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DE1642592B - Verfahren zur Gewinnung von praktisch Fremdoxydase-freier Glucoseoxydase - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von praktisch Fremdoxydase-freier Glucoseoxydase

Info

Publication number
DE1642592B
DE1642592B DE1642592B DE 1642592 B DE1642592 B DE 1642592B DE 1642592 B DE1642592 B DE 1642592B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oxidase
glucose oxidase
methanol
foreign
god
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Ulrich Dr.rer.nat 8132 Tutzing; Gruber Wolfgang Dr.phil. nat. 8132 Garatshausen; Moellering Hans; Thum Waldemar; 8132 Tutzing. B21b 13-08 Bergmeyer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Roche Diagnostics GmbH
Original Assignee
Boehringer Mannheim GmbH

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von praktisch fremdoxydasefreier Glucoseoxydase.
Es sind bereits mehrere Verfahren zur Gewinnung von Glucoseoxydase bekannt. Bei einem Verfahren wird die Glucoseoxydase aus dem wäßrigen Extrakt mit einer Suspension von Natriumgluconat in Äthanol gefällt. Dieses Verfahren führt jedoch zu einem Produkt, welches eine für die Glucosebestimmung zu hohe Menge an Aminoxydasen enthält. Auch andere Laboratoriumsmethoden sind bekannt, die zwar in zahlreichen Reinigungsschritten zu einem verhältnismäßig stark angereicherten Präparat führen, welches jedoch immer noch unerwünscht hohe Aminoxydasegehalte aufweist.
Es besteht daher ein Bedarf nach einem Verfahren zur Gewinnung von praktisch fremdoxydasefreier Glucoseoxydase.
Die Wirkung verschiedener Fällungsmittel auf die Ausfällung des Enzyms Glucoseoxydase ist bereits untersucht worden. Neben vielen anderen Fällungsmitteln wurde dabei auch schon Methanol auf seine Brauchbarkeit untersucht. Die hierbei erhaltenen Ergebnisse zeigten, daß Methanol zu diesem Zweck rehr schlecht geeignet ist und bei einem Zusatz von 50 Volumprozent nur zu einer Ausbeute von etwa 11 °/o führt und auch mit wesentlich höheren Konzentrationen Ausbeuten von 5O°/o nur knapp erreicht werden. Andere Fällungsmiltel, insbesondere andere Alkohole, liefern demgegenüber wesentlich bessere Ausbeuten.
Überraschenderweise wurde gefunden, daß bei ganz bestimmten Temperatur- und pH-Wert-Bedingungen und Einhaltung einer ganz scharf begrenzten Fällungsmittelkonzentration das Methanol sich völlig anders verhält, als die bekannten Untersuchungen erwarten ließen, und zu einem Glucoseoxydaseprodukt führt, welches praktisch frei ist von Fremdoxydase (Aminooxydase) und in ausgezeichneter Ausbeute anfällt.
Das erfindungsgemnße Verfahren zur Gewinnung von praktisch fremdoxydasefreier Glucoseoxydase aus einer in an sich bekannter Weise vorgereinigte Glucoseoxydase enthaltenden wäßrigen Lösung ist nun dadurch gekennzeichnet, daß man die wäßrige Lösung bei einem pH-Wert von 6,5 bis 7,5 unter Einhaltung einer Temperatur von 15 bis 25" C, vorzugsweise von 19 bis 21° C, mit Methanol auf 58 bis 62 Volumprozent versetzt und den gebildeten Niederschlag abtrennt. Hierbei ist es vorteilhaft, einen pH-Wert von 7,0 einzuhalten.
Als Ausgangsmalerial für das erfindungsgemäßc Verfahren eignen sieh sowohl frisch gewonnene Glucoseoxydaseextrakte als auch Lösungen handelsüblicher Präparate, die erhebliche Mengen an Aminoxydasen enthalten. Die Glucoseoxydase findet sich zwar in zahlreichen Geweben, besonders günstige Ausgangsmaterialien zu ihrer Gewinnung sind jedoch Penicillium- und AspergUlus-Stämme, insbesondere Aspergillus niger und Penicillium notatum. Durch einfache wäßrige Extraktion dieser Mikroorganismen und Abtrennung der unlöslichen Feststoffe in bekannter Weise lassen sich vorgereinigte Glucoseoxydase enthaltende wäßrige Lösungen gewinnen, auf die das erfindungsgemäße Verfahren vorteilhaft anwendbar ist.
Das Verfahren der Erfindung läßt sich aber ebenso vorteilhaft zur Reinigung von bereits angereicherten handelsüblichen Glucoseoxydasepräparaten verwenden. Hierbei erfolgt nicht nur eine Beseitigung der störenden Aminoxydasen, sondern auch eine weitere beträchtliche Anreicherung.
Gut geeignet für das Verfahren der Erfindung sind Glucoseoxydasepräparate mit einer Mindestaktivität von etwa 7 bis 10 U/mg. Ausgezeichnet sind handelsübliche Glucoseoxydasepräparate mit einer spezifischen Aktivität um 20 U mg. Bei Verwendung von rohen Extrakten sollte vorteilhaft eine Anreicherung nach einem der bekannten Verfahren durchgeführt werden, falls die Aktivitätswerte wesentlich unter dem oben angegebenen Bereich von etwa 7 bis 10 U/mg liegen. Hierfür eignet sich beispielsweise das in CoI ο wick und Kaplan »Methods in Enzymology«, Vol. I, S. 340 bis 345, beschriebene Verfahren. Für das Verfahren der Erfindung können auch Glucoseoxydasepräparate mit wesentlich höheren Aktivitätswerten verwendet werden.
Von besonderer Bedeutung für das erfindungsgemäße Verfahren ist eine genaue Einhaltung der Temperatur und pH-Wert Bedingungen. Die Temperatur sollte zur Erzielung bester Ergebnisse auf 20 ± Γ C gehalten werden. Brauchbare Ergebnisse werden auch noch zwischen 15 und 25' C erhalten. Der pH-Wert soll zwischen pH 6,5 und 7,5 liegen, vorzugsweise bei pH 7,0. Da sich der pH-Wert während der Methanolfällung zum alkalischen Bereich hin verschiebt, muß zur Einhaltung des erwähnten Bereiches zumeist etwas Säure zugesetzt werden. Bei einer Verschiebung des pH-Wertes auf die saure Seite des angegebenen Bereiches wird zwar die Filtrierbarkeit der erhaltenen Fällung verbessert, die Abtrennung der unerwünschten Fremdoxydasen wird hierbei jedoch verschlechtert. Die günstigsten Ergebnisse werden bei pH 7,0 erzielt.
Der Methanolzusatz erfolgt auf 58 bis 62 Volumprozent. Um eine vollständige Abtrennung der Aminoxydasen zu gewährleisten, sollen etwa 5 bis 10% der Glukoseoxydaseaktivität im Überstand verbleiben. Bei den obenerwähnten bevorzugten Temperatur- und pH-Wert-Bedingungen wird bei einem Zusatz von 58 Volumprozent Methanol eine Ausbeute von etwa 90 bis 95% eines hochgereinigtcn Produktes erhalten.
Zwischen der Temperatur, bei der die Methanolfällung durchgeführt wird, und dem Volumprozenlsatz an zugesetztem Methanol besteht ein Zusammenhang insofern, als bei den höheren Temperaturen im angegebenen Bereich auch der Methanolprozentsatz an der oberen Grenze ausgenutzt werden kann, d. h.. bei einer Temperatur von 24 bis 250C können bis 62 Volumprozent Methanol zugesetzt werden.
Die Ausfällung der Glucoseoxydase unter den angegebenen Bedingungen erstreckt sich über einen gewissen Zeitraum. Es ist daher vorteilhaft, die mit Methanol versetzte Lösung noch einige Zeit unter exakter Einhaltung der angegebenen Bedingungen stehenzulassen, vorzugsweise mindestens 1 Stunde lang. Anschließend wird der Niederschlag unter Aufrechterhaltung der Temperatur abgetrennt.
Zur Abtrennung des Niederschlages werdea vorteilhaft Filtrierhilfsmittel zugesetzt. Hierzu eignen sich die bekannten handelsüblichen Filtrierhilfsmittel. Es ist jedoch darauf zu achten, daß keine Filtrierhilfen verwendet werden, welche auf die Aktivität des Enzyms eine schädliche Einwirkung hdben.
Bei Verwendung von Filtrierhilfsmitteln läßt sich der Niederschlag leicht abfiltrieren bzw. mittels Filterpressen abtrennen. Wenn keine Filtrierhilfsmittel angewendet werden, kann das Produkt direkt abzentrifugiert und in der so gewonnenen Form nach Trocknen aiii Luft verwendet werden.
Bei Verwendung von Filtrierhilfsmitteln erfolgt nach der Ausfällung eine Abtrennung des Enzyms durch Auflösen in Wasser mit neutralem bis schwachsaurem pH-Wert, Abtrennung des Unlöslichen, Einengen des Filtrats und Lyophilisieren. Vorzugsweise wird zur Auflösung bzw. Aufschlämmung des filtrierhilfsmittelhaltigen Präparates Wasser von pH 5 bis 6 verwendet. Es können jedoch auch außerhalb des Bereiches liegende pH-Werte angewendet werden, wobei jedoch die bekannten Grenzen der pH-Wertstabilität des Enzyms eingehalten werden sollen. Diese Grenzen liegen bei etwa pH 3,5 und 8,0. Wenn vor der Lyophilisierung die Glucoseoxydaselösung konzentriert wird, so erfolgt dies vorzugsweise im Vakuum bei nur mäßig erhöhten Temperaturen. Vorteilhaft sollte eine Temperatur von etwa 45C C nicht überschritten werden. Besonders gute Ergebnisse werden bei etwa 37° C erzielt.
Das erfindungsgemäße Verfahren führt zu einem von Fremdoxydasen praktisch freien Produkt. Als frei von störender Fremdoxydase, insbesondere Aminoxydase, wird im Rahmen der Erfindung ein Produkt angesehen, welches bei 25° C. einer Aktivität von 10 U /ml, bei 436 nm und 1 cm Weglänge im Photometer eine Extinktionsdifferenz von weniger als 0,010 pro Stunde ergibt.
Die Durchführung der photometrischen Reinheitsbestimmung wird in einem Reagens durchgeführt, welches wie folgt zusammengesetzt ist:
100 ml Phosphatpuffer (0,1 Mol, pH 7,0)
1 mg Peroxydase
6,6 mg o-Dianisidin (in Form einer Lösung von 6,6 mg/ml)
Abgesehen von der Entfernung der Fremdoxydasen, welche bei der Verwendung der Glucoseoxydase zur Bestimmung von Glucose erhebliche Störungen verursachen und bisher die Herstellung von Testpräparaten, welche in Lösung einen ganzen Tag lang verwendbar bleiben, unmöglich machten, führt das erfindungsgemäße Verfahren auch zu einer weiteren Anreicherung um etwa 300%. Bei Verwendung einer handelsüblichen Glucoseoxydase von 20 U/mg als Ausgangsprodukt führt das Verfahren zu einem Produkt von etwa 60 U/mg.
Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß es auch in technischem Maßstab ohne Schwierigkeiten durchführbar ist und ίο keine teuren Hilfsreagenzien benötigt.
Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung weiter erläutern.
Beispiel 1
10 kg handelsübliche Glucoseoxydase mit einer spezifischen Aktivität von 20 U/mg werden in 195 1 voll entsalztem Wasser gelöst. Der pH-Wert der Lösung wird auf 7,0 und die Temperatur auf 20° C eingestellt. Dann wird unter laufender pH-Wertkorrektur mit 2 η-Salzsäure auf 7,0 bis 2701 Methanol auf eine Methanolkonzentration von 58 Volumprozent versetzt. Die mit Methanol versetzte Lösung wird bei genau 20° C anschließend etwa 1 Stunde lang stehengelassen. Dann werden 5 kg Hyflo-Supereel (Filtrierhilfsmittel der Firma Mansfield USA) zugesetzt und der Niederschlag in einer Filterpresse abgetrennt.
Der Filterkuchen wird mit 50 1 kaltem voll entsalztem Wasser 15 Minuten schaumfrei homogenisiert. Dann wird der pH-Wert der Suspension mit 2n-Salzsäure auf 6,0 eingestellt und die erhaltene Suspension filtriert.
Das Filtrat wird bei 35 bis 40° C im Glasumlaufverdampfer auf etwa 20 1 eingeengt und lyophilisiert.
Ausbeute etwa 3 kg Glucoseoxydase mit einer Aktivität von etwa 60 U/mg. Dies entspricht einer Ausbeute von 9O°/o der Ausgangsaktivität.
Das erhaltene Produkt zeigt bei 436 nm in der 1-cm-Küvette bei 25° C eine Extinktionsdifferenz von weniger als 0,010 pro Stunde. Das eingesetzte handelsübliche Präparat ergibt unter den gleichen Bedingungen eine Extinktionsdifferenz von etwa 0,08 pro Stunde.
Beispiel 2
5 g einer aus Mycel durch direkte Extraktion mit
salzhaltigem Wasser und Fällung der Proteine mit Alkohol erhaltenen Rohoxydase wurden in 100 ml H.,O gelöst und auf pH 6,0 eingestellt. Der Salzgehalt
de'r Lösung war <0,01 · U/mg = 1,23.
97 ml dieser Lösung = 4,85 g wurden bei 20r C auf 61 % Methanol gebracht, der pH-Wert mit wenig HCl auf 6,9 zurückgestellt und zentrifugiert. Der aufgenommene Niederschlag enthielt die Glucoseoxydase. Nach einer Glucoseoxydase- und Aminooxydasebestimmung wurde eingeengt und der Rückstand getrocknet.
In der folgenden Tabelle werden die hierbei erzielte Anreicherung und Reinigung dargestellt.
Schritt Gewicht Glucoseoxydase-
Aktiviiät
U/mg Fremd
oxydasen
Aus
beute
Gelöste Glucoseoxydase . .... 4.85 g
0,150 g
6 -103
4,5 · 102
5,5 · 103
1,23
36,5
0,015
<0,001
100 °/0
7,5 °/o
91°/o
Methanolzusatz auf über 61 Volumprozent
Nach Methanolzusatz auf 61 Vnlvmprozent erhaltener
Niederschlau
Znm Nachweis des technischen Fortschrittes wurden Vergleichsversuche durchgeführt, bei denen ein bestimmtes zu reinigendes Glucoseoxyda&ipräparat einerseits nach dem Verfahren der Erfindung und andererseits nach den bekannten Verfahren gereinigt und jeweils die nach der Reinigung verbleibende Fremdoxydaseaktivität in gleicher Weise bestimmt wurde.
Zur Durchführung der Versuche wurde in allen Fällen ein GGD-Präparat mit einer Aktivität von 1,95 U/mg und einem Fremdoxydasewert von Δ EIh = 0,050 eingesetzt. Der Wert Δ EIh wurde bei 25° C, 1 cm Meßlänge, 436 nm, bei 10 U GOD/ml Testvolumen mit Peroxydase und o-Dianisidin, wie oben beschrieben, gemessen.
Tabelle 1 zeigt die Ergebnisse der Versuche gemäß der deutschen Auslegeschrift 1198 772. Bei den Versuchen wurde ein Gewichtsverhältnis GOD:Natriu!U-gluconat von 1:1 eingehalten. Die Versuche entsprechen den in Tabellen der deutschen Auslegeschrift 1198 772 angegebenen Bedingungen, jedoch ίο wurden je Fällungsmittel nur drei verschiedene Volumina eingesetzt.
Tabelle Fällungsmittel
Volumen
Im Niederschlag
GOD
Vo
Fremdoxydasen Δ E/h
GOD**
U/mg
GOD-Lösung, 50 mg/ml
Äthanol 95°/oig
Isopropanol 99°/oig
Methanol 99°/oig
Aceton 99°/oig
1,5
2,0
3,0
1,0
1,5
2,5
1,5
2,0
3,0
1,5
2,0
3,0
100
100
97
76
100
92,5
100
92
96,5
100
82
82
100
0,050
0,055
0,073
0,055
0,040
0,060
0,100*
0,020
0,024
0,067
0,060 0,103 0,136*
1,94
1,62
0,75
0,94
4,3
1,0
0,59
1,12 0,78 0,33 1,22 0,63 0,44
* Mögliche Aktivierung der Fremdoxydase.
*♦ Bei steigender Zugabe von organischen Lösungsmitteln wird Na-Gluconat mit ausgefällt. Die spezifische Aktivität der GOD sinkt dabei.
Tabelle 2 zeigt die nach dem Verfahren der USA.-Patentschrift 2 926122 erhaltenen Werte. Die verwendeten Fällungsmittel entsprechen deren Beispielen 3, 4 und 5 und deren Patentanspruch 3.
Tabelle
Fällungsmittel
Volumen Im Niederschlag GOD
zugesetzt GOD
Vo
U/tng
0 100 Fremdoxydasen
Δ EIh
1,94
2 64,5 ! 0,050 4,2
3 72,2 3,1
1 76,5 4,13
2 72 1,77
1 90 7,1
2 70,4 2,4
0,070
0,050
0,107
0,080
0,043
0,100
GOD-Lösung, 50 mg/ml
1 Volumen Isopropanol mit 1 Volumen Methanol ί gemischt \
n-Propanol \
1 Volumen n-Propanol mit 2 Volumen Isopropanol ( gemischt \
Tabelle 3 zeigt die Durchführung des Verfahrens gemäß USA.-Patentschrift 3 265 587. Hierbei ist zu bemerken, daß die Messung der Fremdoxydasen und damit auch die Verwendung der erhaltenen GOD zu diagnostischen Zwecken nach einer BaCl„-Abtrennung nicht möglich ist, denn bei Einsatz der GOD-Lösung in das zur Diagnose verwendete Testsystem fällt ein gefärbter Niederschlag durch überschüssige Bariumionen aus. Um diese Schwierigkeit zu beseitigen, wurde zur Bestimmung von GOD und Fremdoxydase nach der Bariumionenzugabe vorher erschöpfend dialysiert.
Tabelle
Fällungsmittel (NH1I2SO1
Mol
Im Überstand GOD
Vo
Fremdoxydasen J E/h
GOD-Lösung, 50 mg/ml ..
CaCl2, 93°/0 der Theorie .
BaCl2, 100 °/0 der Theorie
0,88
0,175
100
80
47,5
0,040 0,050 0,120
Tabelle 4 zeigt die Ergebnisse nach dem Verfahren der USA.-Patentschrift 3 269 918. Zu bemerken ist, daß dieses Verfahren so aufwendig ist, daß eine Übertragung in den technischen Maßstab kaum möglich ist.
Tabelle
Schritt GOD, »/„
Fremdoxydasen, Δ E/h
Enzymlösung, 50 mg/ml
Ammoniumsulfatfraktion nach Dialyse pH =4,5
Chromatographie (DE-52)
a) Durchlauf
b) Waschwasser (0,07 Mol Acetatpuffer pH = 4,5)
c) Eluate vereinigt (0,1 Mol Acetatpuffer pH = 3,7)
100
86
3,2
25
66
0,050
0,053
nicht getestet 0,025
0,030
Tabelle 5 zeigt unter den oben erwähnten Bedingungen die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltenen Ergebnisse.
Tabelle Fällungsmittel
Gehalt der der GOD-Lösung an Methanol GOD
Vo
Im Niederschlag U/mg
Fremdoxydase AEIh
GOD-Lösung, 50 mg/ml
Methanol
Die obigen Vergleichsversuchsergebnisse zeigen, daß nach der erwähnten deutschen Auslegeschrift nur eine völlig unbefriedigende Abtrennung der Fremdoxydasen, nach den Verfahren der USA.-Patentschriften praktisch überhaupt keine Abtrennung der
59%
6O°/o
100
88
85
1,95
10,8
8,6
0,050
0,0016
0,0045
Fremdoxydasen möglich ist Beim erfindungsgemäßen Verfahren hingegen wird in einem einzigen Arbeitsschritt eine Verringerung des Fremdoxydasegehaltes bis auf weniger als 5 °/o des Ausgangswertes bei gleichzeitig mehr als vierfacher Reinigung der GOD erzielt
209537A

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Gewinnung von praktisch fremdoxydasefreier Glucoseoxydase aus einer in an sich bekannter Weise vorgereinigte Glucoseoxydase enthaltenden wäßrigen Lösung, dadurch gekennzeichnet, daB man die wäßrige Lösung bei einem pH-Wert von 6,5 bis 7,5 unter Einhaltung einer Temperatur von 15 bis 25° C, vorzugsweise von 19 bis 21° C, mit Methanol auf 58 bis 62 Volumprozent versetzt und den gebildeten Niederschlag abtrennt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein pH-Wert von 7,0 eingehalten wird.

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