DE1510523A1 - Steuereinrichtung fuer die Mengenregelung in hydraulischen Changierantrieben von Spul-,Spinn- und insbesondere Ringzwirnmaschinen - Google Patents
Steuereinrichtung fuer die Mengenregelung in hydraulischen Changierantrieben von Spul-,Spinn- und insbesondere RingzwirnmaschinenInfo
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Description
Steuereinrichtung für die Mengenregelung in hydraulischen Changierantrieben von Spul-, Spinn- und insbesondere Ringzwirnmaschinen
Banner Maschinenfabrik Aktiengesellschaft
Wuppertal-Oberbarmen
Die Erfindung besieht sich auf eine Steuereinrichtung für die
Mengenregelung in hydraulischen Changierantrieben von Spul-,
Spinn- und insbesondere Ringswirnmaschtnen, die dazu dient, die
strömende Menge der Druckflüssigkeit und damit die Changiergesohwindigkeit
in Abhängigkeit von angetriebenen kurvenartigen Steuerelementen nach Programm zu verändern.
Hydraulische Changierantriebe, bei denen die Changierbewegung bei
jedem Hub nach einem bestimmten Programm beschleunigt bzw. verzögert
wird, finden in den verschiedensten Bauarten von Spul-, Spinn-
und Ringzwirnmaschinen Verwendung, Es ist dabei üblich, derartige Hubbeschleunigungen bzw. -Verzögerungen durGh Änderung der strömenden
Druckflüssigkeitsmenge des hydraulischen Antriebes, welche die
Changiergeschwindigkeit bestimmt, zu erreichen. Bekanntlich ist die Mengenänderung der Druckflüssigkeit auf verschiedene Weise möglich,
beispielsweise durch gesteuerte Änderung der sekundlichen Pumpenfördermenge oder durch Verwendung von sog. Mengenreglern oder
Drosseln.
In einer bekannten Ausführung wird die Pumpe des hydraulischen
Antriebes von einer Schablone, welche starr an der den Haupthub
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erzeugenden Arbeitskolbenstange befestigt ist,gesteuert, wobei
das gesarate Antriebsaggregat für den Haupthub, bestehend aus Pumpe,
Flüssigkeitsbehälter, Leitungssystem und den Arbeitskolben für den Haupthub aufnehmendem Hauptzylinder samt dazugehörigen Steuereinrichtungen
um die ganze Länge des Wickelkörpers während dessen Aufbaus durch ein gesondertes Antriebsmittel angehoben bzw. gesenkt
wird. Diese Anordnung des Antriebsaggregates ist sehr umständlich und aufwendig, außerdem kann mittels dieser Vorrichtung lediglich
eine einzige Wickelkörperform erzeugt werden, bei der auf der Hülse
mittels eines kurzen Haupthubes eine kegelmantelartige Garnschicht
gebildet wird, deren mehrere durch den Nebenhub axial übereinander
auf die Hülse verlegt den kompletten V/ickelkörper ergeben.
Eine andere hydraulische Changiervorrichtung xtfeist einen zwischen
Pumpe und Steuerschieber für den Arbeitszylinder ortsfest angeordneten, laufend verstellbaren Mengenregler auf, welcher die auf bei ^
Selten des Arbeitskolbens in der Zeiteinheit eingeleitete Druckflüssigkeit
smenge zwecks Änderung der Changierhubgeschwinaigkeit
regelt. Die Steuerung des kontinuierlich verstellbaren Kengenre g:k 3-';
erfolgt über"eine kurvenartig ausgebildete Führungsplatte, eine
Art Schablone, welche starr mit der Kolbenstange des Arbeitskolbens verbunden ist. Mit dieser Vorrichtung können nur solche Garnwickel»
körper hergestellt werden, zu deren Aufbau der Changierhub immer gleich groß bleibt und nicht axial verlagertwird.
Ähnlich ist eine andere Steuervorrichtung ausgeführt, bei der eir.^
verstellbare lineare Steuerkante für den ortsfesten Mengenregler ebenfalls starr an der Arbeitskolbenstange befestigt ist. Die hierfür
vorgeschlagenen konstruktiven Maßnahmen sind offensichtlich aber nicht geeignet, auch in den Fällen, in denen es zur Wickelbildung
einer Hubverlagerung bedarf, die von der Praxis häufig
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gestellte Forderung zu erfüllen, nämlich daß z.B. bei der sogenannten
Etagenwicklung mit großem, ständig hin- und hergehendem Haupthub von mehr als 50$ der gesamten Wickelkörperlänge und kleinem
nur einmal während der Wickelbildung hin- oder hergehendem Nebenhub
während des gesamten Aufwickelvorganges am Ende jedes Haupthubes
über eine begrenzte Strecke eine bestimmte Beschleunigung mit gleicher absoluter Endgeschwindigkeit erzielt wird. Um dies zu
erreichen, wäre es notwendig, während des gesamten Wickelaufbaus
mit Hubverlagerung eine analoge oder gar gleiche Geschwi.ndigkeitscharakteristik
für Jeden Einzelhub sicherzustellen. Dies ist jedoch mit den aufgezeigten Mitteln unmöglich, da bei der Hubverlagerung
zusammen mit dem Arbeitskolben des Hydraulikzylinders auch das kurvenartige Steuerelement an der Hubverlage längsbewegung
teilnimmt und gegenüber dem die Kurve abtastenden ortsfesten
Stellglied des Mengenreglers verschoben wird, so daß dieses im Verlauf der Hubverlagerung in einen anderen oder außer den
Steuerbereich der Kurve gerat.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, oben aufgezählte Nachteile
der bekannten Vorrichtungen zu vermeiden und eine Steuereinrichtung
zu finden, mit deren Hilfe sich alle gewünschten Variationen der gebräuchlichen Changiersysteme, insbesondere
solche mit Hubverlagerung und mit bei jedem Hub wiederkehrender gleicher Geschwindigkeitscharakteristik durchführen lassen.
Um dies zu erreichen, wird erfindungsgemäß.vorgeschlagen, daß
das bzw. die kurvenartig ausgebildeten Steuerelemente gegenüber ihrem mittelbaren oder unmittelbaren Antriebselement verdreh-
bzw. verschiebebewegbar angeordnet und mit Anschlagkanten versehen
ist bzw. sind, die zwecks Begrenzung der wirksamen Kurvenbahn
des Steuerelementes jeweils mit einem ortsfesten Anschlag einstellbar zusammenwirken. Dabei kann das kurvenartig ausgebildete
Steuerelement über eine am Ende jedes Grundhubes und
damit am Anfang der jedem Grundhub zugehörigen Nebenhubstrecke
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lösbare Kupplung mit dem Antriebselement verbunden bzw. selbst mit einer solchen Kupplungseinrichtung ausgestattet sein, die
beispielsweise im wesentlichen aus einer Magnetkupplung oder aus einer am Antriebselement angreifenden Feder gestehen kann.
Sofern das kurvenartige Steuerelement wie bei den bekannten Ausführungen
mittelbar oder unmittelbar durch die Kolbenstange des Hydraulikzylinders angetrieben wird, nimmt es wie bisher üblich
Jeweils an deren hin- und hergehender Changierbewegung im Haupthub teil, wobei es entweder eine Längs- oder eine entsprechende
•Drehbewegung ausführt. Da es nun aber erfindungsgemäß gegenüber
seinem Antriebselement verdreh- bzw. verschiebebeweglich ange- * ordnet igt, läßt es sich nach Lösen der Kupplung für die über
den Grundhub hinausgehende Hubverlagerungsspanne der Arbeitskolben-Gesamthubbewegung
während eines Hin- und Herganges mittels der vorgesehenen Anschläge zurückhalten, so'daß es seine eingestellte
Lage mit dem vorgegebenen Steuerbereich der Kurve gegenüber dem diese abtastenden ortsfesten Stellglied des_ Mengenreglers
trotz fortschreitender Auswanderung seines Antriebselementes mit wachsender Ausbildung des Nebenhubes ständig beibehält.
Die gleichen unerwünschten Verlagerungs- bzw. Auswanderungserscheinungen würden auch auftreten,wenn das kurvenartige
Steuerelement nicht durch die Kolbenstange des Hydraulikzylinders, sondern beispielsweise durch die Ringbank oder einen getrennten
Eigenantrieb getrieben wird. Auch hierbei bedarf es deshalb der erfindungsgemäßen Ausbildung der Steuereinrichtung.
Um die Anordnung der Steuereinrichtung möglichst raumsparend ausführen
zu können, wird erfindungsgemäß weiter vorgeschlagen, das Steuerelement als Kurvenscheibe auszubilden, die mittels Rutschkupplung
mit ihrem Antriebselement verbunden ist. Dabei kann das von der Rutschkupplung zu übertragende Drehmoment bzw. die
Reibungskraft ein- bzw. verstellbar sein, indem die Rutschkupplung
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durch Bemessen oder Variieren einer an dem Antriebselement angreifenden
Federkraft derart ausgelegt bzw. ein- oder verstellbar eingerichtet ist, daß das von ihr übertragbare Drehmoment bzw. die über·
tragbare Reibungskraft einerseits gerade groß genug ist, im Haüpthub
die zur Betätigung des Mengenregelungsgerätes bzw. dessen Stellgliedes notwendigen Verstellkräfte auszuüben, andererseits aber
doch so niedrig ist, daß beim Auftreffen der zusammenwirkenden
Begrenzungsanschläge Im Nebenhub der Reibungsschluß der Kupplung überwunden wird. Um schließlich die Kurvenscheibe gegen eine solche
von anderer Kurvencharakteristik austauschen und damit eine andere Wickelgröße bzw. -länge oder Windungsart mit anderer Geschwindigkeitsverlauf
erreichen zu können, kann die Kurvenscheibe auf der Rutschkupplung bzw. mit dieser auf der Antriebswelle auswechselbar
bzw. umsteckbar angeordnet sein. Ebenso können die zusammenwirkenden
Begrenzungsanschläge, sei es auf der Kurvenscheibe, sei es am Maschinengestell,
oder beide austauschbar bzw. umsteckbar oder versetzbar vorgesehen sein.
Mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es darüber hinaus
ohne zusätzlichen Aufwand möglich, auch solche Spulkörper zu wikkeln,
deren Aufbau durch sogenannte Hubminderung oder aber umgekehrt durch Hubvergrößerung entsteht. Ebenso einfach ist es, innerhalb eines Wickelvorganges durch Hubminderung entstandene Schichten
mit solchen, die durch Hubvergrößerung entstanden sind, in bestimmtem
Rhythmus miteinander abwechseln zu lassen. Anzahl und Dicke der aufeinanderfolgenden Schichten der einen und der anderen
Art können durchaus verschieden sein. Das besonders Bemerkenswerte
an der neuen Vorrichtung besteht nun darin, daß mit ihrer Hilfe
bei den oben beschriebenen Wickelverfahren jedem einzelnen Hub, ob kurz oder lang, während eines stets gleich langen Abschnittes
ein gleicher Beschleunigungsverlauf erteilt werden kann. Ermöglicht
wird dieser Vorteil dadurch, dafl die wirksame Kurvenbahn
des, Steuerelementes In jedem Fall kurzer ist als der kürzeste vor-
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kommende Changierhub. Hierdurch wird nämlich erreicht, daß ganz
sicher zu Beginn eines jeden neuen Hubes die jeweils maßgebliche Kurvenbahn ihre einzige richtige Startposition für die Geschwindigkeitssteuerung
dieses Hubes eingenommen hat. Zu diesem Zweck wird es also genügen, wenn vor Beginn des kürzesten Hubes jene
die Kürvenbahnen begrenzenden Anschlagkanten auf ihre zugehörigen Anschlagstifte treffen und beide Steuerelemente, welche die Kurvenbahnen
tragen, sich gegenüber ihrem Antriebselement noch um einen gewissen Betrag verdrehen bzw. verschieben können,, bis die Hubrichtung
endgültig umgekehrt wird.
Für die Herstellung der zuletzt beschriebenen Wickelformen hat es sich als besonders vorteilhaft herausgestellt, ein einziges kurvenartig
ausgebildetes Steuerelement vorzusehen, das zwei wirksame Steuerkurven zum Steuern zweier Mengenregelungsgeräte trägt. Diese
Anordnung erweist sich außerdem als besonders sparsam, sowohl im Platzbedarf als auch im Kostenaufwand, zumal sich dabei die Möglichkeit
ergeben hat, funktionsgleiche Strecken der beiden wirksamen Steuerkurven zu übertragen.
In weiterer Ausbildung der Erfindung wurde eine Lösung gefunden, welche eine gesteuerte Änderung der Geschwindigkeitscharakteristik
der einzelnen Hübe im Verlaufe des gesamten Wickelvorganges vorsieht. Die Größe der Beschleunigung bzw. der Verzögerung sowie
die Länge des Beschleunigungs- bzw. Verzögerungsabschnittes während des jeweiligen Hubes können demgemäß dadurch verändert werden, daß
zur Überlagerung von Steuerbewegungen das oder die Mengenregelungsgeräte in Richtung auf die Steuerkurve hin oder von ihr fort zusätzlich
einstellbar oder steuerbar verschieblich angeordnet sind.
Die vorgeschlagene Steuereinrichtung hat gegenüber den bekannten Anordnungen vor allem den Vorteil, daß sie vollkommen zuverlässig
arbeitet und bei Changieraufgaben mit periodisch hin- und/oder
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hergehendem Nebenhub bzw. bei Hubvergrößerung und/oder Hubverkleinerung
während des gesamten Aufwickelvorganges für jeden Einzelhub die genau gleiche Geschwindigkeitscharakteristik sicher stellt, so
daß auch bei sehr langen Wickelvorgängen, wie sie beim Aufspulen
von Kunstfäden sehr feinen oder.feinsten Titers üblich sind,
keinerlei sonst so gefürchtete Summenfehler mehr auftreten. Es lassen sich praktisch alle gebräuchlichen Wickelaufbauarten mit
programmgemäßer Geschwindigkeitscharakteristik mittels der Steuereinrichtung herstellen, und insbesondere solche, bei denen besonders
hohe Anforderungen an die Maßhaltigkeit der äußeren Form und an einen guten inneren Wickelverband gestellt werden.
In der Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele der Erfindung
schematisch dargestellt. Es zeigen :
eine hydraulisch angetriebene Changiervorrichtung mit zwei
verstellbaren Mengenreglern, beispielsweise für Ringzwirnmaschinen,
einen der beiden mittels drehbarer Kurvenscheibe gesteuerten
Mengenregler,
den Schnitt III-III durch die Kurvenscheibe und ihre
Kupplung mit der Antriebswelle gemäß Fig. 2, ' einen mittels längsverschieblichen Steuerelementes verstellbaren Mengenregler,
eine mittels lösbarer Feststellkupplung mit ihrem Antriebselement verbundene Kurvenscheibe,
eine Kurvenscheibe mit unsymmetrisch angeordneter Steuerkurve,
eine Kurvenscheibe mit zwei sich gegenüberliegenden Steuerkurven.
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Bei einer Ringzwirnmaschine erfolgt das zum Aufbau eines Wickels bestimmter Windungsart erforderliche Heben und Senken der Ringoder
Spindelbank mittels der Changiereinrichtung, welche ihre nach Programm gesteuerte Hin- und Herbewegung über Verbindungsglieder
auf die zu bewegende Bank überträgt.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 besteht die
hydraulisch angetriebene Changiervorrichtung im wesentlichen aus der an Zugbändern 2 hängenden Ringbank 1. Die Zugbänder laufen über
Umlenkrollen J5 und sind mit ihrem anderen Ende an der Kolbenstange
4 des im Hydraulikzylinder 5 geführten Arbeitskolbens 6 befestigt.
Auf der Kolbenstange 4 sitzt der Schaltfühler 7, welcher die Hubbegrenzungsschalter bzw. Endschalter 8, 9 und 10 für die
Changierbewegungen betätigt, die ihrerseits von nicht dargestellten
Förderorganen des mechanisch, hydraulisch oder elektrisch gesteuerten Programmsteuersysteras 11 auf der Führungsstange 12 verschoben
werden.
Die zur Steuerung des Arbeitskolbens 6 notwendigen üblichen hydraulischen
Steuerelemente, z.B. der Umkehrschieber und das Druckeinstellventil sind - im einzelnen nicht dargestellt - im gemeinsamen
Gehäuse 1} untergebracht. Das Druckmittel v±n(von der Pumpe 14 aus
dem Vorratsbehälter 15 in das hydraulische Antriebssystem gefördert
und fließt über die Rücklaufleitung 16 wieder in den Vorratsbehälter
zurück. Die Leitungen 18 und 18', 20 und 20' verbinden die Mengenregler
21 und 22 und die Leitungen 17 und 19 den Hydraulikzylinder
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mit den übrigen hydraulischen Steuerelementen im Gehäuse 1j3.
An der Kolbenstange 4 des Arbeitskolbens 6 ist mittels des Haltearmes
23 eine Zahnstange 24 starr befestigt. Das auf der Welle 25 festsitzende Zahnrad 26 steht mit der Verzahnung der Zahnstange 24
in Eingriff. Die Welle 25 ist mittels der Lager 27 und 28 gelagert
und trägt auf ihrem fliegenden Ende die Rutschkupplungen 29 und 30,
an denen als kurvenartig ausgebildete Steuerelemente die Kurvenscheiben 31 und 32 befestigt sind. Die Verstellschieber 33 und 34
der Mengenregler 21 und 22 werden durch Federkraft mit ihren Laufrollen 35 und 36 gegen den Kurvenumfang der Kurvenscheiben 3I und
gedrückt. In Fig. 2 sind die^an der Kurvenscheibe 31 befestigten
Anschlagklemmen 37 und 38 dargestellt, von denen die Anschlagklemme
37 in Anlage am ortsfesten Anschlagstift 39 gezeigt ist. Die Anschlagklemme
38 kann insbesondere bei Umkehr der Nebenhubriditung mit dem
ortsfesten Anschlagstift 39' entsprechend zusammenwirken. In Fig. 1
sind die Anschlagklemmen sowohl auf der Kurvenscheibe 3I als auch
auf der Kurvenscheibe 32 der Übersichtlichkeit wegen weggelassen und
nur die ortsfesten Anschlagstifte 39 bzw. 39r und 40 bzw. 4o' dargestellt.
Gemäß Fig. 3 ist das als ringförmige Kurvenscheibe 31 ausgebildete
Steuerelement mittels Schrauben 41 an einer zentrischen und koaxialen
Reibscheibe 42 befestigt, welche über eine Druckscheibe 43 durch den
Druck der Feder 44 gegen die Endscheibe 45 einer Wellenbuehse 46
gepreßt wird, auf deren anderem Ende die als Widerlager für die
Feder 44 dienende Federbüchse 47 aufgeschraubt ist. Eine Schraubenmutter 48 sichert die Federbüchse 47 auf der Wellenbuehse 46, die
ihrerseits von der Schraubenmutter 49 auf der Welle 25 gehalten ist.
Die Reibscheibe 42 mit der Kurvenscheibe 3I kann, unter Aufbietung
einer bestimmten Kraft, deren Höhe von der durch die Feder 44 aufgebrachten
Druckkraft abhängig ist, gegenüber der Wellenbuehse 46 ver-
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dreht werden. Mittels Paßfedern sind die Druckscheibe 43 gegenüber
der Wellenbuchse 46 und diese ihrerseits gegenüber der Welle 25 gegen Verdrehung gesichert.
Während des Betriebes saugt die Förderpumpe 14 die Druckflüssigkeit
aus dem Vorratsbehälter 15 an und drückt sie in das hydraulische Antriebssystem.
Soll sich der Arbeitskolben 6 nach links bewegen, wird die Druckflüssigkeit von den im Gehäuse 15 angeordneten hydraulischen
Steuerelementen unter Umgehung der zum Mengenregler 21 führenden Leitung 20 direkt über die Leitung 19 in die rechte'Seite des Hydraulikzylinders
5 geleitet. Die aus der linken Seite des Hydraulikzylinders 5 austretende Druckflüssigkeit fließt über die Leitung 17
und 18 durch den Mengenregler 22, die Leitung 18' und über die Steuerelemente
im Gehäuse 13 durch den Rückfluß 16 in den Vorratsbehälter
,15 zurück. Der sich nach links bewegende Arbeitskolben 6 hebt über
die Kolbenstange 4 und die über die Umlenkrollen 3 laufenden Zugbänder
2 die Ringbank 1 an.
Arbeitskolben 6 und Kolbenstange 4 bewegen sich so lange nach links,
bis der Schaltfühler 7 den Hubbegrenzungsschalter 8 betätigt, durch dessen Kontaktgabe die Steuerelemente im Gehäuse 13 umgeschaltet
werden, so daß die angesaugte Druckflüssigkeit Jetzt von der Pumpe Über die entsprechenden Steuerelemente direkt durch die Leitung 17
in die links Seite des Hydraulikzylinders 6 gefördert wird. Der Arbeitskolben 6 wird somit nach rechts geschoben, wobei die aus der
rechten Seite des Hydraulikzylinders 5 austretende Flüssigkeit über
die Leitungen 19 und 20, den Mengenregler 21, die Leitung 20' und
über die Steuerelemente in Gehäuse 13 durch die Rücklaufleitung 16
in den Vorratsbehälter 15 zurückfließt. Die Kolbenstange 4 bewegt sich ebenfalls nach rechts, wodurch die Ringbank 1 so lange gesenkt
wird, bis der Schaltfühler 7 den Hubbegrenzungsschalter 9 betätigt.
Die entsprechenden hydraulischen Steuerelemente werden hierdurch
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wieder umgeschaltet, um die Richtung des Arbeitskolbenhubes umzukehren.
In jeder Phase des Ringbankhubes wird die Hubgeschwindigkeit von der
den Mengenregler 22 bzw. 21 in der Zeiteinheit.durchfließenden Druckflüssigkeitsmenge bestimmt, die ihrerseits durch den von der
Kurvenscheibe 32 bzw..J1 gesteuerten Verstellschieber 34 bzw. 33
kontinuierlich dosiert wird. Diese den Mengenregler 22 bzw. 21 durchströmende
Druckflüssigkeitsraenge kann zwischen einer Minimal- und
einer Maximalmenge stufenlos geändert werden. Bei gänzlich in das Gehäuse eingeschobenem Verstellschieber 33 bzw'. 34 -ist die Durchflußmenge
am kleinsten, gegebenenfalls kann sie sogar Null betragen.
Die Durchflußmenge ist am größten, wenn der VerstellschJLeber 33
bzw. 34 jeweils am weitesten aus seinem zugehörigen Mengenreglergehäuse
herausragt. Jedem Kurvenpunkt der Kurvenscheibe 31 bzw. 32 entspricht
eine ganz bestimmte Position des Verstellschiebers 33 bzw.34
und damit auch eine ganz bestimmte Durchflußmenge des Mengenreglers
21 bzw. 22.
Bei Herstellung eines Garnwickelkörpers, dessen Aufbau durch Verlagerung
des Ringbankhaupthübes erfolgt, werden die beiden Hubbegrenzungsschalter
8 und 9 im dargestellten Beispiel mit gleichbleibendem Abstand
und konstanter Geschwindigkeit langsam nach links verschoben. Dadurch wird die Lage des Grundhubes der Ringbank allmählich nach
oben und die des Arbeitskolbens in gleichem Maße nach links verschoben.
Die mittels des Haltearmes 23 an der Kolbenstange 4 befestigte Zahnstange 24 hat die gleiche Hublänge und Hublage wie der Arbeitskolben 6. Der Winkel,- um "den das Zahnrad 26 bei jedem Hub vorwärts
gedreht wird, ist bei kontinuierlicher Hubverlagerung immer gleich. Die Eingriffsstrecke der Zahnstange (das ist die Strecke auf der
Zahnstange, deren Zähne mit den Zähnen des Zahnrades 26 während eines
Hubes kämmen) wandert jedoch auf dieser langsam nach rechts und der
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Eingriffsbogen des Zahnrades verschiebt sich entsprechend auf seinen
Umfang, weil der Rückwärtshub wegen der fortschreitenden Hubverlagerung etwas kleiner als der Vorwärtshub ist. Wenn die Hubverlagerung
nicht kontinuierlich, sondern schrittweise erfolgt, dann tritt die Differenz zwischen Vorwärts- und Rückwärtsbewegung nicht
bei jedem Hub, sondern erst nach jedem Hubverlagerungsschritt auf. Da das Zahnrad 26 fest auf der Antriebswelle 25 sitzt, verschiebt
sich in gleicher Weise auch deren Drehbereich.
Wären nun die Kurvenscheiben J51 und 32 ebenfalls starr auf der
.Welle 25 montiert, würde sich auch die Kurve als solche in ihrer
Lage gegenüber den Verstellschiebern 33 bzw, 3^ verschieben und sich
damit die Geschwindigkeitscharakteristik längs des Hubes im Verlauf
des ganzen Wickelvorganges von Hub zu Hub ändern. Das mag für gewisse
andere Changieraufgaben erwünscht sein.Andererseits gibt es auch
Changieraufgaben, bei denen die Mitten aller Hublängen auf halber Wickellänge liegen, die Amplituden der Changierbewegung beidseits
dieser Mittellage sich aber ändern, beispielsweise bei der Herstellung von Wickelkörpern in HubminderungsVerlegung. Auch das wäre
mit der dargestellten Steuereinrichtung bei entsprechend ausgebildeter Kurvenscheibe so z.B. als archimedische Spirale für die
Bildung eines konischen Mittelteiles eines bikonischen Wickels (Pineapples)nach Wegnehmen der lösbaren Anschlagklemmen 37 und 38
sowie gegebenenfalls Blockieren der Rutschkupplung ohne weiteres möglich. Bei anderen Changieraufgaben, beispielsweise bei der Etagenwicklung
mit gleichbleibendem, hin- und hergehendem Haupthub und während des ganzen Wickelvorganges erfolgender schrittweiser
bzw. kontinuierlicher geringer Verlagerung jenes Haupthubes nach dem einen Wickelende hin würde die starre Verbindung der Kurvenscheibe
31 bzw. 32 mit ihrer Antriebswelle 25 die gleichmäßige Geschwindigkeitscharakteristik
jedes einzelnen Hubes jedoch vereiteln.
Aber infolge der erfindungsgemäß angeordneten Rutschkupplung 29 bzw. 30, welche einerseits die kraftschlüssige Verbindung zwischen
der Kurvenscheibe 31 bzw. 32 mit der sie antreibenden Welle 25 herstellt
und andererseits unter Einwirkung der Anschläge 37 und 39
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bzw. 40 oder 38 und 39' bzw. 40' das Verdrehen der Kurvenscheibe
gegenüber der Antriebswelle gestattet, sind jene sonst zu erwartenden
Schwierigkeiten, wie im folgenden dargelegt, vollkommen beseitigt. Die Hubverlagerung vollzieht sich für mehrere Hübe schrittweise oder
kontinuierlich von Hub zu Hub um den gleichen Betrag, wobei nun jeweils am Ende des in gleicher Richtung wie die Hubverlagerung erfolgenden
Haupthubes die Anschlagklemmen 37 oder 38 auf die Anschlagstifte
39 bzw. 40 oder 391 bzw. 40' treffen und die Kurvenscheiben
3I bzw. 32 in ihrer weiteren Drehbewegung aufhalten, während
sich die Welle 25 gegenüber der Reibscheibe 42 und damit auch
gegenüber der Kurvenscheibe 31 bzw. 32 v/eiterdreht, bis die über
den Grundhub hinausgehende Hubverlagerungsspanne der Gesamthubbewegung zurückgelegt ist und die Hubumkehr erfolgt. Damit ist gewährleistet,
daß während jedes einzelnen Hubes in jeder bestimmten Phase
auch immer der gleiche bestimmte Kurvenpunkt am zugehörigen Verstellsehieber
angreift und somit im Verlaufe der gesamten Wickelbildung bei jedem'Hub die gleiche Geschwindigkeitscharakteristik
herrscht.
Die zum Verstellen des Mengenreglers 21,bzw. 22 notwendigen Kräfte
werden durch das an der Antriebswelle 25 wirkende Drehmoment aufgebracht
und müssen über die Kurvenscheibe 31 bzw. 32 auf den zugehörigen
Verstellhebel 33 bzw. 34 übertragen werden. Um dieses Drehmoment von der Antriebswelle 25 auf die Kurvenscheibe 31 bzw. 32
übertragen zu können, müssen die zwischen der Endscheibe 45, der
Reibscheibe 42 und Druckscheibe 43 auftretenden Friktionskräfte
ausreichend groß sein. Andererseits wiederum dürfen diese Kräfte :
nur so gering sein, daß sich die Reibscheibe 42 beim Auftreffen der
Anschlagklemme 37 bzw. 38 auf den Anschlagstift 39 bzw. 39' gegenüber
den mit derAntriebswelle 25 weiterrotierenden Scheiben 43
und 45 gleitend verdrehen kann. Die auf die Scheiben 45, 43 und 42
wirkende Anpreßkraft wird von der Druckfeder 44 aufgebracht. Die
Größe dieser Kraft kann durch Verdrehen der Mutter 48, die auf die
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Federbüchse 47 mit der darin angeordneten Druckfeder 47 drückt,
den Jeweiligen Anforderungen sehr leicht und genau angepaßt werden.
Das Auswechseln der Kurvenscheiben gegen Scheiben mit beliebig anderer Kurvencharakteristik geht sehr schnell vor sich. Nur wenige
Schrauben brauchen jeweils gelöst zu werden, um eine Scheibe abziehen zu können. Der Innendurchmesser desjenigen KurvenscheibenrInges,
der der V/ellenlagerung 28 am nächsten liegt, ist größer als der
Außendurchmesser der die Kurvenscheibe J>2 tragenden. Reibscheibe, so
daß auch diese Kurvenscheibe ohne Demontage der Welle 25 verhältnismäßig leicht und schnell ausgewechselt werden kann.
Die Anschlagklemmen 27 und 38 können an den Kurvenscheiben leicht an-
und abgeklemmt werden. Durch Versetzen der Anschlagklemmen kam die
Einwirkungsdauer bzw. Einwirkungsstrecke ein und derselben Kurve auf den M engenregier und damit entsprechend auch die Geschwindigkeitscharakteristik verändert werden.
Wenn Garnwickelkörper hergestellt werden sollen, bei denen man auf
den inneren Verband weniger großen V/ert legt, können die beiden Mengenregler auch gemeinsam von einer kurvenscheibe gesteuert werden.
Versuch» haben ergeben, daß eine besonders feine Beeinflussung der
Wickelkörperform dann erzielt wird, wenn man jedem gesteuerten Mengenregler
einen weiteren, jedoch auf eine konstante Durchflußmenge fest eingestellten Mengenregler parallelschaltet. Ebenso kann man
sich im Hydrauliksystem auf die Verwendung eines einzigen steuerbaren Mengenreglers, der gegebenenfalls mit einem konstanten Mengenregler
parallelgeschaltet sein kann, beschränken, den bzw. die man dann zweckmäßig zwischen Pumpe und Umkehrschieber anordnet.
Als Steuerelement läßt sich schließlich, wie in Fig. 4 dargestellt ist,
- 15 -
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- 15 - Pos. Bag. 555
überall da, wo es weniger auf die -raumsparende Anordnung einer Kurvenscheibe
ankommt, auch eine flächige, mit Kurvenkanten versehene Schablone 50 verwenden, die sich gegenüber ihrem Antriebselemente
hier der Kolbenstange 4, geradlinig längsverschieben und mittels der
Anschläge 5I bzw. 52, die mit den-verstellbaren ortsfesten Anschlägen
55 bzw. 5^ zusammenwirken, für die Spanne des Kolbennebenhubes
festhalten läßt, wobei die Schablone 50 beispielsweise an einer aus
zwei Halbzylinderschalen zusammengesetzten Wellenbuohse 55 befestigt
ist, die mittels in entsprechenden Ausnehmungen sitzenden Blattfedern
56, Federdruckknöpfen oder dergl. gegen die Kolbenstange 4
drückt.
Ein Beispiel für eine während des Grundhubes festgestellte und vor
Beginn der Hubverlagerungsspanne des Nebenhubes gelöste Kupplung
5" _ist in Fig. J^dargestellt. Dort ist die Kurvenscheibe 50 mittels
der Magnetkupplung 57 auf ihrem Antriebselement, der Kolbenstange 4,
festgehalten und macht die Hubbewegungen'der Kolbenstange soweit mit,
bis die Kupplung durch die Berührung der Endschalter 58 oder 59 mit
den Anschlägen 53 oder 5^ gelöst wird, so daß die Kolbenstange dann
die über den Grundhub hinausgehende Hubverlagerungsspanr.e allein und
ohne Mitnahme der Kurvenscheibe für den Mengenregler durchfährt. Es
ist einleuchtend, daß anstelle einer Magnetkupplung auch andere
Feststellkupplungen verwendet -werden können, sofern s ie im gelösten
Zustand ein unbeabsichtigtes Zurückgleiten der Kurvenscheibe unter dem Krafteinfluß des federbelasteten Verstellhebels 33 oder Jk des
Mengenreglers 21 oder 22 verhindern können.
Als weiteres Beispiel für- die Herstellung eines Garnwickels mittels
der erfindungsgemäßen Vorrichtung sei hier der Aufbau solcher V/ikkelkörper,
besonders hinsichtlich der Steuerung der Mengenregler näher erläutert, bei denen der Changierhub in Verlauf des gesaraten
t v Wiekelvorganges von seiner zunächst größten Länge allmählich auf
. - 16 -
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ein Mindestmaß verkürzt und jedem 'Hub über einen gleich langen
Abschnitt ein gleicher Beschleunigungsverlauf erteilt wird. In Fig. 7 ist eine Anordnung dargestellt, in welcher die beiden Mengenregler
21 und 22 von einem einzigen Steuerelement βθ betätigt werden. Letzteres trägt zwei Steuerkurvenbahnen, aber nur eine
Anschlagklemrae 61 mit den beiden Anschlagkanten 62 und 6j>, denen
je ein Anschlag 64 bzw. 65 zugeordnet ist. Der Übersichtlichkeit
wegen ist die Verbindung des Steuerelementes 60 mit der Welle 25 nicht dargestellt, sondern lediglich durch eine Art Nabe 66 angedeutet.
In der Praxis wird hier beispielsweise die in Fig. 5 ge~
zeigte Rutschkupplung verwendet.
Zu Anfang des WickelVorganges liegt die Anschlagklemme 61 mit ihrer
Anschlagkante 62 am Anschlag 64. Der Mengenregler 22 ist maßgebend für die Geschwindigkeit der Ringbank 1 bei ihrem Aufwärtshub, währenddessen
der Mengenregler 21 unwirksam ist. Bei Beginn des ersten, während des gesamten Wickelvorganges hier gleichzeitig auch längsten
Changierhubes der Ringbank 1 bewegt sich der Arbeitskolben 6 (Fig. 1) mit seiner höchsten Geschwindigkeit nach links, verzögert
sich jedoch vom Start weg langsam auf eine bestimmte Mindestgeschwindigkeit, die er dann bis zu Ende des Hubes beibehält. Die
Geschwindigkeitssteuerung dieses Vorganges erfolgt vom Mengenregler
22 her, dessen Verstellhebel J>k gemäß der ihn steuernden Kurvenbahn
zu Hubbeginn den größten während des ganzen Hubes vorkommenden Durchlaßquerschnitt freigibt. Gleichzeitig wird in dem
Moment, in welchem der Arbeitskolben 6 sich nach links zu bewegen beginnt, das auf der Welle 25 sitzende Steuerelement 60 im Uhrzeigersinn
gedreht, der Verstellhebel 54 von der Steuerkurvenbahn
nach links geschoben und der Durchlaßquerschnitt des Mengenreglers 22 langsam aber stetig verkleinert, so daß die pro Zeiteinheit
geringer werdende, durchfließenden Druckflüssigkeit den Arbeitskolben 6 und damit die Ringbank 1 irammer langsamer bewegt, bis
der Verstellhebel J54 auf den zur Drehachse konzentrisch liegenden
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Kreisbogen der Steuerkurve gelangt. Von diesem Zeitpunkt an bleiben
dann Durchlaßquerschnitt, durchfließende'Flüssigkeitsmenge
und dementsprechend die Hubgeschwindigkeit konstant, zumal nach einem bestimmten kleinen Drehwinkel von Welle 35 und Steuerelement
60 die Anschlagkante 65 auf den Anschlag 65 trifft, so daß das
Steuerelement 6O stehenbleibt und sich somit die Welle 25 infolge
Nachgebens der angedeuteten Rutschkupplung 66 gegenüber dem Steuerelement
6O dreht. Beim längsten während des Wickelkörperaufbaues vorkommenden Changierhub kann die "Rutschzeit" des Steuerelementes
60 gegebenenfalls mehr als 50$ der gesamten Hubdauer betragen.
Der Verstellhebel 3j5 ist während der Drehung des Steuerelementes
im Uhrzeigersinn auf der für ihn maßgeblichen Steuerkurvenbahn in seine Ausgangsposition für den ersten Abwärtshub der Ringbank 1
gelangt und wartet hier bis zu deren Hubumkehr, welche durch die Betätigung des Hubbegrenzungsschalters 8 vom Schaltfühler 7 ausgelöst
wird. Arbeitskolben 6 bewegt sich Jetzt nach rechts, und das Steuerelement 60 wird von seiner Antriebswelle 25 nunmehr gegen den
Uhrzeigersinn gedreht. Während jetzt der Mengenregler 22 unwirksam ist, übernimmt der Mengenregler 21 die Steuerung der Geschwindigkeit
für den Abwärtshub, dessen Geschwindigkeitschrakteristik hier
gleich der des Aufwärtshubes sein soll: Nach höchster Geschwindigkeit beim Start und langsamer Verzögerung folgt dann der Abschnitt
konstanter Geschwindigkeit bis zum Hubende. Der freie Drehwinkel des Steuerelementes 60 ist wieder genauso groß wie beim Aufwärtshub,
wogegen seine Rutschzeit infolge des bereits etwas verkürzten
Hubes geringer wird. Das bedeutet, daß die Zeit vom Auftreffen der
Ansehlagkante 62 am Anschlag 64 bis zur nächsten Hubumkehr kürzer
geworden ist. Mit abnehmender Hublänge wird die Rutschdauer des Steuerelementes 60 und damit der Abschnitt konstanter Geschwindigkeit
von Hub zu Hub immer kürzer. Daß demgegenüber der am Anfang
jedes Hubes beginnende Beschleunigungsabschnitt bei jedem Hub gleichbleibt, wird dadurch gewährleistet, daß selbst der kürzeste vorkommende
Hub immer noch etwas länger dauert als die Drehbewegung des Steuerelementes 60 mit seiner Anschlagklemme 61 vom Anschlag 64 bis
zum Anschlag 65 oder umgekehrt.
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Mit Hilfe dieser Einrichtung lassen sich ohne weiteres auch solche
Wickelkörper herstellen, deren Aufbau mit dem kürzesten Hub beginnt und mit dem längsten endet oder bei dem sich Perioden der Hubverkürzung
und Hubverlängerung einander einige Male abwechseln.
In einer weiteren, jedoch nicht dargestellten Anordnung sind die
verstellbaren Mengenregler auf schlitten- oder wagenartige Untergestelle montiert, mittels, derer sie auf Gleit- oder Rollbahnen zu
ihren Steuerelementen hin oder von diesen fort bewegt werden. Die Steuerung dieser Bewegung kann gleichzeitig von einem Antriebselement ausgeführt werden, welches z.B. als Kurvenscheibe ausgebildet
ist und sich während des Wickelvorganges um seine Achse dreht, wobei der zugehörige Mengenregler gegebenenfalls mittelbar
oder unmittelbar unter Federkraft am Umfang dieser Kurvenscheibe
anliegt. Durch die Überlagerung beider Sfeuerbewegungen lassen sich alle nur denkbare Beschleunigungsverhältnisse längs der
Changierhube einsteuern.
BAD
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Claims (10)
1. Steuereinrichtung für die Mengenregelung in hydraulischen Changierantrieben von Spul-, Spinn- und insbesondere Ringzwirnmaschinen,
die dazu dient, die strömende Menge der Druckflüssigkeit und damit die Changiergeschwindigkeit in
Abhängigkeit von angetriebenen kurvenartigen Steuerelementen
nach Programm zu verändern, dadurch gekennzeichnet, daß. das bzw. die kurvenartig ausgebildeten Steuerelemente gegenüber ihrem mittelbaren oder unmittelbaren Antriebselement
verdreh- bzw. verschiebebewegbar angeordnet und mit Anschlagkanten
versehen ist bzw. sind, die zwecks Begrenzung der wirksamen Kurvenbahn des Steuerelementes jeweils mit
einem·ortsfesten Anschlag einstellbar zusammenwirken,
2. Steuereinrichtung nach Anspruch .1, dadurch gekennzeichnet,
daß das kurvenartig ausgebildete Steuerelement über eine am Ende jedes Grundhubes und damit am Anfang der jedem Grundhub
zugehörigen Nebenhubstrecke lösbare Kupplung mit dem Antriebselement
verbunden bzw. selbst mit einer solchen Kupplungseinrichtung ausgestattet ist.
j5. Steuereinrichtung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das kurvenartige Steuerelement als Kurvenscheibe ausgebildet ist, die mittels Rutschkupplung mit ihrem
Antriebselement verbunden ist. .
4. Steuereinrichtung nach Anspruch J, dadurch gekennzeichnet, daß
das von der Rutschkupplung zu übertragende Drehmoment bzw..-die
Reibungskraft ein- und verstellbar ist.
- 20 909830/0426
.Dag
- 20 -
5. Steuereinrichtung nach den Ansprüchen J5 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kurvenscheibe auf der ,Rutschkupplung
bzw. mit dieser auf der Antriebswelle ausv;echselbar bzw. umsteckbar angeordnet ist.
6. Steuereinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die zusammenwirkenden Begrenzungsanschläge austauschbar bzw. umsteckbar oder versetzbar
angeordnet sind.
7. Steuereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die wirksame Kurvenbahn des Steuerelementes kürzer ist als der kürzeste vorkommende Changierhub.
8. Steuereinrichtung nach den Ansprüchen 1 oder 7', dadurch
gekennzeichnet, daß ein einziges kurvenartig ausgebildetes Steuerelement vorgesehen ist, das zwei wirksame Steuerkurven
zum Steuern zweier Kengenregelungsgeräte trägt.
9· Steuereinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß funktionsgleiche Strecken der.beiden wirksamen Steuerkurven
einander überlagert sind.
10. Steuereinrichtung nach den Ansprüchen 1 oder 8, dadurch gekennzeichnet,
daß das oder die Kengenregelungsgoräte in Richtung auf die Steuerkurve hin oder von ihr fort zusätzlich
einstellbar oder steuerbar verschieblich angeordnet sind.
909830/0i26
BAD ORiGiNAL
-IA -
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