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DE1577329C - Vorrichtung zum Planschleifen des Mundrandes von Hohlglasern - Google Patents

Vorrichtung zum Planschleifen des Mundrandes von Hohlglasern

Info

Publication number
DE1577329C
DE1577329C DE1577329C DE 1577329 C DE1577329 C DE 1577329C DE 1577329 C DE1577329 C DE 1577329C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
grinding
glass
edge
mouth
glasses
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Auf Nichtnennung Antrag
Original Assignee
Etablissements Biebuyck, Houdeng-Goegnies (Belgien)
Publication date

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Description

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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Plan- einer sich drehenden Hohlspindel befestigt sind,
schleifen des Mundrandes von Hohlgläsern, mit min- welche koaxial zu einem das Werkstück hydrau-
destens einem das Glas an seiner Basis, vorzugsweise lischen Hubzylinder und dem Werkstück angeordnet
seinem Fuß, ergreifenden und rotierend angetriebe- ist. Während des Schleifens des Werkstüqkrandes
nen Futter, das den Mundrand gegen zwei gegen- 5 drehen sich die Schleifscheiben einerseits um die
läufige Schleifwerkzeuge anlegt, die symmetrisch zur gemeinsame Vertikalachse des Hubzylinders und der
Rotationsachse des Glases angeordnet sind. Hohlspindel durch Drehung der Hohlspindel und
Es sind bereits Vorrichtungen dieser Art zum andererseits, von einem von dieser Hohlspindel geSchleifen von Hohlgläsern bekannt (deutsche Patent- tragenen Planetengetriebe getrieben, um ihre eigenen Schriften 862 855, 517 984, 79 Π8 und USA.-Patent- io Horizontalachsen. Die Unterschiede der Rotationsschrift 2 475 100), bei welchen jedes zu schleifende ' geschwindigkeiten der Schleifscheiben um ihre eige-Glas axial in einem Haltekopf montiert ist, welcher nen Achsen und der Umlaufgeschwindigkeit dieser seinerseits koaxial mit einem einzigen Schleifwerk- Scheiben entlang des Werkstückrandes erzeugen den zeug angeordnet ist. Hierbei rotieren der Haltekopf gewünschten Schleifeffekt. Die Schleifscheiben be- und/oder das Schleifwerkzeug um die gemeinsame, 15 rühren den Rand des zu schleifenden Werkstücks im allgemeinen vertikalen Achse. Hierbei tritt die tangential und in vertikaler Ebene. Es handelt sich nachteilige Erscheinung auf, daß das Werkzeug un- daher hier um ein tangentiales Schleifen durch drei gleichmäßig, nämlich nur längs des Berührungskrei- gleichwirkende Schleifwerkzeuge,
ses mit dem zu schleifenden Werkstück abgenützt Diese bekannte Vorichtung eignet sich jedoch nur wird und damit unwirtschaftlicher Abnutzung unter- 20 für die Bearbeitung von Konservengläsern, nicht für liegt. ' Weingläser, insbesondere nicht für solche mit einem
Auch eine exzentrische Anordnung der Rotations- Fuß. Ein solches Glas bricht nämlich bei der gering-
achsen des Schleifwerkzeuges und des Werkstückes sten außermittigen Biegebeanspruchung oder der
können hier nicht helfen, da diese Exzentrizität geringsten Vibration während des Schleifens seines
wegen der Bruchgefahr der Gläser nur sehr gering 25 Randes sofort unter der Wirkung der Spannung
■ sein darf. Für ein möglichst bruchfreies Schleifen ist oder der Vibration. Da der Rand dieser Gläser in
außerdem eine exakte Parallelität von Schleifwerk- der Regel dadurch hergestellt wird, daß ein Teil
zeug und zu bearbeitender Werkstückfläche bzw. ein einer Kugel abgesprengt wird und deswegen nicht
genaues Fluchten der Rotationsachsen von Werkzeug vernachlässigbare Unebenheiten aufweist, würden bei
und Werkstück erforderlich. 30 der bekannten Vorrichtung zwangläufig nicht alle
Es ist auch bereits eine Vorrichtung zum Schleifen drei Schleifscheiben gleichzeitig den Glasrand bedes Öffnungsrandes von Gläsern bekannt (deutsches rühren und so die schädliche außermittige Biegebean-Gebrauchsmuster 1 749 920), bei welcher die zu spruchung hervorrufen. Es lassen sich auf der beschleifenden Gläser in kreisförmig an einer Trommel, kannten Vorrichtung auch nur größere Gläser welche sich in horizontaler Ebene um eine Achse 35 schleifen, deren Randdurchmesser eine gewisse Mindreht, angeordneten Klemmvorrichtungen gehalten destgröße haben muß, da sich die Schleifscheiben sind. Hierbei wird jedes Glas ohne Eigenrotation auf sonst gegenseitig behindern würden. Zudem werden einer Kreisbahn bewegt. Das Schleifwerkzeug wird die Schleifwerkzeuge sehr rasch abgenützt, da ihre dagegen von einer großen Scheibe gebildet, die eine Berührung mit dem Rand des Glases praktisch auf einer elastischen Zwischenschicht sitzende 40 punktförmig ist. Demzufolge verläuft der Arbeits-Schleifschicht aufweist. Die Schleifscheibe dreht sich Vorgang mit dieser bekannten Vorrichtung verhältin horizontaler Ebene um eine vertikale Welle. Die nismäßig langsam. Hinzu kommen noch Totzeiten Durchmesser der Trommel und der Scheibe einer- für die Montage und.das Einstellen bei Umrüstung seits und der Achsabstand zwischen ihren vertikalen auf Gläser anderen Durchmessers, die Zeit für das Drehachsen andererseits sind derart bemessen, daß 45 Auswechseln der Schleifscheiben, die Zeit für das die von der Trommel getragenen und zu schleifenden Auswechseln der oberen Druckkolbenhalterung, Gläser allmählich längs einer aus der kombinierten ■ wenn der Durchmesser der Gläser geändert werden Bewegung dieser Trommel und der Scheibe resultie- soll, und die Notwendigkeit eines praktisch nur renden Kurve in Berührung mit der Schleifschicht mikrometerweisen Vorschubes der Schleifscheiben der Schleifscheibe gebracht werden. Bei' dieser Vor- 50 im Verhältnis zum Werkstück,
richtung wird jedes zu schleifende Glas mit seinem Diese bekannte Vorrichtung eignet sich daher gesamten Mundrand an das Schleifwerkzeug angelegt, ebenfalls nicht für das Schleifen von Gläsern gemäß dessen Schleifschicht gleichförmig gegen den Wider- der Erfindung.
stand der Zwischenschicht über dem gesamten Be- Es ist auch bereits eine Vorrichtung zum Schleifen
reich des Mundrandes durchgebogen ist. Der ganze 55 und Polieren des Bodens von Hohlgläsern mit Hilfe
Mundrand des Glases liegt also gegen das Schleif- von Sand bekannt (deutsche Patentschrift 102 979),
werkzeug an, und diese Anlage bewirkt, daß sich bei welcher die Schleifwerkzeuge zwei identische
die Schleifschicht regelmäßig längs des gesamten Platten sind, die in geringem Abstand und auf hori-
Umfangs des Mundrandes unter dem Schleifdruck zontal koaxialen Achsen angeordnet sind. Sie werden
durchbiegt. Es handelt sich daher auch hier um ein 60 einzeln und in entgegengesetztem Drehsinn angetrie-
Umfangsschlcifen, wie bei den oben abgehandelten bcn. Das Schleifen des Bodens eines Hohlglases wird
Vorrichtungen, wobei auch hier die bereits geschil- hier dadurch bewirkt, daß der Boden gegen die
derten Nachteile auftreten. Umfangsflächen beider Platten mit einem bestimm-
I-s ist auch bereits eine Vorrichtung zum Schleifen ten Schleifdruck gepreßt wird. Zu diesem Zweck ist
ringförmijicr Planllächcn an Gläsern bekannt (Patent- 65 das Glas im Verhältnis zu den Platten radial ange-
sehril'l 5 244 des Amtes für flrfindung:;- und Patent- ordnet.
v/osen in Osl-FJerlin), bei welcher das Schleifwerk- Bei dieser bekannten Schleifvorrichtung, die eben-
ZCUJ4 von drei Schleifscheiben gcb'ldct wird, die an falls ein tangentinles Schleifen des Hodens von GHi-
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sern an den Kontaktflächen zwischen den Gläsern schleifende Glas wird dabei ein vertikaler, nach
und den beiden Schleifplatten vornimmt, wurden für unten gerichteter und mit der rotierenden Halterung
den Fall, daß damit der Mundrand von Gläsern mit koaxialer Druck ausgeübt, der von einem Flüssig-
Fuß geschliffen werden sollte, folgende Nachteile keitsdruckzylinder erzeugt wird. Beim Schleifen wird
auftreten: 5 der Rand des rotierenden Glases mit einer Reihe
Da das Glas nicht seitlich gehaltert ist, würden von Schleifwerkzeugen in Berührung gebracht,
unvermeidlich Vibrationen auftreten, die häufig zum welche regelmäßig um seine Rotationsachse herum
Bruch der Gläser führen würden; der Schliff wäre angeordnet sind und gewölbte Arbeitsflächen aufwei-
unregelmäßig wegen der unregelmäßigen Rotation oen, deren Krümmung eine Funktion der Werkstück-
des Glases; der Andruck des Glases gegen die io form ist.
Schleifscheiben nur durch sein Eigengewicht und des Auch diese bekannte Schleifvorrichtung führt zum
Futters würde eine sehr geringe Produktions- Bruch der Gläser bei geringer Exzentrizität oder
geschwindigkeit erlauben. Unrundheit des Glasrandes. Darüber hinaus müssen
Es ist auch bereits eine Vorrichtung zum Schleifen die Schleifwerkzeuge wegen der. Notwendigkeit der
von Mundrändern an Tassen und von Füßen an 15 genauen Anpassung an die Form des Glasrandes
Tellern bekannt (deutsche Auslegeschrift 1 090 991), sehr häufig ausgewechselt werden. Auch ist die Pro-
bei welcher das Werkstück in eine rotierende Auf- duktionsgeschwindigkeit dieser bekannten Vorrich-
nahme eingesetzt ist, deren innere Form der des tung ebenfalls klein, da die Vorschubgeschwindig-
Werkstücks genau entspricht und die auf auf einer keil nur gering sein darf und für verschiedene
um ihre Achse rotierenden Spindel montiert ist. Die 20 Glasgrößen erhebliche Umrüstungszeiten erforderlich
Schleifwerkzeuge werden von zwei Schleifbändern sind.
gebildet, die sich elastisch auf zwei auf einem Aufgabe der Erfindung ist daher die Schaffung Durchmesser gegenüberliegenden Punkten des Werk- einer Vorrichtung zum Planschleifen des Mundranstückrandes mit Hilfe von zwei Profilrollen an diesen des von Hohlgläsern der eingangs genannten Art, anlegen. Die Differenz zwischen den Drehgeschwin- 25 bei welcher die Bruchgefahr für die Werkstücke auf digkeiten der Rollen um ihre jeweiligen Horizontal- ein Mindestmaß reduziert ist, bei welcher die achsen einerseits und des Werkstücks um die Verti- Schleifwerkzeuge gleichmäßig über ihrer ganzen kalachse der Spindel andererseits bewirkt den Fläche abgenützt werden und die von der Form der gewünschten Schleifeffekt der Schleifbänder an dem Werkstücke so weit unabhängig ist, daß auch poly-Werkstückrand. Es handelt sich auch hier um ein 30 gonale Hohlgläser bearbeitet werden können,
tangentiales Schleifen mittels zweier Schleifwerk- . Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung zeuge, von denen jedes praktisch nur einen einzigen zum Planschleifen des Mundrandes von Hohlgläsern Berührungspunkt mit dem zu schleifenden Rand des der eingangs genannten Art, die erfindunsgemäß Werkstücks hat. dadurch gekennzeichnet ist, daß als Schleifwerk-
Dieser bekannten Vorrichtung haften ähnliche 35 zeuge Schleifbänder oder flexible, mit einem stirn-
Nachteile wie der Vorrichtung nach der genannten seitigen Schleifring versehene Scheiben verwendet
Patentschrift des Amtes für Erfindungs- und Patent- werden, mit denen der Mundrand längs zweier an
wesen in Ost-Berlin an, so daß diese für die Bear- ihm diametral gegenüberliegender sekantenartiger
beitung von Hohlgläsern und insbesondere solche mit Abschnitte in Eingriff kommt.
Fuß ebenfalls auscheidet. 40 Hierdurch wird ein erheblicher technischer Fort-
Weiterhin ist auch bereits eine Vorrichtung zum schritt gegenüber den bekannten Schleifvorrichtungen
Kantenschleifen bekannt (deutsches Gebrauchsmuster erzielt. Die erfindungsgemäße Vorrichtung belastet
1782 604), mit welcher die Böden von Tassen ge- das Glas elastisch, ohne unerwünschte Schwingungen
schliffen werden. Diese bekannte Vorrichtung eignet auf das Werkstück zu übertragen und ohne die Nach-
sich jedoch nicht für das Schleifen des Randes von 45 teile, hervorzurufen, die sich aus dessen Exzentrizität
Hohlgläsern, da ein solches Schleifen nicht durchzu- oder eventueller Unrundheit ergeben. Weiter bleibt
führen ist, wenn das Glas vollständig frei steht und die Schleifgeschwindigkeit längs der Eingriffsfläche,
nicht fest in einem Halteorgan gehalten wird. Selbst annähernd konstant. Sie erzeugt ein geschliffenes
wenn man aber annimmt, daß ein Glas von dieser Glas, dessen Rand genau parallel zu dem Fuß oder
bekannten Vorrichtung unter der Wirkung der zwei 50 zur Basis ist, selbst wenn dieses Glas eine Exzentrizi-
Schleifbänder, die mit verschiedenen Geschwindig- tat von 2 mm oder eine Unrundheit von 5 mm auf-
keiten bewegt werden und auf welchem das Glas weist.
durch sein Eigengewicht ruht, geschliffen werden Mit der erfindungsgemäßeh Schleifvorrichtung
könnte, so wäre der auf diese Weise erhaltene Rand wird eine erhöhte Produktionsziffer erzielt und die
des Glases unvermeidlich unparallel zu seiner Basis 55 Ausschußquote auf ein Mindestmaß von etwa 1 °»
oder seinem Fuß. heruntergedrückt, wobei die Umrüstzeiten von einem
Schließlich ist auch bereits eine Vorrichtung zum . Glastyp auf einen anderen nur etwa 20 Sekunden Schleifen der Ränder von Hohlgläsern bekannt betragen und die Schleifzeit nur 2 bis 3 Sekunden (USA.-Patentschrift 3 160 994), bei welcher das beträgt. Die Schleifwerkzeuge werden über die geSchleifen der Außen- und Innenseite des Randes 60 samte Schleiffläche gleichmäßig abgenützt, und es abwechselnd erfolgt. Bei dieser bekannten Schleifvor- lassen sich mit dieser Vorrichtung Hohlgläser aller richtung wird das zu schleifende Glas elastisch auf Art bearbeiten.
einer drehbaren Halterung montiert, die im wesent- Die Erfindung wird im folgenden an Hand der
liehen von vertikalen, koaxialen und teleskopisch an- Zeichnungen beschrieben. Es zeigt
geordneten Rohren und einem Ring aus flexiblem 65 Fig. 1 eine perspektivische Teildarstelhmg der
Material gebildet wird, welcher am oberen Ende neuen Schleifvorrichtung,
dieser Rohre montiert ist und· elastisch gegen die Fig. 2 das Futter für ein Glas und die ziiüeordne-
Innenscite des Glases gedruckt wird. Auf das zu ten Schleifwerkzeuge von dein Schleifvorgang,
F i g. 3 das Futter mit dem Glas und die Schleifwerkzeuge während des Schleifvorganges,
F i g. 4 eine schiefwinklige Ansicht des Futters und der Schleifwerkzeuge,
F i g. 5 einen Teilschnitt längs der Achse V-V der F i g. 4.
Die dargestellte Vorrichtung dient zum Schleifen des Mundrandes von Gläsern 1 oder anderen Hohlgläsern. Beim Randschleifen wird der Mundrand 2 des Glases 1, während es an seinem Fuß 3 drehbar gehalten wird, an die zweckentsprechend ausgebildeten Schleifwerkzeuge 12 und 13 angelegt.
Die Vorrichtung weist einen Rahmen 4 auf, der im wesentlichen aus zwei Säulen 5 und 6, einer oberen festen Traverse 7 und einem unteren, vertikal beweglichen und die Schleifwerkzeuge tragenden Quertisch 8 besteht.
Die Traverse 7 trägt eine Reihe von Futtern 9 mit Spannklauen 11 für die Aufnahme der Gläser. Jedes dieser Futter ist in vertikaler Richtung zwischen einer oberen Stellung, in welcher es mit einem Glas beschickt werden kann, und einer unteren Stellung, in welcher das Randschleifen des Glases erfolgt, für sich beweglich. Die Bewegungen jedes Futters 9 erfolgen durch einen ihm zugeordneten Preßluftzylinder mit doppeltwirkenden Kolben, der in der Traverse 7 untergebracht ist. Die Beaufschlagung dieser Zylinder mit Preßluft und der Austritt der entspannten Luft aus den Zylindern erfolgen in üblicher Weise über z. B. von Zeitrelais gesteuerte Elektroventile. Das eigentliche Futter 9 ist an dem unteren Ende der Kolbenstange 10 des zugeordneten Preßluftzylinders befestigt.
Nach Befestigung eines Glases 1 in einem Futter 9 wird dieses um seine auf- und abwärts bewegliche vertikale Achse, die mit der Achse des Glases 1 zusammenfällt, durch ein nicht weiter dargestelltes Getriebe in Rotation versetzt.
Der Quertisch 8 trägt Paare von rotierenden Schleif- oder Polierscheiben 12 und 13, deren jede ein Arbeitswerkzeug zum Randschleifen des Glases 1 bildet.
Auf dem Quertisch 8 sind zwei Tragscheiben 14 und 15 angeordnet, die auf vertikalen Wellen 16 und 17 gelagert sind, welche durch einen Antrieb und nicht dargestellte Übertragungsmittel in Drehung versetzt werden. Die Längsachsen der ein demselben Paar von Scheiben 12 und 13 zugeordneten vertikalen Wellen 16 und 17 liegen in der gleichen vertikalen Querebene wie die Achse, längs deren die vertikale Verschiebung des zugeordneten Futters 9 bzw. des von diesem getragenen Glases 1 erfolgt.
Die oberen Flächen der Tragscheiben 14 und 15 sind konisch gestaltet. Auf jeder dieser Flächen ist die zugeordnete Schleif- oder Polierscheibe 12 oder 13 gelagert, wobei die in unbelastetem Zustand ebene Scheibe an der Tragscheibe nur in ihrem mittleren, der Welle 16 oder 17 benachbarten Bereich anliegt und nach außen hin einen sich mit zunehmendem Durchmesser vergrößernden Ringspalt bildet. Jede der Schleifscheiben 12 und 13 besteht aus einem Metällblatt von kreisrunder Form mit einer mittleren Bohrung, welches im Randbereich wenigstens seiner oberen Fläche einen Diamanten enthaltenden Überzug, z. B. aus einem diamanthaltigen Sintermaterial, aufweist, welcher die eigentliche Arbeitsfläche bildet.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist nun folgende:
Das Glas legt sich an, die Arbeitsflächen der Schleifscheiben entsprechend zwei einander diametral gegenüberliegenden Bögen seines Mundrandes 2 an, d. h., jedes Arbeitswerkzeug der Maschine besteht gemäß der Erfindung aus zwei sekantenartig wirkenden Schleif- oder Polierelementen.
Unter der Wirkung des schwachen, von dem Glasl auf die biegsamen Schleifenscheiben 12 und 13 beim Schleifvorgang ausgeübten Drucks biegen sich diese Scheiben, wie das aus F i g. 5 ersichtlich ist, an der Seite, an welcher der Andruck des Glases wirkt, etwas nach unten aus. Diese elastische Auslenkung der Scheiben 12 und 13 wird beim Schleifvorgang des sich ohne weiteren Axialvorschub ständig in dem gleichen Niveau drehenden Glases 1 im Verlauf der Schleifbearbeitung ausgeglichen.
Die Schleifscheiben laufen in zueinander entgegengesetzten Richtungen um, während das Glas in entgegengesetzter Richtung zu jeder der Scheiben rotiert. Hierdurch wird der Verlauf der Schleif- oder Polierbearbeitung auf das höchstmögliche Maß beschleunigt.
Statt der gemäß dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel vorgesehenen Ausbildung der Schleifwerkzeuge 12 und 13 als Scheiben, können bei einer erfindungsgemäßen Schleifvorrichtung als Schleifwerkzeuge auch endlose Bänder verwendet werden.
In diesem Falle ist jedes dieser Bänder auf einer seiner beiden Flächen mit einem Schleifmittel, insbesondere einem diamanthaltigen, beschichtet. Schließlich laufen im Falle der Verwendung kontinuierlicher Schleifbänder diese Bänder, um ihre Leistung zu erhöhen, in einander entgegengesetzten Richtungen, während das Glas in zu den Bewegungsrichtungen jedes der Bänder entgegengesetzten Richtungen rotiert.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Vorrichtung zum Planschleifen des Mundrandes von Hohlgläsern, mit mindestens einem das Glas an seiner Basis, vorzugsweise seinem Fuß, ergreifenden und rotierend angetriebenen Futter, das den Mundrand gegen zwei gegenläufige Schleifwerkzeuge anlegt, die symmetrisch zur Rotationsachse des Glases angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß als Schleifwerkzeuge Schleifbänder oder flexible, mit einem stirnseitigen Schleifring versehene Scheiben (12, 13) verwendet sind, mit denen der Mundrand (2) längs zweier an ihm diametral gegenüberliegender sekantenartiger Abschnitte in Eingriff kommt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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