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DE1579135B - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen eines Fördergutes - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen eines Fördergutes

Info

Publication number
DE1579135B
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sections
belt
reinforcement inserts
press
belt blank
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Peter 3000 Hannover; Engel Horst 3203 Sarstedt Michels
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Continental AG
Original Assignee
Continental Gummi Werke AG

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Description

55
Die Erfindung bezieht sich auf Verfahren zum Herstellen eines Fördergurtes aus Gummi oder gummiähnlichen Kunststoffen mit zwischen Deckplatten eingebetteten Verstärkungseinlagen in Form von in Längsrichtung durchlaufenden Drähten, Seilen oder Kabeln, wobei der Gurtrohling aus zwei oder mehr mit ihren Längskanten aneinandergelegten schmalen Teilstücken zusammengesetzt und mit den Deckplatten versehen in einer Vulkanisierpresse in aufeinanderfolgenden Längenabschnitten unter der Einwirkung einer Reckspannung auf die Verstärkungseinlagen vulkanisiert wird.
Fördergurte großer Breite lassen sich mit den üblichen Betriebseinrichtungen nicht in einem Zuge aufbauen und sind daher aus mehreren, meistens zwei, vor der abschließenden Vulkanisation zusammengesetzten schmalen Teilstücken so herzustellen, daß Längenunterschiede zwischen den aneinandergelegten Teilstücken und dadurch hervorgerufene Verwerfungen und Wellenbildungen an dem fertigen Fördergurt ausgeschlossen werden. Mit den herkömmlichen Herstellungsverfahren ist dieses Ziel nicht mit Sicherheit zu erreichen. Wenn im Verlauf der aufeinanderfolgenden Vulkanisationsvorgänge an den einzelnen Fördergurtabschnitten jeweils auch nur geringe, optisch nicht mehr wahrnehmbare Längenunterschiede eingebaut werden, so addieren sich die Unregelmäßigkeiten über die Gesamtlänge zu solchen Beträgen, daß der fertigvulkanisierte Fördergurt vor seiner Verwendung kostspieligen Nacharbeiten unterzogen oder in schweren Fällen als Ausschußware zurückgewiesen werden muß.
Die nicht vorveröffentlichte deutsche Patentschrift 1 256 883 hat zwar schon eine Lösung der Aufgabe, Fördergurte in Extremfällen aus mehreren mit ihren Längskanten aneinandergelegten Teilstücken zusammenzusetzen, zum Gegenstand; jedoch erwies sich das hierin beschriebene Verfahren in der Praxis noch in Einzelheiten verbesserungsbedürftig. Die französische Patentschrift 1318 725, die ein Verfahren zum Herstellen mehrerer Fördergurte aus einem einzigen zusammmenhängenden Rohling offenbart, konnte hierzu keine Anregung vermitteln. Denn in der Ausübung des bekannten Verfahrens sind die einzelnen Gurte auch in ihrer vorübergehenden Zusammenfassung stets vollständig unabhängig voneinander, so daß unterschiedliche Spannungsverhältnisse keinen Einfluß auf die Qualität der fertigen Gurte haben und nicht weiter berücksichtigt zu werden brauchen. Ebensowenig war es möglich, die deutsche Auslegeschrift 1 177 811 hierzu heranzuziehen, da diese ausschließlich von einem in voller Breite fertig aufgebauten einheitlichen Gurtrohling ausgeht und nur für diesen Fall brauchbare Anweisungen zum Spannen der Verstärkungseinlagen gibt.
Der Erfindung liegt als Aufgabe zugrunde, beim Zusammensetzen der Teilstücke Längenunterschiede sowohl zwischen den Teilstückkernen als auch innerhalb der einzelnen Kerne selbst auszugleichen und insbesondere auch das schwierige, mit der Gefahr von Fehlerquellen behaftete Zusammensetzen der unteren Deckplatten zu vermeiden. Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs geschilderten Gattung dadurch gelöst, daß das Zusammensetzen der Teilstücke unter gleichzeitigem Zusammenbringen mit mindestens einer über die Gesamtbreite des Gurtes reichenden Deckplatte und das Aufbringen der Reckspannung auf die Verstärkungseinlagen in verschiedenen Breitenbereichen mit unterschiedlich einstellbaren Kräften erfolgt. Zweckmäßig werden die Kräfte zum Aufbringen der Reckspannung bis zum Eintreten im wesentlichen gleicher Spannungsverhältnisse in den Verstärkungseinlagen sämtlicher Teilstücke aufrechterhalten oder in wiederholten Wirkperioden auf die Teilstücke aufgegeben.
Der besondere Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß die vorbereiteten Teil-
stücke des Gurtrohlings erst nach vollständigem Ausgleich aller vorhandenen Längendifferenzen endgültig zusammengesetzt und in der Presse vulkanisiert werden. Der Längenausgleich wird für jeden zu vulkanisierenden Gurtabschnitt erneut vorgenommen, so daß der fertige Fördergurt über seine ganze Länge keine nachteiligen inneren Spannungen aufweist und daher ohne teuere, zeitraubende Nacharbeiten im Betrieb einwandfrei gerade läuft. Die getrennt hergestellten Teilstückkeme mit den festigkeitsgebenden Verstärkungseinlagen können mit einer über die Gesamtbreite des Fördergurtes geschlossen durchlaufenden Deckplatte auf einer oder auf beiden Seiten belegt und erst im weiteren Verlauf des Herstellungsverfahrens der Reckspannung unterzogen werden. Wesentlich ist, daß die den einzelnen Teilstücken zugeordneten Verstärkungseinlagen sich unter der Einwirkung der aufgegebenen Reckspannung in Längsrichtung gegeneinander verschieben können, da nur durch solche begrenzte Bewegungen der eigentlichen Festigkeitsträger die vorhandenen Längendifferenzen abgebaut werden.
Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung mit einer Presse zum Vulkanisieren des Gurtrohlings, vor der in Bewegungsrichtung des Gurtrohlings in einem mindestens der wirksamen Länge der Presse oder einem Vielfachen hiervon entsprechenden Abstand eine Spannvorrichtung angeordnet ist, die zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung aus einer von dem Gurtrohling umschlingbaren, entgegen dessen Bewegungsrichtung antreibbaren Trommel aus relativ zueinander verdrehbaren axialen Abschnitt besteht. Unter Verwendung einer solchen Vorrichtung ist es möglich, unterschiedliche Reckspannungen in den Verstärkungseinlagen zu erzeugen. Die zu längenden Teilstücke werden dann von der angetriebenen Trommel noch mitgenommen, wenn diese unter den nicht weiter zu reckenden Breitenzonen bereits durchrutscht. Zur Erzielung des gleichen Effektes könnten durch unterschiedliche Beeinflussung des Reibungskoeffizienten zwischen dem Gurtrohling und dem Trommelmantel in verschiedenen Breitenzonen — beispielsweise durch Aufbringen reibungserhöhender oder reibungsvermindernder Mittel auf den Trommelmantel oder die Oberfläche des aufliegenden Gurtrohlings oder durch Einlegen durchmesservergrößernder Stoffe in den Umschlingungsbogen — unterschiedliche Reckspannungen in den Verstärkungseinlagen erzeugt werden. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die Erfindung ist an Hand einer schematischen Darstellung einer Vorrichtung in der Zeichnung verdeutlicht. In der Zeichnung ist
F i g. 1 ein Anordnungsschema der wesentlichen Vorrichtungsteile,
F i g. 2 eine Draufsicht auf einen Abschnitt des Fördergurtes in der Ubergangsphase zwischen Roh- und Fertigzustand,
F i g. 3 ein Querschnitt durch den Fördergurtrohling im vergrößerten Maßstab und
F i g. 4 ein ähnlicher Querschnitt durch den fertigen Fördergurt.
Ein in F i g. 3 und 4 als Ausführungsbeispiel gezeichneter Fördergurt 4 ist aus Gummi hergestellt und enthält als zugkraftübertragendes Element einen Kern aus einer Vielzahl parallel nebeneinander ohne gegenseitige Berührung in Gurtlängsrichtung durchlaufender Stahlseile 1, die in eine vergleichsweise weiche, bindefreudige Gummischicht 2 eingebettet sind und das tragende Gerüst des Gurtes bilden. Nach oben und unten ist der aus den Stahlseilen 1 und der Gummischicht 2 bestehende Kern durch Deckplatten 3 aus einer zähharten, abriebfesten Gummimischung hergestellt.
Für die Herstellung des gezeichneten Fördergurtes 4 wird von zwei Teilstücken A, B von jeweils der halben Breite des fertigen Fördergurtes 4 ausgegangen. Beide Teilstücke A, B werden unabhängig und getrennt voneinander jeweils aus dem Kern mit den zugehörigen Deckplatten 3 aufgebaut und im Rohzustand einer Vulkanisierpresse 5 zugeführt, aus der der fertige Fördergurt 4 abschnittweise im Takt der VuI-kanisiervorgänge in Richtung des Pfeiles I austritt, um auf eine angetriebene Abzugtrommel 6 aufgewickelt zu werden. In dem gezeichneten Ausführungsbeispiel sind die Teilstücke A, B auf einer einheitlichen ungeteilten unteren Deckplatte 3 aufgebaut. Es wäre denkbar, auch die obere Deckplatte schon von Anfang an mit voller Breite durchgehend zu gestalten, wenn dies aus betrieblichen Gründen angezeigt erscheinen sollte. Von wesentlicher Bedeutung ist, daß die unabhängig voneinander konfektionierten Kerne zum Ausgleich von Längenunterschieden gegeneinander verschiebbar sind. Diese wichtige Bewegungsmöglichkeit ist in den F i g. 2 und 3 durch einen offenen Zwischenraum? zwischen beiden Teilstücken A, B angedeutet. Die Teilfuge der oberen Deckplatte 3 ist demgegenüber in Querrichtung etwas versetzt, um eine genaue Überdeckung beider Stoßstellen zu vermeiden. Eine solche Überlappung wird aus vulkanisationstechnischen Gründen gewählt. Die Beweglichkeit der Teilstücke A, B gegeneinander kann gegebenenfalls durch Einlegen eines Trennmittels, beispielsweise eines Gewebestreifens, in den Zwischenraum 7 gesichert werden. Sobald der Längenausgleich erreicht ist, wird das Trennmittel aus dem Abschnitt b des Rohlings wieder entfernt.
In dem Anordnungsschema gemäß F i g. 1 ist die wirksame Länge α der Vulkanisierpresse 5 der mit einer Vulkanisation erfaßte Wirkungsbereich in Längsrichtung des Gurtes gemessen. In einem Abstand des Abschnittes b, der mindestens gleich, vorzugsweise aber größer als die Länge« bemessen ist und im Extremfall auch einem Mehrfachen dieses Wertes entsprechen kann, befindet sich vor der Vulkanisierpresse 5 eine Reckvorrichtung in Gestalt einer ortsfesten angetriebenen Trommel 8 mit zugeordneten Umlenktrommeln 9. Der zweiteilige Fördergurtrohling umschlingt den Trommelmantel in einem weiten Bogen und läuft anschließend in Richtung des Pfeiles I in die Vulkanisierpresse 5 ein, in welcher mit der Vulkanisation des Werkstoffes die Verbindung beider Teilstücke A, B zu dem homogenen Fördergurt4 bewirkt wird.
Die Trommel 8 der Reckvorrichtung ist in dem vereinfacht dargestellten Ausführungsbeispiel als in sich starre Zylindertrommel mit regelbarem Antrieb ausgebildet. Durch ihre Drehbewegung in Richtung des gestrichelten Pfeiles II übt sie auf den in der Vulkanisierpresse 5 festgeklemmten Fördergurtrohling eine Mitnahmewirkung aus, deren Intensität von dem Reibungsschluß zwischen dem Trommelmantel und der Gurtoberfläche abhängig ist. Mit der gezeichneten Anordnung gelingt es, den Reibbeiwert so zu beeinflussen, daß je nach den vorherrschenden Verhältnissen entweder das Teilstück A oder das Teilstück B
oder auch bestimmte Zonen innerhalb der Teilstücke stärker gereckt werden, bis in dem Abschnitt b ein über die gesamte Breite gleichmäßiger oder wenigstens annähernd gleichmäßiger Spannungszustand in den Stahlseilen 1 erreicht ist. Dies ist nach ungefährer Schätzung dann der Fall, wenn der ohne Unterstützung geführte Gurtrohling in dem Abschnitt b überall gleichen Durchhang zeigt. Der so vorbehandelte Gurtrohling kann anschließend in die Vulkamsierpresse 5 eingefahren und vulkanisiert werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Herstellen eines Fördergurtes aus Gummi oder gummiähnlichen Kunststoffen mit zwischen Deckplatten eingebetteten Verstärkungseinlagen in Form von in Längsrichtung durchlaufenden Drähten, Seilen oder Kabeln, wobei der Gurtrohling aus zwei oder mehr mit ihren Längskanten aneinandergelegten schmalen Teilstücken zusammengesetzt und mit den Deckplatten versehen in einer Vulkanisierpresse in aufeinanderfolgenden Längenabschnitten unter der Einwirkung einer Reckspannung auf die Verstärkungseinlagen vulkanisiert wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Zusammensetzen der Teilstücke unter gleichzeitigem Zusammenbringen mit mindestens einer über die Gesamtbreite des Gurtes reichenden Deckplatte und das Aufbringen der Reckspannung auf die Verstärkungseinlagen in verschiedenen Breitenbereichen mit unterschiedlich einstellbaren Kräften erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kräfte zum Aufbringen der Reckspannung bis zum Eintreten im wesentlichen gleicher Spannungsverhältnisse in den Verstärkungseinlagen sämtlicher Teilstücke aufrechterhalten oder in wiederholten Wirkperioden auf die Teilstücke aufgegeben werden.
3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2 mit einer Presse zum Vulkanisieren des Gurtrohlings, vor der in Bewegungsrichtung des Gurtrohlings in einem mindestens der wirksamen Länge der Presse oder einem Vielfachen hiervon entsprechenden Abstand eine Spannvorrichtung angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannvorrichtung aus einer von dem Gurtrohling umschlingbaren, entgegen dessen Bewegungsrichtung antreibbaren Trommel (8) aus relativ zueinander verdrehbaren axialen Abschnitten besteht.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschnitte unabhängig voneinander antreibbar und ihre Antriebe untereinander schlupffähig gekuppelt sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abschnitte mit einem gemeinsamen Antriebsmotor schlupffähig gekuppelt sind.

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