DE1510768C - Aus Herzscheibe und Herzschei benhebel bestehende Changiervorrichtung für Spinn und Zwirnmaschinen - Google Patents
Aus Herzscheibe und Herzschei benhebel bestehende Changiervorrichtung für Spinn und ZwirnmaschinenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine aus Herzscheibe und Herzscheibenhebel bestehende Changiervorrichtung
für Spinn- und Zwirnmaschinen, die mit der bewegbaren Ringbank bewegungsverbunden ist
und dieser die für den Spulenaufbau erforderliche hin- und hergehende Bewegung erteilt, wobei der Herzscheibenhebel
an der Ringbank über ein Kopfstück angreift, das unter Veränderung der wirksamen Länge
des Hebelarmes mittels einer Schraubenspindel in
Längsrichtung de$"Hei;zscheibenhebels verstellbar ist.
Eine dferarfigeChangiervorrichtung ist u. a. aus der
französischen Patentschrift 1 243 025 bekannt geworden. Im Falle der bekannten Changiervomchtung
wird der Antrieb der im Herzscheibenhebel gelagerten Schraubenspindel über eine Schnecke und ein Schnekkenrad
von der Antriebswelle für die Herzscheibe abgeleitet. Dies führt während des Aufwickelvorganges
zu einer Zunahme des Wickelbereiches. Darüber hinaus wird bei der bekannten Changiervorrichtung während
des Aufbaues der Spulen der Wickelbereich als solcKec allmählich nach oben verlegt, wodurch Spulen
mit steilem Kopfkonus und diesem gegenüber flacheren Fußkonus entstehen.
Bei anderen bekannten Changiervorrichtungen, z. B. der Changiervorrichtung nach der USA.-Patentschrift
2 295 724, erfolgt die Veränderung der wirksamen Länge des Herzscheibenhebels ebenfalls über eine
Schnecke, die mittels eines Klinkenmechanismus bei jeder Auf- und Abbewegung der Ringbank schrittweise
verdreht wird. Mit der Schnecke wirkt ein bogenförmiges Zahnsegment zusammen, derart, daß,
bei Bewegung des Segmentes auf den Schwerpunkt des Herzscheibenhebels zu und davon weg, die Amplitude
der Ringbank nach oben verkleinert und auch wieder vergrößert werden kann. Da der Krümmungsmittelpunkt
des bogenförmigen Zahnsegmentes mit dem Ablaufpunkt der Ringbankkette zusammenfällt, liegt der
untere Umkehrpunkt der Ringbank immer in gleicher Höhe unabhängig von der Stellung des Umlenkpunktes
der Ringbankkette an dem bogenförmigen Zahnsegment. Auf diese Weise bildet sich eine Spule aus,
die unten eine ebene Stirnseite hat, während sie nach oben eine konisch oder bogenförmig abnehmende Begrenzung
aufweist.
Aus der USA.-Patentschrift 2 764 363 ist ferner eine Changiervorrichtung bekannt geworden, der eine besondere
Steuerspindel oder Steuerwelle für den Aufbau von Wickeln unterschiedlicher Form zugeordnet
ist. Allerdings wird bei dieser Vorrichtung der Lagenhub nicht durch eine Herzscheibe, sondern durch eine
über ein Wendegetriebe abwechselnd im Links- und Rechtslauf angetriebene Schraubenspindel erzeugt.
Durch die Steuerspindel oder Steuerwelle wird dem von der Ringbank ausgeführten Lagenhub eine weitere
Bewegung überlagert, mit der u. a. auch Spulen aufgebaut werden können, die nur einen Kopfkonus aufweisen,
im übrigen aber zylindrisch sind. Die Steuerwelle wird hierzu durch einen Klinkenmechanismus
schrittweise verdreht und weist unten einen Anschlagring, oben jedoch einen ringförmigen Anschlag auf,
dessen Unterseite eine Kurvenfläche ist. Dies führt dazu, daß bei der schrittweisen Verdrehung der Steuerwelle
der untere Umlenkpunkt der Ringbank konstant bleibt, der obere Umlenkpunkt dagegen im Zuge des
Spulenaufbaues allmählich nach oben und danach wieder nach unten wandert. In der USA.-Patentschrift
2 764 363 wird ferner vorgeschlagen, einen der Anschläge der Steuerspindel mit einer Stellschraube zu
versehen, um die wirksame Anschlagfläche in Feineinstellung nach oben oder unten zu verlegen.
Die mit den bisher bekannten Changiervorrichtungen erzeugten Spulen besitzen im Kopfkonus eine gewisse
Instabilität, die sich insbesondere beim Überkopfabzug des Garnes bei vertikal gerichteter Spule
störend bemerkbar macht. Für einen glatten und gleichmäßigen Garnabzug, bei dem das Garn weder
durchhängt noch zurückgehalten wird, muß insbeson-
dere der Kopfkonus der Spule extrem »stabil« sein, d. h. beim Abzug einer Garnwindung sollen sich darunterliegende
Windungen möglichst nicht bewegen oder zueinander verschieben.
Wird nun der Lagenhub mit Hilfe einer Schrittschaltvorrichtung verändert oder die Veränderung in
anderer Weise direkt vom Antrieb der Herzscheibe abgeleitet, so entsteht beim Aufbringen jeder neuen
Garnwindung auf die vorhandenen Windungen eine sägezahnartige Kontur, wobei die Höhe jedes Sägezahnes
vom Ausmaß der schrittweisen Winkeldrehung der Schraubenspindel abhängt. An der Schulter des
Kopfkonus einer Spule beeinträchtigt eine solche Sägezahnkontur die Stabilität des Wickels, weil die Garnwindungen
dazu neigen, in die Sägezahnlücken einzutreten, sich zu verschieben und dadurch ihre Haftung
verlieren, was dazu führt, daß sich Windungen unbeabsichtigt vom Wickel lösen.
Bei Maschinen, die von einer Schrittschaltvorrichtung Gebrauch machen, geht das Bestreben dahin, die
Zähne der zur Verwendung kommenden Klinkenräder immer kleiner auszubilden und mit immer kleinerem
Lagenhub zu arbeiten. Dem sind hinsichtlich der Konstruktion und auch der Wirtschaftlichkeit natürlich
Grenzen gesetzt. Besonders gravierend ist dieses Problem beim Aufbau großer Wickel und bei der Verarbeitung
von Garn mit sehr wenig Haftreibung, z. B. Glasfasergarn.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Changiervorrichtung zu schaffen, welche die erwähnten Nachteile
beseitigt und zum Aufbau von Spulen führt, die hinsichtlich der Lage ihrer Windungen insbesondere
an der Schulter des Kopfkonus wesentlich stabiler sind als die mit den bekannten Vorrichtungen erzeugten
Spulen. Darüber hinaus soll Vorsorge getroffen sein, daß das Wickelbild gegebenenfalls auch bei laufender
Maschine korrigiert oder verändert werden kann.
Zur Lösung der Aufgabe sieht die Erfindung bei einer aus Herzscheibe und Herzscheibenhebel bestehenden
Changiervorrichtung der eingangs erwähnten Art vor, daß mit der die Verstellung des Kopfstückes
bewirkenden Schraubenspindel eine weitere Schraubenspindel gekoppelt ist, die ihren Antrieb zusammen
mit der dem Kopfstück zugeordneten Schraubenspindel durch einen umkehrbaren Stellmotor erhält
und der Hin- und Herbewegung eines Betätigungsorganes einer außen am Maschinengestell angebrachten
Leitvorrichtung dient, wobei das hin- und herbewegte Betätigungsorgan in seinen beiden Endstellungen
auf eine der Leitvorrichtung zugeordnete Schalteinrichtung einwirkt, die ein Stillsetzen und einen
Wiederanlauf des Stellmotors im jeweils entgegengesetzten Drehsinn veranlaßt. Die Erfindung sieht demnach
zur Veränderung des durch Herzscheibe und Herzscheibenhebel erzeugten Lagenhubes einen besonderen
Stellmotor vor, d. h. der Antrieb für die Schraubenspindel zur Veränderung der wirksamen
Länge des Herzscheibenhebels wird im Gegensatz zu den bekannten Changiervorrichtungen nicht vom Antrieb
der Herzscheibenwelle abgeleitet.
Dadurch, daß für die Veränderung des Lagenhubes ein besonderer Stellmotor vorgesehen ist, haben die
Übergangsstellen von zunehmender auf abnehmende und von abnehmender auf zunehmende Amplitude
.nicht, wie bisher, zwangläufig eine ganz bestimmte räumliche Zuordnung zu den von Herzscheibe und
Herzscheibenhebel bewirkten Umlenkpunkten, sondern sind willkürlich verteilt. Gerade der völlig willkürliche
Zusammenfall der durch den Stellmotor einerseits und die Herzscheibe andererseits · bestimmten
Umlenkpunkte ist sehr von Vorteil, weil hierdurch verhindert wird, daß am oberen Rand des Kopfkonus
Garnwindungen parallel übereinander zu liegen kommen, was zu einer Instabilität, d. h. dazu führt, daß
sich Windungen vom oberen Rand der Spule lösen. Da der Stellmotor außerdem nicht ruckartig anhält
und anläuft, entsteht ein weicher Übergang, woraus sich ein weiterer Vorteil beim Aufbau der Spulen
ergibt.
Ferner wird dadurch, daß der Stellmotor nicht nur auf die Schraubenspindel des Herzscheibenhebels,
sondern auf eine zweite Schraubenspindel einwirkt, die einen Teil einer außen am Maschinengestell angeordneten
Leitvorrichtung bildet, die Möglichkeit geschaffen, den Aufbau der Spulen bei laufender Maschine
von leicht zugänglicher Stelle aus zu korrigieren oder das Wickelbild zu verändern.
Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, daß die Verwendung eines reversierbaren Stellmotors z. B. aus
der USA.-Patentschrift 2 656 989 bekannt ist, wobei der Stellmotor im Falle der bekannten Spinnmaschine
allerdings einem ganz anderen Zweck dient, nämlich dazu, die Ringbank in die Abziehstellung zu bewegen.
Weitere Merkmale ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die Erfindung ist in der sich anschließenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels an Hand der
Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 schematisch die Winde einer Zwirnmaschine mit Ringbank, Herzscheibe, Herzscheibenhebel und
zwischengeschalteten Verbindungsteilen,
F i g. 2 vom Ende der Maschine aus betrachtet eine Leitvorrichtung für die Einstellung des Kopfstückes
am Herzscheibenhebel zur Veränderung der wirksamen Länge desselben, wobei Herzscheibenhebel und
Herzscheibe als hinter der Kopfplatte liegend gestrichelt dargestellt sind,
F i g. 3 einen Schnitt nach der Linie 3-3 der F i g. 2 unter Verdeutlichung der Leitvorrichtung,
F i g. 4 einen Schnitt nach der Linie 4-4 der F i g. 2 unter Verdeutlichung des Herzscheibenhebels, des
einstellbaren Kopfstückes mit den zur Winde führenden Aufhängungen und eines Teils der Antriebsverbindung
zur Einstellung des Kopfstückes,
F i g. 5 einen Schnitt nach der Linie 5-5 der F i g. 4 unter Verdeutlichung der dort dargestellten Teile,
jedoch unter Andeutung der Herzscheibe,
F i g. 6 einen Schnitt nach der Linie 6-6 der F i g. 5 unter Verdeutlichung der Führungen für das Kopfstück
am Herzscheibenhebel sowie der Herzscheibe und der Tastrolle des Herzscheibenhebels und
Fig. 7 das Schaltbild für das elektrische Steuersystem,
das die Maschine auf die Herstellung des gewünschten Wickelaufbaues einstellt.
Die F i g. 1 zeigt schematisch eine zur Verwendung an einer Zwirnmaschine geeignete Trommelwelle 24
einschließlich der Ringbank 20 und der Spindeln 22, die zum besseren Verständnis um 90° versetzt dargestellt
sind. Die Trömmelwelle 24 ist mit der Ringbank 20 über die Aufhängebänder 26, mit dem Herzscheibenhebel
28 bzw. der Herzscheibe 30 über die Kette 32, die Trommel 34 und die Kette 36 verbunden. Die
Trommelwelle 24 steht in einer Richtung unter der Kraft des Drehstabes 40 und des diesem zugeordneten
Hebels 42, der über die Kette 44 mit der Trommel-
.welle 24 verbunden ist; auf diese Weise steht die Ringbank
20 unter einem aufwärts gerichteten Zug und der Herzscheibenhebel 28 wird an der Herzscheibe 30 in
Anlage gehalten. Bei der dargestellten Anordnung ist Vorsorge getroffen, daß die Trommelwelle 24 und die
ihr zugeordneten hin- und herbewegbaren Organe in eine Abzieh- und Ausgangsstellung hinuntergedreht
werden können; dies geschieht von Hand über das an der Trommelwelle 24 angebrachte Zahnrad 46 und das
mit diesem kämmende, an der von Hand drehbaren Welle 50 befestigte Ritzel 48. Der bisher beschriebene
allgemeine Aufbau der Maschine kann einem Aufbau ähnlich sein, wie er beispielsweise in der USA.-Patentschrift
3 072 350 (deutsche Patentschrift 1 685 972) beschrieben ist.
Die beschriebene Changiervorrichtung hat den allgemein üblichen Aufbau, bei dem zwischen dem Herzscheibenhebel
und der Kette 36 ein Kopfstück vorgesehen ist, um die Changierbewegung auf die auf. und
ab bewegbaren Organe bzw. auf die Ringbank 20 zu übertragen. Weiter sind zur Verstellung des Kopfstückes
in Längsrichtung des Herzscheibenhebels Stellmittel vorgesehen, um die Länge desselben und
somit auch das Ausmaß der der Ringbank 20 und den ihr zugeordneten Organen erteilten Hin- und Herbewegung
zu verändern. Nach der üblichen Praxis (USA.-Patentschrift 2 295 724) ist das insgesamt mit
52 bezeichnete Kopfstück gegenüber dem Herzscheibenhebel längs einer bogenförmigen Führungsbahn
einstellbar, die so ausgebildet und angeordnet ist, daß das Kopfstück 52 stets in die gleiche untere Stellung
bewegt wird, und zwar ungeachtet der eingestellten Lage gegenüber dem Herzscheibenhebel. Wenn die
wirksame Länge des Herzscheibenhebels erhöht oder verringert wird, verändert sich somit der Bereich der
Aufwärtsbewegung des Hebels und der auf und ab bewegbaren Ringbank 20. Der Herzscheibenhebel
weist, wie insbesondere aus den F i g. 4, 5 und 6 hervorgeht, einen Rahmen 56 auf, der gemäß F i g. 4 auf
der Antriebswelle 58 drehbar gelagert ist; diese wiederum stützt sich in Lagerungen ab, die in einem Teil
60 des Maschinengestells vorgesehen sind.
Das Kopfstück 52 weist einen Block auf, in dessen Oberseite eine Stange 62 aufgenommen ist, die den
unteren Teil eines mit der Kette 36 verbundenen Spannschlosses bildet Der Mittelabschnitt des Blockes
ist hohl und nimmt eine Mutter 64 auf, die an beiden Seiten mit Zapfen 66 versehen ist, welche in quergerichteten
Lagerbohrungen des Blockes festgehalten sind. Der untere Abschnitt des Blockes ist mit einer
zylindrischen Lagerbohrung versehen, welche der Aufnahme eines quergerichteten, an beiden Enden mit
Stützrollen 70 versehenen Bolzens 68 dient. Wie insbesondere aus Fig. 6 hervorgeht, stützt sich der
Block zwischen den beiden Führungsstücken 74 und 76 ab, die durch Schrauben 78 an den beiden abwärts
gerichteten Schenkeln 80 und 82 des Herzscheibenhebels 28 befestigt sind. Die Stützrollen 70 liegen an
den unteren Rändern der Führungsstücke 74 und 76 an und erfahren eine Verstellung etwa um die Achse
der .Kettentrommel 34; "sie bewegen sich auf einem
Radius, der die untere Stellung des Herzscheibenhebels bestimmt, so daß bei jeder Einstellung des
Kopfstückes 52 die auf und ab bewegbaren Organe einschließlich der Ringbank 20 stets in die gleiche
untere Stellung verbracht werden.
Bei dem dargestellten Aufbau ist das Kopfstück in Längsrichtung des Herzscheibenhebels 28 einstellbar,
um die wirksame Länge desselben zu verändern. Dies geschieht mittels einer sich in Längsrichtung des Herzscheibenhebels
28 erstreckenden Spindel 86 über eine mit dieser zusammenwirkende Mutter 64; die Spindel
weist an einem Ende ein Kegelrad 88 auf, das mit einem an der Antriebswelle 58 befestigten Kegelrad 90
kämmt. Die Spindel 86 kann um die Achse der Antriebswelle 58 in der Lagerkonsole 92 eine Schwenkbewegung
ausführen; die Lagerkonsole ist mit einer
ίο auf der Antriebswelle 58 drehbaren Lagerbuchse 94
und der Buchse 96 versehen, in welcher die Spindel 86 drehbar und gegen axiale Verschiebung gesichert festgehalten
ist, um das Kegelrad 88 mit dem Kegelrad 90 im Eingriff zu halten.
Bei dem dargestellten Aufbau stützt sich am Herzscheibenhebel 28 die Tastrolle 98 ab; der der Rolle
zugeordnete Lagerzapfen 100 ist hierbei in den beiden nach oben gerichteten Lageraugen 102,104 des Herzscheibenhebels
28 festgehalten. Die Tastrolle 98 wird unter der durch den Drehstab 40 ausgeübten Kraft an
der Herzscheibe 30 in Anlage gehalten, wobei der Drehstab über die weiter oben beschriebenen Verbindungen
wirksam wird, welche den den Aufwindevorgang durchführenden Organen der Maschine ihre hin-
und hergehende Bewegung erteilen.
Die hauptsächlichen Teile der oben beschriebenen Aufwindevorrichtung einschließlich der Herzscheibe
30 und des Herzscheibenhebels 28 sind normalerweise innerhalb der Maschine an Stellen untergebracht, die
für die Bedienungsperson verhältnismäßig unzugänglich sind. Wie aus den Zeichnungen hervorgeht, befinden
sich diese Teile hinter der in den Fig. 1,3 und 4 mit 108 bezeichneten Kopfplatte der Maschine. Erfindungsgemäß
ist eine Leitvorrichtung zur Vornahme der Einstellung des Kopfstückes 52 längs des Herzscheibenhebels
28 vorgesehen, welche an einem außen liegenden Abschnitt der Maschine an einer leicht zugänglichen
Stelle angeordnet ist; diese Vorrichtung gestattet es, auf bequeme Weise und erforderlichenfalls
ohne den Lauf der Maschine zu unterbrechen, Einstellungen beim Wickeln der Spulen vorzunehmen. Die in
den F i g. 2 und 3 dargestellte Leitvorrichtung weist eine senkrecht angeordnete, mittels der Lager 112,114
in der Konsole 116 gelagerte Spindel 110 auf; die Konsole 116 ist außen an der Kopfplatte 108 der Maschine
befestigt. Die Mutter 118, die mit zwei im Abstand voneinander angeordneten Schenkeln 120 und 122 versehen
ist, ist auf die Spindel 110 aufgeschraubt. Die Stange 124, die an ihren beiden Enden in Vorsprüngen
der Konsolen 116 festgehalten ist und parallel zur Spindel 110 liegt, greift durch in den Schenkeln 120
und 122 der Mutter 118 vorgesehene Löcher und verhindert somit erne Winkelbewegung der Mutter, während
sie eine Längsverstellung derselben gegenüber der Spindel gestattet. Am Schenkel 120 der Mutter 118 ist
eine einstellbare Anschlagschraube 126 und am Schenkel 122 eine weitere einstellbare Anschlagschraube 128
vorgesehen; die Anschlagschrauben lassen sich wechselseitig an der Rolle 130 zur Anlage bringen, die an
einem Ende des Schaltarmes 132 eines Umkehrschalters angebracht ist, wenn die Mutter 118 durch fortgesetzte
Drehung der Spindel 110 in der einen oder anderen Richtung eine Längsverstellung erfährt. Die
vertikale Spindel 110 und die Spindel 86 für die Ein-
stellung des Kopfstückes 52 am Herzscheibenhebel 28 erhalten ihren Antrieb gemeinsam durch einen Stellantrieb,
zu dem der an der Konsole 116 befestigte, umkehrbare Verstellmotor 134 gehört. Die Ankerwellc
136 des Motors ist mit einem Reduziergetriebe 138 verbunden, dessen Abtriebswelle 140 am äußeren Ende
mit einem Schraubenrad 142 versehen ist, das mit dem am unteren Ende der Spindel 110 angebrachten Schraubenrad
144 kämmt. Die ebenfalls an der Abtriebswelle 140 befestigte Riemenscheibe 146 ist über den Riemen
148 mit einer Riemenscheibe 150 verbunden, welche auf eine Verlängerung 152 der Antriebswelle 58 aufgesetzt
ist, die den Schwenkzapfen für den Herzscheibenhebel
28 bildet.
Bei dem gezeigten Aufbau wird die Mutter 118 der Leitvorrichtung nach oben bewegt, wenn das Kopfstück
52 am Herzscheibenhebel 28 eine Verstellung nach außen erfährt. Die Stelle, an der sich die Schulter,
also der kurze Hub der gewickelten Spule, befindet, wird durch Einstellung der inneren, den kurzen
Wickelbereich begrenzenden Anschlagschraube 126 bestimmt. Die Lage des Spulenhalses, also des langen
Hubes, richtet sich nach der Einstellung der äußeren, den langen Wickelbereich begrenzenden Anschlagschraube
128. Diese Einstellungen können jederzeit vorgenommen werden, ohne daß hierzu der Lauf der
Maschine unterbrochen werden muß.
Die elektrischen Verbindungen, über welche die Steuerung des umkehrbaren Verstellmotors 134 erfolgt,
sind schematisch in dem Schaltbild der F i g. 7 wiedergegeben. Über die Leiter L1 und Ll wird dem
umkehrbaren Verstellmotor 134, dem Verzögerungsrelais 1TD und dem Relais 1CR eine Spannung von
115 Volt zugeleitet. Der im Leiter L1 liegende Trennschalter
153 schafft eine bequeme Möglichkeit, den Verstellmotor 134 stillzusetzen, beispielsweise, wenn
eine zylindrische Spule gewickelt werden soll. Die Umkehr der Laufrichtung des Verstellmotors 134 an jeder
der beiden Grenzstellungen erfolgt für die dem langen Wickelbereich zugeordnete Stellung durch Schließen
des normalerweise geöffneten Endschalters 1LS und für die dem kurzen Wickelbereich zugeordnete Stellung
durch Öffnen des normalerweise geschlossenen Endschalters 2 LS.
Die Arbeitsweise der Steuervorrichtung zum Wikkeln einer Spule, die unten eben ist und oben ein
konisches Ende hat, ist nachstehend unter Bezugnahme auf F i g. 7 kurz erläutert:
Die Bewegung der Mutter 118 der Leitvorrichtung zum oberen Ende ihres Hubes hin veranlaßt die dem
langen Wickelbereich zugeordnete Anschlagschraube 128, den Schalthebel 132 um seinen Zapfen 133 in
einer Richtung zu verschwenken, in der er den durch die Feder 154 normalerweise geöffnet gehaltenen
Schalter 1LS schließt. Bei Betätigung des Schalters
1LS schließt dieser über den normalerweise geschlossenen
Schalter 2 LS einen Stromkreis zur Speisung des Verzögerungsrelais 1 TD und des Steuerrelais 1CR.
Der Kontakt 1CR1 schließt und baut für die Relais
IDT und ICi? einen Haltestromkreis auf. Der normalerweise
geschlossene Kontakt ICR4 öffnet und
veranlaßt ein Stillsetzen des Verstellmotors 134.
Die verschiedenen, durch das Relais 1CR gesteuerten
Kontakte befinden sich nun in Stellungen, um den Stellmotor in einer Richtung laufen zu lassen, in welcher
das Kopfstück 52 des Herzscheibenhebels und die Mutter 118 der Leitvorrichtung aus der Stellung
für den langen Wickelbereich in die Stellung für den kurzen Wickelbereich bewegt werden, wenn das Verzögerungsrelais
1TD wirksam wird, um den Kontakt XTDl zu schließen. Wenn gemäß Fig. 7 des Relais
1CR gespeist wird, schließen die Kontakte 1 Ci? 2
und 1CR 6 und die Kontakte 1 Ci? 3 und 1CR 5 öffnen.
Am Ende der Verzögerungszeit, die von der Einstellung des Verzögerungsrelais 1TD abhängt, schließt
der Kontakt ITDl und läßt den Verstellmotor 134
anlaufen, der das Kopfstück 52 und die Mutter 118 der Leitvorrichtung auf die dem kurzen Wickelbereich
zugeordnete Stellung zu bewegt. Der Schalter ILS kann nunmehr unter der Einwirkung der Rückstellfeder
154 in seine geöffnete Stellung zurückgehen, wenn der Schaltarm 132 durch die Zentrierfedern 156
in seine neue Mittelstellung zurückbewegt wird.
Wenn die Mutter 118 der Leitvorrichtung die dem kurzen Wickelbereich zugeordnete Grenzstellung erreicht,
verschwenkt die diesem Bereich zugeordnete Anschlagschraube 126 den Schaltarm 132 um seinen
Zapfen 133 in einer Richtung, in welcher der durch die oben angeführte Feder 154 normalerweise geschlossen
gehaltene Schalter 2 LS geöffnet wird. Beide Relais 1TD und 1CR werden stromlos. Der normalerweise
geöffnete Kontakt 1TD1 kann öffnen und
die verschiedenen, durch das Relais 1CR gesteuerten
Kontakte befinden sich in einer Betriebsstellung, um den Stromdurchgang im Verstellmotor 134 umzukehren;
auf diese Weise öffnet der Kontakt 1CR1 und
unterbricht den Haltestromkreis für den Endschalter ILS. Die Kontakte 1CR 2 und ICi? 6 öffnen,
während die Kontakte 1CR 4, ICR 5 und ICi? 3
schließen, um hierdurch sofort den Verstellmotor 134 in umgekehrter Drehrichtung anlaufen zu lassen, der
die Mutter 118 der Leitvorrichtung und das Kopfstück 52 auf die dem langen Wickelbereich zugeordnete
Stellung zu bewegt. Das Verzögerungsrelais wird nur dann benötigt, wenn Spulen mit abgeflachtem Kopfkonus
gewickelt werden sollen, d. h. Spulen, deren Konus nicht bis zur Spulenhülse reicht, sondern an
einer ebenen Stirnringfläche endet.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen 209 539/330
Claims (4)
1. Aus Herzscheibe und Herzscheibenhebel bestehende Changiervorrichtung für Spinn- und
Zwirnmaschinen, die mit der bewegbaren Ringbank bewegungsverbunden ist und dieser die für
den Spulenaufbau erforderliche hin- und hergehende Bewegung erteilt, wobei der Herzscheibenhebel
an der Ringbank über ein Kopfstück angreift, das unter Veränderung der wirksamen f
Länge des Hebelarmes mittels einer Schrauben- j S
spindel in Längsrichtung des Herzscheibenhebels verstellbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß mit der die Verstellung des Kopfstückes (52) bewirkenden Schraubenspindel (86) eine weitere
Schraubenspindel (110) gekoppelt ist, die ihren
Antrieb zusammen mit der Schraubenspindel (86) durch einen umkehrbaren Verstellmotor (134) erhält
und der Hin-und Herbewegung eines Betätigungsorganes (118) einer außen am Maschinengestell
(108) angebrachten Leitvorrichtung dient, wobei das hin- und herbewegte Betätigungsorgan
(118) in seinen beiden Endstellungen auf eine der Leitvorrichtung zugeordnete Schalteinrichtung
(1 LS, 2 LS) einwirkt, die ein Stillsetzen und einen Wiederanlauf des Verstellmotors (134) im jeweils
entgegengesetzten Drehsinn veranlaßt (F i g. 2).
2. Changiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der die Schraubenspin-
del (110) der Leitvorrichtung antreibende Verstellmotor (134) auf eine Antriebswelle (152) einwirkt,
die koaxial zum Anlenkzapfen des Herzscheibenhebels (28) gelagert ist und den Antrieb über
Kegelräder (88, 90) auf die Schraubenspindel (86) zur Verstellung des Kopfstückes (52) des Herzscheibenhebels
(28) überträgt (F i g. 2).
3. Changiervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungsorgan
(118) der Leitvorrichtung je eine den kürzesten und den längsten Wickelbereich bestimmende, an
sich bekannte, einstellbare Anschlagschraube (126,
128) aufweist und beide Anschlagschrauben (126, 128) im Zuge der Hin- und Herbewegung des Betätigungsorganes
(118) abwechselnd auf einen ver^ schwenkbaren Schaltarm (132) einwirken, der über
die Schalteinrichtung (1 LS, 2 LS) die Drehrichtungsumkehr des Verstellmotors (134) veranlaßt
(Fig. 2, 3).
4. Changiervorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalteinrichtung
(1LS, 2 LS) ein Verzögerungsrelais (1 TD) für den
zeitlich verzögerten Anlauf des Verstellmotors (134) zugeordnet ist (F i g. 7).
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Applications Claiming Priority (3)
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|---|---|---|---|
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| US40228864 | 1964-10-07 | ||
| DEM0066823 | 1965-10-01 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1510768A1 DE1510768A1 (de) | 1970-07-23 |
| DE1510768B2 DE1510768B2 (de) | 1972-09-21 |
| DE1510768C true DE1510768C (de) | 1973-04-19 |
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