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DE1594035C - Bei Sauerstoffausschluß erhärtende Klebstoffe oder Dichtungsmittel - Google Patents

Bei Sauerstoffausschluß erhärtende Klebstoffe oder Dichtungsmittel

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Publication number
DE1594035C
DE1594035C DE1594035C DE 1594035 C DE1594035 C DE 1594035C DE 1594035 C DE1594035 C DE 1594035C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oxygen
adhesives
sealants
mixture
methacrylic acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Berd Dipl Chem Dr Galinke Joachim Dipl Chem Dr 4000 Dusseldorf Wegemund
Original Assignee
Henkel & Cie GmbH, 4000 Dusseldorf
Publication date

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Description

.1 2
Die Erfindung betrifft bei Sauerstoffausschluß Diese Ester können in bekannter Weise hergestellt
erhärtende Klebstoffe oder Dichtungsmittel auf Basis werden, beispielsweise durch Veresterung der erwähn-
von Gemischen aus Methacrylsäure- bzw. Acryl- ten Alkohole mit den freien Säuren bzw. durch Um-
säureestern und organischen Hydroperoxiden. esterung mit den Methylestern der Methacrylsäure
Es ist bekannt, unter Luftabschluß polymeri- 5 bzw. Acrylsäure. Die genannten Ester sind zum Teil
sierende, für Klebezwecke geeignete flüssige Ge- Handelsprodukte. Bei ihrer Verwendung ist es nicht
mische aus Dimethacrylsäure- bzw. Diacrylsäure- notwendig, eventuell vorhandene geringe Mengen an
estern von zweiwertigen Alkoholen herzustellen. Stabilisatoren zu entfernen.
Dabei wird der flüssige Ester durch Einleiten von ' Neben diesen'Estern der Methacrylsäure bzw. Acryl-Sauerstoff behandelt (DBP 953 563) bzw. mit Hydro- ίο säure können den Mischungen in geringer Menge,
peroxid versetzt (DBP 1109 891). Weiterhin ist es vorzugsweise etwa 2 bis 20%, weitere polymerisier-
bekannt, für den gleichen Zweck die Monoester der bare ungesättigte Verbindungen zugesetzt werden.
Methacrylsäure von mehrwertigen Alkoholen zu ver- Als solche kommen etwa in Frage Acrylsäure- bzw.
wenden (französische Patentschrift 1372 368). Die Methacrylsäureester anderer einwertiger Alkohole, bisher bekannten bei Luftausschluß erhärtenden 15 wie etwa der Butylester oder 2-Äthylhexylester dieser
Gemische weisen jedoch verschiedene Nachteile auf. Säuren. Weiterhin kommen in Frage andere poly-
So sind die durch Behandeln mit Sauerstoff erhal- merisierbare Verbindungen, wie etwa Ester der
tenen Produkte nur schlecht haltbar. Es muß ständig Malein- oder Fumarsäure.
Luft bzw. Sauerstoff eingeleitet werden, um eine Ferner wirkt sich der Zusatz von ungesättigten spontane Polymerisation zu verhindern. Die Ge- 20 Polyestern häufig günstig auf die Eigenschaften der mische aus Diestern der Methacrylsäure bzw. Acryl- Klebe- oder Dichtungsmittel bzw. der damit hersäure mit zweiwertigen Alkoholen und Hydroper- gestellten Verbindungen aus.
oxiden sind zwar beständiger als die vorher erwähn- Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Klebstoffe ten Produkte, sie ergeben bei Verklebungen jedoch oder Dichtungsmittel können organische Hydropernurrelativ geringe Scherfestigkeiten. 25 oxide eingesetzt werden, die sich von solchen Kohlen-
Die Monoester der Methacryl- bzw. Acrylsäure Wasserstoffen herleiten, welche etwa 3 bis 18 Kohlenmit mehrwertigen Alkoholen gestatten zwar die Her- sloffatome enthalten. Beispielsweise sind geeignet tertstellung von festen Verbindungen zwischen den Werk- Butylhydroperoxid, Cumolhydroperoxid, Methyläthylstoffen, sie weisen jedoch nach dem Mischen mit ketonhydroperoxid, Diisoprop/lbenzolhydroperoxid. Hydroperoxiden eine oft nicht ausreichende Lager- 30 Die Hydroperoxide sollen in einer Menge von 0,1 Stabilität auf und ergeben vor allem wasserempfind- bis 20°/o. insbesondere 0,5 bis 10%, bezogen auf das liehe Verbindungen. Gesamtgemisch, vorhanden sein.
Erfindungsgegenstand sind bei Sauerstoffausschluß Neben den Estern der Methacrylsäure bzw. Acryl-
erhärtende Klebstoffe oder Dichtungsmittel, beste- säure der gegebenenfalls substituierten cycloalipha-
hend aus Methacrylsäure- bzw. Acrylsäureestern 35 tischen Alkohole und den organischen Hydroper-
und organischen Hydroperoxiden sowie gegebenen- oxiden können die erhärtenden Gemische noch
falls geringen Mengen weiterer polymerisierbarer Stabilisatoren bzw. Beschleuniger enthalten. Geeig-
ungesättigter Verbindungen und üblichen Hilfsstoffen.. nete Stabilisatoren sind beispielsweise Hydrochinon,
Die Klebstoffe oder Dichtungsmittel sind dadurch Di-tert.-Butylhydrochinon. Geeignete Beschleuniger
gekennzeichnet, daß sie als Methacrylsäure- bzw. 40 sind beispielsweise aliphatische oder aromatische
Acrylsäureester solche von monovalenten cycloali- tertiäre Amine, z. B. Triäthylamin, Dimethylanilin,
phatischen Alkoholen enthalten, in denen gegebenen- Mercaptane wie etwa Octylmercaptan oder Dodecyl-
falls eine oder zwei CH2-Gruppen des cycloalipha- mercaptan und andere mehr. Die Beschleuniger
tischen Ringes durch Sauerstoff ersetzt sind. werden im allgemeinen nur in geringen Mengen von
Bevorzugt sind Gemische mit einem Gehalt an 45 etwa 0,1 bis 5% zugesetzt.
Verbindungen der allgemeinen Formel Sollen die erfindungsgemäßen Klebstoffe oder
Dichtungsmittel zum Verkleben oder Abdichten von
s^~~\ Glas, Kunststoffen oder von katalytisch weniger
CH2 = CR — C — O — (CH2)„ — CH R' aktiven Metallen, wie Zink, Cadmium, hochlegierten
|j ^~y 50 Stählen oder eloxiertem Aluminium verwendet werden,
O so ist es zweckmäßig, diese Materialien vorher mit
beschleunigend wirkenden Metallsalzen, z. B. Kupfer- oder Kobaltnaphthenat, zu behandeln. Diese
wobei R = CH3 oder H, η = 1 oder O, R' = einen Behandlung kann beispielsweise durch Besprühen der
gegebenenfalls durch Methylgruppen substituierten 55 Teile mit verdünnten Lösungen der genannten Salze
Rest der Formel — (CH2)4 — oder — (CH2)5 —, erfolgen. Dagegen empfiehlt es sich nicht, derartige
in dem eine oder zwei der CH2-Gruppen durch Metallsalze den Klebstoffen oder Dichtungsmitteln
Sauerstoff ersetzt sein können, bedeuten. von vornherein zuzusetzen, da sie die Lagerbeständig-
Die Methacrylsäure- bzw. Acrylsäureester mono- keit sehr stark herabsetzen.
vaienter Alkohole sind beispielsweise solche des Cyclo- 60 Schließlich können den erfindungsgemäßen Klebpentanols, Methylcyclopentanols, Cyclohexanols und stoffen oder Dichtungsmitteln auch Verdickungsmittel, des Methylcyclohexanols, Methylolcyclopentans, Me- Weichmacher und Farbstoffe zugesetzt werden. Als thyloleyclohexans, Borneols, Tetrahydrofurfurylalko- Verdickungsmittel sind geeignet polymere Verbinhols bzw. des l^-Dioxa^-dimethyM-methyloIcyclo- düngen, wie etwa Polymethylmethacrylat, Polyäthylpentans. Die erhärtenden Gemische können auch 65 acrylat und andere mehr, aber auch anorganische verschiedene der vorstehend genannten Ester ent- Füllstoffe, beispielsweise feinverteilte Kieselsäure, halten. Dadurch kann beispielsweise eine bestimmte Calciumsilikat, Bentonite, Calciumcarbonat, Titangewünschte Scherfestigkeit eingestellt werden. dioxid.
3 4
Die erfindungsgemäßen Klebstoffe der Dichtungs- Nach 3 Stunden wurde eine Scherfestigkeit von mittel weisen an der Luft oder in Gegenwart von 65 kp/cm2 gemessen. 20 Stunden nach der Verkleinen Mengen an Sauerstoff eine ausgezeichnete klebung war der Wert auf 115 kp/cm3 angestiegen. Haltbarkeit auf; Gegenüber bekannten Produkten Es wurde die gleiche Mischung hergestellt, jedoch zeichnen sie sich durch eine verbesserte Scherfestig- 5 ohne Triäthylamin. Wurden damit Verklebungen keit der mit ihrer Hilfe hergestellten Verklebungen zwischen Eisenblechen hergestellt, wurde die Endaus. Ferner sind die Produkte nach dem Erhärten festigkeit nach etwas längerer Zeit erreicht. Nach gegenüber Feuchtigkeitseinflüssen weniger anfällig. 60 Stunden wurde eine mittlere Scherfestigkeit von
Demnach können die Klebstoffe oder Dichtungs- 120 kp/cm2 gemessen.
mittel vorteilhaft zum Verkleben von Metallen, Glas, ίο Mit der zuerst beschriebenen Mischung wurden
Porzellan und Kunststoffen mit sich selbst oder entfettete Aluminiumbleche der Abmessung 23 χ
untereinander verwendet werden. Außerdem können . 103 mm 2,0 cm2 überlappend verklebt. Dazu wurde
feinste Risse bzw. Undichtigkeiten in den erwähnten ein Tropfen der Mischung zwischen die Blechs
Materialien verschlossen bzw. versiegelt werden. gebracht und diese unter einem Druck von 0,05 kp/cm3
Besonders vorteilhaft können die erfindungsgemäßen 15 30 Stunden zusammengefügt. Nach dieser Zeit wurde
Klebstoffe oder Dichtungsmittel zürn Verbinden von eine Scherfestigkeit von 90 kp/cma gemessen.
Metallen wie Eisen, Stahl, eloxiertem Aluminium,
Zink, Kupfer, Blei und Cadmium eingesetzt werden.
Man bringt geringe Mengen der erhärtenden Ge- Beispiel 2
mische zwischen die zu verbindenden Flächen, 20
welche so aufeinander gelegt werden, daß d.e Luft Es wurde eine Mischung aus 91 g des Methacryl-
bzw. der Sauerstoff ausgeschlossen wird. Nach säureesters von l,3-Dioxa-2,2-dim;thyl-4-m;thylol-
. kurzer Zeit, z. B. nach etwa 1I2 bis 3 Stunden, erhält cyclopentan, 0,0355 g Hydrochinon, 7 g einer 7ü°/(,igen
man bereits eine Verbindung zwischen den genannten handelsüblichen ,Cumolhydroperoxidlösung und 2 g
Materialien, welche nach etwa 4 bis 48 Stunden ihre 25 Triäthylamin hergestellt. Sie war in zu 60°/0 gefüllten
Endfestigkeit erreicht. Gegebenenfalls kann man das 50-ccm-Flaschen bei Zimmertemperatur monatelang
Aushärten durch Erwärmen der Verbindungsstelle . ohne sichtbare Veränderung lagerfähig,
beschleunigen. Wie im Beispiel 1 beschrieben, wurden Eisenbleche
Technische Anwendung können die erfindungs- miteinander verklebt. Nach einer Lagerzeit von
gemäßen Klebstoffe oder Dichtungsmittel finden zum 3° 3 Stunden bei Raumtemperatur wurde an den ver-
Fixieren von Schrauben in ihren Gewindegängen, schiedenen Proben eine durchschnittliche Scherfestig-
zum Abdichten von Schraubverbindungen, zum Fest- keit von 70 kp/cm2 gemessen. Nach 20 Stunden war
legen von Steckverbindungen oder zum Abdichten die durchschnittliche Scherfestigkeit auf 100 kp/cm3
von. Flanschen. angestiegen.
Herstellung des Ausgangsmaterials: 35
In eine Destillationsapparatur wurden 800 g Meth- - Beispiel 3
acrylsäuremethylester, 510 g Tetrahydrofurfurylalko- .-.[...
hol, 40 g Hydrochinon und 37,5 g p-Toluolsulfon- Es wurde eine Mischung aus 91 g Methacrylsäure-
säure gegeben. Die Mischung wurde auf dem Ölbad 40 ester des Cyclohexanols, 0,0355 g Hydrochinon, 7 g
(120 bis 1700C) erhitzt, so daß während 12 Stunden einer 70°/0igen handelsüblichen Cumolhydroperoxid-
eine azeotrope Mischung aus Methacrylsäuremethyl- lösung in Cumol und 2 g Triäthylamin hergestellt.
ester und Methanol überdestillierte. Anschließend Etwa zu 60% mit dieser Mischung gefüllte 50-ccm-
wurde überschüssiger Methacrylsäuremethylester im Flaschen waren monatelang beil Raumtemperatur
Vakuum destilliert. Der Rückstand wurde im Vakuum 45 ohne Veränderung lagerfähig.
fraktioniert. Es wurden 680 g des Methacrylsäure- ' ' Mit der beschriebenen Mischung wurden, wie im
esters des Tetrahydrofurfurylalkohols erhalten (Siede- Beispiel 1 ausgeführt, entfettete Eisenbleche verklebt.
punkt 6O0C bei 0,4 Torr n'i 1 · 4558). Nach 5 Stunden wurde eine durchschnittliche Scher-
Die Herstellung der Methacrylsäureester des Cyclo- festigkeit von 35 kp/cm2 gemessen. Dieser Wert war
hexanols (Siedepunkt 580C bei 1,3 Torr nl3 1 · 4550) 50 nach 20 Stunden auf 70 kp/cma angestiegen.
und des !,S-Dioxa^^-dimethyM-methylolcyclopen- Ferner wurden mit der beschriebenen Mischung
tans (Siedepunkt 65° C bei 0,2 Torr n! o s 1 · 4438) entfettete Aluminiumbleche der Abmessung 20 X
wurde in analoger Weise vorgenommen. 100 mm 2,0 cm2 überlappend -verklebt und unter
. einem Druck von 0,05 kp/cm2 während 30 Stunden
Beispiel 1 55 genaiten< Nach dieser Zeit wurde eine durchschnitt-
90 g des Methacrylsäureesters des Tetrahydrofur- liehe Scherfestigkeit von 60 kp/cm2 gemessen,
furylalkohols wurden mit 0,0354 g Hydrochinon, 7 g
einer 70°/0igen handelsüblichen Cumolhydroperoxid-
lösung und 2,0 g Triäthylamin vermischt. Die so B e i s ρ i e 1 4
erhaltene Mischung war bei Raumtemperatur in zu 60
60°/q gefüllten 50-ccm-Flaschen monatelang haltbar. Es wurde eine Mischung aus 86 g Methacrylsäure-
Mit der erhaltenen Mischung wurden rost- und ester des Cyclohexanols, 0,035 g Hydrochinon, 5 g
fettfreie Eisenbleche der Abmessung 25 X 103 nm Acrylsäurebutylester, 7 g einer 7O3/o'g;ri hndels-
2,5 cm2 überlappend verklebt. Dazu wurde auf die üblichen Cumolhydroperoxidlösung und 2 g Triäthyl-
zu verklebende Stelle ein Tropfen (etwa 0,03 g) der 65 amin hergestellt. In dem Gemisch wurden dann 0,05 g
obigen Mischung gegeben und die zu verklebenden Fluorescein aufgelöst.
Bleche unter einem Druck von 0,05 kp/cma zusam- In der gleichen Weise, wie im Beispiel 1 beschrie-
mengefügt. ben, wurden Eisenbleche miteinander verklebt. Nach
einer Lagerzeit von 30 Stunden bei Raumtemperatur wurde eine durchschnittliche Scherfestigkeit . von 75 kp/cm2 gemessen.
B e i s ρ i e 1 5
81 g des Methacrylsäureesters von Tetrahydrofurfurylalkohol, welcher 0,005 g Hydrochinon enthielt, wurden mit 10 g Polymethylmethacrylat (Molgewicht etwa 100 000), 7 g einer 70°/?igen handelsüblichen Lösung von Cumolhydroperoxid sowie 2 g Triäthylamin versetzt. Es wurde eine bei Raumtemperatur in zu 50°/0 gefüllten 50-ccm-Flaschen monatelang lagerfähige Klebstoffmischung erhalten, welche bei Sauerstoffausschluß in kurzer Zeit erhärtete.
Entfettete Eisenbleche wurden, wie im Beispiel 1 beschrieben, mit dieser Mischung verklebt und folgende Scherfestigkeiten beobachtet. Nach 3 Stunden 70 kp/cm2, nach 24 Stunden 130 kp/cm2.
Mit der vorstehend beschriebenen Mischung wurden entfettete Aluminiumbleche der Abmessung 20 χ 100 mm 2,0 cm2 überlappend verklebt. Die Verklebungen wurden 20 Stunden unter einen Druck von 0,05 kp/cm8 gesetzt. Dann wurde eine durchschnittliche Scherfestigkeit von 85 kp/cm2 gemessen.
Beispiele
43 g Methacrylsäureester des Tetrahydrofurfurylalkohols, welcher 0,005 g Hydrochinon enthielt, wurden mit 50 g eines handelsüblichen ungesättigten Polyesterharzes, 5 g einer 70°/„igen handelsüblichen Lösung von Cumolhydroperoxid sowie 1 g Triäthylamin versetzt. Es wurde eine bei Anwesenheit von Luft lagerfähige Mischung erhalten. • Mit der erhaltenen Mischung wurden rost- und fettfreie Eisenbleche verklebt. Nach einer Lagerzeit von 3 Tagen bei Raumtemperatur wurde eine durchschnittliche Zugscherfestigkeit von 180 kp/cm2 gemessen. Vergleichsversuch
Es wurde eine Mischung hergestellt aus 91 g des Dimethacrylsäureesters von Triäthylenglykol, 0,0055 g Hydrochinon, 7 g einer 70%igen handelsüblichen Lösung von Cumolhydroperoxid und 2 g Triäthylamin. Mit dieser Mischung wurden, wie im Beispiel 1 angegeben, Eisenbleche miteinander verklebt. Nach einer Lagerung von 30 Stunden bei Raumtemperatur wurde eine durchschnittliche Scherfestigkeit von 40 kp/cm2 gemessen, welche auch bei längerer Lagerung nicht weiter anstieg.
Es war bereits . bekannt, latent polymerisierbare lagerfähige Massen herzustellen, die aus den verschiedensten yinylgruppenhaltigen Monomeren, z. B. Fuselölacrylat, einem Polymerisations-Katalysator und einem Polymerisations-Inhibitor bestehen. Diese Mischungen sind unter Ausschluß von Sauerstoff lagerfähig, polymerisieren jedoch spontan, wenn sie Sauerstoff oder Luft ausgesetzt werden. Die Zusammensetzung derartiger Verbindungen erlaubt keine Rückschlüsse auf unter Sauerstoffausschluß erhärtende Gemische aus Acrylsäure- bzw. Methacrylsäureestern.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Bei Sauerstoffausschluß erhärtende Klebstoffe oder Dichtungsmittel, bestehend aus Methacrylsäure- bzw. Acrylsäureestern und organischen Hydroperoxiden sowie gegebenenfalls geringen Mengen weiterer poly-merisierbarer ungesättigter Verbindungen und üblichen Hilfsstoffen, d adurch . gekennzeichnet, daß sie als Methacrylsäure- bzw. Acrylsäureester solche von monovalenten cycloaliphatischen Alkoholen enthalten, in denen gegebenenfalls eine oder zwei CH2-Gruppen des cycloaliphatischen Ringes durch Sauerstoff ersetzt sind.
2. Klebstoffe oder Dichtungsmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie zusätzlich ungesättigte Polyester enthalten.

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