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DE1593337B - Verfahren zur Herstellung von 3 Oxo 7 alpha Methyl gona 4,9 dienen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 3 Oxo 7 alpha Methyl gona 4,9 dienen

Info

Publication number
DE1593337B
DE1593337B DE1593337B DE 1593337 B DE1593337 B DE 1593337B DE 1593337 B DE1593337 B DE 1593337B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
methyl
diene
oxo
acid
gona
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Lucien Chchy sous Bois Gase Jean Claude Bondy Nedelec, (Frankreich)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sanofi Aventis France
Original Assignee
Roussel Uclaf SA

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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 3-Oxo-7a-methyl-gona-4,9-dienen der allgemeinen Formel
-CH3
in der R einen C1- bis Ct-Alkylrest, X ein Wasserstoffatom, den Rest einer organischen Carbonsäure, den Rest einer substituierten Kohlensäure oder eine substituierte oder unsubstituierte cyclische, heterocyclische oder nicht cyclische Kohlenwasserstoffgruppierung und Y ein Wasserstoffatom, einen substituierten oder unsubstituierten gesättigten oder ungesättigten^ Kohlenwasserstoffrest bedeutet, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man ein S-Ketal-Tu-methyl-n-oxo-gona-5(10),9(ll)-dien der allgemeinen Formel
-CH,
in der R die oben angegebene Bedeutung besitzt und K einen Ketalrest bedeutet, nach an sich bekannten Methoden reduziert, das erhaltene 3-Ketal-7a-methylgona-5(10),9(ll)-dien der allgemeinen Formel
-CH3
in der R, K und Y die oben angegebene Bedeutung haben, mit einer starken Mineralsäure deketalisiert und das 3-Oxo-7a-methyI-gona-4,9-dien der allgemeinen Formel
in der R und Y die oben angegebene Bedeutung besitzen, isoliert und sodann gegebenenfalls in die entsprechenden 3 - Oxo - Ία - methyl -Yl β- äther- oder -17/}-ester-gona-4,9-diene überführt.
Die neuen Verbindungen der allgemeinen Formel I sind mit bemerkenswerten hormonalen Eigenschaften ausgestattet.
So zeigen das 3 - Oxo - 7α - methyl - Π β - acetoxyöstra-4,9-dien und das 3-Oxo-7a-methyl-17a-methyl-17/?-hydroxy-östra-4,9-dien sehr intensive anabolisierende und androgene Eigenschaften, die denen bekannter androgener-anabolisierender Verbindungen merklich überlegen sind. Insbesondere das 3-Oxo-7 <i-methyl-17/?-acetoxy-östra-4,9-dien entfaltet seine Aktivität im Tier bei einer täglichen Dosis von 1 y/kg.
Ebenso zeigt das 3-Oxo-7a-methyl-17a-äthinyl-1 - hydroxy - östra - 4,9 - dien eine sehr deutliche anabolisierende Wirkung bei buccaler Anwendung. Es besitzt außerdem eine progestomimetische und eine antizygote Wirkung. Es ist praktisch frei von östrogener Wirkung.
Andere wichtige Verbindungen, die der allgemeinen Formel I entsprechen, sind die folgenden:
Das S-Oxo^a-methyl-n/f-hydroxy-östra-4,9-dien und das entsprechende
H exahydrobenzylcarbonat;
das S-Oxo^a-methyl-n/J-allyloxy-östra-
4,9-dien;
das S-Oxo^u-methyl-^/i-äthyl-n/i-acetoxygona-4,9-dien;
das 3-Oxo-7«,17a-dimethyl-17/i-methoxy-
methoxy-ö stra-4,9-dien;
das 3-Oxo-7«,17«-dimethyl-17/;-tetrahydro-
pyranyloxy-östra-4,9-dien;
das S-Oxo^
östra-4,9-dien;
das 3-Oxo-7«-methyl-17«[l'-propinyl]-
17/Miydroxy-östra-4,9-dien.
Man kann annehmen, daß die Einfügung des Methylrestes in 7«-Stellung im Molekül der 3-Oxo-13.-;-R-17u-Y-17/?-OX-gona-4,9-diene eine wesentliche Modifikation der Natur der physiologischen Aktivität des Grundmoleküls zur Folge hat.
Es kann sich nicht nur die Intensität der Wirkung durch die Einfügung des Methylrestes ändern, sondern die Art des Effekts kann ebenfalls modifiziert sein durch die Verminderung oder das merkliche Verschwinden der östrogenen Wirkung gemäß der Natur des Substituenten in 17a-Stellung.
Die Steroide mit der Struktur 3-Keto-gona-4,9-dien zeigen im allgemeinen eine sehr merkliche östrogene Wirkung, und es besteht daher zwischen der anabolisierenden und/oder androgenen Wirkung dieser Diene und der östrogenen Wirkung ein Gleichgewicht, was zu einer merklichen Verminderung ihrer biologischen Aktivität führt.
Die 7a-Methyl-gona-4,9-diene, die keinen östrogenen Effekt aufweisen, zeigen eine androgene Wirkung oder eine anabolisierende Wirkung, die rein und deshalb viel intensiver ist.
Die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann noch durch die folgenden Merkmale charakterisiert werden:
Das Reduktionsmittel ist ein gemischtes Alkalimetallhydrid, wie Natriumborhydrid, Natriumtrimethoxyborhydrid oder Aluminium- oder Lithiumtri-t-butoxyhydrid;
das Reduktionsmittel ist eine metallorganische Verbindung, in der der organische Rest Y bedeutet und bei der es sich um ein Alkylmagnesiumhalogenid handelt wie Methylmagnesiumbromid oder -jodid, ein Alkenylmagnesium- oder Alkenylzinkhalogenid wie Vinylmagnesiumbromid, Allylmagnesiumbromid, ein Alkinylmagncsiumhalogenid wie Äthinylmagnesiumbromid, Propinylmagnesiumbromid oder Propinylzink-
bromid, oder ein Alkalimetallacetylid wie Kaliumacetylid;
die starke Mineralsäure ist Perchlorsäure, Salzsäure oder Schwefelsäure;
das Ätherifizierungsmittel ist ein Kohlenwasserstoffhalogenid, wie Methoxychlormethan, Benzyloxychlormethan, Methyljodid oder ein Äthylenderivat wie Dihydropyran;
das Acylierungsmittel ist ein Anhydrid oder Chlorid einer organischen Carbonsäure mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen oder ein Halogenid einer Kohlensäure wie das Hexahydrobenzylchlorformiat.
Bei den organischen Carbonsäuren handelt es sich um aliphatische oder cycloaliphatische gesättigte oder ungesättigte Carbonsäuren, oder um aromatische oder heterocyclische Carbonsäuren, wie z. B. Ameisensäure, Essigsäure, Dichloressigsäure, Isobuttersäure, Valeriansäure, Isovaleriansäure^rimethylessigsäure, Capronsäure, ^-Trimethylpropionsäure, Cenantsäure, Caprylsäure, Pelargonsäure, Caprinsäure, Undecylsäure, Undecylensäure, Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, ölsäure, Cyclopentylsäure, Cyclopropylsäure, Cyclobutylsäure und Cyclohexylcarbonsäure, Cyclopropylmethylcarbonsäure, Cyclobutylmethylcarbonsäure, Cyclopentyläthylcarbonsäure, Cyclohexyläthylcarbonsäure, Cyclopentyl-, Cyclohexyl- oder Phenylessigsäure oder -propionsäure, Benzoesäure, die Phenoxyalkansäuren wie Phenoxyessigsäure, p-Chlorphenoxyessigsäure, 2,4-Dichlorphenoxyessigsäure, 4 - tert. - Buty!phenoxyessigsäure, 3- Phenoxypropionsäure, 4- Phenoxybuttersäure, die Furan - 2 - carbonsäuren, 5 - tert. - Butylfuran-2-carbonsäure, 5-Bromfuran-2-carbonsäure, die Nikotinsäuren, die /^-Ketocarbonsäuren, z. B. die Acetylessigsäuren, Propionylessigsäure, Butyrylessigsäure, Aminosäuren wie Diäthylaminoessigsäure.
Die als Ausgangsprodukte verwendeten 3-Ketal-7«-methyl-17-oxo-gona-5(10),9(ll)-diene der allgemeinen Formel
Formel
45
können nach einem analogen Verfahren, wie es in der deutschen Offenlegungsschrift 1 593 323 beschrieben ist, aus Des-A-gonenen der allgemeinen Formel
OAcyl
60
OAcyl
erhalten werden, wobei die Gonene wiederum durch Ketalisierung von Des-A-gonenen der allgemeinen die in der USA.-Patentschrift 3 115 507 beschrieben sind, gewonnen werden können.
Beispiel 1
Herstellung von S-Oxo^a-methyl-^/i-acetoxyöstra-4,9-dien
Stufe A
3,3-Dimethoxy-7 α-methyl-17/f-hydroxy-östra-5(10),9(ll)-dien
Man suspendiert unter Stickstoff 1,570 g 3,3-Dimethoxy-7«-methyl-17-oxo-östra-5(10),9(ll)-dien, das in der deutschen Offenlegungsschrift 1 593 323 beschrieben ist, in 24 ml Methanol und 2,4 ml Wasser, rührt, fügt langsam, ohne 300C zu überschreiten, 0,8 g Natriumborhydrid zu und rührt 1 Stunde bei Zimmertemperatur immer unter Stickstoffatmosphäre. Man fügt 100 ml Wasser zu, extrahiert mit Methylenchlorid, wäscht die organischen Phasen mit Wasser, trocknet über Natriumsulfat und destilliert zur Trockne; man erhält 1,620 g 3,3-Dimethoxy-7a-methyl-17/Miydroxy-östra-5(10),9(ll)-dien, das man so wie es ist für die folgende Synthesestufe verwendet. Soweit bekannt, ist das Produkt in der Literatur noch nicht beschrieben.
Stufe B
3-Oxo-7 «-methyl-17/i-acetoxy-östra-4,9-dien
a) Deketalisierung
Man löst 1,60 g 3,3 - Dimethoxy - 7« - methyl-17/i-hydroxy-östra-5(10),9(ll)-dien in 32 ml einer Lösung aus 5 ml Perchlorsäure in einer ausreichenden Menge Essigsäure, um 50 ml Lösung zu erhalten, rührt 30 Minuten be] Zimmertemperatur unter inerter Atmosphäre, schüttet dann das Reaktionsgemisch in 320 ml einer gesättigten wäßrigen Lösung von Natriumbicarbonat; man extrahiert mit Methylenchlorid, wäscht die organischen Phasen mit einer Lösung von Natriumbicarbonat und anschließend mit Wasser, trocknet und verdampft zur Trockne; man erhält 1,560 g rohes S-Oxo^a-methyl-n/J-hydroxy-östra-4,9-dien.
Dieses Produkt wird auf Silicagel chromatographiert unter Elution mit einem Gemisch aus Benzol-Äthylacetat (7:3), dann durch Umkristallisation aus einem Gemisch Äthylacetat-Isopropyläther (6:4) gereinigt. Man erhält 3-Oxo-7a-methyl-17/i-hydroxy-östra-4,9-dien, F. = 17 Γ C.
UV-Spektrum: (Äthanol)
?.mr bei 218 bis 219 ΐημ EJ* = 198
Inflexion
bei 230 ΐημ EJf01 = 184
bei 237 πΐμ EJ* = 175
Kmx bei 307 mV- E\t = 686
Soweit bekannt, ist das Produkt in der Literatur noch nicht beschrieben.
b) Acetylierung
Man löst 1,545 g rohes 3-Oxo-7a-methyl-17^-hydroxy-östra-4,9-dien in 15,5 ml Pyridin und 1,6 ml Essigsäureanhydrid auf und rührt 1 Stunde bei 600C; man schüttet das Reaktionsgemisch in 170 ml eines Gemisches Wasser-Eis, extrahiert mit Methylenchlorid, wäscht die organischen Phasen mit Salzsäure und anschließend mit Wasser, trocknet und verdampft zur Trockne. Man erhält 1,610 g rohes Produkt, das man durch Chromatographieren reinigt.
Man eluiert mit einem Gemisch Benzol-Äthylacetat (9:1) und kristallisiert aus Isopropyläther um; man erhält auf diese Weise 930 mg 3-Oxo- Ta - methyl - Π β - acetoxy - östra - 4,9 - dien, das bei 13O0C schmilzt.
Analyse: C21H28O3 = 328,43.
Berechnet ... C 76,79, H 8,59%;
gefunden .... C 77,0, H 8,7%.
UV-Spektrum
?.miv bei 217 ΐημ E^ = 181
Inflexion
bei 230 ΐημ EjI= 163
= 151
40
bei 238 πΐμ E!*„
Ku,* bei 304 bis 305 ηΐμ Ej* = 621
IR-Spektrum
Abwesenheit von OH;
Anwesenheit von Acetat;
Anwesenheit von konjugiertem Keton.
Soweit bekannt, ist das Produkt in der Literatur noch nicht beschrieben.
Beispiel 2
Herstellung von 3-Oxo-7a,17«-dimethyl-17/f-hydroxy-östra-4,9-dien
Stufe A
3,3-Dimethoxy-7«,17«-dimethyl-17/Miydroxyöstra-5(10),9(ll)-dien
Zu 110 ml einer 2,3-m-Methylmagnesiumbromidlösung in Äther, die auf etwa 00C gekühlt ist, fügt man innerhalb von 20 Minuten 1,732 g 3,3-Dimethoxy-7«-methyl-17-oxo-östra-5(10),9(ll)-dien, das in 90 ml wasserfreiem Benzol gelöst ist, und rührt das Reaktionsgemisch bei Zimmertemperatur 20 Stunden.
Dann schüttet man in eine gesättigte wäßrige Lösung von Ammoniumchlorid, kühlt auf Eis, dekantiert, wäscht dann mit Wasser bis zur Neutralität der Waschwässer, trocknet und verdampft unter Vakuum zur Trockne.
Man erhält auf diese Weise 2,045 g 3,3-Dimethoxy - 7«,17« - dimethyl - 17// - hydroxy - östra - 5(10), 9(ll)-dien, das man so wie es ist für die folgende Synthesestufe verwendet.
Stufe B
3-Oxo-7ci,17a-dimethyl-17/}-hydroxy-östra-4,9-dien
Man löst 1,7 g rohes 3,3-Dimethoxy-7rt,17a-dimethyl-17/i-hydroxy-östra-5(10),9(ll)-dien in 17 ml Essigsäure und fügt dann 1,7 ml 65%ige Perchlorsäure zu. Man rührt 30 Minuten bei Zimmertemperatur unter inerter Atmosphäre; dann schüttet man das Reaktionsgemisch in ein Gemisch Wasser-Eis. rührt 15 Minuten, saugt ab, wäscht und trocknet unter Vakuum. Das erhaltene Produkt wird auf Silicagel chromatographiert unter Elution mit einem Gemisch aus Benzol-Äthylacetat (1:1), und dann durch Umkristallisation in Aceton unter Rückfluß gereinigt. Man erhält 502 mg 3-Oxo-7«,17«-dimethyl- Πβ- hydroxy -östra -4.9 -dien, F. = 2100C, [«]·* = -33O°C (c = 0,51% Chloroform).
Analyse: C20H28O2 = 300,43.
Berechnet ... C 79,96, H 9,38%,
gefunden .... C 80.3, H 9,6%.
UV-Spektrum: (Äthanol)
?.mir bei 219 ΐημ E|* = 191
Inflexion
bei 230 bis 231 ma Ei* = 178
bei 238 bis 239 ηΐμ Ei* = 170
?.mix bei 306 bis 307 ηΐμ E^ = 667
Das Produkt ergibt sich in Form von farblosen Prismen. Es ist unlöslich in Wasser, in verdünnten wäßrigen Säuren, verdünnten wäßrigen Alkalien und Benzol; wenig löslich in Äther und löslich in Alkoholen und Chloroform.
Soweit bekannt, ist das Produkt in der Literatur noch nicht beschrieben.
60
UV-Spektrum: (Äthanol)
).max 243 πΐμ e = 17 400.
Das Produkt ist unlöslich in Wasser, in verdünnten wäßrigen Säuren und verdünnten wäßrigen Alkalien und löslich in der Mehrzahl der üblichen organischen Lösungsmittel.
Beispiel 3
Herstellung von 3-Oxo-7«-methyl-17a-äthinyl-17p'-hydroxy-östra-4,9-dien
Stufe A
3,3-Dimethoxy-7(/-methyl-17«-äthinyl-17f?-hydroxy-östra-5( 10),9( 11 )-dien
Man kühlt auf -500C 105 ml Ammoniak, fügt unter Rühren und Durchleiten eines inerten Gases 1,750 g Kalium zu und leitet dann 30 Minuten einen Acetylenstrom ein. Man verdünnt den Niederschlag mit 28 ml Äther, fügt dann 28 ml Äther und 7 g 3,3 - Dimethoxy - 7« - methyl - 17 - oxo - östra - 5(10), 9( 11 )-dien zu, wobei man eine Temperatur von — 50 C, das Rühren und das Einleiten eines inerten Gases aufrechterhält; man rührt noch 4 Stunden bei — 400C unter einem Acetylenstrom. Man versetzt dann mit 3.5 g Ammoniumchlorid, bringt die Temperatur auf 0°C und verjagt den Ammoniak; man setzt 30 ml Wasser zu. extrahiert mit Melhylenchlorid, wäscht die organischen Phasen mit" Wasser bis zur Neutralität der Waschwässer, trocknet, nitriert und verdampft zur Trockene; man erhält 7,7 g des rohen Äthinylderivats, das man durch Chromatographie an Magnesiumsilicat und Umkristallisation aus Isopropyläther reinigen kann; man erhält so 5,2 g 3.3 - Dimethoxy-7«-methyl-17«-äthinyl-17/)'-hydroxyöstra-5(10),9(ll)-dien (Ausbeute 69%) in Form eines
Produktes, das fest, farblos, löslich in den üblichen organischen Lösungsmitteln, unlöslich in Wasser und verdünnten wäßrigen Säuren und verdünnten wäßrigen Alkalien ist. Der Schmelzpunkt beträgt etwa 1300C.
IR-Spektrum
Abwesenheit von C = O;
Anwesenheit von OH bei 3590 cm"1;
Anwesenheit von C = CH bei 3300 cm"1;
Anwesenheit von 2 Banden, Typ konjugierte C = C, bei 1643 cm"1 und 1612 cm"1.
Stufe B
östra-4,9-dien
Man löst 3,3 g rohes 3,3-Dimethoxy-7a-methyl-17« - äthinyl - Π β - hydroxy - östra - 5(10),9(l 1) - dien in 33 ml Essigsäure und fügt dann 3,3 ml 65%ige Perchlorsäure zu. Man rührt 30 Minuten bei Zimmertemperatur unter inerter Atmosphäre; dann schüttet man das Reaktionsgemisch in eine Mischung aus Wasser-Eis, rührt 15 Minuten, saugt ab, wäscht und trocknet unter Vakuum.
Das erhaltene Produkt wird auf Silicagel chromatographiert unter Elution mit einem Gemisch aus Benzol-Äthylacetat (1:1) und dann durch Umkristallisation aus Benzol gereinigt. Man erhält 1,460 g S-Oxo-Ta-methyl-na-äthinyl-n/J-hydroxy-östra-4,9-dien, F. = 2040C, Γ_α]?? = -3460C (c = 0,53% Chloroform).
Analyse: C21H26O2 = 310,45.
Berechnet ... C 81,25, H 8,44%;
gefunden .... C 81,2, H 8,7%.
UV-Spektrum: (Äthanol)
}.max bei 219 ηΐμ Ε}* = 186
Inflexion bei 230 ηαμ Ej^ = 170
λχ bei 306 πΐμ Ε}* = 640
IR-Spektrum: (Chloroform)
Anwesenheit von OH bei 3600 cm"1;
Anwesenheit von C=. CH bei 3300 cm"1.
tralisiert mit 1,25 ml Triäthylamin. Man schüttet in Eiswasser, extrahiert mit Methylenchlorid, wäscht die vereinigten Extrakte mit Wasser, trocknet über Natriumsulfat und verdampft zur Trockene. Das erhaltene Rohprodukt wird auf Silicagel chromatographiert unter Elution mit einem Gemisch aus Benzol-Äthylacetat (9:1), und dann durch Umkristallisation aus Isopropyläther gereinigt. Man erhält 0,5 g 3-Oxo-7a-methyl-17)?-hydroxy-östra-4,9-dienhexahydrobenzylcarbonat, F. = 104° C. Das erhaltene Produkt ist löslich in Äthanol, Chloroform, Äthylacetat und Benzol und wenig löslich in Äther und Isopropyläther.
Analyse: C27H38O4 = 426,57.
Berechnet ... C 76,02, H 8,98%;
gefunden .... C 75,6 bis 75,7, H 9,0 bis 9,1%.
Soweit bekannt, ist diese Verbindung in der Literatur noch nicht beschrieben.
In gleicher Weise wie nach Beispiel 1 kann man aus S-Oxo^a-methyl-B/f-äthyl-n/f-hydroxy-gona-4,9-dien das 3-Oxo-7a-methyl-13^-äthyl-17/)'-acetoxy-gona-4,9-dien erhalten.
Soweit bekannt, ist dieses Produkt in der Literatur noch nicht beschrieben.
Wie oben bereits ausgeführt, sind die Produkte der allgemeinen Formel I mit wertvollen pharmakologischen Eigenschaften ausgestattet.
Sie können eingesetzt werden zur Behandlung von Beschwerden des protidischen Anabolismus, Asthenie. Magerkeit, Osteoporose, Andropause, Alterserscheinungen, Heilungsverzögerung bei Frakturen, metabolische Beschwerden bei längerer Corticotherapie.
Genitalverfettungs-Syndrom, funktioneile Meno-Metrorrhagie, Fibromen, Endometriose und als zusätzliche Behandlung bei Brustkrebs.
Die 7a-Methylderivate des Ustrans, die der allgemeinen Formel I entsprechen, können buccal, perlingual, transcutan oder rectal angewandt werden.
Die brauchbare Posologie bewegt sich zwischen 0,1 und 5 mg pro Tag beim Erwachsenen in Abhängigkeit von der Art der Verabreichung.
Das Produkt ergibt sich in Form von farblosen Plättchen; es ist unlöslich in Wasser, verdünnten wäßrigen Säuren und verdünnten wäßrigen Alkalien; sehr wenig löslich in Äther; wenig löslich in Aceton und Benzol und löslich in Alkoholen und Chloroform.
Soweit bekannt, ist das Produkt in der Literatur noch nicht beschrieben.
Beispiel 4
Herstellung von 3-Oxo-7a-methyl-17ß-hydroxyöstra-4,9-dien-hexahydrobenzylcarbonat
Man löst 0,650 g rohes 3-Oxo-7a-methyl-17/i-hydroxy-östra-4,9-dien, das man nach Stufe B des Beispiels 1 erhalten hat, in 33 ml Pyridin unter Rühren und unter inerter Atmosphäre. Man fügt 1,35 ml Hexahydrobenzylchlorformiat zu, das in der deutschen Patentschrift 1 217 376 beschrieben ist. Man rührt 2 Stunden, kühlt dann auf 00C ab und neu-

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von 3-Oxo-7a-methyl-gona-4,9-dienen der allgemeinen Formel
O =
in der R einen C1- bis C4-Alkylrest, X ein Wasserstoffatom, den Rest einer organischen Carbonsäure, den Rest einer substituierten Kohlensäure oder eine substituierte oder unsubstituierte cyclische, heterocyclische oder nicht cyclische Kohlenwasserstoffgruppierung, und Y ein Wasserstoffatom, einen substituierten oder unsubstituierten gesättigten oder ungesättigten Kohlenwasserstoffrest bedeutet, dadurch gekennzeich-
109 528/365
net, daß man ein S-Ketal-Ta-methyl-n-oxogona-5(10),9(ll)-dien der allgemeinen Formel
-CH,
in der R die oben angegebene Bedeutung besitzt, und K einen Ketalrest bedeutet, nach an sich bekannten Methoden reduziert, das erhaltene 3-Ketal-7a-methyl-gona-5(10),9(ll)-dien der allgemeinen Formel R
OH
20
in der R, K und Y die oben angegebene Bedeutung
haben, mit einer starken Mineralsäure deketalisiert und das gewünschte 3-Oxo-7a-methyl-gona-4,9-dien der allgemeinen Formel
OH
Uy
--CH,
in der R und Y die oben angegebene Bedeutung besitzen, isoliert, und sodann gegebenenfalls in die entsprechenden S-Oxo-Ta-methyl-n/J-äther- oder -17//-ester-gona-4,9-diene überführt.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Acylierungsmittel ein Halogenid einer Kohlensäure, insbesondere Hexahydrobenzylchlorformiat, verwendet.

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