[go: up one dir, main page]

DE1595697A1 - Verfahren zur Polymerisation von Trioxan - Google Patents

Verfahren zur Polymerisation von Trioxan

Info

Publication number
DE1595697A1
DE1595697A1 DE19661595697 DE1595697A DE1595697A1 DE 1595697 A1 DE1595697 A1 DE 1595697A1 DE 19661595697 DE19661595697 DE 19661595697 DE 1595697 A DE1595697 A DE 1595697A DE 1595697 A1 DE1595697 A1 DE 1595697A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
polymerization
trioxane
alkyl
radical
acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19661595697
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Wolfgang Von Der Emden
Dr Heinrich Glaser
Dr Hans Holtschmidt
Dr Ernst-Ulrich Koecher
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Publication of DE1595697A1 publication Critical patent/DE1595697A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G2/00Addition polymers of aldehydes or cyclic oligomers thereof or of ketones; Addition copolymers thereof with less than 50 molar percent of other substances
    • C08G2/18Copolymerisation of aldehydes or ketones
    • C08G2/26Copolymerisation of aldehydes or ketones with compounds containing carbon-to-carbon unsaturation

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polyoxymethylene Polymers And Polymers With Carbon-To-Carbon Bonds (AREA)

Description

FARBENFABRIKENBAYERAG
1S95697
L E V1 Il K U S1N ·
3 O. Nov. «68
Verfahren zur Polymerisation von Trioxan
Die Polymerisation und Copolymerisation von Trioxan mit verschiedenartigen Monomeren ist bekannt. Diese Polymerisation oder Copolymerisation kann z. B. als Blockpolymerisation durchgeführt werden, die innerhalb kürzester Zeit mit fast quantitativer Ausbeute verläuft. Hierzu wird im allgemeinen ein Polymerisationskatalysator mit dem Trioxan zusammengeschmolzen und gleichzeitig das Comonomere zugegeben. Man kann aber auch das Trioxan und das Comonomere zusammenschmelzen und fan Katalysator gegebenenfalls gelöst zusetzen. Es ist auch möglich, ™ solche Polymerisationen in Suspension in einem organischen Suspendiermittel durchzuführen, in dem Trioxan nur beschränkt löslich ist* Geeignete Suspendiermittel sind z.B. gradkettige aliphatieche Kohlenwasserstoffe mit mehr als 8 Kohlenstoffatomen oder deren Gemische.
Die Polymerisation oder Copolymerisation kann auch als Lösungspolymerisation durchgeführt werden, wobei man als organische Lösungemitt?! beispielsweise Benzol, Toluol, Hexan, Heptan»
009828/1881
Le A tO 397 - 1 -
1535697
Cyclohexan, chlorierte Kohlenwasserstoffe oder hydrierte Oligomere des Isobutylens verwenden kann. Als Polymerisationskatalysatoren verwendet man im allgemeinen kationisch wirksame Katalysatoren, beispielsweise Iriedel-Crafts-Katalysatoren oder Lewis-Säuren. Hierfür seien einige Beispiele genanntί Schwefelsäure» Perchlorsäure, aliphatische und aromatische Sulfonsäuren, Lewis-Säuren wie Bortrifluarid, Bortrichlorid, Aluminiumtrichlorid, Zinntetrachlorid, oder Anlageiungsverbindungen der Borhalogenide an Äther, Carbonaster» Carbonsäureanhydride oder Amine« Als Comonomere für diese Polymerisation hat man Verbindungen mit olefinischen Gruppen, cyclische Äther und Acetale, cyclische Thioäther und Thioacetale sowie N-Sulfonylheterocyclen angewendet.
Im folgenden werden einige Gruppen von Copolymeren genannt: 1) Cyelieohe Aether der allgemeinen forael
H1-0—-0
* J
worin B1 und Bg Wasserstoff, niedere Allcylreete und niedere Haloge&ftlkylreete und B8 Methylen, Qxyaethylen, alkyl- und halogenalkylaubatituiertee Methylen, niedere alkyl» und halogenalkylaubatituierte Ozymethylenreate bedeuten und η eine Sah! swiaohen 1 und 3 ist, wie sie in der US-Patenteokrift 3027352 beaohrieben sind.
Ferner kann in dieser Formel H^ auch verschiedene Reste aue der
009828/1686 bad
Le A 10 397 - 2 - BAD
genannten Gruppe bedeuten, wenn η größer als 1 ist. Als Untergruppen seien genannt insbesondere die Polyalkylglykolformale wie Di- und Triäthylenglykolformal.
2) Cyclische Thioäther der allgemeinen Formel
>-s
worin R Wasserstoffatome, niedere Alkylreate oder niedere Halogenalkylreste, X einen Methylen-, Methylenäther-, oder Methylenthioätherreat und η eine ganze Zahl von 0 bis 3 bedeuten, wobei das Ringsystem neben -C-C-Bindungen nur -C-S- oder -C-O-Bindungen enthält, wie sie in der deutschen Auslegeachrift 1 176 862 beschrieben sind. 3) Stickstoffheterocyclen der allgemeinen Formel
RaC(C R''0,S^ VCT N
worin R Wasserstoff, einen niederen AUcylreet oder einen niederen Halogenalkylrest, R* einen Alkylrest, Arylrest, Aralkylrest oder Alkarylrest, wobei die Zahl der C-Atome bis zu 20 betragen kann und η eine ganze Zahl von 1 bis 3 bedeuten, wie sie in der deutschen Patentschrift 1 218 beschrieben sind.
4) Siliciumhaltige Comonomere, die beschrieben sind in der bel gischen Patentschrift 679 425.
009828/1686 ΛΙΜΑΙ
BAD ORIGINAL
Le A 10 397 _ ■< _
15SS697
5) St icle* toff ha It ige cyclisohe Oomonomere der allgemeinen formel
(R)1O -0(R),
SO, R'
worin R Wasserstoff, einen niederen Alkylrest, R'einen Alkylrest, Arylrest, Aralkylrest oder Alkarylrest bedeuten, wobei die Zahl der C-Atome bis zu 20 betragen kann, wie sie in der deutschen AuslegeBchrift 1 231 009 beschrieben sind; stickstoffhaltige cyclische Comonomere der allgemeinen formel
1"
Η-δΟ,-Η'
worin R Wasserstoff, einen niederen Alkylrest oder einen niederen HalogenaUtylrest, R' einen Alkylrest, Arylrest, Aralkylrest oder Alkarylrest bedeuten, wobei die Zahl der C-Atome bis zu 20 betragen kann und η eine genaze Zahl von 1 bis 3 ist.
6) Comonomere mit Vinylgruppen, z.B. Styrol, Vinylacetat, Acrylnitril, Yinyläthyläther, Derivate der Acrylsäure, wie z.B. Aorylamid und Methacrylamid.
BAD ORIGINAL
* 1535637
Sowohl Trioxan ale auch viele dieser Comonomeren besitzen eine große Neigung zur Bildung von Peroxiden, Beim Trioxan ist dieae Neigung im flüssigen oder gasförmigen Zustand sehr stark ausgeprägt. Beim Zerfall solcher Peroxide bilden eich Spaltprodukte, die den Polymeriaationsahlauf durch Kettenabbruoh behindern. Ein Beiepiel hierfür ist Ameisensäure al» Autoxidationeprodukt des Trioxane. Durch diese Peroxidbildungen bzw, deren Zerfallsprodukte werden die Polymerisate in ihrtn Eigenschaften verschlechtert, manchmal bilden sich nur niedermolekulare Produkte.
Die Bildung von Peroxiden läßt sich vermeiden, wenn unter sorgfältigem Ausechluß von luft/Sauerstoff gearbeitet wird. Diese Arbeitsweise erfordert jedoch einen hohen technischen und Arbeitsaufwand und ihre Zuverlässigkeit hängt im wesentlichen von der Zuverlässigkeit der Apparatur und der Sorgfalt ihrer Bedienung ab«
Ein anderer Weg zur Verhinderung der Bildung von Peroxiden oder ihrer Folgeprodukte ist die Verwendung von Antioxydanzien. Pur die Formaldehyd- oder Trioxanpolymerisation wurde tine solche Maßnahme bisher nicht vorgeschlagen, wohl deshalb, weil die als Antioxydantien wirksamen Verbindungen stett Gruppen tragen, welche den Polymerisationsablauf stören oder inhibieren. So wirken phenolische Gruppen ebenso wie Estergruppen als Kettenabbrecher; Aminoverbindungen inhibieren wegen ihrer
009828/1686
Le A IQ Wl - 5 -
1SSS697
Baeizität die kationische Polymerisation? Schwefelverbindungen» z« B. Thioäther, verzögern oder verhindern den Polymerisationsäblauf.
Es wurde nun gefunden, daß man dae Arbeiten unter Luftausschluß vermeiden kann» wenn man die Polymerisation oder Copolymerisation von !Trioxan in Anwesenheit geringer Mengen eines Saters der Thiopropioneäure durchführt. Gegenstand der Erfindung ist somit ein Verfahren zur Polymerisation oder Copolymerisation von Trioxan, das dadurch gekennzeichnet 1st, daß die Polymerisation in Gegenwart eines Esters der Thiopropioneäure durchgeführt wird.
Zur wirksamen Verhinderung der Peroxidbildung genügen schon kleine Mengen dieser Ester, im allgemeinen wendet man etwa 0,01 bis 1 Gewichtsprozent, bezogen auf die Trloxanmenge, an. Es können auch größere Mengen eingesetzt werden, doch werden damit keine wesentlichen Vorteile erzielt.
Geeignete Ester der Thiopropioneäure sind z. B. Verbindungen der allgemeinen Formel
R - S - CH - CH9 - COOR1· R'
worin R einen Alkyl- oder Arylrest, der gegebenenfalls z. B. mit Alkyl oder Halogen substituiert sein kann, vorzugsweise Alkyl mit 1 bis 6 Kohlenetoffatomen oder den Rest
-CH - CH9 - COOR" R'
bedeutet. R1 ist vorzugsweise Wasserstoff oder niederes Alkyl,
009828/1686
BAD ORIGINAL Le A 10 397 - 6 -
R11 ist Alkyl oder Aryl, das gegebenenfalls mit Alkyl oder Halogen substituiert sein kann, vorzugsweise Alkyl mit 4 bis 20 Koh-' lenstoffatomen.
Besonders bevorzugt sind die Dialkylester der Thiodipropionsäure, wobei Alkylreste mit 4 bis -20 Kohlenetoffatomen bevorzugt sind, insbesondere Dilaurylthiodipropionat.
Beispiele für derartige Verbindungen sind Dilaurylthiodipropionat, Didodecylthiodipropionat, Distearylthiodipropionat, Diphenylthiodipropionat, 2-Thiophenylpropionsäure-dodecylester, 2-Thiododecylpropionsäure-n-butylester.
Das Polymerisationsverfahren wird nach den bekannten Methoden der Trioxanpolymerisation durchgeführt, wobei man den Thiodipropionsäureester in einem beliebigen Verfahrensschritt vor Einsetzen der Polymerisation zufügt. Man kann also diesen Ester dem Trioxan oder dem Comonomeren oder dem Lösungsmittel zusetzen. Durch den Zusatz eines Esters der Thiooropioneäure wird der " Ablauf der Trioxanpolymerisation nicht gestört; es tritt lediglich gelegentlich eine geringfügige Verlangsamung der Polymerisation ein. Gleichzeitig ist die AntiOxydationswirkung dieser Verbindungen voll wirksam.
Beispiel
325 g Trioxan und 425 ml Cyclohexan wurden unter Zusatz von 200 mg Dilaurylthiodipropionat durch Andestillation entwässert. Nach Zugabe von 15 g Bis-Methansulfonylimidaeolidin vrurde die Polymerisation durch Zugäbe von 100 mg BF*-Dibtuylätherat bei 700C eingeleitet. Nach beendeter Polymerisation wurde der Ansatz abgesaugt, mit Methanol gewaschen und getrocknet. Das Polymerisat hatte eine innere Viskosität 1jf/ » 2,02, gemessen bei 600C in p-Chlorphenol. Niedermolekulare Anteile ließen sich im Polymerisat nicht nachweisen.
Der VergleichsverBUch ohne Zueata von Thiodipropioneäureester liefert· ein Produkt einer inneren Viskosität von 1,62, bei um 13 geringerer Ausbeute und einem Anteil von ca. 10 niedermolekularen Polymerisats.
1Q *qi - θ -
009828/1686
BAD ORSGiNAL

Claims (1)

  1. Patentanspruch
    Verfahren zur Polymerisation von Trioxan, gegebenenfalls unter Verwendung von Comonomeren, dadurch gekennzeichnet, daß die Polymerisation in Gegenwart von 0,01 bis 1 % eines Esters der ÜFhi©propionsäure durchgeführt wird.
    Ie A 10 397 - 9 -
    009828/1686
DE19661595697 1966-12-02 1966-12-02 Verfahren zur Polymerisation von Trioxan Pending DE1595697A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEF0050824 1966-12-02

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1595697A1 true DE1595697A1 (de) 1970-07-09

Family

ID=7104104

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19661595697 Pending DE1595697A1 (de) 1966-12-02 1966-12-02 Verfahren zur Polymerisation von Trioxan

Country Status (6)

Country Link
US (1) US3483165A (de)
AT (1) AT277578B (de)
BE (1) BE707344A (de)
DE (1) DE1595697A1 (de)
GB (1) GB1135348A (de)
NL (1) NL6715529A (de)

Family Cites Families (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
BE586592A (de) * 1959-01-16
NL124029C (de) * 1960-01-21
US3219630A (en) * 1961-08-25 1965-11-23 Tenneco Chem Production of branched chain polyoxymethylene polycarboxylates
US3235624A (en) * 1962-12-04 1966-02-15 Tenneco Chem Stabilized polyoxymethylene compositions
US3255150A (en) * 1963-04-05 1966-06-07 Tenneco Chem Polyacetals containing a dithiooxamide and optionally a bisphenol and a thiodialkanoic acid diester as stabilizers

Also Published As

Publication number Publication date
NL6715529A (de) 1968-06-04
AT277578B (de) 1969-12-29
GB1135348A (en) 1968-12-04
BE707344A (de) 1968-04-01
US3483165A (en) 1969-12-09

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2310800C2 (de) Mit organischen Hydrazin-Verbindungen und phenolischen Antoxydantien stabilisierte Polyolefine
DE1618141A1 (de) Verfahren zur Stabilisierung von monomerer Acrylsaeure
DE2445608A1 (de) Selbstklebende filme bzw. folien
DE2904598C2 (de)
DE1493762C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Gemischen aus Diaminopolycarbonsäuren
DE1231891B (de) Verfahren zum Stabilisieren von Polymerisaten monoolefinisch ungesaettigter Kohlenwasserstoffe
DE1131008B (de) Gegen Oxydation stabilisierte Formmassen
DE1131007B (de) Gegen Oxydation stabilisierte Formmasse
DE1595697A1 (de) Verfahren zur Polymerisation von Trioxan
DE1233396B (de) Verfahren zur Herstellung von chlor- und schwefelhaltigen Organozinnverbindungen
DE1268829B (de) Ultraviolett-Stabilisatoren fuer organische Polymere
DE1901953A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Oxymethylen- und Methylensulfid-Polymeren
DE1301546B (de) Verfahren zum Stabilisieren von makromolekularen Polyoxymethylenen
DE2540870A1 (de) Elektroisoliermassen auf der basis von olefinpolymerisaten
DE1812756C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Poly mensaten oder Copolymerisaten des Trio xans oder Tetraoxans
DE968827C (de) Verfahren zur Waerme- und/oder Lichtstabilisierung von halogenhaltigen Polymeren
DE1229665B (de) Schmieroelzusatz
DE1520058C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Oxymethylenhomo- oder Oxymethylencopolymerisaten
DE2163957A1 (de) Verfahren zur Polymerisation von Isoolefinen
DE2338711A1 (de) Brandschutzmittel-konzentrat zum ausruesten von polypropylen
DE2343983B2 (de) Thermoplastische Masse
DE527873C (de) Verfahren zur gleichzeitigen Herstellung von Acetaldehyd und Essigsaeureanhydrid
DE1795425A1 (de) Als Schmieroelzusatz geeignetes,amorphes AEthylen-Propylencopolymer
DE1253451B (de) Verfahren zum Stabilisieren von Polymerisaten aus Olefinen
DE2427343A1 (de) Verfahren zur herstellung von teilkristallinen hochmolekularen aethylen-alphaolefin-copolymeren