DE1579191C - Vulkanisierform zum Herstellen einer Sohle oder eines Absatzes - Google Patents
Vulkanisierform zum Herstellen einer Sohle oder eines AbsatzesInfo
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Description
Fig. 3 einen Schnitt wie in Fig. 1 durch eine
Form mit einer anders gestalteten Sohle und
Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 3.
In der Form nach F i g. 1 wird eine Sohle 1 ohne Absatz hergestellt, die am vorderen Teil verdickt ist.
Zur Polsterung der Sohle sind sich kreuzende Rippen 2 vorgesehen, und zur Herstellung dient eine
Formplatte 3 mit einem Formdeckel 4. Die Kautschukmischung wird durch einen Spritzkanal 5 in
einen Formhohlraum 6 gepreßt. Für den Ansatz einer nicht dargestellten Spritzpresse ist im Formdeckel 4
eine Vertiefung 7 eingearbeitet. Der Spritzkanal 5 ist durch ein Mundstück 8 so verlängert, daß er sich bis
in die Nähe der gegenüberliegenden Formwand 9 erstreckt. Beim Einpressen der Kautschukmischung
breitet sich der Werkstoff zunächst entlang der Formwand 9 aus, ehe er zwischen die Rippen 2 dringt, so
daß Lufteinschlüsse, sofern sie auftreten, vorwiegend an der die fußseitige Fläche 10 der Sohle 1 bildende
Formwand liegen.
Bei der Vulkanisierform nach F i g. 3 ist die tiefste
Stelle der Formwand 9 im Bereich des Absatzes, so daß der Spritzkanal 5 mit dem Mundstück 8 zentral
im Raum für den Absatz vorgesehen ist. Hier gleitet, wie vorher beschrieben, der Werkstoff zunächst an
der Formwand 9 entlang und füllt sich entgegen der durch einen Pfeil dargestellten Spritzrichtung 11. Das
Mundstück 8 weist bei dieser Vulkanisierform gleichzeitig die Gestalt auf, die erforderlich ist, um im Absatz
eine Ausnehmung zur Verminderung des Sohlengewichtes vorzusehen. Das Mundstück 8 bildet also
rein äußerlich eine Rippe.
Die beim Öffnen der Form durch Abreißen des im Spritzkanal 5 befindlichen Werkstoffes von der
Sohle 1 an dieser entstehende Warze liegt in Vertiefungen der Sohle 1 und braucht nicht durch einen besonderen
Arbeitsgang entfernt zu werden.
An Stelle des Formdeckels 4 kann bei bestimmten Veränderungen an der Gestalt der Formplatte 3 auch
ein aufgeleisteter Schuhschaft aufgespannt werden, so daß sich die Sohle 1 beim Herstellen gleichzeitig mit
dem Schuhschaft verbindet. Das Mundstück 8 erhält hohlnadelähnliche Form und wird durch eine Bohrung
im Leisten in den Formhohlraum 6 eingeführt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Vulkanisierform zum Herstellen einer Sohle nächst in die Zonen der später am Schuh sichtbaren
oder eines Absatzes aus Gummi, mit zwei einen 5 Außenfläche der Sohle bzw. des Absatzes und fließt
der Gestalt der Sohle bzw. des Absatzes entspre- nach oben zur fußseitigen Fläche der Sohle, wo in der
chenden Formenhohlraum umschließenden Schlußphase des Formfüllvorganges sich am leichte-Formhälften,
wobei die an die zum Fuß hin gele- sten die Gasblasen bilden. In der Nähe der fußseitigene
Seite der Sohle bzw. des Absatzes angren- gen Fläche stören die eventuell auftretenden Blasen
zende Formhälfte einen Spritzkanal zum Einsprit- io praktisch nicht. Dagegen werden vorzugsweise die
zen einer vulkanisierbaren Kautschukmischung Lauffläche und die Seitenfläche der Sohle bzw. des
aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß Absatzes frei von Gasblasen gehalten.
der Spritzkanal (5) durch ein Mundstück (8) bis Es ist gleichgültig, ob die die laufseitige Fläche der
in die Nähe der gegenüberliegenden Formwand Sohle bildende Formwand beispielsweise bei der Her-
(9) verlängert ist. 15 stellung von Formsohlen durch den Formdeckel ge-
2. Vulkanisierform nach Anspruch 1, dadurch bildet wird oder ob bei der Herstellung von sogegekennzeichnet,
daß der verlängerte Spritzkanal nannten Vulka-Sohlen, die direkt am Schuhwerk ge-(5)
an die in Spritzrichtung (11) des Mundstückes bildet werden, der Formdeckel aus dem aufgeleiste-(8)
am weitesten entfernt liegende Stelle der ge- ten Schuhschaft besteht. Die Kautschukmischung
genüberliegenden Formwand (9) mündet. 20 wird im letzteren Falle durch den Leisten hindurch in
3. Vulkanisierform nach den Ansprüchen 1 den Formhohlraum gepreßt, wobei die zum Einsetzen
oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der verlän- des Spritzkanals durchbrochene Brandsohle später
gerte Spritzkanal (5) mittig auf eine senkrecht zur leicht verschlossen werden kann.
Spritzrichtung gegenüberliegende Formwand- Durch das Einspritzen der Kautschuk-Rohmi-
fläche mündet. 25 schung bis in die Nähe der die Laufseite der Sohle
4. Vulkanisierform nach Anspruch 3, dadurch bildenden Formwand liegt die Anspritzwarze nach
gekennzeichnet, daß das Mundstück (8) an seiner dem Öffnen der Form tief in der Sohle versenkt und
Außenfläche in Spritzrichtung (11) leicht verjüngt muß nicht durch einen nachfolgenden Arbeitsgang
ist. ■ entfernt werden.
30 Es ist zwar bekannt, bei der Herstellung von topf-
artigen Manschetten den Werkstoff von der vertieften
Rückseite her in die Form zu spritzen, doch tritt dabei der Werkstoff an der Formwand ein und wird
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vulkanisier- nicht an die der Eintrittsstelle gegenüberliegende
form zum Herstellen einer Sohle oder eines Absatzes 35 Wand geleitet, wie es erfindungsgemäß mit Hilfe des
aus Gummi, mit zwei einen der Gestalt der Sohle verlängerten Spritzkanals Bedingung ist.
bzw. des Absatzes entsprechenden Formhohlraum Eine Weiterentwicklung des Grundgedankens ist
umschließenden Formhälften, wobei die an die zum darin zu erkennen, daß der verlängerte Spritzkanal an
Fuß hingelegte Seite der Sohle bzw. des Absatzes an- die in Spritzrichtung des Mundstückes am weitesten
grenzende Formhälfte einen Spritzkanal zum Ein- 40 entfernt liegenden Stelle der gegenüberliegenden
spritzen einer vulkanisierbaren Kautschukmischung Formwand mündet,
aufweist. Dadurch wird gewährleistet, daß die eingespritzte
Beim Einspritzen einer Kautschukmischung in Kautschukmischung von der die laufseitige Fläche
einen Formhohlraum sind Lufteinschlüsse oder Ein- der Sohle bildenden Formwand her die Form entge-
schlüsse entstehender anderer Gase in der Gestalt von 45 gen der Spritzrichtung von der tiefsten Stelle aus
Blasen nicht immer zu vermeiden, die meist erst beim füllt.
Nachbearbeiten des fertigen Stückes, beispielsweise Eine weitere vorteilhafte Weiterentwicklung des
beim Ausputzen der am Schuh bereits befestigten Gründgedankens liegt darin, daß der verlängerte
Sohle freigelegt und damit erkannt werden. Das Er- Spritzkanal mittig auf eine senkrecht zur Spritzrich-
zeugnis ist dann in der Regel unbrauchbar. Maßnah- 50 tung gegenüberliegende Formwandfläche mündet,
men zur verbesserten Gasabführung befriedigen bis- Beim Eindringen der Kautschukmischung breitet sich
her in der Massenfertigung nicht, da feine Abführka- diese dabei zunächst an der gegenüberliegenden
näle leicht verstopfen und größere Abführkanäle eine Formwandfläche aus und erreicht etwa gleichzeitig
Nachbearbeitung bedingen. die seitlichen Begrenzungen des Formhohlraumes,
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, 55 wonach das Ausfüllen dieses Hohlraumes durch Aufeine
Form zum Herstellen von Sohlen und Absätzen steigen mit etwa gleichem Spiegel erfolgt,
so zu gestalten, daß die in der Serienfertigung unver- Um das Herausziehen des Mundstückes aus der meidlichen Blasen vorwiegend dorthin verlagert wer- vulkanisierten Sohle bzw. dem Absatz zu erleichtern, den, wo sie am wenigsten stören. Dafür ist bei Soh- wird in einer Ausgestaltung der Vulkanisierform das len und Absätzen die fußseitige Fläche geeignet, weil 60 Mundstück so ausgebildet, daß es an seiner Außenhier weder durch nachträgliches Bearbeiten oder fläche in Spritzrichtung leicht verjüngt ist.
durch Abnutzung die Einschlüsse freigelegt werden. Ausführungsbeispiele der Erfindung werden durch Eine weitere Aufgabe ist darin zu sehen, die beim die Zeichnung veranschaulicht. Es zeigt
Spritzen an der Anspritzstelle entstehenden Warzen Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine schematisch an den Außenflächen der Sohle oder des Absatzes zu 65 dargestellte Vulkanisierform mit darin befindlicher vermeiden. Sohle,
so zu gestalten, daß die in der Serienfertigung unver- Um das Herausziehen des Mundstückes aus der meidlichen Blasen vorwiegend dorthin verlagert wer- vulkanisierten Sohle bzw. dem Absatz zu erleichtern, den, wo sie am wenigsten stören. Dafür ist bei Soh- wird in einer Ausgestaltung der Vulkanisierform das len und Absätzen die fußseitige Fläche geeignet, weil 60 Mundstück so ausgebildet, daß es an seiner Außenhier weder durch nachträgliches Bearbeiten oder fläche in Spritzrichtung leicht verjüngt ist.
durch Abnutzung die Einschlüsse freigelegt werden. Ausführungsbeispiele der Erfindung werden durch Eine weitere Aufgabe ist darin zu sehen, die beim die Zeichnung veranschaulicht. Es zeigt
Spritzen an der Anspritzstelle entstehenden Warzen Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine schematisch an den Außenflächen der Sohle oder des Absatzes zu 65 dargestellte Vulkanisierform mit darin befindlicher vermeiden. Sohle,
Gemäß der Erfindung wird die Aufgabe bei einer Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie H-II der
Vulkanisierform der eingangs genannten Art dadurch Fig. 1,
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