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DE1590345C - Verfahren zum Herstellen elektrischer Verbindungen zwischen gedruckten Schaltungen und Verbindungselemente zum Durchführen des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Herstellen elektrischer Verbindungen zwischen gedruckten Schaltungen und Verbindungselemente zum Durchführen des Verfahrens

Info

Publication number
DE1590345C
DE1590345C DE1590345C DE 1590345 C DE1590345 C DE 1590345C DE 1590345 C DE1590345 C DE 1590345C
Authority
DE
Germany
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connecting elements
connecting element
brazing agent
printed circuits
insulating
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Sidney Kenneth Nashua; Stearns Thomas Hoban Amherst; N.H.; Dahlgren Victor Fritz Chelmsford Mass.; Tally (V.St.A.). HOIr 7-06
Original Assignee
Electro-Mechamsmus Inc., Methuen, Mass. (V.St.A.)
Publication date

Links

Description

I 590 345 *
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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen nannten Art, ist diese Aufgabe erfindungsgemäß da-
gelöteter elektrischer Verbindungen zwischen ge- durch gelöst, daß ein Hartlötmittel verwendet wird
druckten Schaltungen, insbesondere zwischen den ge- und die Verbindungselemente durch einen an ihren
stapelten gedruckten Schaltungen eines sogenannten Enden zu beiden Seiten der Unterlagen zugeführten
Schaltungsmoduls. Bei dem Verfahren werden die 5 kurzen Stromimpuls auf eine das Hartlötmittel, aber'
isolierenden Unterlagen- der Schaltungen im Bereich nicht das Material der Verbindungselemente und der
der Leitungszüge mit durchgehenden Löchern ver- Leitungszüge zum Schmelzen bringende Temperatur
sehen und in die Löcher elektrisch leitende Verbin- erhitzt werden.
dungselemente eingeführt, die mindestens in den an Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erhält man die Leitungszüge angrenzenden Bereichen mit einem io wegen der Verwendung eines Hartlötmittels Verbin-Lötmittel in Berührung gebracht sind. Die Erfindung düngen von großer mechanischer Festigkeit und ausbetrifft außerdem Verbindungselemente zum Durch- gezeichneter elektrischer Sicherheit, und zwar auch führen des Verfahrens. . dann, wenn relativ dünne oder flexible isolierende
Es ist ein obiges Verfahren bekannt, bei welchem Unterlagen verwendet werden. Das Herstellen der die durchgehenden Löcher in den isolierenden Unter- 15 Verbindungen mittels eines kurzen, den Verbindungslagen mehrerer gedruckter Schaltungen mit einem elementen zugeführten Stromimpulses beansprucht Weichlötmittel ausgefüllt und dann die gedruckten nur wenig Zeit und ist mit einfachen Mitteln zu beSchaltungen, nachdem sie mittels einer entsprechen- werkstelligen. Durch den Stromimpuls wird das jeden Vorrichtung zu einem Stapel vereinigt worden weilige Verbindungselement in Bruchteilen einer Sesind, in ein Ölbad eingetaucht werden. Sobald das 20 künde auf eine solche Temperatur erhitzt, daß das Weichlötmittel durch ein langsames Erhitzen des öl- Hartlötmittel schmilzt und das Verbindungselement bades zum Schmelzen gebracht worden ist, werden in mit den unmittelbar benachbarten oder mit ihm in die im Stapel übereinanderliegenden Löcher stiftartige Berührung stehenden Leitungszügen verbindet. Wegen Verbindungselemente eingeführt. Diese sind nach dem der außerordentlichen Kürze der Erhitzung ist dabei Abkühlen des Ölbades in den Löchern verlötet und 25 eine nennenswerte Schädigung oder Veränderung der halten dann die einzelnen gedruckten Schaltungen ■ isolierenden Unterlagen ausgeschlossen, auch wenn zusammen. Dieses Verfahren hat den Nachteil, daß diese aus einem Material. bestehen, das bei längerer das langsame Erhitzen und Abkühlen im ölbad Belastung mit der Schmelztemperatur des verwendeäußerst aufwendig und langwierig ist. Damit Lötmittel ten Hartlötmittels beschädigt würde. Durch eine entaus den Löchern nicht an anderen Stellen der ge- 3° sprechende örtliche Verteilung des Hartlötmittels druckten Schaltungen haftenbleibt, müssen diese vor lassen sich bei dem erfindungsgemäßen Verfahren dem Erhitzen im ölbad mit einem das Lötmittel ab- leicht diejenigen Stellen festlegen, an welchen eine stoßenden Überzug versehen werden, der nach dem Verbindung bewirkt werden soll. Einer besonderen Abkühlen wieder entfernt werden muß. Da der ganze Abdeckung der einzelnen gedruckten Schaltungen Stapel außerdem nach dem Abkühlen vom Öl gerei- 35 oder einer anderen Vorbereitung derselben bedarf es nigt werden muß, sind Zwischenräume zwischen den nicht. Daher können z. B. mehrere gedruckte Schaleinzelnen gedruckten Schaltungen erforderlich. Mit tungen ohne weiteres dicht zu einem Schaltungsmodul dem bekannten Verfahren kann also kein Schaltungs- . gepackt sein.
. modul aus bündig aufeinandergestapelten gedruckten Wegen des hohen Schmelzpunktes ist es bei späte-Schaltungen geschaffen werden. Schließlich bringen'40 ren normalen Lötarbeiten, z.B. zum Anbringen von anschließende Lötarbeiten am fertigen Stapel immer Bauelementen, ausgeschlossen, daß sich die Hartlötdie Gefahr mit sich, daß dabei die Verlötungen der verbindungen wieder lösen oder sich ihr Übergangs-Verbindungselemente in einzelnen Löchern wieder widerstand erhöht. Es ist sogar ohne weiteres möggelöst werden. Hch, für die anschließenden normalen Lötarbeiten ein
Letzteren Nachteil vermeidet ein anderes bekanntes 45 relativ hochschmelzendes Lötmittel zu verwenden. Es Verfahren, bei welchem auf zwei Seiten einer isolie- können daher komplizierte' Schaltungsmodule oder renden Unterlage einander gegenüberliegende Lei- gestapelte gedruckte Schaltungen, z. B. für Raumtungszüge durch eine öffnung in der Unterlage hin- fahrtzwecke, hergestellt werden, die erheblich höheren durch miteinander verschweißt werden. Der Schweiß- . ' Temperaturen standhalten als die bekannten, unter Vorgang wird . mittels zweier Elektroden bewirkt, 50 Verwendung relativ niedrigschmelzender Lötmittel zwischen denen die beiden Leitungszüge gegenein- hergestellten Schaltungsmodule. Schließlich haben ander gedruckt und durch die Wärmewirkung des ' temperaturabhängige Ausdehnungs- und Zusammenelektrischen Stromes örtlich erhitzt werden. Mit die- Ziehungsbewegungen keine Wirkung auf hartgelötete sem Verfahren können jedoch keine Verbindungen zwi- Verbindungen, so daß nach dem erfindungsgemäßen sehen Leitungszügen auf verschiedenen, übereinander- 55 Verfahren untereinander verbundene gedruckte Schalgestapelten isolierenden Unterlagen hergestellt werden, hingen eine nahezu unbegrenzte Lebensdauer besitzen
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Ver- und auch unter äußerst ungünstigen Umgebungs-
fahren anzugeben, mit dem sich bei relativ geringem bedingungen nicht versagen.
Aufwand und in kurzer Zeit mechanisch und elek- ' Verbindungen entstehen beim Erhitzen der Vertrisch einwandfreie Verbindungen zwischen gedruck- 60 bindimgselemente nur dort, wo diese mit dem Hartten Schaltungen herstellen lassen. Dabei soll es keine lötmittel in Berührung gebracht worden sind. Sehr Rolle spielen, ob die zu verbindenden Leitungszüge einfach ist es, dazu mindestens teilweise mit dem dicht benachbart sind oder sich z. B. auf verschie- Hartlötmittel überzogene Verbindungselemente zu denen isolierenden Unterlagen eines Stapels gedruck- verwenden. Relativ großflächige und daher medialer Schaltungen befinden. Ferner sollen geeignete 65 nisch besonders feste Verbindungen erhält man, wenn Verbindungselemente zum Herstellen solcher Verbin- das Hartlötmittel in Form dünner Plättchen zwischen düngen angegeben werden. die Verbindungselemente und die Leitungszüge ge-
Ausgehend von dem Verfahren der eingangs ge- legt wird.
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Die Verwendung einer Silberlegierung als Hartlot- prägniert oder überzogen ist und die mehrere Leimittel wird bevorzugt. Der Schmelzpunkt der verwen- tungszüge 15, 16, 17 usw. aus einem leitfähigen Madeten Hartlötmittel sollte über 425° C liegen. Ver- tall, z.B. aus Kupfer, trägt. Die Leitungszüge sind auf wendet man als isolierende Unterlage der gedruckten die isolierende Unterlage auf beliebige bekannte Weise Schaltungen ein mit Polyurethankunststoff überzo- 5 aufgebracht, z. B. durch Elektroplattieren, durch genes Glasfasergewebe, erhält man den Vorteil, daß Ätzen unter Anwendung eines Abdeckmittels od. dgl. der Polyurethankunststoff als Flußmittel für das Hart- Beim Ausführungsbeispiel sind die einzelnen gedrucklötmittel wirkt, wodurch Verbindungen von besonders ten Schaltungen 10, 11, 12 und 13 untereinander hoher mechanischer Festigkeit entstehen. gleich, doch relativ zueinander so orientiert, wie es
Verbindungselemente zum Durchführen des erfin- io durch Deckungsmarken 18, 19, 20 und 21 angedeutet dungsgemäßen Verfahrens können in verschiedenster ist. Die Leitungszüge 15 bis ,17 usw. bilden dadurch Weise ausgebildet sein. Für die gegenseitige Verbin- das bestimmte Leitungsschema, das für eine gedung gestapelter gedruckter Schaltungen hat sich ein wünschte Schaltung erforderlich ist. Die sich in gegen-Verbindungselement in Form eines mit einem Hart- seitiger Deckung befindlichen gedruckten Schaltungen lötmittel überzogenen Kupferstiftes besonders be- 15 können unter der Einwirkung von Wärme und Druck währt. Für das anschließende Anlöten von Bauteilen zu einem geschichteten Verband vereinigt werden, ist als Verbindungselement ein Röhrchen oder eine wodurch das in F i g. 2 gezeigte Schaltungsmodul 22 Hülse besonders geeignet, die an einem Ende einen entsteht, der sich aus acht gedruckten Schaltungen radial vorspringenden Wulst aufweist, mit dem sie entsprechend den Schaltungen 10 bis 13 nach Fig. 1 nach dem Einsetzen in ein Loch auf dem angrenzen- 20 zusammensetzt und bei dem die Leitungszüge das den Leitungszug aufliegt. Verbindungselemente in Leitungsschema 23 bilden. Selbstverständlich. sind Form von Kupferscheiben, die mindestens eine radial andere Anordnungen der Leitungszüge möglich,
wegstehende Lasche aufweisen, ergeben Verbin- An den Stellen, an denen die Leitungszüge auf den
düngen mit besonders großen Kontaktflächen zu den übereinanderliegenden Unterlagen elektrisch mitein-Leitungszügen. Zur Herstellung von Verbindungen 25 ander verbunden werden sollen, wird das Modul 22 zwischen übereinanderliegenden gedruckten Schal- mit durchgehenden Bohrungen versehen (vgl. Fig. 3). tungen werden die Kupferscheiben wie die Schal- Diese Bohrungen oder Löcher können mit Hilfe.von tungen übereinander gestapelt. Die Anpassung an ver- Drahtbohrern 24 oder auf beliebige andere geeignete schiedene Schaltungsmuster der einzelnen gedruckten Weise hergestellt werden. Die Anzahl der Bohrungen Schaltungen ist dabei durch eine entsprechende Aus- 30 richtet sich natürlich nach der jeweils notwendigen richtung der Laschen besonders einfach. Wenn L-för- Anzahl von Verbindungen zwischen den übereinmige Laschen an den Kupferscheiben vorgesehen anderliegenden gedruckten Schaltungen,
sind, können dabei sich auch seitlich neben den In jedes Loch im Modul wird ein elektrisch leiten-
Löchern erstreckende Leitungszüge erfaßt werden. des Verbindungselement, z.B. der in Fig. 6 in
Die Erfindung ist im folgenden an Hand schema- 35 größerem Maßstabe dargestellte Verbindungsstift 25,· tischer Zeichnungen an mehreren Ausführungsbei- eingeführt (vgl. Fig. 4). Der Verbindungsstift25 ist spielen näher erläutert. durch einen massiven Kern 26 aus Kupfer oder
Es zeigt Nickel gebildet, welcher auf der Außenseite einen
F i g. 1 die auseinandergezogene perspektivische Überzug 27 aus einem Hartlötmittel, z. B. einer Darstellung eines Schaltungsmoduls aus vier gedruck- 40 Silberhartlötlegierung, trägt. An Stelle eines massiven ten Schaltungen, Kernes 26 kann auch ein Röhrchen öder ein Draht
F i g. 2 die Draufsicht auf ein Schaltungsmodul aus benutzt werden,
acht einzelnen gedruckten Schaltungen nach Fig. 1, Wegen der hohen Schmelz- und Fließtemperatur
F i g. 3 das Schaltungsmodul der F i g. 2 beim der Hartlötmittel können die gebräuchlichen Heiz-Bohren eines Loches, 45 mittel, Lötkolben, Lötlampen od. dgl., nicht benutzt
F i g. 4 das Schaltungsmodul nach F i g. 2 mit werden, um die Temperatur des Verbindungsstiftes 25 einem in das Loch eingeführten Verbindungsstift, bis zum Schmelzen des Hartlötmittels zu erhöhen,
Fig. 5 das Schaltungsmodul nach Fig. 2 mit an ohne daß gleichzeitig eine Beschädigung der ispden Verbindungsstift angelegten Elektroden, · lierenden Unterlagen des Moduls eintritt. Daher wird
Fig. 6 einen Verbindungsstift im Schnitt, 50 der Verbindungsstift mit Hilfe eines kurzen elektri-
F i g. 7 die perspektivische Darstellung einer Ver- sehen Stromimpulses erhitzt, der von einem Generabindungsstelle zwischen einem Verbindungsstift und tor 28 erzeugt und über Elektroden 29 und 30 zugemehreren Leitungszügen eines Schaltungsmoduls unter führt wird, welche einander angenähert und gegen Fortlassung des Isoliermaterials, die Enden des Verbindungsstiftes 25 gedrückt werden
Fig. 8 die Draufsicht auf eine Verbindung zwi- 55 (vgl. Fig. 5). Zweckmäßig ist ein Generator mit ansehen einem Verbindungselement in einer anderen gebauten, gegen die Enden des Stiftes 25 druckbaren Ausführungsform und Leitungszügen einer gedruckten Elektroden vorgesehen. Der Generator kann mit Schaltung, einem Zeitgeber versehen sein,. mit: welchem die Im-
Fig. 9 einen Schnitt längs der Linie 9-9 in Fig. 8, . pulsdauer festlegbar ist. Einwandfreie Ergebnisse
Fig. 10 eine perspektivische Darstellung eines 60 wurden mit einem Generator mit einer Leistung von Teils einer gedruckten Schaltung mit einer weiteren . 3 kVA erzielt, bei dem elf Spannungsabgriffe vor-Ausführungsform eines Verbindungselementes. ' handen waren, die an den Elektroden Spannungen
Gemäß Fig. 1 setzt sich ein Schaltungsmodul aus von etwa 1,05 bis etwa 1.60 V in annähernd gleichmehreren einzelnen übereinandergestapelten gedruck- mäßiger Abstufung lieferten. Bei diesem Generator ten Schaltungen 10, 11, 12, 13 usw. zusammen. Die 65 genügte in Verbindung mit den Stiften 25 eine Stromgedruckten Schaltungen umfassen jeweils eine isolie- impulsdauer von nur wenigen Perioden der Netzrende Unterlage 14 aus Kunststoff oder Glasfaser- spannung, um das Hartlötmittel des Überzuges 27 material, die mit einem isolierenden Kunststoff im- zum Schmelzen und Fließen zu bringen und so eine
feste, elektrisch leitende Verbindung zwischen dem Stift 25 und den angrenzenden Leitungszügen 15,16, 17 usw. in den verschiedenen Schichten des Moduls 22 zu erzielen. Dabei bildet das Hartlötmittel typischerweise eine Kehlnaht 31 an jeder Verbindungsstelle, welche sich über eine erhebliche Strecke 32 längs jeden Leitungszuges erstreckt und eine temperaturbeständige, elektrisch leitende Verbindung von hoher mechanischer Festigkeit gewährleistet, die in der Praxis so groß ist, daß die Verbindungsstelle selbst dann nicht zerstört wird, wenn man das Isoliermaterial bis zum Freilegen der Leitungszüge abreißt (vgl. Fig. 7).
Die isolierenden Unterlagen können aus Glasfasergewebe bestehen, das mit einem isolierenden Harz, z.B. mit einem Polyurethankunststoff, imprägniert, ist. Geeignet ist ein bekanntes Zweikomponentenharz auf Pqlyurethanbasis, das bei K)O0C 4 Stunden gehärtet werden muß und im gehärteten Zustand eine Shore-A-Härte von 80, eine Dehnung von 150%, eine Zugfestigkeit von etwa 92 kg/cm2, eine Wasserabsorption von 1,1 °/o bei 24stündigem Eintauchen, einen elektrischen Verlustfaktor von 0,08 bei 25° C sowie eine relative Dielektrizitätskonstante von 4,6 besitzt. Die Viskosität nach Brookf ield beträgt 9000 bei 250C und 300 bei 80" C. Durch Verwendung dieses oder ähnlicher Harze erhält man eine isolierende Unterlage von geringer Dicke und guter Haltbarkeit. Auch Polyesterharze, z. B. Polyethylenterephthalat, können zur Imprägnation oder Herstellung eines Überzuges bei der Erzeugung der isolierenden Unterlagen 14 verwendet werden.
Ein- typischer Verbindungsstift 25 umfaßt einen Kupferkern 26 mit einem Durchmesser von etwa 0,7 mm, dessen Überzug 27 aus einem Hartlötmittel etwa 75 [im dick ist. Der Überzug 27 kann den Kern 26 ganz bedecken, doch endet er vorzugsweise ein kurzes Stück vor dessen Enden, um zu verhindern, daß das Hartlötmittel auf die Elektroden übertritt.
Verwendbare Hartlötmittel sind beispielsweise die folgenden Silberhartlötlegierungen:
Zusammensetzung 800Zo Cu 5 0Zo P Schmelz Fließ
300Zo Cu 100O Sn punkt punkt
15".OAg 280Zo Cu -— 0C °C
1. 600OAg 61,5 0Zo Ag 240Zo Cu 14,5° ο In 640 700
2. 720ZoAe 600 720
3. 775 775
4. 630 710
Zum Verbinden des Stiftes 25 mit den Leitungszügen des Schaltungsmoduls 22 durch Hartlöten wurden Wolframelektroden mit einem Durchmesser von etwa 1,6 mm benutzt. Mit Hilfe der Elektroden wurde eine Druckkraft von etwa 2.25 kp auf die Enden des Stiftes 25 aufgebracht und dem Stift ein etwa 0,2 Sekunden dauernder Stromimpuls zugeführt, welcher dem Generator 28 an der elften Anzapfung für die Spannung 1,6 V entnommen wurde. Die Tatsache, daß eine Hartlötung bewirkt wurde, ließ sich an der nahezu augenblicklichen Erhitzung des Stiftes erkennen, bei der sich eine kleine Rauch- oder Dampfwolke durch den in der unmittelbaren Nähe des Verbindungsstiftes zum Verdampfen gebrachten Kunststoffes bildete. Trotzdem wurde weder der Zusammenhang des Isoliermaterials in bemerkbarem Ausmaß verändert, noch trat eine Verkohlung ein.
Bei den angegebenen Bedingungen handelt es sich um die optimalen Bedingungen für das Hartlöten des Stiftes. Natürlich können andere Kombinationen von Spannung und Impulsdauer für Stifte 25 mit einem Überzug aus einem anderen Hartlötmittel oder mit anderem Durchmesser erforderlieh sein, um eine einwandfreie Hartlötverbindung zu gewährleisten.
In entsprechender Weise können mit dem geschilderten Verfahren auch hartgelötete Verbindungen an
ίο nur einschichtigen gedruckten Schaltungen hergestellt werden. Ferner können gegebenenfalls anders aus-. gebildete Verbindungselemente angewandt werden.
In den Fig. 8 und 9 ist ein Verbindungselement in Form eines RÖhrchens bzw. einer Hülse 49 dargestellt, das zur Verbindung eines elektrischen Bauelementes mit einem Leitungszug 41 auf einer isolierenden Unterlage 42 dient. Die Hülse 40 wird in ein Loch 44 in der Unterlage 42 eingeführt. Zwischen einer Schulter 43 an der Hülse 40 und dem Leitungszug 41 wird.eine dünne Scheibe bzw. ein Streifen 45 aus einem der oben erläuterten Hartlötmittel angeordnet. Es ist nicht erforderlich, die gesamte Hülse 40 zu erhitzen, um den Streifen 45 zum Schmelzen zu bringen. Daher ist eine untere, aus Kupfer bestehende Elektrode 46 für die Erhitzung der Hülse mit einer Vertiefung 47a versehen, in der das untere Ende der Hülse aufgenommen wird. Die obere Elektrode 47 besteht aus Molybdän und besitzt in einem typischen Fall einen Außendurchmesser, der etwas größer, z.B.
etwa 1,25 mm größer als der Außendurchmesser des oberen Endes der Hülse 40, ist. Die Molybdänelektrode 47 wird durch Hindurchleiten eines Stromimpulses erhitzt und erhitzt den Hartlötmittelstreifen 45 bis zum Schmelzen durch Wärmeleitung über die Hülse 40. Typische Hülsen aus Kupfer haben einen Außendurchmesser von etwa 0,8 mm, eine Schulter 43 mit einem Durchmesser von etwa 1,2 mm und eine durchgehende Öffnung mit einem Durchmesser von etwa 0,5 mm. Bei Benutzung der vierten Generatoranzapfung für 1.2 V und einer auf die Hülse aufgebrachten Druckkraft von etwa 1,6 kp läßt sich eine einwandfreie Hartlötung mit einem Stromimpuls von ungefähr 83 [isec Dauer erzielen. Es wurde festgestellt, daß sich die hartgelötete Verbindung verbessert, wenn die Unterlage 42 mit einem Polyurethanharz überzogen ist. Jedoch erhält man auch bei anderen harzähnlichen Imprägnierungsmitteln oder Überzügen gute Ergebnisse. Es ist möglich, eine Hartlötung durchzuführen, ohne das die Unterlage verkohlt oder auf andere Weise beschädigt wird.
In F i g. 10 ist ein weiteres Verbindungselement 50 zur gegenseitigen Verbindung von Bauelementen oder Leitungszügen von gestapelten gedruckten Schaltungen gezeigt. Das Verbindungselement 50 ist durch eine kleine Kupferscheibe 51 gebildet, deren Durchmesser dem jeweiligen Zweck angepaßt ist und in der Größenordnung des Durchmessers des Stiftes 26 nach Fig. 6 liegt. Auf beide Flachseiten der Kupferscheibe sind Überzüge 52 und 53 aus einer Silberhartlötlegierung aufgebracht. Von der Scheibe 51 steht in radialer Richtung eine Lasche 54 weg, die mit einem Hartlötmittel überzogen ist oder mindestens auf ihrer Unterseite eine dünne Schicht aus einem Hartlötmittel trägt.
Um eine Verbindung zwischen dem Verbindungselement 50 und einem Leitungszug 55 auf einer isolierenden Unterlage 56 herzustellen, wird die Unterlage mit einer Bohrung zur Aufnahme der Scheibe 51
versehen. Das Verbindungselement wird so angeordnet, daß die Lasche 54 am Leitungszug 55 anliegt. Dabei ist es gemäß Fig. 10 möglich, eine Säule aus Verbindungselementen 50, 50' und 50" aufzubauen, die sich Ende an Ende berühren und eine Verbindung zwischen dem Leitungszug 55 und Leitungszügen 57 und 58 der aufeinanderliegenden gedruckten Schaltungen herstellen. Mit einer an der Oberseite des oberen Verbindungselementes 50 und einer an der Unterseite des untersten Verbindungselementes 50" angelegten Elektrode werden die Verbindungselemente 50, 50' und 50" aufeinandergedrückt. Beim Hindurchleiten eines Stromimpulses durch die Verbindungselemente wird das auf ihren Flachseiten und an den Laschen 54 vorhandene Hartlötmittel zum Schmelzen gebracht, so daß eine mechanisch sehr feste und elektrisch leitende Verbindung zwischen den Verbindungselementen und zwischen den Laschen und den Leitungszügen 55, 57 und 58 entsteht.
Natürlich kann man Abänderungen bezüglich der Form und den Abmessungen der Scheibe 51 und der Lasche 54 zur Anpassung an verschiedene Schaltungen vorsehen. Mit L-förmigen Laschen an der Scheibe 51 ist es z. B. möglich, eine Verbindung zwischen dem Verbindungselement 50 und einem nicht radial verlaufenden Leitungszug herzustellen. Auch ist es beispielsweise möglich, verseilte Verbindungselemente zu verwenden, die Litzen aus Kupfer und einer Silberhartlötlegierung umfassen, oder bei denen die einzelnen Kupferdrähte mit einer Umhüllung oder Bewicklung aus einer Silberhartlötlegierung versehen sind. Eine allerdings weniger zweckmäßige Möglichkeit besteht darin, die Leitungszüge der gedruckten Schaltung zu plattieren oder auf andere Weise mit einer Schicht aus einer Silberhartlöilegierung zu versehen oder Schichten aus deren Legierungsbestandteilen aufzubringen, die bei der Erhitzung durch einen Diffusionsvorgang eine Verbindung zu einem Verbindungselement ohne Überzug herstellen. Bei allen diesen Verbindungen ist es durch die Ver-Wendung geeigneter Hartlötmittel und isolierender Unterlagen aus Kunststoff, die nicht verdampfen, sondern nur verkohlen, wenn sie der Hartlöttemperatur ausgesetzt werden, möglich, saubere und feste Verbindungen herzustellen. Dabei werden so gleichmäßige Ergebnisse erzielt, daß der Anteil des Ausschusses auch bei den kompliziertesten Schaltungsmoduln oder gestapelten gedruckten Schaltungen sehr gering bleibt oder sich überhaupt kein Ausschuß ergibt.

Claims (9)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Herstellen gelöteter elektrischer Verbindungen zwischen gedruckten Schaltungen, insbesondere zwischen gestapelten gedruckten Schaltungen, bei dem die isolierenden Unterlagen der Schaltungen im Bereich der Leitungszüge mit durchgehenden Löchern versehen und in die Löcher elektrisch leitende, mindestens in den an die Leitungszüge angrenzenden Bereichen mit einem Lötmittel in Berührung gebrachte Verbindungselemente eingeführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß ein Hartlötmittel verwendet wird und die Verbindungselemente-durch einen an ihren Enden zu beiden Seiten der Unterlagen zugeführten kurzen Stromimpuls auf eine das Hartlötmittel, aber nicht das Material der Verbindungselemente und der Leitungszüge zum Schmelzen bringende Temperatur erhitzt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens teilweise mit dem Hartlötmittel überzogene Verbindungselemente verwendet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Hartlötmittel in Form dünner Plättchen zwischen die Verbindungselemente und die Leitungszüge gelegt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Hartlötmittel eine Silberlegierung verwendet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß als isolierende Unterlage ein mit Polyurethankunststoff überzogenes Glasfasergewebe verwendet wird.
6. Verbindungselement zum Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 3, 4 oder 5, gekennzeichnet durch einen mit einem Hartlötmittel (27) überzogenen Kupferstift (26).
7. Verbindungselement zum Durchführen des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch eine an einem Endß einen radial vorspringenden Wulst (43) aufweisende Hülse (40).
8. Verbindungselement zum Durchführen des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch eine mindestens eine radial wegstehende Lasche (54) aufweisende Kupferscheibe (51).
9. Verbindungselement nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch eine L-förmige Lasche.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 109 633/153

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