DE1597686C - Flüssigkeitsauftragvorrichtung für Photokopiergeräte - Google Patents
Flüssigkeitsauftragvorrichtung für PhotokopiergeräteInfo
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- DE1597686C DE1597686C DE1597686C DE 1597686 C DE1597686 C DE 1597686C DE 1597686 C DE1597686 C DE 1597686C
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung für Photokopiergeräte
zum Auftragen einer Flüssigkeitsschicht auf einer Seite eines z. B. von Walzen bewegten
Streifenmaterials mittels einer Auftragswalze, die sich gegenläufig gegen die Vorschubrichtung des Streifenmaterials
durch einen trogartigen Flüssigkeitsbehälter hindurchbewegt, der jeweils mit einer den Flüssigkeitsbedarf
eines Streifenabschnittes etwas überschreitenden Flüssigkeitsmenge versorgt wird, und
dessen nach erfolgter Beschichtung verbleibende Restflüssigkeit entleert und dabei der an der Auftragswalze
haftende Flüssigkeitsfilm abgestreift wird.
Bei derartigen Flüssigkeitsauftragsvorrichtungen besteht das allgemeine Problem einer vollständigen
und gleichmäßigen Benetzung der Bildfläche des Streifenmaterials. Um diese vollständige Benetzung
sicher zu gewährleisten, wird für jeden Behandlungsvorgang etwas mehr Flüssigkeit dem druckartigen
Flüssigkeitsbehälter zugeführt, als theoretisch für die vollständige Benetzung erforderlich ist. Die jeweils
übrigbleibende Flüssigkeit muß jedoch aus dem Flüssigkeitsbehälter entfernt werden, weil die üblicherweise
für Kopierzwecke benutzte Behandlungsflüssigkeit sich an der Luft zersetzt und dann beim
nächsten Benetzungsvorgang die in den Flüssigkeitsbehälter einfließende frische Behandlungsflüssigkeit
verdirbt, was zu einer insgesamt unbefriedigenden Kopie oder zu einer Kopie mit Fehlstellen führen
kann.
Bei einer bekannten Flüssigkeitsauftragsvorrich- _ 3»
tung der eingangs genannten Bauart wird der Boden' des druckartigen Flüssigkeitsbehälters von einem
ventilartigen konkaven Bauteil gebildet, dessen Bodenfläche der Form der Walzenoberfläche genau
angepaßt ist und an die Walze angepreßt wird, sobald der Benetzungsvorgang vollendet ist. Hierbei ist
es erforderlich, daß der auf dem der Walze angepreßten Druckboden verbleibende Flüssigkeitsrest
abgeführt werden muß, was durch Abziehen durch die sich drehende Walze geschehen muß, weil eine
reine Ausquetschung nicht zu dem angestrebten Erfolg führen und Flüssigkeitsreste auf dem Druckboden
verbleiben würden. Dies bedingt, daß die Auftragswalze verhältnismäßig lange nachlaufen muß.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für die Auftragswalze einen Flüssigkeitsbehälter zu schaffen,
der bei sicherer Benetzung dieser Auftragswalze nur die für eine bestimmte maximale Papierlänge erforderliche Menge an Auftragsflüssigkeit aufnimmt und
der rasch und ohne Flüssigkeitsrückstände zu bilden, von der Restflüssigkeit entleert werden kann.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Bauart dadurch
gelöst, daß der Flüssigkeitsbehälter begrenzt ist durch die Auftragswalze, eine dem Mantel dieser Auftragswalze
längs einer Mantellinie dichtend anliegenden Platte und durch gegen die Stirnflächen von Walze
und Platte abgedichtete Scitenwände und daß die Platte um eine parallel zur Walzenachse liegende
Achse in eine Ablaufstellung schwenkbar ist.
Durch die Erfindung wird gewährleistet, daß die Restflüssigkeit nach Verschwenkung des Druckbodens
unmittelbar und vollständig abfließen kann, so daß keine Rückstände verbleiben, die die später
zugeführte Flüssigkeit verunreinigen könnten. Durch die erfmdungsgcmäße Ausbildung wird es außerdem
möglich, die Flüssigkeit auf einen schräg oder sogar vertikal verlaufenden Streifen aufzutragen, während
im bekannten Falle die Flüssigkeit nur auf einen horizontallaufenden Streifen aufgetragen werden
konnte.
Um eine restlose Entfernung der dem Mantel der Auftragswalze anhaftenden Flüssigkeit zu gewährleisten,
trägt gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung die Platte ein parallel zur Walzenachse
verlaufendes Abstreifmesser, das in Ablaufstellung dem Walzenmantel anliegt und sämtliche noch vorhandene
Flüssigkeit bzw. Feuchtigkeit abkratzt.
Um eine besonders schnelle Entleerung des Behälters von Restflüssigkeit auch an der Stelle zwischen Walzenmantel und Bodenplatte zu gewährleisten,
ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung die Anordnung derart getroffen, daß in
Ablaufstellung die Platte vom Walzenmantel abgehoben ist.
Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand der Zeichnung beschrieben. In der
Zeichnung zeigt
Fig. 1 in einer Teilschnittansicht eines Photokopiergerätes
die erfindungsgemäße Flüssigkeitsauftragsvorrichtung in Auftragsstellung (voll ausgezogen)
und in Entleerungsstellung (strichpunktiert),
F i g. 2 eine perspektivische Teilansicht der Auftragswalze mit anliegender Bodenplatte und Seitenwand.
,
Die erfindungsgemäße Flüssigkeitsauftragsvorrichtung weist eine Auftragswalze 56 auf, der eine Gegendruckwalze
72 gegenüberliegt, und zwischen diesen beiden Walzen wird das Streifenmaterial 24 schräg
nach oben nach den Streifenführungen 74 übergeführt. Die Auftragswalze 56 dreht sich in Pfeilrichtung
und bewegt sich damit gegenläufig gegen die Vorschubrichtung des Streifenmaterials 24 durch den
trogartigen Flüssigkeitsbehälter, der begrenzt ist durch einen Mantelabschnitt der Auftragswalze 56,
eine dieser Auftragswalze längs einer Mantellinie dichtend anliegenden Platte 58 und durch gegen die
Stirnflächen von Walze und Platte abgedichtete Seitenwände 60. Die Platte 58, die in Auftragsstellung
mit ihrer oberen Oberfläche 62 dem Mantel 78 der Walze 56 anliegt, ist um eine parallel zur Achse
der Walze 56 liegende Achse in eine Ablaufstellung schwenkbar, die in F i g. 1 strichpunktiert dargestellt
ist, und in der die Oberfläche 62 der Platte 58 vom Walzenmantel 78 distanziert ist.
Die Platte 58 trägt ein parallel zur Walzenachse verlaufendes Abstreifmesser 65, das in Ablaufstellung,
wie aus F i g. 1 ersichtlich, dem Walzenmantel anliegt und jegliche Restflüssigkeit bzw. Feuchtigkeit
entfernt.
Der von der Walze 56 der Platte 58 und den Seitenwänden 60 gebildete Flüssigkeitsbehälter wird
für jeden Benetzungsvorgang über ein Zumeßventil 96 mit einer Flüssigkeitsmenge versorgt, die etwas
größer ist als die theoretisch zur Benetzung erforderliche Fläche, damit gewährleistet wird, daß mit
Sicherheit die vollständige Kopierfläche benetzt wird.
Claims (3)
1. Vorrichtung für Photokopiergeräte zum Auftragen einer Flüssigkeitsschicht auf einer Seite
eines z.B. von Walzen bewegten Streifenmaterials mittels einer Auftragswalze, die sich gegenläufig
gegen die Vorschubrichtung des Streifenmaterials durch einen trogartigen Flüssigkeitsbehälter hindurchbewegt,
der jeweils mit einer den Flüssig-
keitsbedarf eines Streifenabschnittes etwas überschreitenden
Flüssigkeitsmenge versorgt wird, und dessen nach erfolgter Beschichtung verbleibende
Restflüssigkeit entleert und dabei der an der Auftragswalze haftende Flüssigkeitsfilm abgestreift
wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Flüssigkeitsbehälter (62) begrenzt ist durch die
Auftragswalze (56), eine dem Mantel dieser Auftragswalze längs einer Mantellinie dichtend anliegenden
Platte (58) und durch gegen die Stirnflächen von Walze und Platte abgedichtete Seitenwände
(60) und daß die Platte (58) um eine parallel zur Walzenachse liegende Achse in eine Ablaufstellung
schwenkbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (58) ein parallel zur
Walzenachse verlaufendes Abstreifmesser (65) trägt, das in Ablaufstellung dem Walzenmantel
anliegt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in Ablaufstellung die Platte
(58) vom Walzenmantel abgehoben ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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