DE1588465C - Verzögerungsschaltstufe - Google Patents
VerzögerungsschaltstufeInfo
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Description
1 2
Die Erfindung bezieht sich auf eine Verzögerungs- des Übertragers eine Zenerdiode vorgesehen, die
schaltstufe mit einem steuerbaren elektronischen dem ersten Schwellwertglied entgegengesetzt ge-
Schaltmittel, das in einem bestimmten durch eine polt ist.
Wechselspannung vorgegebenen Zeitpunkt nach dem Bei beiden schaltungsmäßigen Ausführungsformen
Einsetzen der Wechselspannung mit Hilfe von Zeit- 5 sind das zweite ÄC-Zeitglied, das mit dem des ersten
gliedern verzögert schaltet. Thyristors in Reihe geschaltet ist, und die über das
Eine derartige Verzögerungsschaltstufe kann bei zweite Schwellwertglied daran angeschlossene Steuereiner
Steuereinrichtung für statische Wechselrichter strecke des zweiten Thyristors in gleicher Weise aufsowie
auch für statische Umrichter mit Thyristoren gebaut.
und Gleichstromzwischenkreis vorgesehen werden. io An Hand zweier Ausführungsbeispiele sei die
Sie hat die Aufgabe, die Impulsverstärker und Kipp- Erfindung näher beschrieben. Es zeigt
stufen sowie bedarfsweise auch andere Teile der Fig. 1 und 2 Stromlaufpläne zweier Verzöge-
Steuereinrichtung genau in dem Zeitpunkt eines rungsschaltstufen,
Nulldurchganges der Wechselspannung (beispiels- F i g. 3 Diagramme, welche in der Reihenfolge a)
weise der Rechteckspannung eines Multivibrators, 15 bis d) die Taktgeberwechselspannung uT, die aus ihr
der als Steuertaktgeber dient) an eine Versorgungs- hergeleiteten Leitimpulse us„ die Versorgungsgleichgleichspannung
anzuschließen. Damit wird sicher- spannung U für eine nicht dargestellte Kippstufe 5
gestellt, daß die Steuerung des Wechselrichters mit und die von dieser abgegebene Steuerspannung us
einer vollen Halbperiode der Taktgeberwechselspan- zeigen und die Schaltweise der Verzögerungsschaltnung
einsetzt. Dieses Einsetzen wird nach dem In- 20 stufe gemäß F i g. 1 veranschaulichen und
betriebsetzen des Taktgebers absichtlich so lange F i g. 4 den Verlauf der Spannung zwischen den verzögert, bis die anlaufende Taktgeberwechselspan- Punkten A und B bei der Verzögerungsschaltstufe nung konstant und stationär geworden ist. Auf diese nach F i g. 2 und den Verlauf der Steuerspannung Weise wird der Einfluß des Prellens von Schütz- des ersten Thyristors 11.
betriebsetzen des Taktgebers absichtlich so lange F i g. 4 den Verlauf der Spannung zwischen den verzögert, bis die anlaufende Taktgeberwechselspan- Punkten A und B bei der Verzögerungsschaltstufe nung konstant und stationär geworden ist. Auf diese nach F i g. 2 und den Verlauf der Steuerspannung Weise wird der Einfluß des Prellens von Schütz- des ersten Thyristors 11.
oder Relaiskontakten auf die Steuerung beim In- 25 Bei den Darstellungen der beiden Ausführungsbetriebsetzen
des Taktgebers ausgeschlossen. Der formen soll die strichpunktierte Umrahmung anVorteil
der Arbeitsweise der Verzögerungsstufe liegt zeigen, daß die Verzögerungsschaltstufe als gerätealso
darin, daß sie zeitgenau und prellfrei erfolgt. mäßige Einheit zu betrachten ist. Der Eingang Ev
Die vorangehend erläuterte Aufgabe wird mit der Verzögerungsschaltstufe auf der linken Seite der
einer Verzögerungsschaltstufe der eingangs genann- 30 Fig. 1 und 2 ist gemeinsam mit dem Eingang ET
ten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an eine eines Taktgebers T, beispielsweise eines Multivibra-Gleichspannungsquelle
über einen Schalter ein erstes tors mit Differenzierstufe, an den Ausgang einer Serien-ÄC-Glied angeschaltet ist, dessen Konden- Gleichspannungsquelle G angeschlossen. Der Taktsator
die Reihenschaltung eines ersten Schwellwert- geber T gibt am Ausgang A7 Leitimpulse kS/ gemäß
gliedes und eines weiteren ohmschen Widerstandes 35 Diagrammb) der Fig. 3 ab. Der Ausgang Av der
parallel geschaltet ist, und daß ein einen Übertrager Verzögerungsschaltstufe auf der rechten Seite der
aufweisender Steuerstromkreis vorgesehen ist, der F i g. 1 und 2 ist beispielsweise an eine nicht darbei
Überschreiten des Schwellwertes des ersten gestellte Kippstufe S angeschlossen. Die Schaltung
Schwellwertgliedes geschlossen wird und in den je- der Verzögerungsschaltstufe ist zwischen zwei Leiweils
kurz vor dem Nulldurchgang der Wechselspan- 40 tungen 1 und 2 angeordnet. Die Leitung 2 ist über
nung auftretende Leitimpulse einer Polarität einge- einen Kontakt K an eine Gleichspannungsquelle G
speist sind, die über den Übertrager einen ersten und zugleich auch an den Versorgungseingang E7
Thyristor aufsteuern, dessen Anoden-Kathoden- des Taktgebers T angeschlossen. In der Leitung 1
Strecke in Reihe zu einem zweiten an der Gleich- liegt das steuerbare elektronische Schaltmittel, ein
Spannungsquelle liegenden Serien-i?C-Glied liegt, 45 Thyristor 3, den die Verzögerungsschaltstufe in
dessen Kondensator über ein zweites Schwellwert- einem bestimmten Zeitpunkt zündet und damit die
glied der Steuerstrecke eines als elektronisches nicht dargestellte Kippstufe 5 an die Versorgungs-Schaltmittel
vorgesehenen zweiten Thyristors par- spannung U legt. Die Verzögerungsschaltstufe hat
allel geschaltet ist. ferner einen Steuereingang 5/, der am Impulsaus-
Eine Ausbildung der erfindungsgemäßen Verzöge- 50 gang AT des Taktgebers T angeschlossen ist.
rungsschaltstufe besteht darin, daß im Steuerstrom- Erfindungsgemäß liegt parallel zum Eingang Ev kreis die Emitter-Kollektor-Strecke eines Transistors ein erstes Serien-/2C-Glied 4, 5, dessen Kondensator vorgesehen ist, dessen Basis-Emitter-Strecke dem 51 eine Reihenschaltung, bestehend aus einem ersten weiteren ohmschen Widerstand parallel geschaltet Schwellwertglied vorzugsweise einer Zenerdiode 6, ist, und daß im Steuerstromkreis die Primärwicklung 55 und einem weiteren ohmschen Widerstand 7, pardes Übertragers liegt, dessen Sekundärwicklung der allel geschaltet ist. .Nachdem durch Schließen des Steuerstrecke des ersten Thyristors parallel geschal- Kontaktes K die Versorgungsgleichspannung U an tet ist. . die Eingänge E7 und Ev des Taktgebers T und der Eine andere Ausbildung der erfindungsgemäßen Verzögerungsschaltstufe gelegt ist, wird der Konden-Verzögerungsschaltstufe besteht darin, daß eine 60 sator51 des Zeitgliedes 4, 5 langsam geladen. So-Reihenschaltung, bestehend aus den Widerständen bald die Kondensatorspannung die Zenerspandes zweiten Serien-tfC-Gliedes, der Steuerstrecke des nung U2 überschreitet, fließt im Stromkreis mit den ersten Thyristors, dem ersten Schwellwertglied und Elementen 51, 6, 7 ein Zenerstrom.
der Sekundärwicklung des Übertragers dem Konden- Gemäß F i g. 1 steuert der Spannungsabfall dieses sator des ersten Serien-i?C-GIiedes parallel geschal- 65 Stromes am Widerstand 7 einen Transistor 8 auf, tet ist. Um bei dieser Ausführungsform die Leit- dessen Emitter an dem Verbindungspunkt von Zenerimpulsc zu begrenzen, ist nach einer weiteren Aus- diode 6 und Widerstand 7 angeschlossen ist, und bildung der Erfindung parallel zur Sekundärwicklung schließt damit einen Steuerstromkreis, welcher in
rungsschaltstufe besteht darin, daß im Steuerstrom- Erfindungsgemäß liegt parallel zum Eingang Ev kreis die Emitter-Kollektor-Strecke eines Transistors ein erstes Serien-/2C-Glied 4, 5, dessen Kondensator vorgesehen ist, dessen Basis-Emitter-Strecke dem 51 eine Reihenschaltung, bestehend aus einem ersten weiteren ohmschen Widerstand parallel geschaltet Schwellwertglied vorzugsweise einer Zenerdiode 6, ist, und daß im Steuerstromkreis die Primärwicklung 55 und einem weiteren ohmschen Widerstand 7, pardes Übertragers liegt, dessen Sekundärwicklung der allel geschaltet ist. .Nachdem durch Schließen des Steuerstrecke des ersten Thyristors parallel geschal- Kontaktes K die Versorgungsgleichspannung U an tet ist. . die Eingänge E7 und Ev des Taktgebers T und der Eine andere Ausbildung der erfindungsgemäßen Verzögerungsschaltstufe gelegt ist, wird der Konden-Verzögerungsschaltstufe besteht darin, daß eine 60 sator51 des Zeitgliedes 4, 5 langsam geladen. So-Reihenschaltung, bestehend aus den Widerständen bald die Kondensatorspannung die Zenerspandes zweiten Serien-tfC-Gliedes, der Steuerstrecke des nung U2 überschreitet, fließt im Stromkreis mit den ersten Thyristors, dem ersten Schwellwertglied und Elementen 51, 6, 7 ein Zenerstrom.
der Sekundärwicklung des Übertragers dem Konden- Gemäß F i g. 1 steuert der Spannungsabfall dieses sator des ersten Serien-i?C-GIiedes parallel geschal- 65 Stromes am Widerstand 7 einen Transistor 8 auf, tet ist. Um bei dieser Ausführungsform die Leit- dessen Emitter an dem Verbindungspunkt von Zenerimpulsc zu begrenzen, ist nach einer weiteren Aus- diode 6 und Widerstand 7 angeschlossen ist, und bildung der Erfindung parallel zur Sekundärwicklung schließt damit einen Steuerstromkreis, welcher in
Reihe geschaltet ein Halbleiterventil 9, die Emitter-Kollektor-Strecke
des Transistors 8 und einen Impulsübertrager 10 zum Steuern eines ersten Thyristors
11 enthält und an den Steuereingang St angeschlossen ist. Über diesen Stromkreis werden die
Leitimpulse Ust auf den Thyristor 11 übertragen, so
daß dieser mit dem nächsten Leitimpuls durchgezündet wird und dabei ein zweites Serien-ÄC-Glied 12,
13 von gleicher Zusammensetzung wie das erste Serien-ÄC-Glied 4, 5 dem Eingang Ev parallel
schaltet. Aus Fig. 3, Diagramm b) ist ersichtlich, daß jeder positive Leitimpuls — und nur solche
werden durch das Ventil 9 übertragen — im Zeitpunkt J1 kurz vor Beginn der positiven Halbperiode
der Taktgeberwechselspannung UT nach Diagramm a)
auftritt. Infolgedessen wird der Thyristor 11 noch kurz vor dem positiven Nulldurchgang von UT gezündet
und der Kondensator 131 des zweiten i?C-Gliedes 12, 13 geladen. Die Zeitkonstante dieses
Gliedes kann mit Hilfe des verstellbaren Wider-Standes 12 so eingestellt werden, daß die Kondensatorspannung
genau im positiven Nulldurchgang der Taktgeberwechselspannung Ur die Zenerspannung
der Zenerdiode 14 überschreitet und der Zenerstrom über diese Zenerdiode den Thyristor 3 zündet. Auf
diese Weise schaltet die Verzögerungsschaltstufe in dem gewünschten Zeitpunkt t.2 die Versorgungsspannung
U auf die Kippstufe S durch, so daß die Kippstufe, sofern sie synchron mit UT gesteuert wird,
eine Steuerspannung U3 gemäß Diagramm d) von F i g. 3 abgibt, die genau in dem betreffenden Nulldurchgang
einsetzt und beispielsweise zum Steuern von Leistungsthyristoren verwendet werden kann.
Die Schaltungsausführung gemäß F i g. 2 arbeitet ohne Transistor. Von der vorangehend beschriebenen
Schaltungsausführung unterscheidet sie sich dadurch, daß die Leitimpulse USt nicht direkt von der
Sekundärwicklung des Impulsübertragers 10 auf den Thyristor 11 sondern dem am Kondensator 51 angeschlossenen
Stromkreis mit den Elementen 6, 11, 12, 132 überlagert werden, der über die Steuerstrecke
des Thyristors 11 führt und somit dessen Steuerstromkreis bildet. Diese Schaltung unterscheidet
sich ferner dadurch, daß der weitere ohmsche Widerstand 7 entbehrlich ist, da besonders der
Widerstand 12 des Zeitgliedes 12, 13 den Steuerstrom begrenzt. Charakteristisch für diese Schaltung
ist, daß an der Steuerelektrode des Thyristors 11 den steuernden Leitimpulsen ein mit der Kondensatorspannung
U51 ansteigendes Steuerpotential überlagert
ist (vgl. Kurve 1 im Diagramm der Fig. 4).
Kurve2 von Fig. 4 zeigt den zeitlichen Verlauf der
Spannung zwischen den Punkten A und B. In diesem Diagramm ist mit U0 die Zenerspannung der
Zenerdiode 6, mit Uz die Zündspannung des Thyristors
11 und mit U15 sind die Steuerimpulse bezeichnet,
deren Höhe durch eine entsprechend gepolte weitere Zenerdiode 15, die parallel zur Sekundärwicklung
des Übertragers 10 liegt, festgelegt wird. t0 ist der Zeitpunkt, in dem der Kontakt K geschlossen
wird.
Als Vorteil der Erfindung ergibt sich, daß die Verzögerungsschaltstufe
über den Rahmen der eingangs dargestellten Aufgabe hinausgehend beispielsweise auch zum verzögernden Durchschalten einer höheren
Versorgungsspannung geeignet ist, sofern sie in der Ausführungsform gemäß F i g. 2 verwendet und an
Stelle der Zenerdiode 6 ein Glimmstabilisator oder ein anderes Glied mit entsprechend hohem Schwellspannungswert
eingesetzt wird.
Claims (4)
1. Verzögerungsschaltstufe mit einem steuerbaren elektronischen Schaltmittel, das in einem
bestimmten durch eine Wechselspannung vorgegebenen Zeitpunkt nach dem Einsetzen der
Wechselspannung mit Hilfe von Zeitgliedern verzögert schaltet, dadurch gekennzeichnet,
daß an eine Gleichspannungsquelle (G) über einen Schalter (K) ein erstes Serien-i?C-Glied
(4, 5) angeschaltet ist, dessen Kondensator (51) die Reihenschaltung eines ersten Schwellwertgliedes
(6) und eines weiteren ohmschen Widerstandes (7) parallel geschaltet ist und daß
ein einen Übertrager (10) aufweisender Steuerstromkreis vorgesehen ist, der bei Überschreiten
des Schwellwertes des ersten Schwellwertgliedes (6) geschlossen wird und in den jeweils kurz vor
dem Nulldurchgang der Wechselspannung auftretende Leitimpulse (U51) einer Polarität eingespeist
sind, die über den Übertrager (10) einen ersten Thyristor (11) aufsteuern, dessen Anoden-Kathoden-Strecke
in Reihe zu einem zweiten an der Gleichspannungsquelle (G) liegenden Serieni?C-Glied
(12, 13) liegt, dessen Kondensator (131) über ein zweites Schwellwertglied (14) der
Steuerstrecke eines als elektronisches Schaltmittel vorgesehenen zweiten Thyristors (3) parallel geschaltet
ist.
2. Verzögerungsschaltstufe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Steuerstromkreis
die Emitter-Kollektor-Strecke eines Transistors (8) vorgesehen ist, dessen Basis-Emitter-Strecke
dem weiteren ohmschen Widerstand (7) parallel geschaltet ist, und daß im Steuerstromkreis
die Primärwicklung des Übertragers (10) liegt, desen Sekundärwicklung der Steuerstrecke
des ersten Thyristors (11) parallel geschaltet ist (Fil)
3. Verzögerungsschaltstufe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Reihenschaltung,
bestehend aus den Widerständen (12, 132) des zweiten Serien-i?C-Gliedes (12, 13), der
Steuerstrecke des ersten Thyristors (11), dem ersten Schwellwertglied (6) und der Sekundärwicklung
des Übertragers (10) dem Kondensator (51) des ersten Serien-i?C-Gliedes (4, 5) parallel
geschaltet ist (F i g. 2).
4. Verzögerungsschaltstufe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zur Sekundärwicklung
des Übertragers (10) eine Zenerdiode (15) zur Begrenzung der Leitimpulse (U51)
vorgesehen ist, die dem ersten Schwellwertglied (6) entgegengesetzt gepolt ist (Fig. 2).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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