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DE3031217C2 - Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen eines Furnierblattes - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen eines Furnierblattes

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Publication number
DE3031217C2
DE3031217C2 DE3031217A DE3031217A DE3031217C2 DE 3031217 C2 DE3031217 C2 DE 3031217C2 DE 3031217 A DE3031217 A DE 3031217A DE 3031217 A DE3031217 A DE 3031217A DE 3031217 C2 DE3031217 C2 DE 3031217C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
veneer
veneer sheet
roller
sheet
softening
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE3031217A
Other languages
English (en)
Other versions
DE3031217A1 (de
Inventor
Nagara Aoyama
Yasumasa Hasegawa
Masaru Koike
Satoru Shimosaka
Toshihiko Ohbu Aichi Yoshizumi
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Meinan Machinery Works Inc
Original Assignee
Meinan Machinery Works Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Priority claimed from JP10640879A external-priority patent/JPS5630572A/ja
Priority claimed from JP15942379A external-priority patent/JPS5682202A/ja
Priority claimed from JP484080A external-priority patent/JPS56102678A/ja
Application filed by Meinan Machinery Works Inc filed Critical Meinan Machinery Works Inc
Publication of DE3031217A1 publication Critical patent/DE3031217A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE3031217C2 publication Critical patent/DE3031217C2/de
Expired legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B13/00Machines and apparatus for drying fabrics, fibres, yarns, or other materials in long lengths, with progressive movement
    • F26B13/10Arrangements for feeding, heating or supporting materials; Controlling movement, tension or position of materials
    • F26B13/101Supporting materials without tension, e.g. on or between foraminous belts
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27DWORKING VENEER OR PLYWOOD
    • B27D1/00Joining wood veneer with any material; Forming articles thereby; Preparatory processing of surfaces to be joined, e.g. scoring
    • B27D1/005Tenderising, e.g. by incising, crushing
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B1/00Preliminary treatment of solid materials or objects to facilitate drying, e.g. mixing or backmixing the materials to be dried with predominantly dry solids

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Trocknen
eines Furnierblattes, bei welchem das Fumierblatt während der Trocknung mit allmählich abnehmender Vorschubgeschv/indigkeit im wesentlichen rechtwinklig zum Faserverlauf komprimiert wird.
Bei der Schichtholzherstellung erfolgt normalerweise eine Trocknung des von einem Stamm abgeschälten Furnierblattes in einer Trocknungsvorrichtung unter Wärmeeinwirkung. Beim Trocknen reißen jedoch die Furnierblätter konzentrisch an unregelmäßig verteilten Stellen, so duß sich eine sehr schlechte Furnierqualität selbst dann ergibt, wenn die Holzqualität vor dem Trocknungsvorgang gut gewesen ist Gerissene Teile von Furnierblättern müssen abgeschnitten und fortgeworfen werden, so daß ein erheblicher Anteil von Ausschuß anfällt
Zur Veredelung frischer Furniere ist es bekannt, das Furnierblatt während der Trocknung im wesentlichen rechtwinklig zum Faserverlauf zu komprimieren (DE-PS 7 35 234). Zur Durchführung des Verfahrens dienen zwei Walzen, zwischen welchen das feuchte Furnier hindurchgeführt wird und von denen mindestens eine so stark erhitzt wird, daß die im Holz enthaltene überschüssige Feuchtigkeitsmenge verdampft Das Erwärmen bei gleichzeitig ausgeführtem starkem Druck soll bewirken, daß auch feuchte Furniere gleich fertig veredelt oder getrocknet und dabei vor dem Schwinden und Welligwerden bewahrt werden. Dieses Verfahren kann jedoch nicht das Auftreten von Rissen in dem Furnier verhindern, weil das nicht erweichte Furnierblatt über seinen Elastiziiätsbereich hinaus gedehnt wird. Selbst wenn man zur Vermeidung dieses Nachteiles das Furnierblatt während des Trocknungsvorganges mit allmählich abnehmender Vorschubgeschwindigkeit komprimiert, läßt sich die Rißbildung beim Trocknen nicht unterbinden. Dies ist darauf zurückzuführen, daß es praktisch unmöglich ist Komprimierungsgrad und Erwärmung des Furnierblattes richtig so aufeinander abzustimmen, daß die Holzschwindung korrekt ausgeglichen wird und keine Risse auftreten. Das Ausmaß der Schwindung ändert sich nämlich in Abhängigkeit von den Furnierabschnitten aufgrund unterschiedlichen Wassergehaltes, z. B. in einem vorderen oder einem hinteren Fumierabschnitt Der Wassergehalt hängt außerdem von der Art der verwendeten Bäume ab. Die zur jeweiligen Feuchtigkeitsbestimmung erforderlichen Maßnahmen liegen außerhalb der Grenzen der Rentabilität eines Verfahrens und einer Vorrichtung zur Furnierherstellung.
Zur Verbesserung der Furnierqualität ist es außerdem bekannt das Fumierblatt durch Bildung zahlreicher schmaler Schlitze weich zu machen. Zu diesem Zweck werden während des Komprimieren des Furnierbiattes seine Fasern mit Hilfe von zwei mit verschiedener Geschwindigkeit umlaufenden Riemen auseinanderge-
hat man zur Verhinderung der Rißbildung ein Verfaiiren benutzt, bei dem auf dem Fumierblatt zunächst zahlreiche kleine Schürze zum »Weichmachen« angeordnet werden und sich dann der Trocknungsschritt anschließt In Fig. 1, die eine graphische Darstellung der Dehnungs- und Schrumpfungsverhältnisse bei verschiedenen F ;erverarbeitungsverfahren zeigt ist dieses Vorgehen als Y-Verfahren bezeichnet Verglichen mit einem Prozeß ohne vorheriges Weichmachen, ίο der Ln F i g. 1 als X-Prozeß bezeichnet wird, ist bei dem Y-Prozeß die Neigung der Furnierblätter zur konzentrischen Splitterung während des Trocknens geringer, so daß insofern bereits eine gewisse Verbesserung erzielt worden ist Selbst bei Anwendung der Technik des Weichmachen werden jedoch Mißbildungen infolge des Trocknungsprozesses immer noch nicht in ausreichendem Maße verhindert
Offensichtlich ist die bei den bekannten Verfahren beim Trocknen entstehende Rißbildung auf die Zusammenziehung des Furnierblattes bei Einwirkung der genannten Trocknungsbehandl^ig zurückzuführen. Wenn die Förderer, mit denen das Γ urnierblatt durch einen Wärmetrockner hindurchbewegt werden, beispielsweise ein oberes und ein unteres Netz ai-fweisen, zwischen denen das Fumierblatt festgelegt wird, wird die Kontraktion des Furnierblattes durch die Netze verhindert obwohl gerade während des Trocknens eine Kontraktion zugelassen werden sollte, und in dem Fumierblatt entwickeln sich Spannungen. Das Furnier-
blatt bricht oder reißt an Stellen, an denen sich die höchsten Spannungskonzentrationen ergeben. Vor diesem Hintergrund wird bei dem Y-Verfahren dem eigentlichen Trocknungsvorgang ein Weichmachprozeß vorgeschaltet, um Risse durch Dezentralisierung
der Spannungen in dem Fumierblatt mittels zahlreicher kurzer Schlitze zu vermeiden und damit auch die Neigung des Furniers als Ganzes zu splittern, zu verringern. Ausgedehnte Studien, die angestellt worden sind, um den Nutzen der weichgemachten Furnierblätter zu ermitteln, haben ergeben, daß der Elastizitätsbereich, in dem das Fumierblatt ohne Splitterung rechtwinklig zu seiner Faserrichtung gedehnt werden kann, bei weichgemachten Furnieren größer ist als bei nicht weichgemachten Furnieren.
Ausgehend von einem Verfahren der eingangs erwähnten Art liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, bei der Herstellung von Furnieren Splitterungen und Risse des Furnierblattes beim Trocknen wirksam zu verhindern, um die Qualität und Ausbeute
'" an Furniermaterial zu verbessern.
Diese Aufgab; wird dadurch gelöst, daß das Furnierblatt zur Vergrößerung des Elastizitätsbereithes vor dem Trocknungsvorgang oder während des Trojknungsvorganges durch Bildung zahlreicher
zogen, so daß ich kleine Schlitze ergeben (US-PS 55 schmaler Schlitze weichgemacht wird. Auf diese Weise
15 779). Auch werden Einstichorgane in Form von Zähnen verwendet die auf einer Walze angeordnet sind und während des Komprimiereiis in das Fumierblatt einstechen (US-PS 36 78 974). In beiden Fällen ist nicht vorgesehen, daß das Fumierblatt durch Wärmeeinwirkung getrocknet wird. Die Schlitze seilen lediglich die Wasseraufnahmefähigkeit des Furniers vergrößern, damit es sich nicht wirft und es sollen durch Erweichung innere Spannungen des Furniers abgebaut werden, damit es während der Verbindung mit anderen Furnieren, zum Beispiel zur Herstellung von Sperrholz, flachliegt.
In kleineren Bereichen der einschlägigen Industrie
erhalten die Furnierblätter einen vergrößerten Elastizitätsbereich und in Verbindung mit der Komprimierung und Trocknung des Furnierblattes werden hierdurch auf einfache Weise Pißbildungen ausgeschlossen. Es lassen sich sehr gute Furniere selbst aus minderwertigen Baumstämmen herstellen, weil Risse und Splitterungen des Furnierblattes beim Trocknen wirksam verhindert werden. Da die Furnierblätter keine gerissenen Teile aufweisen, fällt praktisch kein Ausschuß an. Die Ausbeute an Furnü !-material wird dadurch erhöht.
Vorteilhafte Ausgestaltungen des Verfahrens sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Ferner wird eine Vorrichtung vorgeschlagen, die
dadurch gekennzeichnet ist, daß im Transportweg des Furnierblattes vor oder in der Heizvorrichtung ein Verlangsamungsteil angeordnet ist, in welchem Antriebseinrichtungen hintereinander vorgesehen sind, deren Antriebsgeschwindigkeiten sich im Laufe des Transportweges des Furnierblattes verringern und damit eine Komprimierung des Furnierblattes in der Bewegungsrichtung bewirken. Vorteilhafterweise verläuft der Transportweg des Furnierblattes zick-zackförmig um mehrere Walzen herum, deren Walzenmäntel umlaufende Ringnuten aufweisen, in denen langgestreckte Elemente, die zusammen mit dem Furnierblatt dieses von beiden Seiten her zwischen sich einschließend, um die Walzen umlaufen, versenkt sind, wobei vorgesehen ist, daß mindestens einige der Walzen geheizt sind und einige Walzen mit unterschiedlichen Umfangsgeschwindigkeiten angetrieben sind, wobei diejenigen Walzen, die im Transportweg des Furnierblattes weiter hinten liegen, die geringeren Umfangsgeschwindigkeiten aufweisen. Die langgestreckten EIemente können aus .Schraubenfedern bestehen. Da die langgestreckten Elemente in den Ringnuten in den Walzenmänteln versenkt sind, greifen die Walzenmantel unmittelbar an dem Furnierblatt an und übertragen ihre Wärme direkt an dieses. Die langgestreckten .'5 Elemente führen das Furnierblatt von einer Walze zur nächsten, wobei es gleichmäßig ohne Verschiebung und ohne Abheben von den geheizten Walzen transportiert wird. Im System treten daher keine Verklemmungen oder Störungen im Laufe der Furnierbahn auf. Die jo Weichmachvorrichtung wird an einer geeigneten Stelle, vorzugsweise in oder vor der Trocknungsstation angeordnet.
Zweckmäßige Ausgestaltungen der Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens sind ü in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine grafische Darstellung der Dehnungs- und -»o Schrumpfungsverhältnisse bei verschiedenen Furnierverarbeitungsverfahren,
F i g. 2 und 3 jeweils eine Draufsicht und einen Schnitt einer Verarbeitungsvorrichtung zum Weichmachen der Furnierbahn,
Fig.4 und 5 Ansichten weichgemachter Furnierbahnen.
Fig. 6 vergrößerte Darstellungen der Schlitze in anderen weichgemachten Furnierbahnen.
F i g. 7 ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der ">o Vorrichtung.
Fig.8 bis 10 eine weitere Ausführungsform der Vorrichtung in Seitenansicht, teilweiser Frontansicht und teilweisem Schnitt,
F i g. 11 eine Teildraufsicht der Vorrichtung nach Fig. 3,
Fig. 12 eine Seitenansicht der Vorrichtung zum Weichmachen der Furnierbahn nach F i g. 11,
Fig. 13 eine vergrößerte Darstellung der Vorrichtung nach Fig. 12,
Fig. 14 eine gegenüber Fig. 3 abgeänderte Ausführungsform der Vorrichtung,
Fi g. 15 einen Querschnitt durch eine andere Ausführungsform,
Fig. 16 einen Querschnitt durch eine alternative Äusführungsform zu F i g. i 5.
Fig. 17 einen Teilquerschnitt durch eine Vorrichtung mit modifizierten dehnbaren Elementen.
Fig. 18(A) bis 18(C) Schnitte entlang der Linie XVI1I-XVIII von F i g. 17 mit unterschiedlichen Ausführungsbeispielen dehnbarer Elemente und
Fig. 19 und 20 Querschnitte einer weiteren Modifizierung der Vorrichtung nach F i g. 3.
Zunächst werden die Grundlagen des Verfahrens unter Bezugnahme auf Fig. 1 erläutert. In dieser Darstellung sind die Verhältnisse bei den bekannten X- und Y-Verfahren und bei dem erfindungsgemäßen Verfahren einander gegenübergestellt. Die Bezugslinie »100« auf der Ordinate gibt die freie Länge einer Furnierbahn an, die soeben mit einer bekannten Furnierschälmaschine von einem Stamm rechtwinklig zur Faserrichtung abgeschält worden ist. Die Furnierbahn weist an ihrer Rückseite Risse auf, jedoch keine Risse an der Vorderseite und auch keine Sekundärsprünge. Bei dem X-Prozeß erfolgt ausschließlich eine Trocknung P. Bei dem Y-Prozeß erfolgt zunächst das Weich- oder Geschmeidigmachen Q und anschließend das Trocknen P. Bei dem Z-Prozeß nach der Erfindung erfolgt zuerst das Weichmachen, dann die Kompression R und die Trocknung P. Bei diesen Verfahren ist die unverarbeitete Furnierbahn, die nur auf ihrer Rückseite Risse aufweist, mit A bezeichnet. B kennzeichnet die weichgemachte Furnierbahn, die zahlreiche kurze Schlitze aufweist, Ceine komprimierte Furnierbahn und D eine getrocknete Furnierbahn. Die Längen der Furnierbahnen weichen bei den verschiedenen Behandlungsarten nach den drei unterschiedlichen Verfahren X, Y und Z voneinander ab. Für das Verständnis der Erfindung ist wichtig zu wissen, ob die Längenänderun- ' gen jeweils innerhalb der Elastizitätsbereiche der Furnierbahen erfolgen. So schrumpft beispielsweise bei dem Verfahren X die Furnierbahn während der Trocknung um 5% (Mittelwert). Der Elastizitätsbereich der Furnierbahn A beträgt jedoch, wie sich experimentell feststellen läßt, lediglich etwa 1%. Anders ausgedrückt: Die Furnierbahn A schrumpft um 4% über ihren Elastizitätsbereich hinaus, so daß während der Trocknung starke Rißbildungen zu erwarten sind.
Bei dem ebenfalls zum Stand der Technik gehörenden Prozeß Y wird die Furnierbahn A vor dem Trocknen durch Anbringen zahlreicher kurzer Schlitze weich oder geschmeidig gemacht, wodurch eine Ausdehnung um 2% erfolgt und der Elastizitätsbereich somit auf etwa 33% ausgedehnt wird. Bei dem anschließenden Trocknungsvorgang P schrumpft die Furnierbahn A um 5%, wodurch der Elastizitätsbereich immer noch um 13% überschritten wird. Die Überschreitung des Elastizitätsbereichs ist zwar weniger gefährlich als bei dem Verfahren X, jedoch besteht immer nc h die Möglichkeit des Reißens.
Es ist ersichtlich, daß die konventionellen Verfahren nicht imstande sind, Rißbildungen in der Furnierbahn beim Trocknen zu vermeiden, und daß Risse immer dann entstehen, wenn die Furnierbahnen festgehalten werden, indem z. B. ihre Enden rechtwinklig zur Faserrichtung festgehalten werden. In diesem Zusammenhang kann man sagen, daß die Technik zur Reduzierung der Festhaltekräfte bei Furnierbahnen eigentlich den Zweck hat, Rißbildungen während des Trocknens in den verschiedensten Arten von Trocknungsvorrichtungen zu verhindern. Dies versteht sich aus der Tatsache heraus, daß Netztrockner, Walzen- ; trockner und andere vorherrschende Trockner sämtlich X mit Heißluftzirkulation arbeiten, wobei auf die Furnier- % bahnen Heißluft zur Verhinderung starker Einspann- \ kräfte geblasen wird. £
Bei dem Z-Verfahren nach der Erfindung findet zwischen dem Schritt des Weichmachens Q und dem Trocknungsschritt P die Kompressionsstufe R statt, wie in F i g. I angegeben ist. Der Furnierbogen A wird während des Weichmachens Q gestreckt und anschlie-Bend in der Kompressionsstufe R wieder verkleinert, so daß sich das komprimierte Furnierblatt Cergibt. Daran ansrh'ießend erfolgt der Trocknungsschritt P.
Das Furnierblatt, dessen Elastizitätsbereich ca. 3,5% beträgt, wird um 2% komprimiert und dann getrocknet, ι ο Von diesem Punkt an beginnt das Schrumpfen. Die Kompression des Furnierblattes endet, wenn 2% der Zusammenziehung von insgesamt 5% stattgefunden haben. Die restlichen 3% der Zusammenziehung liegen im Rahmen des durch die Weichmach-Vorbehandlung is auf 3,5% vergrößerten Elastizitätsbereichs des Furnierblattes. Mit dem Z-Verfahren kann man auf diese Weise die Gefahr des Reißens während des Trocknens beseitigen, indem man erreicht, riaß die Kontrnktion insgesamt innerhalb des Elastizitätsbereiches stattfindet. Die Rißbildung kann sogar dann verhindert werden, wenn der Trockner relativ hohe Festhaltekräfte auf das Furnierblatt ausübt. Ferner eröffnet das Z-Verfahren den Weg für die praktische Anwendung von Trocknern, bei denen die Furnierblätter in direktem Kontakt mit Heizplatten kommen und sehr wirksam mit relativ intensiver Festhaltekraft getrocknet werden.
Die Verhinderung von Rißbildungen ist auf die wirksame Kombination des Weichmachens und anschließenden Komprimierens mit der Trocknung bei dem erläuterten Z-Verfahren zurückzuführen. Die Grundvoraussetzungen für diese Kombination sind, daß das Weichmachen während oder vor der Trocknung erfolgt und daß während des Trocknens der Druck auftritt. Mit diesem Prinzip wird durch die Schritte des Weichmachens und Komprimierens der im Verhältnis zur Kontraktion ziemlich kleine Elastizitätsbereich kompensiert und Risse, die andernfalls auftreten würden, wenn die Kontraktion den Elastizitätsbereich überschreitet, können vermieden werden. Durch das Weich- oder Geschmeidigmachen ohne zusätzliche Unterstützung würde der Elastizitätsbereich erheblich verringert werden. Würde andererseits die Kompression alleine eingesetzt werden, so würde ein übermäßig hohes Maß an Kompression benötigt. Im Hinblick auf die Schwierigkeit beim Komprimieren verschiedener Arten von Furnierblättern mit unterschiedlichen Kontraktionsraten würde ein großer Bereich an Kompressionskraft benötigt werden, um allen Furnierblättern gerecht zu werden. Dieser Kompressionsgrad neigt dazu, die Furnierblätter zu beschädigen und diese Neigung kann nicht ohne weiteres ausgeschaltet werden. Die erfindungsgemäße Kombination bewirkt, daß für die beiden Verfahrensarten der jeweils notwendige Behandlungsgrad in einem solchen Maße reduziert wird, daß die einzelnen Verarbeitungsschritte, insbesondere derjenige der Kompression, ohne Schwierigkeiten ausgeführt werden können. Das Verfahren verhindert daher auf einfache und wirksame Weise das Splittern und Spalten von Furnierblättern.
Aus der zusammenhängenden Kombination des Weichmachens des Furnierblattes in Verbindung mit der nachfolgenden Kompression entsteht ein weiterer Vorteil. Da der Elastizitätsbereich als Ganzes infolge der Kombination des (durch die Kompression'bewirkten) festgelegten Elastizitätsanteils und des (durch das Weichmachen geschaffenen) freien Elastizitätsanteils insgesamt frei wählbar ist, kann sie an eventuelle Unregelmäßigkeiten der Druckverteilung der Furnierblätter angepaßt werden, so daß auf einfache Weise eine Anpassung an Kontraktionen möglich ist, die an dem Furnierblatt von einer Stelle zur anderen variieren. Aufgrund dieses Vorteiles kann die Kontraktion von Furnierblättern über einen weiten Bereich auf einfache Weise an die je\ riligen Eigenschaften des Furnierblatts angepaß werden. Bei dem in Fig. 1 dargestellten Z-Verfahren wird dieser Effekt beispielsweise ohne irgendwelche Feinabstimmungen erzielt, obwohl die Kontraktionsrate im Bereich von 2% bis 5.5% liegen kann.
Nach der Erfindung wird das Furnierblatt zunächst weich bzw. geschmeidig gemacht und anschließend komprimiert oder zuerst komprimiert und dann weich bzw. geschmeidig gemacht oder aber auch gleichzeitig weichgemacht und komprimiert Das Verfahren, bei dem zuerst das Weichmachen und anschließend die Kompression erfolgt, ist gegenüber den anderen Verfahren jedoch vorzuziehen, da dann, wenn ein Furnierblatt durch Weichmachen gestreckt wird, wie bei dem Z-Verfahren nach Fig. 1, mindestens der gestreckte Anteil des Furnierblattes leicht zusammengedrückt werden kann. Bei bevorzugten Ausführungsbeispielen des Gesamtverfahrens, bei denen die genannte günstige Reihenfolge des Weichmachens und anschließenden Komprimierens eingehalten wird, erfolgt vorzugsweise das Weichmachen vor dem Trocknen und die Kompression wird während des anschließenden Trocknungsvorgangs durchgeführt. Es ist aber auch möglich, das Weichmachen während des Trocknungsprozesses vorzunehmen und anschließend die Kompression durchzuführen.
Wenn das Weichmachen und die Kompression in entgegengesetzter Reihenfolge oder einander überlappend ausgeführt werden, geschehen sie während des Trocknens, da die Kompression auf jeden Fall während des Trocknungsvorgangs eintreten muß. Verglichen mit der bevorzugten Reihenfolge führen die alternativen Arbeitsabläufe jedoch zu Schwierigkeiten bei der Kompression des Furnierblattes rechtwinklig zur Faserrichtung und bei der Aufrechterhaltung des Kompressionszustandes. Dennoch können auch die abgewandelten Ausführungsformen des Verfahrens so durchgeführt werden, daß die Größe der Kompression weit kleiner ist als bei einem Verfahren mit Längskompression.
Im folgenden werden unter Bezugnahme auf die F i g. 2 bis 6 die Elastizitätseigenschaften von Furnierblättern in Verbindung mit einem geeigneten Weichmachverfahren detailliert erläutert
Es hat den Anschein, daß die Elastizitätseigenschaften von Furnierblättern auf die verschiedenen Arten von verteilt angeordneten Rissen und Brüchen zurückzuführen sind. Wenn man ein Furnierblatt mit der Hand auseinanderzieht vergrößern sich die Brüche und Risse in dem Maße, daß sichtbares Licht hindurchgeht Insbesondere wenn ein nicht verarbeitetes Furnierblatt, das Risse nur an seiner Rückseite aufweist, in geeignetem Maße einem Weichmachvorgang unterzogen wird, erhöht sich die Anzahl der durchgelassenen Lichtstrahlen. Daraus kann geschlossen werden, daß der Elastizitätsbereich durch das Weichmachen vergrößert wird Weitere Beobachtungen zeigen, daß die Elastizität auf Biegevorgänge beispielsweise der schmalen langgestreckten Teile von durch zahlreiche Risse fein unterteiltem Holz zurückzuführen ist Fig.4 zeigt ein weichgemachtes Furnierblatt, das mit Schlitzen 2
versehen ist, die von der Faserrichtung unabhängig sind. Die Schlitze 2 sind beispielsweise mit einer Walze erzeugt worden, die eine Anzahl von Einschneidelementen in Form von Messerklingen aufweist. Fig.5 zeigt ein anderes Furnierblatt, bei dem die Schlitze 2 im wesentlichen in Faserrichtung verlaufen, ohne jedoch die Fasern zu beschädigen. Die hier interessierende Neigung zur Elastizität ist bei dem Furnierblatt der F i g. 5, bei der. die Fasern ungebrochen sind, günstiger und stabiler ais bei dem Furnierblatt der F i g. 4, dessen Fasern teilweise durchgeschnitten sind. Bei dem Furnierblatt der Fig.5 besteht jedoch die Gefahr, daß die durch das Weichmachen geschaffenen oder vergrößerten Schlitze ineinanderlaufen und große Risse ergeben. In dieser Hinsicht ist das Furnierblatt der Fig.4 günstiger, weil die künstliche Verteilung der Schlitze leicht durchzuführen ist. Ein Furnierblatt, das in einer der beiden dargestellten Weisen weichgemacht ist, hat sich als weit elastischer erwiesen als ein nicht weichgcmarhtp«; Fnrnierhlatl. Die Erfindung schlägt ein Verfahren und eine Vorrichtung vor, die, wie nachfolgend noch erläutert wird, die kombinierten Vorteile der beiden Weichmachverfahren aufweisen und mit denen Furnierblätter erzeugt werden können, die insbesondere einen in sehr günstiger Weise erweiterten Elastizitätsbereich aufweisen.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren erfolgt ein erstes Weichmachen und ein zweites Weichmachen, wobei das zweite Weichmachen gleichzeitig mit oder nach dem ersten Weichmachen durchgeführt werden kann. Für den Schritt des ersten Weichmachens oder primären Weichmachens wird ein Furnierblatt mit vorzugsweise verteilt angeordneten Einstichen gebildet, indem Elemente oder Schneidklingen, die am Umfang einer Walze angeordnet sind, in das Material eingestochen werden. Hierzu kann auch eine andere Einrichtung zur Bildung kurzer schmaler Schlitze, aus denen heraus die Spalte starten können, benutzt werden. Bei dem zweiten oder sekundären Weichmachen werden mit einer Vorrichtung nach den F i g. 2 und 3 Spalte oder Schlitze gebildet, die zu einem Verlauf entlang der Fasern des Furnierblattes neigen. Mit diesem Verfahren wird unter Einsatz zwcitr ähnlicher aufeinanderfolgender Stufen des Weichmachens ein unregelmäßiges Zusammenwirken benachbarter Schlitze vermieden und es wird die in Fig.6(a) dargestellte Schlitzverteilung erzielt, bei der seitlich benachbarte Schlitze jeweils auf Lücke angeordnet sind. Die in Fig.6 dargestellte Schlitzverteilung, bei der quer zur Schlitzrichtung durchgehende ungeschlitzte Stege im Holz verbleiben, wird vermieden.
Wie ohne weiteres ersichtlich ist, ist das Schlitzmuster der Fig.6(a) günstiger als dasjenige der Fig.6(b). Vorzugsweise verlaufen die Schlitze entlang der Holzfasern. Dadurch wird ebenfalls der Elastizitätsbereich in beachtlichem Maße vergrößert
In den Fig.2 und 3 ist eine Vorrichtung zum Weichmachen dargestellt Diese Vorrichtung enthält eine Walze 8, deren Mantel mit einer Schicht aus elastischem Material, z. B. Gummi, überzogen ist, sowie eine Walze 6 mit kleinem Durchmesser, die mehrere Nuten 7 aufweist, in denen Schraubenwendeln 4 geführt sind. Im Betrieb rotieren die Walzen 6 und 8 in der jeweils durch Pfeile angegebenen Rüstung. Dabei klemmen sie ein Furnierblatt zwischiS^sich ein und bewegen dieses in die ebenfalls d^pch einen Pfeil angegebene Richtung. Durch (nicht dargestellte) Andrückvorrichtungen, die in Verbindung mit der Walze oder 8 vorgesehen ist, wird auf das bewegte Furnierblatt 3 ein Druck ausgeübt, während die langgestreckten Schraubenwenr^ln 4 sich in Kontakt mit dem Umfang der Walze 6 mitbewegen. Wegen des relativ kleinen Krümmungsradius der Walze 6 verformt sich die Schraubenwendel, so daß sich die Windungen einzeln öffnen und dadurch das Furnierblatt weichmachen. Im einzelnen stellt diese Weichmachvorrichtung eine verbesserte Version des Weichmachsystems nach
ίο Elemendorf dar, d. h. es benutzt in Kombination mit dem Prinzip nach Elemendorf die Öffnungswirkungen der äußeren Teile benachbarter Wicklungen der Schraubenwendel 4 relativ zueinander, die sich ergeben, wenn die Schraubenwendeln in einer Kurve geführt werden. Die Vorrichtung bewirkt daher eine Streckung des Furnierblattes 3 von entgegengesetzten Seiten her, während die Schlitze durch Biegen der Schraubenfeder gebildet bzw. vergrößert werden. Auf diese Weise wird das Furnierblatt durch Schlitzung mit sehr günstigen kleinen Abständen weichgemacht. Die Weichmachvorrichtung weist ferner Führungsteile 5,5' für das Furnierblatt und eine Fördereinrichtung 9 für die Zufuhr des Furnierblattes auf. Die Führungseinrichtung 5,5' dient zugleich als Führung für die Schraubenwendeln.
Es sei darauf hingewiesen, daß der Ausdruck »Weichmachen« nicht nur die Ausbildung oder Vergrößerung zahlreicher kleiner Schlitze umfaßt, die die Streckung des Furnierblattes ermöglichen. Auch dann, wenn ein verarbeitetes Furnierblatt überhaupt keine Dehnung zeigt, reicht es aus, wenn an dem Furnierblatt kleine Schlitze oder Einschnitte (einschließlich eingedrückter oder von einem messerähnlichen Werkzeug gebildeter eingeschnittener Schlitze) angebracht werden, um den Elastizitätsbereich rechtwinklig zur Faserrichtung zu vergrößern.
Im folgenden wird nun die Komprimierung des Fiirnierblattes in Verbindung mit einem System zur Ausführung des erläuterten Verfahrens beschrieben.
Das in Fig.7 dargestellte Verarbeitungssystem für Furnierblätter weist eine Weichmachvorrichtung auf, deren größerer Teil aus einer Amboßwalze 15 mit elastischem Überzug und einer Weichmachwalze 16 mit zahlreichen Schneidelementen besteht. An diese Weichmachvorrichtung schließt sich eine Transportstrecke an, in derem Verlauf zahlreiche Walzenpaare 17, 17' und 17" sowie jeweils zwischen den Walzenpaaren angeordnete Führungsplatten vorgesehen sind. Obwohl es nicht in jedem Fall erforderlich ist, die Transportbahn mit der Weichmachvorrichtung 15,16 durch einen Förderer zu verbinden, ist eine ähnliche Verbindung doch erforderlich, so daß ein unverarbeitetes Furnierblatt zunächst von der Weichmachvorrichtung behandelt wird, bevor es weiterverarbeitet wird. Die Transportvorrichtung erstreckt sich im wesentlichen so weit, daß sie entgegen der Bewegungsrichtung in den Abbremsbereich der Weichmachvorrichtung 15, 16 hineinragt Dieser Abbremsbereich weist eine Antriebsquelle 19 und einen Geschwindigkeitsreduziermechanismus 20 und 21 auf, die so arbeiten, daß das zweite Walzenpaar 17' mit geringerer Umfangsgeschwindigkeit arbeitet als das erste Walzenpaar 17 und daß das dritte Walzenpaar 17' mit noch niedrigerer Umfangsgeschwindigkeit arbeitet alsrdas zweite Walzenpaar. Das Furnierblatt, das diesen Aßbremsbereich des Transportweges durchläuft wird infolge der Erpressung zwischen den sich immer mehr verlangsamenden Walzenpaaren in Längsrichtung komprimiert
In dem auf den Kompressionsteil des Transportweges
folgenden weiteren Bereich des Transportweges befindet sich ein viertes Walzenpaar, das mit der gleichen Geschwindigkeit arbeitet wie das dritte Walzenpaar 17". Im Anschluß an das Walzenpaar 17" wird daher der komprimierte Zustand des Furnierblattes beibehalten. Durch den von wärmeisolierenden Wänden 22 umschlossenen Raum, der die Walzenpaare enthält, wird Heißluft eingeführt, so daß das Furnierblatt unter Druck trocknet. Mit dem Bezugszeichen 10 ist der Stamm bezeichnet, von dem die Furnierholzbahn abgeschält wird, und mit 11 ist das Schälmesser bezeichnet. Die Schälmaschine kann mit der Weichmachvorrichtung 15, 16 entweder direkt oder unter Zwischenschaltung eines Verarbeitungsschrittes verbunden sein. Auf diese Weise wird zur Ausübung eines Längsdruckes auf eine fortlaufende Furnierbahn ein Bremslauf angewandt, bei dem von einem bestimmten Punkt der Förderstrecke an die Fördergeschwindigkeit verringert und die Furnie:·- ba'iin flach gehalten wird, bis eine in Transportrichtung weiter hinten liegende Stelle erreicht ist. Wie aus F i g. 7 hervorgeht wird die Furnierbahn zwischen dem ersten Walzenpaar 17 und dem dritten Walzenpaar 17" fortlaufend stärker in Längsrichtung zusammengedrückt, wobei die Zusammendrückung bis zu einem gewissen Grade auch noch nach dem Verlassen des dritten Walzenpaares aufrechterhalten wird. Hierdurch ist es möglich, die Kompression der Furnierbahn so lange aufrechtzuerhalten, bis die Druckspannungen in der Furnierbahn infolge des Trocknens zu Null geworden sind. In diesem Fall erfolgt die Trocknungsstufe P unter Verwendung der Heizeinrichtung in Kombination mit der Kompressionsstufe R, während das Weichmachen Q in Laufrichtung vor der Trocknungs- und Kompressionsstation erfolgt. Die Weichmachvorrichtung kann auch innerhalb des von den Wänden 22 umschlossenen Raumes untergebracht werden, so daß dann die Furnierbahn während des Trocknungsvorganges weichgemacht wird. In jedem Fall ist die Weichmachvorrichtung vorzugsweise innerhalb des Verlangsamungsbereiches der Transportbahn oder in Transportrichtung vor dem Verlangsamungsbereich angeordnet, um die Kompression auf einfache Weise durchführen zu können und die mechanischen Konstruktionen vereinfachen zu können.
Aus den obigen Erläuterungen geht hervor, daß ein System zur kontinuierlichen Verarbeitung einer Furnierbahn eine Transportstrecke aufweist, auf der die Furnierbahn bewegt wird, einen Verlangsamungsbereich, der sich über eine bestimmte Strecke des Transportweges erstreckt und in dem eine Verlangsamungsvorrichtung vorgesehen ist eine zum Verlangsamungsbereich gehörende und in Förderrichtung vor diesem liegende Weichmachvorrichtung sowie geeignete Heizvorrichtungen, die im Bereich des Transportweges einschließlich des Verlangsamungsbereichs zur Einwirkung kommen. Die Führungsplatten 18, die zwischen den jeweiligen Walzenpaaren in Fig.7 angeordnet sind, können durch Klavierdrähte oder ähnliche längslaufende Elemente ersetzt werden, die entlang der Unterseite oder entlang der Ober- und Unterseiten der Furnierbahn verlaufen, so daß diese Drähte zusammen mit den Walzenpaaren den Transportweg bilden. Solche Führungsmittel können in Abhängigkeit von den Abständen zwischen benachbarten Walzenpaaren ggf. auch fortgelassen werden. Der Verlangsamungsbereich des Transportweges muß nicht notwendigerweise im Einlaßbereich des Transportweges liegen, wie dies bei den beschriebenen Ausführungsbeispielen der Fall ist. Der Verlangsamungsbereich kann auch an einer Stelle beginnen, an der der Feuchtigkeitsgehalt der Furnierbahn etwa 30% beträgt, wobei im Anschluß an diese erste Position, an der die Zusammendrückung beginnt, eine merkbare Schrumpfung bis zum Erreichen einer in Förderrichtung hincer der ersten Position liegend?n z«.citei. Position eini i>„
Fig. 8 zeigt einen Querschnitt eines anderen Verarbeitungssystems für eine Furnierbahn mit eine*· ίο bevorzugten Ausführungsform der Trocknungsvorrichtung. In Fig.9 ist ein Ausschnitt dieses Systems in Frontdarstellung und in Fig. 10 ein Schnitt entlang der Linie X-X von F i g. 8 dargestellt. In der Trocknungsvorrichtung wird das Verfahren unter Verwendung von is Heizplatten durchgeführt. Derartige Trocknungsvorrichtungen waren bisher nicht praktikabel, weil die Furnierbahn bei ihnen großen Dehnungskräften unterworfen wurde, die zu erheblichen Rissen während des Trocknens führt. In Verbindung mit dem erfindungsgemäßen Verfahren werden derartige Vorrichtungen anwendbar, indem das erläuterte Trocknungsprinzip angewandt und noch weiter verbessert wird, um während des Fortlaufs der Furnierbahn eine fortlaufende Trocknung durchzuführen.
Die in den Fig.8 bis 10 dargestellte Vorrichtung weist zwei Gruppen aus jeweils mehreren langgestreckten Elementen 24 und 25, wie z. B. Schraubenfedern, auf, die unter Bildung einer zick-zack-förmigen Transportstrecke um Walzen herum umlaufen. Die beiden Gruppen der langgestreckten Elemente 24 und 25 schließen eine Furnierbahn 3 zwischen sich ein. Jede der Walzen 26a bis 26Λ weist mehrere umlaufende Ringkanäle auf, die die langgestreckten Elemente aufnehmen, die somit dichter an der Walze liegen als die Furnierbahn 3 und vollständig in der Walze versenkt sind. Beispielsweise ist gemäß F i g. 10 die Walze 26a mit Ringkanälen 27a versehen und die Walze 266 mit Kingkanälen 27b. An der Furnierbahn 3 greifen somit die Mantelflächen der einzelnen Walzen unmittelbar an. Die Walzen 26a bis 26Λ sind mit Dampf od. dgl. vom Walzeninnern her einzeln beheizt und jeweils über einen Geschwindigkeitsreduziermechanismus 28a bis 28Λ mit einer Antriebsquelle 29 gekoppelt. Die Drehgeschwindigkeit nimmt von der in Lamrichtung der Furnierbahn aus betrachteten ersten Walze bis zur letzten Walze ab, wodurch der Verlangsamungsbereich gebildet wird. Mit 30 sind Umlenkwalzen bezeichnet, die die langgestreckten Elemente 24 und 25 zur Bildung geschlossener Schleifen umlenken.
Im Betrieb werden die Walzen 26a bis 26Λ in den durch Pfeile angegebenen Richtungen angetrieben, um die Furnierbahn 3, während diese beheizt wird, zu transportieren. Gleichzeitig rotieren die Walzen mit abnehmenden Geschwindigkeiten, wobei sie die Furnierbahn an den jeweiligen Übergangsstellen von einer Walze zur nächsten in Längsrichtung zusammendrükken. Durch gleichzeitige Trocknung und Kompression können auf diese Weise Trocknungsrisse vermieden werden. Eine noch wirksamere Verhinderung von Rißbildungen erzielt man, indem die Geschwindigkeitsreduziermechanismen 28a bis 28Λ so gesteuert werden, daß die Verlangsamung des Transports mit der Kontraktion der verschiedenen Teile der Furnierbahn übereinstimmt Ferner fördert das dargestellte System die Furnierbahn 3 in der gewünschten Weise. Da die langgestreckten Elemente die Furnierbahn von einer Walze zur nächsten führen und sie dabei zwischen sich einschließen, werden möeliche Fehlstellen in Her
Furnierbahn, wie morsche Stellen und Astlöcher, übergangen, indem die Furnierbahn gleichmäßig ohne Verschiebung und ohne Abheben voa den beheizten Walzen transportiert wird. Dies gut auch dann, wenn die Furnierbahn eine relativ geringe Breite hat. Im System treten daher keine Verklemmungen oder Störungen im Laufe der Furnierbahn auf, so daß das System vom Gesichtspunkt der praktischen Anwendung her günstig ist Die Weichmachvorrichtung wird an einer geeigneten Stelle vorzugsweise in oder vor der Trocknungssta- tion angeordnet Vorzugsweise wird die Weichmachvorrichtung in dem Verlangsamungsbereich oder an geeigneter Stelle vor dem Verlangsamungsbereich angeordnet, wobei sie im letzteren Falle unabhängig vom Verlangsamungsbereich ist und die Furnierbahn gemäß F i g. 8 in den Verlangsamungsbereich überführt in der Praxis kann die Weichmachvorrichtung in der Nähe des Einlasses des in F i g. 8 dargestellten Systems oder unmittelbar hinter der Furnierschälmaschine angeordnet werden, was nicht dargestellt ist, oder sie kann auch in die Furnierschälmaschine integriert werder·. wobei das Weichmachen zugleich mit dem Abschälen von dem Stamm erfolgt Wenn die Weichmachvorrichtung in der Trocknungsstation angeordnet ist kann sie die Form einer Weichmachwalze haben, die in die Furnierbahn einstechende Elemente aufweist und mit der Walze 26a von Fig.8 unter Einschluß der Furnierbahn zusammenwirkt Alternativ kann die Weichmachvorrichtung in der Trocknungsstation auch mit dem Geschwindigkeitsreduziermechanis- mus 28a, 286 zusammenwirken, wobei die Walze 286 mit höherer Geschwindigkeit als die Walze 28a läuft so daß die Furnierbahn zwischen den Walzen 28a und 286 leicht gedehnt wird, wodurch sich ihre Schlitze vergrößern.
Es ist nicht erforderlich, daß alle Walzen 26a bis 26Λ in Fig.8 den Verlangsamungsbereich bilden. So können einige der Geschwindigkeitsreduziervorrichtungen fortgelassen werden, so daß nur die verbleibenden Geschwindigkeitsreduziervorrichtungen mit den zügehörigen Walzen den Verlangsamungsbereich bilden. Der Verlangsamungsbereich wird insbesondere dann wirksam, wenn er an einer Stelle beginnt, in dem der Feuchtigkeitsgehalt der Furnierbahn etwa 30°.o beträgt, und sich von dort aus weiter in Förderrichtung erstreckt. Die einzelnen Geschwindigkeitsreduziervorrichiungen können zur Anpassung an verschiedene Feuchtigkeitsgehalte und verschiedene Kontraktionsgrade der Furnierbahnen mit variablem Untersetzungsverhältnis arbeiten. Zur Erzielung eines optimalen Maßes an Kompression kann die Zusammendrückung in Relation zum Zustand der von einer Weichmachvorrichtung verarbeiteten Furnierbahn erfolgen. Zur Vereinfachung des Systems kann der Geschwindigkeitsreduziermechanismus darin bestehen, daß die Durchmesser der ss einzelnen Walzen entsprechend variieren. In diesem Fall können mehrere Walzen mit gleicher Drehzahl angetrieben werden, wobei ihre Umfangsgeschwindigkeiten entsprechend den Durchmessern variieren.
Dieses System bietet nicht nur die Vorteile des oben erläuterten Verfahrens, sondern es arbeitet auch sehr effizient, weil die Furnierbahn in direkten Kontakt mit den geheizten Walzenflächen kommt, wobei die beheizten bzw. zu trocknenden Oberflächen beim Umlauf um aufeinanderfolgende Walzen ständig abwechseln. Das Ergebnis ist ein Trocknungsvorgang, der in kürzester Zeit und mit geringen Kosten durchgeführt wird. Infolge des glatten und stetigen Laufs der Furnierbahn kann die gewünschte Länge der in Kontakt mit der Furnierbahn kommenden Heizfläche dadurch verändert werden, daß lediglich mehrere zusätzliche Walzen mit kleinen Durchmessern hinzugefügt werden. Der Obergang der Furnierbahn von einer Walze zur nächsten erfolgt glatt und stoßfrei.
Vorzugsweise ist der Abstand zwischen je zwei benachbarten langgestreckten Elementen 24 oder 25 etwa 150mal so groß wie die Furnierstärke. Wenn er größer ist als das Einhundertundfünfzigfache schwimmt das Furnierblatt in Zwischenbereichen zwischen den langgestreckten Elementen 24 oder 25 von den Walzen, wodurch sich eine verschlechterte Trocknungsleistung ergibt Wenn jedoch die langgestreckten Elemente aus riemenartigen Teilen bestehen, kann ihr gegenseitiger Abstand in Abhängigkeit von der Riemenbreite breiter sein. In jedem Falle bestimmt die Furnierstärke die erforderlichen Bereiche, in denen das Furnierblatt von außen gehalten ist
Wie aus Fig.9 zu ersehen ist werden die langgestreckten Elemente 24 und 25 in einer Anzahl installiert, die der Breite der Furnierbahn 3 entspricht Als langgestreckte Elemente eignen sich insbesondere Schraubenfedern, weil diese einen schlupffreien Transport der Furnierbahn auch im Verlangsamungsbereich ermöglichen. Bei Verwendung von Schraubenfedern od. dgL als langgestreckte Elemente können die beiden vertikalen Reihen der Walzen gemäß Fig.8 auch in geringem Abstand voneinander angeordnet sein, um einen noch glatteren Obergang von einer Walze zur nächsten zu erzielen.
Im folgenden wird die Weichmachvorrichtung der F i g. 2 und 3 noch detaillierter erläutert
Die Weichmachvorrichtung, die vergrößert in den Fig. 11 bis 13 dargestellt ist weist mehrere parallele dehnbare Elemente 4 oder flexible baigähnliche Schraubenfedern auf. Diese dehnbaren Elemente oder Schraubenfedern 4 verlaufen rechtwinklig zur Achse der Walze 8. so daß zwischen den Schraubenfedern 4 und der Walze 8 ein Förderweg für die Furnierbahn 3 gebildet wird. Die Mantelfläche der Walze 8 ist mit einer elastischen Schicht aus z. B. Gummi bedeckt Die Walze ist zum Transport der Furnierbahn angetrieben. Gegen die Rückseite der Schraubenfeder 4 drückt eine zylindrische Anpreßwalze 6, die die Schraubenfeder 4 in Richtung auf die Walze 8 drückt, wodurch die zusammen mit der Furnierbahn 3 in Transportrichtung bewegten Schraubenfedern 4 gegen die Oberfläche der Furnierbahn gedrückt werden.
Bei dieser Vorrichtung biegt die Druckwalze 6 die Schraubenfedern 4 zusammen mit der Furnierbahn 3 in Richtung auf die Walze 8 durch, wodurch der Abstand zwischen den benachbarten Windungen einer jeden Schraubenfeder sich vergrößert Diejenigen Bereiche der Schraubenfedern 4, die an der Furnierbahn 3 anliegen, werden also in Längsrichtung (Transportrichtung) auseinandergereckt Hierdurch wird die Furnierbahn 3 einer Dehnungskraft ausgesetzt mit dem Ergebnis, daß in ihr schmale Schlitze 2 gebildet werden. Diese Schlitze 2 werden bei Drehung der Walze 8 in der Furnierbahn nacheinander ^eugt. Da die Größe der auf die Furnierbahn einwirkenden Zugkraft vom Öffnungsgrad der benachbarten Windungen der Schraubenfedern im Biegezustand abhängt, werden die Schlitze 2 von der Dicke, der Festigkeit und der Transportgeschwindigkeit der Furnierbahn nicht beeinflußt, ebensowenig wie vom Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Rissen auf der Rückseite der
Furnierbahn sowie ggf. der Orientierung solcher Risse. Die elastische Beschichtung der Wake 8 unterstützt die Bildung und Vergrößerung der Schlitze 2 von der den Schraubenfedern 4 abgewandten Seite der Furnierbahn 3 her aufgrund der örtlichen Geschwindigkeitsänderungen, die sich aus der Deformierung der Walze 8 ergeben. Hierdurch werden jedoch die Schlitze nicht über -"as erforderliche Maß hinaus vergrößert, da die Ausdehnung der Schütze durch die Schraubenfedern 4 reguliert wird. Aus diesem Grund und da das durch Spannung verursachte Schlitzen keinen Schnitt quer zu den Fasern bewirkt, arbeitet die Vorrichtung außerordentlich effektiv und sie bewirkt ein angemessenes Weich- oder Geschmeidigmachen einschließlich der Dehnung, ohne die Festigkeit der Furnierbahn zu zerstören.
Die Schraubenfedern stellen nur ein Beispiel für die dehnbaren Teile 4 dar, die sich zur Bildung feiner Schütze als außerordentlich günstig erwiesen und den Anwendungsbereich der Vorrichtung erweitert haben. Sie ermöglichen auch eine einfache Wartung. Fig. 17 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der dehnbaren Elemente, die aus einer Anzahl von Blöcken 4b bestehen, welche in Längsrichtung hintereinander angeordnet sind und in engem Kontakt miteinander stehen oder geringe Abstände haben. Die Blöcke 4b sind auf ihrer einen Seite durch einen Riemen 4a aus relativ hartem Material miteinander verbunden. Jeder Block 4b kann den in F i g. 18a oder den in F i g. 18b dargestellten Querschnitt haben. Die Blöcke 4b und der Riemen 4a können sogar aus einem harten Harz oder aus Hartgummi einstückig gefertigt sein, wie dies in Fig. 18c dargestellt ist Die Blöcke sind in kammähnlicher Konfiguration angeordnet
Als dehnbare Teile können auch andere Elemente oder Einrichtungen verwendet werden, soweit sie Elemente aufweisen, die in eine in Längsrichtung ausgerichtete Furnierbahn eingedrückt werden können und der Abstand zwischen zwei benachbarten Elementen durch Biegen der dehnbaren Teile in der erläuterten Weise vergrößert werden kann. Die Größe der Spannung oder die Abmessung der kleinen Schlitze hängt vom Öffnungsgrad benachbarter Elemente der dehnbaren Teile in der Biegeposition ab. Es ist daher zweckmäßig, die Abstände der benachbarten Eingriffselemente, die Länge (Dicke) eines jedes Eingriffselementes u. dgl. entsprechend der speziellen Anwendung und unter Berücksichtigung des mit der jeweiligen Drückrolle verbundenen Biegungsgrades zu wählen. Vorzugsweise sind die dehnbaren Teile in geeigneten Abständen angeordnet, wie dies in F i g. 11 dargestellt ist, um zu verhindern, daß sie sich gegenseitig stören und daß benachbarte Schlitze sich stören. Wenn die dehnbaren Teile endlos sind, kann die gesamte Vorrichtung mit kleinen Abmessungen hergestellt werden. Schraubenfedern bestehen normalerweise aus Eisen oder einer Eisenlegierung, jedoch reagiert ein derartiges Metall mit dem Mark od. dgl. der Furnierbahnen, so daß sich die Farbe der Furnierbahnen nach braun hin verändert Wenn die Vorrichtung zum Weichmachen einer frischen Furnierbahn benutzt wird, verwendet man vorzugsweise Schraubenfedern, deren Außenflächen Gummischichten oder Plattierungsschichten tragen, soweit derartige Beschichtungen nicht die Federungseigenschaften der Schraubenfedern verhindern. Die Schraubenfedern können auch voll aus Edelstahl hergestellt werden, das inaktiv gegenüber dem Holzmark ist Jedenfalls erzielt man einen besseren Effekt, indem man die Schraubenfedern unter Berücksichtigung des Zustands und der Beschaffenheit der zu bearbeitenden Furnierbahn auswählt, sowie auch unter Berücksichtigung der geplanten Anwendung der fertigen Furnierbahn.
Das Andruckteil sollte vorzugsweise starr sein, damit die dehnbaren Teile zwangsweise gebogen werden und seine Krümmung sollte ir geeT neter *V<»ise f^stgele^t werden, weil die Krümi.iung den Ufii.^ngsgrdu der Angriffselemente der dehnbaren Teile bestimmL D.e
ίο Krümmung muß jedoch nicht konstant sein, wie im Falle einer Andruckwalze. Wenn man beispielsweise eine frei drehbare Druckwalze mit polygonalem oder elliptischem Querschnitt benutzt, können die Schlitze in der Furnierbahn durch geeignete Einstellung der Größe und des Wirkungspunktes der Spannung variiert werden. Ferner kann die frei drehbare Andruckwalze durch ein nicht drehbares Druckstück ersetzt wercsn. Generell erfolgt der Transport der Furnierbahn S durch die Drehung der Walze 8. Wenn in der Vorrichtung eine andere Antriebseinrichtung zur Bewegung der Furnierbahn 3 vorhanden ist, benötigt die Walze 8 keine Antriebsvorrichtung und kann lediglich frei drehbar sein.
Mäanderformige Verläufe der dehnbaren Teile 4 würden zur Folge haben, daß die dehnbaren Teile miteinander in Konflikt kommen und die Furnierbahn übermäßig zusammendrücken würden. Um dies zu verhindern, kann das Druckstück 6 radial nach außen stehende Flansche 6' aufweisen, deren radiale Abmessung kleiner ist als die Stärke der dehnbaren Teile und die zur Führung und als Anschlag für die dehnbaren Teile 4 dienen, wie in Fig. 14 dargestellt ist Alternativ können auch dem Druckstück 6 (nicht dargestellte) Ringnuten angeformt sein, die dem gleichen Zweck dienen. Erforderlichenfalls kann an der Rückseite des Druckstücks 6 ein (nicht dargestelltes) Stützteil vorgesehen sein, um Durchbiegungen des Druckstücks bzw. der Andruckwalze zu vermeiden.
Wenn die dehnbaren Teile 4 aus der Einwirkung der Biegekraft entlassen werden und ihre benachbarten Eingriffselemente sich wieder schließen, können feine Fasern der Furnierbahn zwischen benachbarten Windungen eingeklemmt werden, wodurch die Furnierbahn mit fortgezogen wird. Dies kann verhindert werden, indem gemäß F i g. 13 das Druckstück 6 und die dehnbaren Teile 4 so angeordnet sind, daß benachbarte Windungen eines jeden dehnbaren Teiles sich erst an einer Stelle hinter dem Druckstück 6 schließen, wenn du dehnbaren Teile bereits voll von der Furnierbahn abgehoben haben. Das Problem katm auch dadurch
. gelöst werden, daß gemäß F i g. 14 ein Trennelement 13 in 3ewegungsrichtung hinter dem Druckstück 6 angeordnet wira.
Das Trennelement 13 hebt das dehnbare Teil von einer geeigneten Stelle von der Furnierbahn ab. Ferner können das Druckstück 6 und die Walze 8 so konstruiert sein, daß sie dann, wenn der Druck ein bestimmtes Maß überschreitet, auseinanderbewegt werden. Dies kann beispielsweise dann geschehen, wenn an der Furnier-
bahn Überlappungen auftreten.
Zweite und dritte Ausführungsformen der Vorrichtung sind in den Fig. 15 und 16 dargestellt. Jede dieser Ausführungsform hat außer den Komponenten des ersten Ausführungsbeispiels eine Einstechwalze 14, die im Transportweg der Furnierbahn vor dem Druckstück 6 angeordnet ist Die Walze 14 weist an ihrem Umfang zahlreiche kurze Einstechelemente 12 auf. Sie liegt der Walze 8 in der Weise gegenüber, daß sie in die
Furnierbahn 3 einschneidet, während sie diese anpreßt
Bei dieser Ausführungsform bilden die Einstechelemente 12 der Walze 14 zahlreiche (nicht dargestellte) Einschnitte an der Furnierbahn 3, während die Walze 8 rotiert Die Druckwalze 6 drückt die dehnbaren Teile 4 zusammen mit der Furnierbahn 3 in Richtung auf die Walze 8, wodurch die Windungen der Teile 4 in Kontakt mit der Furnierbahn geöffnet werden und örtliche Spannungen an der Furnierbahn erzeugt werden. Da die durch die Walze 14 hervorgerufenen Einschnitte sich nun an der Furnierbahn befinden, konzentriert sich die Spannung auf relativ schwache Einschnitte, so daß aufeinanderfolgend Schlitze gebildet werden, die jeweils von einem Einschnitt aus beginnen.
Auf diese Weise beginnen die Schlitze in der Furnierbahn an den von der Walze 14 verursachten einzelnen Einschnitten, so daß sie leicht und zwangsläufig geformt werden können. Die Einschnitte in der Furnierbahn dienen lediglich dazu, die vom Biegen der dehnbaren Teile 4 herrührende Spannung auf jede örtliche Steile zu konzentrieren, während die Schlitze erst durch die Spannung gebildet werden. Aus diesem Grund und weil die dehnbaren Teile 4 die Ausdehnung der Schlitze bestimmen, können die Schlitze nicht über ein bestimmtes Maß hinaus anwachsen. Wenn die Einschnitte in der Furnierbahn unregelmäßige Verteilungen hinsichtlich ihrer Größe, Tiefe usw. haben, wird mit einer herkömmlichen Weichmachvorrichtung, der lediglich die Einstechwalze hinzugefügt ist, die unregelmäßige Verteilung erreicht so daß die im Stand der Technik auftretenden Probleme, wie Verringerungen der Festigkeit der Furnierbahn und das Brechen der Furnierbahn, vermieden werde™.
Durch geeignete Anorunung der Einstechelemente 12 an der Walze 14, z. B. in einem Z.jk-Zack-Muster, wird zwangsläufig verhindert daß benachbarte Schlitze entlang der Faserrichtung der Furnierbahn miteinander in Verbindung kommen können. Dies ermöglicht ein größeres Maß des Weichmachens und eine Streckung der Furnierbahn, ohne daß gleichzeitig die Festigkeit sinkt, Brüche auftreten u. dgl. Da die kurzen Einstechelemente an der Walze 14 so ausgebildet sind, daß sie nur Einschnitte in der Furnierbahn erzeugen, können sie hinreichend dicht angeordnet werden, um selbst bei sehr dünnen Furnierbahnen (mit einer Dicke im Bereich von 0,5 bis 1 mm) wirksame Schlitze erzeugen, was mit konventionellen Weichmachvorrichtungen nicht erreichbar ist
Die Einstechelemente 12 können verschiedenartige Formen haben, wie beispielsweise Nadelform, Konusform, Pyramidenform oder Keilform, solange sie in der Furnierbahn Einschnitte oder Einstiche ohne unnötiges Zerschneiden von Fasern herbeiführen. Auch die Höhe und andere Abmessungen der Walze 14 können entsprechend der jeweiligen Anwendung in geeigneter Weise bestimmt werden. Vorzugsweise wird das Herumführen der Furnierbahn um den Umfang der Walze 14, die in die Furnierbahn eingeschnitten hat, dadurch verhindert, daß die dehnbaren Teile 4 so angeordnet werden, daß sie die Furnierbahn im Transportweg hinter der Rolle 14 weiterführen, wie es in Fig. 15 dargestellt ist. Eine andere Möglichkeit
besteht gemäß Fig. 16 darin, im Transportweg hinter der Walze 14 eine Führungseinrichtung vorzusehen, die die Furnierbahn nach dem Verlassen der Walze 14 niederhält Die dehnbaren Teile 4 können auch gemäß Fig. 15 etwas weiter um den Umfang der Walze 8 herum umlaufen, so daß sie sich dem Walzenumfang bereits vor der Druckwalze 6 oder schon vor der Walze 14 anpassen. Dabei wird im Transportweg eine sehr exakte Führung der Furnierbahn unter Verhinderung mäanderförmiger Überlappungen erreicht die andernfalls infolge der Bildung der Schlitze oder Einstiche erfolgen könnte.
Eine weitere Ausführungsform der Weichmachvorrichtung ist in Fig. 19 dargestellt Die Weichmachvorrichtung weist eine kombinierte Druck- und Einstechwalze 14 auf. Diese Walze 14 drückt die dehnbaren Teile 4 gegen die Walze 8 und sticht gleichzeitig in die Furnierbahn hinein. Zu diesem Zweck ist die Walze 14 auf der der Walze 8 abgewandten Seite der dehnbaren Teile 4 in der Weise angeordnet daß sie die dehnbaren Teile in Richtung auf die Walze 8 drückt und durch die Zwischenräume zwischen benachbarten parallelen dehnbaren Teilen hindurch in die Furnierbahn einsticht und diese gegen die Walze 8 drückt An den Umfangsflächen der Flansche 6', von denen mehrere mit gleichen Abständen auf der Walze 14 nebeneinander angeordnet sind(Fig. 19),befinden sich kurze Einstechelemente IZ Alternativ können derartige Einstechelemente 12 auch direkt von der Oberfläche der Walze 16 abstehen (F i g. 20). Die Walze 14,16 die frei drehbar ist ermöglicht das Eindringen der Einstechelemente 12 in die Furnierbahn 3, bevor die dehnbaren Teile 4 gebogen werden, um die Schlitzung der Furnierbahn zu bewirken. Auf diese Weise werden zahlreiche Schlitze nacheinander gebildet die jeweils von den von den Einstechelementen 12 hervorgerufenen Einstechstellen aus starten. Während im wesentlichen der gleiche Effekt erzielt wird wie mit der Vorrichtung der Fig. 15 und 16 wird bei diesem Ausführungsbeispiel der Mechanismus vereinfacht, wobei zusätzlich noch weitere Effekte erzieh werden, die darin bestehen, daß die Bildung der Einstiche und der Schlitze an einer einzigen Walze erfolgen. Die Einstechelemente 12 drücken und stechen zwischen den parallelen dehnbaren Teilen 4 in die Furnierbahn. Infolge dieser Anordnung ermöglicht es die Walze 14, 16, wenn die Einstechelemente wie im Falle der F i g. 19 und 20 steif sind, daß die Flansche 6' oder die Einstechelemente 12 als Führung zur Verhinderung des mäanderförmigen Übereinanderlegens der Teile 4 dienen.
Zusammenfassend werden durch die Weichmachvorrichtung unabhängig von den physikalischen Eigenschaften, der Stärke und von Rissen auf der Rückseite der Furnierbahn, der Orientierung derartiger Risse, der Transportgeschwindigkeit der Furnierbahn und anderen Zuständen, die eine vielseitige Verwendung der vorbekannten Vorrichtungen verhindert haben, schmale Schlitze in wirksamer und für die Qualität unschädlicher Weise angebracht. Mit der Vorrichtung werden daher
das Weichmachen und die Dehnung der Furnierbahn verbessert.
Hierzu 8 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

  1. Patentansprüche:
    1. Verfahren zum Trocknen eines Furnierblattes, bei welchem das Furnierblatt während der Trocknung mit allmählich abnehmender Vorschubgeschwindigkeit im wesentlichen rechtwinklig zum Faserverlauf komprimiert wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Furnierblatt zur Vergrößerung des Elastizitätsbereiches vor dem Trocknungsvorgang oder während des Trocknungsvorganges durch Bildung zahlreicher schmaler Schlitze weichgemacht wird.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Komprimierung des Furnierblattes nach dem Weichmachen erfolgt
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Grad der Komprimierung im wesentlichen der beim Weichmachen des Furnierblattes hervorgerufenen Expansion entspricht.
    4. Verfahren nach Ansprach !, dadurch gekennzeichnet daß das Weichmachen nach der Komprimierung erfolgt und daß beide Schritte während des Trocknungsvorganges durchgeführt werden.
    5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet daß das Weichmachen dadurch erfolgt daß zunächst kleine Einstiche in bestimmter Verteilung an dem Furnierblatt erzeugt werden und daß danach, ausgehend von den Einstichen, schmale Schlitze entlang der Fasern gebildet r.-erden.
    6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die kleinen Einstiche auf dem Furnierblatt gemäß e'mem Zick-Zack-Muster erzeugt werden.
    7. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6, mit einer Weichmachvorrichtung, die in dem Furnierblatt zahlreiche schmale Schlitze erzeugt, und einer -to Heizvorrichtung zur Durchführung eines Trocknungsvorganges, dadurch gekennzeichnet daß im Transportweg des Furnierblattes vor oder in der Heizvorrichtung ein Verlangsamungsteil (17, 17', 17") angeordnet ist in welchem Antriebseinrichtungen hintereinander vorgesehen sind, deren Antriebsgeschwindigkeiten sich im Laufe des Transportweges des Furnierblattes (3) verringern und damit eine Komprimierung des Furnierblattes in der Bewegungsrichtung bewirken.
    8. Vorrichtung nach Anspruch 7. dadurch gekennzeichnet, daß der Verlangsamungsteil (17, 17', 17") im Transportweg der Furnierbahn (3) hinter der Weichmachvorrichtung (15, 16) und vor oder in der Heizvorrichtung (22) angeordnet ist.
    9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Tiansportweg des Furnierblattes Zick-zack-förmig um mehrere Walzen (26a bis 26h) herum verläuft, deren Walzenmantel umlaufende Ringnuten aufweisen, in denen langgestreckte Elemente (24, 25), die zusammen mit dem Furnierblatt, dieses von beiden Seiten her zwischen sich einschließend, um die Walzen (26a bis 26Λ,} umlaufen, versenkt sind, daß mindestens einige der Walzen (26a bis 26Λ^geheizt sind und daß einige der Walzen (26a bis 26h) mit unterschiedlichen Umfangsgeschwindigkeiten angetrieben sind, wobei diejenigen Walzen, die im Transportweg des Furnierblattes weiter hinten liegen, die geringeren Umfangsgeschwindigkeiten aufweisen.
    10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Verlangsamungsteil (17,17', 17") Untersetzungseinrichtungen (20,21) mit variablen Untersetzungsverhältnissen aufweist
    11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis
    10, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere im wesentlichen strangförmige parallele dehnbare Teile (4) über mindestens einen Teil des Transportweges des Furnierblattes (3) mitlaufen, daß die dehnbaren Teile (4) zahnartig auseinanderspreizbare Elemente aufweisen, die sich beim konvexen Umbiegen der dehnbaren Teile (4) an ihrer in Kontakt mit dem Fumierblatt (3) kommenden Seite auseinanderspreizen, daß die dehnbaren Teile (4) um ein Stützelement umlaufen und daß gegenüber dem Stützelement eine Walze (8) mit elastischem Walzenmantel angeordnet ist, in den das Fumierblatt (3) unter der Wirkung des Stützelementes bei fortlaufender Drehung der Walze (8) eingedrückt wird.
    IZ Vorrichtung nach einem der Anspräche 7 bis
    11, dadurch gekennzeichnet daß die dehnbaren Teile (4) aus zahlreichen in Längsrichtung dicht hintereinander oder mit geringfügigen Abstand angeordneten Blöcken (Ab) bestehen, die nach einer Seite hin von einem Zugelement (4a^ abstehen.
    13. Vorriciuung nach einem der Anspräche 7 bis
    12, dadurch gekennzeichnet daß die langgestreckten Elemente (24, 25) und die dehnbaren Teile (4) aus Schraubenfedern bestehen.
    14. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet daß das Stützelement eine Andrückwalze (6) ist um die die dehnbaren Teile (4) unter Auseinanderspreizung ihrer dem Furnierblatt (3) zugewandten Elemente über einen Teil des Walzenumfangs umlaufen, und daß in Transportrichtung des Furnierblattes (3) vor der Andrückwalze (6) eine zweite Walze (14) angeordnet ist, die zahlreiche kleine Einstechstücke (12) ...n ihrem Außenmantel trägt, welche Einstiche in das Fumierblatt (3) hinein ausführen.
    15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet daß die zweite Walze (14) auf der der Angriffseite der dehnbaren Teile (4) abgewandten Rückseite angeordnet ist und Ringnuten aufweist, durch die die dehnbaren Teile (4) hindurchlaufen.
    16. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet daß zwei Gruppen (24, 25) langgestreckter elastischer Elemente um die Walzen (26a bis 26h) herum entsprechend dem Transportweg des Furnierblattes umlaufen.
    17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß zwei benachbarte langgestreckte Elemente einer Gruppe (24, 25) einen gegenseitigen Abstand haben, der etwa 150mal so groß ist wie die Furnierstärke.
    18. Vorrichtung nach e'nem der Ansprüche 7 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Verlangsamung des Transports des Furnierblattes (3) entsprechend der im Zuge des Transportweges erfolgenden Kontraktion bemessen ist.
DE3031217A 1979-08-20 1980-08-19 Verfahren und Vorrichtung zum Trocknen eines Furnierblattes Expired DE3031217C2 (de)

Applications Claiming Priority (3)

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JP15942379A JPS5682202A (en) 1979-12-08 1979-12-08 Tender rising device for veneer
JP484080A JPS56102678A (en) 1980-01-19 1980-01-19 Drier for veneer

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