DE1578495A1 - Aufschlagzuender fuer Geschosse - Google Patents
Aufschlagzuender fuer GeschosseInfo
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Description
Oerlikon-Bührle Holding AG Zürich
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Dip}'.-Ir,g. H.Lssser . \
Aufschlagzünder für Geschosse
j
Die Erfindung betrifft einen Aufschlagzünder für Geschosse, mit
einem ersten als Hülse ausgebildeten axial verschiebbaren Trägheit
skörper, sowie einem zweiten quer zur Geschossachse auslenkbaren
Trägheitskörper, der bei einem quer zur Geschossachse wirkenden Widerstand den ersten Trägheitskörper verschiebt, mit einer
■■■zweiten unter Federdruck stehenden, koaxial zu einem Zündstift angeordneten
Hülse.
Es ist ein Aufschlagzünder dieser Art bekannt, bei dem durch einen
in axialer Richtung oder auch quer dazu wirkenden Widerstand sich
die genannten Trägheitskorper verschieben und den Zündstift frei
geben,, so dass das Geschoss ohne Verzögerung explodiert. Dies ist
beispielsweise bei Streifschüssen nachteilig, indem keine optimale
Sprengwirkung erzielt wird. Bei dieser Art des Aufschiagens der
Gesahoßse am Boden ist zwecks Steigerung der Sprengwirkung eine
109348/0248
.zeitliche Verzögerung der Detonation der Sprengladung erwünscht.
Das Geschoso soll erst nach dem Aufprall detonieren, d.h. dann,
wenn es bereits wieder einen gewissen Abstand vom Boden hat.
Die Erfindung bezweckt die Vermeidung des genannten Nachteile:;. einer sofortigen Zündung bei sogenannten Streifschüssen und die
Schaffung eines Aufschlagzünders der bei einen Streifschuss die Zündung zeitlich verzögert auslöst. Dieser Aufschlagzünder zeichnet
sich dadurch aus, dass die beiden Hülsen hintereinander angeordnet
sind und die hintere Hülse durch die Kraft der sich a-η Zündstift
abstützenden r'eder am zweiten Trägheitskorper mittels einec
einen Teil der hinteren Hülse bildenden Uebertragungsorganee anliegt,
welches über einen den Zündstift zu halten bestimmten Körper hinausragt, und dass die beiden Hülsen zur Sicherung von Sperrkörpern
bestimmt sind, welche zum Halten des unter ''ederdruck stehenden
Zündstiftes dienen, wobei die Sperrkörper in Sperrlage zuerst durch die vordere Trägheitshülse und wenn die beiden Trägheitshülsen
während der Zeit der stärksten Geschossverzögerung bei dessen Auftreffen gemeinsam vorgelaufen tjsind durch die hintere Trägheitshülse
gesichert sind.
Zwei Ausführungsbeispiele des erfindungsgemässen Aufschlagzünders sind im folgenden anhand der beigefügten Zeichnung ausführlich beschriebeni
Es zeigt: '
Fig0 1 als erstes Ausführungsbeispiel einen teilweisen
Axialschnitt durch einen Kopfzünder in gesicherter Stellung,bei der sich eine Einrichtung zur verzögerten
Zündung in ihrer Ausgangslage befindet. ·
103848/0248
■..:■■ - 3 - :
' Pie· 2 als zweites AusfUhrungsbeispiel einen Bodenzünder
in gesicherter stellung,
Pig. 3 einen schnitt durch den vorderen Teil des Boderizünd-ersnach
Linie III-III in vig. 2,
■^ig.. 4 einen Axialschnitt durch die Einrichtung zur verzögerten
Zündung für den Zündstift, welche bei beiden Ausführungsbeispielen
gleich ausgebildet ist, in der ütellung
unmittelbar nach dem Aufschlag,
.'nig. 5 dieselbe Einrichtung wie in !-"ig. V nach der' Freigabe
des Zündstiftes,
b'ig. 6 dieselbe Einrichtung wie in -"'ig. 4 im Moment der ZUnoung
und
.?ig. ί einen Schnitt eure!: den Aufschlagzünder nach Linie
VII-VII in Jig. 2.
Gleiche Teile der beiden Ausführungsbeispiele sind mit gleichen Bezugüziffern bezeichnet. Zur Vermeidung von Wiederholungen sind
beide AusfUhrungsbeispiele z.T. gleichzeitig beschrieben. Gemäss
Fig. 1 ist ein Zündergehäuse 1 für ein drallfreies Geschoss, z.B. ein Minenwerfergeschoss, mit einem ZUjiderkopf 2 verschraubt und
trägt an seinem hinteren Ende einen Detonator 10. Ein im Zündergehäuee
1 eingesetzter Lagerkörper 7 ist mit einer im Querschnitt rechteckigen, quer zur Zünderachse gerichteten Nut 8 versehen, in
welcher ein prismatischer Jchieber 9 gelagert ist. Der Schieber 9 enthält in einer von zwei zur Zünderachse parallelen Bohrungen eine
Zündpille 11 und in der andern Bohrung 12 eine von hinten anzustechende Zündpille 13· Eine nicht dargestellte r'eder 15, die sich
gegen das Zündergehäuse 1 und gegen den schieber 9 abstützt, ist
1. ·'■: -48/0948
bestrebt, den Schieber 9 in die Seharflage zu verschieben. Dies
wird jedoch vor dem Abschuss durch eine nur für das Beispiel nach
Fig. 2 dargestellte Sperrbüchse 16 verhindert, die verschiebbar in
einer Längsbohrung des Zündergehäuses 1 gelagert ist und von einer ■
nicht dargestellten Feder nach vorn in ihre Sperrstellung gedruckt
wird.
Der Schieber 9 ist mit einem Hemmwerk verbunden, das die Verschiebung
des Schiebers aus seiner Sicherungslage in die Scharflage
verzögert, woraus sich eine bestimmte Vorrohrsicherheit aca
Zünders ergibt. Ein solches Hemmwerk ist in der Schweiz. Patentschrift
Nr. 360'927 beschrieben.
Gemäss Fig. 1 ist in einer zentralen Längsbohrung des Zünderkörpers
eine von der Hinterkante des Schiebers 9 bis zum Detonator 10 reichende Sprengstoffseele. 26 eingesetzt, und in einer zu dieser parallelen,
weiteren Bohrung 27 ist eine Einrichtung zur verzögerten Zündung enthalten.
Gemäss Fig. 4 weist ein in die Bohrung 27 hineinragender, zylindrischer
Körper 34 an seinem hinteren Ende einen quer zu seiner
Längsachse gerichteten Ansatz 35 auf, dessen Seitenflächen 36
(Fig. 7) einen Abstand haben, der gleich ist dem Durchmesser des
Körpers 34 und dessen Länge grosser ist als der Durchmesser der
Bohrung 27. Das vordere Ende dieses Körpers 34 ist auf dem ganzen
Umfange mit einer Ringnute 37 versehen, die nach vorn durch eine
schräge Fläche 38 begrenzt ist. Eine in der Bohrung 27 bewegliche Hülse 39 ist über den Körper J>k gestülpt. Zwischen dem Bohrungsabsatz 40 der Hülse 39 und dem hinteren Ende des Eündstiftes 2.8
1 üc -48/η?48 _
ist eine -Feder 4l eingesetzt.
Das vordere Ende des Körpers 54 ragt in eine Bohrung 29 des Zündstiftes 28 hinein. Dieser wird durch die in seinen gegen die Achse
gerichteten Bohrungen 30 enthaltenen Sicherungskugeln 42, welche
durch den Druck der Feder 4l gegen die Echrügflache 53.des Körpers
34 gepresst werden, mit demselben gekuppelt und festgehalten. Eine
Hülse 4p, deren Bohrung von gleichem Durchmesser ist wie derjenige
der Bohrung des vorderen Teils der Hülse 59>
liegt mit ihrer an- - geschrägten ,Endfläche 44 an der Stirnfläche der Hülse 39 an.
Da sich die Hülse 59 auf einer weiter unten beschriebenen Büchse
abstützt, wird unter der Wirkung des von der Feder 4l über die
Sicherungskörper 42 auf den Körper 34 ausgeübten Druckes der Ansatz
35 desselben gegen den die Schulter 46 bildenden Bohrungsabsatz
gedrückt.
Das hintere, gabelförmige Ende 47 der Hülse 59 greift über den Ansatz
35 des zylindrischen Körpers 34 und stützt sich auf der Decke
48 der in einer Bohrung 49 geführten Büchse 50 ab. In dieser Büchse
50 ist eine weitere Büchse 51 geführt, mit deren Coden 52 ein
Bolzen 53 verbunden ist, der durch eine Oeffnung in der Decke 48
der Büchse 50 greift. Eine sich einerseits am Boden 52 der Büchse
und ferner an der Decke 43 der Büchse 50 abstützende Feder 55 drückt
die beiden Büchsen- 50, 51 so weit auseinander, dass ein mit dem Bolzen
55 verbundener, vor der Büchse 50 liegender Nocken 56 an der
Decke 43 derselben anliegt. .
Die Feder 41 (Fig. 4), deren Kraft kleiner ist als der Druck der
BADOfIfOINAL
1 0£8 48/0248
Feder 55, der durch das hintere Ende 47 der Trübheitshülse 39 über
die Büchse 50 und die Feder 55 auf die Büchse 51 übertragen wird,
drückt den Plansch 52a der Büchse 51 gegen einen als Kugel ausgebildeten
TrUgheitskörper 57, Dieser Trilgheitskörper 57 ist in
einem Hohlraum 58 des Zünderkörpers 1 gelagert, dessen vorderer Teil ein gegenüber der Bohrung 49 erweiterter, zylindrischer Hohlraum
ist. Der Hohlraum 58 weist hinten einen kegelförmigen Teil auf. Der Durchmesser des Hohlraums 53 ist grosser als der Durchmesser
des Trägheitskörpers 57, der sich auf der kegeligen 3egrenzungsfläche
60 des Hohlraumes 58 abstützt.
Die Wirkungsweise des als erstes Ausführungsbeispiel beschriebenen
Kopfzünders ist wie folgt:
In der in Fig. 1 dargestellten Stellung des Zünders ist der Schieber
9 durch die Sperrbüchse 16 in seiner Sicherungsstellung festgehalten.
In der gesicherten Stellung des Zünders ragt der vordere verjüngte Teil 45 der Hülse 43 bis hinter den Schieber 9. Beim
Abschuss des den Zünder tragenden Geschosses wird die Blockierung der Sperrbüchse l6 aufgehoben, so dass diese durch ihre Rückwärtsbewegung
den Schieber frei gibt. Der Schieber gleitet dann unter dem Druck der Blattfeder I5 mit einer der gewünschten Vorrohrsicherheit
entsprechenden Geschwindigkeit in die Scharfstellung, in welcher die Zündpille I3 koaxial über den Zündstift 28 zu'liegen
kommt (Fig. 4). . .
Beim Aufschlag des Geschosses im Ziel unter einem grossen Auftreffwinkel
werden die beiden Hülsen 39 und 43 trotz der von den Sicherungskörpern 42 nacheinander auf die Hülsen 39 und 43 ausgeübten Brems-
>■".:■
10 984 8/0248
kraft und entgegen der Kraft der Feder 4l nach vorn geworfen, und
zwar unter der Wirkung der an ihnen selber angreifenden Trägheitskraft e und der ferner über die Büchsen 50 und 51 nach vorn auf die
Hülse 39 übertragenen, sich zu diesen Kräften addierenden Trägheitskraft
des Trägheitskörpers 57. Am Ende dieser Bewegung, d.h.· wenn die Schulter an der Hülse 43 an der hinteren Fläche des Schiebers
9 anliegt, liegt die. Trennstelle der beiden Hülsen 39 und 43 vor
den Sicherungskörpern 42. Durch diese'Beilegung der Hülse 39 wird
ferner die Feder 4.1 noch vielter gespannt (Fig. 4).
Wenn die Verzögerung, .des Geschosses, und damit des Zünders, auf einen
geringen Viert abgesunken ist, kann die Feder 4l die Hülse 39 nach
hinten bewegen, so dass die Kugeln 42 unter dem Drucke der von der
Schrägfläche 38 des Körpers 34 übertragenen Reaktionskräfte aus der
Ringnut 37 in den nun zwischen den Hülsen sich bildenden Raum eintreten
(Fig. 5). Der Zündstift 28 wird dadurch frei und unter der Wirkung der Feder-4l nach vorn geworfen. Die Kugeln 42 werden dabei
durch die schräge Fläche 44 der Hülse 43 nach innen in die
Bohrung 29 des Zündstiftes gesteuert, so dass derselbe sich nun
ungehindert bis zum Anschlag in der Hülse 43 bewegt und durch die
Bohrung12 die Zündpille I3 ansticht (Fig. 6). Diese steht in der
Scharfstellung des Schiebers 9 durch die im Lagerkörper 7 eingearbeitete Mut 7a in räumlicher Verbindung mit der Zündpille 11 und zündet
dieselbe, wodurch der Detonator 10 über die Sprengstoffseele 26 zur
Detonation gebracht wird.
Bei schrägem Auftreffen des Geschosses, also beispielsweise wenn
dieses unter sehr kleinem Auftreffwinkel am Boden abprallt und■ "dadurcheiner
in der Richtung des Pfeiles F (Fig. l) wirkenden, grossen
BAD OFiiQifSi^t "
10 -^ -48/0 ? 48
- — ö -
quer zur achse gerichteten, anfänglich negativen und anschliessend
positiven Beschleunigung unterworfen ist, wird der Trägheitskörper
57 bei seinem seitlichen, unter der Wirkung der an ihm angreifenden Trägheitskraft erfolgenden.Ausweichen durch eine von der kegeligen
Flüche 60 seines Lagers übertragenen Reaktionskraft nach vorn gestossen.
Bei dieser Bewegung schiebt er die Büchsen 50 und.51* und
damit auch die Trägheitshülsen 39 und 43 vor sich her und zwar so
t«eit, dass die Trennstelle zwischen den Hülsen vor den Sicherungskörpern 42 liegt, so dass damit der bereits beschriebene Zündvorgang
eingeleitet ist (Fig. 4 und 5). Wenn die quer zur Geschosshülse gerichtete Beschleunigung wieder auf jenen Wert abgesunken
ist, bei welchem die Zündung erfolgen kann, wird die Hülse 39 mitsamt den Büchsen 50, 51 und dem Trägheitskörper 57 unter dem
Drucke der Feder 41 zurückgestossen.
Die zwischen die beiden Büchsen 50 und 51 gespannte Feder 55 dient
der Dämpfung von Stössen, die der Trägheitskörper 57 beim Transport,
und bei der Handhabung der Geschosse auf die Hülse 43 ausübt
und welche bewirken, dass die Stirnfläche 43a der Trägheitshülse
43 am Boden des Schiebers 9 anschlägt. Durch diese Stossdämpfung
wird vermieden, dass "1Or Ansatz 45 der Hülse '43 in <Jer Nähe seiner
Stirnfläche 43a plastisch deformiert wird und der Zündstift 23 beim
Aufschlag des Geschosses die Bohrung des Ilülsenansatzes 45 nicht
mehr passieren kann zum Anstechen der Zündpille 13.
Der Aufbau des als 2, Ausführungsbeispiel erwähnten Bodenzünders ist
wie folgt:
Gemäss Fig. 2 und 3 ist ein Zünderkörper 70 des Bodenzünders passend
■■■.-■.■■■■ - 9 -
in ein Zündergehäuse 71 eingesetzt und von hinten mit dem in das
Zünderghäuse Jl eingeschraubten Sünderboden 73t welcher an einer
Schulter 1Jk des Zünderkörper^ 70 ansteht, eingespannt. Am vorderen
Ende des Zündergehäuses 71 ist eine die Verstärkerladung 75 enthaltende
Hülse 76 aufgeschraubt, und in einer zentrischen, durch
die Decke 77 des Zündergehäuses 71 geführten Bohrung ist eine die
Uebertragungsladung 78 fassende Kapsel 79 eingesetzt.
In einer quer zur Zünderachse gerichteten, in den Zünderkörper 70
eingeschnittenen Nute ist der Zündkapselschlitten 9 beweglich gelagert,
welcher in einer ihn durchdringenden Bohrung 12 (Fig. 3) die Zündpille I3 enthält. Der Zündkapselschlitten 9 steht unter
der Wirkung einer Blattfeder 15; ferner ist im Transportzustand,
also in der Zündersicherstellung, die .im Zünderkörper 70 gelagerte
Sperrbüchse 16 vor die Stirnfläche des Zündkapselschlittens 9 als
■Riegel vorgeschoben. Diese Sperrbüchse wurde bereits beim ersten
Ausführungsbeispiel ausführlich beschrieben.
Die Wirkungsweise des beschriebenen Bodenzünders entspricht der
Wirkungsweise des Kopfzünders. Bei Anstechen der Zündpille 13 wird
über die Uebertragungsladung 78 und die Verstärkerladung 75 die Sprengladung zur Detonation gebracht.
1 0.ΒΠΛ8/07Λ8
Claims (2)
- — J. W —Pat entansor liehe/lJ Aufschlagzünder für Geschosse, mit einem ersten als Hülse ausgebildeten axial verschiebbaren Trägheitskörper, sowie einem zweiten quer zur Geschossachse auslenkbaren Trägheitskörper, der bei einem quer zur Geschossachse wirkenden Widerstand den ersten Trägheitskörper verschiebt, mit einer zweiten unter Federdruck stehenden, koaxial zu einem Zündstift angeordneten Hülse, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Hülsen (59» 43) hintereinander angeordnet sind und die hintere'liülse (39) durch die Kraft der sich am Zündstift (28) abstützenden Feder (1H) am zweiten Trägheitskörper (57) mittels eines einen Teil der hinteren Hülse (39) bildenden Uebertragungsorganes (47) anliegt, welches über einen den Zündstift (28) zu halten bestimmten Körper (3*0 hinausragt, und dass die beiden Hülsen (39, 43) zur Sicherung von Sperrkörpern (42) bestimmt sind, v/elche zum Halten des unter Federdruck stehenden Zündstiftes (28) dienen, wobei die Sperrkörper (42) in Sperrlage zuerst durch die vordere Trägheitshülse (43),und wenn die beiden Trägheitshülsen (39, 43) während der Zeit der stärksten Geschossverzögerung bei dessen Auftreffen gemeinsam vorgelaufen sind,durch die hintere Trägheitshülse (39) gesichert sind.
- 2. Aufschlagzünder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der hinteren Hülse (39) und dem zweiten Trägheitskörper (57) eine Dämpfungsfeder (55) angeordnet ist, welche sich zwischen zwei zueinander verschiebbaren, durch einen Bolzen (53) zusammen-BAD OfiSQINAL . ' : 10 9 8 4 8/0248 'gehaltenen Büchsen (50, 51) befindet, wodurch die Ausdehnung der1 Däranfun£sfeder (55) begrenzt ist.>. Aufschlaczünder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Kraft der Dämpfungsfeder (55) grosser ist, als die Kraft der genannten auf die beiden Trächeitskörper (39# 57) wirkenden Feder (1H). .0 9UB
Applications Claiming Priority (3)
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|---|---|---|---|
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| CH897566A CH459002A (de) | 1966-06-21 | 1966-06-21 | Aufschlagzünder für Geschosse |
| DEO0012552 | 1967-06-12 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE1578495B2 DE1578495B2 (de) | 1975-11-06 |
| DE1578495C3 DE1578495C3 (de) | 1976-06-10 |
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Also Published As
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| AT281640B (de) | 1970-05-25 |
| DE1578495B2 (de) | 1975-11-06 |
| US3410215A (en) | 1968-11-12 |
| GB1190205A (en) | 1970-04-29 |
| CH459002A (de) | 1968-06-30 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |