DE20012913U1 - Rechteckige Holzwerkstoffplatte - Google Patents
Rechteckige HolzwerkstoffplatteInfo
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Classifications
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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- E04F—FINISHING WORK ON BUILDINGS, e.g. STAIRS, FLOORS
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Description
G 19227 - rets 25.07.2000
Gerd Baldeweck. 74417 Gschwend Rechteckige Holzwerkstoffplatte
Die Erfindung betrifft eine rechteckige Holzwerkstoffplatte nach Art einer Wandfliese mit einer Dekorbeschichtung wenigstens an der vorderen Sichtseite, wie sie beispielsweise in der EP-A-973983 beschrieben ist.
Die bekannten Holzwerkstoffplatten werden beim Verlegen über Nut-Feder-Anordnungen aneinandergefügt und verklebt, und schließlich werden die durch den Nut-Feder-Abstand gebildeten Fugen in für Fliesen und andere Bodenbeläge üblicher Weise ausgefugt. Das Verfugen mittels Fugenmasse ist arbeits- und kostenintensiv und erfordert einen nicht unerheblichen Reinigungsaufwand .
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine fliesenartige Holzwerkstoffplatte zu schaffen, mit deren Hilfe fliesenartige Wandbeläge ohne Verfugen schnell, einfach und sauber geschaffen werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Holzwerkstoffplatte mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Zum Verlegen werden solche Holzwerkstoffplatten so aneinandergelegt, daß die vertieften Randstreifen jeweils in die entsprechenden Ausnehmungen benachbarter Platten eingreifen. Dabei werden automatisch fugenartige Vertiefungen geschaffen, deren Grund durch die vordere Sichtseite der vertieften Randstreifen gebildet wird. Da diese vordere Sichtseite eine fugenartige Struktur und/oder Oberfläche besitzt, entstehen bereits beim Aneinanderlegen der Holzwerkstoffplatten und Verkleben mit dem Untergrund automatisch die fertigen Fugen, ohne daß eine nachträgliche Verfugung mit Fugenmasse erforderlich wäre. Durch den Wegfall einer Verfugung mittels Fugenmasse vereinfacht sich die Verlegung dieser Holzwerkstoffplatten wesentlich, wobei dennoch eine Fliesenbelagstruktur gebildet wird, die von einer solchen mit verfugten Fliesen praktisch nicht zu unterscheiden ist. Neben der schnelleren und kostengünstigeren Verlegung entfällt auch ein nachträglicher Reinigungsvorgang, so daß beispielsweise auch eine nachträgliche Verlegung in Räumen möglich ist, in denen jegliche Verschmutzung vermieden werden soll. Für die Verlegung wird im einfachsten Falle nur eine einzige Sorte bzw. Ausführung von Holzwerkstoffplatten benötigt.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im Anspruch 1 angegebenen Holzwerkstoffplatte möglich.
Die Dekorbeschichtung und die fugenartige Struktur und/oder Oberfläche des Randstreifens sind zweckmäßigerweise als Kunststoffbeschichtung und/oder Laminat- und/oder Lackschicht
ausgebildet, wobei sich insbesondere eine Melaminharz-Beschichtung eignet. Eine solche Beschichtung verbessert nicht nur die Wasserbeständigkeit, sondern eröffnet gleichzeitig die Möglichkeit einer Vielfalt von Designs für Fliese und Fuge.
Besonders geeignet ist auch eine Ausbildung als wasserfeste Faserplatte, die bei geringen Kosten sehr beständig ist.
Die von der vorderen Sichtseite abgewandte Rückseite des vertieften Randstreifens bildet in vorteilhafter Weise eine gemeinsame Ebene mit der übrigen Rückseite der Holzwerkstoffplatte, so daß bis auf die erwünschte Fugenvertiefung an der vorderen Sichtseite praktisch keine Spalte oder Hohlräume existieren. Dabei wird eine maximal mögliche Haftfläche über die Rückseite ermöglicht.
In vorteilhafter Weise sind die freien Schmalseiten des vertieften Randstreifens und/oder die entsprechende Anlagefläche in den Ausnehmungen so abgeschrägt, daß sich nur die von der Rückseite am weitesten entfernten Randbereiche im verlegten Zustand solcher Holzwerkstoffplatten berühren. Durch ausgleichende Verformung beim Aneinanderfügen von Holzwerkstoffplatten können dadurch Spalte weitgehend vermieden werden, durch die Feuchtigkeit eindringen könnte.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. l eine Holzwerkstoffplatte in der Draufsicht auf die vordere Sichtseite als Ausführungsbeispiel der Erfindung,
Fig. 2 eine Seitenansicht auf die längere Schmalseite der in Fig. 1 dargestellten Holzwerkstoffplatte,
Fig. 3 eine Seitenansicht auf die kürzere Schmalseite dieser Holzwerkstoffplatte und
Fig. 4 mehrere solcher Holzwerkstoffplatten im aneinander verlegten Zustand in der Draufsicht.
Die in den Fig. 1 bis 3 als Ausführungsbeispiel dargestellte Holzwerkstoffplatte ist beispielsweise als einstückige, wasserfeste Faserplatte nach Art eines Klinkerriemchens ausgebildet,
insbesondere als MDF-Platte oder HDF-Platte. Prinzipiell können auch andere wasserfeste und verformfeste Holzwerkstoffe
verwendet werden, wie Schichtwerkstoffe oder dergleichen.
insbesondere als MDF-Platte oder HDF-Platte. Prinzipiell können auch andere wasserfeste und verformfeste Holzwerkstoffe
verwendet werden, wie Schichtwerkstoffe oder dergleichen.
An der vorderen Sichtseite 10 ist eine Dekorbeschichtung aufgebracht, beispielsweise eine Kunststoffbeschichtung, insbesondere eine Melaminharz-Beschichtung oder eine Laminatbeschichtung
oder eine Furnierbeschichtung oder eine Lackschicht.
Diese Dekorbeschichtung besitzt die Struktur und das Aussehen einer Fliesenoberfläche, so daß beim Verlegen ein
fliesenartiger Belag an einer Wand oder am Boden gebildet
werden kann.
oder eine Furnierbeschichtung oder eine Lackschicht.
Diese Dekorbeschichtung besitzt die Struktur und das Aussehen einer Fliesenoberfläche, so daß beim Verlegen ein
fliesenartiger Belag an einer Wand oder am Boden gebildet
werden kann.
Beispielsweise durch Abfräsen wird ein gegenüber der Ebene der vorderen Dekorbeschichtung vertiefter Randstreifen 11 entlang zweier aneinandergrenzender Schmalseiten 12, 13 gebildet. An den beiden übrigen Schmalseiten 14, 15 wird ebenfalls durch Abfräsen von hinten oder von der Seite her eine Ausfräsung oder Ausnehmung 16 gebildet, die sich von der Rückseite her bis zur Ebene des Randstreifens 11 erstreckt und somit die gleiche Höhe wie dieser besitzt. Die Breite dieser Ausnehmung 16 ist wesentlich geringer als die des Randstreifens 11, so daß beim Einsetzen des Randstreifens einer Holzwerkstoffplatte in die Ausnehmung 16 an der anderen Holzwerkstoffplatte eine Fuge 17 gebildet wird, wie dies in Fig. 4 erkennbar ist.
Der vertiefte Randstreifen 11 ist wenigstens an der vorderen Sichtseite 18 mit einer fugenartigen Struktur bzw. Oberfläche durch Beschichtung versehen, wobei hierfür ebenfalls die Materialien verwendet werden können, die auch für die Dekorbeschichtung geeignet sind. Diese Beschichtung schützt zum einen den vertieften Randstreifen Il und wirkt optisch wie ein Fugenmaterial. Dieses Oberflächenmaterial erstreckt sich auch über den vertikal zur Flachseite der Holzwerkstoffplatte ausgerichteten Zwischenbereich 19 zwischen der mit der Dekorbeschichtung versehenen vorderen Sichtseite 10 und der vorderen Sichtseite 18 des Randstreifens 11. Selbstverständlich können auch die übrigen Flächen noch mit einer Schutzbeschichtung versehen sein.
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Die freien Schmalseiten 20 des vertieften Randstreifens 11 können mit Abschrägungen 21 versehen sein, die strichpunktiert als Option dargestellt sind. Diese Abschrägungen sind so ausgerichtet, daß sich der Randstreifen 11 nach hinten hin verjüngt. Beim Zusammenfügen zweier Holzwerkstoffplatten berühren sich daher nur die von der Rückseite am weitesten entfernten Randbereiche des vertieften Randstreifens 11 und der entsprechenden Anlagefläche 22 der Ausnehmung Dies kann auch dadurch erreicht werden, daß diese Anlagefläche 22 oder beide mit einer entsprechenden Abschrägung versehen sind.
In Fig. 4 sind drei Reihen von aneinandergelegten Holzwerkstoffplatten dargestellt. Die Holzwerkstoffplatten der mittleren Reihe sind gegenüber denen der anderen beiden Reihen versetzt, was selbstverständlich nicht so sein muß, das heißt, es sind beliebige Versetzungen möglich. Wie aus Fig. deutlich wird, entstehen beim Verlegen· gleichmäßige Fugen zwischen den mit der Dekorbeschichtung versehenen vorderen Sichtseiten 10. Beim Verlegen werden die Rückseiten 23 der Holzwerkstoffplatten mittels eines Klebstoffs am Untergrund fixiert, wobei bereits diese Rückseiten 23 mit einem Klebstoff versehen sein können. Die Holzwerkstoffplatten werden so aneinandergelegt, daß jeweils die Randstreifen 11 in die Ausnehmungen 16 eingreifen, das heißt, die jeweils benachbarte Platte oder Platten entsprechend untergreifen. Durch die fugenartige Struktur der Oberfläche der Randstreifen 11 erübrigt sich die Verfugung mittels einer Fugenmasse, wobei dennoch der optische Eindruck einer solchen erweckt wird.
Die Gestalt einer solchen Holzwerkstoffplatte kann beliebige Rechteckformen annehmen, zum Beispiel auch die quadratische Gestalt.
Claims (6)
1. Rechteckige Holzwerkstoffplatte nach Art einer Wandfliese, mit einer Dekorbeschichtung wenigstens an der vorderen Sichtseite (10), mit einem entlang zweier aneinandergrenzender Schmalseiten (12, 13) verlaufenden, gegenüber der Ebene der vorderen Dekorbeschichtung vertieften Randstreifen (11) und mit Ausnehmungen (16) entlang der beiden übrigen Schmalseiten (14, 15) zur Aufnahme von äußeren Teilbereichen der vertieften Randstreifen (11) angrenzender entsprechender Holzwerkstoffplatten, wobei der vertiefte Randstreifen (11) wenigstens an der vorderen Sichtseite (18) eine fugenartige Struktur und/oder Oberfläche besitzt.
2. Holzwerkstoffplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dekorbeschichtung und die fugenartige Struktur und/oder Oberfläche des Randstreifens (11) als Kunststoffbeschichtung und/oder Laminat-Beschichtung und/oder Lackschicht ausgebildet ist.
3. Holzwerkstoffplatte nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffbeschichtung eine Melaminharz- Beschichtung ist.
4. Holzwerkstoffplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie als weitgehend wasserfeste Faser- oder Spannplatte ausgebildet ist.
5. Holzwerkstoffplatte nach einem der vorhergehenden Anspruche, dadurch gekennzeichnet, daß die von der vorderen Sichtseite (18) abgewandte Rückseite des vertieften Randstreifens (11) eine gemeinsame Ebene mit der übrigen Rückseite (23) der Holzwerkstoffplatte bildet.
6. Holzwerkstoffplatte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die freien Schmalseiten (20) des vertieften Randstreifens (11) und/oder die entsprechende Anlagefläche (22) in den Ausnehmungen (16) so abgeschrägt sind, daß sich nur die von der Rückseite (23) am weitesten entfernten Randbereiche im verlegten Zustand solcher Holzwerkstoffplatten berühren.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE20012913U DE20012913U1 (de) | 2000-07-26 | 2000-07-26 | Rechteckige Holzwerkstoffplatte |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE20012913U1 true DE20012913U1 (de) | 2000-10-12 |
Family
ID=7944421
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE20012913U1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6497079B1 (en) | 2000-03-07 | 2002-12-24 | E.F.P. Floor Products Gmbh | Mechanical panel connection |
| US6526719B2 (en) | 2000-03-07 | 2003-03-04 | E.F.P. Floor Products Gmbh | Mechanical panel connection |
| US6647689B2 (en) | 2002-02-18 | 2003-11-18 | E.F.P. Floor Products Gmbh | Panel, particularly a flooring panel |
-
2000
- 2000-07-26 DE DE20012913U patent/DE20012913U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US6497079B1 (en) | 2000-03-07 | 2002-12-24 | E.F.P. Floor Products Gmbh | Mechanical panel connection |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| R207 | Utility model specification |
Effective date: 20001116 |
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| R150 | Utility model maintained after payment of first maintenance fee after three years |
Effective date: 20030801 |
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| R157 | Lapse of ip right after 6 years |
Effective date: 20070201 |