[go: up one dir, main page]

DE1531349C - Tragbares hydraulisches Hebegerät, vorzugsweise zum Heben und Senken von Gestellen od. dgl. zwecks Verladens auf einem Lastkraftwagen - Google Patents

Tragbares hydraulisches Hebegerät, vorzugsweise zum Heben und Senken von Gestellen od. dgl. zwecks Verladens auf einem Lastkraftwagen

Info

Publication number
DE1531349C
DE1531349C DE1531349C DE 1531349 C DE1531349 C DE 1531349C DE 1531349 C DE1531349 C DE 1531349C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
valve
lowering
lifting device
way
oil
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Lothar 7129 Güglingen Sauer
Original Assignee
Emil Weber Fabrik hydraulischer Apparate, 7129 Güglingen

Links

Description

Die Erfindung betrifft ein tragbares hydraulisches Hebegerät, vorzugsweise zum Heben und Senken von Gestellen od. dgl. zwecks Verladens auf einem Lastkraftwagen.
Es ist bereits ein solches hydraulisches Hebegerät mit einem mittels einer Pumpe über in deren Gehäuse angeordnete Ventile, wie Saug-, Druckrückschlag-, Überdruck-, Nachsaug- und Absenkventil, bewegbaren Teleskop-Hubkolben bekannt.
Das Absenkventil dieses Gerätes ist als verstellbare Drossel ausgebildet, so daß die Absenkgeschwindigkeit durch mehr oder weniger weites Herausdrehen der Ablaßschraube reguliert werden kann. Ist eine solche Ablaßschraübe um mehr als zwei Umdrehungen herausgedreht ■ worden, wird der Ölfluß nicht mehr gedrosselt, und das Öl kann frei durch den Sitz des Absenkventils hindurchströmen.
Bei einem derartig ausgebildeten Absenkventil ist die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, daß im Hinblick auf die hier der Subjektivität der betätigenden Person stark unterworfene Einstellungsweise eine Fehlbedienung eine die Bedienungsperson zur Flucht veranlassende Gefahr hervorruft und ein schlagartiges Absenken der Last verursacht wird.
Es ist weiterhin schon bekannt, bei einem hydraulischen Hebegerät die Hubgeschwindigkeit in der einen Richtung durch einen Mengenregler zu steuern, der durch ein Abschaltventil umgangen werden kann. Hierbei muß aber das Abschaltventil von Hand betätigt werden, was ebenfalls Fehlbedienungen zuläßt, die Unfälle zur Folge haben können.
Schließlich ist es bereits bekanntgeworden, ein hydraulisches Hebegerät mit einem Mengenregler auszustatten, mit dessen Hilfe eine gewünschte und zuvor eingestellte Durchflußgeschwindigkeit der Druckflüssigkeit und damit eine entsprechende Geschwindigkeit für das Absenken der Last unabhängig vom Druck vollautomatisch konstant gehalten werden kann. Eine Ausschaltung von Gefahren, die infolge einer Fehlbedienung des Steuer- bzw. Absenkventils auftreten können, wenn z. B. einmal Teile eines derartigen Mengenreglers bzw. Ventilfeder klemmen bzw. defekt werden und die hierdurch hervorgerufenen Betriebsstörungen die Bedienungsperson zum Außerachtlassen des Steuerventils veranlassen, kann auch durch ein solches vorbekanntes hydraulisches Hebegerät nicht gewährleistet sein.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein hydraulisches Hebegerät der eingangs beschriebenen Art so auszubilden, daß die aufgezeigten Nachteile völlig ausgeschaltet sind.
Ein solches hydraulisches Hebegerät ist demzufolge dadurch gekennzeichnet, daß das Absenkventil als Zweiwege-Zweipositionsventil ausgebildet <·■ ist, das mittels einer Druckfeder in Schließstellung gehalten, jedoch entgegen der Wirkung dieser Druckfeder mittels eines Handhebels in Offenstellung beweg- und in dieser Stellung haltbar ist, und daß zwischen dem Zweiwege-Zweipositionsventil und dem Zylinder-Hubraum ein an sich bekanntes, auf einen konstanten Öldurchfluß einstellbares Zweiwege-ölstromregelventil angeordnet ist, zu dem parallel ein an sich bekanntes, den öldurchfluß beim Übersteigen eines bestimmten Druckgrenzwertes automatisch sperrendes, jedoch bei geringerem Öldruck freigebendes Abschaltventil geschaltet ist.
Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen wird erreicht, daß, falls beim Absenken der Last eine Gefahr auftritt, die der Bedienungsperson Anlaß gibt, das als Steuerventil bzw. "Absenkventil dienende Zweiwege-Zweipositionsventil loszulassen, dieses Ventil mittels der Druckfeder geschlossen und damit jegliches weitere Absenken der Last verhindert wird. Es kann also nicht, wie es bisher z. B. durch ein zu weites Ausschrauben der Ablaßschraube möglich war, zu einem plötzlichen Einfahren der Teleskophubkolben kommen.
Nachfolgend wird die Erfindung an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 einen Längsschnitt durch ein hydraulisches Hebegerät nach der Erfindung,
F i g. 2 eine Draufsicht auf das in F i g. 1 gezeigte Hebegerät und
F i g. 3 einen Schaltplan, in dem die prinzipielle Anordnung der einzelnen Ventile schematisch dargestellt ist.
Das in den F i g. 1 und 2 im eingefahrenen Zustand dargestellte Hebegerät weist einen Zylinder 14, zwei rohrförmige Teleskop-Hubkolben 10, 13 und drei den Zylinder und die Kolben umfassende, beim Heben und Senken führende und gegen mechanische Beanspruchung abstützende Teleskop-Schutzrohre 2, 3 und 4 auf. Ein das obere, der Last zugekehrte Ende des Hebegerätes abschließender Deckel 9 verbindet das äußere Teleskopschutzrohr 4 mit dem inneren Teleskop-Hubkolben 10, der mit einem Kopfstück 11 starr verbunden ist, das mit Spiel zwischen dem Deckel 9 und einer Schraubkappe 12 angeordnet ist. Der Hubkolben 10 wird im Hubkolben 13 und dieser im Zylinder 14, der mit dem inneren Teleskopschutzrohr 2 einen Raum 15 bildet, der als Ölvorratsbehälter dient, geführt. Dieser Raum 15 ist an den Stirnseiten einerseits von einem dem entsprechenden Ende des Zylinders 14 zugeordneten, abgedichteten Kolben 16, andererseits von dem Pumpegehäuse 1 begrenzt. An dem aus mehreren Teilen zusammengesetzten Pumpengehäuse 1 ist bei 17 das innere Teleskopschutzrohr 2 und bei 18 der Zylinder 14 befestigt.
Wie aus F i g. 3 zu entnehmen ist, ist das Hebegerät mit einer Doppelkolbenpumpe 281; 282 ausgestattet. Die Doppelkolbenpumpe 281; 28, ist mit Hand über einen Pumphebel 5 betätigbar und so angeordnet, daß jeweils, solange der eine Pumpenkolben Öl aus dem Behälter 15 saugt, der andere Pumpenkolben einen Förderstrom liefert. Mit 29 sind die zugehörigen Saugrückschlagventile, mit 30 die Druckrückschlagventile und mit 31 die Überdruckbzw. Druckbegrenzungsventile, welche das Hebegerät gegen eine Überbeanspruchung von der Pumpe , her schützen, bezeichnet. 26 stellt das Nachsaugventil ■ dar, durch das dem Öl beim Ausziehen der Teleskop-Hubkolben 10 und 13 ein möglichst geringer Widerstand entgegengesetzt wird. Dieses Ventil 26 hat daher einen großen Ventilquerschnitt und tritt in Funktion, wenn die Teleskopteile unbelastet ausgezogen werden. Bei diesem unbelasteten Ausziehen strömt ein Teil des Öles auch durch die entsprechenden Ventile 29 und 30, die jedoch ohne das Ventil 26 wegen ihres relativ kleinen Querschnitts einen zu großen Strömungswiderstand haben. Nach den Ventilen 30 und 26 wird das öl im Kanal 40 zusammengeführt.
Bis hierher entspricht auch der in F i g. 3 dargestellte Schaltplan genau der Funktion bekannter Hebegeräte.
Die Erfindung sieht nun zusätzlich zu den aufgeführten Ventilen ein Zweiwege-Ölstromregelventil
33 und ein Abschaltventil 34 sowie an Stelle des bisherigen, durch mehr oder weniger weites Ausschrauben einer Ablaßschraube betätigbaren Absenkventils ein Zweiwege-Zweipositionsventil 25 in der Anordnung und Schaltung vor, wie in F i g. 3 gezeigt ist.
Im wenig belasteten Zustand des Hebegerätes herrscht im Ölverteilungssystem nur ein Öldruck von wenigen kp/cm2. Während dieses niedrigen Druckes wird das Abschaltventil 34 mittels einer Rückstellfeder 38 in Offenstellung gehalten, so daß das Öl durch dieses Ventil 34 freien Durchfluß hat und bei mittels eines Handhebels 37 entgegen einer Feder 36 niedergedrücktem Zweiwege-Zweipositionsventil 35 vom Hubraum 39, der im Zylinder 14 durch die ausfahrenden Teleskop-Hubkolben 10, 13 entsteht, drucklos in den Ölvorratsbehälter 15 strömen kann. Übersteigt der Druck im Ölverteilungssystem einen Grenzwert, so schaltet das Abschaltventil 34 automatisch ab und sperrt damit den Öldurchfiuß. Die Beeinflussung des Ventils 34 findet über eine Steuerleitung 34 α statt. Der Druckgrenzwert ist so bemessen, daß beim Leereinschieben der Teleskopkolben, bei dem nur Eigengewichte und Muskelkraft der Bedienungsperson wirksam sind, das Abschaltventil
34 freien Öldurchfiuß bietet. Bei der geringsten im Betrieb vorkommenden Belastung, wie es beim Arbeiten mit einem leeren Gestell, das nicht beladen ist, der Fall ist, ist das Abschaltventil 34 gesperrt. Das Abschaltventil 34 ist daher angeordnet, um beim Leereinschieben der Teleskopkolben dem Öl den größeren Widerstand über das Zweiwege-Ölstromregelventil 33 zu ersparen. Der Widerstand, der durch dieses Ventil 33 verursacht wird, ist so groß, daß das Hebegerät nicht von Hand eingeschoben werden könnte.
Das Zweiwege-Ölstromregelventil 33 ist bei allen zur Verwendung gelangenden Hebegeräten auf den gleichen Öldurchfiuß eingestellt. Dieser wird automatisch und unabhängig von der Belastung konstant gehalten.
Von den Bedienungspersonen ist lediglich das Zweiwege-Zweipositionsventil 35 an den einzelnen Hebegeräten gleichzeitig durch Betätigung des Handhebels 37 zu öffnen und so lange gegen die Rückstellfeder 36 am Anschlag zu halten, solange ein Absenken der Last erwünscht ist. Bei Nichtbetätigen des Handhebels 37 wird das Zweiwege-Zweipositionsventil 35 mittels der Druckfeder 36 schlagartig in die dargestellte Schließstellung gebracht.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Tragbares, hydraulisches Hebegerät, vorzugsweise zum Heben und Senken von Gestellen od. dgl. zwecks Verladens auf einem Lastkraftwagen, mit einem mittels einer Pumpe über in deren Gehäuse angeordnete Ventile, wie Saug-, Druckrückschlag-, Überdruck-, Nachsaug- und Absenkventile, bewegbaren Teleskop-Hubkolben, dadurch gekennzeichnet, daß das Absenkventil als Zweiwege-Zweipositionsventil (35) ausgebildet ist, das mittels einer Druckfeder (36) in Schließstellung gehalten, jedoch entgegen dei Wirkung dieser Druckfeder (36) mittels eines Handhebels (37) in Offenstellung beweg- und in dieser Stellung haltbar ist, und daß zwischen dem Zweiwege-Zweipositionsventil (35) und dem Zylinder-Hubraum (39) ein an sich bekanntes, auf einen konstanten Öldurchfluß einstellbares Zweiwege-Ölstromregelventil (33) angeordnet ist, zu dem parallel ein an sich bekanntes, den Öldurchfluß beim Übersteigen eines bestimmten Druckgrenzwertes automatisch sperrendes, jedoch bei geringerem Öldruck freigebendes Abschaltventil (34) geschaltet ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69727307T2 (de) Vorrichtung zum Halten des Schaftes eines Hydraulikzylinders in Stellung
DE2750188B2 (de) Arretierbarer hydraulischer teleskopischer Stoßdämpfer
DE2257175A1 (de) Gabelstapler
DE1456438A1 (de) Ausbalancierte,vierarmige Hebeanordnung mit einem Haenger,der eine Basisplatte und Seitenstuecke aufweist
DE2920882C2 (de) Ventilanordnung an einem Druckgasbehälter, die dessen Entleerung auf einen Druck unterhalb eines Restdruckes verhindert sowie dessen Füllung zuläßt.
DE2066194C2 (de)
DE950183C (de) Hydraulische Hubvorrichtung, insbesondere zum Setzen von Grubenstempeln
EP0387529A2 (de) Flüssigkeitskreislauf mit einem Steuerventil
DE2517679B2 (de) Fuellnippelanordnung zum einfuellen bzw. auslassen eines druckmittels in den bzw. aus dem druckraum einer hydraulischen kettenspannvorrichtung an raupenfahrzeugen
DE1913876U (de) Zum heben und senken von an einem mit zugkraft- und lagesteuerung versehenen schlepper aushebbar angeschlossenen landwirtschaftlichen geraeten dienendes steuergeraet.
DE1531349C (de) Tragbares hydraulisches Hebegerät, vorzugsweise zum Heben und Senken von Gestellen od. dgl. zwecks Verladens auf einem Lastkraftwagen
DE1557773C3 (de) Regeleinrichtung für die hydraulisch betätigte Hebevorrichtung eines Ackerschleppers. Ausscheidung aus: 1482477
DE1531349B1 (de) Tragbares hydraulisches Hebegeraet,vorzugsweise zum Heben und Senken von Gestellen od.dgl. zwecks Verladens auf einem Lastkraftwagen
DE1577187C3 (de) Schnittschlagdampfendes Gegendrucksystem in einer hydraulischen Presse
DE2050761A1 (de) Vorrichtung zur Bewegungssteuerung mittels eines hydraulischen Druckzylin ders
DE1482917B2 (de) Regelvorrichtung zur aufrechterhaltung eines konstanten druckes eines stroemungsmittels in einem stellzylinder einer landmaschine
DE2856613A1 (de) Steuerungs- und betaetigungsvorrichtung fuer die steuerung des hydraulikzylinders, der zur betaetigung von vorrichtungen fuer das anheben von gegenstaenden, insbesondere von transportvorrichtungen fuer paletten dient
WO2018153438A1 (de) Fangzylinder für ein lasthebemittel sowie lasthebemittel mit einem fangzylinder
DE2137108A1 (de) Speicherladeventil
DE2641926C3 (de) Fahrerhauskippvorrichtung
DE2939707A1 (de) Selbsthaltendes steuerventil
DE102008031525B4 (de) Vorrichtung zur mechanischen Verriegelung eines Hydraulikzylinders
EP0437717B1 (de) Sitzventil
DE2558634C2 (de) Hilfsgerät zum langsamen Absenken schwerer Lasten
DE974854C (de) Fallhammer