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DE1519089B - Schleif und Polierpaste - Google Patents

Schleif und Polierpaste

Info

Publication number
DE1519089B
DE1519089B DE1519089B DE 1519089 B DE1519089 B DE 1519089B DE 1519089 B DE1519089 B DE 1519089B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
polishing
parts
metal
bentonite
polishing paste
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Dr 5650 Sohngen Wald Muller
Original Assignee
Dursol Fabnk,Otto Durst, 5650 So hngen Wald

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Description

Schleif- und Polierpasten weiden sowohl in der iiiumseifen enthalten, auftretenden Seifenfilm ohne Industrie als auch im Haushalt in großen Mengen für großen Arbeitsaufwand zu entfernen und damit durch zahlreiche Verwendungszwecke gebraucht. Die Haus- nur wenige Wischbewegungen blanke Flächen zu erfrau verwendet sie meist in Form von Tubenpasten halten. ι
zum Putzen des Herdes, der Türklinken und vieler 5 Gegenstand der" Erfindung ist demgemäß eine sonstiger blanker Teile im Haushalt; der Autofahrer Schleif- und Polierpaste, bestehend aus der wäßrigen benutzt sie für Chrom- und Aluminiumteile seines Suspension eines Kohlenwasserstofflösemittels, eine Wagens. In der Industrie werden aber auch derartige Ammoniumseife eines Schleifmittels und Bentonit, Pasten an vielen Stellen verwendet, insbesondere zum die durch einen Gehalt an Seifen zwei- und mehr-Polieren von Gebrauchsartikeln, wie Bestecken, Mes- io wertiger Metalle mit höheren, gesättigten Fettsäuren sing- und Chromschildern und vielen anderen glän- von 0,1 bis 5, vorzugsweise 1 bis 3 Gewichtsprozent, zenden Metallteilen. gekennzeichnet ist.
■ Zur Herstellung dieser Pasten werden üblicherweise Hierbei ist ein Gehalt an Palmitaten oder Steara-
Ammoniumseifen ungesättigter Fettsäuren, z. B. von ten des Magnesiums, Aluminiums oder Zinks vorteil-Ölsäure, mit einem Kohlenwasserstofflösemittel, ins- 15 haft. Für die Stearate genügt im allgemeinen der Zubesondere Petroleum, und einem Poliermittel in be- satz von 0,1 bis 5, insbesondere von 1 bis 3 Gestimmtem Verhältnis vermischt und das Ganze homo- wichtsprozent, bezogen auf die Gesamtmischung, gen zu einer gut gebundenen Paste verrührt. Durch Aluminiumsilikate, insbesondere in Form von Bentodie Auswahl der Poliermittel, wie Tonerde, Tripel, nit, werden zweckmäßig in Mengen von 0,1 bis 10, Neuburger Kreide oder Kieselgur und Mischung der 20 vorzugsweise 1 bis 5 Gewichtsprozent, bezogen auf verschiedenen Sorten, läßt sich der Schleif- und Po- die Gesamtmischung, zugegeben.
liereffekt variieren, und er kann je nach Wunsch von Durch den Zusatz der Metallseifen und des Alu- ._-,
weichpolierend bis hartschleifend reichen. minosilikats kann die Zeit für das Blankpolieren (|
Auch sind Poliermittel bekanntgeworden (Seifen, überraschend abgekürzt werden. Bei Gebrauch einer ' Öle, Fette, Wachse, 1951, S. 322), die Ammonium- 25 Polierpaste üblicher Art entsteht durch Bildung des ! seife, Schleifmittel, Wasser und Bentonit, jedoch erwähnten Seifenfilms ein hauchdünner Schleier auf keine Kohlenwasserstofflösungsmittel enthalten. Diese dem Metall, der nur schwer völlig verschwindet. Diesind jedoch ebenso wie bereits bekannte Poliermittel ser Schleier läßt sich völlig entfernen bei Gebrauch aus Schleifmittel, Kohlenwasserstofflösungsmittel, der erfindungsgemäßen Polierpaste, und es tritt schon nicht in allen Fällen Wasser, dafür aber Spiritus und 30 nach ganz kurzer Zeit das Metall tiefer glänzend zum als Emulgator aus Olein und Salmiakgeist gebildete Vorschein. Es genügt in den meisten Fällen, mit Ammoniumseife und zusätzlich Kern- oder Schmier- einem sauberen Lappen nur zwei- bis dreimal über seife, soweit sie Spiritus enthalten (Seifen, Öle, Fette, die Metalifläche zu wischen, um eine vollständig Wachse, 1962, S. 170), flüssig. Letztere können auch blanke Metalloberfläche zu erhalten. Bei Verwen- | als Verdickungsmittel Bentonit bis zu 5% enthalten. 35 dung der bekannten Polierpaste müßte man etwa i Jedoch besitzen alle diese Putzmittel die nachstehen- 50mal über das Metall wischen und zusätzlich Kraft den Nachteile. anwenden, um die Metalloberfläche ähnlich blank
Sie werden meist in der Weise verwendet, daß der zu bekommen. Zudem ist das Blankputzen der mit Verbraucher das Putzmittel mit einem Lappen auf dem erfindungsgemäßen Poliermittel behandelten die Metallfläche, beispielsweise die Chromschutz- 40 Metallgegenstände von. der Qualität des zum Putzen j stangen von Automobilen oder eine Herdplatte, auf- verwendeten Tuches und der Geschicklichkeit der j trägt und die Metallfläche so lange bearbeitet, bis der putzenden Person weitgehend unabhängig. . . ]
auf der Oberfläche des Metalls aufsitzende Oxydbelag verschwunden ist. Anschließend wird die ge- Beispiell (l reinigte Fläche mit einem sauberen und saugfähigen 45 '! Tuch blank gerieben. Dieses Blankreiben erfordert 6 kg Ölsäure werden mit 10 kg Petroleum verbei den bekannten Mitteln selbst bei Verwendung mischt und dann mit 2 kg 25%igem Salmiakgeist zu sehr saugfähiger Tücher, besonders bei größeren einer Ammoniumseife verrührt. Dann werden nach Flächen längere Zeit, denn es ist schwierig, den fest und nach IV2 kg Zinkstearat und 2 kg Bentonit zuanhaftenden Seifenfilm restlos von der Metallober- 5° gegeben, die Mischung homogenisiert, 20 kg Tonerde fläche zu entfernen. In vielen Fällen wird trotz erheb- und 10 kg Wasser zugemischt und erneut bis zur licher Mühe nur ein unbefriedigendes Ergebnis er- Homogenität gerührt,
zielt.
Weiterhin ist ein Poliermittel auf Wachsbasis aus Beispiel 2
der britischen Patentschrift 689 850 bekannt, daß 55 .... ;. ;
außerdem noch Metallseifen und flüssige Polysil- Entsprechend wurde, eine. .Polierpaste aus 12 kg
oxane enthält. Hierbei soll jedoch ein glänzender Petroleum, 4,3 kg Ölsäure, 1,6 kg 25%igem Salmiak-Wachsfilm zum Schutz gegen die Witterung auf dem geist, 18 kg Tonerde, 3 kg Bentonit, 0,6 kg Zinkbehandelten Material verbleiben, wobei die Metall- stearat und 12,5 kg Wasser hergestellt,
seifen und die Polysiloxane als Filmbildner dienen. 60 .·
Die wasserunlösliche Metallseife ist hierbei vornehm- Vergleichsbeispiel 3
lieh Suspendiermittel für die arideren in der Mischung
dispergierten Komponenten. Bei diesem Poliermittel Zum Vergleich wurde eine Polierpaste gemäß der
soll also der fest anhaftende Seifenfilm von der Me- Erfindung hergestellt, die jedoch keinen Bentonit enttalloberfläche nicht wieder entfernt werden. 65 hielt und daher folgende Bestandteile aufwies: 12 kg
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Petroleum, 4,3 kg ölsäure, 1,6 kg 25%iger Salmiak-Polierpaste zu finden, die es erlaubt, den beim Po- geist, 18 kg Tonerde, 0,6 kg Zinkstearat und 12,5 kg lieren glatter Flächen mit Polierpasten, die Ammo- Wasser.
Vergleichsbeispiel 4
Weiterhin wurde zum Vergleich eine Mischung gemäß Seifen—Öle—Fette—Wachse, 1951, S. 322, Z. 15, hergestellt. Hier handelt es sich um flüssige Dispersionen, die nicht in Tuben verpackt werden können und die schon aus diesem Grunde der der Erfindung zugrunde liegenden Aufgabe nicht gerecht werden. Die Mischung bestand aus 20 Teilen Kieselpulver, 2 Teilen Bentonit, 5 Teilen Ölsäure, 3 Teilen Ammoniak (25%ig), 5 Teilen Kiefernöl (Terpentinöl) und 65 Teilen Wasser.
Vergleichsbeispiel 5
Weiterhin wurde zum Vergleich eine Mischung gemaß Seifen—Öle—Fette—Wachse, 1962, S. 170, Abschn. 41, Nr. 3, hergestellt, wobei es sich ebenfalls um eine flüssige Dispersion handelt. Sie bestand aus 15 Teilen Schmierseife, 260 Teilen Wasser, 15 Teilen Olein, 3 Teilen Petroleum, 5 Teilen Ammoniak (0,91), 46 Teilen Kieselkreide und 3 Teilen Bentonit.
Bei der Behandlung von Metallteilen mit der nach diesen Beispielen hergestellten Poliermitteln ergab sich, daß die erfindungsgemäßen Poliermittel denen der Beispiele 3 bis 5 weit überlegen waren. Abgesehen von dem Nachteil der Poliermittel nach Beispiel 4 und 5 bezüglich ihrer flüssigen Form, konnte der durch sie hervorgerufene Metallseifenfilm auf den Metallteilen nur schwer nach längerem Reiben unter Kraftaufwand entfernt werden. Ähnliches gilt für die Verwendung eines Schmiermittels nach Art der Erfindung jedoch lohne Bentonit. Gerade das Zusammenwirken der Seifen zwei- bzw. mehrwertiger Metalle mit höheren, gesättigten Fettsäuren und Bentonit, die in den bisher bekannten Poliermitteln nicht vorhanden waren, führen zu der überraschenden und fortschrittlichen Wirkung der erfindungsgemäßen Polierpasten.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Schleif- und Polierpaste, bestehend aus der wäßrigen Suspension eines Kohlenwasserstofflösemittels, einer Ammoniumseife, eines Schleifmittels und Bentonit, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Seifen zwei- und mehrwertiger Metalle mit höheren, gesättigten Fettsäuren von 0,1 bis 5, vorzugsweise 1 bis 3 Gewichtsprozent. .
2. Schleif- und Polierpaste nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch den Gehalt an Palmitaten oder Stearaten des Magnesiums, Aluminiums oder Zinks.

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