DE1524389B1 - Mehrzweck-Lochkartenverarbeitungsmaschine - Google Patents
Mehrzweck-LochkartenverarbeitungsmaschineInfo
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- DE1524389B1 DE1524389B1 DE1966I0029991 DEI0029991A DE1524389B1 DE 1524389 B1 DE1524389 B1 DE 1524389B1 DE 1966I0029991 DE1966I0029991 DE 1966I0029991 DE I0029991 A DEI0029991 A DE I0029991A DE 1524389 B1 DE1524389 B1 DE 1524389B1
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Description
Die Erfindung betrifft eine Mehrzweck-Lochkarten- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der
Verarbeitungsmaschine mit mindestens zwei Karten- Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher
magazinen, von denen Lochkarten oder ähnliche beschrieben. Es zeigt
Informationsträger über Arbeitsstationen mehreren Fig. 1 eine Schemaansicht in perspektivischer
Ablagefächern zugeführt werden und denen jeweils s Darstellung der in der nachfolgenden Detailbeschrei-
eine Transportbahn zugeordnet ist, die spätestens bung als mögliches Ausführungsbeispiel erörterten
vor den Ablagefächern vereinigt werden, mit dem erfindungsgemäßen Mehrzweck-Lochkartenverarbei-
Vorschub der Lochkarten dienenden, durch ein auf tungsmaschine,
Befehlssignale eines Programms ansprechendes, auch Fig. 2 die schematische Seitenansicht des ersten
die Arbeitsstationen steuerndes Steuerwerk selektiv io Teils der Lochkartentransportbahnen in der Ma-
steuerbaren Transportmitteln und mit den Transport- schine nach Fig. 1, wobei die den Kartenmagazinen
bahnen einzeln zugeordneten, den Arbeitsstationen nachgeordneten Wartestationen, die Lesevorstationen
vorgeschalteten Wartestationen. und die eigentliche Lesestation dargestellt sind,
Eine derartige Mehrzweck-Loehkartenverarbei- Fig. 3 die schematische Seitenansicht der Fort-
tungsmaschine ist beispielsweise aus der USA.- 15 Setzung der Lochkartentransportbahnen im Anschluß
Patentschrift 3 070 204 bekannt. Bei dieser Maschine an Fig. 2, wobei die Stanzvorstationen und die
laufen von zwei Kartenmagazinen kommende Loch- Stanzstation dargestellt sind,
karten zunächst auf getrennten Transportbahnen, Fig. 4 eine schematische Perspektivansicht einer
denen jeweils getrennte Arbeitsstationen zugeordnet durch magnetische Mittel selektiv betätigbaren Ansind.
An einer gewünschten Stelle werden die Trans- 20 druckrolle für den Kartentransport, die in der Maportbahnen
zu einer einzigen Transportbahn vereint schine nach Fig. 1 bevorzugterweise dort eingesetzt
und die Lochkarten als Folge einer Steuerung hinter- wird, wo für die Lochkarten getrennte parallele
einander durch Arbeitsstationen geführt. In der deut- Transportbahnen vorgesehen sind,
sehen Auslegeschrift 1170 689 ist eine Mehrzweck- F i g. 5 ein Blockdiagramm des Steuerwerkes 26
Lochkartenverarbeitungsmaschine gezeigt, bei der 25 der Maschine nach F i g. 1,
ebenfalls Lochkarten von getrennten Kartenmaga- Fig. 6 die schematische Seitenansicht der Fortzinen
über getrennte Transportbahnen durch den setzung der Lochkartentransportbahn von Fig. 3,
einzelnen Transportbahnen zugeordnete Arbeits- wobei die Druckvorstation und die eigentliche Druckstationen
geführt werden. Die Transportbahnen wer- station dargestellt sind,
den in der Stanzstation vereinigt und die Lochkarten 30 Fig. 7 ein Diagramm von Spannungsimpulsen des
infolge einer geeigneten Steuerung dieser gemein- Taktgebers 88 in F i g. 5,
samen Arbeitsstation zugeführt. F i g. 8 ein Diagramm von Uhrimpulsen, die durch
Da bei den bekannten Mehrzweck-Lochkarten- in die Maschine nach Fig. 1 eingebaute TJnterverarbeitungsmaschinen
die getrennten Transport- brecherschalter während eines Maschinenzyklus erbahnen
einen großen Abstand voneinander auf- 35 zeugt werden,
weisen, ist es nicht möglich, für beide Transport- F i g. 9 ein Ablauf diagramm zur Veranschaulichung
bahnen gemeinsame Arbeitsstationen zu verwenden. der zeitlichen Betätigung der Nockenstößel für die
Außerdem ist nach Zuleitung der Lochkarte zu den Aktivierung der entsprechenden mechanischen Or-
gemeinsamen Arbeitsstationen der bekannten Ma- gane bei der Durchführung der einzelnen Operationen
schinen eine Verschiebung der Reihenfolge der Loch- 40 während eines Maschinenzyklus,
karten nicht mehr möglich. Fig. 10 das schematische Blockdiagramm für die
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Mehr- Steuerschaltungen der Kartenmagazine und der Anzweck-Lochkartenverarbeitungsmaschine
mit größerer triebsaggregate der Maschine nach Fig. 1,
Verarbeitungsflexibilität zu schaffen, d.h., mit Hilfe Fig. 11 das schematische Blockdiagramm für die
der Einrichtung beider Transportbahnen soll die 45 Steuerschaltungen für den Kartentransport und die
Verarbeitungsreihenfolge von Lochkarten zwischen Organe zur Durchführung der Verarbeitungsopera-Arbeitsstationen
beliebig wählbar sein, tionen in der Maschine nach Fig. 1,
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch F i g. 12 das schematische Blockdiagramm für die
eine Mehrzweck-Lochkartenverarbeitungsmaschine Steuerschaltungen zur Durchführung der Stanzgelöst,
die sich dadurch kennzeichnet, daß die von 50 operation in der Maschine nach Fig. 1,
den getrennten Kartenmagazinen abgegebenen Loch- F i g. 13 das schematische Blockdiagramm für die
karten auf dicht übereinanderliegenden Transport- Steuerschaltungen zur Durchführung der Druckbahnen
durch die jeweils beiden Transportbahnen operation und der Auswahl der Ablagefächer in der
gemeinsam zugeordneten Arbeitsstationen laufen und Maschine nach Fig. I.Teileder
Antriebsmittel wahlweise auf eine Loch- 55 Die erfindungsgemäße Mehrzweck-Lochkartenkarte
der einen oder der anderen Transportbahn ein- Verarbeitungsmaschine eignet sich zur Durchführung
wirkend ausgebildet sind. folgender Funktionen: Lesen, Stanzen, Sortieren,
Durch diese Lösung wird nicht nur der Vorteil Vergleichen, Mischen, Reproduzieren, Drucken und
einer größeren Verarbeitungsflexibilität, sondern Stapeln von Lochkarten. Alle diese Operationen sind
auch der einer günstigen Raumökonomie und großer 60 in einem einzigen Kartendurchlauf durchführbar,
Betriebssicherheit erzielt. Da die beiden Transport- während man früher für die gleichen Aufgaben
bahnen übereinanderliegend verlaufen, können bei- mehrere Einzelfunktionen benötigte, wobei überdies
den Transportbahnen zugeordnete Arbeitsstationen bei manchen von ihnen ein mehrfacher Kartendurchverwendet
werden. Auf diese Weise ergibt sich die lauf nötig war, um die gleichen Verarbeitungsergebgünstige
Raumökonomie. Da die Antriebsmittel je- 65 nisse zu erzielen. Da die Maschine gemäß der Erfinweils
nur auf eine Lochkarte der einen oder der an- dung in der Lage ist, alle normalerweise vorkommenderen
Transportbahn einwirkend ausgebildet sind, den Datenverarbeitungsfunktionen an Lochkarten
wird gleichzeitig die große Betriebssicherheit erzielt. oder ähnlichen Informationsträgern in einem ein-
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zigen Kartendurchlauf durchzuführen, erscheint es magneten gesteuert. Ein Antriebsmotor 27 ist mit
gerechtfertigt, die erfindungsgemäße Maschine als Hilfe geeigneter Treibriemen oder Antriebsbänder
Mehrzweck-Lochkartenverarbeitungsmaschine zu be- mit einer Mehrzahl von Antriebsmitteln, beispiels-
zeichnen. weise Transportrollen 28 bis 36, verbunden. Wenn
Man wendet sich nun der Fig. 1 zu, in der 5 der Antriebsmotor 27 läuft, so werden die genannten
in schematischer Perspektivdarstellung die erfin- Transportrollen in Drehung versetzt; die hierfür erdungsgemäße
Mehrzweck-Lochkartenverarbeitungs- forderlichen Antriebsverbindungen zwischen Motor
maschine dargestellt ist. Die in Fig. 1 gezeigte Aus- 27 und Transportrollen28 bis 36 sind in Fig. 1
führungsform umfaßt zwei Kartenmagazine 20, 21, durch gestrichelte Linien dargestellt. Es ist eine
eine Lesestation 22, die aus beiden Kartenmagazinen io elektromagnetisch betätigbare Transportkupplung 19
zugeführte Lochkarten abzulesen in der Lage ist, vorgesehen, die dazu dient, die Hauptnockenwelle
ferner eine Stanzstation 23, eine Druckstation 24 und selektiv zu aktivieren. Auf der Hauptnockenwelle ist
fünf Ablagefächer 25; alle hier aufgezählten Arbeits- eine Vielzahl von Nocken befestigt; diese Nocken
Stationen sind auf einem entsprechenden tragenden aktivieren in Verbindung mit entsprechenden Nocken-Rahmen
montiert, der aus Gründen der Übersicht- 15 stößein und mechanischen Verbindungsgliedern verlichkeit
in F i g. 1 jedoch nicht dargestellt ist. Das schiedene ausgewählte Vorrichtungen, um den
erste Kartenmagazin 20 enthält die sogenannten Transport und die Weiterbewegung der Lochkarten
Primärkarten, und das zweite Kartenmagazin 21 ent- durch die Maschine zu steuern. Des weiteren ist ein
hält die sogenannten Sekundärkarten. Beide Karten- Steuerwerk 26 vorgesehen, das zur Erzeugung elekmagazine
führen die Lochkarten mit der Breitseite 20 trischer Steuersignale dient, um eine größere Anzahl
je einer Vorstation zu. Sobald sich die Lochkarten von elektromagnetischen Steuerorganen selektiv zu
außerhalb der Kartenmagazine in den genannten aktivieren. Diese elektromagnetischen Steuerorgane
Vorstationen befinden, erfolgt der Vorschub der sind individuell betätigbar und dienen zur Auswahl
Lochkarten mit der Schmalseite. Man kann auch der entsprechenden mechanischen Vorrichtungen zur
sagen, daß die Kartenzuführung von den Karten- 25 Bewerkstelligung eines programmgesteuerten Transmagazinen zu den genannten Vorstationen zeilen- ports der Lochkarten durch die Maschine,
weise erfolgt, während der anschließende Karten- In der Mehrzweck - Lochkartenverarbeitungsmatransport entlang der Kartenbahn durch die einzelnen schine nach Fig. 1 wird eine Mehrzahl von elek-Arbeitsstationen spaltenweise durchgeführt wird. Es irischen Signalen erzeugt und dem Steuerwerk 26 zusei darauf hingewiesen, daß die Erfindung nicht auf 30 geführt, um eine Synchronisation der elektrischen zwei Kartenmagazine beschränkt ist, sondern daß Steuersignale mit der mechanischen Bewegung der noch weitere Kartenmagazine vorgesehen werden Lochkarten durch die Maschine herbeizuführen. Ein können, beispielsweise auf der anderen Seite der Satz von derartigen elektrischen Signalen wird durch Transportbahn. eine auf der Hauptnockenwelle angebrachte Takt-
weise erfolgt, während der anschließende Karten- In der Mehrzweck - Lochkartenverarbeitungsmatransport entlang der Kartenbahn durch die einzelnen schine nach Fig. 1 wird eine Mehrzahl von elek-Arbeitsstationen spaltenweise durchgeführt wird. Es irischen Signalen erzeugt und dem Steuerwerk 26 zusei darauf hingewiesen, daß die Erfindung nicht auf 30 geführt, um eine Synchronisation der elektrischen zwei Kartenmagazine beschränkt ist, sondern daß Steuersignale mit der mechanischen Bewegung der noch weitere Kartenmagazine vorgesehen werden Lochkarten durch die Maschine herbeizuführen. Ein können, beispielsweise auf der anderen Seite der Satz von derartigen elektrischen Signalen wird durch Transportbahn. eine auf der Hauptnockenwelle angebrachte Takt-
Die Primärkarten werden vom ersten Karten- 35 gebervorrichtüng erzeugt; die von dieser Taktgebermagazin
20 einer ersten Lochkartenvorstation A zu- vorrichtung erzeugten elektrischen Signale befinden
geführt, während die Sekundärkarten aus dem zwei- sich naturgemäß in Synchronismus mit der Drehten
Kartenmagazin 21 der für die Sekundärkarten bewegung der Hauptnockenwelle. Das zeitliche Abbestimmten
Lesevorstation B zugeführt werden. Um laufdiagramm dieser Signale ist in F i g. 8 dargestellt;
die Primärkarte aus der Vorstation A in die den 40 die Kurzbezeichnung dieser Signale ist FCB. Da
Primärkarten zugeordnete Lesevorstation C zuzu- diese Signale mit Hilfe von Unterbrecherschaltern
führen, wird ein zweiter Kartentransportzyklus be- erzeugt werden, kann man sie auch als Unterbrechernötigt.
Die primäre Lesevorstation C befindet sich un- Schaltersignale für die Transportsteuerung bezeichmittelbar
unterhalb der sekundären Lesevorstation B. nen. Weitere Taktgebervorrichtungen bzw. Unter-Die
Transportbahnen für die Primärkarten und für 45 brecherschalter sind an den kontinuierlich rotierendie
Sekundärkarten verlaufen durch die Lese- den Eingangswellen zu den Stanz- und Druckvorstationen
B, C, durch die Lesestation 22 und Stationen angebracht. Die von den zuletzt genannten
durch die Stanzvorstationen D, E getrennt; anschlie- Taktgebervorrichtungen erzeugten Signale spielen
ßend vereinigen sie sich und münden in eine einzige eine Rolle für die Stanz- und Druckoperationen;
Transportbahn ein. Diese vereinigte Transportbahn 50 deshalb bezeichnet man diese Signale als Unterführt
durch die Stanzstation 23, die Druckvor- brecherschaltersignale für das Stanzen bzw. Drucken,
station F, durch die eigentliche Druckstation 24 hin- Eine weitere Gruppe von elektrischen Signalen wird
durch und endet in der Eckstation H. An dieser mit Hilfe einer Mehrzahl von Kartenabfühlmitteln
Eckstation H wird die Transportrichtung der Loch- 37 bis 45 erzeugt. Diese Kartenabfühlmittel sind in
karten abermals geändert, und die Lochkarten wer- 55 die Transportbahnen in gewissen Abständen einden
zeilenweise weitertransportiert, bis sie das aus- gebaut. Ihre Aufgabe besteht darin, festzustellen, ob
gewählte Ablagefach erreicht haben, wo sie abgelegt sich in dem abgefühlten Bereich eine Lochkarte be-
und gestapelt werden. Am Ort des ausgewählten Ab- findet oder nicht. Die von den Kartenabfühlmitteln
lagefaches werden die Lochkarten um 90° nach unten 37 bis 45 erzeugten elektrischen Signale, die im allgedreht
(vgl. Fig. 1) und mit Hilfe kleiner Schüttel- 60 gemeinen von Fotozellen erzeugt werden, sind mit
bewegungen in senkrechter Form -neben den bereits der symbolischen Bezeichnung CLL1 bis CLL 9 vergestapelten
Lochkarten 25 zur Ablage gebracht. sehen.
Der Kartentransport durch die Maschine wird mit Das Steuerwerk 26 kann irgendeine geeignete VorHilfe
zweier elektromagnetisch gekuppelter Nocken- richtung umfassen zur Bereitstellung von Steuerwellen,
einer Mehrzahl von Verriegelungssolenoiden, 65 Signalen, die die gewünschten Funktionen auszulösen
einem Stanzenantriebsmechanismus für schrittweisen und durchzuführen in der Lage sind in Überein-Vorschub,
einer Mehrzahl magnetisch selektierbarer Stimmung mit der gewünschten auszuführenden Ope-Andruckrollen
und einer Mehrzahl von Ablagefach- ration und den von den Kartenabfühlmitteln her-
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konunenden Ausgangssignalen, die die Verteilung in der Lesevorstation B bestimmte Fotozelle 38 erder
Lochkarten in den einzelnen Stationen der Ma- zeugt, sobald die Sekundärkarte in der Lesevorschine
kennzeichnen. Sollte es erwünscht sein, so station B richtig positioniert ist, ein elektrisches Sikann
das Steuerwerk 26 unmittelbar durch die zen- gnal, das anzeigt, daß die sekundäre Transportbahn
trale Verarbeitungseinheit einer elektronischen 5 sich für die Lochkartenverarbeitung in einem Bereit-Datenverarbeitungsanlage
dargestellt werden. Die schaftszustand befindet. Eine Primärkarte kann aus
hier beschriebene Mehrzweck-Lochkartenverarbei- dem ersten Kartenmagazin 20 in die Vorstation A
tungsmaschine kann jedoch auch als eine unabhän- befördert werden und von dort während des nächsten
gige, selbständige Einheit betrieben werden. Im letz- Transportzyklus in die den Primärkarten zugeordnete
teren Fall sind die erforderhchen Steuerschaltungen io Lesevorstation C weitertransportiert werden. Wähin
der Maschine selbst unmittelbar eingebaut, um rend des genannten zweiten Transportzyklus kann
die erforderliche zyklische Zeitabfolge für den Be- dann eine zweite Primärkarte vom Kartenmagazin 20
trieb der Maschine durch die gewünschten Verarbei- der Vorstation A zugeführt werden. Die den Vortungsschritte
herbeizuführen und so die Durchfüh- Stationen A und C zugeordneten Fotozellen 37 bzw.
rung der einzelnen Datenverarbeitungsoperationen 15 39 signalisieren das Vorhandensein von Primärkarten
der Maschine sicherzustellen. in diesen Vorstationen. Entsprechende elektrische
Das in Fig. 1 als Block dargestellte Steuerwerk Signale zeigen dann an, daß auch die primäre Trans-26
ist in Fig. 5 in einem detaillierten Schaltungs- portbahn sich für die Lochkartenverarbeitung in
diagramm näher erläutert. Aus Fig. 5 ist ersichtlich, einem Bereitschaftszustand befindet. Weitere Opedaß
das genannte Steuerwerk einen Speicher 90, einen 20 rationen der Mehrzweck-Lochkartenverarbeitungs-Programmentschlüsseler
87, einen Taktgeber zugleich maschine werden durch Programmbefehle gesteuert,
mit Zyklussteuerung 88 und entsprechende Steuer- die die mit den Lochkarten während des Durchlaufs
schaltungen 89 umfaßt, um die elektrischen Signale der Lochkarten durch die Maschine durchzuführenzu
erzeugen, die zur Steuerung der Elektromagnete den Operationen im einzelnen spezifizieren. Die zur
in der Maschine nach Fig. 1 dienen und die die 25 Steuerung der Mehrzweck-Lochkartenverarbeitungsgewünschten
Funktionen und Operationen in der maschine benötigten Grundbefehle sind aus Fig. 5
Maschine einzuleiten und durchzuführen gestatten. zu ersehen; es handelt sich um die Befehle: Stanzen,
Im Falle, daß zur Steuerung der Mehrzweck-Loch- Lesen, Stanzen und Transportieren, Ablagefach
kartenverarbeitungsmaschine die zentrale Verarbei- wählen und Drucken. Für jeden dieser Befehle erfolgt
tungseinheit einer elektronischen Rechenanlage be- 30 eine weitere Spezifizierung durch die Angabe, ob eine
nutzt wird, sind die zuerst genannten drei Vorrich- Primärkarte oder eine Sekundärkarte gemeint ist,
tungen 90, 87, 88 des Steuerwerks normalerweise Bei dem Befehl »Lesen« werden die Daten von der
vorhanden, und die Programmbefehle kommen als Lochkarte spaltenweise abgelesen, in den Speicher
ein Teil des gespeicherten Programms aus der elek- übertragen und an dem festgelegten Speicherplatz im
ironischen Datenverarbeitungsanlage hinzu. Bn 35 Speicher gespeichert. Bei dem Befehl »Stanzen« wer-Falle,
daß die Mehrzweck-Lochkartenverarbeitungs- den die zu stanzenden Daten dem Speicher entmaschine
nach Fig. 1 als eine selbständige Einheit nommen und serienmäßig in die Lochkarte Zeichen
betrieben wird, umfaßt das Steuerwerk irgendeine für Zeichen nacheinander in diejenigen Spalten der
geeignete Vorrichtung, die der Darstellung einer korn- Lochkarte eingestanzt, die in dem Befehlswort anbinatorischen
Vielheit zweier stabiler Zustände fähig 40 gegeben sind. Nach der Beendigung der Stanzist,
beispielsweise ein Magnetkernspeichersystem, operation verbleibt die Lochkarte in der Stanzstation
eine Anordnung elektronischer bistabiler Elemente 23, und zwar ist sie so positioniert, daß die auf die
oder irgendwelcher anderer Speicherelemente, sofern zuletzt gestanzte * Spalte nächstfolgende Spalte auf
sie die gewünschte Operationsgeschwindigkeit und die Stanzen ausgerichtet ist. Der Befehl »Stanzen und
Speicherkapazität besitzen, die zur Durchführung der 45 Transportieren« ähnelt hinsichtlich der Durchführung
vorgeschriebenen Operationen erforderlich sind. Eine der Stanzoperation dem Befehl »Stanzen«; es kommt
in dieser Anwendungsart geeignete Programmsteue- jedoch hinzu, daß alle in der bezeichneten Transrung
ermöglicht der sogenannte Festwertspeicher. portbahn befindlichen Lochkarten nach Durchfuh-Eine
solche Steuervorrichtung gestattet die Herbei- rung der Stanzoperation um eine Station weitertransführung
eines vorgeschriebenen Programmablaufs in 50 portiert werden. Die als Ergebnis eines solchen BeAbhängigkeit
von den dem Speicher zugeführten fehls durch die Lesestation hindurchgeführte Loch-Steuerkriterien
beim Operatipnsbeginn. Es ist eine karte wird jedoch nicht abgelesen; desgleichen wird
Zyklussteuerung vorgesehen, die das sequentielle die durch die Druckstation hindurchgeführte Loch-Auslesen
von Programmbefehlen an einen externen karte nicht gedruckt. Bei dem Befehl »Drucken«
temporären Speicher, beispielsweise Register, ge- 55 werden die zu druckenden Daten der entsprechend
stattetj von wo aus die betreffenden Bitpositionen bezeichneten Adresse des Speichers entnommen, und
über Schaltkreise mit bestimmten Elektromagneten die bezeichnete Anzahl von Zeichen wird in eine
verkoppelt sind, so daß sich auf diese Weise eine Zeile auf die Lochkarte aufgedruckt. Es ist eine
selektive Steuerung der genannten Elektromagnete Mehrzahl von Druckköpfen in der Druckstation
durchführen läßt. 60 vorgesehen, und ein entsprechender Befehlsteil gibt
Um die Mehrzweck -Lochkartenverarbeitungs- an, welcher der vorhandenen Druckköpfe in Tätigkeit
maschine nach Fig. 1 für die Verarbeitung von treten soll. Der Befehl »Ablagefach wählen« ermög-Lochkarten
in Bereitschaft zu versetzen, wird durch licht die Auswahl eines der fünf vorgesehenen Abmanuelle
Betätigung ein Startknopf gedrückt, durch lagefächer. Das Wählen eines Ablagefaches kann zu
den der Karteneinlauf-Schaltkreis aktiviert wird. 65 irgendeinem Zeitpunkt nach dem Lesen einer Loch-Während
des Karteneinlaufzyklus wird eine Sekun- karte bestimmt werden, jedoch muß diese Wahl gedärkarte
in die den Sekundärkarten zugeordnete troffen werden, bevor eine Lochkarte aus der Stanz-Lesevorstation
B befördert. Die zur Kartenabfuhlung oder Druckstation ausgeworfen wird.
Bei laufendem Motor 27 befindet sich eine Mehrzahl
von Transportrollen in konstanter Rotation; der Beginn des Lochkartentransports durch die Maschine
wird durch die Transportkupplung gesteuert. Sobald die Transportkupplung aktiviert wird, beginnt eine
größere Anzahl von Nocken eine Umdrehung auszuführen; die während einer Umdrehung (360°) sich
abspielende mechanische Bewegung der Nockenstößel ist in Fi g. 9 schematisch dargestellt. Es sind erste
unteren Ende der Kartenmagazine vorgesehenen Kartengreifer in einer unwirksamen Position zu halten
und sie nur dann wirksam werden zu lassen, wenn die Magnete aktiviert sind.
Wenn die Hauptnockenwelle eine Umdrehung macht und wenn der erste Kartenmagazin-Steuermagnet
47 aktiviert ist, so wird eine Primärkarte aus dem ersten Kartenmagazin 20 herausgezogen und in
wird entweder die obenliegende Sekundärkarte gegen die Transportrolle 29 oder die untenliegende Primärkarte
gegen die Transportrolle 30 angedrückt.
Auf diese Weise kann wahlweise für die Sekundär-5 karte oder für die Primärkarte die Leseoperation
eingeleitet werden.
Aus Fi g. 4 ist in weiteren Einzelheiten ersichtlich,
auf welche Weise die Auslenkung der Andruckrolle SO herbeigeführt wird. Es sind zwei Magnete 53 und
und zweite Kartenmagazin-Steuermagnete 47 und 48 io 54 vorgesehen, von denen entweder der eine oder
vorhanden, denen die Funktion zukommt, die am der andere aktiviert werden kann. Bei Aktivierung
eines der Magnete 53, 54 wird der Anker 55 von diesem angezogen. Die Anziehung des Ankers erfolgt
gegen die von der Halterolle 56, die in eine am 15 rechten Ende des Ankers 55" befindliche V-förmige
Aussparung eingreift, ausgeübte Kraft, deren Aufgabe es ist, den Anker 55 in einer neutralen Mittellage
zu positionieren. Beim Anziehen durch einen der Magnete 53, 54 wird der Anker 55 also leicht
eine Lage zwischen die Transportrolle 28 und die 20 geschwenkt. Über die an seinem linken Ende be-Andruckrolle
49 vorgeschoben, wie am besten aus festigte Torsionswelle 57 wird die Schwenkbewegung
F i g. 2 zu ersehen ist Ist der zweite Kartenmagazin- auf die Andruckrolle 50 übertragen, die dann mit
Steuermagnet 48 aktiviert, so wird aus dem zweiten der entsprechenden Kraft entweder die Sekundärkarte
Kartenmagazin 21 eine Sekundärkarte herausgezogen gegen die Transportrolle 29 oder die Primärkarte
und zwischen die Transportrolle 29 und die An- 25 gegen die Transportrolle 30 drückt. Da sich die gedruckrolle
50 vorgeschoben, wobei sie oberhalb des nannten Transportrollen zu diesem Zeitpunkt drehen,
blattförmigen Trennflügels 51, der zur Trennung der so wird die entsprechende Lochkarte von der Transprimären
und sekundären Transportbahnen dient, zu portrolle mitgenommen und in die Lesestation vorliegen
kommt. Bei einem nächsten Transportzyklus, geschoben. Dieses in Fig. 4 dargestellte Prinzip der
wenn der erste Kartenmagazin-Steuermagnet 47 akti- 30 Selektion einer Primärkarte oder einer Sekundärviertist,
wird unter Einwirkung eines auf der Nocken- karte durch eine schwenkbare Andruckrolle findet
welle befindlichen Nockens die Andruckrolle 49 nach nicht nur in der Lesevorstation, sondern auch an
unten auf die Primärkarte gedruckt, wobei diese er- zwei Stellen in der Stanzvorstation (vgl. Andruckfaßt
und so weit vorgeschoben wird, bis das hintere rollen 67 und 86 in Fig. 3) Verwendung, wie später
Ende der Lochkarte den Andrückpunkt verläßt, wo- 35 noch ausgeführt werden wird.
bei dann, sobald sich die Andruckrolle 49 wieder Beim Eintreffen eines Befehles »Lesen Primäranhebt,
die nächste Andruckrolle 52 nach oben gegen karte« oder »Lesen Sekundärkarte«, der vom Steuerdie
Lochkarte gedrückt wird, wobei die Lochkarte werk übermittelt wird, erfolgt mit Hilfe des entsprenun
mit niedriger Geschwindigkeit weiter vorgescho- chenden Steuersignals die Aktivierung entweder des
ben wird, bis das rückwärtige Ende der Lochkarte 4° Magnets 53 oder des Magnets 54, wobei in selekden
Andrückpunkt verläßt. Auf diese Weise wird tiver Weise die Andruckrolle 50 ausgelenkt wird und
die Primarkarte auf die Unterseite des blattförmigen in Verbindung mit den rotierenden Transportrollen
Trennflügels 51 geschoben, wobei sich das rück- 29 bzw. 30 bewirkt, daß die ausgewählte Lochkarte
wärtige Ende der Primarkarte nun zwischen den durch die Lesestation 22 hindurchgeleitet wird. Diese
Rollen 30 und 50 befindet. Während desselben Trans- 45 Lesestation enthält eine entsprechende Anzahl von
pqrtzyklus wird, die nächste Primärkarte vom ersten Fotozellen und Lichtquellen, die so angeordnet sind,
Kartenmagazin 20 in die Vorstation A vorgeschoben, daß beim Erscheinen eines ein Zeichen darstellenden
wo sie zwischen den Rollen 28 und 49 positioniert Loches in der Lochkarte der Lichtstrahl von der
wird. Die Andruckrollen 49 und 52 sind mechanisch Lichtquelle durch das Loch auf die Fotozelle fällt,
in der Weise verkoppelt, daß sich die eine Andruck- 50 wobei letztere ein Ausgangssignal erzeugt. In Fig. 2
rolle öffnet, während sich die andere schließt, und erkennt man auf der rechten Seite des Bildes die
umgekehrt. Wenn die Mehrzweck-Lochkartenverar- mit gestrichelten Linien dargestellte Lesestation 22
beitungsmaschine in der in Fig. 2 dargestellten Weise mit den Lichtquellen und Fotozellen; die Ausgangs-
»geladen« ist, d. h., daß sich eine Sekundärkarte in leitungen der Fotozellen tragen das Bezugszeichen
der Lesevorstation B und eine erste Primarkarte in 55 59. Mit der Lesestation arbeitet eine Taktgeberder
LesevorstationC und eine zweite Primarkarte in vorrichtung58 (vgl. Fig. 1) zusammen, der die Aufder
Vorstation A befindet, so kann in den nächsten gäbe zufällt, in Synchronismus mit dem Vorschub
Transportzyklen entweder die Primarkarte oder die der Lochkartenspalten durch die Lesestation eine
Sekundärkarte gelesen werden, und die entsprechende Serie von Taktimpulsen zu erzeugen. Diese Taktnachfolgende Lochkarte kann in die betreffende Lese- 60 signale werden zugleich mit den von der Lochkarte
vorstation B oder C nachgeschoben werden. Der abgelesenen, die Information darstellenden Signalen
Lesevorgang.einer Lochkarte wird ausgelöst durch in das Steuerwerk übertragen, wobei die Taktsignale
eine Schwenkbewegung der Andruckrolle 50 aus als Steuersignale zum Öffnen von Toren oder Gattern
ihrer zentralen oder neutralen Position entweder dienen und somit bewirken, daß die Zeichensignale
nach oben gegen die konstant rotierende Transport- 65 auf die entsprechenden Speicherplätze im Steuerwerk
rolle 29 oder nach unten gegen die konstant rotie- geschleust werden.
rende Transportrolle 30. Je nachdem, welche Wenn die vordere Spalte »0« der Lochkarte die
Schwenkbewegung die Andruckrolle 50 ausführt, Fotozellen in der Lesestation passiert, läuft die hin-
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tere Kante der Lochkarte gerade an den zur Lese- Signalen entsprechend gesteuert werden kann. Da
vorstation gehörenden Kartenabfühl-Fotozellen 38 beim Stanzen die Lochkarte in ihrer Vorschubbewe-
bzw. 39 vorbei; die in diesem Augenblick wieder gung zumindest so lange gestoppt werden muß, wie
erfolgende Belichtung der Fotozelle löst einen der Stanzstift durch die Lochkarte hindurchgreift, so
Schreibimpuls aus, der auf einer Trommelspur des 5 muß der Stanzantriebsmechanismus 91 die Lochkarte
Taktgebers 58, der auf derselben Welle befestigt ist schrittweise durch die Stanzstation hindurchschieben,
wie die Transportrolle 31, gespeichert wird. Die Hierfür kann irgendeine geeignete schrittweise Vor-Speicherspur
des trommeiförmigen Taktgebers wird Schubvorrichtung, die durch elektrische Steuersignale
zwecks Erzeugung der Taktimpulse entsprechend steuerbar ist, Verwendung finden. Sobald die letzte
abgelesen. Nachdem die Leseoperation einer Loch- io Spalte gestanzt ist, wird ein Transportzyklus auskarte beendet ist, wird die Speicherspur gelöscht, gelöst, durch den die soeben gestanzte Lochkarte aus
und für die nächste Lochkarte beginnt das Spiel von der Stanzstation ausgeworfen und die nachfolgende
neuem. Lochkarte gelesen und positionsgerecht ausgerichtet
Sobald das rückwärtige Ende der durch die Lese- wird.
station hindurchgeführten Lochkarte den Beruh- 15 Zum Herausbefördern (Auswerfen) der Lochkarte
rungspunkt mit der Transportrolle 31 und der An- aus der Stanzstation dienen die Transportrollen 34,
drückrolle 60 verläßt, wird einer der Magnete 61 75, die man auf der rechten Seite in Fig. 3 erkennen
oder 62 aktiviert, der in analoger Weise wie bei der kann. Mit Hilfe dieser Transportrollen wird die
Lesevorstation (vgl. Beschreibung zu Fig. 4) eine Lochkarte mit hoher Geschwindigkeit zur Druck-Auslenkung
der Andruckrolle 86 (vgl. F i g. 3) be- 20 station befördert. Wenn die Lochkarte an der Fotowirkt,
die in Zusammenarbeit entweder mit der kon- zelle 43 vorbeikommt, so wird ein Signal erzeugt,
stant rotierenden Transportrolle 63 oder 64 die das zur Aktivierung des Magnets 76 dient. Dadurch
Lochkarte mit verminderter Geschwindigkeit in eine wird der Hebelarm 77 rechtzeitig nach unten bewegt,
Position vorschiebt, in der das hintere Ende der um die Lochkarte zum Zwecke der Durchführung
Lochkarte von den Stanzvorschubarmen 65 oder 66 35 der Druckoperation anzuhalten. Die untere Stirnseite
erfaßt werden kann, die die Lochkarte in der Art 92 dieses Hebelarmes ist abgeschrägt, so daß ein
eines Greifmessers erfassen, die Lochkarte in die keilförmiger freier Raum entsteht, wenn der Hebel-Stanzstation
vorschieben und dort korrekt aus- arm 77 auf der Oberfläche der Kartentransportbahn
richten. Wenn kein Stanzen der Lochkarte vor- zum Aufliegen kommt. Diese konstruktive Maßgesehenist,
so kann sie während des nächsten Trans- 30 nähme fördert ein genaues Ausrichten der Lochkarte,
portzyklus aus der Stanzstation ausgeworfen werden, wenn diese gestoppt wird. Die seitliche Ausrichtung
indem durch Aktivierung des entsprechenden Ma- der Lochkarte in der Druckstation erfolgt durch seitgnets
68 bzw. 69 die Andruckrolle 67 entweder nach Hch der Kartenbahn angebrachte Führungsmittel,
oben gegen die konstant rotierende Transportrolle 32 gegen die die Lochkarte gedrückt und dabei aus-
oder nach unten gegen die konstant rotierende 35 gerichtet wird. Das Andrücken der Lochkarte gegen
Transportrolle 33 ausgelenkt wird, wobei in Abhän- die seitlichen Führungsmittel erfolgt so lange, wie
gigkeit von der Auslenkungsrichtung die oben- die Lochkarte die unter der Lichtquelle 42 befindliegende
Sekundärkarte oder die untenliegende Pri- liehe Fotozelle abdeckt. Sobald die Lochkarte in der
märkarte durch die Stanzstation hindurchgeschoben Druckstation ausgerichtet ist, wird der Hebelarm 77
wird. Die Aktivierung des Andruckrollenmagnets 40 wieder angehoben, und die Lochkarte kann weitererfolgt
mit Hilfe des Unterbrecherschaltersignals transportiert werden. Wenn keine Druckoperation
CB 1, das von der Hauptnockenwelle erzeugt wird. erfolgt, so wird die Lochkarte mit Hilfe der TransWenn eine Stanzoperation durchgeführt werden soll, portroUen 79, 35 und 80, 36 aus der Druckstation
so wird die magnetisch gesteuerte Kupplung 70 herausbefördert. Soll hingegen eine Druckopeiation
(vgl. Fig. 1), die mit den Stanzvorschubmitteln zu- 45 stattfinden, so wird die Lochkarte schrittweise mit
sammenarbeitet, aktiviert. Daraufhin dreht sich die Hilfe der Rollen 81, 82 durch die Druckstation Mn-Nockenwelle
71 einmal herum. Das Befehlssignal durchbewegt. Die Aktivierung der Andruckrollen 79
»Stanzen«, das vom Programmentschlüsseier 87 und 80 erfolgt über die durch die Transportkupplung
(vgl. Fig. 5) dekodiert wird, wird zur Aktivierung einschaltbare Nockenwelle. In einem Stillhaltebereich
des Magnets 72 bzw. des Magnets 73 herangezogen, 50 während des schrittweisen Antriebs der Transportin Abhängigkeit davon, ob der Befehl sich auf eine rolle 81 wird durch Entregen des Leerlaufmagnets
Sekundär- oder eine Primärkarte bezieht. Dieser 83 die Andruckrolle 82 abgesenkt. In F ig. 6 ist der
Vorgang führt dazu, daß entweder der sekundäre dazu dienende Hebelmechanismus abgebildet; die
Stanzvorschubarm 65 oder der primäre Stanz- Figur zeigt den abgesenkten Zustand der Andruckvorschubarm 66 dem Nockenstößelarm 74 folgt, der 55 rolle 82, wobei sich die Lochkarte in angedrücktem
seinerseits wieder mit dem auf der Nockenwelle 71 Zustand zwischen den Rollen 81 und 82 befindet,
befindlichen Stanzvorschubnocken zusammenarbeitet. Der von der Andruckrolle 82 nach unten in bezug
Auf diese Weise erfolgt der Vorschub der ausgewähl- auf die Transportrolle 81 ausgeübte Druck wird
ten zu lochenden Lochkarte in die entsprechend aus- durch die oberhalb der Andruckrolle 82 angebrachte
gerichtete Lage in der Stanzstation. In Fig. 3 be- 60 Druckfeder unterstützt. Beim Aktivieren des Leerfindet
sich die Sekundärkarte in Stanzbereitschaft. laufmagnets 83 wird der Hebel angezogen und die
Das Stanzen erfolgt serienweise Zeichen für Zei- Andruckrolle 82 gegen den Druck der genannten
chen. Zur Durchführung einer solchen serienweisen Feder von der Transportrolle 81 und der Lochkarte
Stanzoperation kann irgendeine geeignete Loch- abgehoben.
stanze verwendet werden, sofern sie eine genügend 65 Das Drucken der Lochkarten kann mit Hilfe
große Operationsgeschwindigkeit aufweist und in irgendeiner geeigneten Druckvorrichtung durchihren
geometrischen Abmessungen nicht zu groß ist geführt werden, sofern diese die erforderliche Ope-
und außerdem mit Hilfe von elektrischen Steuer- rationsgeschwindigkeit aufweist und in ihren geo-
11 12
metrischen Abmessungen klein genug ist, daß sie Lesevorstation C befindliche Lochkarte wird durch
entlang der Kartenbahn eingebaut werden kann. In die Lesestation 22 hindurchbewegt und bis in die
dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel wird die Stanzvorstation E vorgeschoben. Während diese
Druckoperation durch eine Mehrzahl von Druck- Lochkarte die Lesestation 22 passiert, wird sie abköpfen85
bewirkt, die nach dem Prinzip des Draht- 5 gelesen, und die abgelesenen Daten werden in den
druckers arbeiten. Bei einem Drahtdrucker bestehen Speicher übertragen. Die in der Vorstation A befindbekanntiich
die Druckköpfe aus einer matrixförmigen liehe Lochkarte wird zur Lesevorstation C weiter-Anordnung
von Drähten, die zur Herbeiführung der befördert, und schließlich wird eine weitere Primär-Druckoperation
entsprechend dem zu druckenden karte aus dem ersten Kartenmagazin 20 herausgeholt
Zeichen selektiv aktivierbar sind. io und in die Vorstation A gebracht. Während sich die
Zur Durchführung der verschiedenen Funktionen, hier beschriebenen Vorgänge in der primären Transzu
denen die hier beschriebene Mehrzweck-Loch- portbahn abspielen, sind die in der sekundären
kartenverarbeitungsmaschine fähig ist, bedient man Transportbahn befindlichen Sekundärkarten von diesich
verschiedener Maschinenzyklen. Für jeden Zy- sem Transportzyklus oder -befehl nicht betroffen und
Mus ist eine bestimmte Serie von Kartentransport- 15 werden infolgedessen auch nicht weitertransportiert,
bewegungen charakteristisch. Jeder Befehl umfaßt Der hier beschriebene eigentliche Transportzyklus
einen oder mehrere spezifische Zyklen in Abhängig- wird ausgelöst durch die Befehle »Lesen« sowie
keit davon, in welchen Positionen sich die Lochkarten »Stanzen und Transportieren«,
in den Transportbahnen zum Zeitpunkt des Ein- Der dritte einen Kartentransport bewirkende Zytreffens
des Befehles befinden. Wie bereits ausgeführt, 20 Mus ist der sogenannte AuswurizyMus. Dabei wird
werden die Positionen der Lochkarten in den Trans- eine in der Stanzstation 23 befindliche Lochkarte in
portbahnen durch Kartenabfühlmittel, beispielsweise die Druckvorstation F transportiert, und die in der
durch die Fotozellen 37 bis 45, abgefühlt, wobei die Druckstation 24 befindliche Lochkarte — falls sich
von den Fotozellen (im hier beschriebenen Ausfüh- dort überhaupt eine befindet — wird in das ausrungsbeispiel
sind neun Fotozellen vorgesehen) ab- 25 gewählte Ablagefach befördert. Ein solcher Auswurfgegebenen
Signale CLL1 bis CLL 9 den Steuer- zyMus kann nur auftreten, wenn sich eine Lochkarte
schaltungen des Steuerwerks zugeführt werden, so bereits in der Stanzstation befindet. Die in allen übdaß
der Kartentransport in der gewünschten Weise rigen Stationen befindlichen Lochkarten können,
gesteuert werden kann. Die Kartenabfühlmittel um- müssen aber nicht, in ihrer Station, wo sie sich gerade
fassen außer den Fotozellen auch entsprechende 3° befinden, verbleiben.
Lichtquellen; Fotozellen und Lichtquellen sind auf Die erfindungsgemäße Mehrzweck-Lochkartengegenüberliegenden Seiten der Kartentransport- Verarbeitungsmaschine ermöglicht die Durchführung
bahnen angebracht, so daß eine vorbeibewegte Loch- einer großen Vielzahl von Kartenbewegungen infolge
karte den Lichtstrahl zur Fotozelle unterbricht und der vielen Möglichkeiten, die eine selektive Steuerung
ein Absinken der Signalspannung am Ausgang der 35 der Lochkarten in den verschiedenen Stationen der
Fotozelle bewirkt. Die Ausgangsleitungen der Foto- Maschine bietet. Die nachfolgende Tabelle zeigt
zellen sind mit entsprechenden Haltekreisen, bei- einige Operationen auf, die sich in der Maschine
spielsweise Flip-Flops, verbunden, die sich in einem durchführen lassen. Zur Erläuterung der Tabelle sei
aktivierten oder erregten Zustand befinden, wenn die folgendes ausgeführt.
Fotozelle dunkel ist. Sie geben dann ein Steuersignal 4° Die römischen Zahlen I bis XIV charakterisieren
ab, das nachfolgend und in den Figuren mit CLL DK verschiedene Operationen, die sich während eines
bezeichnet ist. Maschinenzyldus abspielen können. Die Großbuch-Von
den drei Lochkarten-Transportzyklen sei als stäben des Alphabets A, B ... / kennzeichnen eine
erster der Einlauf- oder Ladezyklus erwähnt. Beim bestimmte Kartenverteilung in der Maschine zu
primären LadezyMus wird die Primärkarte von der 45 einem während eines Operationsablaufs beliebig·
Vorstation A zur Lesevorstation C befördert, und herausgegriffenen Zeitpunkt, und dieser Verteilungsgleichzeitig
wird die nächste Primärkarte vom ersten zustand der Lochkarten sei nachfolgend als Aus-Kartenmagazin
20 in die Vorstation A gebracht. gangszustand bezeichnet. Die Buchstaben des Meinen
Beim sekundären LadezyMus wird eine Sekundär- Alphabets a,b...k charakterisieren verschiedene
karte aus dem zweiten Kartenmagazin 21 in die 50 Möglichkeiten für einen Operationsablauf in einem
Lesevorstation B befördert. auf den Ausgangszustand unmittelbar nachfolgenden
Während eines eigentlichen Transportzyldus wer- ZyMus. Mit anderen Worten, für einen gegebenen
den die Lochkarten in allen denjenigen Stationen, Ausgangszustand A können im nächsten Zyklus entdie
zur ausgewählten (primären bzw. sekundären) weder die in der Spalte α stehenden Operationen I,
Transportbahn gehören, in die nächste Station trans- 55 Π, IV, X, XIV ablaufen, oder es können die in der
portiert. Unter der Annahme, daß sich in jeder Sta- Spalte b stehenden Operationen III, V, XI, XIV abtion
eine Lochkarte befindet, erfolgt der Transport laufen, oder man kann auch die in den anderen Spalaller
betroffenen Lochkarten gleichzeitig. Die Loch- ten c bis i mariderten Operationen ablaufen lassen,
karten aus der Druckvorstation F werden bis zu den Für die anderen Ausgangszustände B usw. gelten die
Ablagefächern befördert. Erfolgte keine spezielle 60 entsprechend zugeordneten Spalten.
Auswahl eines Ablagefaches, so werden die Primär- Die Ausgangszustände haben folgende Bedeutung:
karten im Ablagefach 1 und die Sekundärkarten im A: Lochkarten befinden sich in allen Stationen.
Ablagefach 5 zur Ablage gebracht. Zur Beschreibung . B: Keine Lochkarte in der Lesevorstation C;
des außerdem stattfindenden Kartentransports sei sonst alle Stationen besetzt,
beispielsweise die primäre Transportbahn betrachtet. 65 C: Keine Lochkarte in der Lesevorstation B;
Die in der Stanzvorstation E befindliche Lochkarte sonst alle Stationen besetzt,
wird durch die Stanzstation 23 hindurchbewegt und D: Stanzoperation an Primärkarte beendet,
bis zur Druckvorstation F vorgeschoben. Die in der E: Stanzoperation an Sekundärkarte beendet.
F: Primärkarte aus Stanzstation ausgeworfen und in der Druckstation ausgerichtet.
G: Sekundärkarte aus der Stanzstation ausgeworfen
und in der Druckstation ausgerichtet.
H: Lochkarte aus Druckstation ausgeworfen. I: Drucken beendet; Lochkarte zum Auswurf
aus Druckstation bereit.
Die in der Tabelle aufgeführten vierzehn Operationen haben folgende Bedeutung:
I Transport Primärkarte vom Kartenmagazin
20 zur Vorstation A.
Π Transport Primärkarte von Vorstation A zur
Π Transport Primärkarte von Vorstation A zur
Lesevorstation C.
ΙΠ Transport Sekundärkarte vom Kartenma-
ΙΠ Transport Sekundärkarte vom Kartenma-
gazin 21 zur Lesevorstation B.
rV Lesen Primärkarte und Transport von Lesestation C zur Stanzvorstation E.
rV Lesen Primärkarte und Transport von Lesestation C zur Stanzvorstation E.
V Lesen Sekundärkarte und Transport von
Lesevorstation B zur Stanzvorstation D.
VI Vorschub Primärkarte von Stanzvorstationli in Stanzstation 23.
VI Vorschub Primärkarte von Stanzvorstationli in Stanzstation 23.
VII Vorschub Sekundärkarte von Stanzvorstation D in Stanzstation 23.
VIII Stanzen Primärkarte.
JX Stanzen Sekundärkarte.
X Auswurf Primärkarte aus Stanzstation 23
VIII Stanzen Primärkarte.
JX Stanzen Sekundärkarte.
X Auswurf Primärkarte aus Stanzstation 23
und Transport zur Druckvorstation F.
XI Auswurf Sekundärkarte aus Stanzstation 23
XI Auswurf Sekundärkarte aus Stanzstation 23
und Transport zur Druckvorstation F.
XH Kartenvorschub von Druckvorstation F in
XH Kartenvorschub von Druckvorstation F in
Druckstation 24.
XIII Drucken der Lochkarte.
XTV Kartenauswurf aus Druckstation 24 und Transport zum Ablagefach über die Zwischenstationen G und H.
XIII Drucken der Lochkarte.
XTV Kartenauswurf aus Druckstation 24 und Transport zum Ablagefach über die Zwischenstationen G und H.
| a | b | C | d | A | X | X | X | XX | XXX | α b | C | d e | X | X | X | X | B | X | X | k | a | bed | C | X | X | X | XXX | X X | a | D | a | E | |
| X | e f. gh i | X X | f g h i j | X X | X | X | e f g h i j | X | b C | b c | |||||||||||||||||||||||
| I | X | X X | X | X | X | ||||||||||||||||||||||||||||
| II | X | X | XXX | χ | |||||||||||||||||||||||||||||
| ΠΙ | X | X | X | X | XXX | X | |||||||||||||||||||||||||||
| rv | X | X | X | X | X | χ | |||||||||||||||||||||||||||
| V | χ | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| VI | X | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| VII | X | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| VIII | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| TX | X | X | X | X | X X | X | |||||||||||||||||||||||||||
| X | X | X | X | X X | X | ||||||||||||||||||||||||||||
| XI | χ χ | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| XII | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| XIII | X | X | X | X | X | X | X | X | XXX | X | X | ||||||||||||||||||||||
| XIV | X X | X X | |||||||||||||||||||||||||||||||
| a b | F | X | X | X | g h i | X | XX | X | XX | a b | G | X | X | X | g h i | χ | X X | X | X X | abc | H | X | X | XXX | a | b | C | / | X | X | |
| X | e d e f | ede j | X | d efg h | X | d e i g h i | X X | ||||||||||||||||||||||||
| I | X | X X | X | X X | X | X | X X | ||||||||||||||||||||||||
| π | X | X | X | ||||||||||||||||||||||||||||
| III | X X | X | χ | X X | X | X | X | X XXX | |||||||||||||||||||||||
| IV | X | X X | X | X | |||||||||||||||||||||||||||
| V | X | X X | X | ||||||||||||||||||||||||||||
| VI | |||||||||||||||||||||||||||||||
| VH | |||||||||||||||||||||||||||||||
| vm | |||||||||||||||||||||||||||||||
| TX | XXX | X | X | ||||||||||||||||||||||||||||
| X | X | ||||||||||||||||||||||||||||||
| XI | |||||||||||||||||||||||||||||||
| XTI | |||||||||||||||||||||||||||||||
| xm | X X | X X | X | X | X | ||||||||||||||||||||||||||
| XIV | |||||||||||||||||||||||||||||||
15 16
Es gibt natürlich noch weitere Variationsmöglich- tungsbeschreibung steht -unter anderem FD für
keiten für die Durchführung von Operationen in Transport.) ■
einem auf die gezeigten Ausgangslagen folgenden In Fig. 10 ist die Schaltung zur Steuerung des
Zyklus, die nicht in der Tabelle enthalten sind; aber Karteneinlaufzyklus der Maschine dargestellt. Die
die in der Tabelle dargestellten Möglichkeiten stellen 5 Schaltung umfaßt einen Startknopf, der sich auf dem
sehr charakterische Maschinenfunktionen dar, und Steuerpult der Maschine befindet und von Hand beman
kann durch einfache Überlegungen weitere Mög- tätigt wird. Bei Betätigung des Startknopfes wird ein
lichkeiten sich selbst zusammenstellen, da sie sich Impuls ausgelöst, der zusammen mit einem Signal
logisch aus den in der Tabelle dargestellten Ope- STUART ΙΝΉ, dem Impuls>
C und den Signalen
rationen ableiten lassen. io FD ODER AUSF CYC und- ElNLF die logische
Zur Erläuterung sei wenigstens eine Spalte aus Verknüpfung für das UND-Gatter'101 erfüllt, dessen
der Tabelle herausgegriffen und die sich abspielenden Ausgangssignal einem Inverter-ODER-.Gatter 102 zuOperationen
im Detail erörtert. Man nimmt als Bei- geführt wird. Das Inverter-ODER-Gatter stellt eine
spiel die SpalteAa. Das Symbole bedeutet, daß ODER-Schaltung mit einem invertierten Ausgang
alle Stationen in der Maschine mit Lochkarten be- 15 dar. Das Ausgangssignäl des Inverter-ODER-Gatters
setzt sind; dies ist die Ausgangslage, die diesem Bei- 102 wird durch einen Inverter 103 hindurchgeschickt
spiel zugrunde gelegt ist. Gemäß dem gewählten und bildet dann das Ausgangssignal des Start-Halte-Beispiel
soll sich als nächstes der durch die Spalte A α kreises 100, der in F i g. 10;.<äls' gestrichelter Block
gekennzeichnete Zyklus mit folgenden simultan ab- dargestellt ist. Die Haltekreis-Rückkopplungsverbinlaufenden
Operationen abspielen: Eine Primärkarte 20 dung erfolgt über die Leitung 104 zu je einem Einwird
vom Kartenmagazin 20 zur Vorstation A trans- gang der UND-Gatter 105 and 106. Solange eines
portiert (vgl. I); die in der Vorstation A befindliche dieser UND-Gatter 105, 106 rin einem Bereitschaf ts-Primärkarte
' wird zur Lesevorstation C weiter- zustand verharrt, bleibt das"Ausgangssignal auf der
befördert (vgl. II); die in der Lesevorstation C be- Ausgangsleitung des Start-Haltekreises erhalten, auch
findliche Primärkarte wird unter gleichzeitigem Lesen 25 wenn vom UND-Gatter 101 lein Signal mehr kommt,
der Lochkarte durch die Lesestation 22 hindurch- Sobald die UND-Gatter 105 und 106 entregt werden,
geschoben und bis zur Stanzvorstation E transpor- d. h., wenn an ihren Eingängen die UND-Bedingung
tiert (vgl. IV); unter gleichzeitiger Freimachung der nicht mehr erfüllt ist, erfolgt eine Zurückstellung
Stanzvorstation E wird eine Primärkarte aus der des Start-Haltekreises, und sein Ausgangssignal ver-Stanzstation
23 ausgeworfen und in die Druckvor- 30 schwindet. Es können natürlich auch andere Ausstation
F transportiert (vgl. X); unter gleichzeitiger führungsformen von Haltekreisen verwendet werden,
Freimachung der Druckvorstation F wird eine Loch- aber die beschriebene Ausführungsform ist nach dem
karte aus der Druckstation 24 ausgeworfen und über heutigen Stande der Technik sehr vorteilhaft, und
die Zwischenstationen G und H zu einem ausgewähl- deshalb wird in den Steuerkreisen der Mehrzweckten
Ablagefach transportiert (vgl. XIV). — Für die 35 Lochkartenverarbeitungsmasehine diese Ausführungsanderen
in der Tabelle enthaltenen Spalten gilt eine form von Haltekreisen bevorzugt angewendet,
analoge Interpretation. Der Ausgang des Start-Haltekreises wird einem
analoge Interpretation. Der Ausgang des Start-Haltekreises wird einem
Die Steuerung der Maschine umfaßt elektronische UND-Gatter 107 zugeführt, dessen zweiter Eingang
Schaltkreise, in denen vom Speicher, vom Befehls-* mit dem Signal EINLF beaufschlagt wird. Das Signal
entschlüsseler, von den die Kartenpositionen fest- 40 EINLF entsteht dann, wenn zusammen mit dem
stellenden Abfühhnittem herkommende elektrische CTÄRri-Signal auch die Signale CLL IDK und
Signale zusammen mit den Maschinensteuerungs- CLL 2 DK vorhanden sind. Sobald die logische Besignalen
logisch verknüpft werden, um die gewünschte dingung für das UND-Gatter 107 erfüllt ist, entsteht
Operation, die die Maschine ausführen soll, herbei- an dessen Ausgang das Signal CYC R UN.
zuführen. Um die Mehrzweck-Lochkartenverarbei- 45 Der Motor-Haltekreis umfaßt die logischen Blocks tungsmaschine für die Kartenverarbeitung bereit zu 108, 111, 112 und 113. Das UND-Gatter 108 ummachen, müssen in der primären Transportbahn zwei faßt vier Eingänge, denen die folgenden Signale Lochkarten oder in der sekundären Transportbahn zugeführt werden: EX BEFEHL, OR MOT VERZ, eine Lochkarte vorhanden sein, oder es können die XX MOT VERZ und FD PRÜF. Die Ausgänge der genannten Lochkarten gleichzeitig sowohl in der pri- 50 UND-Gatter 108 und 112 werden dem Invertermären als auch in der sekundären Transportbahn ODER-Gatter 111 zugeführt, dessen Ausgang an den vorhanden sein. Das Einführen der Lochkarten in die Inverter 113 angeschlossen ist: Das Ausgangssignal betreffenden Stationen erfolgt mit Hilfe der Karten- des Motor-Haltekreises wird über eine Treiberschaleinlaüfzyklen der Maschine. Die Funktion des tung 109 dem Motorrelais 110 zugeführt, das bei Karteneinlaufzyklus besteht im Einstellen des 55 Auftreten eines Signals aktiviert wird. Der Ausgang Start-Haltekreises und des Motor-Haltekreises, des Motor-Haltekreises wird außerdem über ein Es kann dann die Transportkupplung aktiviert Zeitverzögerungselement 114 hindurchgeleitet, an werden, um den mechanischen Zyklus der Maschine dessen Ausgang das Signal MOT BEREIT auftritt, zu starten. Daraufhin werden die Magnete der Das Zeitverzögerungselement 114 ist vorgesehen Kartenmagazine aktiviert, um die Lochkarten in 60 worden, damit der Motor seine Betriebsgeschwindigdie entsprechenden Positionen zu befördern, und keit erreicht, bevor irgendeine Verarbeitungssobald die Karteneinlaufzyklen beendet sind, werden operation stattfindet. Ein typischer Wert für die vor-Haltekreise eingestellt, die anzeigen, daß die gesehene Zeitverzögerung ist .V2 Sekunde,
primäre und/oder sekundäre Kartenbahn sich in Der Haltekreis zur Signalisierung, daß die Durch-
zuführen. Um die Mehrzweck-Lochkartenverarbei- 45 Der Motor-Haltekreis umfaßt die logischen Blocks tungsmaschine für die Kartenverarbeitung bereit zu 108, 111, 112 und 113. Das UND-Gatter 108 ummachen, müssen in der primären Transportbahn zwei faßt vier Eingänge, denen die folgenden Signale Lochkarten oder in der sekundären Transportbahn zugeführt werden: EX BEFEHL, OR MOT VERZ, eine Lochkarte vorhanden sein, oder es können die XX MOT VERZ und FD PRÜF. Die Ausgänge der genannten Lochkarten gleichzeitig sowohl in der pri- 50 UND-Gatter 108 und 112 werden dem Invertermären als auch in der sekundären Transportbahn ODER-Gatter 111 zugeführt, dessen Ausgang an den vorhanden sein. Das Einführen der Lochkarten in die Inverter 113 angeschlossen ist: Das Ausgangssignal betreffenden Stationen erfolgt mit Hilfe der Karten- des Motor-Haltekreises wird über eine Treiberschaleinlaüfzyklen der Maschine. Die Funktion des tung 109 dem Motorrelais 110 zugeführt, das bei Karteneinlaufzyklus besteht im Einstellen des 55 Auftreten eines Signals aktiviert wird. Der Ausgang Start-Haltekreises und des Motor-Haltekreises, des Motor-Haltekreises wird außerdem über ein Es kann dann die Transportkupplung aktiviert Zeitverzögerungselement 114 hindurchgeleitet, an werden, um den mechanischen Zyklus der Maschine dessen Ausgang das Signal MOT BEREIT auftritt, zu starten. Daraufhin werden die Magnete der Das Zeitverzögerungselement 114 ist vorgesehen Kartenmagazine aktiviert, um die Lochkarten in 60 worden, damit der Motor seine Betriebsgeschwindigdie entsprechenden Positionen zu befördern, und keit erreicht, bevor irgendeine Verarbeitungssobald die Karteneinlaufzyklen beendet sind, werden operation stattfindet. Ein typischer Wert für die vor-Haltekreise eingestellt, die anzeigen, daß die gesehene Zeitverzögerung ist .V2 Sekunde,
primäre und/oder sekundäre Kartenbahn sich in Der Haltekreis zur Signalisierung, daß die Durch-
einem Bereitschaftszustand befindet, so daß die 65 führung von Transportoperationen erlaubt ist
Maschine bereit ist, die gewünschten Operationen (TRANSP ERL), umfaßt unter anderem die Inunter
entsprechender Steuerung durch das Steuer- verter-ODER-Gatter 116 und 117. Dieser Haltekreis
werk durchzuführen. (In der folgenden Schal- wird durch das FCB 5-Signal gesetzt, da die logische
109544/296
17 18
Bedingung des UND-Gatters 115 erfüllt ist durch die Steuersignalen in UND-Gattern logisch verknüpft,
gleichzeitige Gegenwart der Signale CYC RUN, um entsprechende Haltekreise einzustellen.
FCB 5 und STANZ AUSWF CYC. Der Ausgang Das Befehlssignal LESEN wird dem UND-Gatter
des TRANSP RRL-Haltekreises wird einem Eingang 134 zugeführt und erfüllt zusammen mit den Signalen
eines UND-Gatters 118 zugeführt. Durch die gleich- 5 CTRL 3 und VERHlND I/O SCHALT die entsprezeitige
Gegenwart der Signale MOT BEREIT, chende logische Bedingung. Der Haltekreis LESEN
CYCRUN und STANZ AUSWF CYC ist die lo- wird dann mit Hufe des Inverter-ODER-Gatters 135
gische Bedingung am UND-Gatter 118 erfüllt, so daß und des Inverters 136 eingestellt. Das Befehlssignal
an dessen Ausgang ein Signal erscheint, das über eine LESEN wird auch noch mit dem Signal CTRL 11,
Treiberschaltung 119 dem Transportkupplungsmagnet io das ein Unterbrechungs-Steuersignal darstellt, in dem
120 zugeführt wird, der durch dieses Signal in einen Inverter-UND-Gatter 137 logisch verknüpft. Der
aktivierbaren Zustand versetzt wird. Dieselben vier Ausgang des Inverter-UND-Gatters 137 ist zusammen
Signale werden auch einem weiteren UND-Gatter 121 mit der Haltekreis^-Rückkopplungsleitung 139 und
zugeführt, an dessen Ausgang das Signal FD CL dem Signal STOP ODER RÜCKSTELL an das
erscheint. (FD CL steht für Transportkupplung.) 15 UND-Gatter 138 angeschlossen, das zur Rückstellung
Der Transport der Lochkarten aus den Karten- des Haltekreises LESEN dient. Der Ausgang des
magazinen in die Transportbahnen wird mit Hilfe Haltekreises LESEN ist an ein UND-Gatter 140 ander Kartenmagazin-Steuermagnete 47, 48 gesteuert, geschlossen. Den anderen Eingängen dieses UND-die
selektiv aktivierbar sind und durch deren Akti-. Gatters werden folgende Signale . zugeführt: IM-vierung
die Greifmesser betätigt werden, die während 20 PULS C, STANZ AÜSWF CYC und FD PRÜF.
eines Transportzyklus eine Lochkarte ergreifen und Das Ausgangssignal des UND-Gatters 140 wird
aus dem Kartenmagazin herausbefördern. Der sekun- durch ein Inverter-ODER-Gatter 141 und einen Indäre
Kartenmagazin-Steuermagnet 48 wird durch das verterl42 geleitet; es bildet dann das Ausgangs-UND-Gatter
122 gesteuert, dessen drei Eingängen signal des für den Transportzyklus verantwortlichen
die Signale FDCL, SEK und FD CYC zugeführt 25 Haltekreises TRANSP CYC. Der Ausgang dieses
werden. Das Ausgangssignal des UND-Gatters 122 TRANSP CFC-Haltekreises wird den Eingängen von
wird dem Inverter-ODER-Gatter 124 zugeführt, zwei UND-Gattern 143 und 144 zugeführt. Wenn
dessen Ausgangssignal über die Treiberschaltung 125 gleichzeitig das FCB X-FCB 2-Signal vorhanden ist,
die Aktivierung des sekundären Kartenmagazin- so wird in Abhängigkeit vom weiteren Vorhandensein
Steuermagnets 48 bewirkt. Dieser Kartenmagazin- 30 entweder des Signals PRIM oder des Signals SEK
Steuermagnet 48 kann aber auch über das UND- die logische Bedingung entweder an dem einen oder
Gatter 123 aktiviert werden, ^ dessen drei Em- dem anderen der beiden UND-Gatter 143,144 erfüllt
gangen die Signale FD CL, SEK MAGZ EMP und sein. Ist das PRIM-Signäi vorhanden, so ist das
CLL 2 DK zugeführt werden. UND-Gatter 143 aktiviert, von dem ein Ausgangs-
Der Haltekreis für den primären Magazintransport 35 signal abgegeben wird, das über die Treiberschaltung
umfaßt die UND-Gatter 126 bis 129, das Inverter- 145 dem der primären Transportbahn zugeordneten
ODER-Gatter 130 und den Inverter 131. Dieser Magnet 53 (vgl. auch Fig. 4) zugeführt wird. Ist
PMMMAGZ TRANSP-Haltekreis kann gesetzt wer- hingegen das SEK-Signal vorhanden, so wird das
den durch das gleichzeitige Auftreten der Signale UND-Gatter 144 aktiviert, von dem ein Ausgangs-
PRIM und FD CYC an den beiden Eingängen des 40 signal über die Treiberschaltung 146 dem der sekun-UND-Gatters
126, und er kann zurückgestellt werden dären Transportbahn zugeordneten Magnet 54 zudurch
die Signale CYC ENDE oder FDCL. Der geführt wird.
Ausgang des PRIM MAGZ TiL4iVXP-Haltekreises Während eines Transportzyklus wird die von der
wird einem Eingang des UND-Gatters 132 zugeführt, Lesestation herangeführte Lochkarte in der Stanzdessen
zweitem Eingang das Signal FD CL zugeführt 45 vorstation ausgerichtet, wenn der Vorstanzausrichtwird.
Wenn die logische Bedingung dieses UND- magnet aktiviert ist. Für die primäre und die sekun-Gatters
132 erfüllt ist, so entsteht an seinem Ausgang däre Kartentransportbahn ist je ein solcher Vorein
Signal, das über die Treiberschaltung 133 dem stanzausrichtmagnet vorhanden. Jeder dieser Ma-Kartenmagazin-Steuerrnagnet
47 zugeführt wird, der gnete 61, 62 wird über einen entsprechenden Vorbei Auftreten dieses Signals aktiviert wird. Die vom 50 stanzausricht-Haltekreis (vgl. Fig. 12) individuell
Programmentschlüsseier 87 (vgl. Fig. 5) abgegebe- gesteuert. Der primäre Vorstanzausricht-Haltekreis
nen Befehlssignale sind ebenfalls an entsprechende wird über das UND-Gatter 163 mit Hilfe der Signale
Haltekreise angeschlossen, um die entsprechenden PRIM und FCB 3 betätigt. Der Ausgang dieses
Bedingungen für die Schaltkreise einzustellen. Haltekreises ist über die Treiberschaltung 164 mit
Die mit PRIMÄRKARTE bzw. SEKUNDÄR- 55 dem primären Magnet 61 verbunden. Der sekundäre
KARTE bezeichneten, vom Programmentschlüsseier Vorstanzausricht-Haltekreis umfaßt das UND-Gatter
abgegebenen Befehle, die anzeigen, ob die primäre 165, an dessen Eingänge die Signale SEK und FCB 3
oder sekundäre Transportbahn aktiviert werden soll, angelegt werden. Der Ausgang des sekundären Vorwerden
in einem UND-Gatter 132 (vgl. Fig. 11) mit stanzausricht-Haltekreises ist über die Treiberschalden
Signalen CTRL 3 und VERHIND I/O SCHALT 60 rung 166 mit dem sekundären Magnet 62 verbunden,
logisch verknüpft. Bei den zuerst genannten beiden Die Stanzvorschubmagnete bewirken — wenn sie
Signalen handelt es sich um Steuersignale innerhalb während eines Stanzvorschubzyklus aktiviert sind —
des Datenverarbeitungssystems.. Am Ausgang des den Vorschub der in der Stanzvorstation befindlichen
Pi?IM-SE£-Haltekreises erscheint das Signal PRIM; Lochkarte und ihre Ausrichtung in der Stanzstation,
es tritt am Ausgang des Inverters 133' auf. Das Signal 6g Diese Vorschuboperation wird mit Hufe des STANZ-
SEK wird vor dem Inverter 133' abgegriffen. In der VORSCHUB-Hahekrdses gesteuert. Der STANZ-gleichen
Weise werden die Signale LESEN, STAN- VORSCHUB-Haltekieis wird über das UND-Gatter
ZEN und AUSWERFEN AUS STANZE mit den 167 betätigt, dem folgende Signale zugeführt werden:
19 20
CTRL 3, VEKHIND I/O HCH ALT und ':■ STANZEN vorhanden sind: FDCYC, STANZ AUSWF CYC,
(Haltekreissignal). Der Ausgang des STANZ- FCB1-FCB2 sowie die Signale PRIM bzw, SEK,
FQÄSC#i75-Haltekreises ist an je einen Eingang die den Ausschlag geben, welcher der beiden Mader
UND-Gatter 168, 169, 170 angeschlossen. Dem gnete68, 69 tatsächlich aktiviert wird.
UND-Gatter 168 werden zusätzlich noch die Signale 5 Das vom Programmentschlüsseier herkommende MOTBEREIT und MECH CYC zugeführt. Der Signal DRUCKEN wird, wie aus Fig. 13 ersichtlich Ausgang des UND-Gatters 168 ist über die Treiber- ist, dem UND-Gatter 171 zugeführt zusammen mit schaltung 171 mit dem Stanzvorschubkupplungs- den Signalen CTRL 7 und VERMINÜ I/O SCHALT. magnet verbunden. Der primäre Magnet 73 wird .Wenn am UND-Gatter 171 die logische Bedingung über das UND-Gatter 169 betätigt, wobei neben den io erfüllt ist, so wird der Haltekreis DRUCKEN einobengenannten drei Signalen als viertes Eingangs- gestellt, so daß die Druckoperation ausgeführt, wersignal noch das Signal PRIM hinzukommt; in ana- den kann. Der Ausgang dieses Haltekreises ist an loger Weise wird der sekundäre Magnet 72 durch das UND-Gatter 172 angeschlossen, dem außerdem das UND-Gatter 170 gesteuert, wobei hier allerdings folgende Signale zugeführt werden: CLL 7 DK und als viertes Signal das Signal SEK hinzukommt. 15 MECh C YC. Das Ausgangssignal des UND-Gatters
UND-Gatter 168 werden zusätzlich noch die Signale 5 Das vom Programmentschlüsseier herkommende MOTBEREIT und MECH CYC zugeführt. Der Signal DRUCKEN wird, wie aus Fig. 13 ersichtlich Ausgang des UND-Gatters 168 ist über die Treiber- ist, dem UND-Gatter 171 zugeführt zusammen mit schaltung 171 mit dem Stanzvorschubkupplungs- den Signalen CTRL 7 und VERMINÜ I/O SCHALT. magnet verbunden. Der primäre Magnet 73 wird .Wenn am UND-Gatter 171 die logische Bedingung über das UND-Gatter 169 betätigt, wobei neben den io erfüllt ist, so wird der Haltekreis DRUCKEN einobengenannten drei Signalen als viertes Eingangs- gestellt, so daß die Druckoperation ausgeführt, wersignal noch das Signal PRIM hinzukommt; in ana- den kann. Der Ausgang dieses Haltekreises ist an loger Weise wird der sekundäre Magnet 72 durch das UND-Gatter 172 angeschlossen, dem außerdem das UND-Gatter 170 gesteuert, wobei hier allerdings folgende Signale zugeführt werden: CLL 7 DK und als viertes Signal das Signal SEK hinzukommt. 15 MECh C YC. Das Ausgangssignal des UND-Gatters
Wie aus Fig. 11 ersichtlich ist, wird das Befehls- 172 dient zum Anstoßen eines Triggers 173, der
signal STANZEN zusammen mit den Signalen daraufhin einen Impuls abgibt. Die Ausgangsleitung
CTRL 3 und VERHIND I/O SCÜALT dem UND- des Triggers 173 ist an das Inverter-ODER-Gatter
Gatter 147 zugeführt. Der Ausgang des UND-Gatters 174 und an das UND-Gatter 176 angeschlossen. Das
147 ist mit dem Inverter-ODER-Gatter 148 verbun- ao Inverter-ODER-Gatter 174 gehört zum Haltekreis
den, dessen Ausgang wiederum mit dem Eingang DRUCKERL, dessen Ausgangssignal über die
des Inverters 149 verbunden ist. Am Ausgang des Treiberschaltung 175 zur Aktivierung des Steuer-Inverters
149 tritt das Ausführungssignal STANZEN magnets für die Druckwerkbügel dient. Das obenauf.
Dieses Ausführungssignal STANZEN (AUSF) erwähnte UND-Gatter 176 empfängt außer dem
wird als Eingangssignal dem UND-Gatter 150 (vgl. 25 Signal vom Trigger 173 noch die folgenden wei-Fig.
12) zugeführt. Das UND-Gatter 150 empfängt teren Eingangssignale: Druckerlaubnissignal des
außerdem noch folgende Eingangssignale: STANZ- Haltekreises DRUCKERL, MOTBEREIT und
VORSCHUB, IMPULS C, BEREIT und STANZ- DRUCK CB 1. Wenn die logische Bedingung am
ANTRCBA. Wenn die logische Bedingung am UND-Gatter 176 erfüllt ist, wird der DRUCK-UND-Gatter
150 erfüllt ist, so erscheint ein Aus- 30 D^T£ivT02?-Haltekreis eingestellt, dessen Ausgangssignal,
das dem nachgeschalteten Inverter- gangssignal dem UND-Gatter 177 zusammen mit ODER-Gatter zugeführt wird. Die Signale STANZ- dem Signal DRUCK CB 2 zugeführt wird, das den
ANTRCBA und STANZANTR CBB treten alter- Haltekreis ABSENK ANDRUCKROLLE einstellt,
nierend auf, so daß beim Vorhandensein des Si- Diesem Haltekreis wird vor dem Inverter 179 das
gnals STANZANTR CBA der Haltekreis STANZ- 35 Ausgangssignal entnommen und über die Treiber-
ANTRIEB A gesetzt ist und infolgedessen.der ihm schaltung 178 dem Leerlaufmägnet 83 zugeführt, der
zugeordnete Stanzantrieb-ii-Magnet 151 über die in der Druckstation das Absenken der Andruckrolle
Treiberschaltung 152 aktiviert ist. Wenn hingegen steuert. Die Steuerung des Leerlaufmagnets 83 ist so
das Signal STANZANTR CBB 'auftritt, so wird der ausgelegt, daß dieser Magnet entregt wird, wenn ihm
Haltekreis STANZANTRIEB B betätigt, woraufhin 40 über die Treiberschaltung 178 das Ausgangssignal
eine Aktivierung des Stanzantrieb-5-Magnets 153 des betreffenden Haltekreises zugeführt wird,
über die Treiberschaltung 154 erfolgt. Der Vorschub der Lochkarte durch die Druck-
über die Treiberschaltung 154 erfolgt. Der Vorschub der Lochkarte durch die Druck-
Das Befehlssignal STANZ AUSWF wird, wie aus station erfolgt schrittweise durch einen Inkrement-Fig.
11 zu ersehen ist, dem UND-Gatter 155 antrieb 94 (vgl. Fig. 1), der beispielsweise ein Malzugeführt.
Weiterhin erhält das UND-Gatter 155 45 teserkreuzgesperre umfassen kann. Sobald die Druckdie
Signale CTRL 3 und VERHlND I/O SCHALT. operation beendet ist, werden die Druckauswurfrolleri
Wenn die logische Bedingung des UND-Gatters 155 er- betätigt, mit deren Hilfe die Lochkarte in die Zwifüllt
ist, so wird der Haltekreis STANZA USWF CYC schenstätion G befördert, dort von der Transportbetätigt.
Das Ausgangssignal dieses Haltekreises wird rolle 95 erfaßt und mit hoher Geschwindigkeit in die
den nachgeschalteten UND-Gattern 156 und 157 zu- 50 am Ende der Transportbahn befindliche Umlenksammen
mit dem Signal FCB 1-FCB'2 zugeführt. station H befördert wird. Wenn die Lochkarte die
Im UND-Gatter 158 werden die Signale PRIM und Abfühlmittel 45 abdeckt, tritt das Signal CLL 9 auf,
DRUCK (AUSF) miteinander logisch verknüpft. Das das zusammen mit dem IMPULS C und dem Signal
Ausgangssignal des UND-Gatters 158 wird über das ABLF WÄHL INLK die logische Bedingung am Ein-Inverter-ODER-Gatter
159 als drittes Eingangssignal 55 gang des UND-Gatters 180 (vgl, Fig. 10) erfüllt,
dem nachgeschalteten UND-Gatter 157 zugeführt. Der Ausgang des UND-Gatters 180 führt zum Ein-Wenn
die logische Bedingung des UND-Gatters 157 gang des Triggers 181, der bei seiner Aktivierung
erfüllt ist, erscheint an dessen Ausgang ein Signal, einen einzelnen Impuls abgibt, der schließlich über
das über das Inverter-ODER-Gatter 160 und die die Treiberschaltung 182 dem Umlenkmagnet in der
Treiberschaltung 161 dem Magnet 68 zugeführt wird, 60 Kartenstation H zugeführt wird. In dieser Kartender
in bezug auf die sekundäre Transportbahn die station H ist eine elektromagnetisch aktivierbare Um-Stanzauswurf-Andruckrolle
steuert. Der Ausgang des lenkvorrichtung vorgesehen, die die Lochkarte in Inverter-ODER-Gatters 159 ist über den Inverter 162 seitlicher Richtung zur Vorherigen Kartenbahn den
mit dem UND-Gatter 176 verbunden, durch das der nicht gezeigten Ablagefächer-Transportrollen zuführt.
Magnet 69 betätigt wird, der die Stanzauswurf- 65 Diese Transportrollen führen die Lochkarten auf
Andruckrolle in bezug auf die primäre Transport- einer Transportbahn entlang, die neben den Ablagebahn
steuert. Die Stanzauswurf-Andruckrollen wer- fächern verläuft. Die selektive Beförderung einer
den auch aktiviert, wenn folgende Signale gleichzeitig Lochkarte in ein bestimmtes Ablagefach wird mit
ffilfe' elektromagnetisch aktivierbarer. Trennschienen
bewerkstelligt. Die entsprechenden Befehlsdaten über die Selektion der Ablagefächer sind in einem bestimmten Teil des Speichers gespeichert; die gespeicherten
Daten enthalten Angaben darüber, welches Ablagefach für eine bestimmte Lochkarte zu wählen
ist und aus welcher Transportbahn die Lochkarte stammt. Es sind geeignete Steuervorrichtungen vorgesehen,
um die Position dieser Daten synchron mit. der Bewegung der Lochkarten durch die Maschine zu to
verschieben. Ein Befehl ABLAGEFACH WÄHLEN
bewirkt also das Auslesen der gespeicherten Daten aus der Speicherposition, die für die bezeichnete
Transportbahn vorgesehen ist. Diese Daten werden in entsprechender Weise miteinander verknüpfrund
bewirken die Einstellung der in der Maschine vorhandenen Halbkreise STS1, STS 2, STS 4, die dem
programmierten Ablagefach entsprechen. Die Ablagefächer werden wie folgt ausgewählt: .
| " Ablagefach | Befehl | Ausgewählter Mageet |
| 1 | ,. | ^ |
| 2 , | WÄHL 2 | 201 |
| 3 | WÄHL 1 + 2 | 202 |
| 4 | WÄHL 4 | 203 |
| 5 | WÄHL1+4 | 204 |
30
Die Ausgangssignale der Haltekreise STS werden, wie aus den Blockdiagrammen rechts unten in
Fi g. 13 zu ersehen ist, in UND-Gattern 205 bis 208 logisch
miteinander verknüpft. Die Ausgänge der genannten UND-Gatter werden über "Treiberschaltungen
den Ablagefach-Auswahlmagneten 201 bis 204 zugeführt. .
Die Steuerschaltung umfaßt weiterhin einen Haltekreis STANZ HALTESPULE (vgl. Fig.l2 unten),
der mit folgenden Signalen zusammenarbeitet: MECHCYC, SXRUM EIN RÜCKSTELL·, MOT,
PASSISTANZ und FD PRÜF. Der Magnet 76 zur
Betätigung des Hebelarms 77 (vgl. Fig. 6) wird
— wie in der Schaltung von Fig. 13 oben zu erkennen ist— von einer Treiberschaltung aktiviert)
an-die der Ausgang- eines UND-Gatters angeschlossen ist, das zwei Eingänge aufweist, denen die Signale
CELL TDK und PASS DRUCK zugeführt werden.
Da innerhalb der beschriebenen Mehrzweck-Lochkartenverarbeitungsmaschine
eine große Anzahl verschiedener Kartenpositionen möglich ist, so sind weitere,
von der Bedienungsperson betätigbare Anzeigemittel (in den Figuren nicht dargestellt) vorgesehen,
die die bestehenden Bedingungen hinsichtlich der Speicherzone für die Auswahl der Ablägefächer anzeigen,
wodurch gleichzeitig auch die Lochkarten-Positionen innerhalb der Maschine zur Anzeige gelangen.
Dieses,-Merkmal hat sich als nützlich erwiesen, insbesondere <für die Rekonstruktion der
Lochkartenpositionen ■ im unmittelbar vorausgegangenen vollständigen Verarbeitungszyklus für den
Fall, daß eine Lochkartenstauung oder eine sonstige Transport- oder Verarbeitungsstörung beim Betrieb
der Maschine eintritt.
Claims (8)
1. Mehrzweck - Lochkartenverarbeitungsmaschine mit mindestens zwei Kartenmagazinen,
von denen Lochkarten oder ähnliche Informationsträger über Arbeitsstationen mehreren Ablagefächern
zugeführt werden und denen jeweils eine Transportbahn zugeordnet ist, die spätestens
vor den. Ablagefächern vereinigt werden, mit dem Vorschub der Lochkarten dienenden, durch ein
■ auf Befehlssignale eines Programms ansprechendes,
auch die Arbeitsstationen steuerndes Steuerwerk selektiv steuerbaren Transportmitteln und
mit den Transportbahnen einzeln zugeordneten, den Arbeitsstationen vorgeschalteten Wartestationen,
dadurch gekennzeichnet, daß die von den getrennten Kartenmagazinen (20, 21)
abgegebenen Lochkarten auf dicht übereinanderliegenden Transportbahnen durch die jeweils
beiden Transportbahnen gemeinsam zugeordneten Arbeitsstationen (22, 23, 24) laufen und Teile
der Antriebsmittel wahlweise auf eine Lochkarte der einen oder der anderen Transportbahn einwirkend
ausgebildet sind.
2. Mehrzweck - Lochkartenverarbeitungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Arbeitsstationen mindestens eine Lesestation (22), eine Stanzstation (23) und eine
Druckstation (24) enthalten.
3. Mehrzweck - Lochkartenverarbeitungsmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Lesestation (22) imstande ist, die in jeder det übereinander angeordneten Transportbahnen
beförderten Lochkarten abzulesen.
4. Mehrzweck - Lochkartenverarbeitungsmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stanzstation (23) imstande ist, die in jeder der übereinander angeordneten Transportbahnen
beförderten Lochkarten zu stanzen.
5. 'Mehrzweck - Lochkartenverarbeitungsmaschine nach einöm der Ansprüche 2 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Transportbahnen an der Lesestation (22) und an der Stanzstation
(23) getrennt voneinander verlaufen.
6. Mehrzweck - Lochkartenverarbeitungsmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis. 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die getrennten Transportbahnen vor der Druckstation (24) vereinigt
werden.
7. Mehrzweck - Lochkartenverarbeitungsmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die getrennten Transportbahnen innerhalb der Stanzstation (23) vereinigt
werden.
8. Mehrzweck - Lochkartenverarbeitungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß bei zwei getrennten Transportbahnen eine Andruckrolle (50) mit zwei Transportrollen (29,
30) zusammenarbeitet, wobei die Andrückrolle (50) wahlweise aus einer neutralen Lage an die
eine (29) oder andere (30) Transportrolle angedrückt werden kann, je nachdem, ob erne Lochkarte
in der oberen oder der unteren Transportbahn befördert werden soll.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US43259965A | 1965-02-15 | 1965-02-15 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1524389B1 true DE1524389B1 (de) | 1971-10-28 |
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ID=23716823
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| FR (1) | FR1466655A (de) |
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