DE1590615C - Verfahren zur Herstellung kreuzungsfreier, gedruckter Schaltungen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung kreuzungsfreier, gedruckter SchaltungenInfo
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Description
1 2
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstel- leitenden und nichtleitenden vorgelochten Schichten
lung kreuzungsfreier, gedruckter Schaltungen, bei bestehen, durch die zur Herstellung elektrischer
dem eine Anzahl einseitig mit Leiterbahnen ver- Querverbindungen Stäbe gepreßt werden. Die Durch-
sehene Platten oder Schichten übereinandergelegt messer der Bohrungen durch die Isolierschichten
werden und die Querverbindungen unter den Leiter- 5 und die leitenden Platten, die mit den Stäben keine
bahnen der verschiedenen Schichten durch leitende Verbindung herstellen sollen, sind größer gewählt
Stifte erfolgt. als die der übrigen Ausnehmungen. Die Stäbe sind
Bekanntlich müssen gedruckte Schaltungen so aus- mit einem Lötmaterial überzogen und die Verlötung
gebildet sein, daß sich die einzelnen Leitungszüge erfolgt durch Erhitzen des ganzen Schaltungsblocks
nicht kreuzen. Bei komplizierten Schaltungen hat *° (deutsche Auslegeschrift 1 258 942). Alle diese Ver-
diese Forderung nach Kreuzungsfreiheit der ein- fahren zur Herstellung mehrschichtiger Schaltungen
zelnen Leitungszüge häufig eine recht umständliche verlangen eine mechanische und/oder galvanische
Leitungsführung zur Folge, die eine Miniaturisierung Vorbehandlung jeder einzelnen Leiterplatte und eine
derartiger Schaltungen geradezu unmöglich macht, Nachbearbeitung des fertigen Schaltungsblocks, die
besonders wenn man bedenkt, daß die Leitungszüge 15 um so schwieriger und teuer wird, je geringer die
aus Herstellungs- und Sicherheitsgründen eine mini- Abmessungen desselben sind. Auch das Verlöten der
male Breite nicht unterschreiten dürfen. Querverbindungen verlangt einen oder mehrere zu-
Die aus den USA kommende Chicotechnik brachte sätzliche Arbeitsgänge, wobei keine Gewißheit ge-
zwar der Miniaturisierung einen funktioneilen, tech- geben ist, ob wirklich alle Lötstellen einwandfrei
nischen Fortschritt, doch läßt ihre Wirtschaftlichkeit *° abgebunden haben. Dazu besteht die Gefahr, daß
zu wünschen übrig. Bei dieser Technik werden die beim Anlöten von Bauelementen an die eingelöteten
Schaltungen auf eine beidseitig kaschierte dünne Stäbe Lötstellen im Inneren des Schaltungsblocks
Folie aufgedruckt. Je nach Bedarf werden Verbin- wieder aufgehen.
düngen von einer Seite zur anderen galvanisch Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
durchkontaktiert und die fertige Folie in ein Rahm- 25 Verfahren zur Herstellung kreuzungsfreier gedruck-
chen mit Schweißstiften eingeschweißt. ter Schaltungen zu schaffen, welches auch bei gerin-
Die hierbei gewonnene Platzersparnis ist für eine gen Abmessungen eine rationelle und zuverlässige
echte Miniaturisierung gemäß den heutigen Anfor- . Fertigung ermöglicht,
derungen jedoch nicht ausreichend. Das Verfahren sieht gemäß der Erfindung vor, daß
Zur besseren Raumausnutzung von gedruckten 3o die elektrischen Verbindungen zwischen den leiten-Schaltungen
ist z. B. durch die deutsche Auslege- den Stiften und den Leiterbahnen lediglich durch
schrift 1150725 ein weiteres Verfahren bekannt, Einpressen von leitenden Nadeln mit einem konisch
nach dem alle Leitungszüge auf einer Platte mit zugespitzten Ende hergestellt werden, wobei der
einem Anschluß an deren Rand versehen sind. Die Durchmesser der durch die Schichten gehenden Boheinzelnen
Platten werden übereinander angeordnet 35 rungen kleiner bemessen ist als der der Nadeln, und
und ihre Leitungszüge durch entsprechende Lötun- die Nadeln und die Leiterbahnen zumindest im Begen
ihrer Randanschlußpunkte miteinander verbun- reich der Bohrungen vergoldet sind,
den. Dieses Verfahren weist jedoch den Nachteil Das Verfahren gemäß der Erfindung hat unter einer relativ komplizierten Leitungsführung auf jeder anderem die Vorteile, daß eine Vorbehandlung eineinzelnen Platte auf und eignet sich wegen der 40 zelner Leiterschichten oder eine Nachbearbeitung schwierig herzustellenden seitlichen Lötverbindungen einzelner Stellen des fertigen Schaltungsblocks und kaum zur Fertigung großer Stückzahlen. das Weichlöten der Kontaktstellen nicht mehr not-
den. Dieses Verfahren weist jedoch den Nachteil Das Verfahren gemäß der Erfindung hat unter einer relativ komplizierten Leitungsführung auf jeder anderem die Vorteile, daß eine Vorbehandlung eineinzelnen Platte auf und eignet sich wegen der 40 zelner Leiterschichten oder eine Nachbearbeitung schwierig herzustellenden seitlichen Lötverbindungen einzelner Stellen des fertigen Schaltungsblocks und kaum zur Fertigung großer Stückzahlen. das Weichlöten der Kontaktstellen nicht mehr not-
Die deutsche Auslegeschrift 1188 157 beschreibt wendig sind.
ein Verfahren zur Herstellung einer geschichteten Das erfindungsgemäße Verfahren wird nachgedruckten
Schaltungsplatte, bei dem die elektrischen 45 stehend an Hand der Fig. 1 bis 3 näher erläutert
Verbindungen zu den Anschlußstellen durch Anlöten werden. Es zeigt
von Drähten oder Stiften erfolgt. Hierzu muß die Fig. 1 das der Erfindung zugrunde liegende
Schaltungsplatte jeweils bis zu der Schicht, in der Prinzip,
sich eine der Anschlußstellen befindet, freigebohrt Fig. 2 die einzelnen einseitig bedruckten Folien,
werden. Die inneren Verbindungen werden durch 50 F i g. 3 die Zusammenstellung der einzelnen Folien
Verkupfern von Bohrungen hergestellt, welche durch bzw. Plättchen zu einem Leitungsstreifen,
die übereinanderliegenden Anschlußstellungen gehen. In der Darstellung nach F i g. 1 sind die Platten P1
Ein anderes Verfahren zum Aufeinanderschichten und P 2 mit Leiterbahnen Ll und L 2 einer gedruck-
mehrerer gedruckter Schaltungen nach der USA.- ten Schaltung versehen; Die Stärke der Schichten
Patentschrift 3 205 298 sieht eine Innengalvani- 55 kann z.B. 0,1 mm und die der Leiterbahnen 70 μ
sierung der übereinanderliegenden Bohrungen für betragen. An der Stelle, an der die Leiterbahn Ll
die Verbindungsstellen vor, durch die jeweils ein der oberen Platte Pl mit der Leiterbahn L2 der
Stab aus leitendem Material gesteckt und anschlie- unteren Platte P 2 elektrisch verbunden werden soll,
ßend verlötet wird. Bei dem Verfahren nach der sind diese Leiterbahnen mit deckungsgleichen Boh-
Schweizer Patentschrift 415 780 sind die Bohrungen 60 rungen versehen. Durch die Bohrungen wird eine
der aufeinandergeschichteten Platten, die durch einen Nadel N gepreßt, die den elektrischen Kontakt zwi-
Metallstift miteinander verbunden werden sollen, sehen den beiden Leiterbahnen Ll und L2 herstellt,
konisch ausgebildet und mit einem Lötmittel gefüllt. Um eine zuverlässige Kontaktgabe zu erzielen, sind
Nach dem Eindrücken der Metallstifte wird das die Nadeln N und die Leiterbahnen Ll und L2 yerganze
Schaltungspaket in einem Ölbad auf die 65 goldet. Ferner weisen die Bohrungen der Leiter-Schmelztemperatur
des Lötmittels erhitzt. Schließlich bahnen einen kleineren Durchmesser als die Nadel S
ist ein Verfahren zur Herstellung mehrlagiger ge- auf. Der durch das Einpressen derselben entstehende
druckter Schaltungen vorgeschlagen worden, die aus hohe Kontaktdruck mit den Lochrändern beträgt
etwa 2 kg und ist damit etwa hundertmal größer als für eine ausreichende Kontaktgabe notwendig ist.
F i g. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel für den Aufbau und die Bestandteile eines nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren hergestellten Leitungsstreifens. Dieser enthält sechs Platten Fl bis P 6, die als Folien
von je 0,1 mm Stärke ausgebildet 'sind, auf denen sich Leiterbahnen befinden, von denen zumindest
die an den Enden vorgesehenen Ausweitungen A vergoldet sind. Nach oben ist der Leitungsstreifen
durch eine Deckplatte Pa und nach unten durch eine Grundplatte Pg begrenzt. Diese ist ebenfalls mit vergoldeten
Leiterbahnen versehen, die an der aus dem Streifen herausstehenden Kante zu Anschlußflächen B
ausgeweitet sind. *
Zum Einpressen der Nadeln N wird der zusammengelegte
Stapel mit Bohrungen C versehen, die durch die Ausweitungen A an den Enden der Leiterbahnen
und durch die freien Flächen der übrigen Platten gehen.
Das Einpressen der Nadeln erfolgt zweckmäßigerweise gleichzeitig, so daß sich ein Leitungsstreifen
nach F i g. 3 ergibt, bei dem die oben herausstehenden Köpfe der Nadeln gleich hoch sind. Wie bereits
erwähnt, haben die Nadeln einen hohen Kontaktdruck und werden, wie aus F i g. 1 zu ersehen ist,
durch die elastische Eintütung der Folien an den Durchgangsstellen in ihrer Lage festgehalten. Die
unten aus dem Leitungsstreifen herausragenden Nadelspitzen werden nach dem Durchpressen abgeschnitten.
Um das Eindringen von Feuchtigkeit zu den Kontaktstellen zu verhindern, wird der fertige
Leitungsstreifen mit einer geeigneten Masse vakuumgetränkt.
Die Vervollständigung der Schaltung durch Einzelbauelemente und/oder integrierte Schaltungen erfolgt
durch Auflöten oder Aufschweißen derselben auf die Enden der Nadeln. In Fig. 3 ist als Ausführungsbeispiel
hierzu eine integrierte Schaltung F dargestellt, deren Anschlüsse auf die Nadelenden aufgeschweißt
sind. Da sich im Innern des Leitungsstreifens keine Lötstellen befinden, ist die Höhe der
Schweiß- oder Löttemperatur für die Bauelemente nicht kritisch.
Claims (5)
1. Verfahren zur Herstellung kreuzungsfreier, gedruckter Schaltungen, bei dem eine Anzahl einseitig
mit Leiterbahnen versehene Platten oder Schichten übereinandergelegt werden und die
Querverbindungen unter den Leiterbahnen der verschiedenen Schichten durch leitende Stifte erfolgt,
dadurch gekennzeichnet, daß die elektrischen Verbindungen zwischen den leitenden
Stiften und den Leiterbahnen (L 1, L 2) lediglich
durch Einpressen von leitenden Nadeln (N) mit einem konisch zugespitzten Ende hergestellt
wird, wobei der Durchmesser der durch die Schichten (Pa, Pg, Pl bis P 6) gehenden Bohrungen
kleiner bemessen ist als der der Nadeln (JV) und die Nadeln und die Leiterbahnen (L 1, L 2)
zumindest im Bereich der Bohrungen (C) vergoldet sind.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gedruckte Schaltung nach
dem Einpressen der Nadeln (N) im Vakuum getränkt wird.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bauelemente
(F), die durch die gedruckte Schaltung verbunden werden sollen, auf die Enden der Nadeln (N) aufgeschweißt
oder gelötet werden.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die oberste (Pa) und die unterste Schicht (Pg) der gedruckten Schaltung
aus stärkerem Material hergestellt sind.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die unterste Schicht
(Pg) breiter als die übrigen ausgebildet ist und als Anschlußstellen dienende Ausweitungen (B)
der darauf befindlichen Leiterbahnen aufweist
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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