DE1535574C - Schützenlose Webmaschine mit einer Vorrichtung zum Halten und Spannen der über den Geweberand vorstehenden Schußfadenenden - Google Patents
Schützenlose Webmaschine mit einer Vorrichtung zum Halten und Spannen der über den Geweberand vorstehenden SchußfadenendenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine schützenlose Webmaschine mit einer Einrichtung zum Eintragen aufeinanderfolgender
Längen von Schußfäden durch die Fachöffnung von Kettenfäden mittels eines aus der
Düse austretenden Druckströmungsmittels, mit nahe den äußeren Kettenfäden und mit diesen gemeinsam
sich bewegenden Haltefäden zum Erfassen und Einspannen der überstehenden Enden der Schußfäden,
mit einer Schneidvorrichtung hinter der Gewebe anschlagkante sowie mit einer Aufwickelvorrichtung ίο
für die Haltefäden mit den abgeschnittenen Schußfadenenden.
Bekanntlich erhalten bei schützenlosen Webmaschinen mit Eintragung der Schußfäden mittels
eines Luft- oder Flüssigkeitsstrahles die an dem der Düse gegenüberliegenden Ende der Gewebebahn
freien Schußfadenenden eine ungleiche Länge und nehmen eine lose Lage ein. Dadurch kann es vorkommen,
daß die Enden vorangehender Schußfäden mitgerissen werden und dadurch ein fehlerhaftes Gewebe
entsteht. Ferner sind die Schußfäden ungleich gespannt, so daß sich ein Qualitätsverlust beim fertigen
Produkt ergibt.
Es ist bei schützenlosen Webmaschinen auch schon bekannt (französische Patentschrift 1 324932), für das
Halten der Schußfäden anschließend an die äußeren Kettenfäden Haltefäden anzuordnen, die unabhängig
von der Bewegung der Kettenfäden gesteuert werden und an der Fachbildung teilnehmen. Ferner ist es bereits
Stand der Technik, zum Abschneiden der Schußfadenenden eine fortlaufend betätigte Schere mit der
Schneidstelle kurz hinter der Webfront anzuordnen (französische Patentschrift 1 237 767). Es ist weiter
bekannt (französische Patentschrift 1229 693), die äußeren Kettenfäden als Haltefäden aus thermoplastischem
Material auszubilden. Ein Teil dieser thermoplastischen Kettenfäden wird an der Kante des fertigen
Gewebes abgeschnitten. Die verbleibenden Fäden werden durch eine Wärmequelle mit dem Gewebe
verklebt. Auch ist es bei schützenlosen Webmaschinen bekannt (deutsche Patentschrift 863 026), zum Abschneiden
der in das Fach eingetragenen und angeschlagenen Schußfäden das Ende derselben durch
je eine Gruppe von in Richtung der Kette verlaufenden und von der Webmaschine gesteuerten Haltefäden
— Dreherfädenpaare — zu binden und zu spannen. Die Verdrehung der Fäden erfolgt zugleich mit dem
Fadenwechsel und mit einer solchen Anzahl von Drehungen pro Längeneinheit, die der Dichte der
Schußfäden entspricht. Bei einer solch geringen Anzahl von Drehungen können jedoch die überstehenden
Enden der Schußfäden nur mit geringer Spannung von den Haltefäden gehalten werden.
Mit keiner der bekannten Einrichtungen ist es möglich zu erreichen, daß bei einer schützenlosen Webmaschine
mit Strahleintragung der Schußfäden beim Anschlagen des Schußfadens eine gleichmäßige Spannung
über die gesamte Länge der Schußfäden entsteht. Soweit bei den bekannten Einrichtungen überhaupt
ein Spannen der Schußfäden erfolgt, reicht dieses nicht aus, um die Schußfäden in der für die Stabilisierung
der Gewebebahn erforderlichen Spannung zu halten.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, die Nachteile der bekannten Ausführungsformen zu vermeiden und
bei einer Webmaschine der eingangs genannten Art eine Einrichtung zu schaffen, mit der nicht nur ein
zuverlässigeres Fassen, sondern darüber hinaus ein Spannen der Schußfadenenden beim Anschlagen und
auch beim Eingriff der Schere erreicht wird. Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch eine in
Gewebelaufrichtung nach der Schneidvorrichtung angeordnete Zwirnvorrichtung zum Verdrillen der
Haltefäden.
Eine solche Ausführungsform hat den Vorteil, daß das Verzwirnen der Haltefäden keiner Beschränkung
hinsichtlich der Größe der Verzwirnung unterliegt und so den Betriebsbedingungen optimal angepaßt
werden kann.
In weiterer Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Schneidvorrichtung eine fortlaufend
betätigte Schere ist und die Schneidstelle von der Gewebeansch lagkante einen Abstand von wenigen
Schußfäden aufweist und daß die Aufwickelvorrichtung für die Haltefäden als Aufwickelrolle ausgebildet
ist. Vorteilhaft ist gemäß der Erfindung für die Haltefäden
ein Führungsteil vorgesehen. Diese Erfindungsmerkmale genießen jedoch nur als echte Unteransprüche
Patentschutz.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispiels dargestellt. Es
zeigt
Fig. 1 eine schematische Ansicht einer Webmaschine mit einer Vorrichtung zum Halten und
Spannen der über den Geweberand vorstehenden Schußfadenenden und '
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Vorrichtung nach Fig. 1.
Die Vorrichtung ist in zwei Abschnitte A und B aufgeteilt, wobei sich der Abschnitt A auf das Gewebe
mit eingetragenen Schußfäden bezieht und der Abschnitt B im wesentlichen auf die Fachbildung. Auf
der einen Seite der Kettenfäden befindet sich eine Düse 1 zur Erzeugung eines die Eintragung der
Schußfäden bewirkenden Strahles, welcher rechtwinklig zu den Kettenfäden verläuft. Die Düse 1 kann von
an sich bekannter, üblicher Konstruktion sein, welche einen Schußfaden w zusammen mit einem unter
Druck stehenden Arbeitsmedium durch die Fachöffnung hindurchspritzt, wobei sich dieser Schußfaden
über die ganze Breite des Gewebes erstreckt. Am gegenüberliegenden Ende ragen die auf solche
Weise eingetragenen Schußfäden über den äußersten Kettenfaden hinaus und bilden ein überstehendes
Ende w'.
Parallel zu den Kettenfäden verlaufen drei Haltefäden
a, b, c, die angespannt sind und in einem solchen Abstand vom äußersten Kettenfaden laufen, daß
die Schußfadenenden w' seitlich über diese Haltefäden
a, b, c hinausragen und zwischen diese zu liegen kommen. Im Abschnitt B liegen die Haltefäden a
und c auf der einen Seite der Fachöffnung und der dritte, dazwischenliegende Haltefaden b auf der
anderen Seite der Fachöffnung, ähnlich wie die Kettenfäden der Webmaschine. Die Haltefäden a, b, c
werden von einer nicht dargestellten Vorratsspule abgerollt, und zwar mit einer etwas größeren Geschwindigkeit
als die Kettenfäden, welche vom Kettenbaum abgewickelt werden. Zur Erzeugung der üblichen
Fachöffnung bei den Kettenfäden sind Webschäfte 2 vorhanden, welche die Kettenfäden im Abschnitt B in
üblicher Weise trennen, wie dies aus F i g. 1 ersichtlich ist.
Nach dem Erfassen der Schußfaden-Enden w' werden die Haltefäden a, b, c zusammengeführt und
parallel zur Gewebebahnkante geführt und gleich-
sinnig zu dieser bewegt, d. h. in F i g. 2 nach links. Zur Bündelung der drei Haltefäden ist ein Führungsteil
3 vorhanden, welcher im Abschnitt A und vom benachbarten äußersten Keltenfaden etwas distanziert
liegt. Der Führungsteil 3 ist mit einer schlitzförmigen Öffnung 4 versehen, durch welche die
Haltefäden a, b, c hindurchgeführt sind. Ferner ist
zwischen den vereinigten Haltefaden a, b, c und dem
äußersten Kettenfaden eine Schere 5 vorhanden.
Hinter dem Führungsteil 3 befindet sich ein U-förmig gebogener, drehbarer Haken 6, welcher auf
einem Rohr 7 sitzt und die drei Haltefäden a, b, c umfaßt bzw. übergreift. Dieses Rohr 7 wird von einem
stationären Lagerbock 8 drehbar abgestützt und steht mit einem Antriebsrad 9 in drehfester Verbindung,
das seinerseits durch ein endloses Antriebsseil 10 von einem nicht dargestellten Motor angetrieben
wird.
Die gebündelten Haltefaden a, b, c werden von
einer Umlenkrolle 11 umgelenkt und einer Aufwickelvorrichtung 12 in Form einer Aufwickelrolle
zugeführt. Die Aufwickelrolle 12 kann ein Teil des Warenbaumes oder eine separate Rol|e sein.
Die Einrichtung arbeitet folgendermaßen:
Der Schußfaden w wird mit Hilfe der Düse 1 im Bereich der Fachöffnung eingetragen, also zwischen
den oberen und unteren Kettenfäden und den Haltefaden a, c einerseits und b anderseits. Hierauf wird
eine Lade 13 in üblicher Weise gegen den zuletzt eingetragenen Schußfaden w angeschlagen. Die Lade 13
ist mit einem seitlichen Ansatz versehen, erfaßt damit auch die überstehenden Schußfadenenden w'
und bewirkt, daß die Schußfadenenden w' zwischen die Haltefaden a, b, c geschoben werden. Nach dem
Ladeanschlag bildet der zuletzt eingetragene Schußfaden w die Gewebeanschlagkante C. Wenn sich die
Fachöffnung schließt, werden die Schußfadenenden W von den Haltefaden a, b, c erfaßt und
zwischen diesen Haltefaden eingeklemmt. Hierauf kann eine weitere Schußeintragung durch die Düse 1
im beschriebenen Sinne erfolgen.
Die Kettenfäden und die Haltefaden a, b, c werden
sodann vom Warenbaum 12 bzw. einer separaten Rolle aufgewickelt, wobei die Bewegung des Gewebes
in Richtung des Pfeiles in Fig. 2 erfolgt. Während dieser Vorwärtsbewegung wird die Schere 5 betätigt,
welche die von den Haltefäden a, b, c erfaßten Garnenden
fortwährend abschneidet. Somit sind die Haltefäden a, b, c mit den radial abstehenden Schußfadenenden
versehen, die dann durch den rotierenden Haken 6 um den jeweils benachbarten Teil der
Fäden a, b, c herumgewickelt werden. Wird das Gewebe nach dem Anschlagen der Lade über eine
Distanz'von wenigen Schußfäden (2 bis 5) vorwärts bewegt, dann hat das Gewebe eine genügend stabile
Form. Erst hernach wird die Schere zum Abschneiden der Schußfadenenden w' betätigt, wie dies in F i g. 2
dargestellt ist.
Auf diese Weise gelingt es, jedes Schußfadenende, auch wenn diese unterschiedliche Längen haben,
sicher zu erfassen, abzuschneiden und wegzutransportieren. Dadurch wird vermieden, daß abgeschnittene
Schußfadenenden zufällig in das zu bildende Gewebe gelangen können, wodurch sich Ausschußwaren und
Maschinenstörungen vermeiden lassen. Ferner ist es dadurch möglich, die abgeschnittenen, überstehenden
Enden der Schußfäden gleich lang zu machen, da das Abschneiden erfolgt, während das Gewebe noch
unter Zugspannung steht. Auch wird die Gewebequalität erhöht, da die Schußfäden einer gleichmäßigeren
Spannung ausgesetzt sind.
Selbstverständlich können auch mehr als drei Haltefaden vorgesehen werden.
Claims (4)
1. Schützenlose Webmaschine mit einer Einrichtung zum Eintragen aufeinanderfolgender
Längen von Schußfäden durch die Fachöffnung von Kettenfäden mittels eines aus der Düse austretenden
Druckströmungsmittels, mit nahe den äußeren Kettenfäden und mit diesen gemeinsam
sich bewegenden Haltefäden zum Erfassen und Einspannen der überstehenden Enden der Schußfäden,
mit einer Schneidvorrichtung hinter der Gewebeanschlagkante sowie mit einer Aufwickel-,
vorrichtung für die Haltefäden mit den abgeschnittenen Schußfadenenden, gekennzeichnet durch eine in Gewebelaufrichtung nach
der Schneidvorrichtung (5) angeordnete Zwirnvorrichtung (6 bis 9) zum Verdrillen der Haltefäden
(a, b, c).
2. Webmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidvorrichtung eine
fortlaufend betätigte Schere (5) ist und die Schneidstelle von der Gewebeanschlagkante (C)
einen Abstand von wenigen Schußfäden aufweist.
3. Webmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufwickelvorrichtung für
die Haltefaden (a, b, c) als Aufwickelrolle (12)
ausgebildet ist.
4. Webmaschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Führungsteil (3, 4) für die
Haltefaden {a, b, c).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP2891263 | 1963-06-01 | ||
| JP2891263 | 1963-06-01 | ||
| DEP0034367 | 1964-05-29 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1535574A1 DE1535574A1 (de) | 1971-06-03 |
| DE1535574C true DE1535574C (de) | 1973-05-03 |
Family
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