DE1588910C - Schaltungsanordnung an Druckmaschinen zum Schütze des Bedienenden gegen Verletzungen - Google Patents
Schaltungsanordnung an Druckmaschinen zum Schütze des Bedienenden gegen VerletzungenInfo
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Description
1 2
Die "Erfindung 'betrifft eine Schaltungsanordnung dem Ausgang eines weiteren Speichers, dessen Speizum
Schütze des Bedienenden gegen Verletzungen chereingang mit einem Schalter für eine Betriebsbeim
Ausführen von Einrichte- und Reinigungsarbei- Variante »Impulsbetrieb« und der Löscheingang dieten
an gegenläufigen Zylindern von Druckmaschinen ses Speichers mit dem Löscheingang des eistgenann-
und zur zwangsweisen Einhaltung der Arbeitsschutz- 5 ten Speichers und Schaltern zur Beendigung der
Vorschriften. Betriebsverfahren »Lauf« und »Impulsbetrieb« ver-
Bei den stündlich mehrere Male durchzuführenden bunden ist, und der Ausgang des erstgenannten Oder-Reinigungsarbeiten
sowie bei Einrichtearbeiten muß Gliedes über einen Verstärker auf ein Ausgangsglied
der Drucker im Bereich der gegenläufigen Zylinder wirkt.
hantieren. Dadurch werden, wenn die Hände des Be- io Eine weitere Ausführungsform der Erfindung sieht
dienenden in den Einlauf .zwischen den Zylindern vor, daß bei großformatigen Druckmaschinen den
kommen, oftmals Unfälle hervorgerufen. " Betriebsvarianten »Tippen begrenzt mit Einschalt-
Zur Vermeidung dieser Unfälle sind mechanische sperre« und »Impulsbetrieb« ein Hilfsantriebsmotor
Arbeitsschutzvorrichtungen in Form von Schutz- zugeordnet ist.
gittern und Kippleisten, beispielsweise nach den 15 Der für die Betriebsvarianten »Tippen begrenzt
deutschen Patentschriften- 1046 072 und 1143 210, mit Einschaltsperre« und »Impulsbetrieb« verwendete
bekannt. astabile Multivibrator kann ohne Stellglied, d. h., daß
Nachteilig ist bei diesen Vorrichtungen, daß sie an dessen Ausgang die Signale L und O in einem nicht
keinen ausreichenden Schutz vor Unfällen bieten und, einstellbaren Verhältnis zueinander stehen, oder mit
daß deren Benutzung vom Willen des Bedienenden ao Stellglied zur Veränderung der Zeitdauer des
abhängig ist, d. h., daß diese bewußt umgangen wer- Signals L, oder zur Veränderung der Zeitdauer der
den können. " Signale L und O, ausgeführt werden.
Des weiteren sind elektrotechnische Arbeitsschutz- Für die Verwirklichung der Schaltung kommt die
vorrichtungen in Form von Scbaltungsanordnungeh Relaistechnik oder der Aufbau mit elektronischen
zur Steuerung des Antriebsmotors, beispielsweise 35 bzw. pneumatischen Logikbausteinen (bei Verwen-
nach der Patentschrift 41766 des Amtes für Erfin- dung von pneumatischen Logikbausteinen ist ein ent-
dungs- und Patentwesen in Ost-Berlin, bekannt. Bei sprechender ,Systemtransmitter vor das Ausgangs-
dieser Schaltungsanordnung handelt es sich um eine glied zu schalten) in Frage. Äquivalente Schaltungen
sogenannte Tippschaltung, auch als Vorpunkt- oder zwischen diesen beiden Systemen sind in der Literatur
Inchschaltung bezeichnet, welche neben der Betriebs- 30 angegeben.
Variante »Lauf«, bei der der Antriebsmotor für den Die Betriebsvarianten »Tippen begrenzt mit Einnormalen
Druckbetrieb ständig läuft und der Be- schaltsperre« und- »Impulsbetrieb« sind für eine
triebsvariante »Tippen unbegrenzt«, bei der der An- Drehrichtung vorgesehen. Jedoch ist es möglich, diese
triebsmotor solange eingeschaltet wird, wie das für genannten Betriebsvarianten auch für zwei Drehdiese
Betriebsvariante vorgesehene Eingangsglied, 35 richtungen zu realisieren. Man kann dabei einen oder
beispielsweise" eine Drucktaste, betätigt wird auch für jede Drehrichtung je einen astabilen Multivibrator
noch die Betriebsvariante »Tippen begrenzt«, bei der* einsetzen.
die Einschaltdauer des Motors und damit der Bewe- Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausfühgungslauf
der Druckmaschine unabhängig davon, wie rungsbeispiel näher erläutert werden, in der Zeichlange
die Einschalttaste gedrückt wird, durch Zeit- 40 nung zeigt
relais begrenzt wird, zuläßt. F i g. 1 ein Signalflußbild als schematische Dar-
relais begrenzt wird, zuläßt. F i g. 1 ein Signalflußbild als schematische Dar-
Nachteilig ist bei dieser Schaltungsanordnung, daß ' stellung, in dem die notwendigen Eingangs-, Vereinem
Schaltimpuls sofort der nächste folgen kann, knüpfungs- und Ausgangsglieder, welche für kleinwodurch
bei Einhaltung einer bestimmten Impuls- und mittelformatige Druckmaschinen den Hauptfolge
die Druckmaschine in eine kontinuierliche Be- 45 antriebsmotor und für großformatige Druckmaschiwegung
versetzt werden kann, d. h. daß auch die nen den Haupt- und Hilfsantriebsmotor schalten, für
Benutzung dieser' Arbeitsschutzvorrichtung vom die veischiedenen Betriebsvarianten enthalten sind,
Willen des Bedienenden abhängig ist. F i g. 2 bis 5 die Signalzustände der jeweiligen EinAufgabe der Erfindung ist es, eine Sicherheits- gangs- und Ausgangsglieder für die verschiedenen schaltung zum Schütze des Bedienenden gegen Ver- 50 Betriebsvarianten,
letzungen an gegenläufigen Zylindern von Druck- Im einzelnen zeigen:
Willen des Bedienenden abhängig ist. F i g. 2 bis 5 die Signalzustände der jeweiligen EinAufgabe der Erfindung ist es, eine Sicherheits- gangs- und Ausgangsglieder für die verschiedenen schaltung zum Schütze des Bedienenden gegen Ver- 50 Betriebsvarianten,
letzungen an gegenläufigen Zylindern von Druck- Im einzelnen zeigen:
maschinen in Form einer Schaltungsanordnung zur Fig. 2 Eingangs- (E) und Ausgangsimpuls (A) füi
Steuerung des Antriebsmotors zu schaffen, welche die Betriebsvariante »Tippen unbegrenzt«,
gewährleistet, daß die Einhaltung der Arbeitsschutz- Fig. 3 Eingangs- (»Start« und »Löschen«) und
Vorschriften zwangsweise ' und unabhängig vom 55 Ausgangsimpuls für Betriebsvariante
>Lauf«,
Willen des Bedienenden erfolgt. . Fig. 4 Eingangs- und Ausgangsimpuls für die Be-
Erfindungsgemäß wird, die Aufgabe dadurch ge- triebsvariante »Tippen begrenzt mit Einschaltsperre«,
löst, daß ein Schalter für die Betriebsvariante »Tippen F i g. 5 Eingangs- (»Start« und »Löschen«) und
unbegrenzt« mit einem Eingang eines Oder-Gliedes, Ausgangsimpuls für die Betriebsvariante »Impuls·
der Schalter für die Betriebsvariante »Lauf« mit dem 60 betrieb«.
Eingang eines Speichers und der Ausgang dieses Bei der Betriebsvariante »Tippen unbegrenzt« wire
Speichers mit einem zweiten Eingang des Oder-Glie- solange am Ausgangsglied 4, beispielsweise einendes, ein dritter Eingang des Oder-Gliedes über einen Motorschütz, das Signal L geführt und damit dei
astabilen Multivibrator mit dem Ausgang eines wei- Antriebsmotor eingeschaltet, wie der für diese Beteren
Oder-Gliedes verbunden ist, der eine Eingang 65 triebsvariante vorgesehene Schalter 1, beispielsweist
dieses Oder-Gliedes mit den Schaltern für eine Be- eine Drucktaste, das Signal L, welches über ein Odertriebsvariante
»Tippen begrenzt mit Einschaltsperre« Glied 2 und einen Verstärker 3 dem Ausgangsglied t
und ein weiterer Eingang dieses Oder-Gliedes mit zugeleitet wird, führt. Der Schalter 1 wird Vorzugs-
weise nur einmal, und zwar am Hauptbedienungsstand der Maschine vorgesehen.
Bei der Betriebsvariante »Lauf« fürt das Ausgangsglied
4 das Signal L, nachdem ein zu dieser Betriebsvariante zugehöriger Schalters kurzzeitig das
Signal L geführt hat. Das von Schalter 5 geführte Signal L wird in einem Speicher 6 mit dominierender
Löschwirkung gespeichert und über ein Oder-Glied 2 und einen Verstärker 3 dem Ausgangsglied 4 solange
zugeführt, bis durch einen Löschimpuls von einem der Schalter 7 »Löschen« das Speicherverhalten
wieder aufgehoben wird.
Bei der Betriebsvariante »Tippen begrenzt mit Einschaltsperre« führt das Ausgangsglied nur in zeitlich
definierten. Intervallen das Signal L, wenn einer der dafür vorgesehenen Schalter 8 das Signal L führt,
welches über ein Oder-Glied 9, einen astabilen Multivibrator 10, das Oder-Glied 2 und einen Verstärker 3
dem Ausgangsglied 4 zugeführt wird.
Unmittelbar aufeinanderfolgende EingangssignaleL ao erscheinen am Ausgangsglied erst dann als Signal L,
wenn die vorbestimmte Zeitdauer des Signals O, welches durch den astabilen Multivibrator bestimmt
wird, am Ausgangsglied angelegen hat.
Der dieser Betriebsvariante zugehörige Schalter as
wird an der Druckmaschine mehrere Male vorgesehen.
Bei der Betriebsvariante »Impulsbetrieb« führt das Ausgangsglied 4 in zeitlich definierten Abständen,
welche durch den astabilen Multivibrator bestimmt werden, das Signal L, nachdem ein dazugehöriger
Schalter 11 kurzzeitig das Signal L geführt hat, welches in einem Schalter 12 mit dominierender Löschwirkung
gespeichert und über ein Oder-Glied 9, einen astabilen Multivibrator 10, einem weiteren Oder-Glied
2 und einem Verstärker 3 dem Ausgangsglied 4 zugeleitet wird, bis durch einen Löschimpuls von
einem der Schalter 7 »Löschen« das Speicherverhalten wieder aufgehoben wird.
Der Schalter 11 für die Betriebsvariante »Impulsbetrieb« wird an der Druckmaschine nur einmal vorgesehen,
während der Schalter 7 »Löschen« an allen den Stellen angeordnet werden muß, von wo aus die
Druckmaschine aus sicherheitstechnischen Gründen angehalten werden muß.
Die beschriebenen Wirkungsstrecken finden Anwendung für klein- und mittelformatige Druckmaschinen.
Für großformatige Druckmaschinen finden die Betriebsvarianten »Tippen unbegrenzt« und »Lauf« in
bereits erläuterter Weise Anwendung, während für die Betriebsvarianten »Tippen begrenzt mit Einschaltsperre«
und »Impulsbetrieb« zweckmäßigerweise ein Ausgangsglied 14 für einen Hilfsantriebsmotor
vorgesehen wird, welches das Eingangssignal in beschriebener Weise erhält. Weiterhin ist zwischen
dem astabilen Multivibrator 10 und dem Ausgangsglied 14 ein Verstärker 13 vorgesehen.
Claims (2)
1. Schaltungsanordnung zum Schütze des Bedienenden gegen Verletzungen beim Ausführen
von Einrichte- und Reinigungsarbeiten an gegenläufigen Zylindern von Druckmaschinen und zur
zwangsweiseri Einhaltung der Arbeitsschutzvorschriften unter Verwendung der Betriebsvarianten
»Lauf« und »Tippen unbegrenzt«, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schalter (1) für
die Betriebsvariante »Tippen unbegrenzt« mit einem Eingang eines Oder-Gliedes (2), ein Schalter
(5) für die Betriebsvariante »Lauf« mit dem Eingang eines Speichers (6) und der Ausgang
dieses Speichers (6) mit einem zweiten Eingang des Oder-Gliedes (2), ein dritter Eingang des
Oder-Gliedes (2) über einen astabilen Multivibrator (10) mit dem Ausgang eines weiteren Oder-Gliedes
(9) verbunden ist, der eine Eingang dieses Oder-Gliedes (9) mit Schaltern (8) für eine Betriebsvariante
»Tippen begrenzt mit Einschaltsperre« und ein weiterer Eingang dieses Oder-Gliedes
(9) mit dem Ausgang eines weiteren Speichers (12), dessen Speichereingang mit einem
Schalter (11) für eine Betriebsvariante »Impulsbetrieb« und der Löscheingang dieses Speichers
(12) mit dem Löscheingang des erstgenannten Speichers (6) und Schaltern (7) zur Beendigung
der Betriebsvarianten »Lauf« und »Impulsbetrieb« verbunden ist, und der Ausgang des
erstgenannten Oder-Gliedes (2) über einen Verstärker (3) auf ein Ausgangsglied (4) wirkt.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei großformatigen
Maschinen den Betriebsvarianten- »Tippen begrenzt mit Einschaltsperre« und »Impulsbetriebs
ein Hilfsantriebsmotor zugeordnet ist
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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