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Vorrichtung zur Befestigung von Auflageböden mit - Trägern bei Aufbauregalen
. Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Befestigung von Auflageböden mit Trägern
bei Aufbauregalen, insbesondere für Laden- oder Iagereinrichtungen in Systembauweise.
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Gerade bei Aufbauregalen hat sich die Systembauweise mit wenigen Bauelementen
mehr und mehr eingeführt, da sie eine Vielzahl von Aufbauvarianten ermöglicht.
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Bei allen Aufbauregalen stellt die Befestigung der AuflagebÖden mit
den Trägern ein Problem dar. Es ist daher nicht verwunderlich,: daß eine Vielzahl
von Konstruktionen mit den verschiedenartigsten Befestigungsarten bekannt geworden
sind. Das Problem liegt darin, daß die Träger alle mit einer Konsole ausgebildet
und mit dem Auflageboden zusammen sehr sperrig sind und beim Transport leicht Schaden
:anrichten können. In -der Praxis hat sich ergeben, daß auf Grund dieser Nachteile
die Auflageböden erst an Ort und Stelle mit den Trägern befestigt werden. Es werden
also lieber erhöhte Montagezeiten und -kosten in Kauf genommen.
Es
sind verschiedene Stahlregale bekannt, die für die Ständer Profilschienen verwenden,
die durchgehend Bohrungen, Langlöcher oder dergleichen aufweisen. Diese Profilschienenelemente
werden einfach über Schraubverbindungen zu Regalen zusammengebaut. In diese Ständer
können Träger eingehängt werden, oder es können die Träger auch mit diesen Ständern
verschraubt werden. Die Auflageböden sind vielfach nur auf die Träger gelegt oder
mittels Holzschrauben mit den Trägern verbunden.
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Die Schraubverbindung stellt wohl eine haltbare Verbindung dar, sie
erfordert aber bei der Montage der Regale einen erheblichen Zeitaufwand. Dies umso
mehr, wenn die Auflageböden in ein aus Profilschienen zusammengesetztes Regal eingeschraubt
werden müssen. Bei Regalen mit einhängbaren Trägern ist die Befestigung der Auflageböden
etwas einfacher, da der Auflageboden vor dem Einsetzen in das Regal mit den Trägern
verschraubt werden kann. Werden Träger aus Winkelprofilschienen verwendet, dann
kann die Schraubverbindung auch auf die Stirnseite der Auflageböden verlegt werden.
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Diese bekannten Befestigungsarten zwischen Auflageböden und Trägern
sind auf Grund der unwirtschaftlichen P:ßohtagezeiten heute nicht mehr vertretbar.
Als weiterer Nachteil kommt hinzu, daß bei einer Ortsveränderung des Regals das
Zerlegen und Wiederzusammensetzen die doppelte Montagearbeit mit sich bringt.
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Es hat daher nicht an Versuchen gefehlt, die Montagearbeit beim Zusammenbau
und beim Zerlegen derartiger Aufbauregale zu reduzieren. Bei einem bekannten Aufbauregal
sind die Schrauben im Auflageboden bereits eingeschraubt und die Aufnahmen in den
Trägern sind als Langloch mit Einfuhröffnung für den Schraubenkopf ausgebildet.
Der Auflageboden braucht nur eingeführt werden, wobei die Schraubenköpfe durch die
Einführöffnungen
der Träger gesteckt werden. Nach einer Verschiebung des Auflagebodens legen sich
die Schraubenköpfe im Bereich des Langloches hinter den Träger. Durch Festziehen
der Schrauben wird der Auflageboden fest mit den Trägern verbunden. Die Montagearbeit
wird bei diesem Aufbauregal wohl reduziert. Diese Befestigungsart ist jedoch nicht
universell anwendbar, da beim Einführen des Auflagebodens ein Verschiebespielraum
in Richtung der Auflagetiefe vorhanden sein muß. Dies ist jedoch bei verschiedenen
Konstruktionen der Träger und Ständer gar nicht möglich. Dieselben Nachteile weist
auch eine bekannte Anordnung auf, die an der Stirnseite der Auflageböden ähnlich
gestaltete Gleitverriegelungen vorsieht. Diese Befestigungsarten stellen einen gewissen
Fortschritt sowohl in der Einsparung an Montagezeit als auch in der Erleichterung
beim Transport dar. Es bleibt aber nach Wie vor der Nachteil, daß die an den Auflageböden
vorstehenden Befestigungselemente beim Transport zu Beschädigungen der Auflageböden
führen können und die Befestigungsart nicht bei allen Regalkonstruktionen angewendet
werden kann. Es sind auch Anordnungen bekannt, die an den Trägern Haltestifte vorsehen,
die in Bohrungen der Auflageböden eingreifen. Sind diese Haltestifte auf der Auflagefläche
der Träger angeordnet, dann wird bei stark geneigten Auflageböden kein sicherer
Halt erzielt, da der Auflageboden bei leichtem Anheben bereits von den Trägern abrutscht.
Greifen die Haltestifte in Bohrungen an den Stirnseiten der Auflageböden ein, dann
ist das Einbringen der Auflageböden schwieriger und praktisch nur dort mit erträglichem
Arbeitsaufwand möglich, wo die Träger in die Ständer eingehängt sind. Es ist Aufgabe
der Erfindung eine Vorrichtung zur Befestigung von Auflageböden mit den Trägern
bei Aufbauregalen zu schaffen, die die Montagearbeit auf ein Minimum reduziert,
aber dennoch eine ausreichende und haltbare Verbindung der Teile
sicherstellt.
Dabei soll vor allen Dingen jeder einzelne Auflageboden des Regals ohne Werkzeuge
eingesetzt und auch wieder herausgenommen werden können. Die Befestigungsart soll
gleichgut bei jeder Konstruktion der Bauelemente anwendbar sein und die.Bauelemente
müssen für sich gut und gefahrlos transportiert werden können. Die neue Befestigungsart
ist dadurch gekennzeichnet, daß die Auflageböden und die Träger im Bereich ihrer
gegenseitigen Auflageflächen in aufeinander abgestimmter Anordnung die einander
zugeordneten Elemente von wieder lösbaren Steckhaftverbindungen tragen. Die Montage
und Demontage der Aufbauregale kann, was die Befestigung der Auflageböden mit den
Trägern betrifft, ohne Werkzeuge in kurzer Montagezeit vorgenommen werden. Der Halt
des Auflagebodens auf den Trägern kann durch die Wahl eines entsprechenden Klemmsitzes
z\rischen den Elementen der Steckhaftverbindungen ausreichend gestaltet werden.
Dennoch läßt sich die Verbindung der beiden Teile auch wieder lösen. Der Halt des
Auflagebodens auf den Trägern kann nach einer Weiterbildung der neuen Befestigungsart
dadurch verbessert werden, daß die Steckhaftverbindungen eine Raststellung aufweisen.
Diese Rastverbindung läßt sich dadurch erzielen, daß mindestens ein Element der
Steckhaftverbindung elastisch verformbar oder federnd ausgebildet ist. Damit die
Auflageböden beim Stapeln und beim Transport durch die Elemente der Steckhaftverbindung
nicht beschädigt werden, ist die Aufteilung der Elemente so getroffen, daß die steckbuchsenartigen
Elemente voll in die Auflageböden eingelassen und die steckstiftartigen Elemente
der Steckverbindungen auf den Trägern angeordnet sind. Die steckstiftartigen Elemente
sind dabei in Aufnahmen der Träger eingenietet oder eingeschraubt. Das Einsetzen
der Auflageböden wird dadurch vereinfacht, daß die Auflageböden durch Teile des
Trägers geführt sind und
.daß über diese Führung die Lage zwischen
dem Auflageboden und den Trägern fixiert ist. Bei einhängbaren Trägern mit seitlichem
Führungsschenkel genügt dann eine Steckhaftverbindung auf der Tiefe des Auflagebodens.
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Der Sitz der steckbuchsenartigen Elemente in den Holz- oder Spanplatten-Auflageböden
wird gemäß einer Ausgestaltung der neuen Befestigungsvorrichtung dadurch sichergestellt,
daß die in die Auflageböden eingelassenen.steckbuchsenartigen Elemente auf der Außemwandung
mit widerhakenartigen Ansätzen versehen sind.
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Die Ausgestaltung der Elemente kann verschieden gewählt werden, wie
noch an verschiedenen Ausführungsbeispielen gezeigt wird.` Die Erfindung wird an
Hand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen: Fig.1 schematisch die Steckhaftverbindung
zwischen einem einhängbaren Träger und einem Auflageboden und Fig.2 und 3 Ausführungsbeispiele
für die Elemente einer Steckhaftverbindung. In Fig.1 ist ein senkrecht stehender
Ständer 3 eines Regals angedeutet, auf dessen Vorderseite Aufnahmeschlitze 3a für
einhängbare Träger 2 vorgesehen sind. Als Träger 2 ist ein Winkelprofil verwendet,
dessen einer Schenkel 2a die Stirnseite des Auflagebodens 1 abdeckt. Der Auflageschenkel
2b trägt auf seiner Oberseite ein steckstiftartiges Element 4 als erstes Teil einer
Steckhaftverbindung. Der Auflageboden 1 trägt auf seiner Auflagefläche in abgestimmter
Anordnung zu dem steckstiftartigen Element 4 des Trägers 2 ein steckbuchsenartiges
Element
5. Dieses steckbuchsenartige Element 5 ist in den Auflageboden 1 vollständig eingelassen,
so daß es nicht mehr aus der Oberfläche des Auflagebodens 1 herausragt und so zu
keinen Beschädigungen der Auflageböden führt, wenn diese übereinander gestapelt
werden. Der seitliche Führungsschenkel 2a des Trägers 2 ist in seiner Höhe auf die
Stärke des Auflagebodens 1 abgestimmt und die Anordnung der Elemente 4 und 5 auf
dem Träger 2 und dem Auflageboden 1 ist so getroffen, daß die Stirnseite des Auflagebodens
1 am Führungsschenkel 2a des Trägers 2 anliegt. Die Steckhaftverbindung zwischen
dem Auflageboden 1 und den Trägern 2 kann ohne Werkzeuge hergestellt und wieder
gelöst werden. Durch die 'Wahl der Steckhaftelemente läßt sich der Halt beliebig
vergrößern. Von Vorteil bei dieser Verbindungsart ist auch, daß beim Einbringen
des Auflagebodens 1 keine Bewegung in Richtung der Tiefe des Auflagebodens ausgeführt
werden muß. Der eingesteckte Auflageboden kann daher auf der Vorderseite der Träger
und auf der Rückseite zu den Ständern hin bündig abschließen. Am Ausführungsbeispiel
nach Fig.2 ist eine Steckhaftverbindung gezeigt, die eine wieder lösbare Raststellung
aufweist. Das aus Kunststoff gespritzte steckbuchsenartige Element 5 ist auf der
Vorderseite konusförmig abgeschrägt, damit es leichter in eine entsprechende Aufnahme
im Auflageboden eingeführt werden kann. Die an der Außenwandung angebrachten widerhakenartigen
Ansätze 5a stellen sicher, daß das eingesetzte Element 5 fest und unverdrehbar-in
dem Auflageboden eingelassen ist. Die Innenausnehmung 5c des Elements 5 ist, auf
den Querschnitt des steckstiftartigen Elements 4 angepaßt, Dieses Element trägt
an der Spitze einen Rastansatz 4a, der in den entsprechenden Teil der Innenausnehmung
50 des Elements 5 einrastet, wenn beide Teile in die eingesteckte Tage gebracht
werden. Auf der dem Auflageboden zugekehrten
Seite hat das Element
4 einen Anschlagbund 4b, der noch voll von dem Element 5 aufgenommen wird. Der Nietansatz
4d dient zur Befestigung des Elements 4 auf dem Träger. Die Elemente der Steckhaftverbindung
können verschieden gestaltet werden, wie auch das Ausführungsbeispiel nach Fig.3
erkennen läßt. Das bolzenartige Element 4 ist durch eine Nut 4f in den Rastansatz
4a und den Schaftteil 4c unterteilt. Der Schaftteil 4c bildet zum Träger hin einen
Anschlagrand 4b. Der Befestigungsansatz 4d ist hier mit einem Gewinde 4e versehen.
Die Innenausnehmung 5c des Elements 5 ist wieder auf den Querschnitt des Elements
4 abgestimmt. Im Wesentlichen ist diese Ausnehmung eine Bohrung, die im Bereich
der Nut 4f des Elements 4 einen wulstartigen Ansatz trägt.,Die Größe und die gegenseitige
Eindringtiefe der beiden Steckhaftelemente bestimmt die Kraft, die zum Einsetzen
und Lösen der Auflageböden aufgewendet werden muß. Es sind verschiedene andere Ausführungsarten
für die Elemente der Steckhaftverbindungen denkbar. Allen Steckhaftverbindungen
für den vorliegenden Anwendungsfall ist jedoch gemeinsam, daß die zwei Elemente
auf den Auflageboden und den Träger verteilt sind und daß darüber der für den gewünschten
Halt erforderliche Klemm- oder Rastsitz erreicht wird.