DE1528929B - Vorrichtung zum Schutz der Luftpumpe bei durch Saugwirkung mit Flüssigkeit füllbaren Kesseln - Google Patents
Vorrichtung zum Schutz der Luftpumpe bei durch Saugwirkung mit Flüssigkeit füllbaren KesselnInfo
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Description
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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Injektor über einen im Behälter untergebrachten
Schutz der Luftpumpe bei durch Saugwirkung mit Schwimmer und einen von diesem betätigten HilfsFlüssigkeit
füllbaren Kesseln, mit einer an die am schieber bei gefülltem Behälter vom Saug- auf
höchsten liegende Stelle des Kessels anschließenden, den Druckbetrieb und bei entleertem Behälter wiemit
der Luftpumpe verbindbaren Leitung, mit einem 5 der vom Druck- auf den Saugbetrieb umzusteuern,
im Strömungsweg dieser Leitung angeordneten, von wobei der Hilfsschieber in einer von der Speiseüberlaufender
Flüssigkeit verstellbaren Fühler und leitung des Injektors abgezweigten Druckluftleitung
mit einem durch den Fühler über Gestänge betätig- liegt und über einen von ihm gesteuerten Arbeitsten,
den Kesselinnenraum beim höchsten Flüssig- schieber und ein von diesem betätigtes Ventil die
keitsstand mit der Außenluft verbindenden Absperr- io Umsteuerung des Injektors vom Saug- auf Druckorgan,
das zugleich als Überdruckventil bei Druck- betrieb und umgekehrt bewirkt, doch ist eine derbeaufschlagung
des Kessels dient. ' artige Vorrichtung eben nur bei einem Druckheber
Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art ist in mit Injektor, nicht aber bei einer Vorrichtung der
einem in die den Kessel mit der als Drehschieber- eingangs genannten Art brauchbar. Ferner besteht
kolbenpumpe ausgeführten Pumpe verbindende Lei- 15 bei einem Injektor keine Verschmutzungsgefahr, und
tung eingeschalteten Topf ein als Fühler dienender es erfolgt bei der zweitgenannten Vorrichtung weder
Schwimmer angeordnet, der über eine mit ihm ver- eine zu überwachende Vollfüllung eines Kessels beim
bundene Stange und einem einarmigen Schwenk- Saugbetrieb noch eine Begrenzung des Betriebshebel ein oben am Topf angebrachtes Kegelventil im druckes beim Druckbetrieb mit Hilfe der vorgesehe-Öffnungssinne
betätigt, sobald sich der Topf über 20 nen Umsteuerorgane.
den zum Kessel führenden Leitungsteil bis zu einer Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe
vorbestimmten Höhe mit Flüssigkeit gefüllt hat, also zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten
der Kessel überläuft. Dadurch wird beim Saug- Art so zu verbessern, daß der Fühler nur geringe
betrieb der Außenluft der Zutritt in den -vom Topf Verstellkräfte für das Absperrorgan aufzubringen
zur Pumpe führenden Leitungsteil freigegeben, wo- 25 braucht, die von der gewählten Vorbelastung des
durch der bis dahin herrschende Unterdruck auf- Absperrorganes bei semer -Verwendung als Übergehoben,
ein weiteres Ansaugen der Flüssigkeit im druckventil weitgehend unbeeinflußt bleiben, so daß
Rohr verhindert und die Luftpumpe saugseitig mit ein leichter, kleiner Fühler ausreicht und die VorLuft
beaufschlagt wird, so daß sie durch die in aus- belastung des Absperrorganes für den Druckbetrieb
reichender Menge zugeführte Luft gekühlt wird. 30 unabhängig vom Fühler gewählt werden kann.
Damit das Ventil beim Druckbetrieb die zusätzliche Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß Funktion eines überdruckventiles erfüllen kann, das als Schieber ausgebildete Absperrorgan beim wird es durch das Eigengewicht des Schwimmers, Druckbetrieb zusätzlich über einen einseitig vom durch ein zusätzliches Belastungsgewicht oder durch Kessel- bzw. Leitungsdruck beaufschlagbaren KoI-Federn zusätzlich im Schließsinne vorbelastet. Diese 35 ben, der durch die Rückstellkraft von Stellgliedern Vorbelastung wird in Abhängigkeit von der beauf- in seiner Ruhestellung gehalten ist, im Öffnungssinn schlagten topfseitigen Fläche des Kegelventiles und verstellbar ist.
Damit das Ventil beim Druckbetrieb die zusätzliche Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß Funktion eines überdruckventiles erfüllen kann, das als Schieber ausgebildete Absperrorgan beim wird es durch das Eigengewicht des Schwimmers, Druckbetrieb zusätzlich über einen einseitig vom durch ein zusätzliches Belastungsgewicht oder durch Kessel- bzw. Leitungsdruck beaufschlagbaren KoI-Federn zusätzlich im Schließsinne vorbelastet. Diese 35 ben, der durch die Rückstellkraft von Stellgliedern Vorbelastung wird in Abhängigkeit von der beauf- in seiner Ruhestellung gehalten ist, im Öffnungssinn schlagten topfseitigen Fläche des Kegelventiles und verstellbar ist.
dem vorbestimmten Überdruck, bei dem das Ventil Das als Schieber ausgebildete Absperrorgan kann
öffnen soll, gewählt. Anderseits muß der Öffnungs- beim Saugbetrieb unabhängig von den herrschenden
querschnitt des Ventiles groß gewählt werden, um 40 Druckunterschieden und dem freizugebenden Öff-
beim Saugbetrieb und bei Verwendung von Pumpen nungsquerschnitt vom Fühler aus mit nur durch die
mit größerer Saugleistung, wie sie bei größeren Reibungskräfte und die zu bewegenden Massen be-
Transportkesseln zur Erzielung einer ausreichenden stimmten Steuerkräften betätigt werden, die auch
Füllgeschwindigkeit und einer genügend großen An- von der Rückstellkraft der Stellglieder unabhängig
saughubhöhe für die Flüssigkeit erforderlich sind, die 45 sind, weil letztere nur auf den Kolben, nicht aber
angestrebte Wirkung sicher zu erzielen. Berücksich- auf den Schieber wirken.
tigt man, daß beim Saugbetrieb der Außenluftdruck In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist der
das Ventil in der Schließstellung zu halten sucht und Schieber als Rohrschieber ausgebildet, der in einem
daß überdies das Ventil wegen seiner Verwendung Gehäuse verschiebbar lagert, mit dem einen Ende
als Überdruckventil beim Druckbetrieb im Schließ- 50 mit dem Kesselinnenraum verbunden ist und in
sinne vorbelastet sein muß, dann ist klar, daß für Schließstellung mit seinem anderen Ende· abdichtend
die Betätigung des Ventiles beim Saugbetrieb sehr an einer Dichtungsstirnwand des Gehäuses anliegt,
große vom Fühler aufzubringende Kräfte erforder- von der der Rohrschieber über den Fühler oder
lieh werden, weshalb sich große Abmessungen für Kolben abhebbar ist, so daß er nach außen führende
den Schwimmer ergeben. Das ist besonders dann 55 Gehäuseöffnungen freigibt. Diese Konstruktion ernachteilig,
wenn es sich um auf Fahrgestellen mon- möglicht eine relativ einfache Bauweise. Man kann
tierte Transportkessel zum Wasser-, Schlamm-, Fä- je nach den Erfordernissen verschiedene Übersetkalien-
oder Öltransport handelt. Ferner kann die zungen zur Übertragung der Fühler- bzw. Kolben-Vorbelastung
des Ventiles für den Druckbetrieb bewegung auf den Schieber bzw. verschieden große
nicht willkürlich in Abhängigkeit von den jeweils 60 Gehäuseöffnungen wählen, so daß bei gleichem
herrschenden bzw. einzuhaltenden Betriebsverhält- Grundaufbau mit einfachsten Mitteln ein Angleich
nissen gewählt werden, sondern ist immer von den an die jeweiligen Gegebenheiten erzielt wird. Insfür
den Saugbetrieb einzuhaltenden Bedingungen besondere kann man den beim Ansprechen des Fühabhängig.
lers freigegebenen Öffnungsquerschnitt unterschied-
Es ist zwar schon bekannt, bei einem mit einem 65 Hch von jenem Querschnitt wählen, den der Schie-
Injektor versehenen Druckflüssigkeitsheber, der her beim Ansprechen des Überdruckkolbens für den
einen nacheinander mit einer Saug- und einer Luftausritt freigibt. Der Überdruck, bei dem der
Druckleitung verbindbaren Behälter aufweist, den Kolben im Sinne eines öffnens des Schiebers an-
spricht, kann durch Wahl der Kolbenfläche, durch Auswahl der Größe der Vorbelastung und überdies
durch Drosseleinrichtungen in der Beaufschlagungsleitung für den Kolben bestimmt werden.
Ein bei geringer Baugröße besonders günstiger Gesamtaufbau wird erreicht, wenn an die Dichtungsstirnwand an der vom Rohrschieber abweisenden
Seite ein Zylinder anschließt, in dem der Kolben gegen eine Feder als Stellglied verschiebbar gelagert
ist und über eine durch die Dichtungsstirnwand geführte Kolbenstange und Gegenanschläge am Rohrschieber
mit letzterem koppelbar ist, wobei die Kolbenstange hohl ausgebildet ist und als den Innenraum
des Schiebers mit der beaufschlagten Kolbenseite verbindende Leitung dient.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht. Es zeigt
F i g. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung im Teillängsschnitt und die
F i g. 2 bis 4 verschiedene Arbeitsstellungen von Schieber und Kolben im Schnitt.
Nach F i g. 1 ist ein stehend anzubringender Topf 1 vorgesehen, der in eine von der am höchsten 'liegenden
Stelle eines Kessels zu einer Luftpumpe 2 führende Leitung in der Form einzuschalten ist, daß
ein im Boden des Topfes vorgesehener Leitungsanschluß 3 mit dem zum Kessel führenden Leitungsteil,
ein im Bereich des oberen Endes seitlich vorgesehener Anschluß 4 aber mit der zur Pumpe 2
führenden Leitung 5, die nur schematisch angedeutet wurde, verbunden wird. Der Topf 1 besitzt unten
eine durch ein Schauglas 6 verschlossene Mantelöffnung 7. Im Topf ist eine Stange 8 vertikal verschiebbar
angeordnet, mit der ein Fühler 9 fest verbunden ist, welcher als Schwimmer mit konkav
gewölbtem, eine Prallfläche bildenden Boden 10 ausgebildet ist. An der Stange 8 sitzt ferner eine die
Form eines Kegelmantels aufweisende Manschette 11, die beim Anheben des Fühlers 9 eine Öffnung 12
einer Gummiplatte 13 abschließt und in dieser Stellung ein Ansaugen von Flüssigkeit bzw. Flüssigkeitsdampf in die Leitung 5 weitgehend verhindert. Die
Leitung 5 führt zu einem Vierwegehahn 14, der in seiner einen Stellung die Leitung 5 mit der Saugseite
der Pumpe 2 und die Pumpendruckseite mit einem nach außen offenen Stutzen 15, in der anderen Stellung
aber die Saugseite der Pumpe 2 mit dem Stutzen 15 und die Druckseite der Pumpe 2 mit der Leitung
5 verbindet. Statt dem Vierwegehahn 14 können auch Schieber oder andere Steuer- bzw. Absperrorgane
vorgesehen werden.
Die Stange 8 ist mit einem in einem oben auf den Topf 1 aufgesetzten Gehäuse 16 schwenkbar gelagerten
Winkelhebel 17 gelenkig verbunden, der über einen Lenker 18 auf einen Bügel 19 wirkt, welch
letzterer an einem in einem zylindrischen Gehäuse 20 angebrachten, rohrförmigen Schieber 21 sitzt. Das
Gehäuse 20 weist in seinem Mantel neben einer mit einer Dichtung 22 für die Kolbenstirnseite versehenen
Stirnwand 23 Öffnungen 24 auf, die bei der Stellung des Schiebers 21 gemäß F i g. .2, die der allgemeinen
Ruhestellung entspricht, durch den an der Dichtung 22 anliegenden Schieber gegenüber dem
Schieber-Topfinnenraum verschlossen sind.
Durch die Stirnwand 23 ist zentral eine rohrförmige Kolbenstange 25 hindurchgeführt, auf der in
einem Zylinder 26 ein Kolben 27 sitzt, der vom Innenraum des Schiebers her über eine Eintrittsöffnung 28 und die Höhlung 29 der Kolbenstange 25
sowie über entsprechende Austrittsschlitze 30 einseitig beaufschlagbar ist. Die zweite Kolbenseite ist
durch eine Feder 31 gegensinnig zur Beaufschlagung belastet und überdies zufolge der Anbringung von
nach außen führenden Öffnungen 32 nur vom Außenluftdruck beaufschlagt. Die Kolbenstange 25 wirkt
mit einer als Anschlag für sie dienenden Querstrebe 33 des Schiebers 21 zusammen.
ίο In F i g. 2 wurde die Vorrichtung im Ruhezustand
veranschaulicht. Ist beim Saugbetrieb der Kessel gefüllt, dann tritt Flüssigkeit über den Anschluß 3
in den Kopf 1 ein und beaufschlagt den Fühler 9, so daß dieser nach oben verstellt wird und dabei, wie
dies F i g. 3 veranschaulicht, über Winkelhebel 17 und Lenker 18 den Schieber 21 verstellt, so daß der
Schieber die Öffnungen 24 freigibt und nunmehr Außenluft in den Topf bzw. die Leitung 5 gelangen
kann, wodurch der Füllvorgang des Kessels unterbrachen wird. Bei diesem Betriebszustand bleibt der
Kolben 27 dauernd in seiner Ruhestellung.
Beim Druckbetrieb, also bei der Druckluftförderung über die Leitung 5 und den Topf 1 in den
Behälter, wird der Kolben 27 an seiner in den F i g.~2 bis 4 der Zeichnung linke dargestellten Seite mit
Druckluft beaufschlagt. Übersteigt diese Druckbeaufschlagung den durch die Vorspannung der Feder 31
bestimmten Wert, dann wird der Kolben 27, wie in Fig. 4 dargestellt, nach rechts verstellt und öffnet
über seine Kolbenstange 25 und den Anschlag 33 ebenfalls den Schieber. Eine durch eine Schraube 34
verschlossene Öffnung 35 des Zylinders 26 ermöglicht eine Reinigung des Zylinderinnenraumes.
Claims (3)
1. Vorrichtung zum Schutz der Luftpumpe bei durch Saugwirkung mit Flüssigkeit füllbaren
Kesseln, mit einer an die am höchsten liegende Stelle des Kessels anschließenden, mit der Luftpumpe
verbindbaren Leitung, mit einem im Strömungsweg dieser Leitung angeordneten, von
überlaufender Flüssigkeit verstellbaren Fühler und mit einem durch den Fühler über Gestänge
betätigten, den Kesselinnenraum beim höchsten Flüssigkeitsstand mit der Außenluft verbindenden
Absperrorgan, das zugleich als Überdruckventil bei Druckbeaufschlagung des Kessels dient, dadurch gekennzeichnet, daß das als Schie-
ber ausgebildete Absperrorgan beim... Druckbetrieb zusätzlich über einen einseitig vom Kessel-
bzw. Leitungsdruck beaufschlagbaren Kolben (27), der durch die Rückstellkraft von Stellgliedern
in seiner Ruhestellung gehalten ist, im Öffnungssinn verstellbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schieber als Rohrschieber
(21) ausgebildet ist, der in einem Gehäuse (20) verschiebbar lagert, mit dem einen Ende mit
dem Kesselinnenraum verbunden ist und in Schließstellung mit seinem anderen Ende abdichtend
an einer Dichturigsstirnwand (22, 23) anliegt, von der der Rohrschieber (21) über den Fühler
(9) oder den Kolben (27) abhebbar ist, so daß er
nach außen führende Gehäuseöffnungen (24) freigibt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß an die Dichtungsstirnwand
(22, 23) an der vom Rohrschieber (21) abweisenden Seite ein Zylinder (26) anschließt, in dem der
Kolben (27) gegen eine Feder (31) als Stellglied verschiebbar gelagert ist und über eine durch die
Dichtungsstirnwand hindurchgeführte Kolbenstange (25) und Gegenanschläge (33) am Rohrschieber
(21) mit letzterem koppelbar ist, wobei die Kolbenstange (25) hohl ausgebildet ist und
als den Innenraum des Schiebers mit der beaufschlagten Kolbenseite verbindende Leitung dient.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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