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DE1582061C - Pflanzenanzuchtvorrichtung - Google Patents

Pflanzenanzuchtvorrichtung

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Publication number
DE1582061C
DE1582061C DE1582061C DE 1582061 C DE1582061 C DE 1582061C DE 1582061 C DE1582061 C DE 1582061C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
belt
frame
plants
tape
growth
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Der Anmelder Ist
Original Assignee
Oepen, Karl, 5000 Köln
Publication date

Links

Description

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Die Erfindung betrifft eine Pflanzenanzuchtvorrichtung mit einem ebenen und vertikal umlaufenden, endlosen Band mit zahlreichen kleiner als das Saatgut ausgebildeten Durchbrechungen, wobei auf dem Band am Anfang einer horizontalen Wachstumsstrecke ein Rahmen die Fläche des auf das Band aufzubringenden Saatgutes begrenzt, welches bei der Fortbewegung des Bandes um eine Länge, die mindestens der Breite des Rahmens entspricht, ohne Behinderung durch den Rahmen von der Einsästation zur nächsten Behandlungsstation bewegbar ist.
Es ist eine Pflanzenzuchtanlage bekannt (deutsches Gebrauchsmuster 1 910 769), die im' wesentlichen aus einem endlosen umlaufenden Band besteht, welches über ,Umlenkrollen so geführt ist, daß es mehrere untereinanderliegende, horizontale Strecken bildet. Jede horizontale Bandstrecke der bekannten Vorrichtung wird als sogenannte Wachstumsstrecke für die zu bildenden Pflanzen verwendet. Dazu durchläuft das Band eine Reihe von hintereinander angeordneten Beharidlungsstationen, die jeweils aus über den horizontalen Bandstrecken befindlichen Bestrahlungseinrichtungen und/ Berieselungseinrichtungen für Nährstofflösungen bestehen. Zum Ablauf der aufgegebenen Nährstofflösungen ist das Band mit zahlreichen Durchbrechungen versehen, die jedoch so klein sind, daß die Saatgutkörner nicht durch das Band hindurchfallen können.
Bei der bekannten Vorrichtung ist an dem umlaufenden Band eine große Anzahl von hintereinander angeordneten Kästen oder Wannen befestigt, so daß sich diese Kästen bei der Fortbewegung des Bandes mit diesem mitbewegen. Die Seitenwände dieser Kästen stehen zu beiden Seiten des Bandes vor, d. h., es liegen jeweils zwei Kästen spiegelbildlich untereinander, von denen der obere Kasten auf dem Obertrum und von denen der untere Kasten auf dem Untertrum jeder Bandschleife befüllbar sind. Der gemeinsame Boden der doppelseitig zu befüllenden Kästen wird dabei durch das gelochte Band gebildet.
Das Band der bekannten Vorrichtung wird so fort- ν bewegt, daß die daran befestigten Kästen oder Wannen absatzweise von einer Behandlungsstation zur nächstfolgenden gebracht werden, wobei die Zeiträume zwischen den absatzweisen Bandvorrückungen so bemessen sind, daß die in den Kästen einer Wachstumsstrecke befindlichen Pflanzen ausreichend Zeit haben, in den Behandlungsstationen stufenweise heranzuwachsen. Die Seitenwände des jeweils ersten Kastens einer Wachstumsstrecke bilden einen Rahmen zur räumlichen Begrenzung der in der ersten Behandlungsstation auf das Band aufgegebenen Saatgutkörner, aus welchen Pflanzen gebildet werden sollen. Dieser Rahmen begleitet die Saatgutkörner und späteren Pflanzen von der ersten bis zur letzten Behandlungsstation jeder Wachstumsstrecke der bekannten Vorrichtung, so daß am Ende jeder Wachstumsstrecke die fertig gewachsenen Pflanzen aus dem Begrenzungsrahmen herausgenommen werden müssen.
Bei der bekannten Vorrichtung ist jedes Obertrum und Untertrum des umlaufenden Bandes mit so viel Saatgutkästen versehen, wie Behandlungsstationen vorhanden sind. Die bekannte Vorrichtung ist daher durch eine sehr große Anzahl eng aneinandergereihter, umlaufender, doppelseitig zu befüllender Kästen gekennzeichnet, wodurch die ganze Vorrichtung baulich aufwendig und schwerfällig wird. Das anzutreibende Band benötigt eine große Antriebsenergie, weil die vielen Kästen mit dem Band mitbewegt werden müssen. Außerdem macht es bei der bekannten Vorrichtung Schwierigkeiten, die fertig gewachsenen Pflanzen am Ende der Wachstumsstrecken aus den Kästen zu entfernen. ■
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu vermeiden und eine verbesserte Pfianzenwachstumsvorrichtung zu schaffen, die insbesondere einen geringeren baulichen Aufwand aufweist, eine geringere Antriebsenergie erforderlich macht und eine einfachere Austragung der fertig gewachsenen Pflanzen ermöglicht.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird bei einer Vorrichtung, wie sie eingangs beschrieben ist, erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß der Einsärahmen gegenüber dem Band ortsfest angeordnet und insgesamt oder teilweise derart vom Band abhebbar ist, daß
das Saatgut unter ihm hindurch zur nächsten Behandlungsstation bewegbar ist.
Durch den erfindungsgemäßen ortsfesten Einsärahmen, der sich nicht mit dem absatzweise vorrückenden Band mitbewegt, wird zunächst erreicht, daß auf die bekannten Saatgutkästen, welche das Saatgut von einer Behandlungsstation zur anderen tragen, verzichtet werden kann. Dadurch ergibt sich «in geringer baulicher Aufwand der erfindungsgemäßen Vorrichtung. Die erforderliche Antriebsenergie ist vergleichsweise gering, weil am umlaufenden Band keine mitzubewegenden Kästen oder Rahmen befestigt sind. Ein weiterer Vorteil ist der, daß es bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung vergleichsweise leicht ist, das umlaufende Band an den am Ende der Wachstumsstrecken angeordneten Umlenkrollen von den fertig gewachsenen Pflanzen zu befreien; demgegenüber macht es Schwierigkeiten, die fertig gewachsenen Pflanzen aus den Kästen der bekannten Vorrichtung herauszulösen. Das umlaufende Band der erfindungsgemäßen Vorrichtung reinigt sich an den Umlenkrollen von selbst, während die umlaufenden Kästen der bekannten Vorrichtung in zeitraubender Weise vor dem Neubefüllen von Pflanzenresten gereinigt werden müssen. Ein wesentlicher Vorteil ist noch der, daß bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung lediglich das Saatgut in der ersten Behandlungsstation von einer Berandung, nämlich dem Einsärahmen umgeben ist, während in den darauffolgenden Behandlungsstationen und Wachstumszonen die Pflanzen frei und unbehindert und ohne jede Berandung auf dem Band wachsen können, wobei auch eine Berieselung und Bestrahlung der einzelnen Pflanzenmatten nicht behindert wird. Dagegen befinden sich bei der bekannten Vorrichtung die Pflanzen in jeder Wachstumszone in den Kästen, deren Seitenwände das Wachstum, die Nährstoffberieselung und die Bestrahlung behindern. Obwohl bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung die Pflanzen auf dem Band frei ohne jegliche Berandung heranwachsen, ist das fertige Pflanzengut doch leicht vom Band abzunehmen, weil die Pflanzen in voneinander einzelnen Wachstumsmatten heranwachsen, nachdem das Band absatzweise jeweils um eine Länge fortbewegt wird, die größer ist als die Breite des stationären Einsärahmens.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist pro Bandetage nur am Anfang der Wachstumsstrecke ein Einsärahmen vorhanden, der das Saatgut auf die erforderliche Fläche verteilt und begrenzt. Innerhalb dieses Rahmens und während der Zeitdauer der Behandlung des Saatgutes innerhalb dieses Rahmens, die sich in der Regel auf einen Tag erstreckt, verhaken oder vernesteln sich die Keimlinge des Saatgutes in der Weise, daß die Vielzahl der Saatkörner eine zusammenhängende Matte bildet, die ausreichend ist, dem Transport zur nächsten Behandlungsstation standzuhalten, ohne daß die vorgesehene Fläche, auf der sie angeordnet ist, sich wesentlich "verändert. Das gegenseitige Verhaken der Saatgutkörner innerhalb des Einsärahmens während der Behandlungsdauer in der ersten Behandlungsstation kann durch die Maßnahme beschleunigt werden, daß während der Behandlungsdauer in der ersten Behandlungsstation eine höhere Zugabe an Nährmittellösung oder eine höhere Konzentration an Nährmittellösung in Verbindung mit intensiverer Bestrahlung vorgenommen wird und somit in der ersten Behandlungsstation Wachstumsbedingungen geschaffen werden, die in ihrer Wirkung stärker sind als in den nachfolgenden Behandlungsstationen. Es wird somit angestrebt, in der ersten Behandlungsstation eine Überfütterung des Samens mit Energie zur Förderung des Wachstums vorzunehmen, um die Wurzelbildung zu beschleunigen. Die konzentrierte Zugabe der Energie soll dabei auf den nächsten Behandlungsstationen nicht mehr erfolgen, da dies auf die Dauer eine Überfütterung des Wachstumsvermögens zur Folge hätte. Es besteht noch die Möglichkeit, die Saatgutkörner vor ihrem Einbringen in den Einsärahmen vorzukeimen.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung weisen ein oder mehrere Umlenkrollen des Bandes zahlreiche Durchbrechungen ihrer Mantelfläche auf, und innerhalb der Umlenkrollen ist ein zentrisch liegendes Luft- oder Wasserzuführungsrohr vorhanden, das radial nach außen in Richtung zum Abwurf der Pflanzen vom Band verlaufende, den Luft- oder Wasserstrahl bündelnde Leitbleche aufweist. Durch diese weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird das Abheben der fertig gewachsenen, voneinander getrennten Pflanzenmatten vom Band erleichtert, und zugleich werden auch gegebenenfalls vorhandene Vestopfungen der Durchbrechungen des Bandes, z. B. durch Reste von Keimlingen, entfernt.
Die vorbeschriebene Maßnahme zur Erleichterung des Entfernens der fertig gewachsenen Pflanzen vom Förderband mittels eines Druckluft- oder Druckwasserstoßes wird begünstigt durch die Maßnahme, daß das Förderband an seinen jeweils längsverlaufenden Kanten eine obere und eine untere vorstehende Verdickung aufweist. Dadurch ist zwischen dem die Pflanzen tragenden Teil des Förderbandes und den Umlenkrollen ein Spalt vorhanden. Durch den erhaltenen Abstand zwischen dem die Pflanzen tragenden Teil des Förderbandes und der Außenmantelfläche der Umlenkrollen wird eine bessere Zugänglichkeit der Luft- und Wasserstrahlen zu den Bandöffnungen erreicht. Die Luft- und Wasserstrahlen haben dabei nicht nur die Aufgabe, die Pflanzen am Ende der Wachstumsstrecke vom Band abzuheben oder das Abheben zu erleichtern, sondern auch als Wasserstrahlen die Aufgabe, Reste von Nährmittellösungen, die sich an den Pflanzen befinden, wegzuspülen. Das Wegspülen der Reste an Nährmittelsalzen oder dergleichen erfolgt dabei zusätzlich zur Berieselung von oben mit reinem Wasser in der letzten Behandlungsstation.
Die Schaffung eines Abstandes zwischen der Außenmantelfläche der Umlenkrolle am Ende der Wachstumsstrecke und dem auf dieser Umlenkrolle aufliegenden Band wird auch durch das weitere Merkmal der Erfindung erreicht, daß die Umlenkrolle bzw. die Umlenkrollen jeweils an ihren Mantelflächen mit nach außen vorstehenden, axial verlaufenden Leisten versehen sind.
Zur schonenden Austragung der fertig gewachsenen Pflanzenmatten aus der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird vorgeschlagen, daß am Austragsende des um die Rolle umgelenkten Bandes ein Leitblech anliegt, das in eine Rutsche mündet
Das umlaufende Band der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann aus den verschiedensten Werkstoffen bestehen, beispielsweise aus Gummi oder Kunststoff mit den entsprechenden Durchbrechungen. Es
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kann jedoch auch ein Gewebeband oder ein Band Rolle 7 antreibt. Die Rolle 7 hat die Aufgabe, das
aus einem Stahldrahtgeflecht verwendet werden. Band umzuleiten auf eine Rolle 8, die es zur Rolle 2
Die Erfindung sei an Hand der in den Figuren rückführt. Aus F i g. 1 ist ersichtlich, daß die Rollen 3 schematisch dargestellten Ausführungsbeispiele näher und 4 sowie 5 und 6 in der Höhenlage einander vererläutert. 5 setzt sind, die gegenüberliegenden Umlenkrollen 3
Es zeigt und 5 sowie 4 und 6 jeweils jedoch in gleichen verti-
F i g. 1 einen vertikalen Schnitt durch eine bevor- kalen Ebenen liegen. Dadurch ergibt sich, daß die
zugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vor- Umlenkrollen zugleich die fertig gewachsenen Pflan-
richtung, zen, nachdem diese die letzte Behandlungsstation ver-
F i g. 2 einen Teil eines Förderbandes mit einer io lassen haben, abwerfen. Weiterhin ergibt sich daraus,
Umlenkrolle nach Fig. 1 in perspektivischer Dar- wie auch aus der Zeichnung zu ersehen ist, daß ab-
stelhmg, wechselnd die Oberseite und die Unterseite des Ban-
Fig. 3 einen vertikalen Schnitt durch ein Förder- des als Fläche zum Wachsen der Pflanzen benutzt ist,
band, so daß dadurch eine hohe Ausnutzung der vorhande-
F i g. 4 einen radialen Schnitt durch eine abge- 15 nen Bandflächen gegeben ist.
wandelte Umlenkrolle und Die von den Umlenkrollen 3 und 5 abgeworfenen
Fig. 5 die Umlenkrolle nach Fig. 4 in Seitenan- Pflanzen gelangen auf einen Förderer 16, während
sieht. die von den Umlenkrollen 4 und 6 abgeworfenen
Nach Fig. 1 ist das Förderband 1 über die Um- Pflanzen auf den Förderer 17 gelangen. Nach Fig. 1
lenkrollen 2, 3, 4, 5,6 und 7 in der Weise geführt, 20 ist noch eine weitere Umlenkrolle 18 gestrichelt dar-
daß eine Vielzahl von Wachstumsstrecken vorhanden gestellt. Dies zeigt, daß die Länge des Bandes und
und Oberseite sowie Unterseite des Förderbandes als somit die Wachstumsfläche nach dem beschriebenen / ■
Wachstumsflächen genutzt sind, wobei zugleich Führungssystem des Bandes in einfacher Weise ver- I
durch die Umlenkung des Förderbandes an den En- kürzbar ist. Auch kann an Stelle der in F i g. 1 dar-
den der Wachstumsstrecke durch die Umlenkung das 25 gestellten vier Wachstumsstrecken diese auf sechs
Abwerfen der fertig gewachsenen Pflanzen erfolgt. oder acht Wachstumsstrecken erhöht werden, ohne
Das Saatgut 9 gelangt auf der oberen horizontal das dargelegte Prinzip zu verlassen,
verlaufenden Wachstumsstrecke durch eine Zufüh- Unterhalb einer jeden Wachstumsstrecke ist eine rungsrinne 10 auf das Förderband 1, das sich in an- zugeordnete Auffangrinne 19, 19 a, 19 b und 19 c gegebener Pfeilrichtung 11 bewegt. Es gelangt in 30 vorhanden, wobei die Auffangrinnen in eine Leitung einen Einsärahmen 12, der nachfolgend noch im ein- 20 münden, die in ein Sammelgefäß 21 führt. Das zelnen beschrieben wird. Es verbleibt in dem Ein- Sammelgefäß weist in seinem oberen Bereich einen särahmen 12 so lange, bis die Saatgutkörner oder Einführungsstutzen 22 für neue Nährmittellösung auf. Keimlinge od. dgl. Wurzeln geschlagen haben Im unteren Bereich ist die Ableitung vorhanden, und die Wurzeln in der Weise voneinander ver- 35 die über eine Pumpe 23 und die Leitung 24 die Nährhaken, daß eine mehr oder weniger lose zusammen- flüssigkeit zu den Berieselungsköpfen 13 leitet, die hängende Matte gebildet wird. Dieser Zeitraum er- über zugeordnete Verbindungsleitungen 25 an die streckt sich über mehrere Stunden, in der Regel über Leitung 24 angeschlossen sind. Ventile 26, 27, 28 und einen Tag. Um das Wachsen in der Behandlungs- 29 regeln die Zufuhr. Weiterhin können die einzelnen ; Station I innerhalb des Einsärahmens 12 zu be- 40 Berieselungsköpfe 13 besonders in bezug auf ihre schleunigen, ist eine Berieselungsdüse 13 angeordnet, Mengenabgabe geregelt sein. Schließlich ist es mögdie den Saatgutkörnern, Keimlingen od. dgl. eine Hch, daß in einzelnen Behandlungsstationen I bis VIII Nährmittellösung zuführt. Weiterhin ist eine Be- eine jeweils unterschiedliche Nährmittellösung zu- ( leuchtungsquelle 14 vorhanden, die nach dem Aus- geführt wird, die die Wachstumsbedingungen be- ί führungsbeispiel als Leuchtröhre ausgebildet ist und 45 rücksichtigt. In der letzten Behandlungsstation kann weitere, nachfolgende Behandlungsstationen II und man reines Wasser zuführen, um vorhandene III mit der entsprechenden künstlichen Beleuchtung Reste von Nährmittellösungen von den Pflanzen weg- , bestrahlt. Vorteilhaft ist der Behandlungsstation I zuspülen. \ eine besondere und intensiv wirkende Bestrahlung zu- F i g. 2 zeigt die Führung des Bandes um die Um- j geordnet, um die Wurzelbildung zu beschleunigen. 50 lenkrolle 3 in perspektivischer Darstellung. Das j Nachdem eine ausreichende Wurzelbildung vornan- Band 1, das mit zahlreichen Durchbrechungen 30 den ist, die die einzelnen Saatgutkörner einander ver- versehen ist, wandert in angegebener Pfeilrichtung 11 j häkelt oder in sonstiger Weise zusammenhalt, wird im oberen Teil und wird in angegebener Pfeilrichtung der Einsärahmen 12 angehoben und das Band I in 31 zurückgeführt. Am Beginn dieser Rückführung angegebener Pfeilrichtung 11 so weit bewegt, daß die 55 beginnt die Wachstumsstrecke. Dort ist vorhanden j Samenkörner bzw. die Keimlinge unter die nächste der Einsärahmen 12, der an einem in den Zeichnun- j Berieselungsdüse in der Behandlungsstation H ge- gen nicht besonders dargestellten Maschinenrahmen langt. In dieser Lage bleiben die Saatgutkörner bzw. befestigt ist und auf dem Band I aufliegt. Das Saatdie Pflänzchen wiederum über einen längeren Zeit- gut 9 wird in diesen Einsärahmen 12 eingefüllt und punkt, in der Regel einen Tag, bis sie niit der nächsten 60 innerhalb des Einsärahmens gleichmäßig auf dem Bewegung des Förderers zur nachfolgenden Behänd- Band I verteilt. Nach einer längeren Zeit, in der Regel lungsstation III geführt werden. Diese Weiterführung einen Tag, haben die Samenkörner Wurzeln in einer zu den Behandlungsstationen erfolgt in großen Zeit- solchen Größe geschlagen, daß die Wurzeln benachabständen absatzweise. In ebenso großen Zeitabstän- barter Körner einander verhaken und somit die Saatden erfolgt das neue Nachfüllen von Saatgutkörnern 65 körner eine Matte bilden. Der Rahmen 12 weist ein in den Einsärahmen 12. Nach dem Ausführungs- Rahmenteil 32 auf, das um die Achse 33 anhebbar beispiel in Fig. 1 werden die Umlenkrollen 1 bis7 ist. Dadurch ist es möglich, daß ohne Abheben des durch einen Elektromotor 15 angetrieben, der die gesamten Rahmens 12 mit der Weiterbewegung des
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Bandes 1 in angegebener Pfeilrichtung 31 die Saat- weise einmal täglich, rotiert. Mit 38 ist ein an der
gutkörner aus dem Bereich des Rahmens 12 gelangen, Mantelfläche der Rolle anliegendes Leitblech dar-
ohne bei ihrer Bewegung durch diesen behindert zu gestellt, das in eine in der Zeichnung nicht dargestellte
sein. Die Weiterbewegung des Bandes erfolgt um eine Rutsche übergeht, um die Pflanzen, mit den Halmen
Wegstrecke, die sich aus der Breite X des Rahmens 5 stets nach oben gerichtet, auf den zugeordneten För-
12 ergibt, und zwar um einen gewissen Betrag mehr, derer 16 zu bringen und durch diesen wegzutranspor-
damit zwischen den einzelnen Feldern ein Spalt frei tieren.
ist, der ein Zusammenwachsen der Felder beim späte- Fig. 3 zeigt das Förderband 1 im Querschnitt mit ren Wachsen verhindert und somit das Lösen der an den Kanten vorhandenen Verdickungen 48, so daß Pflanzen vom Band erleichtert. Das ist in Fig. 2 dar- io das Band 1 in seinem Bereich, der die Pflanzen trägt, gestellt. F i g. 2 zeigt weiterhin den Fortschritt des nicht unmittelbar auf den Umlenkrollen 3 bis 6 aufWachsens in den verschiedenen Wachstumsstationen liegt. Die Verdickung ist in Gestalt von Leisten vor-II und III usw. handen, die über beide Bandseiten vorstehen, weil das Die Umlenkrolle 3 hat eine mit zahlreichen Durch- Band, wie dargestellt, abwechselnd auf der Oberseite brechungen 34 versehene Mantelfläche und eine im 15 und Unterseite benutzt wird, damit die in F i g. 1 Inneren angebrachte Zuführungsleitung 35 für Druck- dargestellte raumsparende Anordnung mit großer luft oder für unter Druck stehendes Wasser. Die Zu- Wachstumsfläche erreicht wird,
führungsleitung 35 weist einen düsenartigen Schlitz in Die Maßnahme, einen Spalt zwischen Umlenkrolle Verbindung mit radial sowie sektorförmig gerichteten und Förderband zu erhalten, ist auch erreichbar, so-Leitflächen 36 und 37 auf, so daß ein gebündelter 20 fern nach den Fig. 4 und 5 die Umlenkrollen mit Luftstrahl oder Wasserstrahl zu dem Teil des Um- ihren mit Durchbrechungen versehenen Mantelflächen fangs der Rolle gerichtet ist, der das Abwerfen der in axialer Richtung sich erstreckende vorstehende fertig gewachsenen Pflanzen vom Band bewirkt. Die Leisten 49 aufweisen.
Zuführungsleitung 35 mit den Leitblechen 36 und 37 Die Vorrichtung weist einen in den Zeichnungen
ist feststehend angeordnet, während die Mantelfläche 25 nicht dargestellten Rahmen auf und ist zerlegbar und
der Rolle im vorbeschriebenen Rhythmus, Vorzugs- transportabel.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (5)

Patentansprüche: ^
1. Pflanzenanzuchtvorrichtung mit- einem ebenen und vertikal umlaufenden, endlosen Band mit zahlreichen kleiner als das Saatgut ausgebildeten Durchbrechungen, wobei auf dem Band am Anfang einer horizontalen Wachstumsstrecke ein Rahmen die Fläche des auf das Band aufzubringenden Saatgutes begrenzt, welches "bei der Fortbewegung des Bandes um eine Länge, die mindestens der Breite des Rahmens entspricht, ohne Behinderung durch den Rahmen von der Einsästation zur nächsten Behandlungsstation bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Einsärahmen (12) gegenüber dem Band (1) ortsfest angeordnet und insgesamt oder teilweise (32) derart vom Band abhebbar ist, daß das Saatgut unter ihm hindurch zur nächsten Behandlungsstation bewegbar ist. ao
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere Umlenkrollen (3 bis 6) des Bandes (1) zahlreiche Durchbrechungen (34) ihrer Mantelfläche aufweisen und innerhalb der Umlenkrolle ein zentrisch lie- as gendes Luft- oder Wasserzuführungsrohr (35) vorhanden ist, das radial nach außen in Richtung zum Abwurf der Pflanzen vom Band verlaufende, den Luft- oder Wasserstrahl bündelnde Leitbleche (36,37) aufweist.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Förderband (1) an seinen jeweils längsverlaufenden Kanten eine obere und untere vorstehende Verdickung (48) aufweist.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkrollen (3 bis 6) jeweils an ihren Mantelflächen mit nach außen vorstehenden, axial verlaufenden Leisten (49) versehen sind.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß am Austragsende des um die Rolle umgelenkten Bandes ein Leitblech (38) anliegt, das in eine Rutsche mündet.
45

Family

ID=

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2911879A1 (de) * 1978-03-28 1979-10-11 Zwigro Bv Verfahren und vorrichtung zum saeen, keimen und zuechten von pflanzen
DE102011050545B3 (de) * 2011-05-20 2012-11-15 Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. Transportable Pflanzenanbaueinrichtung für abgelegene Orte

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2911879A1 (de) * 1978-03-28 1979-10-11 Zwigro Bv Verfahren und vorrichtung zum saeen, keimen und zuechten von pflanzen
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