Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Trocknen
eines Furnierblattes, bei welchem das Fumierblatt während der Trocknung mit allmählich abnehmender
Vorschubgeschv/indigkeit im wesentlichen rechtwinklig zum Faserverlauf komprimiert wird.
Bei der Schichtholzherstellung erfolgt normalerweise eine Trocknung des von einem Stamm abgeschälten
Furnierblattes in einer Trocknungsvorrichtung unter Wärmeeinwirkung. Beim Trocknen reißen jedoch die
Furnierblätter konzentrisch an unregelmäßig verteilten Stellen, so duß sich eine sehr schlechte Furnierqualität
selbst dann ergibt, wenn die Holzqualität vor dem Trocknungsvorgang gut gewesen ist Gerissene Teile
von Furnierblättern müssen abgeschnitten und fortgeworfen werden, so daß ein erheblicher Anteil von
Ausschuß anfällt
Zur Veredelung frischer Furniere ist es bekannt, das
Furnierblatt während der Trocknung im wesentlichen rechtwinklig zum Faserverlauf zu komprimieren
(DE-PS 7 35 234). Zur Durchführung des Verfahrens dienen zwei Walzen, zwischen welchen das feuchte
Furnier hindurchgeführt wird und von denen mindestens eine so stark erhitzt wird, daß die im Holz
enthaltene überschüssige Feuchtigkeitsmenge verdampft Das Erwärmen bei gleichzeitig ausgeführtem
starkem Druck soll bewirken, daß auch feuchte Furniere gleich fertig veredelt oder getrocknet und dabei vor
dem Schwinden und Welligwerden bewahrt werden. Dieses Verfahren kann jedoch nicht das Auftreten von
Rissen in dem Furnier verhindern, weil das nicht erweichte Furnierblatt über seinen Elastiziiätsbereich
hinaus gedehnt wird. Selbst wenn man zur Vermeidung dieses Nachteiles das Furnierblatt während des
Trocknungsvorganges mit allmählich abnehmender Vorschubgeschwindigkeit komprimiert, läßt sich die
Rißbildung beim Trocknen nicht unterbinden. Dies ist darauf zurückzuführen, daß es praktisch unmöglich ist
Komprimierungsgrad und Erwärmung des Furnierblattes richtig so aufeinander abzustimmen, daß die
Holzschwindung korrekt ausgeglichen wird und keine Risse auftreten. Das Ausmaß der Schwindung ändert
sich nämlich in Abhängigkeit von den Furnierabschnitten aufgrund unterschiedlichen Wassergehaltes, z. B. in
einem vorderen oder einem hinteren Fumierabschnitt Der Wassergehalt hängt außerdem von der Art der
verwendeten Bäume ab. Die zur jeweiligen Feuchtigkeitsbestimmung erforderlichen Maßnahmen liegen
außerhalb der Grenzen der Rentabilität eines Verfahrens und einer Vorrichtung zur Furnierherstellung.
Zur Verbesserung der Furnierqualität ist es außerdem bekannt das Fumierblatt durch Bildung zahlreicher
schmaler Schlitze weich zu machen. Zu diesem Zweck werden während des Komprimieren des Furnierbiattes
seine Fasern mit Hilfe von zwei mit verschiedener Geschwindigkeit umlaufenden Riemen auseinanderge-
hat man zur Verhinderung der Rißbildung ein Verfaiiren
benutzt, bei dem auf dem Fumierblatt zunächst zahlreiche kleine Schürze zum »Weichmachen« angeordnet
werden und sich dann der Trocknungsschritt anschließt In Fig. 1, die eine graphische Darstellung
der Dehnungs- und Schrumpfungsverhältnisse bei verschiedenen F ;erverarbeitungsverfahren zeigt ist
dieses Vorgehen als Y-Verfahren bezeichnet Verglichen
mit einem Prozeß ohne vorheriges Weichmachen, ίο der Ln F i g. 1 als X-Prozeß bezeichnet wird, ist bei dem
Y-Prozeß die Neigung der Furnierblätter zur konzentrischen Splitterung während des Trocknens geringer, so
daß insofern bereits eine gewisse Verbesserung erzielt worden ist Selbst bei Anwendung der Technik des
Weichmachen werden jedoch Mißbildungen infolge des Trocknungsprozesses immer noch nicht in ausreichendem
Maße verhindert
Offensichtlich ist die bei den bekannten Verfahren beim Trocknen entstehende Rißbildung auf die Zusammenziehung
des Furnierblattes bei Einwirkung der genannten Trocknungsbehandl^ig zurückzuführen.
Wenn die Förderer, mit denen das Γ urnierblatt durch
einen Wärmetrockner hindurchbewegt werden, beispielsweise ein oberes und ein unteres Netz ai-fweisen,
zwischen denen das Fumierblatt festgelegt wird, wird die Kontraktion des Furnierblattes durch die Netze
verhindert obwohl gerade während des Trocknens eine Kontraktion zugelassen werden sollte, und in dem
Fumierblatt entwickeln sich Spannungen. Das Furnier-
blatt bricht oder reißt an Stellen, an denen sich die höchsten Spannungskonzentrationen ergeben. Vor
diesem Hintergrund wird bei dem Y-Verfahren dem eigentlichen Trocknungsvorgang ein Weichmachprozeß
vorgeschaltet, um Risse durch Dezentralisierung
der Spannungen in dem Fumierblatt mittels zahlreicher kurzer Schlitze zu vermeiden und damit auch die
Neigung des Furniers als Ganzes zu splittern, zu verringern. Ausgedehnte Studien, die angestellt worden
sind, um den Nutzen der weichgemachten Furnierblätter zu ermitteln, haben ergeben, daß der Elastizitätsbereich,
in dem das Fumierblatt ohne Splitterung rechtwinklig zu seiner Faserrichtung gedehnt werden
kann, bei weichgemachten Furnieren größer ist als bei nicht weichgemachten Furnieren.
Ausgehend von einem Verfahren der eingangs erwähnten Art liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, bei der Herstellung von Furnieren Splitterungen und Risse des Furnierblattes beim Trocknen
wirksam zu verhindern, um die Qualität und Ausbeute
'" an Furniermaterial zu verbessern.
Diese Aufgab; wird dadurch gelöst, daß das Furnierblatt zur Vergrößerung des Elastizitätsbereithes
vor dem Trocknungsvorgang oder während des Trojknungsvorganges durch Bildung zahlreicher
zogen, so daß ich kleine Schlitze ergeben (US-PS 55 schmaler Schlitze weichgemacht wird. Auf diese Weise
15 779). Auch werden Einstichorgane in Form von Zähnen verwendet die auf einer Walze angeordnet sind
und während des Komprimiereiis in das Fumierblatt einstechen (US-PS 36 78 974). In beiden Fällen ist nicht
vorgesehen, daß das Fumierblatt durch Wärmeeinwirkung getrocknet wird. Die Schlitze seilen lediglich die
Wasseraufnahmefähigkeit des Furniers vergrößern, damit es sich nicht wirft und es sollen durch Erweichung
innere Spannungen des Furniers abgebaut werden, damit es während der Verbindung mit anderen
Furnieren, zum Beispiel zur Herstellung von Sperrholz, flachliegt.
In kleineren Bereichen der einschlägigen Industrie
erhalten die Furnierblätter einen vergrößerten Elastizitätsbereich
und in Verbindung mit der Komprimierung und Trocknung des Furnierblattes werden hierdurch auf
einfache Weise Pißbildungen ausgeschlossen. Es lassen sich sehr gute Furniere selbst aus minderwertigen
Baumstämmen herstellen, weil Risse und Splitterungen des Furnierblattes beim Trocknen wirksam verhindert
werden. Da die Furnierblätter keine gerissenen Teile aufweisen, fällt praktisch kein Ausschuß an. Die
Ausbeute an Furnü !-material wird dadurch erhöht.
Vorteilhafte Ausgestaltungen des Verfahrens sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Ferner wird eine Vorrichtung vorgeschlagen, die
dadurch gekennzeichnet ist, daß im Transportweg des Furnierblattes vor oder in der Heizvorrichtung ein
Verlangsamungsteil angeordnet ist, in welchem Antriebseinrichtungen hintereinander vorgesehen sind,
deren Antriebsgeschwindigkeiten sich im Laufe des Transportweges des Furnierblattes verringern und
damit eine Komprimierung des Furnierblattes in der Bewegungsrichtung bewirken. Vorteilhafterweise verläuft
der Transportweg des Furnierblattes zick-zackförmig um mehrere Walzen herum, deren Walzenmäntel
umlaufende Ringnuten aufweisen, in denen langgestreckte Elemente, die zusammen mit dem Furnierblatt
dieses von beiden Seiten her zwischen sich einschließend, um die Walzen umlaufen, versenkt sind, wobei
vorgesehen ist, daß mindestens einige der Walzen geheizt sind und einige Walzen mit unterschiedlichen
Umfangsgeschwindigkeiten angetrieben sind, wobei diejenigen Walzen, die im Transportweg des Furnierblattes
weiter hinten liegen, die geringeren Umfangsgeschwindigkeiten aufweisen. Die langgestreckten EIemente
können aus .Schraubenfedern bestehen. Da die langgestreckten Elemente in den Ringnuten in den
Walzenmänteln versenkt sind, greifen die Walzenmantel unmittelbar an dem Furnierblatt an und übertragen
ihre Wärme direkt an dieses. Die langgestreckten .'5 Elemente führen das Furnierblatt von einer Walze zur
nächsten, wobei es gleichmäßig ohne Verschiebung und ohne Abheben von den geheizten Walzen transportiert
wird. Im System treten daher keine Verklemmungen oder Störungen im Laufe der Furnierbahn auf. Die jo
Weichmachvorrichtung wird an einer geeigneten Stelle, vorzugsweise in oder vor der Trocknungsstation
angeordnet.
Zweckmäßige Ausgestaltungen der Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens sind ü
in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine grafische Darstellung der Dehnungs- und -»o
Schrumpfungsverhältnisse bei verschiedenen Furnierverarbeitungsverfahren,
F i g. 2 und 3 jeweils eine Draufsicht und einen Schnitt
einer Verarbeitungsvorrichtung zum Weichmachen der Furnierbahn,
Fig.4 und 5 Ansichten weichgemachter Furnierbahnen.
Fig. 6 vergrößerte Darstellungen der Schlitze in anderen weichgemachten Furnierbahnen.
F i g. 7 ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der ">o
Vorrichtung.
Fig.8 bis 10 eine weitere Ausführungsform der
Vorrichtung in Seitenansicht, teilweiser Frontansicht und teilweisem Schnitt,
F i g. 11 eine Teildraufsicht der Vorrichtung nach
Fig. 3,
Fig. 12 eine Seitenansicht der Vorrichtung zum Weichmachen der Furnierbahn nach F i g. 11,
Fig. 13 eine vergrößerte Darstellung der Vorrichtung
nach Fig. 12,
Fig. 14 eine gegenüber Fig. 3 abgeänderte Ausführungsform
der Vorrichtung,
Fi g. 15 einen Querschnitt durch eine andere Ausführungsform,
Fig. 16 einen Querschnitt durch eine alternative Äusführungsform zu F i g. i 5.
Fig. 17 einen Teilquerschnitt durch eine Vorrichtung
mit modifizierten dehnbaren Elementen.
Fig. 18(A) bis 18(C) Schnitte entlang der Linie XVI1I-XVIII von F i g. 17 mit unterschiedlichen Ausführungsbeispielen
dehnbarer Elemente und
Fig. 19 und 20 Querschnitte einer weiteren Modifizierung
der Vorrichtung nach F i g. 3.
Zunächst werden die Grundlagen des Verfahrens unter Bezugnahme auf Fig. 1 erläutert. In dieser
Darstellung sind die Verhältnisse bei den bekannten X- und Y-Verfahren und bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren einander gegenübergestellt. Die Bezugslinie »100« auf der Ordinate gibt die freie Länge einer
Furnierbahn an, die soeben mit einer bekannten Furnierschälmaschine von einem Stamm rechtwinklig
zur Faserrichtung abgeschält worden ist. Die Furnierbahn weist an ihrer Rückseite Risse auf, jedoch keine
Risse an der Vorderseite und auch keine Sekundärsprünge. Bei dem X-Prozeß erfolgt ausschließlich eine
Trocknung P. Bei dem Y-Prozeß erfolgt zunächst das Weich- oder Geschmeidigmachen Q und anschließend
das Trocknen P. Bei dem Z-Prozeß nach der Erfindung erfolgt zuerst das Weichmachen, dann die Kompression
R und die Trocknung P. Bei diesen Verfahren ist die unverarbeitete Furnierbahn, die nur auf ihrer Rückseite
Risse aufweist, mit A bezeichnet. B kennzeichnet die weichgemachte Furnierbahn, die zahlreiche kurze
Schlitze aufweist, Ceine komprimierte Furnierbahn und D eine getrocknete Furnierbahn. Die Längen der
Furnierbahnen weichen bei den verschiedenen Behandlungsarten nach den drei unterschiedlichen Verfahren X,
Y und Z voneinander ab. Für das Verständnis der Erfindung ist wichtig zu wissen, ob die Längenänderun- '
gen jeweils innerhalb der Elastizitätsbereiche der Furnierbahen erfolgen. So schrumpft beispielsweise bei
dem Verfahren X die Furnierbahn während der Trocknung um 5% (Mittelwert). Der Elastizitätsbereich
der Furnierbahn A beträgt jedoch, wie sich experimentell feststellen läßt, lediglich etwa 1%. Anders
ausgedrückt: Die Furnierbahn A schrumpft um 4% über ihren Elastizitätsbereich hinaus, so daß während der
Trocknung starke Rißbildungen zu erwarten sind.
Bei dem ebenfalls zum Stand der Technik gehörenden Prozeß Y wird die Furnierbahn A vor dem Trocknen
durch Anbringen zahlreicher kurzer Schlitze weich oder geschmeidig gemacht, wodurch eine Ausdehnung um
2% erfolgt und der Elastizitätsbereich somit auf etwa 33% ausgedehnt wird. Bei dem anschließenden
Trocknungsvorgang P schrumpft die Furnierbahn A um 5%, wodurch der Elastizitätsbereich immer noch um
13% überschritten wird. Die Überschreitung des
Elastizitätsbereichs ist zwar weniger gefährlich als bei dem Verfahren X, jedoch besteht immer nc h die
Möglichkeit des Reißens.
Es ist ersichtlich, daß die konventionellen Verfahren nicht imstande sind, Rißbildungen in der Furnierbahn
beim Trocknen zu vermeiden, und daß Risse immer dann entstehen, wenn die Furnierbahnen festgehalten
werden, indem z. B. ihre Enden rechtwinklig zur Faserrichtung festgehalten werden. In diesem Zusammenhang
kann man sagen, daß die Technik zur Reduzierung der Festhaltekräfte bei Furnierbahnen
eigentlich den Zweck hat, Rißbildungen während des Trocknens in den verschiedensten Arten von Trocknungsvorrichtungen
zu verhindern. Dies versteht sich aus der Tatsache heraus, daß Netztrockner, Walzen- ;
trockner und andere vorherrschende Trockner sämtlich X mit Heißluftzirkulation arbeiten, wobei auf die Furnier- %
bahnen Heißluft zur Verhinderung starker Einspann- \
kräfte geblasen wird. £
Bei dem Z-Verfahren nach der Erfindung findet zwischen dem Schritt des Weichmachens Q und dem
Trocknungsschritt P die Kompressionsstufe R statt, wie in F i g. I angegeben ist. Der Furnierbogen A wird
während des Weichmachens Q gestreckt und anschlie-Bend in der Kompressionsstufe R wieder verkleinert, so
daß sich das komprimierte Furnierblatt Cergibt. Daran ansrh'ießend erfolgt der Trocknungsschritt P.
Das Furnierblatt, dessen Elastizitätsbereich ca. 3,5% beträgt, wird um 2% komprimiert und dann getrocknet, ι ο
Von diesem Punkt an beginnt das Schrumpfen. Die Kompression des Furnierblattes endet, wenn 2% der
Zusammenziehung von insgesamt 5% stattgefunden haben. Die restlichen 3% der Zusammenziehung liegen
im Rahmen des durch die Weichmach-Vorbehandlung is auf 3,5% vergrößerten Elastizitätsbereichs des Furnierblattes.
Mit dem Z-Verfahren kann man auf diese Weise die Gefahr des Reißens während des Trocknens
beseitigen, indem man erreicht, riaß die Kontrnktion
insgesamt innerhalb des Elastizitätsbereiches stattfindet. Die Rißbildung kann sogar dann verhindert werden,
wenn der Trockner relativ hohe Festhaltekräfte auf das Furnierblatt ausübt. Ferner eröffnet das Z-Verfahren
den Weg für die praktische Anwendung von Trocknern, bei denen die Furnierblätter in direktem Kontakt mit
Heizplatten kommen und sehr wirksam mit relativ intensiver Festhaltekraft getrocknet werden.
Die Verhinderung von Rißbildungen ist auf die wirksame Kombination des Weichmachens und anschließenden
Komprimierens mit der Trocknung bei dem erläuterten Z-Verfahren zurückzuführen. Die
Grundvoraussetzungen für diese Kombination sind, daß das Weichmachen während oder vor der Trocknung
erfolgt und daß während des Trocknens der Druck auftritt. Mit diesem Prinzip wird durch die Schritte des
Weichmachens und Komprimierens der im Verhältnis zur Kontraktion ziemlich kleine Elastizitätsbereich
kompensiert und Risse, die andernfalls auftreten würden, wenn die Kontraktion den Elastizitätsbereich
überschreitet, können vermieden werden. Durch das Weich- oder Geschmeidigmachen ohne zusätzliche
Unterstützung würde der Elastizitätsbereich erheblich verringert werden. Würde andererseits die Kompression
alleine eingesetzt werden, so würde ein übermäßig hohes Maß an Kompression benötigt. Im Hinblick auf
die Schwierigkeit beim Komprimieren verschiedener Arten von Furnierblättern mit unterschiedlichen Kontraktionsraten
würde ein großer Bereich an Kompressionskraft benötigt werden, um allen Furnierblättern
gerecht zu werden. Dieser Kompressionsgrad neigt dazu, die Furnierblätter zu beschädigen und diese
Neigung kann nicht ohne weiteres ausgeschaltet werden. Die erfindungsgemäße Kombination bewirkt,
daß für die beiden Verfahrensarten der jeweils notwendige Behandlungsgrad in einem solchen Maße
reduziert wird, daß die einzelnen Verarbeitungsschritte, insbesondere derjenige der Kompression, ohne Schwierigkeiten
ausgeführt werden können. Das Verfahren verhindert daher auf einfache und wirksame Weise das
Splittern und Spalten von Furnierblättern.
Aus der zusammenhängenden Kombination des Weichmachens des Furnierblattes in Verbindung mit
der nachfolgenden Kompression entsteht ein weiterer Vorteil. Da der Elastizitätsbereich als Ganzes infolge
der Kombination des (durch die Kompression'bewirkten) festgelegten Elastizitätsanteils und des (durch das
Weichmachen geschaffenen) freien Elastizitätsanteils insgesamt frei wählbar ist, kann sie an eventuelle
Unregelmäßigkeiten der Druckverteilung der Furnierblätter angepaßt werden, so daß auf einfache Weise eine
Anpassung an Kontraktionen möglich ist, die an dem Furnierblatt von einer Stelle zur anderen variieren.
Aufgrund dieses Vorteiles kann die Kontraktion von Furnierblättern über einen weiten Bereich auf einfache
Weise an die je\ riligen Eigenschaften des Furnierblatts angepaß werden. Bei dem in Fig. 1 dargestellten
Z-Verfahren wird dieser Effekt beispielsweise ohne irgendwelche Feinabstimmungen erzielt, obwohl die
Kontraktionsrate im Bereich von 2% bis 5.5% liegen kann.
Nach der Erfindung wird das Furnierblatt zunächst weich bzw. geschmeidig gemacht und anschließend
komprimiert oder zuerst komprimiert und dann weich bzw. geschmeidig gemacht oder aber auch gleichzeitig
weichgemacht und komprimiert Das Verfahren, bei dem zuerst das Weichmachen und anschließend die
Kompression erfolgt, ist gegenüber den anderen Verfahren jedoch vorzuziehen, da dann, wenn ein
Furnierblatt durch Weichmachen gestreckt wird, wie bei dem Z-Verfahren nach Fig. 1, mindestens der gestreckte
Anteil des Furnierblattes leicht zusammengedrückt werden kann. Bei bevorzugten Ausführungsbeispielen
des Gesamtverfahrens, bei denen die genannte günstige Reihenfolge des Weichmachens und anschließenden
Komprimierens eingehalten wird, erfolgt vorzugsweise das Weichmachen vor dem Trocknen und die
Kompression wird während des anschließenden Trocknungsvorgangs durchgeführt. Es ist aber auch möglich,
das Weichmachen während des Trocknungsprozesses vorzunehmen und anschließend die Kompression
durchzuführen.
Wenn das Weichmachen und die Kompression in entgegengesetzter Reihenfolge oder einander überlappend
ausgeführt werden, geschehen sie während des Trocknens, da die Kompression auf jeden Fall während
des Trocknungsvorgangs eintreten muß. Verglichen mit der bevorzugten Reihenfolge führen die alternativen
Arbeitsabläufe jedoch zu Schwierigkeiten bei der Kompression des Furnierblattes rechtwinklig zur
Faserrichtung und bei der Aufrechterhaltung des Kompressionszustandes. Dennoch können auch die
abgewandelten Ausführungsformen des Verfahrens so durchgeführt werden, daß die Größe der Kompression
weit kleiner ist als bei einem Verfahren mit Längskompression.
Im folgenden werden unter Bezugnahme auf die F i g. 2 bis 6 die Elastizitätseigenschaften von Furnierblättern
in Verbindung mit einem geeigneten Weichmachverfahren detailliert erläutert
Es hat den Anschein, daß die Elastizitätseigenschaften von Furnierblättern auf die verschiedenen Arten von
verteilt angeordneten Rissen und Brüchen zurückzuführen sind. Wenn man ein Furnierblatt mit der Hand
auseinanderzieht vergrößern sich die Brüche und Risse in dem Maße, daß sichtbares Licht hindurchgeht
Insbesondere wenn ein nicht verarbeitetes Furnierblatt, das Risse nur an seiner Rückseite aufweist, in
geeignetem Maße einem Weichmachvorgang unterzogen wird, erhöht sich die Anzahl der durchgelassenen
Lichtstrahlen. Daraus kann geschlossen werden, daß der Elastizitätsbereich durch das Weichmachen vergrößert
wird Weitere Beobachtungen zeigen, daß die Elastizität auf Biegevorgänge beispielsweise der schmalen langgestreckten
Teile von durch zahlreiche Risse fein unterteiltem Holz zurückzuführen ist Fig.4 zeigt ein
weichgemachtes Furnierblatt, das mit Schlitzen 2
versehen ist, die von der Faserrichtung unabhängig sind. Die Schlitze 2 sind beispielsweise mit einer Walze
erzeugt worden, die eine Anzahl von Einschneidelementen in Form von Messerklingen aufweist. Fig.5 zeigt
ein anderes Furnierblatt, bei dem die Schlitze 2 im wesentlichen in Faserrichtung verlaufen, ohne jedoch
die Fasern zu beschädigen. Die hier interessierende Neigung zur Elastizität ist bei dem Furnierblatt der
F i g. 5, bei der. die Fasern ungebrochen sind, günstiger und stabiler ais bei dem Furnierblatt der F i g. 4, dessen
Fasern teilweise durchgeschnitten sind. Bei dem Furnierblatt der Fig.5 besteht jedoch die Gefahr, daß
die durch das Weichmachen geschaffenen oder vergrößerten Schlitze ineinanderlaufen und große Risse
ergeben. In dieser Hinsicht ist das Furnierblatt der Fig.4 günstiger, weil die künstliche Verteilung der
Schlitze leicht durchzuführen ist. Ein Furnierblatt, das in einer der beiden dargestellten Weisen weichgemacht ist,
hat sich als weit elastischer erwiesen als ein nicht weichgcmarhtp«; Fnrnierhlatl. Die Erfindung schlägt ein
Verfahren und eine Vorrichtung vor, die, wie nachfolgend noch erläutert wird, die kombinierten Vorteile der
beiden Weichmachverfahren aufweisen und mit denen Furnierblätter erzeugt werden können, die insbesondere
einen in sehr günstiger Weise erweiterten Elastizitätsbereich aufweisen.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren erfolgt ein erstes Weichmachen und ein zweites Weichmachen,
wobei das zweite Weichmachen gleichzeitig mit oder nach dem ersten Weichmachen durchgeführt werden
kann. Für den Schritt des ersten Weichmachens oder primären Weichmachens wird ein Furnierblatt mit
vorzugsweise verteilt angeordneten Einstichen gebildet, indem Elemente oder Schneidklingen, die am Umfang
einer Walze angeordnet sind, in das Material eingestochen werden. Hierzu kann auch eine andere Einrichtung
zur Bildung kurzer schmaler Schlitze, aus denen heraus die Spalte starten können, benutzt werden. Bei dem
zweiten oder sekundären Weichmachen werden mit einer Vorrichtung nach den F i g. 2 und 3 Spalte oder
Schlitze gebildet, die zu einem Verlauf entlang der Fasern des Furnierblattes neigen. Mit diesem Verfahren
wird unter Einsatz zwcitr ähnlicher aufeinanderfolgender Stufen des Weichmachens ein unregelmäßiges
Zusammenwirken benachbarter Schlitze vermieden und es wird die in Fig.6(a) dargestellte Schlitzverteilung
erzielt, bei der seitlich benachbarte Schlitze jeweils auf Lücke angeordnet sind. Die in Fig.6 dargestellte
Schlitzverteilung, bei der quer zur Schlitzrichtung durchgehende ungeschlitzte Stege im Holz verbleiben,
wird vermieden.
Wie ohne weiteres ersichtlich ist, ist das Schlitzmuster
der Fig.6(a) günstiger als dasjenige der Fig.6(b). Vorzugsweise verlaufen die Schlitze entlang der
Holzfasern. Dadurch wird ebenfalls der Elastizitätsbereich in beachtlichem Maße vergrößert
In den Fig.2 und 3 ist eine Vorrichtung zum Weichmachen dargestellt Diese Vorrichtung enthält
eine Walze 8, deren Mantel mit einer Schicht aus elastischem Material, z. B. Gummi, überzogen ist, sowie
eine Walze 6 mit kleinem Durchmesser, die mehrere Nuten 7 aufweist, in denen Schraubenwendeln 4 geführt
sind. Im Betrieb rotieren die Walzen 6 und 8 in der jeweils durch Pfeile angegebenen Rüstung. Dabei
klemmen sie ein Furnierblatt zwischiS^sich ein und
bewegen dieses in die ebenfalls d^pch einen Pfeil
angegebene Richtung. Durch (nicht dargestellte) Andrückvorrichtungen,
die in Verbindung mit der Walze oder 8 vorgesehen ist, wird auf das bewegte Furnierblatt
3 ein Druck ausgeübt, während die langgestreckten Schraubenwenr^ln 4 sich in Kontakt mit dem Umfang
der Walze 6 mitbewegen. Wegen des relativ kleinen Krümmungsradius der Walze 6 verformt sich die
Schraubenwendel, so daß sich die Windungen einzeln öffnen und dadurch das Furnierblatt weichmachen. Im
einzelnen stellt diese Weichmachvorrichtung eine verbesserte Version des Weichmachsystems nach
ίο Elemendorf dar, d. h. es benutzt in Kombination mit dem
Prinzip nach Elemendorf die Öffnungswirkungen der äußeren Teile benachbarter Wicklungen der Schraubenwendel
4 relativ zueinander, die sich ergeben, wenn die Schraubenwendeln in einer Kurve geführt werden. Die
Vorrichtung bewirkt daher eine Streckung des Furnierblattes 3 von entgegengesetzten Seiten her, während die
Schlitze durch Biegen der Schraubenfeder gebildet bzw. vergrößert werden. Auf diese Weise wird das
Furnierblatt durch Schlitzung mit sehr günstigen kleinen Abständen weichgemacht. Die Weichmachvorrichtung
weist ferner Führungsteile 5,5' für das Furnierblatt und eine Fördereinrichtung 9 für die Zufuhr des Furnierblattes
auf. Die Führungseinrichtung 5,5' dient zugleich als Führung für die Schraubenwendeln.
Es sei darauf hingewiesen, daß der Ausdruck »Weichmachen« nicht nur die Ausbildung oder Vergrößerung
zahlreicher kleiner Schlitze umfaßt, die die Streckung des Furnierblattes ermöglichen. Auch dann,
wenn ein verarbeitetes Furnierblatt überhaupt keine Dehnung zeigt, reicht es aus, wenn an dem Furnierblatt
kleine Schlitze oder Einschnitte (einschließlich eingedrückter oder von einem messerähnlichen Werkzeug
gebildeter eingeschnittener Schlitze) angebracht werden, um den Elastizitätsbereich rechtwinklig zur
Faserrichtung zu vergrößern.
Im folgenden wird nun die Komprimierung des Fiirnierblattes in Verbindung mit einem System zur
Ausführung des erläuterten Verfahrens beschrieben.
Das in Fig.7 dargestellte Verarbeitungssystem für
Furnierblätter weist eine Weichmachvorrichtung auf, deren größerer Teil aus einer Amboßwalze 15 mit
elastischem Überzug und einer Weichmachwalze 16 mit zahlreichen Schneidelementen besteht. An diese Weichmachvorrichtung
schließt sich eine Transportstrecke an, in derem Verlauf zahlreiche Walzenpaare 17, 17' und
17" sowie jeweils zwischen den Walzenpaaren angeordnete Führungsplatten vorgesehen sind. Obwohl es nicht
in jedem Fall erforderlich ist, die Transportbahn mit der Weichmachvorrichtung 15,16 durch einen Förderer zu
verbinden, ist eine ähnliche Verbindung doch erforderlich, so daß ein unverarbeitetes Furnierblatt zunächst
von der Weichmachvorrichtung behandelt wird, bevor es weiterverarbeitet wird. Die Transportvorrichtung
erstreckt sich im wesentlichen so weit, daß sie entgegen der Bewegungsrichtung in den Abbremsbereich der
Weichmachvorrichtung 15, 16 hineinragt Dieser Abbremsbereich weist eine Antriebsquelle 19 und einen
Geschwindigkeitsreduziermechanismus 20 und 21 auf, die so arbeiten, daß das zweite Walzenpaar 17' mit
geringerer Umfangsgeschwindigkeit arbeitet als das erste Walzenpaar 17 und daß das dritte Walzenpaar 17'
mit noch niedrigerer Umfangsgeschwindigkeit arbeitet alsrdas zweite Walzenpaar. Das Furnierblatt, das diesen
Aßbremsbereich des Transportweges durchläuft wird infolge der Erpressung zwischen den sich immer mehr
verlangsamenden Walzenpaaren in Längsrichtung komprimiert
In dem auf den Kompressionsteil des Transportweges
folgenden weiteren Bereich des Transportweges befindet
sich ein viertes Walzenpaar, das mit der gleichen Geschwindigkeit arbeitet wie das dritte Walzenpaar
17". Im Anschluß an das Walzenpaar 17" wird daher der komprimierte Zustand des Furnierblattes beibehalten.
Durch den von wärmeisolierenden Wänden 22 umschlossenen Raum, der die Walzenpaare enthält, wird
Heißluft eingeführt, so daß das Furnierblatt unter Druck trocknet. Mit dem Bezugszeichen 10 ist der Stamm
bezeichnet, von dem die Furnierholzbahn abgeschält wird, und mit 11 ist das Schälmesser bezeichnet. Die
Schälmaschine kann mit der Weichmachvorrichtung 15, 16 entweder direkt oder unter Zwischenschaltung eines
Verarbeitungsschrittes verbunden sein. Auf diese Weise wird zur Ausübung eines Längsdruckes auf eine
fortlaufende Furnierbahn ein Bremslauf angewandt, bei dem von einem bestimmten Punkt der Förderstrecke an
die Fördergeschwindigkeit verringert und die Furnie:·- ba'iin flach gehalten wird, bis eine in Transportrichtung
weiter hinten liegende Stelle erreicht ist. Wie aus F i g. 7
hervorgeht wird die Furnierbahn zwischen dem ersten Walzenpaar 17 und dem dritten Walzenpaar 17"
fortlaufend stärker in Längsrichtung zusammengedrückt, wobei die Zusammendrückung bis zu einem
gewissen Grade auch noch nach dem Verlassen des dritten Walzenpaares aufrechterhalten wird. Hierdurch
ist es möglich, die Kompression der Furnierbahn so lange aufrechtzuerhalten, bis die Druckspannungen in
der Furnierbahn infolge des Trocknens zu Null geworden sind. In diesem Fall erfolgt die Trocknungsstufe P unter Verwendung der Heizeinrichtung in
Kombination mit der Kompressionsstufe R, während das Weichmachen Q in Laufrichtung vor der Trocknungs-
und Kompressionsstation erfolgt. Die Weichmachvorrichtung kann auch innerhalb des von den
Wänden 22 umschlossenen Raumes untergebracht werden, so daß dann die Furnierbahn während des
Trocknungsvorganges weichgemacht wird. In jedem
Fall ist die Weichmachvorrichtung vorzugsweise innerhalb des Verlangsamungsbereiches der Transportbahn
oder in Transportrichtung vor dem Verlangsamungsbereich angeordnet, um die Kompression auf einfache
Weise durchführen zu können und die mechanischen Konstruktionen vereinfachen zu können.
Aus den obigen Erläuterungen geht hervor, daß ein System zur kontinuierlichen Verarbeitung einer Furnierbahn
eine Transportstrecke aufweist, auf der die Furnierbahn bewegt wird, einen Verlangsamungsbereich,
der sich über eine bestimmte Strecke des Transportweges erstreckt und in dem eine Verlangsamungsvorrichtung
vorgesehen ist eine zum Verlangsamungsbereich gehörende und in Förderrichtung vor
diesem liegende Weichmachvorrichtung sowie geeignete Heizvorrichtungen, die im Bereich des Transportweges
einschließlich des Verlangsamungsbereichs zur Einwirkung kommen. Die Führungsplatten 18, die
zwischen den jeweiligen Walzenpaaren in Fig.7 angeordnet sind, können durch Klavierdrähte oder
ähnliche längslaufende Elemente ersetzt werden, die entlang der Unterseite oder entlang der Ober- und
Unterseiten der Furnierbahn verlaufen, so daß diese Drähte zusammen mit den Walzenpaaren den Transportweg
bilden. Solche Führungsmittel können in Abhängigkeit von den Abständen zwischen benachbarten
Walzenpaaren ggf. auch fortgelassen werden. Der Verlangsamungsbereich des Transportweges muß nicht
notwendigerweise im Einlaßbereich des Transportweges liegen, wie dies bei den beschriebenen Ausführungsbeispielen der Fall ist. Der Verlangsamungsbereich kann
auch an einer Stelle beginnen, an der der Feuchtigkeitsgehalt der Furnierbahn etwa 30% beträgt, wobei im
Anschluß an diese erste Position, an der die Zusammendrückung beginnt, eine merkbare Schrumpfung bis
zum Erreichen einer in Förderrichtung hincer der ersten Position liegend?n z«.citei. Position eini i>„
Fig. 8 zeigt einen Querschnitt eines anderen Verarbeitungssystems für eine Furnierbahn mit eine*·
ίο bevorzugten Ausführungsform der Trocknungsvorrichtung.
In Fig.9 ist ein Ausschnitt dieses Systems in Frontdarstellung und in Fig. 10 ein Schnitt entlang der
Linie X-X von F i g. 8 dargestellt. In der Trocknungsvorrichtung wird das Verfahren unter Verwendung von
is Heizplatten durchgeführt. Derartige Trocknungsvorrichtungen waren bisher nicht praktikabel, weil die
Furnierbahn bei ihnen großen Dehnungskräften unterworfen wurde, die zu erheblichen Rissen während des
Trocknens führt. In Verbindung mit dem erfindungsgemäßen Verfahren werden derartige Vorrichtungen
anwendbar, indem das erläuterte Trocknungsprinzip angewandt und noch weiter verbessert wird, um
während des Fortlaufs der Furnierbahn eine fortlaufende Trocknung durchzuführen.
Die in den Fig.8 bis 10 dargestellte Vorrichtung
weist zwei Gruppen aus jeweils mehreren langgestreckten Elementen 24 und 25, wie z. B. Schraubenfedern, auf,
die unter Bildung einer zick-zack-förmigen Transportstrecke um Walzen herum umlaufen. Die beiden
Gruppen der langgestreckten Elemente 24 und 25 schließen eine Furnierbahn 3 zwischen sich ein. Jede der
Walzen 26a bis 26Λ weist mehrere umlaufende Ringkanäle auf, die die langgestreckten Elemente
aufnehmen, die somit dichter an der Walze liegen als die Furnierbahn 3 und vollständig in der Walze versenkt
sind. Beispielsweise ist gemäß F i g. 10 die Walze 26a mit Ringkanälen 27a versehen und die Walze 266 mit
Kingkanälen 27b. An der Furnierbahn 3 greifen somit die Mantelflächen der einzelnen Walzen unmittelbar an.
Die Walzen 26a bis 26Λ sind mit Dampf od. dgl. vom Walzeninnern her einzeln beheizt und jeweils über
einen Geschwindigkeitsreduziermechanismus 28a bis 28Λ mit einer Antriebsquelle 29 gekoppelt. Die
Drehgeschwindigkeit nimmt von der in Lamrichtung der Furnierbahn aus betrachteten ersten Walze bis zur
letzten Walze ab, wodurch der Verlangsamungsbereich gebildet wird. Mit 30 sind Umlenkwalzen bezeichnet, die
die langgestreckten Elemente 24 und 25 zur Bildung geschlossener Schleifen umlenken.
Im Betrieb werden die Walzen 26a bis 26Λ in den durch Pfeile angegebenen Richtungen angetrieben, um
die Furnierbahn 3, während diese beheizt wird, zu transportieren. Gleichzeitig rotieren die Walzen mit
abnehmenden Geschwindigkeiten, wobei sie die Furnierbahn an den jeweiligen Übergangsstellen von einer
Walze zur nächsten in Längsrichtung zusammendrükken. Durch gleichzeitige Trocknung und Kompression
können auf diese Weise Trocknungsrisse vermieden werden. Eine noch wirksamere Verhinderung von
Rißbildungen erzielt man, indem die Geschwindigkeitsreduziermechanismen 28a bis 28Λ so gesteuert werden,
daß die Verlangsamung des Transports mit der Kontraktion der verschiedenen Teile der Furnierbahn
übereinstimmt Ferner fördert das dargestellte System die Furnierbahn 3 in der gewünschten Weise. Da die
langgestreckten Elemente die Furnierbahn von einer Walze zur nächsten führen und sie dabei zwischen sich
einschließen, werden möeliche Fehlstellen in Her
Furnierbahn, wie morsche Stellen und Astlöcher, übergangen, indem die Furnierbahn gleichmäßig ohne
Verschiebung und ohne Abheben voa den beheizten Walzen transportiert wird. Dies gut auch dann, wenn die
Furnierbahn eine relativ geringe Breite hat. Im System treten daher keine Verklemmungen oder Störungen im
Laufe der Furnierbahn auf, so daß das System vom Gesichtspunkt der praktischen Anwendung her günstig
ist Die Weichmachvorrichtung wird an einer geeigneten Stelle vorzugsweise in oder vor der Trocknungssta-
tion angeordnet Vorzugsweise wird die Weichmachvorrichtung in dem Verlangsamungsbereich oder an
geeigneter Stelle vor dem Verlangsamungsbereich angeordnet, wobei sie im letzteren Falle unabhängig
vom Verlangsamungsbereich ist und die Furnierbahn gemäß F i g. 8 in den Verlangsamungsbereich überführt
in der Praxis kann die Weichmachvorrichtung in der Nähe des Einlasses des in F i g. 8 dargestellten Systems
oder unmittelbar hinter der Furnierschälmaschine angeordnet werden, was nicht dargestellt ist, oder sie
kann auch in die Furnierschälmaschine integriert werder·. wobei das Weichmachen zugleich mit dem
Abschälen von dem Stamm erfolgt Wenn die Weichmachvorrichtung in der Trocknungsstation angeordnet ist kann sie die Form einer Weichmachwalze
haben, die in die Furnierbahn einstechende Elemente aufweist und mit der Walze 26a von Fig.8 unter
Einschluß der Furnierbahn zusammenwirkt Alternativ kann die Weichmachvorrichtung in der Trocknungsstation auch mit dem Geschwindigkeitsreduziermechanis-
mus 28a, 286 zusammenwirken, wobei die Walze 286 mit
höherer Geschwindigkeit als die Walze 28a läuft so daß die Furnierbahn zwischen den Walzen 28a und 286
leicht gedehnt wird, wodurch sich ihre Schlitze vergrößern.
Es ist nicht erforderlich, daß alle Walzen 26a bis 26Λ in
Fig.8 den Verlangsamungsbereich bilden. So können
einige der Geschwindigkeitsreduziervorrichtungen fortgelassen werden, so daß nur die verbleibenden
Geschwindigkeitsreduziervorrichtungen mit den zügehörigen Walzen den Verlangsamungsbereich bilden.
Der Verlangsamungsbereich wird insbesondere dann wirksam, wenn er an einer Stelle beginnt, in dem der
Feuchtigkeitsgehalt der Furnierbahn etwa 30°.o beträgt,
und sich von dort aus weiter in Förderrichtung erstreckt. Die einzelnen Geschwindigkeitsreduziervorrichiungen
können zur Anpassung an verschiedene Feuchtigkeitsgehalte und verschiedene Kontraktionsgrade der
Furnierbahnen mit variablem Untersetzungsverhältnis arbeiten. Zur Erzielung eines optimalen Maßes an
Kompression kann die Zusammendrückung in Relation zum Zustand der von einer Weichmachvorrichtung
verarbeiteten Furnierbahn erfolgen. Zur Vereinfachung des Systems kann der Geschwindigkeitsreduziermechanismus darin bestehen, daß die Durchmesser der ss
einzelnen Walzen entsprechend variieren. In diesem Fall können mehrere Walzen mit gleicher Drehzahl
angetrieben werden, wobei ihre Umfangsgeschwindigkeiten entsprechend den Durchmessern variieren.
Dieses System bietet nicht nur die Vorteile des oben erläuterten Verfahrens, sondern es arbeitet auch sehr
effizient, weil die Furnierbahn in direkten Kontakt mit den geheizten Walzenflächen kommt, wobei die
beheizten bzw. zu trocknenden Oberflächen beim Umlauf um aufeinanderfolgende Walzen ständig abwechseln. Das Ergebnis ist ein Trocknungsvorgang, der
in kürzester Zeit und mit geringen Kosten durchgeführt wird. Infolge des glatten und stetigen Laufs der
Furnierbahn kann die gewünschte Länge der in Kontakt mit der Furnierbahn kommenden Heizfläche dadurch
verändert werden, daß lediglich mehrere zusätzliche Walzen mit kleinen Durchmessern hinzugefügt werden.
Der Obergang der Furnierbahn von einer Walze zur nächsten erfolgt glatt und stoßfrei.
Vorzugsweise ist der Abstand zwischen je zwei benachbarten langgestreckten Elementen 24 oder 25
etwa 150mal so groß wie die Furnierstärke. Wenn er größer ist als das Einhundertundfünfzigfache schwimmt
das Furnierblatt in Zwischenbereichen zwischen den langgestreckten Elementen 24 oder 25 von den Walzen,
wodurch sich eine verschlechterte Trocknungsleistung ergibt Wenn jedoch die langgestreckten Elemente aus
riemenartigen Teilen bestehen, kann ihr gegenseitiger Abstand in Abhängigkeit von der Riemenbreite breiter
sein. In jedem Falle bestimmt die Furnierstärke die erforderlichen Bereiche, in denen das Furnierblatt von
außen gehalten ist
Wie aus Fig.9 zu ersehen ist werden die
langgestreckten Elemente 24 und 25 in einer Anzahl installiert, die der Breite der Furnierbahn 3 entspricht
Als langgestreckte Elemente eignen sich insbesondere Schraubenfedern, weil diese einen schlupffreien Transport der Furnierbahn auch im Verlangsamungsbereich
ermöglichen. Bei Verwendung von Schraubenfedern od. dgL als langgestreckte Elemente können die beiden
vertikalen Reihen der Walzen gemäß Fig.8 auch in geringem Abstand voneinander angeordnet sein, um
einen noch glatteren Obergang von einer Walze zur nächsten zu erzielen.
Im folgenden wird die Weichmachvorrichtung der F i g. 2 und 3 noch detaillierter erläutert
Die Weichmachvorrichtung, die vergrößert in den Fig. 11 bis 13 dargestellt ist weist mehrere parallele
dehnbare Elemente 4 oder flexible baigähnliche Schraubenfedern auf. Diese dehnbaren Elemente oder
Schraubenfedern 4 verlaufen rechtwinklig zur Achse der Walze 8. so daß zwischen den Schraubenfedern 4
und der Walze 8 ein Förderweg für die Furnierbahn 3 gebildet wird. Die Mantelfläche der Walze 8 ist mit einer
elastischen Schicht aus z. B. Gummi bedeckt Die Walze ist zum Transport der Furnierbahn angetrieben. Gegen
die Rückseite der Schraubenfeder 4 drückt eine zylindrische Anpreßwalze 6, die die Schraubenfeder 4 in
Richtung auf die Walze 8 drückt, wodurch die zusammen mit der Furnierbahn 3 in Transportrichtung
bewegten Schraubenfedern 4 gegen die Oberfläche der Furnierbahn gedrückt werden.
Bei dieser Vorrichtung biegt die Druckwalze 6 die Schraubenfedern 4 zusammen mit der Furnierbahn 3 in
Richtung auf die Walze 8 durch, wodurch der Abstand zwischen den benachbarten Windungen einer jeden
Schraubenfeder sich vergrößert Diejenigen Bereiche der Schraubenfedern 4, die an der Furnierbahn 3
anliegen, werden also in Längsrichtung (Transportrichtung) auseinandergereckt Hierdurch wird die Furnierbahn 3 einer Dehnungskraft ausgesetzt mit dem
Ergebnis, daß in ihr schmale Schlitze 2 gebildet werden. Diese Schlitze 2 werden bei Drehung der Walze 8 in der
Furnierbahn nacheinander ^eugt. Da die Größe der
auf die Furnierbahn einwirkenden Zugkraft vom Öffnungsgrad der benachbarten Windungen der
Schraubenfedern im Biegezustand abhängt, werden die Schlitze 2 von der Dicke, der Festigkeit und der
Transportgeschwindigkeit der Furnierbahn nicht beeinflußt, ebensowenig wie vom Vorhandensein oder
Nichtvorhandensein von Rissen auf der Rückseite der
Furnierbahn sowie ggf. der Orientierung solcher Risse.
Die elastische Beschichtung der Wake 8 unterstützt die Bildung und Vergrößerung der Schlitze 2 von der den
Schraubenfedern 4 abgewandten Seite der Furnierbahn 3 her aufgrund der örtlichen Geschwindigkeitsänderungen,
die sich aus der Deformierung der Walze 8 ergeben. Hierdurch werden jedoch die Schlitze nicht über -"as
erforderliche Maß hinaus vergrößert, da die Ausdehnung der Schütze durch die Schraubenfedern 4 reguliert
wird. Aus diesem Grund und da das durch Spannung verursachte Schlitzen keinen Schnitt quer zu den Fasern
bewirkt, arbeitet die Vorrichtung außerordentlich effektiv und sie bewirkt ein angemessenes Weich- oder
Geschmeidigmachen einschließlich der Dehnung, ohne die Festigkeit der Furnierbahn zu zerstören.
Die Schraubenfedern stellen nur ein Beispiel für die
dehnbaren Teile 4 dar, die sich zur Bildung feiner Schütze als außerordentlich günstig erwiesen und den
Anwendungsbereich der Vorrichtung erweitert haben. Sie ermöglichen auch eine einfache Wartung. Fig. 17
zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der dehnbaren Elemente, die aus einer Anzahl von Blöcken 4b
bestehen, welche in Längsrichtung hintereinander angeordnet sind und in engem Kontakt miteinander
stehen oder geringe Abstände haben. Die Blöcke 4b sind auf ihrer einen Seite durch einen Riemen 4a aus relativ
hartem Material miteinander verbunden. Jeder Block 4b kann den in F i g. 18a oder den in F i g. 18b dargestellten
Querschnitt haben. Die Blöcke 4b und der Riemen 4a können sogar aus einem harten Harz oder aus
Hartgummi einstückig gefertigt sein, wie dies in Fig. 18c dargestellt ist Die Blöcke sind in kammähnlicher
Konfiguration angeordnet
Als dehnbare Teile können auch andere Elemente oder Einrichtungen verwendet werden, soweit sie
Elemente aufweisen, die in eine in Längsrichtung ausgerichtete Furnierbahn eingedrückt werden können
und der Abstand zwischen zwei benachbarten Elementen durch Biegen der dehnbaren Teile in der erläuterten
Weise vergrößert werden kann. Die Größe der Spannung oder die Abmessung der kleinen Schlitze
hängt vom Öffnungsgrad benachbarter Elemente der dehnbaren Teile in der Biegeposition ab. Es ist daher
zweckmäßig, die Abstände der benachbarten Eingriffselemente, die Länge (Dicke) eines jedes Eingriffselementes
u. dgl. entsprechend der speziellen Anwendung und unter Berücksichtigung des mit der jeweiligen
Drückrolle verbundenen Biegungsgrades zu wählen. Vorzugsweise sind die dehnbaren Teile in geeigneten
Abständen angeordnet, wie dies in F i g. 11 dargestellt
ist, um zu verhindern, daß sie sich gegenseitig stören und daß benachbarte Schlitze sich stören. Wenn die
dehnbaren Teile endlos sind, kann die gesamte Vorrichtung mit kleinen Abmessungen hergestellt
werden. Schraubenfedern bestehen normalerweise aus Eisen oder einer Eisenlegierung, jedoch reagiert ein
derartiges Metall mit dem Mark od. dgl. der Furnierbahnen, so daß sich die Farbe der Furnierbahnen nach
braun hin verändert Wenn die Vorrichtung zum Weichmachen einer frischen Furnierbahn benutzt wird,
verwendet man vorzugsweise Schraubenfedern, deren
Außenflächen Gummischichten oder Plattierungsschichten tragen, soweit derartige Beschichtungen nicht
die Federungseigenschaften der Schraubenfedern verhindern. Die Schraubenfedern können auch voll aus
Edelstahl hergestellt werden, das inaktiv gegenüber dem Holzmark ist Jedenfalls erzielt man einen besseren
Effekt, indem man die Schraubenfedern unter Berücksichtigung des Zustands und der Beschaffenheit der zu
bearbeitenden Furnierbahn auswählt, sowie auch unter Berücksichtigung der geplanten Anwendung der fertigen
Furnierbahn.
Das Andruckteil sollte vorzugsweise starr sein, damit
die dehnbaren Teile zwangsweise gebogen werden und seine Krümmung sollte ir geeT neter *V<»ise f^stgele^t
werden, weil die Krümi.iung den Ufii.^ngsgrdu der
Angriffselemente der dehnbaren Teile bestimmL D.e
ίο Krümmung muß jedoch nicht konstant sein, wie im Falle
einer Andruckwalze. Wenn man beispielsweise eine frei drehbare Druckwalze mit polygonalem oder elliptischem
Querschnitt benutzt, können die Schlitze in der Furnierbahn durch geeignete Einstellung der Größe und
des Wirkungspunktes der Spannung variiert werden. Ferner kann die frei drehbare Andruckwalze durch ein
nicht drehbares Druckstück ersetzt wercsn. Generell
erfolgt der Transport der Furnierbahn S durch die Drehung der Walze 8. Wenn in der Vorrichtung eine
andere Antriebseinrichtung zur Bewegung der Furnierbahn 3 vorhanden ist, benötigt die Walze 8 keine
Antriebsvorrichtung und kann lediglich frei drehbar sein.
Mäanderformige Verläufe der dehnbaren Teile 4 würden zur Folge haben, daß die dehnbaren Teile
miteinander in Konflikt kommen und die Furnierbahn übermäßig zusammendrücken würden. Um dies zu
verhindern, kann das Druckstück 6 radial nach außen stehende Flansche 6' aufweisen, deren radiale Abmessung
kleiner ist als die Stärke der dehnbaren Teile und die zur Führung und als Anschlag für die dehnbaren
Teile 4 dienen, wie in Fig. 14 dargestellt ist Alternativ können auch dem Druckstück 6 (nicht dargestellte)
Ringnuten angeformt sein, die dem gleichen Zweck dienen. Erforderlichenfalls kann an der Rückseite des
Druckstücks 6 ein (nicht dargestelltes) Stützteil vorgesehen sein, um Durchbiegungen des Druckstücks
bzw. der Andruckwalze zu vermeiden.
Wenn die dehnbaren Teile 4 aus der Einwirkung der Biegekraft entlassen werden und ihre benachbarten
Eingriffselemente sich wieder schließen, können feine Fasern der Furnierbahn zwischen benachbarten Windungen
eingeklemmt werden, wodurch die Furnierbahn mit fortgezogen wird. Dies kann verhindert werden,
indem gemäß F i g. 13 das Druckstück 6 und die dehnbaren Teile 4 so angeordnet sind, daß benachbarte
Windungen eines jeden dehnbaren Teiles sich erst an einer Stelle hinter dem Druckstück 6 schließen, wenn du
dehnbaren Teile bereits voll von der Furnierbahn abgehoben haben. Das Problem katm auch dadurch
. gelöst werden, daß gemäß F i g. 14 ein Trennelement 13
in 3ewegungsrichtung hinter dem Druckstück 6 angeordnet wira.
Das Trennelement 13 hebt das dehnbare Teil von einer geeigneten Stelle von der Furnierbahn ab. Ferner
können das Druckstück 6 und die Walze 8 so konstruiert sein, daß sie dann, wenn der Druck ein bestimmtes Maß
überschreitet, auseinanderbewegt werden. Dies kann beispielsweise dann geschehen, wenn an der Furnier-
bahn Überlappungen auftreten.
Zweite und dritte Ausführungsformen der Vorrichtung sind in den Fig. 15 und 16 dargestellt. Jede dieser
Ausführungsform hat außer den Komponenten des ersten Ausführungsbeispiels eine Einstechwalze 14, die
im Transportweg der Furnierbahn vor dem Druckstück 6 angeordnet ist Die Walze 14 weist an ihrem Umfang
zahlreiche kurze Einstechelemente 12 auf. Sie liegt der Walze 8 in der Weise gegenüber, daß sie in die
Furnierbahn 3 einschneidet, während sie diese anpreßt
Bei dieser Ausführungsform bilden die Einstechelemente
12 der Walze 14 zahlreiche (nicht dargestellte) Einschnitte an der Furnierbahn 3, während die Walze 8
rotiert Die Druckwalze 6 drückt die dehnbaren Teile 4 zusammen mit der Furnierbahn 3 in Richtung auf die
Walze 8, wodurch die Windungen der Teile 4 in Kontakt mit der Furnierbahn geöffnet werden und örtliche
Spannungen an der Furnierbahn erzeugt werden. Da die durch die Walze 14 hervorgerufenen Einschnitte sich
nun an der Furnierbahn befinden, konzentriert sich die Spannung auf relativ schwache Einschnitte, so daß
aufeinanderfolgend Schlitze gebildet werden, die jeweils von einem Einschnitt aus beginnen.
Auf diese Weise beginnen die Schlitze in der Furnierbahn an den von der Walze 14 verursachten
einzelnen Einschnitten, so daß sie leicht und zwangsläufig geformt werden können. Die Einschnitte in der
Furnierbahn dienen lediglich dazu, die vom Biegen der
dehnbaren Teile 4 herrührende Spannung auf jede örtliche Steile zu konzentrieren, während die Schlitze
erst durch die Spannung gebildet werden. Aus diesem Grund und weil die dehnbaren Teile 4 die Ausdehnung
der Schlitze bestimmen, können die Schlitze nicht über
ein bestimmtes Maß hinaus anwachsen. Wenn die Einschnitte in der Furnierbahn unregelmäßige Verteilungen
hinsichtlich ihrer Größe, Tiefe usw. haben, wird mit einer herkömmlichen Weichmachvorrichtung, der
lediglich die Einstechwalze hinzugefügt ist, die unregelmäßige Verteilung erreicht so daß die im Stand der
Technik auftretenden Probleme, wie Verringerungen der Festigkeit der Furnierbahn und das Brechen der
Furnierbahn, vermieden werde™.
Durch geeignete Anorunung der Einstechelemente 12
an der Walze 14, z. B. in einem Z.jk-Zack-Muster, wird
zwangsläufig verhindert daß benachbarte Schlitze entlang der Faserrichtung der Furnierbahn miteinander
in Verbindung kommen können. Dies ermöglicht ein größeres Maß des Weichmachens und eine Streckung
der Furnierbahn, ohne daß gleichzeitig die Festigkeit sinkt, Brüche auftreten u. dgl. Da die kurzen Einstechelemente
an der Walze 14 so ausgebildet sind, daß sie nur Einschnitte in der Furnierbahn erzeugen, können sie
hinreichend dicht angeordnet werden, um selbst bei sehr dünnen Furnierbahnen (mit einer Dicke im Bereich von
0,5 bis 1 mm) wirksame Schlitze erzeugen, was mit konventionellen Weichmachvorrichtungen nicht erreichbar
ist
Die Einstechelemente 12 können verschiedenartige Formen haben, wie beispielsweise Nadelform, Konusform,
Pyramidenform oder Keilform, solange sie in der Furnierbahn Einschnitte oder Einstiche ohne unnötiges
Zerschneiden von Fasern herbeiführen. Auch die Höhe und andere Abmessungen der Walze 14 können
entsprechend der jeweiligen Anwendung in geeigneter Weise bestimmt werden. Vorzugsweise wird das
Herumführen der Furnierbahn um den Umfang der Walze 14, die in die Furnierbahn eingeschnitten hat,
dadurch verhindert, daß die dehnbaren Teile 4 so angeordnet werden, daß sie die Furnierbahn im
Transportweg hinter der Rolle 14 weiterführen, wie es in Fig. 15 dargestellt ist. Eine andere Möglichkeit
besteht gemäß Fig. 16 darin, im Transportweg hinter
der Walze 14 eine Führungseinrichtung vorzusehen, die die Furnierbahn nach dem Verlassen der Walze 14
niederhält Die dehnbaren Teile 4 können auch gemäß Fig. 15 etwas weiter um den Umfang der Walze 8
herum umlaufen, so daß sie sich dem Walzenumfang bereits vor der Druckwalze 6 oder schon vor der Walze
14 anpassen. Dabei wird im Transportweg eine sehr exakte Führung der Furnierbahn unter Verhinderung
mäanderförmiger Überlappungen erreicht die andernfalls infolge der Bildung der Schlitze oder Einstiche
erfolgen könnte.
Eine weitere Ausführungsform der Weichmachvorrichtung ist in Fig. 19 dargestellt Die Weichmachvorrichtung
weist eine kombinierte Druck- und Einstechwalze 14 auf. Diese Walze 14 drückt die dehnbaren Teile
4 gegen die Walze 8 und sticht gleichzeitig in die Furnierbahn hinein. Zu diesem Zweck ist die Walze 14
auf der der Walze 8 abgewandten Seite der dehnbaren Teile 4 in der Weise angeordnet daß sie die dehnbaren
Teile in Richtung auf die Walze 8 drückt und durch die Zwischenräume zwischen benachbarten parallelen
dehnbaren Teilen hindurch in die Furnierbahn einsticht und diese gegen die Walze 8 drückt An den
Umfangsflächen der Flansche 6', von denen mehrere mit gleichen Abständen auf der Walze 14 nebeneinander
angeordnet sind(Fig. 19),befinden sich kurze Einstechelemente
IZ Alternativ können derartige Einstechelemente 12 auch direkt von der Oberfläche der Walze 16
abstehen (F i g. 20). Die Walze 14,16 die frei drehbar ist
ermöglicht das Eindringen der Einstechelemente 12 in die Furnierbahn 3, bevor die dehnbaren Teile 4 gebogen
werden, um die Schlitzung der Furnierbahn zu bewirken. Auf diese Weise werden zahlreiche Schlitze nacheinander
gebildet die jeweils von den von den Einstechelementen 12 hervorgerufenen Einstechstellen aus starten.
Während im wesentlichen der gleiche Effekt erzielt wird wie mit der Vorrichtung der Fig. 15 und 16 wird bei
diesem Ausführungsbeispiel der Mechanismus vereinfacht, wobei zusätzlich noch weitere Effekte erzieh
werden, die darin bestehen, daß die Bildung der Einstiche und der Schlitze an einer einzigen Walze
erfolgen. Die Einstechelemente 12 drücken und stechen zwischen den parallelen dehnbaren Teilen 4 in die
Furnierbahn. Infolge dieser Anordnung ermöglicht es die Walze 14, 16, wenn die Einstechelemente wie im
Falle der F i g. 19 und 20 steif sind, daß die Flansche 6' oder die Einstechelemente 12 als Führung zur
Verhinderung des mäanderförmigen Übereinanderlegens der Teile 4 dienen.
Zusammenfassend werden durch die Weichmachvorrichtung unabhängig von den physikalischen Eigenschaften,
der Stärke und von Rissen auf der Rückseite der Furnierbahn, der Orientierung derartiger Risse, der
Transportgeschwindigkeit der Furnierbahn und anderen Zuständen, die eine vielseitige Verwendung der
vorbekannten Vorrichtungen verhindert haben, schmale Schlitze in wirksamer und für die Qualität unschädlicher
Weise angebracht. Mit der Vorrichtung werden daher
das Weichmachen und die Dehnung der Furnierbahn verbessert.
Hierzu 8 Blatt Zeichnungen