[go: up one dir, main page]

DE1535574C - Schützenlose Webmaschine mit einer Vorrichtung zum Halten und Spannen der über den Geweberand vorstehenden Schußfadenenden - Google Patents

Schützenlose Webmaschine mit einer Vorrichtung zum Halten und Spannen der über den Geweberand vorstehenden Schußfadenenden

Info

Publication number
DE1535574C
DE1535574C DE19641535574 DE1535574A DE1535574C DE 1535574 C DE1535574 C DE 1535574C DE 19641535574 DE19641535574 DE 19641535574 DE 1535574 A DE1535574 A DE 1535574A DE 1535574 C DE1535574 C DE 1535574C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
threads
holding
weft
fabric
thread
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19641535574
Other languages
English (en)
Other versions
DE1535574A1 (de
Inventor
Yukio; Tanaka Shigenori; Tokio. D03d 49-02 Mizuno
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Nissan Motor Co Ltd
Original Assignee
Nissan Motor Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Nissan Motor Co Ltd filed Critical Nissan Motor Co Ltd
Publication of DE1535574A1 publication Critical patent/DE1535574A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1535574C publication Critical patent/DE1535574C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Description

Die Erfindung betrifft eine schützenlose Webmaschine mit einer Einrichtung zum Eintragen aufeinanderfolgender Längen von Schußfäden durch die Fachöffnung von Kettenfäden mittels eines aus der Düse austretenden Druckströmungsmittels, mit nahe den äußeren Kettenfäden und mit diesen gemeinsam sich bewegenden Haltefäden zum Erfassen und Einspannen der überstehenden Enden der Schußfäden, mit einer Schneidvorrichtung hinter der Gewebe anschlagkante sowie mit einer Aufwickelvorrichtung ίο für die Haltefäden mit den abgeschnittenen Schußfadenenden.
Bekanntlich erhalten bei schützenlosen Webmaschinen mit Eintragung der Schußfäden mittels eines Luft- oder Flüssigkeitsstrahles die an dem der Düse gegenüberliegenden Ende der Gewebebahn freien Schußfadenenden eine ungleiche Länge und nehmen eine lose Lage ein. Dadurch kann es vorkommen, daß die Enden vorangehender Schußfäden mitgerissen werden und dadurch ein fehlerhaftes Gewebe entsteht. Ferner sind die Schußfäden ungleich gespannt, so daß sich ein Qualitätsverlust beim fertigen Produkt ergibt.
Es ist bei schützenlosen Webmaschinen auch schon bekannt (französische Patentschrift 1 324932), für das Halten der Schußfäden anschließend an die äußeren Kettenfäden Haltefäden anzuordnen, die unabhängig von der Bewegung der Kettenfäden gesteuert werden und an der Fachbildung teilnehmen. Ferner ist es bereits Stand der Technik, zum Abschneiden der Schußfadenenden eine fortlaufend betätigte Schere mit der Schneidstelle kurz hinter der Webfront anzuordnen (französische Patentschrift 1 237 767). Es ist weiter bekannt (französische Patentschrift 1229 693), die äußeren Kettenfäden als Haltefäden aus thermoplastischem Material auszubilden. Ein Teil dieser thermoplastischen Kettenfäden wird an der Kante des fertigen Gewebes abgeschnitten. Die verbleibenden Fäden werden durch eine Wärmequelle mit dem Gewebe verklebt. Auch ist es bei schützenlosen Webmaschinen bekannt (deutsche Patentschrift 863 026), zum Abschneiden der in das Fach eingetragenen und angeschlagenen Schußfäden das Ende derselben durch je eine Gruppe von in Richtung der Kette verlaufenden und von der Webmaschine gesteuerten Haltefäden — Dreherfädenpaare — zu binden und zu spannen. Die Verdrehung der Fäden erfolgt zugleich mit dem Fadenwechsel und mit einer solchen Anzahl von Drehungen pro Längeneinheit, die der Dichte der Schußfäden entspricht. Bei einer solch geringen Anzahl von Drehungen können jedoch die überstehenden Enden der Schußfäden nur mit geringer Spannung von den Haltefäden gehalten werden.
Mit keiner der bekannten Einrichtungen ist es möglich zu erreichen, daß bei einer schützenlosen Webmaschine mit Strahleintragung der Schußfäden beim Anschlagen des Schußfadens eine gleichmäßige Spannung über die gesamte Länge der Schußfäden entsteht. Soweit bei den bekannten Einrichtungen überhaupt ein Spannen der Schußfäden erfolgt, reicht dieses nicht aus, um die Schußfäden in der für die Stabilisierung der Gewebebahn erforderlichen Spannung zu halten.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, die Nachteile der bekannten Ausführungsformen zu vermeiden und bei einer Webmaschine der eingangs genannten Art eine Einrichtung zu schaffen, mit der nicht nur ein zuverlässigeres Fassen, sondern darüber hinaus ein Spannen der Schußfadenenden beim Anschlagen und auch beim Eingriff der Schere erreicht wird. Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch eine in Gewebelaufrichtung nach der Schneidvorrichtung angeordnete Zwirnvorrichtung zum Verdrillen der Haltefäden.
Eine solche Ausführungsform hat den Vorteil, daß das Verzwirnen der Haltefäden keiner Beschränkung hinsichtlich der Größe der Verzwirnung unterliegt und so den Betriebsbedingungen optimal angepaßt werden kann.
In weiterer Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Schneidvorrichtung eine fortlaufend betätigte Schere ist und die Schneidstelle von der Gewebeansch lagkante einen Abstand von wenigen Schußfäden aufweist und daß die Aufwickelvorrichtung für die Haltefäden als Aufwickelrolle ausgebildet ist. Vorteilhaft ist gemäß der Erfindung für die Haltefäden ein Führungsteil vorgesehen. Diese Erfindungsmerkmale genießen jedoch nur als echte Unteransprüche Patentschutz.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispiels dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 eine schematische Ansicht einer Webmaschine mit einer Vorrichtung zum Halten und Spannen der über den Geweberand vorstehenden Schußfadenenden und '
Fig. 2 eine Draufsicht auf die Vorrichtung nach Fig. 1.
Die Vorrichtung ist in zwei Abschnitte A und B aufgeteilt, wobei sich der Abschnitt A auf das Gewebe mit eingetragenen Schußfäden bezieht und der Abschnitt B im wesentlichen auf die Fachbildung. Auf der einen Seite der Kettenfäden befindet sich eine Düse 1 zur Erzeugung eines die Eintragung der Schußfäden bewirkenden Strahles, welcher rechtwinklig zu den Kettenfäden verläuft. Die Düse 1 kann von an sich bekannter, üblicher Konstruktion sein, welche einen Schußfaden w zusammen mit einem unter Druck stehenden Arbeitsmedium durch die Fachöffnung hindurchspritzt, wobei sich dieser Schußfaden über die ganze Breite des Gewebes erstreckt. Am gegenüberliegenden Ende ragen die auf solche Weise eingetragenen Schußfäden über den äußersten Kettenfaden hinaus und bilden ein überstehendes Ende w'.
Parallel zu den Kettenfäden verlaufen drei Haltefäden a, b, c, die angespannt sind und in einem solchen Abstand vom äußersten Kettenfaden laufen, daß die Schußfadenenden w' seitlich über diese Haltefäden a, b, c hinausragen und zwischen diese zu liegen kommen. Im Abschnitt B liegen die Haltefäden a und c auf der einen Seite der Fachöffnung und der dritte, dazwischenliegende Haltefaden b auf der anderen Seite der Fachöffnung, ähnlich wie die Kettenfäden der Webmaschine. Die Haltefäden a, b, c werden von einer nicht dargestellten Vorratsspule abgerollt, und zwar mit einer etwas größeren Geschwindigkeit als die Kettenfäden, welche vom Kettenbaum abgewickelt werden. Zur Erzeugung der üblichen Fachöffnung bei den Kettenfäden sind Webschäfte 2 vorhanden, welche die Kettenfäden im Abschnitt B in üblicher Weise trennen, wie dies aus F i g. 1 ersichtlich ist.
Nach dem Erfassen der Schußfaden-Enden w' werden die Haltefäden a, b, c zusammengeführt und parallel zur Gewebebahnkante geführt und gleich-
sinnig zu dieser bewegt, d. h. in F i g. 2 nach links. Zur Bündelung der drei Haltefäden ist ein Führungsteil 3 vorhanden, welcher im Abschnitt A und vom benachbarten äußersten Keltenfaden etwas distanziert liegt. Der Führungsteil 3 ist mit einer schlitzförmigen Öffnung 4 versehen, durch welche die Haltefäden a, b, c hindurchgeführt sind. Ferner ist zwischen den vereinigten Haltefaden a, b, c und dem äußersten Kettenfaden eine Schere 5 vorhanden.
Hinter dem Führungsteil 3 befindet sich ein U-förmig gebogener, drehbarer Haken 6, welcher auf einem Rohr 7 sitzt und die drei Haltefäden a, b, c umfaßt bzw. übergreift. Dieses Rohr 7 wird von einem stationären Lagerbock 8 drehbar abgestützt und steht mit einem Antriebsrad 9 in drehfester Verbindung, das seinerseits durch ein endloses Antriebsseil 10 von einem nicht dargestellten Motor angetrieben wird.
Die gebündelten Haltefaden a, b, c werden von einer Umlenkrolle 11 umgelenkt und einer Aufwickelvorrichtung 12 in Form einer Aufwickelrolle zugeführt. Die Aufwickelrolle 12 kann ein Teil des Warenbaumes oder eine separate Rol|e sein.
Die Einrichtung arbeitet folgendermaßen:
Der Schußfaden w wird mit Hilfe der Düse 1 im Bereich der Fachöffnung eingetragen, also zwischen den oberen und unteren Kettenfäden und den Haltefaden a, c einerseits und b anderseits. Hierauf wird eine Lade 13 in üblicher Weise gegen den zuletzt eingetragenen Schußfaden w angeschlagen. Die Lade 13 ist mit einem seitlichen Ansatz versehen, erfaßt damit auch die überstehenden Schußfadenenden w' und bewirkt, daß die Schußfadenenden w' zwischen die Haltefaden a, b, c geschoben werden. Nach dem Ladeanschlag bildet der zuletzt eingetragene Schußfaden w die Gewebeanschlagkante C. Wenn sich die Fachöffnung schließt, werden die Schußfadenenden W von den Haltefaden a, b, c erfaßt und zwischen diesen Haltefaden eingeklemmt. Hierauf kann eine weitere Schußeintragung durch die Düse 1 im beschriebenen Sinne erfolgen.
Die Kettenfäden und die Haltefaden a, b, c werden sodann vom Warenbaum 12 bzw. einer separaten Rolle aufgewickelt, wobei die Bewegung des Gewebes in Richtung des Pfeiles in Fig. 2 erfolgt. Während dieser Vorwärtsbewegung wird die Schere 5 betätigt, welche die von den Haltefäden a, b, c erfaßten Garnenden fortwährend abschneidet. Somit sind die Haltefäden a, b, c mit den radial abstehenden Schußfadenenden versehen, die dann durch den rotierenden Haken 6 um den jeweils benachbarten Teil der Fäden a, b, c herumgewickelt werden. Wird das Gewebe nach dem Anschlagen der Lade über eine Distanz'von wenigen Schußfäden (2 bis 5) vorwärts bewegt, dann hat das Gewebe eine genügend stabile Form. Erst hernach wird die Schere zum Abschneiden der Schußfadenenden w' betätigt, wie dies in F i g. 2 dargestellt ist.
Auf diese Weise gelingt es, jedes Schußfadenende, auch wenn diese unterschiedliche Längen haben, sicher zu erfassen, abzuschneiden und wegzutransportieren. Dadurch wird vermieden, daß abgeschnittene Schußfadenenden zufällig in das zu bildende Gewebe gelangen können, wodurch sich Ausschußwaren und Maschinenstörungen vermeiden lassen. Ferner ist es dadurch möglich, die abgeschnittenen, überstehenden Enden der Schußfäden gleich lang zu machen, da das Abschneiden erfolgt, während das Gewebe noch unter Zugspannung steht. Auch wird die Gewebequalität erhöht, da die Schußfäden einer gleichmäßigeren Spannung ausgesetzt sind.
Selbstverständlich können auch mehr als drei Haltefaden vorgesehen werden.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Schützenlose Webmaschine mit einer Einrichtung zum Eintragen aufeinanderfolgender Längen von Schußfäden durch die Fachöffnung von Kettenfäden mittels eines aus der Düse austretenden Druckströmungsmittels, mit nahe den äußeren Kettenfäden und mit diesen gemeinsam sich bewegenden Haltefäden zum Erfassen und Einspannen der überstehenden Enden der Schußfäden, mit einer Schneidvorrichtung hinter der Gewebeanschlagkante sowie mit einer Aufwickel-, vorrichtung für die Haltefäden mit den abgeschnittenen Schußfadenenden, gekennzeichnet durch eine in Gewebelaufrichtung nach der Schneidvorrichtung (5) angeordnete Zwirnvorrichtung (6 bis 9) zum Verdrillen der Haltefäden (a, b, c).
2. Webmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidvorrichtung eine fortlaufend betätigte Schere (5) ist und die Schneidstelle von der Gewebeanschlagkante (C) einen Abstand von wenigen Schußfäden aufweist.
3. Webmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufwickelvorrichtung für die Haltefaden (a, b, c) als Aufwickelrolle (12) ausgebildet ist.
4. Webmaschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Führungsteil (3, 4) für die Haltefaden {a, b, c).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DE19641535574 1963-06-01 1964-05-29 Schützenlose Webmaschine mit einer Vorrichtung zum Halten und Spannen der über den Geweberand vorstehenden Schußfadenenden Expired DE1535574C (de)

Applications Claiming Priority (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP2891263 1963-06-01
JP2891263 1963-06-01
DEP0034367 1964-05-29

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE1535574A1 DE1535574A1 (de) 1971-06-03
DE1535574C true DE1535574C (de) 1973-05-03

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0043441B2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Erstellen einer Webnaht als Verbindung zweier Gewebeenden
DE2731564A1 (de) Vorrichtung zum abspulen eines garnbuendels von einer garnvorratseinrichtung und weiterleiten des garnbuendels in eine garnverarbeitungsmaschine
DE2039716B2 (de) Vorrichtung zum Speichern des Schußfadens
DE2048934C3 (de) Düsenwebmaschine
DE68903789T2 (de) Verfahren zum einfaedeln der duesen mit einer richtigen schlussfadenlaenge und webmaschine, die nach diesem verfahren arbeitet.
DE1535574C (de) Schützenlose Webmaschine mit einer Vorrichtung zum Halten und Spannen der über den Geweberand vorstehenden Schußfadenenden
DE1926654A1 (de) Vorrichtung zum Vorbereiten eines Schussfadens
DE2153701C3 (de) Frottier-Webmaschine
DE2724923C3 (de) Zwillings-Düsen-Webmaschine
DE2722022B2 (de) Vorrichtung zur Verhinderung der Verschlingung des Schußfadens
DE2049373A1 (de) Webverfahren für schützenlose Webstühle und Einrichtungen zur Durchführung dieses Verfahrens
DE1535574B (de) Schutzenlose Webmaschine mit einer Vorrichtung zum Halten und Spannen der über den Geweberand vorstehenden Schußfadenen
DE19809256B4 (de) Warenbaumanordnung für eine Webmaschine
DE3721116C2 (de)
DE2120584C3 (de) Wellenfach-Webmaschine
DE558219C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Erzielung fester Webkanten
DE2134980C3 (de) Schußfaden-Zwischenspeicher
DE150038C (de)
DE2840179A1 (de) Vorrichtung zur veraenderung der bruchdehnungszahl von faeden
DE1535643C2 (de) Schußfaden Zwischenspeicher fur Webmaschinen mit feststehender Schuß faden Vorratsspule
AT82767B (de) Bandwebstuhl.
DE580826C (de) Gewebter Treibriemen, Traggurt u. dgl.
DE1201268B (de) Webstuhl mit mehreren gleichzeitig durch-laufenden Webschuetzen
DE2243947A1 (de) Schussgarnsteuervorrichtung
DE4100384C1 (en) Appts. for knotting new- and old textile warps together - winds pre-determined length of warp from band spindle onto a pre-spool spindle, fixes end to empty spindle etc.