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DE1509368C - Sockelleiste - Google Patents

Sockelleiste

Info

Publication number
DE1509368C
DE1509368C DE1509368C DE 1509368 C DE1509368 C DE 1509368C DE 1509368 C DE1509368 C DE 1509368C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
skirting board
floor covering
floor
leg
board according
Prior art date
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Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Der Anmelder Ist
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Description

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40
Die Erfindung betrifft eine Sockelleiste in L-Form aus Kunststoff, die eine gegenüber ihrem waagerechten Leistenschenkel vorstehende Verstärkungsschicht aufweist.
Eine derartige Sockelleiste ist bekannt (USA.-Patentschrift 2 111922). Diese bekannte Sockelleiste besteht aus einem Streifen etwa rechtwinklig abgebogenen Materials, wie es für Böden Verwendung findet; es kann auf Asphaltbasis aufgebaut sein. Zur Versteifung ist diese Leiste mit einem Blechstreifen hinterlegt, der zur Verbindung mit dem Leistenmaterial dreieckförmige Durchbrechungen aufweist, so daß Zungen stehenbleiben, die lappenartig zu dem Leistenmaterial hin abgebogen sind und in dieses eindringen. Der Metallstreifen steht in Richtung der beiden Schenkel auf beiden Seiten geringfügig über das Leistenmaterial mit einem glatten schmalen Streifenabschnitt vor. Der überstehende Metallstreifenabschnitt liegt beim fertig verlegten Fußboden unter dem Fußbodenbelag, dessen Stirnseite an die Stirnseite des horizontalen Leistenschenkels stößt. Die Lei-| ste ist also mit dem Fußbodenbelag nicht direkt verbunden, sondern der Fußbodenbelag ist mit dem Metallstreifen und der Metallstreifen mit der Leiste verbunden. Eine feste Verbindung zwischen Fußbodenbelag und Sockelleiste ist damit nicht zu erzielen, insbesondere da der Metallstreifenabschnitt glatt ausgeführt ist. Diese Leiste eignet sich deshalb auch nicht zum Eingießen in gegossene Fußbodenbeläge, da ein glatter Metallstreifen mit einem gegossenen Belag keine sehr innige Verbindung eingeht.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Sockelleiste der eingangs genannten Art zu schaffen, die ohne Schwierigkeiten fest, dicht und dauerhaft mit dem Fußbodenbelag verbunden werden kann.
Gelöst wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung dadurch, daß als Verstärkungsschicht eine Gewebeeinlage angeordnet ist, die gegenüber dem Ende des waagrechten Leistenschenkels in einem eine feste und dichte Verbindung der Sockelleiste mit dem Fußbodenbelag gewährleistenden Ausmaß vorsteht. Unter Gewebeeinlage sind dabei grundsätzlich auch Vliesoder Faserschichten zu verstehen, also nicht nur einen regelmäßigen Aufbau und einen festen Rapport aufweisende Gewebe. ■
Der besondere, durch die Erfindung erzielte Vorteil liegt darin, daß die Sockelleiste, insbesondere bei gegossenem Fußbodenbelag, eine sehr innige Verbindung mit diesem und mit dem Untergrund eingeht. Es wird dadurch in vorteilhafter Weise die Möglichkeit geschaffen, den Fußbodenbelag zusammen mit der Sockelleiste als flüssigkeitsdichte Wanne auszubilden. Außerdem ist es in vorteilhafter Weise nicht mehr erforderlich, die Sockelleiste an ihrem an der Wand anliegenden Schenkel zu befestigen, beispielsweise durch Einschlagen von Nägeln od. dgl. Die Anbringung der Sockelleiste erfolgt vielmehr zusammen mit dem Aufbringen des Fußbodenbelages. Von Vorteil ist ferner, daß auch bei Herstellung eines wasserdichten, wannenförmigen Abschlusses kein Steinsockel verwendet werden muß, der eine Schallbrücke vom Boden zur Wand bilden würde. Ein Kunststoffsockel überträgt insbesondere dann, wenn er noch etwas elastisch ausgebildet ist, nur einen Bruchteil der Schallenergie, die durch fest aufsitzende Steinzeugsockel vom Fußboden auf die Wand übertragen wird. Besonders fest ist die Verbindung der Sockelleiste mit dem Fußbodenbelag, wenn dieser gegossen wird. Die Fasern bieten eine sehr große Oberfläche, an der der Werkstoff des Fußbodenbelages haftet und die von dem Werkstoff des Fußbodenbelages umschlossen werden. Da aber andererseits das Gewebe für den Werkstoff des Fußbodenbelages genügend durchlässig ist, entsteht auch unterhalb des Gewebes eine geschlossene Schicht aus dem Werkstoff des Fußbodenbelages. Es ist daher bei der erfindungsgemäßen Sokkelleiste nicht nur die Verbindung zwischen Sockelleiste und Fußbodenbelag, sondern auch zwischen Fußbodenbelag und Untergrund durch die Leiste hindurch wesentlich fester und inniger als bei bekannten Fußbodenleisten.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht die Sockelleiste aus glasfaserverstärktem Polyesterharz, Epoxyharz od. dgl. Der Fußbodenbelag kann dann aus dem gleichen Werkstoff bestehen, wodurch ein einwandfreier Anschluß zwischen gegossenem Fußbodenbelag und Sockelleiste erzielt wird.
Der waagrechte Schenkel der Leiste kann entweder zwischen dem Fußbodenbelag und seinem Untergrund, z. B. einem Estrich, liegen, wobei bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung in an sich bekannter Weise der waagrechte Leistenschenkel mit der überstehenden Gewebeeinlage auf dem Untergrund aufgeklebt ist, oder es kann der waagrechte Leistenschenkel, wenn der Fußbodenbelag am Ort
gegossen wird, gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung in den Fußbodenbelag eingegossen sein. In beiden Fällen ergibt sich eine sehr feste Verbindung zwischen Sockelleiste und Fußbodenbelag.
Die Sockelleiste kann aus einem farbigen Kunststoff oder aber aus einem farblosen Kunststoffmaterial, beispielsweise aus einem transparenten Kunststoff hergestellt sein. Ist die Sockelleiste aus einem farblosen oder transparenten Material hergestellt, so hat dies bei Verwendung in Verbindung mit gegossenen Fußbodenbelägen den Vorteil, daß beim Aufgießen des Fußbodenbelages auch der senkrechte Schenkel der Sockelleiste mit dem Material des Fußbodenbelages angestrichen werden kann und so genau die gleiche Tönung wie der Fußboden erhält.
Die Sockelleiste kann bei einer bevorzugten Ausführungsform nach einem an sich bekannten Laminierverfahren hergestellt sein. Dazu kann eine Form benutzt werden, auf die zunächst ein Trennmittel aufgetragen wird, dann eine Schicht Harz, hierauf Glasfasergewebe, hierauf wiederum eine Schicht Harz und hierauf wiederum eine verstärkende Schicht, beispielsweise wiederum Glasfasergewebe, und so fort, bis die erforderliche Dicke der Leiste erreicht ist. Das Harz wird dann in einem Kaltverfahren oder im Warmverfahren gehärtet. Als Glasfaserverstärkung kann entweder Glasfaserflor oder Glasfasergewebe, beispielsweise auch ein sehr grobes Gewebe verwendet werden.
In der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt
F i g. 1 eine Sockelleiste in einem Schaubild,
Fig. 2 eine Anbringungsart der Sockelleiste in Verbindung mit einem aufgelegten Bodenbelag im Schnitt und
F i g. 3 eine andere Anbringungsart in Verbindung mit einem aufgegossenen Bodenbelag, ebenfalls im Schnitt.
Die in F i g. 1 dargestellte Sockelleiste aus Kunststoff weist einen senkrecht verlaufenden Schenkel 1 mit einem glatten, geraden Rand 2 und einen waagerechten Schenkel 3 auf. Die dargestellte Ausführungsform der Sockelleiste besteht aus einem laminierten Polyesterharz, in das zur Verstärkung Glasfasergewebe eingelegt sind. Das Glasfasergewebe steht am äußeren Rand des waagerechten Schenkels 3 über, in der Regel mit nur schwacher oder überhaupt keiner Kunststofftränkung.
Bei dem in Fig. 2 dargestellten Schnitt durch einen Fußbodenaufbau ist auf der Stockwerksdecke 5 zunächst eine schall- und wärmedämmende Schicht 6 angeordnet, auf der eine Estrichschicht 7 schwimmend angeordnet ist. Diese Estrichschicht 7 trägt einen Fußbodenbelag 8, beispielsweise aus Kunststoffplatten, Holz, Parkett od. dgl. Auf dem Estrich 7 ist der waagerechte Schenkel 3 der Sockelleiste befestigt, beispielsweise durch Aufkleben. Die zum Kleben verwendete Masse verbindet sich besonders innig mit den am waagerechten Schenkel 3 überstehenden Gewebeeinlagen 4. Nach dem Befestigen der Sockelleiste auf dem Estrich 7 wird der Fußbodenbelag 8 verlegt, der an den Rändern auf den waagerechten Schenkel 3 der Sockelleiste gelegt wird. Der senkrechte Schenkel 1 der Sockelleiste liegt an einer Putzschicht 9 einer Wand 10 an.
Der Fußbodenaufbau nach Fig. 3 unterscheidet sich von dem Fußbodenaufbau nach F i g. 2 lediglich dadurch, daß als Fußbodenbelag 11 ein an Ort und Stelle aufgegossener Belag verwendet wird. Nach dem Grundieren des Estrichs 7 mit der Gießmasse wird die Sockelleiste entlang der Wände verlegt und gegebenenfalls befestigt, beispielsweise durch Aufkleben auf die Grundierung. Dann wird der Fußbodenbelag 11 gegossen, beispielsweise ein Polyesterharz- oder ein Epoxyharz-Fußboden. Die aufgegossene Masse verbindet sich innig mit dem im allgemeinen aus gleichem Material bestehenden waagerechten Schenkel 3 der Sockelleiste, wobei eine besonders innige Verbindung mit Hilfe der überstehenden Geweeinlage 4 erfolgt.
Der senkrechte Schenkel 1 muß nicht genau in einem rechten Winkel zu dem waagerechten Schenkel 3 der Sockelleiste stehen. Vielmehr kann dieser Winkel und auch der Krümmungsradius der Winkelspitze verschieden gewählt sein. Möglicherweise kann der Winkel zwischen waagerechtem Schenkel 3 und senkrechtem Schenkel 1 auch größer als 90° sein, so daß sich der senkrechte Schenkel 1 stets mit einer gewissen Spannung oder Federkraft an der Putzschicht 9 der Wand 10 anlegt.
Der waagerechte Schenkel 3 der Sockelleiste kann zum Zwecke einer guten Verbindung mit dem Fußboden auch Aussparungen aufweisen, durch die Klebstoff oder aber die Gießmasse eines durch Aufgießen hergestellten Fußbodenbelages 11 hindurchtreten kann.
Die erfindungsgemäße Sockelleiste eignet sich nicht nur zur Abgrenzung des Fußbodens gegenüber einer Wand, sondern mit Hilfe dieser Sockelleisten können auch Aussparungen in einem Fußbodenbelag abgegrenzt werden, beispielsweise zum späteren Einsetzen von Maschinen od. dgl., die unmittelbar auf den Untergrund aufgesetzt werden sollen. Zu diesem Zweck wird die Sockelleiste vor dem Anbringen des Fußbodenbelages entlang der Ränder der geplaten Aussparung auf den Untergrund aufgeklebt oder anderweitig befestigt und dann der Fußbodenbelag aufgebracht. Auch können Sockel von Maschinen oder anderen Anlagen, die vor dem Anbringen des Fußbodenbelages auf den Unterboden aufgesetzt werden, mit einer derartigen Sockelleiste verkleidet werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Sockelleiste in L-Form aus Kunststoff, die eine gegenüber ihrem waagrechten Leistenschenkel vorstehende Verstärkungsschicht aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß als Ver-
. Stärkungsschicht eine Gewebeeinlage (4) angeordnet ist, die gegenüber dem Ende des waagrechten Leistenschenkels (3) in einem eine fest und dichte Verbindung der Sockelleiste mit dem Fußbodenbelag (8, 11) gewährleistenden Ausmaß vorsteht.
2. Sockelleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus glasfaserverstärktem Polyesterharz, Epoxyharz od. dgl. besteht.
3. Sockelleiste nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter ' Weise der waagerechte Leistenschenkel (3) mit der überstehenden Gewebeeinlage (4) auf dem Untergrund (7) aufgeklebt ist.
4. Sockelleiste nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der waagrechte Leistenschenkel (3) mit der überstehenden Gewebeeinlage (4) in den Fußbodenbelag (11) eingegos-.,25 sen ist.
5. Sockelleiste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus · transparentem Kunststoff besteht.
6. Sockelleiste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie nach einem an sich bekannten Laminierverfahren hergestellt ist.

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