei 70° während 38 Stunden erhitzt. Anschliessend destilliert man die Hauptmenge
Pyridin unter vermindertem Druck bei 60° ab und schüt-.telt
den Btiokiptand mit 40 ml Eiswasser während 10 Minuten.
Nach dem Abdekantieren.des Wassers nimmt man das OeI in
150 ml Aether auf, und extrahiert die ätherische Lösung fünfmal mit 50 ml 2-n, eisgekühlter Salzsäure und fünfmal mit
50 ml Wasser. Die über Natriumsulfat getrocknete und unter vermindertem Druck eingedampfte Aetherlösung liefert das
Isobutyl-2-0-((ß-carboxy-propionyl)-3i5*6-tri-0-benzyl-D-glucofuranosid
der Formel .
109820/1968 .
CH2-CH
0-C-CH0-CH0-COOH
Il ά ά. 0
als dickflüssiges Oel.
Zur Herstellung des Natriumsalzes wird die Säure in Aether gelöst, mit der berechneten Menge wässriger Natriumhydrogencarbonatlösung
geschüttelt, der Aether unter vermindertem Druck abgedampft und anschliessend lyophilisiert,
wobei das Natriumsalz als dickflüssiges OeI anfällt. Aus dem Natriumsalz lässt sich eine klare 3#ige wässrige Lösung
herstellen.
Beim kurzen Stehenlassen einer Lösung der freien Verbindung in einem Ueberschuss 1-n. wässrig-äthanolischem
Natriumhydroxyd wird der Ester quantitativ verseift. Das erhaltene Isobutyl-3,5i6-tri-0-benzyl-D-glucofuranosid zeigt
im Dunnschichtchromatogramm auf Silicagel im System Chloroform-Essigsäureäthylester
(85:15) einen Rf-Wert von 0,64
für das a-Anomere und einen Rf-Wert von 0,30 für das ß-Anomere.
Das Ausgangsmaterial kann wie folgt hergestellt
werden:
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Eine"Lösung von 250 g l,2-0-Isopropyliden-3,5,6-tri-O-benzyl-a-D-glucofuranose
in 5000 ml einer 1-n. Lösung trockener Salzsäure in Isobutanol wird während 24 Stunden
bei Zimmertemperatur stehen gelassen. Nach dem Abkühlen auf O - 5°'neutralisiert man mit 10-n. wässeriger Natronlauge^
destilliert die Hauptmenge Isobutanol unter vermindertem Druck im Rotationsverdampfer bei 50 - 60° ab und
extrahiert den Rückstand mit Chloroform. Die mit Wasser gewaschene, über Natriumsulfat getrocknete Chloroformlösung
wird unter vermindertem Druck eingedampft und im Hochvakuum vom restlichen Lösungsmittel befreit. Der so erhaltene Rückstand
wird einer Kurzweg-Destillation im Hochvakuum unterworfen, wobei man das Isobutyl-j^Si.ß-tri-O-benzyl-D-glucofuranosid
als .dickflüssiges OeI bei 240 - 245° /^ 0,01 mm
Hg erhält; Ca3„ = -34° + lc (c« 1 in Chloroform). · · " .
> ■ '■■■■■■"-■ ■■;■ ■ - ■ · ■.·■
' . ·. - ' Beispiel 3 »'
' . ·. - ' Beispiel 3 »'
Beim Umsetzen von 3*8 g Aethyl-3,5j6-tri-O-bensyl-a-D-gluQofuranosid
in 25 ml Pyridin mit 0,87 g Bernsteinerhält man nach 4o-stündigem Erhitzen auf
70°- und nach der im Beispiel 1 beschriebenen Aufarbeitungs'-
e das Aethyl-2-0-(ß-carboxy-propionyl)-3,5,6-tri-0-bensyl-öi»D-glucofuranosid
der Formel
109820/1960
.1 .
O -0-OH9-CH0-COOH
Il * fci
Aus dem Natriumsalz dieser Säure lässt sich eine klare 10 #ige wässerige Lösung herstellen.
• Beim kursen Stehenlassen einer Lösung der freien Verbindung in'einem Ueberschuss 1-n· wässe?is°gtfe©s,9lis^>-&iii
Natriumhydroxyd wird der Ester quantitativ -/geseift ο 2/m Si4·
haltene Aethyl-J^o-tri-Q-bensyl-a-D-gluo-ofuranosid zeigt
im Dünnschichtchromatogramm,· System ChlstOform-Essigsäureäthylester
(85:15), Silikagel (P.F 254 der Firma Merck, Darmstadt
j, Indikator; Schwefelsäure; ©inen Rf-Wert von O,5ÖJ
[a]| » +21° (o ■ 1 in Chloroform). ; ·. ■ .
■1 , ■
Beim Unj3s£s
In §5 ral Pyri
säureanhydriö «rh^It as&». aasfe iO
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iD, mit US2.
nach der im Beispiel 1 beschriebenen Aufarbeitungsmethode
das Aethyl-2-0-(ß-carboxy-propionyl)-3#5*6-trl-0-benzyl-ß-D-glucofuranosid
der Formel
Ο-0-ΟΗ,-ΟΗ,-ΟΟΟΗ
I! CC
Aus dem Natriumsalz dieser Säure lässt sich eine klare
10 $ige wässerige- Lösung Herstellern · · · ·
E©im kurzen Stehenlassen einer Lösung der freien Verbindung in einem Ueberschuss 1-ri, wässerig-äthanolischem
Natriumhydrpxyd wird der Ester quantitativ verseift. Das erhaltene
Aethyl-3,5ji6-tri-0-benzyl^ß-D-gXucofunanosid zeigt
im Dünnschichtchromatogramm; System Chloroform-Essigsäure- .
äthylester (85:15), Silikagel (PF 254 der Firma Merck, Darmstadt),
Indikator ι Schwefelsäure; einen Bf«Wert von Ö,S7;
β *=g6 (ö C2 ι in Chloroform)»
Beispiel 5 "s
Ϊ6 4.3 8.4 9
Eine Lösung von 10 g n-Propyl~3#5j6-tri-0-benzyl-D-glucofuranosid
in 40 ml absolutem Pyridin wird mit 2,24 g fein gepulvertem Bernsteinsäureanhydrid versetzt und unter
Rühren während 28 Stunden erhitzt. Anschliessend wird die Hauptmenge Pyridin unter vermindertem Druck bei 55° abdestilliert
und der Rückstand während 45 Minuten'mit 40 ml Eiswasser
geschüttelt. Nach dem Abdekantieren des Wassers, nimmt
man das OeI in Aether auf und schüttelt fünfmal mit eiskalter 2-n. Salzsäure und Wasser aus. Die Aetherlösung wird über.
■ ·
l·. Natriumsulfat getrocknet, filtriert und unter vermindertem.
Druck bei 40ö eingedampft. Der Rückstand wird noch -zvjQim&l
mit je 50 ml Petroläther ausgerührt, das Lösungsmittel ab«
dekantiert und das OeI im Hochvakuum entgast. Maa erhält
auf dieser Weise das .n-Propyl-2-0-(ß-carbo3c^preplonyl)-3,5,6«
I I
tri-O-benzyl-D-glucofuranosid der Formel
0-0-CH5-CH0-COOH
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.'! .»6^3849
als dickflüssiges OeI. ' " . ·
Zur Herstellung des Natriumsalzes wird die Säure in
Aether gelöst« mit denr berechneten "Mengee:. wässeriger Natriumhyörogencarbonatlösung
geschüttelt. Nach dem Abdampfen des Aethers unter vermindertem Druck wird dierwä'sserige Lösung
liophylisiert, wobe.i das Natriumsalz als dickflüssiges OeI
anfällt. Aus dem Liophylisat kann eine klare wässerige 6 #ige
Lösung hergestellt werden. ' * 'i '> . ·
Beim kurzen Stehenlassen einer Lösung der"freien Verbindung in einem Ueberschuss 1-n. wässerig-äthanolischem
Natriumhydroxyd wird der Ester quantitativ verseift. Das er- · haltene n-Propyl-J^o-tri-O-benzyl-D-giucofuranosld wird
im DUnnschichtchromatogramm; System' Chloroform-Essigs, äur.eäthylester
'(85:15), Silikagel (EF 254 der Firma Merck, Darm.--
Stadt} a Indikators Sßhwefelsäurej ?'<:£ ge trennt; das a-Anomere
zeigt einen'Rf-Wert van 0,57 '^id das ß-Anomere" einen Rf-Wert
• ί ■. ■ · ■ ■
>οη.0#2ββ " ...
i >
Beispiel 6 t ;' ' · . ·'
_ i
Lösung von IO g n-Butyl-3,5,6-tri-O-i>enzyl·
in 40 ml absolutem Pyridin wird mit^2,2 g
fein gepulvertem. Bernsteinsäureanhydrid versetzt und unter' Rühren und Feuohtigkeitsausschluss bei 70° während 75 Stun-
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den erhitzt. Äüsehliessend destilliert man die Hauptmenge '
Pyridin bei 50° unter vermindertem Druck ab, schüttelt den
erhaltenen Rückstand »äfcrend 10 Minuten mit 45 ml Eiswasser,
dekantiert die wässerige Schicht ab und nimmt das 0@l in 150 ml Aether auf· SI© ätherische Lösung wird fünfmal mit
50 ml eisgekühlter 3-aa, Salzsäure und 50 ml Eiswasser·gewä-"
sehen, Ub?^- Natriumsulfat getrocknet und unter vermindertem
Druck eingedampft. Esa?" Rückstand ist das n-Butyl-2-0-(ß-carboxy·
propionyl)-3,5,6-trI-0-lsenzyl»D-'glucofufanosid der Formel"
Beim kurzes öSsiieniassea einer Lösung i@p
Verbindung .in einem Uaigffssli
Natriumhydroxyd wird um? .Isfcer quaa'citati¥ verseiffeο -Bas_ erhaltene n-Butyl°335*■O-tpi=-0-b©as2fl-»D"-slucofuranesid wlyö,
Natriumhydroxyd wird um? .Isfcer quaa'citati¥ verseiffeο -Bas_ erhaltene n-Butyl°335*■O-tpi=-0-b©as2fl-»D"-slucofuranesid wlyö,
äthylester (85115), Silage! (EP gS1^ ΟΘ24 Firma _
hat einen Rf-W^^t ve η v^äi
'Barm-
Stadt), Indikator ι £i::;v5räls®a,i?@|
or
1"
20 roform); und das ß-Anomere einen Rf-Wert von 0,31; [a]D =
-60° + 1° (c = 1 in Chloroform).
Zur Herstellung des Natriumsalzes des n-Butyl-2-0-(ß-carboxy-propionyl)-3i5j6-tri-0-benzyl-D-glucofuranosids
wird die Säure in Aether gelöst, und mit der berechneten Menge wässriger Natriumhydrogencarbonatlosung geschüttelt.
Nach Abdampfen des Aethers wird die wässrige Lösung lyophylisiert,
wobei das Natriumsalz als dickflüssiges OeI
) anfällt. Aus dem Lyophylisat lässt sich eine klare 3,2#ige
wässrige Lösung herstellen.
Das im obigen Beispiel verwendete Ausgangsmaterial kann folgendermassen hergestellt werden:
Eine Lösung von 70 g l,2-0-Isopropyliden-3,5,6-tri-O-benzyl-a-D-glucofuranose
in l800 ml einer 1-n. Lösung von Salzsäure in n-Butanol wird während 22 Stunden bei Zimmertemperatur
stehen gelassen. Nach dem Abkühlen auf 0-5° wird mit 10-n. wässriger Natronlauge neutralisiert. Nach
™ dem Abdestillieren der Hauptmenge n-Butanol unter vermindertem
Druck wird mit Chloroform extrahiert; die Chloroformlösung wird mit wässriger Natriumbisulfitlösung und
Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck eingedampft. Der im Hochvakuum bei 40°
vom restlichen Lösungsmittel befreite Rückstand stellt das n-Butyl-3,5,6-tri-0-benzyl-D-glucofuranosid dar, welches
sich im Hochvakuum in einer Kurzweg-Destillationsapparatur
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bei 240 - 250°/0,01 a»» HS destillieren lässt; Ca]JJ0 -,-36°
+ 1° (ce l in Chloroform). ' ι
Γ . ' Γ·ί
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109820/1968 ..
•ι.
ι. ■ ·
Claims (1)
- Patentansprüche :1. Verfahren zur Herstellung von Niederalkyl-2-0-(ß-carboxy-propionyl)-3-0-R,-5-0-R5-6-0-Rg-glucofuranosiden, worin jeder der Reste R^, R1- und Rg einen gegebenenfalls substituierten Benzylrest bedeutet, und ihren Salzen, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Niederalkyl-3-O-R,-5-0-R,--6-0-Rg-glucofuranosid, dessen Hydroxylgruppe in 2-Stellung un-P substituiert ist, mit einem den ß-Carboxy-propionylrest einführenden, acylierenden Mittel umsetzt, und, wenn erwünscht, erhaltene freie Verbindungen in ihre Salze oder erhaltene Salze in die freien Verbindungen umwandelt.2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Bernsteinsäureanhydrid ein acylierendes Mittel verwendet.3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man ein reaktionsfähiges funktionelles Monosäurederivat der Bernsteinsäure als acylierendesMittel verwendet.4* Verfahren nach Anspruch 3* dadurch gekennzeichnet, dass man ein Berns te insäur e-monohalogenid, insbesondere -monochlorid, als acylierendes Mittel verwendet.Neue Unterlage:, ; - γ» ι · >··.·.:: ■ ν ι s. ^ rj <f >« ün :erunotees. v.4.9.1 109820/19685. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reaktion in Gegenwart eines Kondensationsmittels vornimmt.6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-5j dadurch gekennzeichnet, dass man die Reaktion in Gegenwart von Pyridin vornimmt.7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass man von einer auf irgendeiner Stufe des Verfahrens als Zwischenprodukt erhältlichen Verbindung ausgeht und die fehlenden Verfahrensschritte durchführt, oder das Verfahren auf irgendeiner Stufe abbricht.8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-7* dadurch gekennzeichnet, dass man einen Ausgangsstoff unter den Reaktionsbedingungen bildet oder in Form eines Derivats, wie eines Salzes, verwendet.9· ' Verfahren nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, dass man Glucofuranoside der Formel109820/1968H6-C-CH2HO^O-a. CHOR, (I) XCH CH70-C-CH2-CH2-COOHoder Salze davon herstellt, worin R1 eine Niederalkylgruppe P und jeder der Reste R,, Rp- und Rg eine gegebenenfalls substituierte Benzylgruppe darstellt.10. Verfahren nach;einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, dass man Glueofuranoside der Formel I gemäss Anspruch 9 oder Salze davon herstellt, worin R1 die im Anspruch 9 gegebene Bedeutung haben und jede der Gruppen R,, Rc und Rg gegebenenfalls durch Niederalkoxy-, Methylendioxy-, Niederalkyl-, Trifluormethylgruppen und/oder Halogenatome " substituierte Benzylreste darstellt.11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, dass man Niederalkyl-2-0-(ß-carboxy-propionyl)-3,5»6-tri-0-benzyl-D-glucofuranoside oder Salze davon herstellt.12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, dass man das Aethyl-2-0-(ß-carboxy-propionyl).10 9820/19683#5*6-tribenzyl-D-glucofuranosia oder Salze davon herstellt.Das im Beispiel 1 beschriebene Verfahren.l4. Das in den Beispielen 2-6 beschriebene Verfahren,109820/196815. Die nach dem Verfahren der Ansprüche 1-13 erhältlichen Verbindungen.16. Die nach dem Verfahren des Anspruchs 14 erhältlichen Verbindungen.17. Die nach dem Verfahren des Beispiels 1 erhältlichen Verbindungen.18. Die nach dem Verfahren der Beispiele 2-6 erhältlichen Verbindungen.19. Niederalkyl-2-0-(ß-carboxy-propionyl)-3-0-R,-5^0-Re-6-O-Rg-glucofuranoside, worin jede der Gruppen R,, R- und Rg einen gegebenenfalls substituierten Benzylrest darstellt.20. Glucofuranoside der FormelI20*(D109820/1968worin R1 einen niederen Alkylrest darstellt und jede der Gruppen R,, R,- und Rg einen gegebenenfalls substituierten Benzylrest bedeutet.21. Glucofuranoside der Formel I gemäss Anspruch 20, worin R, die im Anspruch 20 gegebene Bedeutung hat und jede der Gruppen R,, R1- und R,- gegebenenfalls durch Niederalkoxy-, Methylendioxy-, Niederalkyl-., Trifluormethylgruppen und/oder Halogenatome substituierte Benzylreste darstellen.22. Niederalkyl-2-0-(β-carboxy-propionyl)-3,5,6-tri-0-benzyl-D-glucofuranoside.23. Aethyl-2-0-(ß-carboxy-prppionyl)-3,5,6-tri-0-benzyl-D-glucofuranosid.24. Das a-Anomere der Verbindung gemäss Anspruch 23. 25· Das ß-Anomere der Verbindung gemäss Anspruch 23·26. Isobutyl-2-0-(ß-carboxy-propionyl)-3,5,6-tri-0-benzyl-D-glucofuranosid.27. n-Propyl-2-0-(ß-carboxy-propionyl)-3,5,6-tri-0-benzyl-D-glucofuranosid.109820/1968ib4384928. n-Butyl-2-0-(ß-carboxy-propionyl)-3,5,6-tri-0-benzyl-D-glucofuranosid.29. Die Verbindungen der Ansprüche 19-23 in freier Form.30. Die Verbindungen der Ansprüche 19-23 in Form ihrer Salze.31. Die Verbindungen der Ansprüche 19-23 in Form ihrer Metallsalze oder Salze mit organischen Basen.32. Die Verbindungen der Ansprüche 19-23 in Form ihrer Alkalimetallsalze.33· Die Verbindungen der Ansprüche 19-23 in Form ihrer therapeutisch verwendbaren, nicht-toxischen Salze.34. Die Verbindungen der Ansprüche 19-23 in Form ihrer Natriumsalze.35· Die Verbindungen der Ansprüche 24-28 in freier Form.36· Die Verbindungen der Ansprüche 24-28 in Form ihrer Salze.109820/196837· Die Verbindungen der Ansprüche 24-28 in Form ihrer Metallsalze oder Salze mit organischen Basen.38. Die Verbindungen der Ansprüche 24-28 in Form ihrer Alkalimetallsalze.39. Die Verbindungen der Ansprüche 24-28 in Form ihrer therapeutisch verwendbaren, nicht-toxischen Salze,40. Die Verbindungen der Ansprüche 24-28 in Form ihrer ä Natriumsalze,41. Die im Beispiel 1 gezeigten neuen Verbindungen.42. Die in den Beispielen 2-6 gezeigten neuen Verbindungen.43. Pharmazeutische Präparate, enthaltend Verbindungen gemäss einem der Ansprüche 19-23, 29, 33 und 34 · ' zusammen mit einem pharmazeutischen Trägermaterial.44. Pharmazeutische Präparate, enthaltend Verbindungen gemäss einem der Ansprüche 24-28, 35, 39 und 40 zusammen mit einem pharmazeutischen Trägermaterial,109820/1968
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