DE1593075B1 - Verfahren zur Herstellung von Vinyl- und Propenylestern aliphatischer Monocarbonsaeuren - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Vinyl- und Propenylestern aliphatischer MonocarbonsaeurenInfo
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Description
1 2
Ein Verfahren zur Herstellung von Carbonsäure- bindung, wie einen Pyridinkern, bilden können und
estern ungesättigter Alkohole durch Umsetzung von X ein Halogenatom bedeutet.
Olefinen, aliphatischen Carbonsäuren und Sauerstoff Ferner kann gemäß der Erfindung als quarternäre
in Gegenwart von Palladiumsalzen und Kupfersalzen Organoammoniumverbindung ein quarternäres Orist
aus der britischen Patentschrift 974 001 bekannt. 5 ganoammoniumhydroxyd der Formel
Bei diesem Verfahren ist jedoch die Reaktionsgeschwindigkeit niedrig, so daß es keine befriedigenden Er- „.
gebnisse im technischen Maßstab liefert. K1K2K3K1JNUH. (I)
Ferner ist es bekannt, die Umsetzungsgeschwindigkeit von Olefinen, aliphatischen Carbonsäuren und io verwendet werden, worin R1 bis R4 gleich oder verSauerstoff
durch Anwesenheit eines Alkalisalzes einer schieden sein können und C1 und C^-Alkylgruppen,
Carbonsäure und/oder eines Alkalihalogenide neben Alkylgruppen, die Ätherbindungen oder Hydroxylden
Palladium- und Kupfersalzen Jzu erhöhen. Dabei gruppen oder Carboxylgruppen enthalten, oder Benwurden
die besten Ergebnisse erzielt, wenn als Alkali- zylgruppen darstellen und wobei R1 bis R3 und N eine
salz ein Lithiumsalz, wie Lithiumacetat oder Lithium- 15 heterocyclische Stickstoffverbindung, wie einen Pyrchlorid,
an Stelle des entsprechenden Natrium- oder idinkern, bilden können.
Kaliumsalzes verwendet wurde. Die genannten Organoammoniumverbindungen sind
Aus der belgischen Patentschrift 608 611 ist es in »Kirk-Othmer's Encyclopedia of Chemical Techbekannt, zur Reaktionsbeschleunigung ein Amin nology«, Bd. 11 (1953), S. 375, unter »Quarternary
zuzusetzen, das unter den Reaktionsbedingungen 20 Ammonium Compounds« beschrieben,
nicht mit Palladiumverbindungen reagiert. Ferner können gemäß der Erfindung als quarter-
Schließlich ist es aus der belgischen Patentschrift näre Organoammoniumverbindungen Betaine oder
615 596 bekannt, bei der genannten Umsetzung deren Derivate gemäß den Formeln Amine, Ammoniak oder Salze organischer Amine,
wie Acetate von Trimethylammonium-_ und und Pyr- 25 R5ReR7N(CH2)nCOO (3)
idiniumsalze, z. B. Acetate von N-Äthylpiperidin,
im Reaktionssystem zu verwenden. °
im Reaktionssystem zu verwenden. °
Es gelang jedoch nicht, durch die bekannten Zu- RgR6R7NCH(R8)COO (4)
sätze eine befriedigende Reaktionsbeschleunigung
zu erreichen. Ferner bildet sich dabei ein gelber, Palla- 30 eingesetzt werden, worin R5 bis R7 gleich oder verdium-
und Pyridiniumsalze enthaltender Niederschlag, schieden sein können und C1 bis C18-Alkylgruppen,
der in Carbonsäuren unlöslich ist und sich daher Alkylgruppen mit einer Ätherbindung oder eine
äußerst nachteilig bei der Durchführung des Ver- Benzylgruppe bedeuten, R8 eine Alkylgruppe mit 1 bis
fahrens im technischen Maßstab auswirkt. 18 Kohlenstoffatomen darstellt und η eine ganze Zahl
Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht die 35 von 1 bis 3 bedeutet. Diese Verbindungen sind in der
Herstellung von Vinyl- und Propenylestern unter An- genannten Literaturstelle, Bd. 2 (1953), S. 509, unter
Wendung eines Katalysatorsystems mit größerer »Betaine« beschrieben.
katalytischer Aktivität als die bekannten Katalysa- Ferner können gemäß der Erfindung als quarter-
toren in einem vollkommen homogenen System, bei näre Organoammoniumverbindungen Amin-N-oxyde
dem sich kein unlöslicher Niederschlag im Verlaufe 40 oder deren Halogenwasserstoffverbindungen gemäß
des Verfahrens bildet. der Formel
Dies wird dadurch ermöglicht, daß man bei dem
erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung von r r r
Vinyl- und Propenylestern aliphatischer Monocarbon- K9K10K
säuren durch Umsetzung von Äthylen oder Propylen 45
mit aliphatischen Monocarbonsäuren in Gegenwart eingesetzt werden, worin R9 bis R11 gleich oder vervon
Sauerstoff oder sauerstoffhaltigen Gasen unter schieden sein können und C1- bis C3-Alkylgruppen
Anwendung eines Palladiumsalzes und eines Kupfer- oder Phenylgruppen oder Phenylgruppen oder Bensalzes
als Katalysator die Reaktion in Gegenwart zylgruppen bedeuten. Diese Verbindungen sind in der
eines gegebenenfalls in situ gebildeten, unter den Re- 50 genannten Literaturstelle, Bd. 1 (1952), S. 703, unter
aktionsbedingungen in einer Carbonsäure löslichen »Amines« beschrieben.
Komplexes aus einem Palladiumsalz und einer quar- Gemäß der Erfindung sind also unter dem Austernären
Organoammoniumverbindung, die keinen druck »quarternäre Organoammoniumverbindungen«
Wasserstoff direkt am Stickstoffatom gebunden ent- alle derartigen Verbindungen, einschließlich der Aminhält,
durchführt. 55 und N-Oxyde zu verstehen, die unter den Reaktions-
Ais quarternäre Organoammoniumverbindung kann bedingungen einen in aliphatischen Carbonsäure
gemäß der Erfindung ein quarternäres Organo- löslichen Komplex mit den ebenfalls einzusetzenden
ammoniumhalogenid, insbesondere-chlorid der Formel Palladiumsalzen zu bilden vermögen und bei denen
außerdem kein Wasserstoffatom direkt an Stickstoff RRRR NX (1) 6o (NH-Bindung) gebunden ist.
1234 *■ Unter »Komplex« ist jede chemische Verbindung aus
der genannten quarternären Organoammoniumver-
verwendet werden, in der R1 bis R4 gleich oder bindung und einem Palladiumsalz zu verstehen,
verschieden sein können und C1 bis C18-Alkylgruppen, Wesentlich ist lediglich, daß eine Verbindung aus den
Alkylgruppen, die Ätherbindungen oder Hydroxyl- 65 beiden genannten Substanzen die Abscheidung einer
gruppen oder Carboxylgruppen enthalten, eine Phe- wesentlichen Menge eines unlöslichen Niederschlages
nylgruppe oder eine Benzylgruppe darstellen und verhindert, wobei dies unabhängig von der Form der
worin R1 bis R3 und N eine cyclische Stickstoffver- gebildeten Verbindung erreicht wird.
3 4
Ferner ist darauf hinzuweisen, daß der Komplex Essigsäure durch Zugabe von Diäthylsulfid und durch
im vorstehend erläuterten Sinne im Reaktionssystem Erhöhung der Konzentration des bekannten Pallaaus
den genannten Reaktionskomponenten gebildet diumkatalysators im Reaktionssystem die Bildung des
werden kann oder auch ein vorher hergestellter Korn- gewünschten Produktes nicht verbessert wird. Es
plex zugesetzt werden kann. 5 wurde gefunden, daß man die gleichen Ergebnisse
Es ist bevorzugt, die Reaktion in Gegenwart von erhält, wenn man beispielsweise selbst Pyridin, das
Alkalimetallsalzen aliphatischer Carbonsäuren oder zur Komplexbildung mit einem Palladiumsalz befähigt
von Alkalimetallhalogeniden auszuführen, wobei ist, oder selbst wenn man Ammoniumchlorid oder
als Alkalimetallsalze insbesondere Lithiumsalze oder Ammoniumacetat zugibt. Da demgemäß die Kata-Natriumsalze
verwendet werden. Dabei soll Vorzugs- io lysatoraktivität in dem erfindungsgemäßen Reaktionsweise
das Alkalihalogenid in einer Menge von nicht system nicht durch Beschleunigen der Reaktion infolge
mehr als 1,0 Mol und das Alkalicarboxylat von nicht erhöhter Konzentration an Palladiumsalzkatalysator
mehr als 6 Mol je 1000 cm3 aliphatische Carbonsäure erhöht wird, war es überraschend, daß man dies durch
verwendet werden. Als aliphatische Monocarbon- Austausch der Katalysatorverbindung unter Verwensäuren
setzt man Essigsäure, Propionsäure, Butter- 15 dung eines spezifischen Komplexes erreichen kann,
säure, Valeriansäure oder Capronsäure ein. Ins- der bisher noch niemals zur Erhöhung der katalytibesondere
eignet sich das Verfahren zur Herstellung sehen Aktivität in Betracht gezogen wurde und dessen
von Vinylacetat aus Äthylen oder zur Herstellung von katalytische Eigenschaften auf der Wirkung des
Propenylacetat aus Propylen. Dabei kommt als Komplexes als solchem beruhen.
Propenylgruppe jede Kohlenwasserstoffgruppe der 20 Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich ausFormel C3H5 in Betracht, nämlich die Gruppen führen, indem man Alkylen oder Propylen und Sauern-Propenyl, Isopropenyl und 2-Propenyl (Allyl). stoff unter Druck oder ohne Druck in eine kataly-
Propenylgruppe jede Kohlenwasserstoffgruppe der 20 Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich ausFormel C3H5 in Betracht, nämlich die Gruppen führen, indem man Alkylen oder Propylen und Sauern-Propenyl, Isopropenyl und 2-Propenyl (Allyl). stoff unter Druck oder ohne Druck in eine kataly-
ψ Als Palladiumsalze werden vorzugsweise Halogenide tische Lösung einer aliphatischen Monocarbonsäure,
oder aliphatische Carboxylate von Palladium und als in der ein Palladiumsalz, ein Kupfersalz und die oben
Kupfersalze Halogenide oder Carboxylate von Kupfer 25 erwähnte quarternäre Organoammoniumverbindung
verwendet. aufgelöst wurden, einleitet. Die entstehenden Vinyl-
AIs Halogenwasserstoffverbindung eines Aminoxyds oder Propenylester der aliphatischen Monocarbon-
der Formel (5) kann eine wäßrige Lösung, enthaltend säure und die Nebenprodukte in Form von Acet-
ein Aminoxyd und eine Halogenwasserstoffverbin- aldehyd, Aceton und Acrolein lassen sich beispiels-
dung bzw. ein Halogenwasserstoff, verwendet werden, 30 weise durch fraktionierte Destillation voneinander
wobei die Halogenwasserstoffverbindung des Amin- trennen. Der Bodenrückstand mit den aliphatischen
oxyds in der Reaktionszone bei der Zugabe der wäß- Monocarbonsäuren wird in das Reaktionssystem
rigen Lösung zum Reaktionssystem gebildet wird. rückgeführt und wiederverwendet.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren wird die Die quarternären Organoammoniumverbindungen,
Reaktionsgeschwindigkeit der im einzelnen erläuter- 35 die im Rahmen der Erfindung erfolgreich angewandt
ten Veresterung beträchtlich erhöht. Gleichzeitig werden können, sind im folgenden beispielsweise aufläßt
sich die Reaktion äußerst wirtschaftlich durch- geführt.
führen, da keine Ausfällung des teuren Palladium- A. Unter die quarternären Organoammoniumhaloge-
und des Kupfersalzes erfolgt. Gegebenenfalls sich nide der Formel R1R2R3R4NX, in der R1, R2, R3, R4
bildende Niederschläge treten in unbedeutender Menge 40 und X die obigen Bedeutungen besitzen, fallen die
auf. Das Ausbleiben eines unlöslichen Niederschlages folgenden drei Verbindungsgruppen:
hat weiterhin den Vorteil, daß keine Verstopfung der
hat weiterhin den Vorteil, daß keine Verstopfung der
Röhren auftritt. Hierdurch wird die Durchführung 1. Aliphatische quarternäre Ammoniumhalogenide,
der Reaktion im technischen Maßstab erleichtert und wie Tetraäthylammoniumhalogenid, Octadecyl-
verbessert. 45 trimethylammoniumhalogenid und Cetyldimethyl-
Die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zu äthylammoniumhalogenid.
beobachtende große katalytische Aktivität ist vermutlich auf den sich zusammen mit dem Kupfersalz bil- 2. N-Benzyl-quarternäre Ammoniumhalogenide, wie denden Komplex zurückzuführen und nicht etwa auf Trimethylbenzylammoniumhalogenid, Triäthyleine Erhöhung der Palladiumsalzkonzentration in der 5° benzylammoniumhalogenid und Cetyldimethyl-Reaktionslösung. Verwendet man beispielsweise, in benzylammoniumhalogenid.
Übereinstimmung mit früheren Vorschlägen, ein
beobachtende große katalytische Aktivität ist vermutlich auf den sich zusammen mit dem Kupfersalz bil- 2. N-Benzyl-quarternäre Ammoniumhalogenide, wie denden Komplex zurückzuführen und nicht etwa auf Trimethylbenzylammoniumhalogenid, Triäthyleine Erhöhung der Palladiumsalzkonzentration in der 5° benzylammoniumhalogenid und Cetyldimethyl-Reaktionslösung. Verwendet man beispielsweise, in benzylammoniumhalogenid.
Übereinstimmung mit früheren Vorschlägen, ein
Palladiumsalz und ein Kupfersalz als Katalysatoren 3. Quarternäre Ammoniumhalogenide mit einem
und gibt zu diesen weiteres Alkalisalz zu, so läßt sich stickstoffhaltigen Kern, wie Butylpyridiniumhalo-
hierdurch die Palladiumsalzkonzentration im Reak- 55 genid, Laurylpyridiniumhalogenid, 2-Dodecyl-
tionssystem erhöhen, ohne daß hierdurch eine wesent- isochinoliniumhalogenid, Cetylpyridiniumhaloge-
liche Erhöhung der katalytischen Aktivität eintritt. nid, Methoxymethylpyridiniumhalogenid und Me-
Es ist außerordentlich überraschend, daß gemäß der thoxycetylpyridiniumhalogenid.
Erfindung durch Verwendung der im einzelnen erwähnten quarternären Organoammoniumverbindung 60
Erfindung durch Verwendung der im einzelnen erwähnten quarternären Organoammoniumverbindung 60
unter Bildung eines in dem Reaktionssystem löslichen B. Unter die quarternären Ammoniumhydroxyde der
Komplexes des Palladiumsalzes und der Ammonium- Formel R1R2R3R4NOH, in der R1, R2, R3 und R4
verbindung die katalytische Aktivität bedeutend die obigen Bedeutungen besitzen, fallen die folgenden
erhöht wird, obwohl durch andere Maßnahmen zur zwei Verbindungsgruppen:
Erhöhung der Löslichkeit des Palladiumkatalysators 65
Erhöhung der Löslichkeit des Palladiumkatalysators 65
im Reaktionssystem diese erwünschte Wirkung nicht ^ 1. Aliphatische quarternäre Ammoniumhydroxyde,
erzielbar ist. Es wurde nämlich gefunden, daß bei wie Tetramethylammoniumhydroxyd, Tetraäthyl-Erhöhung
der Löslichkeit von Palladiumchlorid in ammoniumhydroxyd, Tetrabutylammoniumhy-
droxyd, 2-Hydroxyäthyltrimethylammoniumhydroxyd
[(CHg)3NCH2CH2OH]+OH-,
Dimethyl -2 - hydroxyäthyl - dodecylammoniumhy droxyd
[C12H25N(CH3)2CH2CH2OH]+OH-
Methyl-beta-N-methyl-N-dodecyl-aminopropionat
betainhydrat
[C12H25N(CHa)2CH2CH2COOH]+OH-.
2. N-Phenyl und benzyl-quarternäre Ammoniumhydroxyde,
wie Dimethyl-2-hydroxyäthyl-phenylammoniumhydroxdy
[C6H5N(CHg)2CH2CH2OH]+OH-
und Trimethylbenzylammoniumhydroxyd [C6H5CH2N(CH3)3]+OH-
C. Unter die Betaine und deren Derivate der Formel R5ReR7N(CH2)re+COO-undR5R6R7N+CH(R8)COO-,
in denen R5, R6, R7, R8 und η die obigen Bedeutungen
besitzen, fallen die folgenden Verbindungsgruppen:
1. Betaine oder deren Derivate, die allgemein als amphotere oberflächenaktive Stoffe bekannt sind,
wie Betain
(CHa)3N+CH2COO-
Myristylbetain
(CHs)3N+CH(C14H29)COO-
und N-Hexadecyloxymethyl-NjN-dimethylbetain
CMH33OCH2N+(CH3)2CH2COO-.
2. Die Umsetzungsprodukte von tertiären Aminen mit beta-Propiolacton, wie Methyl-beta-(N-methyl-N-dodecyl)-aminopropionatbetaine
C12H25N+(CHg)2CH3CH2COO-
und Methyl-beta-N-methyl-N-benzyl-ammopropionatbetain
C6H5CH2N+(CHa)2CH2CH2COO-sowie
deren Hydrohalogenide.
D. Unter die Amin-N-oxyde der Formel R9R10R11N ->
O5
in der R9, R10 und R11 die obigen Bedeutungen besitzen,
und deren Hydrohalogenide fallen die folenden drei Verbindungsgruppen:
1. Aliphatische Amin-N-oxyde, wie Trimethylamin-N-oxyd, und deren Hydrohalogenide.
2. Aromatische Amin-N-oxyde, wie Dimethylanilin-N-oxyd und Dimethylbenzylanilin-N-oxyd, und
deren Hydrohalogenide.
3. Cyclische Stickstoffverbindungen, wie Pyridin-N-oxyd, und deren Hydrohalogenide.
ίο Die Anwendungsmenge dieser quarternären Organoammoniumverbindungen
liegt normalerweise zweckmäßig zwischen 0,001 und 1,0 Mol pro 1000 ml aliphatischer Monocarbonsäure. Gewöhnlich verwendet
man ein Chlorid als quarternäres Ammoniumhalogenid, man kann aber auch Bromide oder Jodide
verwenden. Das Halogenion der Hydrohalogenide der Amin-N-oxyde besteht gewöhnlich aus Chlorionen,
es können aber auch Brom- oder Jodionen verwendet werden. Ferner können die Hydrohalogenide
der Amin-N-oxyde, an Stelle des direkten Zugebens in Salzform, als wäßrige Lösung eines Amin-N-oxyds
und eines Hydrohalogenids zugegeben und die Salzbildung in der Reaktionszone vollzogen werden.
Normalerweise wird der Komplex in einem Verhältnis Palladiumsalz zu quarternärer Organoammoniumverbindung
von 1: 2 gebildet; es tritt aber auch eine merkliche Reaktionsbeschleunigung ein, wenn
der Komplex, einer der in dem erfindungsgemäßen Katalysator verwendeten Bestandteile, in dem Reaktionssystem
gebildet wird, indem man die Organoammoniumverbindung und das Palladiumsalz in einem
gßröeren oder geringeren als dem obengenannten Verhältnis zugibt, falls diese Menge zur Bildung der
erfindungsgemäßen Komplexe ausreicht.
Gewöhnlich wird Palladiumchlorid als das Palladiumsalz verwendet, es lassen sich aber auch andere
Palladiumhalogenide, wie Palladiumbromid oder Palladiumjodid oder Carbonsäuresalze des Palladiums,
wie Palladiumacetat, in ähnlicher Weise verwenden.
4u Unter den Kupfersalzen erzielt man mit Kupfer-(II)-acetat
die besten Ergebnisse, man kann aber auch Kupfer-(II)-chlorid und verschiedene andere Kupfersalze
verwenden. Falls man Carbonsäuresalze von Palladium und Kupfer verwendet, kann man diese
entweder in Form von Salzen in den Carbonsäuren auflösen oder ein Metall oder eine Verbindung zu der
Carbonsäure zugeben, aus denen sich dann das entsprechende Carbonsäuresalz bildet. Die Menge des zu
verwendenden Kupfersalzes und des Komplexes des Palladiumsalzes mit der quarternären Organoammoniumverbindung
sind nicht kritisch, normalerweise verwendet man aber vorzugsweise nicht mehr als
0,4 Mol Palladiumsalz, berechnet als solches, und nicht mehr als 1,6 Mol Kupfersalz pro 1000 ml Carbonsäure.
Falls man in dem Katalysator gemeinsam Alkalihalogenide und/oder Alkalisalze von Carbonsäuren
zusammen mit Palladium- und Kupfersalzen und den quarternären Organoammoniumhalogeniden, Betain
oder Amin-N-oxyden verwendet, so tritt eine beachtliche reaktionsbeschleunigende Wirkung ein. Als
Alkalihalogenide können Chloride, Bromide oder Jodide von Lithium oder Natrium verwendet werden.
Als Alkalisalze von Carbonsäuren werden gewöhnlieh die Carbonsäuresalze von Lithium und Natrium
verwendet. Die angewandten Mengen an Alkalihalogeniden und -carbonsäuresalzen sind ebenfalls
nicht besonders kritisch; die gewöhnlich angewandent
Mengen liegen jeweils unter 1,0 und 6,0 Mol pro 1000 ml Carbonsäurelösung.
Obwohl die Umsetzung bei Zimmertemperatur oder darüber durchgeführt werden kann, bevorzugt
man allgemein eine Reaktionstemperatur zwischen 50 und 140° C. Der Druck, bei dem die Reaktions durchgeführt
wird, ist ebenfalls keineswegs kritisch; man kann daher bei normalem Atmosphärendruck oder
darüber arbeiten. Da sich aber die Reaktionsgeschwindigkeit mit zunehmendem Reaktionsdruck erhöht,
führt man die Reaktion vorzugsweise unter Überatmosphärendruck durch. Das Molverhältnis des
Olefins und Sauerstoffs wird entsprechend den Reaktionsbedingungen und unter Berücksichtigung der
Explosionsgrenze gewählt, wobei allgemein ein Molverhältnis in der Größenordnung von 1 bis 10 Mol
Olefin pro Mol Sauerstoff zweckmäßig angewandt wird.
B e i s ρ i e 1 e 1 bis 19
Ein mit einem elektromagnetischen Rührer versehener und mit Titan ausgekleideter 500-ml-Autoklav
mit Rückflußkühler und Gaseinlaßleitung wurde mit 200 ml Essigsäure, 0,01 Mol Palladiumchlorid, 0,04
Mol Kupfer-(II)-acetat und einer in Tabelle I aufgeführten quarternären Organoammoniumverbindung,
die einen Komplex mit dem Palladiumchlorid bildet, beschickt. Der Autoklav wurde verschlossen und auf
8O0C erhitzt, und dann wurde 3 Stunden lang eine
Gasmischung aus Äthylen und Sauerstoff im Verhältnis von 5:1 in einer Menge von 100 ml pro
Minute eingeleitet. Das Gas wurde kontinuierlich ausgetragen, so daß der Druck in dem Reaktionssystem
während der Reaktion jeweils 10 Atmosphären betrug. Nach Beendigung der Reaktion wurde der Autoklav
abgekühlt und das Reaktionsprodukt nach dem Öffnen entfernt. Das aus dem Autoklav ausgetragene Gas wurde
durch vier hintereinandergeschaltete und mit Trockeneis gekühlte Fallen geleitet und der in diesen
Fallen während der Reaktion aufgefangene Acetaldehyd wurde zu dem obigen Reaktionsprodukt zugegeben.
Dieses wurde dann gaschromatographisch untersucht und die in dem Produkt vorhandenen
Mengen an Vinylacetat und Acetaldehyd wurden quantitativ bestimmt. Die Ergebnisse sind in der Tabelle I
zusammengestellt.
In der Tabelle I sind ferner die Ergebnisse von Vergleichsversuchen
aufgeführt, bei denen die Versuche unter identischen Bedingungen, aber ohne Zugabe
einer quarternären Organoammoniumverbindung durchgeführt wurden (Vergleichsversuche (1 bis 4).
| Zusatz | kein Zusatz | I Ange | i | 0,02 | Reaktions | Acetal | |
| Bei | Ammoniumchlorid | wandte | produkt | dehyd | |||
| spiel | Pyridinhydrochlorid | Menge | ; 0,02 | Vinyl | g | ||
| Verbindung | Ammoniumacetat | Mol | acetat | 3,5 | |||
| 0,02 | 0,02 | g | |||||
| 1 | Tetraäthylammo | 27,9 | 10,1 | ||||
| niumchlorid | 0,02 | ||||||
| 2 | Trimethylbenzyl- | 30,2 | 1,6 | ||||
| ammoniumchlorid | |||||||
| 3 | Triäthylbenzylammo- | 0,02 | 19,9 | 5,4 | |||
| niumjodid | |||||||
| 4 | Cetylpyridinium- | 36,2 | 7,1 | ||||
| chlorid | 0,02 | ||||||
| 5 | 2-Hydroxyäthyltrime- | 31,7 | |||||
| thylammonium- | 9,8 | ||||||
| hydroxyd | |||||||
| 6 | Dimethyl-2-hydroxy- | 0,02 | 33,1 | ||||
| äthyldodecylammo- | 5,6 | ||||||
| niumhydroxyd | 0,02 | ||||||
| 7 | Methyl-beta-N-me- | 0,02 | 26,9 | ||||
| thyl-N-dodecylamino- | 0,02 | ||||||
| propionatbetain- | 6,4 | ||||||
| hydrat | |||||||
| 8 | Trimethylbenzyl- | 0,02 | 29,5 | 1,5 | |||
| ammoniumhydroxyd | 1,1 | ||||||
| 9 | Betain | 15,0 | 2,1 | ||||
| 10 | Palmitylbetain | 0,01 | 16,1 | ||||
| 11 | N-Hexydecyloxyme- | 0,02 | 15,7 | ||||
| thyl-N,N-dimethyl- | 0,04 | 4,1 | |||||
| betain | 0,02 | ||||||
| 12 | Methyl-beta-N-methyl- | 26,7 | |||||
| N-dodecylamino- | 0,02 | 2,0 | |||||
| propionatbetain | 2,4 | ||||||
| 13 | Trimethylaminoxyd | 11,8 | 6,3 | ||||
| 14 | Trimethylaminoxyd | 0,02 | 20,0 | 6,8 | |||
| 15 | Trimethylaminoxyd | 0,02 | 25,1 | ||||
| 16 | Trimethylaminoxyd- | 25,0 | 1,8 | ||||
| hydrochlorid | |||||||
| 17 | Dimethylbenzyl- | — | 18,2 | ||||
| aminoxydhydro- | 0,03 | 0,8 | |||||
| chlorid | 0,02 | 1,6 | |||||
| 18 | Pyridinoxyd | 0,04 | 7,4 | ||||
| 19 | Pyridinoxydhydro- | 7,9 | |||||
| chlorid | 0,4 | ||||||
| Vergleichsversuch | Spuren | ||||||
| 1 | 1,7 | 0,4 | |||||
| 2 | Spuren | 0,02 | |||||
| 3 | 4,0 | ||||||
| 4 | 2,0 |
Beispiele 20 bis
Ein mit einem elektromagnetischen Rührer ausgestatteter und mit Titan ausgekleideter 500 ml Autoklav
mit Rückflußkühler und Gaseinlaßleitung wurde mit 200 ml Essigsäure, 0,01 Mol Palladiumchlorid,
0,04MoI Kupfer(II)-acetat und einer in Tabelle II aufgeführten quarternären Organoammoniumverbindung,
die mit dem Palladiumchlorid einen Komplex bildet, beschickt. Der Autoklav wurde verschlossen und
auf 80°C erhitzt, und dann wurde 3 Stunden lang eine Gasmischung aus Propylen und Sauerstoff im Verhältnis
von 5:1 in einer Menge von 100 ml pro Minute eingeleitet.
Während der Reaktion wurde das Gas kontinuierlich ausgetragen, so daß der Druck in dem Reaktionssystem
eine Atmosphäre betrug. Nach Vervollständigung der Reaktion und Abkühlen des Autoklavs
wurde dieser geöffnet und das Reaktionsprodukt herausgenommen. Das aus dem Autoklav ausgetragene
Gas wurde durch zwei hintereinandergeschaltete und gründlich mit einem Trockeneis-Aceton-Bad gekühlte
Fallen geleitet und so das während der Reaktion gebildete Aceton aufgefangen; dieses wurde dann zu
dem obengenannten Reaktionsprodukt zugegeben. Die Mengen an Propenylacetal und Aceton im Reaktionsprodukt
wurden gaschromatographisch quanti-
109524/377
ίο
tativ bestimmt. Die Erebnisse sind in der Tabelle II aufgeführt.
In der Tabellen sind außerdem die experimentellen
Ergebnisse eines Versuchs aufgeführt, der unter identischen Bedingungen wie oben, jedoch ohne Zusatz
einer quarternären Organoammoniumverbindung, durchgeführt wurde (Vergleichsversuch 5).
| Zusatz | kein Zusatz | Angewandte | n-Propenyl- acetat |
Reaktionsprodukt, Mol | Allyl acetat |
Insgesamt | 0,260 | Aceton | |
| Bei | Menge Mol |
0,102 | Propenylacetat | 0,009 | 0,224 | 0,177 | 0,185 | ||
| spiel | Verbindung | 0,02 | 0,104 | Isopropenyl- acetat |
0,009 · 0,225 | 0,174 | 0,166 | ||
| 20 | Tetraäthylammoniumchlorid | 0,02 | 0,103 | 0,113 | 0,009 0,222 | 0,155 | |||
| 21 | Trimethylbenzylammoniumchlorid | 0,02 | 0,115 | 0,112 | 0,011 j 0,253 | 0,203 | 0,226 | ||
| 22 | Triäthylbenzylammoniumchlorid | 0,02 | 0,127 | 0,110 | 0,009 | 0,120 | 0,164 | ||
| 23 | Butylpyridiniumchlorid | 0,02 | 0,090 | 0,127 | 0,009 | 0,127 | 0,116 | ||
| 24 | Cetylpyridmiumchlorid | 0,02 | 0,076 | 0,124 | 0,008 | 0,180 | 0,091 | ||
| 25 | 2-Hydroxyäthyltrirnethylammonium- hydroxyd Dimethyl-2-hydroxyäthyl-dodecyl- |
0,02 | 0,078 | ||||||
| 26 | ammoniumhydroxyd | 0,098 | 0,090 | 0,009 | 0,212 | 0,104 | |||
| Trimethylbenzylammoniumhydroxyd | 0,02 | 0,035 | 0,004 | 0,144 | 0,032 | ||||
| 27 | Betain | 0,02 | 0,036 | 0,095 | 0,005 | 0,063 | |||
| 28 | N-Hexadexyloxymethyl-NjN-di- methylbetain Methyl-beta-N-methyl-N-benzyl- |
0,02 | 0,077 | 0,081 | 0,011 | 0,064 | 0,065 | ||
| 29 | aminopropionatbetain | 0,02 | 0,086 | ||||||
| 30 | Trimethylamin-N-oxydhydrochlorid | 0,104 | 0,092 | 0,004 | 0,066 | 0,162 | |||
| Dimethylbenzylamin-N-oxyd- | 0,02 | 0,047 | 0,005 | 0,040 | |||||
| 31 | hydrochlorid | 0,02 | 0,104 | ||||||
| 32 | Pyridin-N-oxyd | 0,006 | 0,092 | 0,001 | 0,031 | ||||
| Vergleichsversuch | 0,02 | ||||||||
| 33 | 5I | 0,003 | 0,057 | 0,001 | 0,028 | ||||
| — | |||||||||
| 0,062 | |||||||||
Beispiele 34 bis 37
Ein mit einem elektromagnetischen Rührer versehener und mit Titan ausgekleideter Autoklav mit Rückflußkühler
und Gaseinlaßleitung wurde mit 200 ml Propionsäure, 0,01 Mol Palladiumchlorid, 0,04MoI
Kupfer(II)-propionat und einer in Tabelle III aufgeführten quarternären Organoammoniumverbindung,
die mit dem Palladiumchlorid einen Komplex bildet, beschickt. Der Autoklav wurde dann verschlossen
und auf 80° C erhitzt. Dann wurde 3 Stunden lang eine Gasmischung aus Äthylen und Sauerstoff im Verhältnis
9:1 in einer Menge von 100 ml pro Minute eingeleitet. Das Gas wurde kontinuierlich während der
Reaktion ausgetragen, so daß der Druck in dem Reaktionssystem jeweils 10 Atmosphären betrug.
Nach Beendigung der Reaktion wurde der Autoklav gekühlt und anschließend geöffnet und das Reaktionsprodukt herausgenommen. Das aus dem Autoklav
ausgetragene Gas wurde durch zwei hintereinandergeschaltete und gründlich in einem Trockeneis-Aceton-Bad
gekühlte Fallen geleitet und so der während der Reaktion gebildete Acetaldehyd aufgefangen; dieser
wurde dann zu dem obengenannten Reaktionsprodukt zugegeben. Die in dem Reaktionsprodukt vorhandene
Menge an Vinylpropionat und Acetaldehyd wurde gaschromatographisch quantitativ bestimmt. Die Ergebnisse
sind in der Tabelle III aufgeführt.
In der Tabelle III sind ferner die experimentellen Ergebnisse eines Versuchs aufgeführt, der unter identischen
Bedingungen wie oben, jedoch ohne Zugabe einer quarternären Organoammoniumverbindung,
durchgeführt wurde (Vergleichsversuch 6).
| Zusatz | kein Zusatz | Ange wandte Menge |
Reaktions produkt |
Acetal dehyd |
|
| Bei spiel |
Verbindung | Mol | Vinyl pro pionat |
g | |
| 0,02 | g | 1,4 | |||
| 34 | Trimethylbenzyl | 27,8 | |||
| ammoniumchlorid | 0,02 | 1,6 | |||
| 35 | 2-Hydroxyäthyltri- | 26,6 | |||
| methylammonium- | |||||
| hydroxyd | 0,02 | 1,0 | |||
| 36 | Betain | 0,02 | 10,8 | 4,8 | |
| 37 | Trimethylaminoxyd | 33,5 | |||
| Vergleichsversuch | — | 0,3 | |||
| 6 | 1,6 |
B e i s ρ i e 1 e 38 bis 41
Ein mit einem elektromagnetischen Rührer versehener und mit Titan ausgekleideter 500-ml-Autoklav
mit Rückflußkühler und Gaseinlaßleitung wurde mit 200 ml einer in Tabelle IV aufgeführten aliphatischen
Carbonsäure, 0,01 MoI Palladiumchlorid, 0,04 Mol Kupfer(II)-chlorid und 0,02 Mol Cetylpyridiniumchlorid
beschickt. Dann wurde der Autoklav verschlossen und auf 80° C erhitzt, und anschließend wurde 3 Stunden
lang eine Gasmischung aus Äthylen und Sauerstoff im Verhältnis von 5:1 in einer Menge von 100 ml pro
Minute eingeleitet. Das Gas wurde kontinuierlich ausgetragen, so daß der Druck in dem Reaktionssystem
während der Reaktion jeweils 10 Atmosphären betrug.
Nach Beendigung der Reaktion wurde der Autoklav gekühlt und geöffnet und das Reaktionsprodukt herausgenommen.
Das aus dem Autoklav ausgetragene Gas wurde durch vier hintereinandergeschaltete und
mit Trockeneis gekühlte Fallen geleitet. Der in diesem Fallen während der Reaktion aufgefangene Acetaldehyd
wurde zu dem obengenannten Reaktionsprodukt hinzugegeben. Die Menge des in dem Reaktionsprodukt
vorhandenen Vinylesters und Acetaldehyde wurde gaschromatographisch quantitativ analysiert.
Die Ergebnisse sind in der Tabelle IV aufgeführt.
| Aliphatische Carbonsäure | Reaktionsprodukt | Acetal dehyd |
|
| Beispiel | Vinyl ester |
g | |
| n-Buttersäure | g | 9,7 | |
| 38 | iso-Buttersäure | 50,8 | 15,2 |
| 39 | Valeriansäure | 41,2 | 10,5 |
| 40 | Capronsäure | 55,3 | 12,3 |
| 41 | 60,8 | ||
Beispiele 42 bis 50
Die Beispiele 1 bis 19 wurden wiederholt, mit der Ausnahme, daß als quarternäre Organoammoniumverbindungen,
die Komplexe mit dem Palladiumchlorid bilden, die in Tabelle V aufgeführten Verbindungen
an Stelle der in Tabelle I aufgeführten Verbindungen verwendet wurden; ferner wurden Carbonsäuresalze
und/oder Halogenide von Alkalimetallen, wie in der Tabelle aufgeführt, zugegeben. Die Versuche
wurden im übrigen, wie in den Beispielen 1 bis 19 beschrieben, durchgeführt. Die Ergebnisse sind
in der Tabelle V zusammengestellt.
In der Tabelle V sind ferner die Ergebnisse von Versuchen zusammengestellt, die unter identischen Bedingungen
wie oben beschrieben, jedoch ohne Zugabe von quarternären Ammoniumverbindungen durchgeführt
wurden (Vergleichsversuche 7 bis 9).
| Tabelle ^ | Lithiumacetat Natriumchlorid Lithiumchlorid |
Ange wandte Menge Mol |
Real prc Vinyl acetat g |
ctions- dukt Acetal dehyd i g |
|
| Bei spiel |
Zusätze Verbindung |
0,02 0,30 0,02 |
36,1 | 15,9 I |
|
| 42 IO |
Triäthylbenzylammo- niumchlorid Lithiumacetat Lithiumchlorid |
0,02 0,30 |
38,5 | 10,7 | |
| 43 | Cetylpyridinium chlorid Lithiumacetat |
0,02 0,02 |
| 37,0 | 13,5 | |
| 15 44 | Cetylpyridinium chlorid Lithiumchlorid |
0,02 0,02 |
} 21,7 | 3,7 | |
| 45 20 |
Palmitylbetain Natriumchlorid |
0,02 0,30 |
28,5 | 8,7 | |
| . 46 | N-Hexadecyloxy- methyl-N,N-dime- thyl-betain Natriumchlorid |
0,02 0,02 |
I 25,2 | 4,2 | |
| 25 47 | Methyl-beta-N-me- thyl-N-benzylamino- propionatbetain Natriumchlorid |
0,02 0,02 |
}27,5 | 8,0 | |
| 3° 48 | Triäthylaminoxyd Lithiumchlorid |
0,02 0,02 |
33,0 | 9,7 | |
| 49 35 |
Dimethylbenzylamin- oxydhydrochlorid Natriumchlorid |
0,02 0,02 |
J21,7 | 3,7 | |
| 50 | Pyridinoxyd Natriumchlorid |
||||
| Vergleichsversuch | 0,02 0,02 0,02 |
10,6 13,5 11,2 |
0,6 6,4 1,3 |
||
| 40 7 8 9 |
Beispiele 51 bis
Die Versuche wurden in gleicher Weise, wie in den Beispielen 20 bis 33 beschrieben, durchgeführt, mit
der Ausnahme, daß als quarternäre Organoammoniumverbindungen, die Komplexe mit Palladiumchlorid
bilden, die in Tabelle VI aufgeführten Verbindungen an Stelle der in Tabelle II aufgeführten Verbindungen
verwendet wurden und außerdem Carbonsäuresalze und/oder Halogenide von Alkalimetallen zugegeben
wurden. Die hierbei erzielten Ergebnisse sind in der Tabelle VI zusammengestellt.
| Zusätze | Lithiumchlorid | Angewandte | n-Propenyl- acetat |
0,033 | Reaktionsprodukt, Mol | Allyl acetat |
Insgesamt | Aceton | |
| Bei | Natriumchlorid | Menge Mol |
j 0,129 | 0,058 | Propenylacetat | 0,010 | 0,245 | 0,266 | |
| spiel | Verbindung | Lithiumacetat | 0,02 0,02 |
1 152 | 0,055 | Isopropenyl- acetat |
0,011 | 0,289 | 0,175 |
| 51 | Cetylpyridiniumchlorid Lithiumchlorid |
Lithiumchlorid | 0,02 0,30 |
1 | 0,078 | 0,106 | |||
| 52 | Cetylpyridiniumchlorid Lithiumacetat |
Lithiumacetat | 0,02 | \ 0,109 | 0,078 | 0,126 | 0,007 | 0,229 | 0,220 |
| 53 | Methyl-beta-N-methyl-N-dodecyl- | J | |||||||
| aminopropionatbetain | 0,02 | 0,113 | |||||||
| Lithiumchlorid | 0,002 | 0,121 | 0,027 | ||||||
| Vergleichsversuch | 0,02 | 0,002 | 0,146 | 0,091 | |||||
| 10 | 0,02 | 0,086 | 0,008 | 0,108 | 0,066 | ||||
| 11 | 0,30 | 0,086 | 0,005 | 0,131 | 0,173 | ||||
| 12 | 0,02 | 0,045 | 0,005 | 0,131 | 0,173 | ||||
| 13 | 0,30 | 0,048 | |||||||
| 0,048 | |||||||||
In der Tabelle VI sind ferner die Ergebnisse von Versuchen zusammengestellt, die unter identischen Bedingungen,
jedoch ohne Zugabe der quarternären Organoammoniumverbindung, durchgeführt wurden (Vergleichsversuche
10 bis 13).
Beispiele 54 bis 56
Diese Versuche wurden unter identischen Reaktionsbedingungen wie in den Beispielen 34 bis 37 durchgeführt,
jedoch mit der Ausnahme, daß als quarternäre Organoammoniumverbindungen, die Komplexe
mit Palladiumchlorid bilden, die in der Tabelle VII aufgeführten Verbindungen an Stelle der in der Tabelle
III aufgeführten Verbindungen verwendet wurden und außerdem Carbonsäuresalze und/oder Halogenide
von Alkalimetallen zugefügt wurden. Die hierbei erzielten Ergebnisse sind in der Tabelle VII zusammengestellt.
In der Tabelle VII sind außerdem die Ergebnisse von Versuchen zusammengestellt, die unter identischen
Bedingungen, wie oben beschrieben, jedoch ohne Zugäbe der quarternären Organoammoniumverbindungen,
durchgeführt wurden (Vergleichsversuche 14 bis 16).
| Zusätze | Angewandte | J | Reaktionsprodukt | Acetaldehyd | |
| Menge | g | ||||
| Verbindung | Mol | Vinylpropionat | |||
| J | g | 6 5 | |||
| Beispiel | 0,02 | ||||
| 54 | Cetylpyridiniumchlorid | 0,02 | 1 35 2 | ||
| Lithiumchlorid | |||||
| Vergleichs | 0,7 | ||||
| versuch | 0,02 | ||||
| 14 | Lithiumchlorid | 10,5 | 1 9 | ||
| Beispiel | 0,02 | ||||
| 55 | Cetylpyridiniumchlorid | 0,30 | on λ | ||
| Lithiumpropionat | |||||
| Vergleichs | 1,2 | ||||
| versuch | 0,30 | ||||
| 15 | Lithiumpropionat | 8,0 | |||
| Beispiel | 0,02 | 1.0,6 | |||
| 56 | Cetylpyridiniumchlorid | 0,02 | |||
| Lithiumchlorid | 0,30 | 40,4 | |||
| Lithiumpropionat | |||||
| Vergleichs | 'S 0 | ||||
| versuch | 0,02 | J,U | |||
| 16 | Lithiumchlorid | 0,30 | τς ι | ||
| Lithiumpropionat | |||||
Claims (5)
1. Verfahren zur Herstellung von Vinyl- und Propenylestern aliphatischer Monocarbonsäuren
durch Umsetzung von Äthylen und Propylen mit aliphatischen Monocarbonsäuren in Gegenwart
von Sauerstoff oder sauerstoffhaltigen Gasen unter Anwendung eines Palladiumsalzes und eines Kupfersalzes
als Katalysator, dadurch gekennzeichnet, daß man die Reaktion in Gegenwart
eines gegebenenfalls in situ gebildeten, unter den Reaktionsbedingungen in einer Carbonsäure löslichen
Komplexes aus einem Palladiumsalz und einer quarternären Organoammoniumverbindung,
die keinen Wasserstoff direkt am Stickstoff gebunden enthält, durchführt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als quarternäre Organoammoniumverbindung
ein quarternäres Organoammoniumhalogenid der Formel
R1R2R3R1NX (1)
verwendet, wobei R1 bis R4 gleich oder verschieden
sein können und je eine C1- bis C18-Alkylgruppe,
eine Alkylgruppe, die eine oder mehrere Ätherbindungen oder Hydroxylgruppen oder Carboxylgruppen
enthält, die Phenylgruppe oder die Benzylgruppe darstellen und wobei R1 bis R3 und N
eine cyclische Stickstoffverbindung bilden können und X ein Halogenatom bedeutet.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man als
quarternäre Organoammoniumverbindung ein quarternäres Organoammoniumhydroxyd der Formel
R1R2R3R4NOH
verwendet, wobei R1 bis R4 gleich oder verschieden
sein können und je eine C1- bis C18-Alkylgruppe,
eine Alkylgruppe, die eine oder mehrere Ätherbindungen oder Hydroxylgruppen oder Carboxylgruppen
enthält, oder die Benzylgruppe darstellen und wobei R1 bis R3 und N eine heterocyclische
Stickstoffverbindung bilden können.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man als
quarternäre Organoammoniumverbindung ein Betain oder Derivate davon gemäß den Formeln
oder
R5R6R7N(CH2)^COO
(3)
R5R6R7NCH(R8)COO (4)
verwendet, wobei R3 bis R7 gleich oder verschieden
15 16
sein können und je eine C1- bis C18-Alkylgruppe, N-oxyde oder Halogenwasserstoffverbindungen
eine Alkylgruppe mit einer Ätherbindung oder die derselben gemäß der Formel
Benzylgruppe bedeuten, R8 eine Alkylgruppe mit
1 bis 18 Kohlenstoffatomen darstellt und η eine R9R10R11NO (5)
ganze Zahl von 1 bis 3 bedeutet. 5
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden An- verwendet, wobei R9 bis Rn gleich oder verschieden
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß man als sein können und je eine C1-bis C3-Alkylgruppe oder
quarternäre Organoammoniumverbindung Amin- die Phenylgruppe oder Benzylgruppe bedeuten.
109524/377
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Cited By (1)
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- 1966-08-26 GB GB38477/66A patent/GB1145185A/en not_active Expired
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB1145185A (en) | 1969-03-12 |
| US3609180A (en) | 1971-09-28 |
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