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DE1643058B - - Google Patents

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DE1643058B
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DE
Germany
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acids
salts
hydroxy
glycidate
chain
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Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
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Description

Alkanolate mit einer verzweigten Kohlenstoffkette können Anwendung finden. Von den dabei anfallenden a-Hydroxy-jS-alkoxypropionsäuren können die Salze,
Die Erfindung betrifft die Herstellung von a-Hy- ao z. B. Calciumsalze, und die Ester, z. B. Äthylester, als droxy-0-alkoxypropionsäuren oder deren Salze, welche Zusatzstoff für hochmolekulare Produkte zwecks VerVerbindungen bis jetzt noch nicht hergestellt worden besserung der Eigenschaften dieser Produkte verwensind. det werden. Bei Anwendung von Alkanolaten der
Wie bekannt, können Epoxidverbindungen, wenn sie niederen Alkanole, z. B. Hexanol, Isobutanol, Isoalkohollöslich sind, im allgemeinen eine Reaktion mit as propanol, Äthanol und Methanol, bilden sich die entAlkoholen eingehen, wobei sich Hydroxyäther bilden. sprechenden a-Hydroxy-/3-alkoxypropionsäuren, deren Diese Reaktion wird durch Zusatz von geringen Ester für die Farbenindustrie von Bedeutung sind.
Mengen alkalisch reagierender Stoffe, wie Hydroxyden Bei Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens
und Alkanolaten von Alkalimetallen, gefördert. werden das Glycidat und das Alkanolat mit einem
Versuche haben ergeben, daß eine solche Additions- 30 Alkanol vermischt, wobei eine Suspension des Glycireaktion nicht auftritt, wenn von Salzen von Epoxypro- dats in einer alkoholischen Alkanolatlösung anfällt, pionsäuren (Salzen von Glycidsäure, auch Glycidate Die Alkanolmenge, bezogen auf die Alkanolatmengs, genannt) ausgegangen wird, welche in Alkanolen fast kann variiert werden. Zur Bildung einer gut rührbaren unlöslich sind. Es werden dabei andere Produkte er- Suspension des Glycidats genügt gewöhnlich eine halten, wie Oligomere des Glycidats und Salze von 35 Menge von 5 bis 25 Mol Alkanol je Mol Alkanolat, Glycerolsäure. es können aber auf Wunsch auch geringere oder grö-
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung ßere Mengen benutzt werden.
von a-Hydroxy-/?-alkoxypropionsäuren oder deren Es ist dabei nicht erforderlich, daß die Alkylgruppe
Salze ist dadurch gekennzeichnet, daß man ein Salz der des Alkanols der Alkylgruppe des Alkanolats gleich-Glycidsäure mit einer mindestens äquivalenten Menge 40 kommt. Es läßt sich durch Lösen eines Metalls in eines Alkanolats in Form einer alkoholischen Suspen- einem Übermaß Alkanol auf leichte Weise eine Alkasion bei einer Temperatur von 30 bis 150° C so lange nolatlösung herstellen.
erhitzt, bis das Glycidat vollständig in Lösung gegan- Das Gemisch aus Glycidat, Alkanolat und Alkanol
gen ist und anschließend das Reaktionsgemisch in an wird anschließend durch Erhitzung in Reaktion versieh bekannter Weise aufarbeitet. 45 setzt. Es wird dabei eine Temperatur von 30 bis 1500C Die mit dem Glycidat reagierende Alkanolatmenge bevorzugt. Bei niederen Temperaturen unter 300C entspricht vorzugsweise der äquivalenten Menge. Bei verläuft die Reaktion nur sehr langsam, oder es stellt Anwendung einer geringeren Menge Alkanolat bilden sich überhaupt keine Reaktion ein. Bei höheren Temsich außer dem gewünschten Produkt noch Oligomere peraturen über 150° C vermehren sich die ungewündes Glycidats. Ein Übermaß an Alkanolat, z. B. das 50 sehten Nebenreaktionen. Zur Aufrechterhaltung einer 1,5- bis 3fache der äquivalenten Menge fördert eine flüssigen Phase kann bei unter 150° C siedenden vollständige Umsetzung des Glycidats, wobei das Alkanolen ein erhöhter Druck angewandt werden. Vor-Übermaß an Alkanolat wieder mit einer frischen zugsweise wird die Temperatur nicht über der Siede-Menge Glycidat reagieren kann. temperatur gehalten, so daß die Reaktion unter RückBeispiele von Salzen von Glycidsäure (Epoxypro- 55 flußkühlung bei der Siedetemperatur unter atmosphäpionsäure), welche erfindungsgemäß Anwendung fin- rischem Druck oder aber bei einer niedrigeren Temden, sind die Glycidate von Alkalimetallen, wie Na- peratur unter Rühren erfolgen kann,
trium, Kalium und Lithium, welche leicht mit dem Bei der Reaktion bildet sich eine Lösung eines Alkanolat eine Reaktion eingehen können. Es können Salzes von a-Hydroxy-/3-alkoxypropionsäure, so daß auch Glycidate anderer Metalle, wie z. B. von Calcium 60 die Reaktion beendet wird, wenn kein festes Glycidat und Zink, welche langsamer reagieren, verwendet mehr vorhanden ist. Wird die Reaktion früher beendet werden. oder ein Übermaß an Glycidat verwendet, so läßt sich Als Alkanolat kann je^^j Metallalkanolat benutzt der nicht umgesetzte Teil des Ausgangsproduktes auf werden. Bevorzugt werden Metallverbindungen von einfache Weise, z. B. durch einen Filtriervorgang, von Alkanolen, welche im Molekül eine unverzweigte 65 der Lösung trennen.
Kette von über 6 Kohlenstoffatomen aufweisen, wie Aus der so erhaltenen Lösung kann das gebildete
Octanol, Decanol, Dodecanol, Tetradecanol, Hexa- Salz, z. B. durch Abdestillierung des Alkanols, ausgedecanol. schieden werden. Vorzugsweise bedient man sich eines
3 4
Fällungsmittels, wofür mit dem Alkanol mischbare Zusammensetzung der so gebildeten Säure wird durch
Flüssigkeiten, in denen sich das auszuscheidende Salz Analyse ermittelt Der Schmelzpunkt beträgt 47° C.
aber nicht auflöst, geeignet sind. Beispiele eines solchen „ . . , -
Fällungsmittels sind Aceton und Äther. Beispiel ζ
Aus dem ausgeschiedenen Salz läßt sich durch eine 5 In entsprechender Weise wie im Beispiel 1 wird aus
an sich bereits bekannte Behandlung mit einer Säure, Natriumglycidat und Decanol die a-Hydroxy-ß-de-
wie Salzsäure, Schwefelsäure, Essigsäure oder einer coxypropionsäure (Schmelzpunkt 65° C) hergestellt
Sulfonsäure, die a-Hydroxy-/?-alkoxypropionsäure ge- Wirkungsgrad 78%.
winnen. . .
Beispiel 3
e x s P *e In entsprechender Weise wie im Beispiel 1 wird aus
Einer Lösung von 8,6 g (0,375 Mol) Natriummetall Natriumglycidat und Dodecanol die a-Hydroxy-jS-doin 1500 ml Octanol werden 41,3 g (0,375 Mol) Natrium--, decoxyprppionsaure gewonnen. Wirkungsgrad 77 %.
glycidat unter Rühren beigegeben, wobei die Tempera- τ, · · ι λ
tür auf 55 bis 600C gehalten wird. Das Rühren wird 15 B e 1 s ρ 1 e 1 4
fortgeführt, bis kein festes Glycidat mehr vorhanden In entsprechender Weise wie im Beispiel 1 wird aus
ist. Natriumglycidat und Tetradecanol die a-Hydroxy-/3-
Die so erhaltene Lösung wird nach Kühlen bis zu tetradecoxypropionsäure gewonnen. Wirkungsgrad
30 bis 35° C in 31 Aceton gegossen, wobei das Natrium- 76 %.
salz von a-Hydroxy-jS-octoxypropionsäure in Form ao Beispiel 5 eines weißen Präzipitats anfällt. Nach Abfiltrierung
wird das Salz in 0,5 1 Wasser eingebracht. Durch An- In entsprechender Weise wie im Beispiel 1 wird aus
säuern mit konzentrierter Salzsäure und Extraktion mit Natriumglycidat und Hexadecanol die a-Hydroxy-/?-
Äther werden 66,2 g a-Hydroxy-/9-octoxypropionsäure hexadecoxypropionsäure gewonnen. Wirkungsgrad
ausgeschieden (Wirkungsgrad 81%). Die chemische 35 74%.

Claims (1)

  1. Durch Verwendung von Alkanolaten mit einer unPatentanspruch: verzweigten Kohlenstoffkatte faUen a-Hydroxy-/3-al-
    koxypropionsäuren und Salze dieser Säuren an, welche
    Verfahren zur Herstellung von a-Hydroxy-^al·- gleichfalls eine nicht verzweigte Kette besitzen. Diese koxypropionsäuren oder deren Salze, dadurch 5 Säuren und Salze haben oberflächenaktive Eigengekennzeichnet, daß man ein Salz der schäften, so daß sie als Emulgatoren, Waschmittel und Glycidsäure mit einer mindestens äquivalenten ähnliche Produkte dienen können. Von besonderer Menge eines Alkanolats in Form einer alkoholischen Bedeutung dabei ist, daß sie durch Bakterien abgebaut Suspension bei einer Temperatur von 30 bis 1500C werden können, so daß durch Gebrauch dieser erfinso lange erhitzt, bis das Glycidat vollständig in io dungsgemäß hergestellten Produkte die Abwässer-Lösung gegangen ist und anschließend das Reak- reinigung kaum erschwert wird,
    tionsgemisch in an sich bekannter Weise aufar- Die Alkanolate mit einer in Naturprodukten vor-
    beitet. kommenden unverzweigten Kette, bestehend aus einer
    geraden Anzahl von Kohlenstoffatomen, sind leicht 15 zugänglich. Auch andere Alkanolate mit einer unge-
    raden Anzahl von Kohlenstoffatomen in der Kette und

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