··■·.. · hineingeschoben wird und daß schließlich nach dem
Patentanspruch: Erreichen der Marke durch das Ende der Leitung die
Druckluftzufuhr unterbrochen wird.
Verfahren zum Aufziehen eiEer Tülle aus Der Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, daß
Kunststoff oder Kautschuk auf eine elektrische 5 es nunmehr durch einfache Betätigung eines Hebels
Leitung, dadurch gekennzeichnet, daß zur Druckluftzufuhr möglich ist, Tüllen auf Leitundie
Tülle (2) zunächst auf ein Ende eines mit gen fest und lagerichtig aufzuziehen und auf eineinem
Fenster (S) versehenen Rohres (4) auf- fache Weise unterschiedlich Positionen der Tülle auf
gesteckt wird, an dessen anderem Ende in an sich der Leitung einzustellen.
bekannter Weise ein Schlauch (9) zur Zufuhr von io In den USA.-Patentschriften 2 366 359 und
Druckluft angeschlossen ist, daß danach die Lei- 2 347 003 ist zwar die Verwendung von Druckluft
tung (11) in das freie Ende der Tülle (2) gesteckt im Zusammenhang mit elektrischen Leitungen schon
wird, daß die Leitung (11) anschließend bei bekanntgeworden, jedoch werden hier nicht Tüllen
gleichzeitiger Zufuhr von Druckluft bis zu einer auf fertige Leitungen aufgezogen, sondern vielmehr
vorgegebenen, auf dem Rohr verschiebbaren 15 Isolierungen und Leitungsseelen, und zwar über
Marke (10) durch die Tülle (2) in das Rohr (4) deren gesamte Länge. Eine lagerichtige Anbringung
hineingeschoben wird und daß schließlich nach der Isolierungen auf den Leitungsseelen ist bei den
dem Erreichen der Marke (10) durch das Ende bekannten Verfahren nicht erforderlich, so daß dieder
Leitung (11) die Druckluftzufuhr unter- selben nicht als Anregung zum lagerichtigen Aufbrachen
wird. ao ziehen von Tüllen gemäß der vorliegenden Erfindung
angesehen werden können.
Das Verfahren nach der Erfindung wird im folgenden an Hand eines Ausführungsbeispiels einer
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren, wel- Vorrichtung zur Durchführung desselben erläutert,
ches zum Aufziehen einer Tülle aus Kunststoff oder 95 Mit 1 ist eine Düse bezeichnet, auf die eine Tülle 2
Kautschuk auf eine elektrische Leitung verwendet aufgeschoben ist. Der die Tülle 2 haltende Teil der
werden soll. Düse 1 fann zur besseren Halterung der Tülle ge-
Beim Aufziehen derartiger Tüllen auf elektrische rändelt oder gerippt sein. Die Düse 1 sitzt in einem
Leitungen wird bisher so verfahren, daß die Tülle Überwurf 3, der an einem Ende eines Rohres 4 anauf
einen Dorn aufgeschoben und mechanisch derart 30 geordnet ist. Das Rohr 4 besteht am zweckmäßigaufgeweitet
wird, daß die Leitung ohne Mühe durch sten aus Glas, wobei um das Rohr ein mit einem
die Tülle geschoben werden kann. Durch anschlie- axialen Fenster 5 versehenes, rohrförmiges Metallßendes
Erwärmen der Tülle kann dann erreicht wer- gehäuse 6 angeordnet ist. An diesem Metallgehäuse 6
den, daß dieselbe sich wieder auf ihre ursprünglichen ist der Überwurf 3 befestigt. Am anderen Ende des
Abmessungen zusammenzieht, so daß sie fest auf der 35 Rohres 4 ist über einen Druckregler 7 und ein
Isolierung der Leitung sitzt. Ein solches Verfahren Ventil 8 eine Druckluftleitung 9 angeschlossen. Das
ist umständlich und zeitraubend und stellt beim Kon- Ventil 8 ist am zweckmäßigsten als Fußventil ausfektionieren
von Leitungen einen erheblichen ferti- gebildet, so daß das Bedienungspersonal beide Hände
gungstechnischen Engpaß dar. zum Einführen der Leitung 11 in die Tülle 2 frei hat.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein 40 Auf dem das Rohr 4 abdeckenden Metallgehäuse 6
Verfahren zu schaffen, das es erlaubt, schnell und mit ist eine axial verschiebbare Marke 10 vorhanden,
geringstem Aufwand Tüllen auf elektrische Leitun- Diese hat, zusammen mit dem Rohr 4, folgende Begen
aufzubringen. deutung:
Diese Aufgabe wird mit einem Verfahren der ein- Um die Leitung 11 nicht markieren zu müssen, bis
gangs geschilderten Art gemäß der Erfindung da- 45 zu welcher Stelle sie in die Tülle 2 hineingeschoben
durch gelöst, daß die Tülle zunächst auf ein Ende werden soll, wird die Marke 10 auf eine bestimmte,
eines mit einem Fenster versehenen Rohres auf- gewünschte Stelle eingestellt und die Leitung 11
gesteckt wird, an dessen anderem Ende in an sich unter gleichzeitiger Druckluftzufuhr und Beobachbekannter
Weise ein Schlauch zur Zufuhr von tung derselben durch die Tülle 2 und das Rohr 4 gepruckluft
angeschlossen ist, daß danach die Leitung 50 schoben, bis die Leitungs'ipitze die Marke 10 erin
das freie Ende der Tülle gesteckt wird, daß die reicht hat. Auf diese Weise kann, ohne daß eine Mar-Leitung
anschließend bei gleichzeitiger Zufuhr von kierung der Leitung vorgenommen werden muß,
Druckluft bis zu einer vorgegebenen, auf dem Rohr eine genaue Länge zwischen Tüllen- und Leitungsverschiebbaren
Marke durch die Tülle in das Rohr ende eingestellt werden.