DE1642592B - Verfahren zur Gewinnung von praktisch Fremdoxydase-freier Glucoseoxydase - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von praktisch Fremdoxydase-freier GlucoseoxydaseInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von praktisch fremdoxydasefreier Glucoseoxydase.
Es sind bereits mehrere Verfahren zur Gewinnung von Glucoseoxydase bekannt. Bei einem Verfahren
wird die Glucoseoxydase aus dem wäßrigen Extrakt mit einer Suspension von Natriumgluconat in Äthanol
gefällt. Dieses Verfahren führt jedoch zu einem Produkt, welches eine für die Glucosebestimmung zu
hohe Menge an Aminoxydasen enthält. Auch andere Laboratoriumsmethoden sind bekannt, die zwar in
zahlreichen Reinigungsschritten zu einem verhältnismäßig stark angereicherten Präparat führen, welches
jedoch immer noch unerwünscht hohe Aminoxydasegehalte aufweist.
Es besteht daher ein Bedarf nach einem Verfahren zur Gewinnung von praktisch fremdoxydasefreier
Glucoseoxydase.
Die Wirkung verschiedener Fällungsmittel auf die Ausfällung des Enzyms Glucoseoxydase ist bereits
untersucht worden. Neben vielen anderen Fällungsmitteln wurde dabei auch schon Methanol auf seine
Brauchbarkeit untersucht. Die hierbei erhaltenen Ergebnisse zeigten, daß Methanol zu diesem Zweck rehr
schlecht geeignet ist und bei einem Zusatz von 50 Volumprozent nur zu einer Ausbeute von etwa
11 °/o führt und auch mit wesentlich höheren Konzentrationen
Ausbeuten von 5O°/o nur knapp erreicht werden. Andere Fällungsmiltel, insbesondere andere
Alkohole, liefern demgegenüber wesentlich bessere Ausbeuten.
Überraschenderweise wurde gefunden, daß bei ganz bestimmten Temperatur- und pH-Wert-Bedingungen
und Einhaltung einer ganz scharf begrenzten Fällungsmittelkonzentration das Methanol sich völlig
anders verhält, als die bekannten Untersuchungen erwarten ließen, und zu einem Glucoseoxydaseprodukt
führt, welches praktisch frei ist von Fremdoxydase (Aminooxydase) und in ausgezeichneter
Ausbeute anfällt.
Das erfindungsgemnße Verfahren zur Gewinnung von praktisch fremdoxydasefreier Glucoseoxydase
aus einer in an sich bekannter Weise vorgereinigte Glucoseoxydase enthaltenden wäßrigen Lösung ist
nun dadurch gekennzeichnet, daß man die wäßrige Lösung bei einem pH-Wert von 6,5 bis 7,5 unter Einhaltung
einer Temperatur von 15 bis 25" C, vorzugsweise
von 19 bis 21° C, mit Methanol auf 58 bis 62 Volumprozent versetzt und den gebildeten Niederschlag
abtrennt. Hierbei ist es vorteilhaft, einen pH-Wert von 7,0 einzuhalten.
Als Ausgangsmalerial für das erfindungsgemäßc Verfahren eignen sieh sowohl frisch gewonnene
Glucoseoxydaseextrakte als auch Lösungen handelsüblicher Präparate, die erhebliche Mengen an Aminoxydasen
enthalten. Die Glucoseoxydase findet sich zwar in zahlreichen Geweben, besonders günstige
Ausgangsmaterialien zu ihrer Gewinnung sind jedoch Penicillium- und AspergUlus-Stämme, insbesondere
Aspergillus niger und Penicillium notatum. Durch einfache wäßrige Extraktion dieser Mikroorganismen
und Abtrennung der unlöslichen Feststoffe in bekannter Weise lassen sich vorgereinigte Glucoseoxydase
enthaltende wäßrige Lösungen gewinnen, auf die das erfindungsgemäße Verfahren vorteilhaft anwendbar
ist.
Das Verfahren der Erfindung läßt sich aber ebenso vorteilhaft zur Reinigung von bereits angereicherten handelsüblichen Glucoseoxydasepräparaten verwenden. Hierbei erfolgt nicht nur eine Beseitigung der störenden Aminoxydasen, sondern auch eine weitere beträchtliche Anreicherung.
Das Verfahren der Erfindung läßt sich aber ebenso vorteilhaft zur Reinigung von bereits angereicherten handelsüblichen Glucoseoxydasepräparaten verwenden. Hierbei erfolgt nicht nur eine Beseitigung der störenden Aminoxydasen, sondern auch eine weitere beträchtliche Anreicherung.
Gut geeignet für das Verfahren der Erfindung sind Glucoseoxydasepräparate mit einer Mindestaktivität
von etwa 7 bis 10 U/mg. Ausgezeichnet sind handelsübliche Glucoseoxydasepräparate mit einer spezifischen
Aktivität um 20 U mg. Bei Verwendung von rohen Extrakten sollte vorteilhaft eine Anreicherung
nach einem der bekannten Verfahren durchgeführt werden, falls die Aktivitätswerte wesentlich unter
dem oben angegebenen Bereich von etwa 7 bis 10 U/mg liegen. Hierfür eignet sich beispielsweise das
in CoI ο wick und Kaplan »Methods in Enzymology«,
Vol. I, S. 340 bis 345, beschriebene Verfahren. Für das Verfahren der Erfindung können auch
Glucoseoxydasepräparate mit wesentlich höheren Aktivitätswerten verwendet werden.
Von besonderer Bedeutung für das erfindungsgemäße Verfahren ist eine genaue Einhaltung der
Temperatur und pH-Wert Bedingungen. Die Temperatur sollte zur Erzielung bester Ergebnisse auf
20 ± Γ C gehalten werden. Brauchbare Ergebnisse werden auch noch zwischen 15 und 25' C erhalten.
Der pH-Wert soll zwischen pH 6,5 und 7,5 liegen, vorzugsweise bei pH 7,0. Da sich der pH-Wert während
der Methanolfällung zum alkalischen Bereich hin verschiebt, muß zur Einhaltung des erwähnten
Bereiches zumeist etwas Säure zugesetzt werden. Bei einer Verschiebung des pH-Wertes auf die saure Seite
des angegebenen Bereiches wird zwar die Filtrierbarkeit der erhaltenen Fällung verbessert, die Abtrennung
der unerwünschten Fremdoxydasen wird hierbei jedoch verschlechtert. Die günstigsten Ergebnisse
werden bei pH 7,0 erzielt.
Der Methanolzusatz erfolgt auf 58 bis 62 Volumprozent. Um eine vollständige Abtrennung der Aminoxydasen
zu gewährleisten, sollen etwa 5 bis 10% der Glukoseoxydaseaktivität im Überstand verbleiben.
Bei den obenerwähnten bevorzugten Temperatur- und pH-Wert-Bedingungen wird bei einem Zusatz
von 58 Volumprozent Methanol eine Ausbeute von etwa 90 bis 95% eines hochgereinigtcn Produktes
erhalten.
Zwischen der Temperatur, bei der die Methanolfällung durchgeführt wird, und dem Volumprozenlsatz
an zugesetztem Methanol besteht ein Zusammenhang insofern, als bei den höheren Temperaturen im
angegebenen Bereich auch der Methanolprozentsatz an der oberen Grenze ausgenutzt werden kann, d. h..
bei einer Temperatur von 24 bis 250C können bis
62 Volumprozent Methanol zugesetzt werden.
Die Ausfällung der Glucoseoxydase unter den angegebenen
Bedingungen erstreckt sich über einen gewissen Zeitraum. Es ist daher vorteilhaft, die mit
Methanol versetzte Lösung noch einige Zeit unter exakter Einhaltung der angegebenen Bedingungen
stehenzulassen, vorzugsweise mindestens 1 Stunde lang. Anschließend wird der Niederschlag unter Aufrechterhaltung
der Temperatur abgetrennt.
Zur Abtrennung des Niederschlages werdea vorteilhaft
Filtrierhilfsmittel zugesetzt. Hierzu eignen sich die bekannten handelsüblichen Filtrierhilfsmittel.
Es ist jedoch darauf zu achten, daß keine Filtrierhilfen verwendet werden, welche auf die Aktivität des
Enzyms eine schädliche Einwirkung hdben.
Bei Verwendung von Filtrierhilfsmitteln läßt sich der Niederschlag leicht abfiltrieren bzw. mittels
Filterpressen abtrennen. Wenn keine Filtrierhilfsmittel angewendet werden, kann das Produkt direkt
abzentrifugiert und in der so gewonnenen Form nach Trocknen aiii Luft verwendet werden.
Bei Verwendung von Filtrierhilfsmitteln erfolgt nach der Ausfällung eine Abtrennung des Enzyms
durch Auflösen in Wasser mit neutralem bis schwachsaurem pH-Wert, Abtrennung des Unlöslichen, Einengen
des Filtrats und Lyophilisieren. Vorzugsweise wird zur Auflösung bzw. Aufschlämmung des filtrierhilfsmittelhaltigen
Präparates Wasser von pH 5 bis 6 verwendet. Es können jedoch auch außerhalb des Bereiches liegende pH-Werte angewendet werden,
wobei jedoch die bekannten Grenzen der pH-Wertstabilität des Enzyms eingehalten werden sollen.
Diese Grenzen liegen bei etwa pH 3,5 und 8,0. Wenn vor der Lyophilisierung die Glucoseoxydaselösung
konzentriert wird, so erfolgt dies vorzugsweise im Vakuum bei nur mäßig erhöhten Temperaturen. Vorteilhaft
sollte eine Temperatur von etwa 45C C nicht
überschritten werden. Besonders gute Ergebnisse werden bei etwa 37° C erzielt.
Das erfindungsgemäße Verfahren führt zu einem von Fremdoxydasen praktisch freien Produkt. Als
frei von störender Fremdoxydase, insbesondere Aminoxydase, wird im Rahmen der Erfindung ein
Produkt angesehen, welches bei 25° C. einer Aktivität von 10 U /ml, bei 436 nm und 1 cm Weglänge im
Photometer eine Extinktionsdifferenz von weniger als 0,010 pro Stunde ergibt.
Die Durchführung der photometrischen Reinheitsbestimmung wird in einem Reagens durchgeführt,
welches wie folgt zusammengesetzt ist:
100 ml Phosphatpuffer (0,1 Mol, pH 7,0)
1 mg Peroxydase
1 mg Peroxydase
6,6 mg o-Dianisidin (in Form einer Lösung von 6,6 mg/ml)
Abgesehen von der Entfernung der Fremdoxydasen, welche bei der Verwendung der Glucoseoxydase
zur Bestimmung von Glucose erhebliche Störungen verursachen und bisher die Herstellung
von Testpräparaten, welche in Lösung einen ganzen Tag lang verwendbar bleiben, unmöglich machten,
führt das erfindungsgemäße Verfahren auch zu einer weiteren Anreicherung um etwa 300%. Bei Verwendung
einer handelsüblichen Glucoseoxydase von 20 U/mg als Ausgangsprodukt führt das Verfahren
zu einem Produkt von etwa 60 U/mg.
Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß es auch in technischem
Maßstab ohne Schwierigkeiten durchführbar ist und ίο keine teuren Hilfsreagenzien benötigt.
Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung weiter erläutern.
10 kg handelsübliche Glucoseoxydase mit einer spezifischen Aktivität von 20 U/mg werden in 195 1
voll entsalztem Wasser gelöst. Der pH-Wert der Lösung wird auf 7,0 und die Temperatur auf 20° C
eingestellt. Dann wird unter laufender pH-Wertkorrektur mit 2 η-Salzsäure auf 7,0 bis 2701 Methanol
auf eine Methanolkonzentration von 58 Volumprozent versetzt. Die mit Methanol versetzte Lösung
wird bei genau 20° C anschließend etwa 1 Stunde lang stehengelassen. Dann werden 5 kg Hyflo-Supereel
(Filtrierhilfsmittel der Firma Mansfield USA) zugesetzt und der Niederschlag in einer Filterpresse abgetrennt.
Der Filterkuchen wird mit 50 1 kaltem voll entsalztem Wasser 15 Minuten schaumfrei homogenisiert.
Dann wird der pH-Wert der Suspension mit 2n-Salzsäure auf 6,0 eingestellt und die erhaltene
Suspension filtriert.
Das Filtrat wird bei 35 bis 40° C im Glasumlaufverdampfer
auf etwa 20 1 eingeengt und lyophilisiert.
Ausbeute etwa 3 kg Glucoseoxydase mit einer Aktivität von etwa 60 U/mg. Dies entspricht einer Ausbeute
von 9O°/o der Ausgangsaktivität.
Das erhaltene Produkt zeigt bei 436 nm in der 1-cm-Küvette bei 25° C eine Extinktionsdifferenz von
weniger als 0,010 pro Stunde. Das eingesetzte handelsübliche Präparat ergibt unter den gleichen Bedingungen
eine Extinktionsdifferenz von etwa 0,08 pro Stunde.
5 g einer aus Mycel durch direkte Extraktion mit
salzhaltigem Wasser und Fällung der Proteine mit Alkohol erhaltenen Rohoxydase wurden in 100 ml
H.,O gelöst und auf pH 6,0 eingestellt. Der Salzgehalt
de'r Lösung war <0,01 · U/mg = 1,23.
97 ml dieser Lösung = 4,85 g wurden bei 20r C
auf 61 % Methanol gebracht, der pH-Wert mit wenig HCl auf 6,9 zurückgestellt und zentrifugiert. Der aufgenommene
Niederschlag enthielt die Glucoseoxydase. Nach einer Glucoseoxydase- und Aminooxydasebestimmung
wurde eingeengt und der Rückstand getrocknet.
In der folgenden Tabelle werden die hierbei erzielte
Anreicherung und Reinigung dargestellt.
| Schritt | Gewicht | Glucoseoxydase- Aktiviiät |
U/mg | Fremd oxydasen |
Aus beute |
| Gelöste Glucoseoxydase . .... | 4.85 g 0,150 g |
6 -103 4,5 · 102 5,5 · 103 |
1,23 36,5 |
0,015 <0,001 |
100 °/0 7,5 °/o 91°/o |
| Methanolzusatz auf über 61 Volumprozent Nach Methanolzusatz auf 61 Vnlvmprozent erhaltener Niederschlau |
Znm Nachweis des technischen Fortschrittes wurden Vergleichsversuche durchgeführt, bei denen ein
bestimmtes zu reinigendes Glucoseoxyda&ipräparat einerseits nach dem Verfahren der Erfindung und andererseits
nach den bekannten Verfahren gereinigt und jeweils die nach der Reinigung verbleibende Fremdoxydaseaktivität
in gleicher Weise bestimmt wurde.
Zur Durchführung der Versuche wurde in allen Fällen ein GGD-Präparat mit einer Aktivität von
1,95 U/mg und einem Fremdoxydasewert von Δ EIh = 0,050 eingesetzt. Der Wert Δ EIh wurde bei
25° C, 1 cm Meßlänge, 436 nm, bei 10 U GOD/ml
Testvolumen mit Peroxydase und o-Dianisidin, wie oben beschrieben, gemessen.
Tabelle 1 zeigt die Ergebnisse der Versuche gemäß der deutschen Auslegeschrift 1198 772. Bei den Versuchen
wurde ein Gewichtsverhältnis GOD:Natriu!U-gluconat von 1:1 eingehalten. Die Versuche entsprechen
den in Tabellen der deutschen Auslegeschrift
1198 772 angegebenen Bedingungen, jedoch ίο wurden je Fällungsmittel nur drei verschiedene Volumina
eingesetzt.
Volumen
GOD
Vo
Fremdoxydasen
Δ E/h
GOD**
U/mg
GOD-Lösung, 50 mg/ml
Äthanol 95°/oig
Äthanol 95°/oig
Isopropanol 99°/oig
Methanol 99°/oig
Aceton 99°/oig
1,5
2,0
3,0
2,0
3,0
1,0
1,5
2,5
1,5
2,5
1,5
2,0
3,0
2,0
3,0
1,5
2,0
3,0
2,0
3,0
100
100
100
97
76
100
100
92,5
100
100
92
96,5
100
100
82
82
100
100
0,050
0,055
0,073
0,055
0,040
0,060
0,100*
0,020
0,024
0,067
0,060 0,103 0,136*
1,94
1,62
0,75
0,94
4,3
1,0
0,59
1,12 0,78 0,33 1,22 0,63 0,44
* Mögliche Aktivierung der Fremdoxydase.
*♦ Bei steigender Zugabe von organischen Lösungsmitteln wird Na-Gluconat mit ausgefällt. Die spezifische Aktivität der GOD
sinkt dabei.
Tabelle 2 zeigt die nach dem Verfahren der USA.-Patentschrift 2 926122 erhaltenen Werte. Die verwendeten
Fällungsmittel entsprechen deren Beispielen 3, 4 und 5 und deren Patentanspruch 3.
Fällungsmittel
| Volumen | Im | Niederschlag | GOD |
| zugesetzt | GOD Vo |
U/tng | |
| 0 | 100 | Fremdoxydasen Δ EIh |
1,94 |
| 2 | 64,5 | ! 0,050 | 4,2 |
| 3 | 72,2 | 3,1 | |
| 1 | 76,5 | 4,13 | |
| 2 | 72 | 1,77 | |
| 1 | 90 | 7,1 | |
| 2 | 70,4 | 2,4 | |
| 0,070 | |||
| 0,050 | |||
| 0,107 | |||
| 0,080 | |||
| 0,043 | |||
| 0,100 |
GOD-Lösung, 50 mg/ml
1 Volumen Isopropanol mit 1 Volumen Methanol ί
gemischt \
n-Propanol \
1 Volumen n-Propanol mit 2 Volumen Isopropanol ( gemischt \
Tabelle 3 zeigt die Durchführung des Verfahrens
gemäß USA.-Patentschrift 3 265 587. Hierbei ist zu bemerken, daß die Messung der Fremdoxydasen und
damit auch die Verwendung der erhaltenen GOD zu diagnostischen Zwecken nach einer BaCl„-Abtrennung
nicht möglich ist, denn bei Einsatz der GOD-Lösung in das zur Diagnose verwendete Testsystem
fällt ein gefärbter Niederschlag durch überschüssige Bariumionen aus. Um diese Schwierigkeit zu beseitigen,
wurde zur Bestimmung von GOD und Fremdoxydase nach der Bariumionenzugabe vorher erschöpfend
dialysiert.
Fällungsmittel (NH1I2SO1
Mol
Mol
Im Überstand GOD
Vo
Fremdoxydasen J E/h
GOD-Lösung, 50 mg/ml ..
CaCl2, 93°/0 der Theorie .
BaCl2, 100 °/0 der Theorie
CaCl2, 93°/0 der Theorie .
BaCl2, 100 °/0 der Theorie
0,88
0,175
100
80
47,5
80
47,5
0,040 0,050 0,120
Tabelle 4 zeigt die Ergebnisse nach dem Verfahren der USA.-Patentschrift 3 269 918. Zu bemerken ist, daß
dieses Verfahren so aufwendig ist, daß eine Übertragung in den technischen Maßstab kaum möglich ist.
Schritt GOD, »/„
Fremdoxydasen, Δ E/h
Enzymlösung, 50 mg/ml
Ammoniumsulfatfraktion nach Dialyse pH =4,5
Chromatographie (DE-52)
a) Durchlauf
b) Waschwasser (0,07 Mol Acetatpuffer pH = 4,5)
c) Eluate vereinigt (0,1 Mol Acetatpuffer pH = 3,7)
100
86
86
3,2
25
66
25
66
0,050
0,053
0,053
nicht getestet 0,025
0,030
0,030
Tabelle 5 zeigt unter den oben erwähnten Bedingungen die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltenen
Ergebnisse.
Gehalt der der GOD-Lösung an Methanol
GOD
Vo
Im Niederschlag
U/mg
Fremdoxydase
AEIh
GOD-Lösung, 50 mg/ml
Methanol
Methanol
Die obigen Vergleichsversuchsergebnisse zeigen, daß nach der erwähnten deutschen Auslegeschrift nur
eine völlig unbefriedigende Abtrennung der Fremdoxydasen, nach den Verfahren der USA.-Patentschriften
praktisch überhaupt keine Abtrennung der
59%
6O°/o
6O°/o
100
88
88
85
1,95
10,8
8,6
10,8
8,6
0,050
0,0016
0,0045
Fremdoxydasen möglich ist Beim erfindungsgemäßen Verfahren hingegen wird in einem einzigen Arbeitsschritt eine Verringerung des Fremdoxydasegehaltes
bis auf weniger als 5 °/o des Ausgangswertes bei gleichzeitig mehr als vierfacher Reinigung der GOD erzielt
209537A
Claims (2)
1. Verfahren zur Gewinnung von praktisch fremdoxydasefreier Glucoseoxydase aus einer in
an sich bekannter Weise vorgereinigte Glucoseoxydase enthaltenden wäßrigen Lösung, dadurch
gekennzeichnet, daB man die wäßrige Lösung bei einem pH-Wert von 6,5 bis 7,5
unter Einhaltung einer Temperatur von 15 bis 25° C, vorzugsweise von 19 bis 21° C, mit Methanol
auf 58 bis 62 Volumprozent versetzt und den gebildeten Niederschlag abtrennt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein pH-Wert von 7,0 eingehalten
wird.
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