DE3317267A1 - Fadenzufuehrvorrichtung - Google Patents
FadenzufuehrvorrichtungInfo
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Description
VON KREISLER SCHÖMWALD ElSHOLD FUES
VON KREISLER KELLER SELTlNG
SAVIO & C. S.p.A. Via Pergolesi 8
1-20124 Milano / Italien
PATENTANWÄLTE Dr.-Ing. von Kreisler 11973
Dr.-fng. K. Schönwald, Köln Dr.-Ing. K. W. Eishold, Bad Soden
Dr. J. F. Fues, Köln Dipl.-Chem. Alek von Kreisler, Köln
Dipl.-Chem. Carola Keller, Köln Dipl.-Ing. G. Salting, Köln
Dr. H.-K. Werner, Köln
Fadenzuführvorrichtung
ID-5000 KÖLN 1
11. Mai 1983 Sg-Da/rk
Die Erfindung betrifft eine Fadenzuführvorrichtung für
Multifeed-Strickmaschinen mit einer Rolle, die frei drehbar an einem an der Strickmaschine zu befestigenden
Halter gelagert ist, und die mehrere über ihre zylindrische Oberfläche verteilte Rundstäbe aufweist, mit
einem über einen Kreisbogenabschnitt der Oberfläche geführten Flachriemen, dessen Höhe geringer ist als
die Höhe der Stäbe, und mit einer an dem Halter montierten Welle, deren Achse senkrecht zur Achse der
Rolle verläuft und die zwei pendelnde mit ihr verbundene Fadenführungsarme aufweist, die aus zwei
diametral entgegengesetzten Seiten der Rolle hervorstehen, und die an ihren freien Enden eine öse o.dgl.
zum Durchführen des Fadens haben, wobei der eine Fadenführungsarm für den Einlauf in der Nähe desjenigen Bereiches
angeordnet ist, in dem der Flachriemen auf die
-r-
Rolle trifft und der andere Fadenführungsarin für den Ablauf in der Nähe desjenigen Bereiches angeordnet ist,
in dem der Flachriemen die Rolle verläßt, wobei diese Fadenführungsarme in der Lage sind, von einer Ruhestellung,
in der der Faden von dem Flachriemen ferngehalten wird und in der die öse des Fadenführungsarms
für den Einlauf zu der dem Flachriemen abgewandten Seite bezogen auf diejenige Ebene (Riemenkantenebene), in der
die der öse zugewandte sich längserstreckende Seitenkante des Flachriemens liegt, verschoben ist, in eine
Arbeitsstellung zu pendeln, in der der Faden im Bereich des Flachriemens gehalten wird und in der die öse des
Fadenführungsarms für den Einlauf in Richtung auf den
Flachriemen verschoben ist.
Bei Multifeed-Strickmaschinen, d.h. bei solchen Maschinen,
bei denen eir.e Strickware mit Hilfe von Nadeln erzeugt wird, wobei mehrere Garnfäden von mehreren Spulen,
Kopsen oder Ähnlichem abgezogen werden, ist es bekannt,
die Garnfäden von Spulen und Kopsen abzuziehen und den Nadeln über Fadenzuführvorrichtungen zuzuführen. Die
bekannten Fadenzuführvorrichtungen bestehen jeweils aus einer um ihre eigene Achse frei drehbaren Rolle, mit
einer im wesentlichen zylindrisch gestalteten Oberfläche, auf die ein Faden von einem Flachriemen angedrückt und
mitgezogen werden kann. Der Flachriemen hat dabei eine geringere Höhe als die Rolle und wird von einem Motor
angetrieben. Die Bewegung des Flachriemens bewirkt, daß die Rolle sich dreht, und daß der Faden von dem jeweiligen
Kops abgezogen wird, wobei der Faden mit einer entsprechenden vorgegebenen Liefergeschwindigkeit den
Nadeln zugeführt wird, denen der Faden nach dem Verlassen des Flachriemens und der Rolle zugeleitet wird.
Bei Rundstrickmaschinen sind derartige Rollen in einem Kreis an dem Maschinenoberteil angeordnet und der Flach-.
riemen, der die Rollen antreibt, bildet eine einzige endlose Schlaufe.
Diese Fadenzuführvorrichtungen mit einer Rolle sind beispielsweise in der DE-PS 15 85 298 und in der DE-PS
16 35 893 beschrieben.
TO Es ist bekannt, daß es oft notwendig ist, einen oder
mehrere Fäden aus dem Kontaktbereich des Flachriemens herauszunehmen, indem der betreffende Faden in Richtung
der Rollenachse in Richtung vom Flachriemen weg verschoben wird. Der Faden kann dann über der Oberfläche
der Rolle gleiten, die weiterhin von dem Flachriemen angetrieben wird, aber nicht mehr auf den Faden einwirkt.
Dieser Fall tritt beispielsweise dann auf, wenn die Stichlänge der Strickmaschine geändert werden muß, wenn
die Art der Strickware auf der Maschine geändert werden muß, oder wenn eine Strickware erzeugt werden muß,
die Streifen verschiedener Farben hat und einer oder mehrere Fäden einer bestimmten Farbe ausgelassen
werden müssen.
Da die Strickmaschinen eine sehr hohe Arbeitsbeschwindigkeit haben, muß der betreffende Faden dann, wenn
es notwendig ist, die Fadenzufuhr eines bestimmten Fadens zu unterbrechen, sehr schnell aus seiner
Klemmposition zwischen dem Flachriemen und der zugehörigen Rolle herausgeführt werden. Jede Fadenzuführvorrichtung
weist einerseits einen beweglichen Fadenführungsarm für den Einlauf auf, der aus dem oder
in den Kontaktbereich des Flachriemens mit der Rolle geführt wird, und andererseits einen beweglichen
Fadenführungsarm für den Auslauf, auf dem der Faden, der die Vorrichtung verlässt, geführt wird: Der Fadenführungsarm für den Auslauf reagiert auf die Zug-
ο spannung des auslaufenden Fadens, wobei eine Verringerung
der Zugspannung des auslaufenden Fadens einen Abfall des Druckes bewirkt, der auf diesen Arm einwirkt.
Dieser Fadenführungsarm für den Auslauf wirkt dann mechanisch oder auf andere Weise auf den Fadenführungsarm
für den Einlauf oder Zuführfinger ein, der sich nach oben bewegt und den Faden aus dem Andruckbereich
des Flachriemens auf der Rolle herauszieht. Der bewegliche Fadenführungsarm für den Auslauf, der
etwas länger ist als der Fadenführungsarm für den Einlauf, und der Faden, der über die Rolle abgezogen
wird, werden durch zwei ösen geführt und bewegt, die jeweils fest mit einem der Fadenführungsarme verbunden
sind. Die beiden Fadenführungsarme.sind über
eine Welle fest miteinander verbunden, die in dem Rollenhalter gelagert ist. Wenn der Faden abgezogen
wird, werden beide Arme in Richtung auf den Flachriemen verschoben, so daß der Faden unter dem Flachriemen
im wesentlichen längslaufend zum Flachriemen gehalten wird. Wenn die Fadenzufuhr unterbrochen werden soll,
zieht die Verschiebung der beiden Fadenführungsarme den Faden aus dem Kontaktbereich zwischen dem Flachriemen
und der jeweiligen Rolle heraus.
-jr-
Derartige Fadenzuführvorrichtungen haben den Nachteil, einen vergleichsweise großen Zeitbedarf für den Zeitraum
zu haben, in dem der bewegliche Fadenführungsarm für den Auslauf auf den beweglichen Fadenführungsarm
für den Einlauf einwirkt, um den Faden seitlich in Relation zum Flachriemen zu verschieben. Diese Zeitspanne
wird durch die Zeit bestimmt, die benötigt wird, um aufgrund der Verschiebung und des von dem Fadenführungsarm für den Auslauf übertragenen Drehmomentes,
den Fadenführungsarm für den Einlauf von einer Ruhestellung
in eine Arbeitsstellung zu bringen und umgekehrt, um den zur Vorrichtung geführten Faden aus einer
Position außerhalb des Kontaktes mit dem Flachriemen in die Klemmposition unter den Flachriemen zu bringen,
wo der Faden gegen die Rolle angedrückt wird. Mit anderen Worten: Die Zeit die benötigt wird, um den
Faden in die Klemmposition zwischen dem Flachriemen und der Rolle zu bringen, hängt von der Zugkraft,
die von dem Fadenführungsarm für den Einlauf auf den Faden ausgeübt wird, und dem Winkel ab, um den der
Fadenführungsarm geschwenkt werden muß.
Bei konventionellen Vorrichtungen wird der Faden der öse des Fadeneinlaufführungsarms aus einer im wesentlichen
zur Rollenachse parallelen Richtung zugeführt, so daß der Fadeneinlaufführungsarm die von dort abgezogene
Fadenmenge jedesmal, wenn er seine Stellung ändert, vergrößern oder verringern muß. Da der der
Vorrichtung zugeführte Faden immer eine bestimmte Zugkraft auf den Fadeneinlaufführungsarm in Richtung
auf die Stelle, aus der der Faden kommt, ausübt,
* «"70 ·
folgt, daß die Drehbewegung des Fadenführungsarms beträchtlich durch die Fadenzugkraft behindert wird, so
daß der Fadenführungsarm auf diese Weise während der Bewegung des Arms eine erhebliche Variation der zugeführten
Fadenmenge verursacht. Dies bewirkt eine Verringerung der Empfindlichkeit der Vorrichtung auf
Änderungen der Kräfte, die vom auslaufenden Faden auf den Fadenauslaufführungsarm ausgeübt werden. Es besteht
daher eine relativ geringe Reaktionsgeschwindigkeit der Vorrichtung auf notwendige Änderungen, zum Beispiel auf
eine Änderung der Fadenzuführbedingungen oder auf einen Fadenlieferstop.
Darüber hinaus ist der Fadeneinlaufführungsarm bei
bekannten Vorrichtungen immer in der Nähe der freien Kante des angrenzenden Flachriemens angeordnet, während
für das Umschalten auf Fadenlieferung bzw. auf Lieferstop ein Formteil vorgesehen ist, das eine
Schrägfläche hat, über die der der Vorrichtung zugeführte Faden gleitet, wobei der Faden aus dem bzw.
in "den Kontaktbereich zwischen dem Flachriemen und der Rolle bewegt wird.
Diese Anordnung für die Zufuhr oder für die Unterbrechung der Zufuhr des Strickfadens, insbesondere an
eine Produktionsmaschine, benötigt viel Zeit für das Umschalten des Betriebszustandes und erlaubt keine
Unterbrechung der Fadenzufuhr an die Strickmaschine bzw. den Start der Fadenzufuhr bei hohen Liefergeschwindigkeiten,
die jedoch wünschenswert sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die
einen extrem geringen Zeitbedarf für die Unterbrechung und die Wiederaufnahme der Fadenzufuhr hat, wobei
diese Vorgänge über geringe Zugkräfte auf den Fadenauslauf führungsarm steuerbar sein sollen, und die
rein mechanisch ist, einfach aufgebaut ist sowie geringe Herstellkosten verursacht.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß der Fadeneinlaufführungsarm eine derartige
Länge aufweist, daß in Arbeitsstellung die öse des Fadenführungsarms für den Einlauf zur gleichen Seite
wie—der—i^lachriemen , bezogen auf die Riemenkantenebene,
auf der Seite des Flachriemens verschoben ist, und daß der Halter mit einer festen Einlauföse versehen
ist, durch die der Faden hindurchläuft, der der Öse des Fadenführungsarms zugeführt wird, die zwischen
der festen Einlauföse und dem Flachriemen angeordnet ist, wobei die feste Einlauföse in der Nähe der Riemenkantenebene
verläuft und im wesentlichen mit der angrenzenden sich längs erstreckenden Seitenkante des
Flachriemens und mit der öse des Fadenführungsarms in der Ruhestellung fluchtet.
Im folgenden werden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen AusführungsDeispiele der Erfindung näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht der Fadenzuführvorrichtung
bei unterbrochener Fadenzufuhr, in der der Faden aus dem Kontaktbereich zwischen Flachriemen und
Rolle herausgehalten wird,
Fig. 2 eine Frontansicht gemäß Fig. 1,
Fig. 3 eine Seitenansicht der Fadenzuführvorrichtung bei Fadenzufuhr an eine Strickmaschine,.
Fig. 4 eine Frontansicht gemäß Fig. 3,
Fig. 5 eine Ansicht von oben, teilweise geschnitten, ο gemäß den Fign. 3 und 4 und
Fig. 6 ein anderes Ausführungsbeispiel der Fadenzuführvoriichtung.
Die Fadenzuführvorrichtung besteht aus einem starren Halter 1, der am Rahmen einer Strickmaschine befestigt
werden kann und an dem eine Rolle 2 um ihre Achse frei drehbar gelagert ist. Die zylindrische Oberfläche der
Rolle 2 ist durch zahlreiche achsparallele zylindrische Stäbe 3 begrenzt, die in gleichmäßigen Abständen angeordnet
sind, wie deutlich den Zeichnungen entnommen werden kann. Während des Betriebes drückt ein angetriebener
Flachriemen 4 auf einen Kreisbogenabschnitt der zylindrischen Oberfläche der Rolle 2. Der Flachriemen
4 ist von geringerer Höhe als die Höhe der Rundstäbe 3.
— Q^ _
An dem Halter 1 ist eine aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellte Welle gelagert, die frei drehbar
um ihre eigene Achse ist/ die quer bzw. rechtwinklig zur Achse der Rolle 2 verläuft, und deren beide Enden
auf diametral entgegengesetzten Seiten der Rolle herausragen und einen pendelnden Fadeneinlaufführungsarm 5
bzw. einen pendelnden Fadenauslaufführungsarm 6 tragen. Beide Fadenführungsarme 5, 6 weisen an ihren freien Enden
eine öse 7 bzw. 8 auf, durch die der zur Vorrichtung zulaufende Faden 10 bzw. der von der Vorrichtung abgezogene
Faden 10 hindurchgeführt wird. Wie den Zeichnungen entnommen werden kann, ist der Fadeneinlaufführungsarm
in der Nähe desjenigen Bereiches, in dem der Flachriemen 4 auf die Rolle 2 trifft, und der Fadenauslaufführungsarm
6 in der Nähe desjenigen Bereiches, in dem der Flachriemen 4 sich von der Rolle 2 löst, angeordnet.
Der Fadeneinlaufführungsarm 5 ist derart dimensioniert
und angeordnet, daß bei Stillstand der Fadenzufuhr, wenn der Faden 10 nicht den Flachriemen 4 berührt (Fign. 1
und 2) , die Öse 7 nach oben zu der dem Flachriemen 4 abgewandten Seite in Bezug auf diejenige Ebene (Riemenkantenebene) , in der die der öse 7 zugewandte Riemenkante
liegt, bewegt wird.
Ein wesentliches Merkmal der Vorrichtung besteht darin, daß der Fadeneinlaufführungsarm 5 eine derartige Länge
hat, daß, wenn der Fadeneinlaufführungsarm 5 in Arbeitsstellung gebracht wird, in der er den zulaufenden
Faden 10 nach unten in den Kontaktbereich zwischen
-/Tu -
Flachriemen 4 und Rolle 2 (Fign. 3 bis 5) führt, bei
der die öse 7 des Fadeneinlaufführungsarms 5 - bezogen auf die oben erwähnte Riemenkantenebene - auf die Seite
des Flachriemens 4 bewegt wird.
Ein weiteres wesentliches Merkmal der Vorrichtung besteht darin, daß an dem Halter 1 eine Einlauföse 11
fest angebracht ist, durch die der Faden 10 von einer Garnspule hindurchgeführt und der öse 7 des Fadeneinlaufführungsarms
5 zugeführt wird. Die feststehende Einlauföse 11 ist in der Nähe der Riemenkantenebene
angeordnet. Die Einlauföse 11 ist in den Fign. 1 bis
oberhalb des Flachriemens angeordnet. Darüber hinaus ist die feststehende öse 11 im wesentlichen fluchtend
mit der benachbarten längslaufenden Seitenkante des Flachriemens und mit der öse 7 des Fadeneinlaufführungsarms
5, wenn sich dieser in seiner Ruhestellung befindet (Fig. 1). Der Faden von der Garnspule
wird, nachdem er die Einlauföse 11 und die Öse
des Fadeneinlaufführungsarms 5 passiert hat, und nachdem
er über einen zylindrischen Teil der Rolle 2 gezogen worden ist, durch eine feststehende Auslauföse
geführt, die ebenfalls an dem Halter 1 starr angebracht ist, und die oberhalb der Riemenkantenebene,
in der die freie Oberkante des Flachriemens 4 verläuft, angeordnet ist. Der Faden wird dann unter einer
feststehenden starren Stange 13 (Fign. 2, 4 und 5)
und durch die ösen 8 des Fadenauslaufführungsarms 6 geführt.
Wenn der Faden 10 nicht von der Strickmaschine abgezogen wird, hält eine Feder die beiden Fadenführungsarme
5 und 6 in der angehobenen Position, wie in den Fign. 1 und 2 gezeigt. In dieser Stellung hält die öse
7 des Fadenführungsarms 5 den Faden oberhalb des Flachriemens 4. Dadurch wird der Faden 10, selbst wenn
der Flachriemen die Rolle 2 antreibt, nicht von der Spule abgezogen, sondern gleitet über die Oberflächen
der Rundstäbe 3.
Es sei nun angenommen, daß der Faden 10 von der Strickmaschine abgezogen wird: In diesem Zustand bewirkt die
auf den Faden 10 ausgeübte Zugkraft, daß der Fadenauslauf führungsarm 6 nach unten bewegt wird, so daß der
Fadeneinlaufführungsarm 5 im Gegenuhrzeigersinn gedreht wird (Fig. 3). Auf diese Weise wird erreicht,
daß sich die öse 7, bezogen auf die Riemenkantenebene, in der die Oberkante des Flachriemens verläuft, auf
die Seite des Flachriemens 4 absenkt.
Ein solches Absenken des Fadeneinlaufführungsarms 5 wird aus zwei wesentlichen Gründen sehr leicht und
nahezu ohne Trägheit ausgeführt: Der eine Grund ist, daß in Ruhestellung gemäß Fig. 1 der Fadenabschnitt,
der sich zwischen der feststehenden Einlauföse 11 und
dem Bereich, in dem der Faden die Rollenoberfläche berührt, befindet, im wesentlichen geradlinig verläuft.
Dadurch bewirkt die Abwärtsbewegung der öse 7 lediglich eine geringfügige Absenkung dieses Fadenabschnittes
und verursacht keine großen Zugkraftspitzen
in dem von der Spule kommenden Faden. Der andere wesentliche Grund besteht darin, daß der Fadeneinlaufführungsarm
5 derart dimensioniert und angeordnet ist, daß, während er geringfügige Pendelbewegungen um seine
mit dem Fadenauslaufführungsarm 6 gemeinsame Welle
durchführt, um von einer Fadenstillstandsposition (Fig. 1) in eine Fadenabzugsposition (Fig. 3) zu gelangen,
die öse 7, durch die der Faden 10 geführt ist, ve*
anlaßt wird, sich von einer Lage oberhalb der Riemenkanter ebene in eine Position unterhalb des Fadeneinlaufführungsarms
zu bewegen, die auf der Seite des Flachriemens ist. Die Leichtigkeit und Geschwindigkeit, mit
der der Wechsel der öse 7 von der einen zur anderen Seite der Riemenkantenebene erfolgt, wird dadurch erleichtert,
daß in Arbeitsstellung gemäß Fig. 3 der Fadeneinlaufführungsarm 5 einen Winkel mit einer zur
Rollenachse senkrechten Ebene einschließt, der von 90° abweicht und vorzugsweise 50° beträgt. Beim Wechsel
von der Ruhestellung gemäß Fig. 1 in die Arbeitsstellung gemäß Fig. 3 ist die (bezogen auf die Darstellungen in
den Figuren) vertikale Komponente der Verlagerung der öse 7 vergleichsweise groß, d.h., daß selbst für geringe
Drehwinkel des Fadeneinlaufführungsarms 5 eine erhebliche vertikale Bewegung der öse 7 erreicht wird.
Im Gegensatz hierzu wird bei Betrachtung des Betriebszustandes gemäß den Fign. 3 bis 5 der Faden 10, wenn
die Strickmaschine den Abzug des Fadens beendet, aufhören, einen in den Figuren nach unten wirkenden Zug
auf den Fadenauslaufführungsarm 6 auszuüben. Der Fadenauslaufführungsarm
6 tendiert aufgrund der Wirkung der Feder, die innerhalb des Halters 1 angeordnet ist,
dazu, sich sofort nach unten in die Position gemäß Fig. 1 zu bewegen und auf diese Weise zu bewirken, daß
sich der Fadeneinlaufführungsarm 5 in Uhrzeigerrichtung dreht, der, während er sich um einen kleinen Winkel
dreht, in kürzester Zeit den Faden 10 nach oben aus den Kontaktbereich mit den Flachriemen 4 führt, so
daß der Abzug des Fadens unterbrochen wird. Diese Bewegung wird durch den zwischen der Einlauföse 11 und
dem Flachriemen 4 eingeschlossenen Fadenabschnitt erleichtert, indem dieser Fadenabschnitt die Öse 7 nach
oben drückt.
Nach den Darstellungen in den Figuren ist die Auslauföse 12 fest an dem Halter 1 angebracht. Sie kann auch
an einem mit dem Fadenauslaufführungsarm 6 verbundenen beweglichen HiIfsarm, der zur Vereinfachung nicht dargestellt
ist, befestigt sein. Dieser ist derart gestaltet, daß er diese bewegliche Auslauföse in den beiden verschiedenen
Betriebszuständen der Vorrichtung auf die eine Seite bzw. auf die andere Seite der Riemenkantenebene
heben oder senken kann. Diese bewegliche Auslauföse könnte auch fest mit dem Fadenauslaufführungsarm 6
verbunden sein.
Der Vorgang, die Vorrichtung in die Ruhestellung umzuschalten, wird dadurch erleichtert, daß die feststehende
Auslauföse 12 vorgesehen ist, die den aus dem Kontaktbereich mit der Rolle heraustretenden Faden nach oben,
d.h. oberhalb des Flachriemens 4, gehoben hält.
- K-
Auf Wunsch kann in dem feststehenden Halter 1 ein starres strukturiertes Element integriert werden, daß
eine Schrägfläche in Richtung auf den Flachriemen hat, und daß die in Höhe des oberen Randes des Flachriemens
verlaufende Riemenkantenebene schneidet, wobei derjenige Teil der Schrägfläche, die dem Flachriemen
am nächsten kommt, bezogen auf die Riemenkantenebene auf der Seite des Flachriemens angeordnet ist. Dieses
Element sollte zwischen dem Fadeneinlaufführungsarm 5 und dem Flachriemen 4 angeordnet sein und wird zur
Vereinfachung weder beschrieben noch dargestellt, da es ein bekanntes Teil ist, das beispielsweise in der
DE-PS 15 85 298 und in der DE-PS 16 35 893 beschrieben ist.
Fig. 6 zeigt ein modifiziertes Ausführungsbeispiel der Vorrichtung, wobei in Fig. 6 alle Teile mit ähnlicher
Konstruktion oder Funktion im Vergleich zu den Fign. 1 bis 5 zur Vereinfachung mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind.
Bei der Vorrichtung gemäß Fig. 6 ist ein fest angebrachter Arm 20 vorgesehen, der eine Einlauföse 21
aufnimmt, die, wie in der Zeichnung dargestellt, bezogen auf die Riemenkantenebene auf der gleichen
Seite wie der Flachriemen 4 angeordnet ist. An dem feststehenden Halter 1 ist ein Rundstab 22 angebracht,
der seitlich zur Rolle angeordnet ist und der sich parallel zur Rollenachse und zu den Rundstäben 3
erstreckt.
Der Fadeneinlaufführungsarm 23 hat einen U-förmig gebogenen Teil 24, der einen Schlitz bildet, und sich
zwischen dem Rundstab 22 und der Rolle erstreckt. Der Fadeneinlaufführungsarm 23 ist in Fig. 6 in Ruhestellung
mit ausgezogenen Linien dargestellt und in Arbeitsstellung mit gestrichelten Linien, wobei der
Faden - in diesem Betriebszustand ebenfalls mit gestrichelten Linien dargestellt - zwischen dem Flachriemen
und der Rolle eingeklemmt wird und mitgezogen wird. Es ist erkennbar, daß der Faden, wenn der Fadeneinlauf
führungsarm 23 von seiner Arbeitsstellung in die Ruhestellung schwenkt (und umgekehrt),entlang des
langgestreckten Schlitzes des Fadeneinlaufführungsarms gleitet, der bewirkt, daß der Faden entlang des Rund-Stabes
22 verschoben wird, an dem der Faden, der von der Vorrichtung abgezogen wird, entlanggleitet. Auf
eine weitere Beschreibung dieses Ausführungsbeispiels wird im Hinblick auf die bereits ausgeführten Erläuterungen
verzichtet.
Die Vorrichtung ist rein mechanisch, sehr einfach aufgebaut, arbeitet zuverlässig und ist kostengünstig
herzustellen. Sie gewährleistet aufgrund der Größe und der Anordnung des Fadeneinlaufführungsarms 5 und
der Anordnung der ortsfesten Einlauföse 11, deren Eigenschaften bereits ausführlich beschrieben wurden,
in allen Fällen einen äußerst schnellen Wechsel von Fadenzufuhr auf Unterbrechung der Fadenzufuhr und
umgekehrt.
Der Flachriemen 4 kann auch statt, wie in den Fign. 1 bis 4, im unteren Teil der Rolle im oberen Teil der
Rolle angeordnet sein. In diesem Fall bildet der Fadeneinlaufführungsarm
5 mit dem Fadenauslaufführungsarm 6 einen größeren Winkel als 90°, während in dem dargestellten
Ausführungsbeispiel dieser Winkel kleiner als 45° ist. Die genannten Winkel sind auf der Basis der
Darstellungen der Fign. 1 bis 3 zu verstehen. Wenn der Flachriemen im oberen Teil der Rolle angeordnet ist,
sollte die Länge des Fadenführungsarms so gewählt sein,
daß die darauf befestigte öse unterhalb der Riemenkantenebene der unteren freien sich längserstreckenden
Seitenkante des Flachriemens angeordnet ist, wenn die Fadenzufuhr gestoppt ist.
Leerseite
Claims (8)
- -vf-ANSPRUCHEFadenzuführvorrichtung für Multifeed-Strickmaschinen mit einer Rolle (2), die frei drehbar an einem an der Strickmaschine zu befestigenden Halter (1) gelagert ist, und die mehrere über ihre zylindrische Oberfläche verteilte Rundstäbe (3) aufweist, mit einem über einen Kreisbogenabschnitt der Oberfläche geführten Flachriemen (4), dessen Höhe geringer ist als die Höhe der Stäbe (3), und mit einer an dem Halter (1) montierten Welle, deren Achse senkrecht zur Achse der Rolle (2) verläuft und die zwei pendelnde mit ihr verbundene Fadenführungsarme (5,6) aufweist, die aus zwei diametral entgegengesetzten Seiten der Rolle hervorstehen, und die an ihren freien Enden eine öse (7,8) o.dgl. zum Durchführen des Fadens (10) haben, wobei der eine Fadenführungsarm (5) für den Einlauf in der Nähe desjenigen Bereiches angeordnet ist, in dem der Flachriemen (4) auf die Rolle (2) trifft und der andere Fadenführungsarm (6) für den Auslauf in der Nähe desjenigen Bereiches angeordnet ist, in dem der Flachriemen (4) die Rolle (2) verläßt, wobei diese Fadenführungsarme (5,6) in der Lage sind, von einer Ruhestellung, in der der Faden (10) von dem Flachriemen (4) ferngehalten wird und in der die Öse (7) des Fadenführungsarms (5) für den Einlauf-ft.zu der dem Flachriemen (4) abgewandten Seite bezogen auf diejenige Ebene (Riemenkantenebene),in der die der öse (7) zugewandte sich längserstreckende Seitenkante des Flachriemens liegt, verschoben ist, in eine Arbeitsstellung zu pendeln, in der der Faden (10) im Bereich des Flachriemens (4) gehalten wird und in der die öse (7) des Fadenführungsarms (5) für den Einlauf in Richtung auf den Flachriemen (4) verschoben ist, dadurch gekennzeichnet , daß der Fadenführungsarm (5) für den Einlauf eine derartige Länge aufweist, daß in Arbeitsstellung die Öse (7) des Fadenführungsarms (5) für den Einlauf, bezogen auf die Riemenkantenebene, auf die Seite des Flachriemens (4) verschoben ist, und daß der Halter (1) mit einer festen Einlauföse (11) versehen ist, durch die der Faden (10) hindurchläuft, der der öse (7) des Fadenführungsarms (5) zugeführt wird, die zwischen der festen Einlauföse (11) und dem Flachriemen (4) angeordnet ist, wobei die feste Einlauföse (11) in der Nähe der Riemenkantenebene verläuft und im wesentlichen mit der angrenzenden sich längserstreckenden Seitenkante des Flachriemens (4) und mit der öse (7) des Fadenführungsarms (5) in der Ruhestellung fluchtet.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die feste Einlauföse (11) auf der dem Flachriemen (4) abgewandten Seite bezogen auf die Riemenkantenebene angeordnet ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die feste Einlauföse (21) bezogen auf die Riemenkantenebene auf der gleichen Seite wie der Flachriemen(4) angeordnet ist, daß der Halter (1) einen länglichen Stab (22) aufweist, der seitlich zur Rolle angeordnet ist und sich im wesentlichen parallel zur Rollenachse erstreckt, und daß die öse (24,25) auf dem Fadenführungsarm (2 3) für den Einlauf eine längliche Form hat und sich zwischen dem Stab (22) und der Rolle (2) befindet, wobei die Achse der länglichen öse einen spitzen Winkel mit zu der Rollenachse senkrechten Ebenen sowohl in der Arbeitsstellung als auch in der Ruhestellung bildet.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ebene, die den Fadenführungsarm (5) für den Einlauf und die mit ihm fest verbundene Welle enthält, mit der Ebene; die den Fadenführungsarm (6) für den Auslauf und die Welle enthält, einen Winkel bildet, wodurch der Fadenführungsarm (5) für den Einlauf in Arbeitsstellung einen von 90° verschiedenen Winkel zu einer zur Achse der Rolle senkrechten Ebene einnimmt.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel ungefähr 50° beträgt.- H-
- 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Halter (1) die Auslauföse(12) zwischen dem Flachriemen (4) und dem Fadenführungsarm (6) für den Auslauf befestigt angeordnet ist, durch die der Faden (10), der über die Rolle (2) gezogen worden ist, hindurchgeführt wird, wobei die Auslauföse (12) bezogen auf die Riemenkantenebene auf die dem Flachriemen (4) abgewandten Seite verschoben ist.
- 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine bewegliche Auslauföse zwischen dem Flachriemen (4) und dem Fadenführungsarm (6) für den Auslauf vorgesehen ist, durch die der Faden (10), der von der Rolle (2) kommt, hindurchgeführt wird, bevor er der Öse (8) des beweglichen Fadenführungsarms (6) für den Auslauf zugeführt wird, und daß die bewegliche Auslauföse auf die eine bzw. andere Seite bezogen auf die Riemenkantenebene des Flachriemens (4) verschiebbar ist.
- 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Fadenführungsarm (5) für den Einlauf und dem Flachriemen (4) ein starres Führungsteil vorgesehen ist, das eine Schrägfläche hat, die die Riemenkantenebene schneidet, wobei der dem Flachriemen (4) am nächsten liegende Bereich der Schrägfläche bezogen auf die Riemenkantenebene auf der gleichen Seite wie der Flachriemen (4) angeordnet ist.
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