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Potentiometer, mit auf einer Isolierstoffunterlage
aufgebrach-
ten Widerstandsbahn. Die vorliegende Erfindung bezieht
sich auf ein Potentiometer, mit auf einer Isolierstoffunterlage aufgebrachten, aus
wenigstens zwei Widerstandsschichten verschiedener Zeitfähigkeit bestehenden Widerstandsbahn
und exponentiellem Verlauf der abzugreifenden Spannung längs der Widerstandsbahn.
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Es ist bereits bekannt, Potentiometer herzustellen, deren exponentieller
Verlauf dadurch erzeugt wird, dass die Widerstandsbähn. in ihrer Breite von Anfang
zum Ende hin stark verjüngt wird..,Hierdurch kann der exponentielle Verlauf der
abzugreifenden Spännung eingestellt werden. 'Es ist auch bereits bekannt, zur Erzeugung
eines exponentiellen Verlaufs die Breite der Widerstandsbahn konstant zu halten
und die Widerstandsbahn. aus einzelnen Widerstandsschichtabschnitten herzustellen,
die in ihrer Zeitfähigkeit derart aufeinander abgestuft sind, dass die sich ergebende
Kurve einen annähernd exponentiellen Verlauf aufweist. Die erstere Anordnung hat
dabei den Nachteil, dass bei sehr stark exponentiellem 'Anstieg der Kurve U = f
(s) die Breite der Widerstandsbahn am Anfang relativ gross und am Ende sehr klein
ist. Beispielswäise ist das Ende nur 1l10 der Anfangsbreite. Im zweiten Fall erhält
man zwar eine gleichbleibende Breite der Widerstandsbahn, jedoch ergeben sich, auch
wenn die einzelnen Widerstandsschichten sich überlappen, Sprünge oder Knickstellen
im Kurvenverlauf.
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Es ist daher Aufgabe 'der-.!Erfindung, eine Widerstandsbahn fair ein
Potentiometer zu erhalten, bei dem am Anfang und am Ende-eine genügende Breite vorhanden
ist, so dass gegebenenfalls zwei nebeneinander verlaufende Schleifer vorgesehen
werden können und ausserdem innerhalb der Widerstandsbahn, auf der die Schleifer
bewegt werden, keinerlei Schichtübergänge zu erhalten.
Diese Aufgabe
wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die. mit dem Schleifkontakt zusammenwirkende
Widerstandsschicht durchgehend ausgebildet ist und im Anfangsberdich wenigstens
an einer Seite eine zweite Widerstandsschicht mit einem wesentlich niedrigeren Widerstandswert
pro Flächeneinheit als demjenigen der ersten Widerstandsschicht angeordnet ist,
dass anschliessend die erste Widerstandsschicht zum Ende der Widerstandsbahn hin
breiter und zumindest annähernd entsprechend dieser Verbreiterung dieser ersten
Widerstandsschicht die zweite Widerstandsschicht schmaler wird und schliesslich
vor dem Ende der ersten Widerstandsschicht ganz endet, und dass der Anfang und das
Ende der Widerstandsbahn über ihre gesamte Breite kontaktiert sind.
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Hierdurch ist es entsprechend der Verbreiterung bzw. der Verringerung
der Breite der beiden Snhichten und entsprechend dem Verhältnis der Widerstandswerte
pro Flächeneinheit der beiden Widerstandsschichten möglich, einen gewünschten exponenti
e llen Verlauf der Spannungskurve zu erhalten, während die Breite derjenigen Widerstandsschicht,
auf der der bzw. die Schleifer bewegt werden, relativ gross bleibt und innerhalb
dieser Schicht keine Sprungstellen durch Schichtänderungen-auftreten.
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Weitere vorteilhafte Einzelheiten der Erfindung sind nächfolgend anhand
eines in der nachfolgenden Zeichnung veranschaulichten Ausführungsbeispiels beschrieben.
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Mit 1 ist eine Isolierstoffträgerplatte bezeichnet, auf der amfA.:v
unteren Ende eine Köntaktschicht 2 angeordnet ist. An diese sc-hliesst sich eine
erste Widerstandsschicht 3 an, die sich über die gesamte Länge 4 der Widerstandsbahn
bis zur anderen Kontaktschicht 5 erstreckt. Auf dieser ersten Widerstandsschicht
3 kann ein in der Zeichnung nicht dargestellter Schleifkontakt verschoben und an
diesem die Spannung abgegriffen werden. Erfindungsgemäss schliesst an die Kontaktschicht
2 eine zumindest auf einer Seite der ersten Widerstandsschicht verlaufende zweite
Widerstandsschicht 6 an, die nach oben hin keilförmig verläuft und im Endbereich
? der Widerstandsbahn ausläuft. Gemäss der Erfindung ist der Wi$erstandswert pro
Flächeneinheit der beiden Widerstandsschichten wesentlich kleiner als derjenige
der
ersten Widerstandsschicht 3. Beispielsweise beträgt das Verhältnis von R, :R2 bei
quadratischer Abhängigkeit etwa 6:1. Bei einem Ausführungsbeispiel, bei dem eine
quadratische Abhängigkeit der Spannung vom Schleiferweg erzielt wurde, betrug der
Widerstandswert pro Flächeneinheit für R1 etwa 600 kQ und für R2 etwa 100 kQ pro.
Flächeneinheit. Die Länge der Widerstandsbahn betrug ca. 4,7 cm, die Breite ca.
2,0 cm. Der Endbereich 7 war etwa 0,7 cm lang und die durch die zweite Widerstandsschicht
zu beiden Seiten der ersteren vorhandenen Teile waren an der Kontaktschicht 2 etwa
5 mm breit.
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Durch Veränderung der Widerstandsirerte pro Flächeneinheit und der
Keilwinkel bzw. dem Verlauf der Begrenzungslinien zwischen den beiden Widerstandsschichten
3 und 6 ist es möglich, beliebig exponentielle Kurven zu erhalten.
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Das erfindungsgemässe Potentiometer kann anstelle der gezeichneten
länglichen Form auch in Kreisform öder in sonst geeigneter Weise aus einem Isolierstoffträger
angeordnet sein. Insbesondere ist dieser Potentiometerstreifen anwendbar für ein
Potentiometer zur Einstellung der Diodenspannung von Kapazitätsvariationsdioden,
die beispielsweise eine quadratische Abhängigkeit *er Spannung von der Kapazitätaufweisen.
Bei Anwendung des erfindungsgemässen Potentiometers kann daher die Prequenz linear
mit dem Abstand verändert werden. Es eignet sich daher insbesondere zur Abstimmung
von '-Schwingkreisen, insbesondere für Abstimmaggregate vom Empfangsgeräten
der Nachrichtentechnik, wie eie beispielsweise
bei Perasehgeräten
Verwendung finden.
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Vorzugsweise iat.diö Erfindung aavbndbar bei einer Absti»-
und Schaltungseinrichtung nach Patent ........... (Patentanmeldung T 29
657 IYd/21a4), wobei je Potentiometerstreifen zwei voneinander
unabhängige Schleifer vorgesehen sind, deren an ihnen ab-
nehmbare
Spannung zur Steuerung von Kapazitätsvariationsdioden dient.