DE1505615A1 - Vorrichtung zur Geradfuehrung von unabhaengig aufgehaengten Raedern von Kraftfahrzeugen - Google Patents
Vorrichtung zur Geradfuehrung von unabhaengig aufgehaengten Raedern von KraftfahrzeugenInfo
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Description
BAYERISCHE MOTOREN WERKE AKTIENGESELLSCHAFT, MÜNCHEN 13
1o. Juni I960
Vorrichtung zur Geradführung von unabhängig aufgehängten Rädern von Kraftfahrzeugen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung aur Geradführung von unabhängig aufgehängten Rädern von Kraftfahrzeugen,
bestehend aus einem hydraulischen Stoßdämpfer und einer r,u d:Le-
eem. koaxial angeordneten Schraubenfeder, wobei der Stoßdämpfer
in «einem oberen Boreich mit dem Fahrzeugaufbau oder dergleichen
beweglich und in Beinern unteren Bereich an einem Radträger
starr befestigt int.
Derartige Geradführungen weisen Jedoch den Nachteil auf, daß
Klemm- und Reibungskräfte im Stoßdämpfer das Ansprechen den
Stoßdämpfers bei kleinen Fahrbahnstb'ßen und dergleichen verhindern.
Diese Klemm- und Reibungskräfte werden dadurch hervorgerufen, daß auf die ,jeweilige Führungsstange der Geradführung,
bedingt durch die Radiant ein Biegemoment ausgeübt wird, das eine bestimmte Verbiegung der Führungsstange bewirkt und nomit
eine Erhöhung der Lagerreibung in dem Stoßdämpfer zur Folge hat. Da die dabei entstehenden Klemm- und Reibungskräfte zumeist
größer sind, als die durch kleine Fahrbahnatöße hervorgerufenen
Kräfte, wird das Ansprechen des Stoßdämpfers verhindert. Die/3
führt dazu, daß die Fahrbahnstöße ungefedert bzw. ungedämpft auf den Fahrzeugaufbau übertragen werden und eich somit das
Fahrverhalten und der Fahrkomfort verschlechtert.
Zur Vermeiderung dieser Naohteile wurde bei einer Geradführung
für unabhängig aufgehängte, gelenkte Vorderrader von Kraftfahrzeugen
(Patentanmeldung B 75 622,H/Kl. 63 ο ) bereite vorgeschlagen,
daß die Achse der Schraubenfeder gegenüber der Aohie der Geradführung versetzt angeordnet let. Durch diese vereetzte
Anordnung der Schraubenfeder gegenüber der Aohee der Geradführung wird auf die Geradführung eine Biegemoment ausgeübt, das
in der Normallage des Fahrzeuges etwa gleich groß und entgegengerichtet dem durch die Radlast i*uf dit Geradführung auegeüb-
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Neue Unterlagen wv^zwiHt**+'"«**'+*'*·™*^^^ _ ? ^
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ten Biegemomcnt ist, ao daß auch box kleinen Fahrbahnntöftfvi
keine Verklemmung den Stoßdämpfern auftritt und somit dan für
den Fahrkomfort und Fahrverhalten v/ichtige leichte Annnrochnn
des Stoßdämpfers auch bei kleinen FahrbahnstHßen gev/ährleini,o+,
ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für eine. Gerad.CiIh rung
von unabhängig aufgehängten Rädern, bei der im eingebaut.on Zustand
die Schraubenfeder koaxial sum Stoßdämpfer angeordnet \st
eine Vorrichtung ?,n schaffen, die nit möglichst geringen baulichen
und konstruktiven Aufwand dlo Geradführung von den Bic<r>momenten
entlastet, die durch die Hadlast auf die Geradführung
ausgeübt werden.
Diese Aufgabe wird orfindungagomäß dadurch gelöst, daß die
Schraubenfeder im eingebauten Zustand quer zur Fahrrjeuglännnrichtung
vorgespannt ist.
Ferner schlägt die Erfindung vor, daß die Schraubenfeder quer
verschoben gewickelt ist und im ungespannten Zustand im Querschnitt
die Form eines schiefen Zylinders aufweist, während im gespannten, d.h. eingebauten Zustand die Schraubenfeder zwischen
den parallel zueinander angeordneten, mit dem Stoßdämpfergehäuse
bzw. der Stoßdämpferführungastange verbundenen Frdortellern
die Form eines geraden Zylinders einnimmt.
Somit wird im eingebauten, d.h. im gespannten Zustand der Schraubenfeder, auf die Geradführung eine Querkraft aungeübt,
die das erforderliche Gegenblegemoment erzeugt, um die durch
die Radlast hervorgerufene Durchbiegung der Geradführung aufzuheben.
Die Erfindung zeichnet sich vor allem durch den einfachen Aufbau aus, wobei ohne Veränderungen an der Radaufhängung bzw. der
Geradführung, dieae von Biegemomenten, die von der Radlaat herrUhren und das leichte Ansprechen des Stoödämpfere bei kleinen
Fahrbahnst98en verhindern, entlastet wird.
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J ίο. -Tuni 1°·^
Ferner ist der geringe Plntzbndarf für den Einbau der erf?.rdungngemnßen
Geradführung von großer Bedeutung, da im eingebauten Zustand
durch die koaxiale Anordnung der Schraubenfeder r.nr C-or adführung
nicht mehr Einbauraun bcntftigt wird, ala d.ion bei rl on
üblichen Geradführungen ohne Biegeromentauegleich der Fall int.
Ein weiterer Vorteil der Erfindung ißt noch darin zu oehcn, daß
die erfindungegemäße Vorrichtung, ohne besondere Umbauten vornehmen
zu mÜ3sen,. auch nachträglich eingebaut werden kann und'
Gomit zu einer wesentlichen Verbeonerung des Fahrverhalten.-, und
des Fahrkomforts bereite vorhandener Radaufhängungen führt.
Weitere Einzelheiten der Erfindung Rind in der nachfolgenden
Zeichnungsbeschreibung näher erlfiutcrt:
In der Zeichnung ist die Erfindung anhand einen spieles dargeotellt, und zwar zeigt die Figur in echematincher
Darstellung eine Geradführung einen unabhängig aufgehängten Pades 1 von Kraftfahrzeugen, die aus einem hydraulischen Stoßdämpfer
2 und einer diesen im eingebauten Zustand koaxial ungebenden
Schraubenfeder 3 besteht. Der Stoßdämpfer ? ist in neineni
oberen Bereich mit dem Fahrzeugaufbau 4 oder dergleichen beweglich
und in seinem unteren Bereich an einem Radträger 5 starr be~ festigt. Der Radträger 5 wiederum ist über ein RadfÜhrungeglied 6
an dem Fahrzeugaufbau 4 oder dergleichen beweglich befeati^t.
Die Schraubenfeder 3 ist quer verschoben gewickelt und besitzt
im ungespannten Zustand im Querschnitt gesehen die Form Ipines
schiefen Zylinders 3'· Zur Erzielung dee erfindungegemäßtn BiegemomentauBgleiches ist beim Einbau der Schraubenfeder in Fahrceucquerrichtung gesehen in dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbei
spiel die Querverschiebung der Schraubenfeder 5* der
Fahrzeuginnenseite zugekehrt· Im eingebauten, d.h. Im gespannten
Zustand, muß die Schraubenfeder In Pfeilrichtung verschoben werden und nimmt zwischen den parallel zueinander angeordneten, mit
dem StoßdHmpfergehäuBe 7 bzw. der StoOdHmpferfUhrungestange β
verbundenen Federteller 9 die Form eines geraden Zylinders ein. Damit wird im gespannten Zustand der Schraubenfeder 3 auf die'.
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Geradführung eine Querkraft ausgeübt» die ein Biegemoment erzeugt,
das etwa gleich groß und entgegengerichtet dem durch die·.
Radlast auf die Geradführung auegeübten Biegemoinents ist, das ί
somit der Durchbiegung der Geradführung entgegenwirkt. Erfindung«
gemäß wird dadurch das leichte Ansprechen des Stoßdämpfers bei S kleinen Fahrbahnstößen gewährleistet.
PatentaneprflolT 1
009839/0155 bad
Claims (1)
1. Vorrichtung zur Geradführung von unabhängig aufgehängten
Rpdern von Kraftfahrzeugen, bestehend aus einem hydraulischen
Stoßdämpfer und einer zu diesem koaxial angeordneten Schraubenfeder,
wobei der Stoßdämpfer in seinem oberen Bereich mit dem Fahrzeugaufbau oder dergleichen beweglich und in seinem
unteren Bereich an einem Radträger starr befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraubenfeder (3) im eingebauten
Zustand quer zur Fahrzeuglängarichtung vorgespannt ist.
?. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Schraubenfeder (3) quer verschoben gewickelt ist und im ungespannten Zustand im Querschnitt die Form eines schiefen Zylinders
(31) aufweist, während im gespannten, d.h. eingebauten
Zustand, die Schraubenfeder zwischen den parallel zueinander angeordneten, mit dem Stoßdämpfergehäuae (7) bzw. der StoO-dämpferführungsstange
(8) verbundenen Pedertellern (9) die Form eines geraden Zylinders einnimmt.
Neua Unteren ^n----.*—·"»
009839/OH»
(ο Le e rs e
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