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DE1518945A1 - Verfahren zur Herstellung von Alpha,Omega-Dicarbonsaeuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Alpha,Omega-Dicarbonsaeuren

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Publication number
DE1518945A1
DE1518945A1 DE19651518945 DE1518945A DE1518945A1 DE 1518945 A1 DE1518945 A1 DE 1518945A1 DE 19651518945 DE19651518945 DE 19651518945 DE 1518945 A DE1518945 A DE 1518945A DE 1518945 A1 DE1518945 A1 DE 1518945A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
reaction mixture
acid
parts
ozone
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE19651518945
Other languages
English (en)
Other versions
DE1518945B2 (de
Inventor
Eric Keith Stockport; Pickles Wilfred Hazel Grove; Sparrow Kenneth David High Lane Cheshire; Baylis (Großbritannien)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
J R G GY AG
Original Assignee
J R G GY AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by J R G GY AG filed Critical J R G GY AG
Publication of DE1518945A1 publication Critical patent/DE1518945A1/de
Publication of DE1518945B2 publication Critical patent/DE1518945B2/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/34Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by oxidation with ozone; by hydrolysis of ozonides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

L-.F./^fein-Dr.EAssmann
i>. I. Koenigsberger Dipl. riiys. R. Hoizbauer
fo'-^waii.- 2051/Ma 1186
München 2, Bräuhaussfraije 4/I!{
Verfahren zur Herstellung von cc, w-Dicarbonsäuren
Es ist bekanntfDicarbonsäuren aus zyklischen Monoenen her- | z-ustellen indem man ein hoehgereinigtes zyklisches Monoen mit wasserfreier Propionsäure mischt, anschliessend Ozon in das Gemisch einleitet zur Herstellung des Ozonids des Monoens und in einer zweiten Stufe das Ozonid durch thermische Aufspaltung, gegebenenfalls in Anwesenheit eines milden Oxydationsmittels in ein Gemisch von a,w-Dicarbonsäure und et,aJ-Aldehydsäure überführt.
Erfolgt die thermische Spaltung ohne Anwendung eines Oxydationsmittels, so wird eine kleine Menge Wasser (bis 5%) zugegeben, um einer stark exothermen Reaktion entgegenzuwirken und eine konstante Temperatur zu erzielen. Dadurch wird ein Reaktionsprodukt erhalten, · das im wesentlichen gleiche Mengender gewünschten α,^-Dicarbonsäure und der unerwünschten α,ο^-Aldehydsäure, enthält.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun ein verbessertes Herstellungsverfahren mit Ausbeuten von über 60$ der gewünschten α,^-Alkandisäure, bezogen auf das Gewicht des verwendeten zyklischen Monoens.
Gegenstand der Anmeldung ist deshalb ein Verfahren zur Herstellung von α, ^-Dicarbonsäuren durch Umsetzung eines zyklischen Monoens mit
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5 bis 20 Kohlenstoffatomen im carbozyklischen Ring mit Ozon in Gegenwart einer als Lösungsmittel dienenden Fettsäure mit 1 bis Kohlenstoffatomen und anschliessender oxydativer Zersetzung des entstandenen Ozonide in die entsprechende a^^-Dicarbonsäure mit Luft oder ozonfreiern Sauerstoff in der bei der Ozonisierung als Lösungsmittel verwendeten Fettsäure, dadurch gekennzeichnet, dass die Zersetzung in Gegenwart von mindestens 10 Gew.$ Wasser, bezogen auf das Reaktionsgemische durchgeführt wird.
Das im erfind, ar gsgemässen Verfahren verwendete zyclisehe Monoen enthält im eerbozyklischen Ring 5 bis 20 und vorzugsweise 8 bis 12 Kohlenstoffatome. Beispiele solcher Monoene sind Cyelopenten, Gyclohexen, Cyclohepten, Cycloocten, Gyclodecen und Cyclododecen, Insbesondere wird jedoch im erfindungsgemässen Verfahren Cyeloocter oder Gyclododecen verwendet. Das zyklische ■ Monoen ist vorzugsweise unsubstituiert, es kann aber auch beispielsweise mit einer odei mehreren Alkyl-, Cycloalkyl- oder Aralkylgruppe substituiert sein.
Das zyklische Koiioen wird in erster Stufe auf übliche Weise mit C ζ on in Form vor. ozonisiertem Sauerstoff umgesetzt. Dabei kann die Menge des im ozonisierten Sauerstoff enthaltenen Ozons in einem weiten Ber·: ich variieren, doch beträgt sie vorzugsweise 1 bis 5 Gew. #» Vorceilhaft wird das zyklische Monoen in der ±~. Lösungsmittel diener den Fettsäure vor der Umsetzung mit Ozon gele b,
Die im Verfahren verwendete, als Lösungsmittel dienende Fettsäure kann beispielsweise Ameisensäure5 EssigsM"ri ?.'-:-:ioi-säure oder Buttersaiires vorzugsweise jeäoea r -- λ, . >i ί sein.
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BAD ORiGINAL
Wasser ist mit Vorteil bei der Ozonisierung anwesend, Da es wünschbar ist, dass das Reaktionsgemisch während der Ozonisierung homogen bleibt, wird das Verhältnis der Wassermenge, die bei der Ozonisierung anwesend sein kann durch die Löslichkeit des zyklischen Monoens in der wässrigen Fettsäure bestimmt. Ia allgemeinen wird während der Ozonisierung ein Anteil von 1 bis IG Gew.^ Wasser, bezogen auf das Gewicht der fettsauren Lösung des zyklischen Monoens, bevorzugt.
Die Konzentration des zyklischen Monoens in der Fettsäure beträgt vorzugsweise 10 bis 40 und insbesondere 2C bis 35 Gew,$ bezogen auf das Gewicht der Fettsäure.
Vorzugsweise wird das zyklische Monoen mit dem Ozon bei einer Temperatur, die 400C nicht überschreitet, umgesetzt. Ss ist wünschenswert, dass die Ozonisierung so lange durchgeführ.t wird, bis im wesentlichen alle ungesättigten ät;*ylenisehen Bindungen im carbozyklischen Ring des Ausgangsmaterials in Ozonid umgewandelt worden sind. Das Ende der fieait;,^r. Aänn beispielsweise a festgestellt werden, indem man die dem uson^^er'urigDgemisch entweichenden Gase durch eine wässrige Lösung von ^ al-ut .;■·'■ al a/B or saure leitet, wobei die charakteristische Farbe von ^e^in Jod das InJe der "Ozonierung anzeigt.
Das özonid des zyklischen Monoens, das bei der Reaktion ££ mit Ozon gebildet wird, kann gewünschtenfalls durch Entfernung
O0 der Fettsäure und des Wassers isoliert werden, Da aber Ozonide im
cn allgemeinen unstabile Verbindungen sind, ist es vorteilhafter, "-* das rohe Ozonid unmittelbar nach seiner Herstellung oxydativ zu ^? zersetzen. Gewünschtenfalls kann das Ozonid aber vor der oxydativen Zersetzung teilweise gereinigt werden.
Die oxydative Zersetzung des in der ersten Stufe des Verfahrens erzeugten Ozonids wird in Gegenwart von mindestens 10 Gew.% Wasser, bezogen auf das Gesamtgewicht der fettsauren Lösung, durch Umsetzung der Ozonidlösung bei erhöhter Temperatur mit Luft oder Sauerstoff durchgeführt. Das Wasser wird" dabei vor der Ozonisierung oder vor oder während der oxydativen Zersetzung des Ozonids beigefügte Da das bei der Ozonisierung vorzugsweise in begrenzten Mengen anwesende Wasser im allgemeinen nicht verbraucht wird, ist es auch bei der nachfolgenden oxydativen Zersetzung im Reaktionsgemisch vorhanden. Die bei der Zersetzung zuzugebende Menge Wasser hängt demnach von der Menge des bei der Ozonisierung anwesenden Wassers ab und reicht von 0$, im Falle dass wenigstens 10$ Wasser bei der Ozonisierung zugegeben worden sind, bis vorzugsweise zu einer Menge, bei der das Reaktionsgemisch während der Zersetzung im wesentlichen homogen bleibt. Ein Teil des bei der oxydativen Zersetzung vorhandenen Wassers kann auch chemisch aus dem Ozonid entstanden sein. Jedoch ist diese Wassermenge im Vergleich mit der Menge des absichtlich beigefügten Wassers unbedeutend. Wird nun nicht eine wesentliche Menge Wasser dem Reaktionsgemisch, insbesondere nach der Ozonisierung, beigefügt, bleibt die Ausbeute an Dicarbonsäure vergleichsweise gering. Um eine gute Ausbeute an Dicarbonsäure von hohem Reinheitsgrad zu erzielen, muss während der oxydativen Zersetzung eine Wassermenge von 10 bis beispielsweise 50 Gew.^, bezogen auf ,das Gesamtgewicht der fettsauren Lösung des Ozonids, im Reaktionsgemisch vorhanden sein. Obschon die obere Grenze des bei der oxydativen Zersetzung anwesenden Wassers nicht ausschlaggebend ist, sollte die Wassermenge vorteilhaft nicht so
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gross sein, dass das Ozonid ausfällt, sondern homogen in der Lösung bleibt.
Aus diesem Grunde wird eine Wassermenge von 25 - 35 Gew.^, bezogen auf das Gesamtgewicht der fettsauren Lösung des Ozonids, bei der Zersetzung besonders bevorzugt, denn dadurch wird die Homogenität des Reaktionsgemisches während der oxydativen Zersetzung und damit eine optimale Ausbeute der gewünschten α, ov/-Dicarbon~ säure erzielt.
Das bei der oxydativen Zersetzung anwesende Wasser wird hierauf ganz oder teilweise, vorzugsweise durch Destillation, entfernt. In den Fällen, wo das im erfindungsgemässen Verfahren verwendete fettsaure Lösungsmittel ein Azeotrop mit Wasser bildet, beispielsweise bei Propionsäure oder Buttersäure, kann das Wasser als Azeotrop abgetrennt werden. Bei Essigsäure, die kein solches Azeotrop bildet, kann das Wasser dagegen während der oxydativen Zersetzung allein abdestilliert werden. Durch Kontrolle der während der oxydativen Zersetzung abgetrennten Wassermenge kann man eine optimale Ausbeute der a,<-*y-Dicarbonsäure erzielen.
Die oxydative Zersetzung des Ozonids kann in einem Temperaturbereich von 500C bis 2000G, insbesondere von 55° bis 1500C, durchgeführt werden. Vorzugsweise wird die Temperatur der Ozonidlösung.nur langsam bis zur Rückflusstemperatur erhöht.Besonders bevorzugt wird die schrittweise Erhöhung der Temperatur von 550C bis zur Η^^ΐ1^3ΐβπιρβ^ΐμΓ der Ozonidlösung während eines längeren Zeitraumes, wie z.B. 3 bis 10 Stunden, besonders aber 4 bis 6 Stunden.
Bei der oxydativen Zersetzung ist ein Katalysator nicht'unbedingt notwendig, doch kann gegebenenfalls die Verbindung eines Metalles mit verschiedenen Wertigkeiten, wie zum Beispiel Manganacetat., Eisenoxyd oder Chromoxyd, ferner Phosphorsäure, Polyphos-
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phorsäure oder andere Katalysatoren beigefügt werden. Als Sauer stoffquelle kann gewünschtenfalls Wasserstoffsuperoxyd bei der oxydativen Zersetzung des Ozonids Verwendung finden.
Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren gewonnene α,ν^-Dicarbonsäure wird in guter Ausbeute und hoher Reinheit durch Auskristallisieren aus dem Reaktionsgemisch erhalten. Aus diesem Grunde erübrigen sich weitere Reinigungsoperationen, um unerwünschte Nebenprodukte wie Aldehydsäuren und niedere Dicarbonsäure zu entfernen.
Die erfindungsgemäss hergestellten a,uJ-Dicarbonsäuren sind bekannte Verbindungen mit verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten, Beispielsweise sind die Ester dieser Säuren wertvolle Weichmacher für synthetische polymere Stoffe oder wertvolle Bestandteile synthetischer Schmiermittel mit hoher thermischer Stabilität.
Die folgenden Beispiele veranschaulischen die Erfindung. Teile und Prozente bedeuten - sofern nicht anders angegeben Gewichtsteile oder Gewichtsprozente. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.
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Beispiel 1
16,6 Teile Cyclododecen werden in 19,8 Teilen Propionsäure und 3,0 Teilen Wasser gelöst und bei einer Temperatur von 25° gehalten« Ozonisierter Sauerstoff mit 3% Ozon wird mit einer Geschwindigkeit von 60 Litern/Stunde durch die Lösung geleitet, bis die Ozonisierung des Cyclododecens vollendet ist, was sich bei der Prüfung der dem Reaktionsgemisch entweichenden Gase in wässriger KaliumJodid/Borsäure durch Jodbildung zeigt.
20,8 Teile Wasser (29$ berechnet auf das Gesamtgewicht des Reaktionsgemisches) werden hierauf dem Reaktionsgemisch beigefügt. Dann wird Sauerstoff mit einer Geschwindigkeit von 60 Litern/Stunde unter schneller Erhöhung der Temperatur auf 55° durch das verdünnte Reaktionsgemisch geleitet. Während die Sauerstoffzufuhr konstant bleibt, wird die Temperatur des Reaktionsgemisches von 55° auf 65° und von 65° bis 75° je in einem Zeitraum von einer Stundej von 75° bis 85° in einem Zeitraum von drei Stunden und von 85° bis zur Rückflusstemperatur des Gemisches in einem Zeitraum von einer Stunde erhöhte Die Hälfte der beigefügten Wassermenge (12,0 Teile) wird als Azeotrop mit Propionsäure während des Erhitzens unter Rückfluss entfernt. Nach dem Abkühlen des Reaktionsgemisches fällt die erhaltene Dicarbonsäure als ein weisser kristalliner Körper aus und wird abfiltriert und getrocknet.
Auf diese Weise werden 17,0 Teile 1,12-Dodeean-disäure vom Fp. 13C: und mit einem Reinheitsgrad von 97 bis 98$, was einer Ausbeute --·.-,r ^A% der Theorie entspricht, erhalten.
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Wenn man das Cyclododecen im Beispiel 1 durch das stöchiometrische Aequivalent von Cyclopenten, Cyclohexen oder Cyclodecen ersetzt und im übrigen wie beschrieben verfährt, wird ebenfalls die entsprechende α ,ω-Dicarbonsäure erhalten.
Beispiele 2 bis 8
Das Verfahren, wie es in Beispiel 1 beschrieben ist, wird unter den gleichen Bedingungen und mit den gleichen Reaktionsmitteln ausgeführt, doch wird die bei der Ozonisierung anwesende Wassermenge variiert» Die Wassermenge die bei der Ozonisierung gebraucht wird und die entsprechende Ausbeute an 1,12-Dodecandisäure mit einem Reinheitsgrad von mindestens 97$ ist aus der nachstehenden Tabelle I ersichtlich.
Tabelle I
Beispiel Bei der Ozonisierung anwesende Ausbeute an
Wassermenge (Teile und %) Säure in %
2 0,0 (0,OJg) 65
3 1,0 (1,5$) 70
4 2,0 (3,0Jg) 68
5 3,5 (5,3$) 70
6 4,0 (6,0Jg) 69
7 4,5 (6,7$) 67
8 18,0 (27 %) 65
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Diese Resultate zeigen, dass die Anwesenheit von Wasser während der Ozonisierung vorteilhaft ist. Ist jedoch zu viel Wasser anwesend so tritt eine Phasentrennung des Ozonisierungsgemisches ein, wodurch die Ausbeute an Dicarbonsäure verringert wird.
Beispiele 9 bis 10
Das Verfahren, wie es in Beispiel 1 beschrieben ist, wird unter den gleichen Bedingungen und mit den gleichen Reaktionsmitteln ausgeführt, doch wird die bei der oxydativen Zersetzung anwesende Wassermenge variiert. Diese Wassermenge und die entsprechende Ausbeute an 1,2-Dodecandisäure wird in der nachstehenden Tabelle II aufgeführt. Zum Vergleich wird die Ausbeute an 1,12-Dodecandisäure aus dem Beispiel 1 ebenfalls angeführt.
Tabelle II
Beispiel Vor der Zersetzung aber
nach der Ozonisierungs-
stufe zugesetzte Wasser
menge (Teile und %)
Ausbeute an
Säure in %
1
9
10
20,8 (29Jg)
34,7 (50Jg)
69,4 (lOOjO
74
70
72
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151894ο - ίο -
Beispiel 11
11,7 Teile Cycloocten (Reinheitsgrad 93$) werden in einem Lösungsmittelgemisch von 35,1 Teilen Propionsäure und 2,0 Teilen Wasser gelöst und bei einer Temperatur von 5° gehalten. Ozonisierter Sauerstoff mit 2% Ozon wird mit einer Geschwindigkeit von 60 Litern/Stunde durch die Lösung geleitet, bis die Ozonisierung des Cyclooctens vollendet ist.
) - 16 Teile Wasser werden hierauf dem Reaktionsgemisch beigefügt. Dann wird'unter schneller Erhöhung der Temperatur auf 55° Sauerstoff mit einer Geschwindigkeit von 60 Litern/Stunde durch die Lösung geleitet. Unter gleichbleibender Sauerstoffzufuhr erfolgt eine Temperaturerhöhung des Reaktionsgemisches von 55° bis 65° in einem Zeitraum von einer Stunde; von 75° bis 85° in einem Zeitraum von drei Stunden; von 85° bis 95° und von 95° bis zur Rückflusstemperatur des Gemisches in einem Zeitraum von je einer Stunde. 35 Teile des azeotropen Gemisches aus Propionsäure und Wasser werden während der Rückflussperiode entfernt. Nach dem Abkühlen des Reaktionsgemisches fällt ein weisser, kristalliner Körper aus, der abfiltriert und getrocknet wird.
Auf diese Weise erhält man 10,5 Teile Korksäure mit einem Fp. von 140°fwas einer Ausbeute von 60,55? der Theorie entspricht.
Beispiel 12
16,6 Teile Cyclododec«n werden in 49,8 Teilen Propionsäure gelöst und bei einer Temperatur von 25° gehalten. Ozonisierter Sauerstoff mit 3% Ozon wird mit einer Geschwindigkeit von 60' Litern/ Stunde durch diese Lösung geleitet, bis die Ozonisierung des Cyclododecens vollendet ist. 909835/1456
6,6 Teile Wasser (1Oi? berechnet auf das Gesamtgewicht des Reaktionsgemisches) werden hierauf dem Reaktionsgemisch beigefügt und Sauerstoff mit einer Geschwindigkeit von 60 Litern/Stunde durch das solchermassen verdünnte Reaktionsgemisch unter schneller Erhöhung der Temperatur auf 55° geleitet. Bei konstanter Sauerstoffzufuhr erfolgt eine Erhöhung der Temperatur des Reaktionsgemisches von 55° bis 65°· und von 65° bis 75° je in einem Zeitraum von einer Stunde; von 75° bis 85° in einem Zeitraum von drei Stunden und von 85° bis zur Rückflusstemperatur des Reaktionsgemisches in einem Zeiraum von einer Stunde. 4,1 Teile des Wasser/Propionsäure Azeotropes werden während der Rückflussperiode entfernt. Beim Abkühlen des Reaktionsgen:' —hes fällt die Dicarbonsäure als weisser, kristalliner Körper aus, der abfiltriert und getrocknet wird.
Auf diese Weise erhält man 14,4 Teile 1,12-Dodecan-
disäure mit einem Fp, von 130° und einem Reinheitsgrad von 92,3$, ι was einer Ausbeute von 57,8$ der Theorie entspricht.
Wenn man das in diesem Beispiel beschriebene Verfahren wiederholt, jedoch nur 3,3 Teile Wasser (5% berechnet auf das Gesamtgewicht des Reaktionsgemisches) bei der oxydativen Zersetzung verwendet, erhält man nur 13,0 Teile 1,12-Dodecandisäure mit einem Fp. von 121° und einem Reinheitsgrad von 87,2$, was einer Ausbeute von 49,3$ der Theorie entspricht.
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Diese Resultate zeigen, dass zur Erzielung einer guten Ausbeute an α,ω-Dicarbonsäure von hohem Reinheitsgrad erfindungsgemäss eine wesentliche Menge Wasser, mindestens 10$ bezogen auf das Gesamtgewicht des Reaktionsgemisches, während der oxydativen Zersetzung anwesend sein muss.
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Claims (4)

Patentansprüche
1. Verfahren zur Herstellung von a,v*/-Dicarbonsäuren durch Umsetzung eines zyklischen Monoens mit 5 bis 20 Kohlenstoffatomen im carbozyklischen Ring mit Ozon in Gegenwart einer als Lösungsmittel dienenden Fettsäure mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen und anschliessender oxydativer Zersetzung des entstandenen Ozonids in die entsprechende a,<-i/-Dicarbonsäure mit Luft oder ozonfreiem Sauerstoff in der bei der Ozonisierung als Lösungsmittel verwendeten Fettsäure, dadurch gekennzeichnet, dass die Zersetzung in Gegenwart von mindestens 10 Gewichtsprozent Wasser, bezogen auf das Reaktionsgemiseh, durchgeführt wird,
2a Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die oxydative Zersetzung in Gegenwart von 25 bis 35 Gewichtsprozent Wasser, bezogen auf das Reaktionsgemiseh, durchgeführt wird.
3. Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass, bei der Umsetzung mit Ozon 1 bis 10 Gewichtsprozent Wasser bezogen auf das Reaktionsgemiseh, anwesend sind.
4. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass als zyklisches Monoen Cycloocten oder Cyclododecen verwendet werden.
4P/KS/wl/ke/18.8.1965
909835/USu
DE1518945A 1964-09-01 1965-08-31 Verfahren zur Herstellung von gesättigten aliphatischen alpha, omega-Dicarbonsäuren Withdrawn DE1518945B2 (de)

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