DE1582464C - Verfahren zum Trocknen von Gras oder Halbheu - Google Patents
Verfahren zum Trocknen von Gras oder HalbheuInfo
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Description
ein Brennstofftank 27 angeordnet. Unterhalb einer an der Zwischenwand 13 befestigten Kappe 28 sind
vier Gebläse 29 nebeneinander angeordnet. In den Seitenwänden der Gebläsegehäuse sind Einlaßöffnungen
35 vorgesehen. Die Auslaßöffnungen 36 der Gehäuse sind mit je vier Klappen 37 ganz oder teilweise
zu schließen.
Nahe einer Seitenwand 8 ist ein weiteres Gebläse angebracht, das mit einem vom Tank 27 versorgten
Brenner zur Erzeugung von Heißluft versehen ist. Die Heißluft wird über einen Luftkanal 44, in dem
Leitflächen 45 angeordnet sind, den Gebläsen 29 zugeführt.
Der Wagen ist mit einem Kratzboden 48 ausgerüstet, dessen vorderes Ende bis unter die Gehäuse der
Gebläse 29 reicht.
Im Laderaum sind an den Seitenwänden 8 übereinanderliegende Schienen 49 befestigt, die vier endlose,
horizontale Förderer 50, 51, 52 und 53 abstützen (F i g. 3). Das vordere Ende des oberen Förderers
50 liegt unter dem abgebogenen Ende 15 der Zwischenwand 13, und das obere Trum dieses Förderers
läuft nach hinten. Die Förderer sind derart angetrieben und übereinander gestaffelt angeordnet,
daß das Gut jeweils von einem oberen Förderer auf einen unter diesem befindlichen Förderer fallen kann
und von diesem dann in entgegengesetzter Richtung transportiert wird. Die Förderer bestehen aus perforierten
Winkelschienen, die muldenartig nach oben geöffnet und an seitlichen Ketten befestigt sind, so
daß sie querliegend umlaufen.
Hinter dem oberen Förderer 50 sind zwei zusammenwirkende Quetschwalzen 63 angeordnet, die sich
quer zur Förderrichtung über die Breite des Wagens erstrecken und nach hinten geschwenkt werden können.
Der an einen Schlepper angehängte Wagen fährt in Richtung A. Die Arbeitsgeräte, Aufnahmegerät,
Häcksler, Gebläse, Brennstoffpumpe, Kratzboden, Förderer und Quetschwalzen, werden von der
Schlepperzapfwelle aus angetrieben. Das vom Aufnahmegerät erfaßte Gut gelangt in den Bereich des
Klöppelhäckslers, der es durch Brechen von Stengeln und Quetschen aufbereitet und nach oben durch den
Kanal in den Laderaum schleudert. Die Gebläseklappen 37 werden geöffnet, und die Gebläse 29 sowie
das seitliche Gebläse erzeugen im Laderaum über dessen ganze Breite einen Luftstrom, der zweckmäßig
am Auslaß des seitlichen Gebläses erwärmt wird. Das Erntegut fällt zunächst auf den oberen Förderer
50, der es hinten transportiert. Wenn die Quetschwalzen 63 die in F i g. 3 dargestellte Stellung haben,
wird das Erntegut zwischen den Walzen durchgezogen und dabei gequetscht, so daß es schneller
trocknen kann. Das Gut fällt dann auf den Förderer
51, der es nach vorn mitnimmt und auf den Förderer 52 wirft. Von diesem wird es wieder nach hinten
transportiert und auf den Förderer 53 abgeworfen. Am Ende des nach vorn laufenden Förderers 53 fällt
das Gut auf den Kratzboden 48, der es zur Rückseite des Wagens transportiert.
Von den die Rückwand bildenden Klappen 11 sind wenigstens die unteren derart angeordnet, daß
das Erntegut aus dem Wagen vom Kratzboden aus nach hinten austreten kann. Wenn die oberen Klappen
11 ebenfalls nach oben geschwenkt sind, wird trockenes Erntegut von dem nach hinten gerichteten
Luftstrom, den die Gebläse über die ganze Wagenbreite erzeugen, durch die oberen Öffnungen der
Rückwand ausgetragen. Durch Änderung der Klappenstellung kann der Luftstrom im Laderaum beeinflußt
werden. Wenn die Quetschwalzen 63 nach hinten geschwenkt sind, fällt das Erntegut vom oberen
Förderer 50 direkt auf den nächsten Förderer 51. Da die Winkelschienen der Förderer 50 bis 53 über die
ganze Wagenbreite reichen, mit relativ großem Abstand voneinander angeordnet und außerdem perforiert
sind, wird das Erntegut von der eingeblasenen Luft auf einer großen Oberfläche bestrichen, intensiv
durchströmt und darum schnell getrocknet. Infolge der mehrfachen Umkehr der Förderrichtung verbleibt
das Gut verhältnismäßig lange im Laderaum, so daß schon beim ersten Durchgang eine weitgehende
Trocknung erreicht wird.
Das durch die geöffneten Klappen 11 nach hinten ausgetragene Gut fällt auf den Boden und wird, falls
erforderlich, erneut vom Ladewagen aufgenommen und dem Trocknungsraum zugeführt. Wenn das Erntegut
ausreichend trocken ist, wird es in den Wagen eingebracht und zu einem Speicher transportiert. Für
diesen Transport können die Förderer 50 bis 53 entfernt werden, so daß das gesamte Volumen des Laderaums
für den Transport zur Verfügung steht. Die vollständige Befüllung des Laderaumes kann durch
kontinuierlichen oder intermittierenden Antrieb des Kratzbodens unterstützt werden, der das aus dem
Kanal fallende Gut nach hinten fördert. Nach Befüllung des Laderaumes wird der Wagen zur Entladestelle
gefahren und mit Hilfe des Kratzbodens nach hinten entladen. Bei Verwendung als Transportwagen
können die Klappen 11 durch ein Gitter od. dgl. ersetzt werden, welches oben oder an der Seite des
Laderaumes angelenkt wird.
Der Wagen kann auch vollständig beladen werden, wenn sich die Förderer im Laderaum befinden.
In diesem Fall liegt das Erntegut nach dem Aufladen in mehreren, getrennten Schichten übereinander, wodurch
das Entladen des Wagens erleichtert wird.
Die Gebläse können auch während der Fahrt zum Sammelplatz in Betrieb genommen werden, um das
Gut weiter zu trocknen.
Der in F i g. 4 dargestellte Ladewagen unterscheidet sich von demjenigen nach den F i g. 1 bis 3 durch
die Art der Lademechanik. Diese besteht aus einem Schubstangenförderer 66, der in dem schräg nach
oben führenden Kanal angeordnet ist und dem Quetschwalzen 69 vorgeschaltet sind. Das vom Aufnahmegerät23
erfaßte Erntegut wird zwischen den Quetschwalzen 69 durchgezogen und gelangt in den
Kanal, wo es von dem Schubstangenförderer auf der Zwischenwand 64 nach oben geschoben wird, bis es
in den Laderaum fällt.
Infolge des festen, geschlossenen "Wagendaches kann das Erntegut im Laderaum stark zusammengedrückt
werden, wodurch das Fassungsvermögen gegenüber offenen Wagen beträchtlich erhöht wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Verfahren zum Trocknen von Gras oder fallen, z.B. das Zeiten, das Ausbreiten von Schwa-Halbheu
innerhalb des Wagenaufbaus eines den und das Wenden von Halbheu. "r
Fahrzeuges, bei dem die Trocknung wenigstens S QasvomLadewagen auf das Feld verteilte Heu teilweise während der Fahrt erfolgt, dadurch kann nach einem weiterenjtierkmal des erfindungsgekennzeichnet, daß das Gras oder Halb- gemäßen 1 Verfahrens jwjed^ryiaufgeladen und nochheu in an sich bekannter Weise von der Lademe- mais im-Laderäum.getrockneCwgrden.
Fahrzeuges, bei dem die Trocknung wenigstens S QasvomLadewagen auf das Feld verteilte Heu teilweise während der Fahrt erfolgt, dadurch kann nach einem weiterenjtierkmal des erfindungsgekennzeichnet, daß das Gras oder Halb- gemäßen 1 Verfahrens jwjed^ryiaufgeladen und nochheu in an sich bekannter Weise von der Lademe- mais im-Laderäum.getrockneCwgrden.
chanik eines Ladewagens vom Feld aufgenom- Zweckmäßig wird das Ladegut innerhalb des
men und in den Laderaum gefördert wird, und io Laderaumes in an sich bekannter Weise auf einem
daß das Ladegut nach Vortrocknung im Lade- durch Fördermittel vorgegebenen Weg bewegt, und
raum wieder auf das Feld abgeladen wird. bereits angetrocknetes Ladegut wird vor Beendigung
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- des Förderweges aus dem Laderaum ausgetragen,
kennzeichnet, daß das vom Ladewagen auf das Dadurch wird dem unterschiedlichen Trocknungs-Feld
verteilte Heu wieder aufgeladen und noch- 15 grad bei Halbheu Rechnung getragen. Von dem einmals
im Laderaum getrocknet wird. gebrachten Gut verbleibt derjenige Teil, der noch
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch einen größeren Feuchtgehalt hat, länger im Trockgekennzeichnet,
daß das Ladegut innerhalb des nungsraum, so daß das insgesamt ausgebrachte; HaIb-Laderaumes
in an sich bekannter Weise auf heu weitgehend gleichmäßig getrocknet ist. v
einem durch Fördermittel vorgegebenen Weg be- 20 Wenn das Heu den gewünschten Trocknungsgrad wegt wird, und daß bereits angetrocknetes Lade- auf dem Feld erreicht hat, kann der Ladewagen dazu gut vor Beendigung des Förderweges aus dem verwendet werden, das getrocknete Gut aufzuladen Laderaum ausgetragen wird. und zur Abladestelle an einem stationären Speicher
einem durch Fördermittel vorgegebenen Weg be- 20 Wenn das Heu den gewünschten Trocknungsgrad wegt wird, und daß bereits angetrocknetes Lade- auf dem Feld erreicht hat, kann der Ladewagen dazu gut vor Beendigung des Förderweges aus dem verwendet werden, das getrocknete Gut aufzuladen Laderaum ausgetragen wird. und zur Abladestelle an einem stationären Speicher
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 od. dgl. zu fahren.
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das getrock- 25 Die Erfindung wird an Hand zweier Ausführungsnete
Ladegut mit dem Ladewagen zur Ablade- formen eines Ladewagens näher erläutert, die zur
stelle an einem stationären Speicher od. dgl. ge- Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
fahren wird. geeignet sind. Es zeigt
F i g. 1 einen für das erfindungsgemäße Verfahren
30 bestimmten Ladewagen in Seitenansicht,
F i g. 2 einen Längsschnitt durch den vorderen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Trock- Teil des Wagens nach Fig. 1 in vergrößerter Darsteinen
von Gras oder Halbheu innerhalb des Wagenauf- lung,
baus eines Fahrzeuges, bei dem die Trocknung we- Fig. 3 einen Längsschnitt durch den Wagen nach
nigstens teilweise während der Fahrt erfolgt. 35 Fig. 1, in den Längsförderer eingebaut sind, in ver-
Es ist bekannt, Gras oder Halbheu und auch größerter Darstellung,
Schüttgüter in einer fahrbaren Anlage zu trocknen Fig.4 einen Längsschnitt durch den vorderen
(USA.-Patentschriften 3 166 386, 2613 452, Teil eines Ladewagens mit Schubstangenförderer,
schweizerische Patentschrift 78 752, deutsche Patent- Der Ladewagen nach den F i g. 1 bis 3 hat ein Geschäft 1 221 985). Die fahrbare Anlage kann als Wa- 40 stell mit zwei Längsträgern 1. Der Wagen ist einachgen ausgebildet sein, dessen Aufbau den Trock- sig und hat außer den beiden Laufrädern 2 ein hönungsraum bildet. Es ist auch bei derartigen Wagen hen verstellbares Stützrad 7. Eine Zugdeichsel 6 dient bekannt, das aufgeladene Gut während der Fahrt zum Anhängen des Wagens an einen Schlepper oder zum Sammelplatz zu trocknen (deutsche Patent- ein sonstiges Zugfahrzeug,
schrift 1 221 985). 45 Der Wagenaufbau hat stehende Seitenwände 8,
schweizerische Patentschrift 78 752, deutsche Patent- Der Ladewagen nach den F i g. 1 bis 3 hat ein Geschäft 1 221 985). Die fahrbare Anlage kann als Wa- 40 stell mit zwei Längsträgern 1. Der Wagen ist einachgen ausgebildet sein, dessen Aufbau den Trock- sig und hat außer den beiden Laufrädern 2 ein hönungsraum bildet. Es ist auch bei derartigen Wagen hen verstellbares Stützrad 7. Eine Zugdeichsel 6 dient bekannt, das aufgeladene Gut während der Fahrt zum Anhängen des Wagens an einen Schlepper oder zum Sammelplatz zu trocknen (deutsche Patent- ein sonstiges Zugfahrzeug,
schrift 1 221 985). 45 Der Wagenaufbau hat stehende Seitenwände 8,
Bei diesen bekannten Verfahren wird das Gras eine schräge Stirnwand 9, eine Deckwand 10 und
oder Halbheu nach dem Aufladen ausschließlich eine aus Klappen 11 bestehende Rückwand. Die
künstlich getrocknet und anschließend gespeichert, Klappen sind durch horizontale Querbolzen 12
so daß es beim Entladen des Wagens einen bestimm- schwenkbar mit den Seitenwänden verbunden und in
ten, zum Speichern geeigneten Trocknungsgrad er- so verschiedenen Schwenklagen zu arretieren. In der in
reicht haben muß. . - Fig. 1 dargestellten Endlage der Klappen ist die
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe Rückwand vollständig geschlossen, weil die Klappen
zugrunde, in den natürlichen Trocknungsablauf des dachziegelartig übereinanderliegen. i;; ; >
„
gemähten Gutes auf dem Felde so einzugreifen, daß Die Stirnwand 9 bildet mit einer 'Zwischenwand
sich verkürzte Feldtrocknungszeiten ergeben. 55 13 einen Zufuhrkanal 14, der sich nach oben ver-
. Ausgehend von den bekannten Verfahren zum jungt. Das obere Ende 15 der Zwischenwand 13 ist
Trocknen von Gras oder Halbheu innerhalb des Wa- in etwa horizontaler Richtung abgebogen* so daß der
genaufbaus eines Fahrzeuges, bei dem die Trocknung Zufuhrkanal 14 im oberen Bereich des Laderaums in
wenigstens teilweise während der Fahrt erfolgt, wird etwa horizontaler Richtung in diesen einmündet. Am
diese Aufgabe gemäß der Erfindung dadurch gelöst, 60 unteren Ende der Zwischenwand 13 ist eine Mulde
daß das Gras oder Halbheu in an sich bekannter 16 angeordnet, deren vorderes Ende schräg nach un-Weise
von der Lademechanik eines Ladewagens vom ten gerichtet ist. Die Mulde bildet zusammen mit der
Feld aufgenommen und in den Laderaum gefördert Stirnwand ein Gehäuse für einen Klöppelhäcksler 17.
wird, und daß das Ladegut nach Vortrocknung im An den Vorderenden der Längsträger 1 ist ein
Laderaum wieder auf das Feld abgeladen wird. 65 von Laufrädern 22 abgestütztes Aufnahmegerät 23
Durch Anwendung des erfindungsgemäßen Ver- befestigt, dessen Abstreifer 26 bis über die Unterfahrens
wird die natürliche, durch Sonne und Wind kante der Mulde 16 reichen,
zu erreichende Trocknung auf dem Felde durch eine Zwischen den Vorderenden der Längstäger 1 ist
zu erreichende Trocknung auf dem Felde durch eine Zwischen den Vorderenden der Längstäger 1 ist
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL6618064A NL6618064A (de) | 1966-12-23 | 1966-12-23 | |
| NL6618064 | 1966-12-23 | ||
| DET0035563 | 1967-12-21 |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1582464A1 DE1582464A1 (de) | 1972-01-05 |
| DE1582464C true DE1582464C (de) | 1973-06-20 |
Family
ID=
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