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DE1518122A1 - Verfahren zum Herstellen von festen,aromatische Kerne enthaltenden Epoxydverbindungen - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von festen,aromatische Kerne enthaltenden Epoxydverbindungen

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Publication number
DE1518122A1
DE1518122A1 DE19651518122 DE1518122A DE1518122A1 DE 1518122 A1 DE1518122 A1 DE 1518122A1 DE 19651518122 DE19651518122 DE 19651518122 DE 1518122 A DE1518122 A DE 1518122A DE 1518122 A1 DE1518122 A1 DE 1518122A1
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DE
Germany
Prior art keywords
resin
necessary
water
solution
resin solution
Prior art date
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Pending
Application number
DE19651518122
Other languages
English (en)
Inventor
Delius Dipl-Chem Hermann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Reichhold Albert Chemie AG
Original Assignee
Reichhold Albert Chemie AG
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Filing date
Publication date
Application filed by Reichhold Albert Chemie AG filed Critical Reichhold Albert Chemie AG
Publication of DE1518122A1 publication Critical patent/DE1518122A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G59/00Polycondensates containing more than one epoxy group per molecule; Macromolecules obtained by polymerising compounds containing more than one epoxy group per molecule using curing agents or catalysts which react with the epoxy groups
    • C08G59/02Polycondensates containing more than one epoxy group per molecule
    • C08G59/04Polycondensates containing more than one epoxy group per molecule of polyhydroxy compounds with epihalohydrins or precursors thereof
    • C08G59/06Polycondensates containing more than one epoxy group per molecule of polyhydroxy compounds with epihalohydrins or precursors thereof of polyhydric phenols
    • C08G59/063Polycondensates containing more than one epoxy group per molecule of polyhydroxy compounds with epihalohydrins or precursors thereof of polyhydric phenols with epihalohydrins

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  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Epoxy Compounds (AREA)
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Description

: Reichhold Chemie Aktiengesellschaft, 29. MIfZ 1985 2 Hamburg-Wandsbek, Iversstraße 57 Meine Akte: 2022 Pat
Verfahren zum Herstellen von festen, aromatische Kerne enthaltenden Epoxidverbindungen
Die vorliegende Erfindung betrifft ein wesentlich verbessertes, industriell anwendbares Verfahren zur Herstellung von an sich bekannten festen, aromatische Kerne enthaltenden Epoxydverbindungen, die sich durch die Abwesenheit von unlöslichen Gelteilchen auszeichnen. Sogenannte Epoxydbarze werden im allgemeinen durch "Umsetzung von Bisphenol A und Epichlorhydrin oder Dichlorhydrin und einer äquivalenten Menge Alkali hergestellt. Je nach dem verwendeten Molverhältnis Bisphenol/Epichlorhydrin erhält man flüssige, halbfeste und feste Produkte. Die festen handelsüblichen Epoxydharze auf dieser Grundlage weisen Epoxydäquivalentgewichte zwischen 400 und 4000 und Erweichungspunkte nach Durran zwischen 52 - 560C und 140 - 1540C auf.
Die flüssigen Harze und die niedermolekularen festen Typen bis zu einen Epoxydäquivalentgewicht von ca. 1000 werden einstufig hergestellt. Die Entfernung des während der Reaktion gebildeten Kochsalzes und überschüssigen Alkalis wird durch mehrmaliges Waschen ausge führt.. Man kann .jedoch auch das gebildete Harz in einem unpolaren lösungsmittel, wie Xylol, lösen, von der vorhandenen Kochsalzlösung abtrennen und die Harzlösung durch Destillation im Kreislauf entwässern. Durch die Entfernung des Wassers fällt das verbliebene Kochsalz aus und kann durch Filtration leicht von der Haralösung abgeschieden werden. Das Epoxydharz kann anschließend durch Abdestillieren des Lösungsmittels im Vakuum gewonnen werden.
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Bei den höhermolekularen Pestharzen mit Epoxydäquivalentgewiehten zwischen 1000 und 4000 bereitet die'Herstellung im Einstufenver- · fahren erhebliche Schwierigkeiten. Auf Grund der höheren Schmelzpunkte und hohen Viskositäten dieser Harze.ist ein Waschprozeß ohne Verwendung von Lösungsmitteln nur unter Druckanwendung bei Temperaturen zwischen 115° und 13O0C durchführbar. Dieses Verfahren erfordert einen erheblichen apparativen Aufwand und hat sich in der Praxis nicht durchgesetzt.
Die Verwendung von Lösungsmitteln ist auf die Herstellung der höhermolekularen Festharze nicht ohne weiteres übertragbar* Höhermolekulare Festharze lösen sich auf Grund ihres polaren Charakters nicht in unpolaren Lösungsmitteln, wie beispielsweise aromatischen Kohlen-^ Wasserstoffen. Sie sind lediglich in polaren Lösungsmitteln, wie höhersiedenden Ketonen, Jithern, Glykoläthern, Estern von Glykoläthern und Mischungen solcher Lösungsmittel löslich. Harzlösungen mit solchen Lösungsmitteln neigen bei einem Waschprozeß zur Bildung von sich schwertrennenden Emulsionen. Eine Filtration der durch Destillation entwässerten Lösungen führt nicht zum gewünschten Erfolg, da in solchen Lösungen auf Grund des polaren Charakters der verwendeten Lösungsmittel stets Wasser und somit Kochsalz verbleibt. Auf diese Weise werden nach dem Entfernen der Lösungsmittel nur trübe Harse erhalten.,
Um allen diesen Schwierigkeiten aus dem Wege zu. gehen* wird im allgemeinen, sur Herstellung der höhermolekularen'Pestharze ein Zweietufenverfahren verwendet. H&ch diesem Verfahren wird zunächst ein niedermolekulares Harz hergestellt, das unter Verwendung eines al- * "kai is oh wirkenden Katalysators, in zweiter Stufe.-.-mit einer berechneten
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Keng© Bisphenol zu dem höhermolekularen Harz umgesetzt wird. Diese Zweistufenverfahren wird intern .Handbuch "Epoxydverbindungen und Epoxydharze" von A. M. Paquin,-Springer .Verlag, 1958, Seite 329, als ein in der Zukunft sehr,erfolgversprechendes Verfahren bezeichnet. : :.:'.__;. ■ ■ ■ , .,. ^ - ,_.·■-,;. ·
Die nach diesem so günstig beurteilten Zweistufenverfahren hergestellten Epoxydharze besitzen folgende Nachteile: nämlich immer einen schwankenden Gehalt an in organischen Mitteln unlöslichen und unerwünschten Gelteilchen, der ohne nachträgliche Entfernung zwangsläufig zu Filmstörungen führt..
Das vorliegende erfindungsgemäße Verfahren betrifft ein einstufiges Herstellungsverfahren mit verbesserter Aufarbeitung, wodurch in sehr einfacher und unerwarteter Weise feste Epoxydharze erhalten werden, die den üblichen im Zweistufenverfahren hergestellten festen Epoxydharzen überlegen sind, da beim verbesserten einstufigen Verfahren in sehr wirtschaftlicher und reproduzierbarer Weise Harzprodukte erhalten werden, die frei von unlöslichen Gelteilchen sind.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von festen, aromatische Kerne enthaltenden Epoxydverbindungen, die mindestens zwei endständige Epoxydgruppen enthalten, durch Umsetzen in der Wärme von solchen aromatische Kerne aufweisenden Verbindungen, die mindestens zwei phenoli'scli-.· Hydroxylgruppen enthalten, mit Epichlorhydrin und/oder Glycerindichlorhydrin in wässrig-alkalischem Medium, gegebenenfalls in Anwesenheit von organischen Lösungsmitteln, mit anschließender Aufarbeitung des heterogenen alkalischen Reaktionsansatzes in Gegenwart organischer Lösungsmittel, dadurch gekennzeichnet, daß man bevorzugt die wässrige Phase abtrennt, die im
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Reaktionsgefäß enthaltenen Alkali durch Zugabe von abgestimmten Mengen saurer Verbindungen neutralisiert, danach gegebenenfalls die verbliebene wässrige Phase weitgehend abtrennt, das restliche Wasser aus der Harzlösung durch Kreislaufdestillation entfernt und das heiße gelöste Harz mit. mindestens soviel inerten Trockenmitteln versetzt, wie zur Bindung der in der Harzlösung noch enthaltenen Wasserspuren ausreichen, die Harzlösung noch heiß, gegebenenfalls unter Zusatz von Filtrationshilfsmitteln, filtriert und gegebenenfalls das Lösungsmittel durch Erhitzen im Vakuum entfernt.
Ausgangsverbindungen für das vorliegende Verfahren sind Polyphenole, die mindestens 2 phenolische Hydroxylgruppen im Molekül aufweisen. Geeignet sind Einkernpolyphenole, wie Brenzkatechin, Resorcin, Hydrochinon und Phoroglucin, sowie Polyphenole mit mindestens zwei aromatischen Kernen, wie Bisphenol A (4,4'-Dioxydiphenyl-dimethylmethan), 4,4'-Dioxybenzophenon, 4,4f--Dioxydiphenyl, 4,4'-Dioxydiphenylmethan, 4,4'-Dioxydiphenylsulfon, 4,4'-Dioxydiphenyl-methylcyclohexyl-methan und Novolake mit 2-5 Kernen, wie sie durch saure Kondensation aus Phenol und Formaldehyd erhalten werden.
Von diesen Polyphenolen wird das 4>4'-Dioxydiphenyl-dimethyl-methan bevorzugt.
Zur Umsetzung mit den genannten Polyphenolen in wässrig alkalischer Lösung sind Epichlorhydrin und Glycerindichlorhydrin geeignet. Die Umsetzung erfolgt in bekannter Weise in der Wärme. Zur Herstellung der erfindungsgemäßen festen, aromatische Kerne enthaltenden Epoxydverbindungen werden bei der bevorzugten Umsetzung von Bisphenol A mit Epichlorhydrin bzw, Glycerindichlorhydrin Molverhältnisse von 0,55 bis 0,86 Mole Epichlorhydrin bzw. Glycerindichlorhydrin pro phenolische Hydroxylgruppe verwendet.
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Bei der bevorzugten Verwendung von 4,4'~Dioxydiphenyl-dimethylmethan (Bisphenol A) liegen die Erweichungspunkte nach Durran zwischen 65 und 1550C und die entsprechenden Epoxydäquivalentgewichte der erhaltenen Epoxydverbindungen zwischen 400 und 4000.
Das erfindungsgemäße Verfahren bietet besondere Vorteile bei der Herstellung der höherschmelzenden Verbindungen, die Erweichungspunkte zwischen 90 und 1550C und Epoxydäquivalentgewichte von 800 bis 4000 besitzen.
Um bei der Reaktion zwischen Polyphenol und Epichlor- bzw. Glycerin-
'■■■■■
dichlorhydrin eine möglichst vollständige Umsetzung zu erzielen, d.h. Produkte mit möglichst niedrigen Chlorgehalten zu erhalten, wird das wässrige Alkali im molaren Überschuß zum Chlorhydrin verwendet. Bevorzugt sind Überschüsse zwischen 10 bis 20 fo. Die Zugabe des wässrigen Alkalis zum Polyphenol-Epichlorhydrin-Ausgangsgemisch kann von Beginn an erfolgen. Es ist in manchen Fällen jedoch-vorteilhaft, die Zugabe des Alkalis in zwei Teilen durchzuführen, um die Abführung der während der Reaktion auftretenden Wärme zu erleichtern.
Die Umsetzung erfolgt im allgemeinen in Abwesenheit von Lösungsmitteln. Erst nach^beendeter Umsetzung werden die gebildeten Epoxydverbindungen in Lösungsmitteln gelöst. Bei der Herstellung der Verbindungen mit höheren Erweichungspunkten ist es jedoch vorteilhaft, borei/ts die Umsetzung in Gegenwart von Lösungsmitteln vorzunehmen, um den eigentlichen Lösevorgang nach beendeter Umsetzung zu erleichtern bzw. zu beschleunigen.
Geeignet sind Lösungsmittel mit polarem Charakter, wie höhersiedonde
Ketone, Äther, Ester, sowie Lösungsmittel, die sowohl Äther- als auch Estergruppen im Molekül aufweisen. Als Lösungsmittel, die bereits während der Umsetzung zwischen Polyphenol und Epichlor- bzw.
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Glycerindichlorhydrin eingesetzt werden können, sind solche mit Estergruppen wegen ihrer Verseifbarkeit ungeeignet. Estergruppen- . haltige Lösungsmittel können jedoch nach beendeter Umsetzung allein-• oder im Gemisch mit anderen Lösungsmitteln zum Lösen der gebildeten epoxydgruppenhaltigen Verbindung verwendet werden. Aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Toluol und Xylol, sind ungeeignet als alleinige Lösungsmittel, weil insbesondere die höherschmelzenden Epoxydverbindungen in ihnen unlöslich sind. Sie lassen sich jedoch im Gemisch mit Ketonen, Estern, Ä'thern und Alkoholen verwenden. Stark polare Lösungsmittel, wie beispielsweise Dioxan und DimethyIfοrmamid, die sich in jedem Verhältnis mit Wasser mischen lassen, sind füs das erfindungsgemäße Verfahren als alleinige Lösungsmittel unbrauchbar. Im einzelnen seien folgende brauchbare Lösungsmittel bzw. Lösungsmittelgemische aufgeführt:
Diäthylketon, Methyl-n-propyl- und -isopropylketon, Methyl-isobutylkoton, Di-isobutylketon, Methyl-n-amyl und -isoamylketon, Äthylamylketon, Äthyl-n-butylketon, Mesityloxyd, Cyclohexanon, Di-η- und Di-isobutyläther, n-Propylacetat, n-Butylacetat, see.-Butylacetat, iso-Butylacetat, n-Amylacetat, Propylglykolacetat, Butylglykolacetat, Butyldiglykolacctat sowie Gemische von Toluol und/oder Xylol mit einem oder mehreren Vertretern folgender Lösungsmittel: Methyl-äthylketon, Diäthylketon, Methyl-n-propyl- und -isopropylketon, Methylisobutylketon, Methyl-n-amyl- und -isoamylketon, Äthyl-n-asiylketon, Äthyl-n-butylketon, Di-isobutylketon, Isophoron, Meaitylo3iird, Cyclohexanon, Isopropanol, n- und iso-Butanol, see.-Butanol, Methyl- und" ithylglykol, Butylglykol, Äthyl- und Butyldiglykol, Diacetonalkohol, '": Methyl-isobutylcarbinol, n-Propylacetat und iso-Butylacetat, sec-Butylacetat, n-Amylacetat, n-Propylglykolacetat, n-Butylglykolacctat und n-Butyl-diäthylonglykolacetat. . -
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Nach beendeter Umsetzung wird das gebildete Harz in einem der aufgeführten Lösungsmittel bzw. G-emische gelöst. Vor einer weiteren Aufarbeitung ist es notwendig, das überschüssige Alkali zu neutralisieren, da selbst Spuren des im Harz verbleibenden Alkalis eine unerwünschte Selbsthärtung des Endproduktes - insbesondere in der Wärme - auslösen. Die neutralisation muß daher sehr exakt erfolgen. Die Neutralisation des Alkalis kann vor der Abtrennung der wässrigen Phase erfolgen. Bei der bevorzugten Ausführungsform wird die alkalische wässrige 'Phase aus dem Reaktionsgefäß möglichst weitgehend entfernt und dann gewogen. Aus der Differenz zwischen der rechnerisch ermittelten und ausgewogenen Menge ergibt sich der Anteil der wässrigen Phase, die in der Harzlösung verblieben ist. Der genaue Alkaligchalt wird durch Titration einer Probe der abgetrennten wässrigen Phase ermittelt. !Tun wird eine der im Reaktionsgefäß verbliebenen Menge Alkali äquivalente Menge einer Säure oder des sauren Salzes einer mehrbasischen Säure zur Neutralisation zugegeben. Als saure Verbindungen sind Salz-, Schwefel-, Phosphor-, Essig- und Oxalsäure sowie NaHSO* und NaHgPO, geeignet, von denen jedoch Phosphor- und Oxalsäure sowie NaHpPOx bevorzugt werden. Nach beendeter Neutralisation wird gegebenenfalls erneut die von der Harzlösung abgeschiedene wässrige Phase abgetrennt, und anschließend die Harzlösung einer sogenannten Kreislaufdestillation unterworfen. Hierbei wird eine Vorlage- verwendet, die eine Abtrennung dos Wassers und eine Rückführung des Lösungsmittels in das Reaktionsgefäß gestattet. In manchen Fällen ist es vorteilhaft, zur besseren Trennung von Wasser und Lösungsmittel und zur zeitlichen Abkürzung der Kreislaufdestillation zwischen Destillationsgefäß und Vorlage oinc Füllkörrerkolonnc zu schalten.
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Nachdem die Harzlosung durch Kreislaufdestillation so gut wie.möglieh entwässert worden ist, wird vor der Filtration die lösung erfindungsgemäß mit einem inerten Trockenmittel versetzt, das.zur Bindung der in der HarzlÖsung noch enthaltenden Wasserspuren ausreicht. Als inerte Trockenmittel sind folgende Verbindungen beispielsweise geeignet: geglühtes Natriumsulfat, Calciumsulfat in der Form von CaSCL · l/2 H?^' wasserfreies Magnesiumperchlorat, wasserfreies Kupfersulfat, wasserbindende Kieselsäurepräparate, aktiviertes Aluminiumoxyd, sowie geeignete Molekularsiebe (Zeolithe). Von diesen Verbindungen werden wasserfreies Natriumsulfat und CaSO. · 1/2 HpO als Trockenmittel für das erfindungsgemäße Verfahren bevorzugt.
Durch Filtration, die gegebenenfalls nach Zusatz von Filtrationshilfsmitteln, wie Asbestfiltermasse oder Kieselsäure, durchgeführt wird, läßt sich die nunmehr trockene und damit kochsalzfreie HarzlÖsung von den anorganischen Bestandteilen abtrennen.
Durch Abdampfen des Lösungsmittels im Vakuum bei Temperaturen zwischen 1000C und 17O0C werden Harze erhalten, die klar durchsichtig sind und sich durch Abwesenheit von unlöslichen Gelteilchen auszeichnen.
, Für viele Zwecke, wie z. B. die Verwendung in der Anstrichtechnik, ist es nicht erforderlich, die Harzlösungon einzudampfen. Sie lassen sich direkt, unter Umständen durch Kombination mit anderen Lackrohstoffen, z-u hochwertigen chemikalienbeständigen Anstrichstoffen verarbeiten. ■
9 09821/1110 ~ 9 "
Beispiel 1;
In einem mit Rührer, Thermometer und Rückflußkühler ausgestatteten 4~1-Dreihalskolben wurden
570 g Bisphenol A,
735 g Wasser,
180 g 50$ige wässrige Natronlauge,
160 g Methyl-isobutylketon und
254 g Epichlorhydrin
vorsichtig auf 550C erhitzt und diese Temperatur 90 Minuten lang gehalten. Anschließend wurde auf 850O erhitzt, und nach Erreichen dieser Temperatur ließ man weitere
341'g 10 folge wässrige Natronlauge
zulaufen. Sodann wurde die Temperatur auf 950O gesteigert und eine , Stunde lang gehalten. Nach Ablauf dieser Zeit· wurdenzum heterogen !
vorliegenden alkalischen Reaktionsgemisch weitere
450 g Methyl-isobutylketon
zugegeben. Durch Zugabe von
.15 g 85 />iger H3PO4
und weiteren
18 g NaIi2PO4
wurde der pH der wässrigen Phase auf einen Wert von 7,2 eingestellt. Man ließ noch ca. 30 Minuten weitorrühren, füllte das Reaktionsgemisch nach Kontrolle dos pH-Wertes in einen Scheidetrichter und trennte 1035 g Salzlösung ab. Die trübe Harzlösung wurde in einen 2-1-Dreihalskolben umgefüllt und nach Zugabe von 50 g Xylol
durch Kreislaufdestillation bei Normaldruck entwässert. Dabei wurde zwischen Vorlage und Kolben eine ca. 25 cm hohe, mit Raschigringon
gefüllte Kolonne geschaltot. ^1.,
BADOBK51NAL
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Nachdem sich 320 g wässrige Phase in der Torlage gebildet hatten, hörte die Wasserabscheidung vollständig auf. Zu diesem Zeitpunkt
J betrug die Temperatur im Destillationsgefäß 1200C und am Kopf der
Kolonne 1150C. Nun wurde die Wärmezufuhr unterbrochen, die Harzlösung auf ca. 950C abgekühlt und
125 g CaSO4 · 1/2 H2O
unter Rühren hinzugegeben. Nach 15 - 20 Minuten wurde die Harzlösung zunächst durch eine grobe Filtration von den anorganischen Salzen abgetrennt und anschließend unter Verwendung von ca. 1 g Asbestfiltermasse einer Peinfiltration unterworfen. Die so erhaltene klare Harzlösung wurde zunächst unter Normaldruck und anschließend unter einem Vakuum von 10 Torr bis zu einer Temporatursteigerung von 1600C eingeengt. Es wurde ein Pestharz mit folgenden Kennzahlen erhalten:
Erweichungspunkt nach Durran: 112 C Epoxydäcjuivalentgowicht: 1550
Färbzahl einer 4Obigen Lösung
in Butyldiglykol nach Gardner: ' <--1
Das Harz war klar durchsichtig, Lösungen in organischen Lösungsmitteln waren frei von unlöslichen Gelteilchen. Das wiedergewonnene Rückdestillat hatte einen gaschromatographisch ermittelten Wassergehalt von 0,22 ^.
Vergleichsversuch:
Wiederholt man das Beispiel 1, jedoch ohne die Verwendung von CaSO, · 1/2 H9O, so erhält man ein milchig-trübes Endprodukt. Das Rückdestillat hatte einen Wassergehalt von 3>8 ^.
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Beispiel.2t
Das Beispiel 1 wurde wiederholt. AnBtolle des CaSO. · 1/2 H2O wurden jedoch
65 g geglühtes
verwendet. Nach analoger Aufarbeitung der Harzlösung wurde ein Pest harz mit praktisch gleichen Kennzahlen erhalten.
Erweichungspunkt nach Durrans 1120C Epoxydäquivalentgewicht: 1544
Parbzahl einer 40$igen Lösung
in Butyldiglykol nach Gardner: <tC\
Auch dieses Harz war frei von Trübungen, und seine Lösungen zeichneten sich durch Abwesenheit von Gclteilehen aus. Im Rückde'stillat wurde ein V/assergehalt von 0,14 $ ermittelt.
Beispiel J:
In einem mit Rührer, Thermometer und Rüokflußkühler ausgestatteten K-I-Dreihalskolben wurden
1570 g Wasser mit
460 g 50^iger wässriger Natronlauge gemischt und auf 25 C gekühlt, Anschliei3end wurden nacheinander unter Rühren
. 92I5 g Bisphenol A
46^ g Epichlorhydrin.
ο 100 g Methylinobutylketon und
25 g Toluol
U^ eingefüllt; Nach beendeter Zugabe wurde die Temperatur innerhalb von —». ~5 Minuten, auf 95°C gesteigert und diese Temperatur eine Stunde lang ο beibehalten Zur Entfernung der in der hochviskosen Harzlösung eingeschlossenen Luft und de:r da.rit ^.ertundenen leichteren Abtrennung der
- 12 -
wässrigen Phase wurde kurzzeitig Vakuum angelegt, Durch diese Maßnahme setzte sich die Harzlösung nach Abstellen des Rührers auf dem Boden des Kolbens ab, Somit konnten 620 g wässrige Phase ohne Schwierigkeiten abdekantiert werden, Zur Neutralisation des noch im Kolben verbliebenen Restes von alkalischer Salzlösung wurde eine Lösung von
50 g NaHgPO^ in 60 g Wasser
zugegeben. Gleichzeitig wurden
•375 g Toluol.
400 g Äthylglykolacetat und
100 g Butanol
als Lösungsmittel für das gebildete Harz zugefügt. Es wurde unter Rühren auf ca. So0C geheizt, der Rührer abgestellt und weitere 1240 g neutrale Salzlösung
unten abgezogen. Die Harzlösung wurde in einen 2-1-Dreihalskolben umgefüllt und durch Kreislaufdestillation entwässert. Auch bei diesem Beispiel wurde zwischen Kolben und Vorlage eine 25 cm hohe Füllkörperkolonne 'geschaltet. Die Kreislaufdestillation wurde bis zu einer Temperatursteigerung von 125°C im Kolbeninneren und von 1090C am Kopf der Kolonne durchgeführt. Durch die Destillation wurden
76 g wässriges Destillat
erhalten.
Die Harzlösung ließ man auf 900C abkühlen, fügte 60 g wasserfreies Natriumsulfat hinzu und filtrierte nach Ablauf von I5 ■- 20 Minuten zunächst die anorganischen Salze ab Die noch leicht trübe Harzlösung wurde nach Zusatz von 0,5 g Asbestfiltermasse und 0,5 g Kieselgur feinfiltriert - '
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Man erhielt eine klare Harzlösung,aus der durch Abdestillieren des Lösungsmittels im Vakuum bis zu einer Temperatursteigerung von 16O0G ein klares, hellgelbes und geltellchenfreies Festharz mit folgenden Kennzahlen gewonnen wurde:
Erweichungspunkt nach Dürran: 990C Epoxydäquivalentgewicht: 980 Farbzahl einer 40#igen Lösung in Butyldiglykol nach Gardner: ·<!
Beispiel 4:
Das Beispiel 3 wurde unter Verwendung eines anderen Lösungsmittelgemisches wiederholt.
125 ε Methyl-slobutylketon wurden von Beginn an zugegeben und anstelle des Gemisches von Toluol, Äthylglykolacetat und Butanol wurde zum Lösen des gebildeten Harzes ein Gemisch von 275 g Methyl-isobutylketon, 200 g Toluol und
400 g Butylacetat
verwendet. Nach analoger Aufarbeitung wie im Beispiel 2 wurde ein Festharz mit praktisch gleichen Eigenschaften erhalten, Erweichungspunkt nach Durran: 980C Epoxydäquivalentgewicht: 940 Farbzahl einer 4o$igen Lösung in Butyldiglykol nach Gardner: ■■<!
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Claims (2)

  1. 29. Manul
    Anmelders Reichhold Chemie Aktiengesellschaft, 1518122
    2 Hamburg-Wandsbek, Iversstraße 57 Meine Akte: 2022 Pat
    Patentansprüche
    l) Verfahren zur Herstellung von festen, aromatische Kerne enthaltenden Epoxydverbindungen, die mindestens zwei endständige Epoxydgruppen enthalten, durch Umsetzen in der Wärme von solchen aromatische Kerne aufweisenden Verbindungen, die mindestens zwei phonolische Hydroxylgruppen enthalten, mit Epichlorhydrin und/oder G-lycerindichlorhydrin in wässrig-alkalischem Medium, gegebenenfalls in Anwesenheit von organischen lösungsmitteln, mit anschließender Aufarbeitung des heterogenen alkalischen Reaktionsansatzes in Gegenwart organischer Lösungsmittel, dadurch, gekennzeichnet, daß man bevorzugt die wässrige Phase abtrennt, das im Reaktionsgefäß enthaltene Alkali durch Zugabe von abgestimmten Mengen saurer Verbindungen neutralisiert, danach gegebenenfalls die verbliebene wässrige Phase weitgehend abtrennt, das restliche Wasser aus der Harzlösung durch Kreislaufdestillation entfernt und das heiße gelöste Harz mit mindestens soviel inerten Trockenmitteln versetzt, die zur Bindung der in der Harzlösung noch enthaltenen Wasserspuren ausreichen, die Harzlösung noch heiß, gegebenenfalls unter Zusatz von Piltrationshilfsmitteln, filtriert und gegebenenfalls das lösungsmittel durch Erhitzen im Vakuum entfernt.
  2. 2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als inertes Trockenmittel entwässertes Natriumsulfat, OaSCh » 1/2 HpO, Magnesiumperchlorat, entwässertes Kupfersulfat, wasseraufnehmende Kieselsäurepräparate, aktiviertes Aluminiumoxyd odor geeignete Molekularsiebe (Zeolithe) einsetzt.
    • 909821/1 1 10
DE19651518122 1965-03-31 1965-03-31 Verfahren zum Herstellen von festen,aromatische Kerne enthaltenden Epoxydverbindungen Pending DE1518122A1 (de)

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EP0264760A3 (de) * 1986-10-14 1989-02-08 The Dow Chemical Company Herstellung von Epoxydharzen

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