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DE1519505B - Verfahren zum Farben von syntheti sehen Polyamiden - Google Patents

Verfahren zum Farben von syntheti sehen Polyamiden

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Publication number
DE1519505B
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
dyes
wool
synthetic polyamides
dye
acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Jacques Dr Binmngen Gunthard (Schweiz)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sandoz AG
Original Assignee
Sandoz AG

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Description

O NH
,(CHJn-H
O —R
SO3H
verwendet, worin R niedrigmolekulares, gegebenenfalls substituiertes Alkyl oder Cycloalkyl, X Wasserstoff, Halogen, niedrigmolekulares, gegebenenfalls substituiertes Alkyl oder Alkoxy und η 1 oder 2 bedeutet, und mindestens eine der zur —NH-Gruppe ortho-ständigen Stellungen des Phenylrestes unsubstituiert ist.
Es ist bekannt, Wollfarbstoffe zum Färben von synthetischen Polyamiden zu verwenden. In der Praxis bedient man sich hierzu derjenigen Farbstoffe, die gut auf Wolle ziehen und echte Wollfärbungen ergeben, weil die Eigenschaften von Wollfarbstoffen nach bisherigen Erfahrungen auf synthetischen Polyamiden nicht besser sind als auf Wolle. Man hat es deshalb nicht für der Mühe Wert gehalten, Farbstoffe, die auf Wolle unbefriedigende Färbungen ergeben, auf synthetischen Polyamiden auszuprobieren.
Es wurde nun gefunden, daß die bekannten Verbindungen der Formel
O NH
O —R
SO3H
wertvolle Färbungen auf Fasern und Fasermaterialien aus synthetischen Polyamiden ergeben, obwohl sie Wolle wenig gut färben.
In der Formel (I) bedeutet R niedrigmolekulares, gegebenenfalls substituiertes Alkyl oder Cycloalkyl, X Wasserstoff, Halogen, niedrigmolekulares, gegebenenfalls substituiertes Alkyl oder Alkoxy und η 1 oder 2, und mindestens eine der zur —NH-Gruppe ortho-ständigen Stellungen des Phenylrestes unsubstituiert ist.
Als synthetische Polyamidfasern kommen z. B. in Betracht die Kondensationsprodukte aus 1,6-Hexamethylen-diamin und Adipinsäure oder Sebacinsäure, die Polymerisationsprodukte von e-Caprolactam, die Kondensationsprodukte aus ω-Amino-undecansäure und die Mischkondensationsprodukte aus 1,6-Hexamethylen-diamin, Adipinsäure und f-Caprolactam.
Zum Färben dieser Materialien verwendet man im
allgemeinen die sogenannten sauren Wollfarbstoffe,
d. h. Farbstoffe, welche aus saurem Bad auf Wolle aufziehen und diese Faser in licht- und naßechten,
z. B. wasch- und schweißechten, Tönen färben.
Nach der Lehre der beiden USA.-Patentschriften 1821043 und 2 051005, können N-substituierte 1,4-Diaminoanthrachinone, insbesondere die Farbstoffe aus den Beispielen 4 bzw. 7, zum Färben von Wolle verwendet werden. Das Färben von synthetischen Polyamiden ist hingegen nicht erwähnt. Die Farbstoffe liefern auf Wolle unbefriedigende Färbungen, insbesondere ungenügende Naßechtheiten.
Nach den bisherigen Erfahrungen liefern Farbstoffe, welche auf Wolle ungenügende Färbungen ergeben, auf synthetischen Polyamiden ebenfalls unbefriedigende Färbungen. Es war nun überraschend und konnte keineswegs vorausgesehen werden, daß. die Farbstoffe der Formel (I) auf synthetischen Polyamiden wertvolle Färbungen ergeben, obwohl sie Wolle wenig gut anfärben. So sind z. B. die Naßechtheiten der Färbungen auf synthetischen PoIyamiden deutlich besser als im Fall der Färbungen auf Wolle.
Die Färbungen werden zweckmäßig bei Temperaturen oberhalb 95° C, z. B. bei 98 bis 1000C oder unter Druck bei Temperaturen bis etwa 130° C, in etwa 30 bis 120 Minuten, vorzugsweise in etwa 60 Minuten, ausgeführt. Das Färbebad wird mit Essigsäure, Ameisensäure, Schwefelsäure, Ammoniumacetat oder -sulfat oder auch mit einem Gemisch aus Natriumacetat und einer Säure, wie Schwefelsäure oder Essigsäure, auf den gewünschten pH-Wert gebracht; man färbt zweckmäßig in schwach saurem Medium, bei einem pH-Wert von 4 bis 6, vorzugsweise bei einem pH-Wert von 4,5 bis 5.
Zusätze von Neutralsalzen, z. B. Natriumsulfat,
45. von anionischen, z. B. Natrium-dinaphthyl-methandisulfonat oder hochsulfoniertes Ricinusöl, oder von nichtionogenen Verbindungen, z. B. Alkylpolyglykoläther, Alkylarylpolyglykoläther, Umsetzungsprodukte von Alkylaminen oder Fettsäureamiden mit Äthylenoxid, können die Egalität der Färbungen fördern und/öder die Steifigkeit verschwinden lassen.
In den Farbstoffen der Formel (I) kann der Cyclohexylrest unsubstituiert sein oder eine Methylgruppe in einer der Stellungen ortho, meta oder para zur Aminogruppe tragen, wobei ein Gemisch der drei isomeren Methylcyclohexyle auch in Frage kommt. Der Rest R kann für einen niedrigmolekularen, gegebenenfalls substituierten Alkylrest, beispielsweise mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen (wie Methyl, Äthyl, Propyl, Butyl, Chloräthyl, Cyanäthyl, Hydroxyäthyl) oder einen gegebenenfalls substituierten Cycloalkylrest (wie Cyclohexyl, Methylcyclohexyl) stehen. Der Substituent X des Phenylkerns kann Wasserstoff oder ein Halogenatom (Chlor, Brom, Fluor), ein niedrigmolekulares, gegebenenfalls substituiertes Alkyl (Methyl, Äthyl, Isopropyl, Chloräthyl, Cyanäthyl, Hydroxyäthyl, Benzyl) oder ein niedrigmole-. kulares, gegebenenfalls substituiertes Alkoxy (Meth-
oxy, Äthoxy, Butoxy) sein. Wenn zwei Substituenten vorhanden sind, so muß mindestens eine der zur —NH-Gruppe ortho-ständigen Stellungen unsubstituiert sein, z. B. 2-Methyl-4-methoxy.
Diese Farbstoffe können z. B. durch Kondensation von 1-Cyclohexylamino- oder 1-Methylcyclohexylamino-4-amino-anthrachinon mit den Brombenzolen der Formel
Br
O —R
IO
und nachträgliche Sulfonierung der Farbstoffbasen hergestellt werden. Wenn X für Halogen steht, kann man auch dieses Halogen durch Halogenierung des Kondensationsproduktes vor der Sulfonierung einführen. '
Die mit Wasser gespülten und getrockneten Färbungen besitzen sehr gute Lichtechtheit, sehr gute Naßechtheiten, wie sehr gute saure oder alkalische Schweißechtheit, ferner ausgezeichnete Wasch-, Meerwasser-, Permutitwasserechtheit, sowie sehr gute Reib- und Sublimierechtheit; die Farbstoffe der Formel (I) besitzen außerdem einen hohen Sättigungsgrad auf synthetischen Polyamiden sowie ein gutes Aufbauvermögen auf diesen Fasern.
In den folgenden Beispielen bedeuten die Teile Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente, und die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.
Beispiel 1
100 Teile eines Stranges aus Polyamid auf der Grundlage von Hexamethylendiamin und Adipinsäure werden vorgenetzt und in ein aus 6000 Teilen Wasser, 4 Teilen Ammoniumsulfat und 1 Teil Farbstoff der Formel
Man erhält eine schöne türkisblaue Färbung, welche sehr gute Lichtechtheit, sehr gute Schweiß- und Waschechtheit bei 60°, sehr gute Reib- und Sublimierechtheit und gute Waschechtheit bei 80° aufweist.
Ersetzt man den Polyamidstrang auf der Grundlage von Hexamethylendiamin und Adipinsäure durch einen Polyamidstrang auf der Grundlage von ε-Caprolactam, so erhält man ebenfalls sehr gute Resultate.
Der in diesem Beispiel verwendete Farbstoff kann in folgender Weise hergestellt werden: 21,3 Teile 1 - Cyclohexylamine - 4 - (4' - methoxyphenylamino)-anthrachinon (durch Kondensation von 1-Cyclohexylamino - 4 - amino - anthrachinon mit 1 - Brom-4-methoxybenzol hergestellt) werden bei —5 bis 0° in einem Gemisch aus 100 Teilen 100%iger Schwefelsäure und 20 Teilen 25%igem Oleum gelöst. Man rührt das Gemisch bei 0°, bis eine Probe in Wasser vorständig löslich ist, was nach etwa 1 Stunde der Fall ist, gießt dann die Masse auf 400 Teile eines Gemisches aus Wasser und Eis, saugt den abgeschiedenen Farbstoff ab und wäscht ihn mit wenig kaltem Wasser. Das Filtergut wird mit Wasser und so viel Natriumcarbonat verpastet, daß der pH-Wert auf 7,5 ansteigt; hierauf trocknet man die Paste und mahlt den trockenen Farbstoff zu einem feinen Pulver.
Die folgende Tabelle enthält weitere Beispiele des erfindungsgemäßen Verfahrens; sie sind durch die Farbstoffbase, welche durch Sulfonierung in den zur Verwendung gelangenden Farbstoff übergeführt wird, und durch den Farbton der Färbung auf Textilgut aus Polyamid auf der Grundlage von Hexamethylendiamin und Adipinsäure gekennzeichnet.
O NH
CH,
40
45
SO3H
bestehendes Färbebad eingebracht. Man erhitzt die Flotte in 20 Minuten auf 100°, hält sie 30 Minuten bei 100°, ersetzt das verdampfte Wasser, setzt 1 Teil konzentrierte Essigsäure zu und färbt noch 30 Minuten bei 100°. Das Färbegut wird herausgenommen mit Wasser gründlich gespült und bei 100° getrocknet.
Farbstoffbase Farbton der Färbung
auf Textilgut aus
Bei Polyamid auf der
spiel Grundlage von Hexa
1 -Cyclohexylamino- methylendiamin und
4-(4'-methoxy-3 '-brom- Adipinsäure
2 phenylamino)-anthra- Grünblau
chinon
l-(4'-Methylcyclohexyl-
amino)-4-(4"-methoxy-
3 phenylamino)-anthra- Grünblau
chinon
1 -Cyclohexylamino-
4-(4'-tert.-butoxyphenyl-
4 amino)-anthrachinon Türkisblau
1 -Cyclohexylamino-
4-(4'-äthoxyphenyl-
5 amino)-anthrachinon Türkisblau

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zum Färben von synthetischen Polyamidfasern aus schwach saurem bis neutralem Bad mit sauren Farbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man Farbstoffe der Formel

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