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DE1577329B1 - Vorrichtung zum Planschleifen des Mundrandes von Hohlglaesern - Google Patents

Vorrichtung zum Planschleifen des Mundrandes von Hohlglaesern

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Publication number
DE1577329B1
DE1577329B1 DE19661577329 DE1577329A DE1577329B1 DE 1577329 B1 DE1577329 B1 DE 1577329B1 DE 19661577329 DE19661577329 DE 19661577329 DE 1577329 A DE1577329 A DE 1577329A DE 1577329 B1 DE1577329 B1 DE 1577329B1
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DE
Germany
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grinding
edge
glass
mouth
glasses
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DE19661577329
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English (en)
Inventor
Auf Nichtnennung Antrag
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Biebuyck Ets SA
Original Assignee
Biebuyck Ets SA
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Publication date
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    • B24GRINDING; POLISHING
    • B24BMACHINES, DEVICES, OR PROCESSES FOR GRINDING OR POLISHING; DRESSING OR CONDITIONING OF ABRADING SURFACES; FEEDING OF GRINDING, POLISHING, OR LAPPING AGENTS
    • B24B9/00Machines or devices designed for grinding edges or bevels on work or for removing burrs; Accessories therefor
    • B24B9/02Machines or devices designed for grinding edges or bevels on work or for removing burrs; Accessories therefor characterised by a special design with respect to properties of materials specific to articles to be ground
    • B24B9/06Machines or devices designed for grinding edges or bevels on work or for removing burrs; Accessories therefor characterised by a special design with respect to properties of materials specific to articles to be ground of non-metallic inorganic material, e.g. stone, ceramics, porcelain
    • B24B9/08Machines or devices designed for grinding edges or bevels on work or for removing burrs; Accessories therefor characterised by a special design with respect to properties of materials specific to articles to be ground of non-metallic inorganic material, e.g. stone, ceramics, porcelain of glass
    • B24B9/12Machines or devices designed for grinding edges or bevels on work or for removing burrs; Accessories therefor characterised by a special design with respect to properties of materials specific to articles to be ground of non-metallic inorganic material, e.g. stone, ceramics, porcelain of glass of hollow glassware, e.g. drinking glasses, preserve jars, television picture tube viewing panels

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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Finish Polishing, Edge Sharpening, And Grinding By Specific Grinding Devices (AREA)
  • Grinding And Polishing Of Tertiary Curved Surfaces And Surfaces With Complex Shapes (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Planschleifen des Mundrandes von Hohlgläsern, mit mindestens einem das Glas an seiner Basis, vorzugsweise seinem Fuß, ergreifenden und rotierend angetriebenen Futter, das den Mundrand gegen zwei gegenläufige Schleifwerkzeuge anlegt, die symmetrisch zur Rotationsachse des Glases angeordnet sind.
  • Es sind bereits Vorrichtungen dieser Art zum Schleifen von Hohlgläsern bekannt (deutsche Patentschriften 862 855, 517 984, 79 178 und USA.-Patentschrift 2475 100), bei welchen jedes zu schleifende Glas axial in einem Haltekopf montiert ist, welcher seinerseits koaxial mit einem einzigen Schleifwerkzeug angeordnet ist. Hierbei rotieren der Haltekopf und/oder das Schleifwerkzeug um die gemeinsame, im allgemeinen vertikalen Achse. Hierbei tritt die nachteilige Erscheinung auf, daß das Werkzeug unaieichmäßig, nämlich nur längs des Berührungskreises mit dem zu schleifenden Werkstück abgenützt wird und damit unwirtschaftlicher Abnutzung unterliegt.
  • Auch eine exzentrische Anordnung der Rotationsachsen des Schleifwerkzeuges und des Werkstückes können hier nicht helfen, da diese Exzentrizität wegen der Bruchgefahr der Gläser nur sehr gering sein darf. Für ein möglichst bruchfreies Schleifen ist außerdem eine exakte Parallelität von Schleifwerkzeug und zu bearbeitender Werkstückfläche bzw. ein genaues Fluchten der Rotationsachsen von Werkzeug und Werkstück erforderlich.
  • Es ist auch bereits eine Vorrichtung zum Schleifen des ®ffnungsr andes von Gläsern bekamt (deutsches Gebrauchsmuster 1749 920), bei welcher die zu schleifenden Gläser in kreisförmig an einer Trommel, welche sich in horizontaler Ebene uin eine Achse dreht, angeordneten Klemmvorrichtungen gehalten sind. Hierbei wird jedes Glas ohne Eigenrotation auf einer Kreisbahn bewegt. Das Schleifwerkzeug wird dagegen von einer großen Scheibe gebildet, die eine auf einer elastischen Zwischenschicht sitzende Schleifschicht aufweist. Die Schleifscheibe dreht sich in horizontaler Ebene um eine vertikale Welle. Die Durchmesser der Trommel und der Scheibe einerseits und der Achsabstand zwischen ihren vertikalen Drehachsen andererseits sind derart bemessen, daß die von der Trommel getragenen und zu schleifenden Gläser allmählich längs einer aus der kombinierten Bewegung dieser Trommel und der Scheibe resultierenden Kurve in Berührung mit der Schleifschicht der Schleifscheibe gebracht werden. Bei dieser Vorrichtung wird jedes zu schleifende Glas mit seinem gesamten Mundrand an das Schleifwerkzeug angelegt, dessen Schleifschicht gleichförmig gegen den Widerstand der Zwischenschicht über dem gesamten Bereich des Mundrandes durchgebogen ist. Der ganze Mundrand des Glases liegt also gegen das Schleifwerkzeug an, und diese Anlage bewirkt, daß sich die Schleifschicht regelmäßig längs des gesamten Umfangs des Mundrandes unter dem Schleifdruck durchbiegt. Es handelt sich daher auch hier um ein Umfangsschleifen, wie bei den oben abgehandelten Vorrichtungen, wobei auch hier die bereits geschilderten Nachteile auftreten.
  • Es ist auch bereits eine Vorrichtung zum Schleifen ringförmiger Planflächen an Gläsern bekannt (Patentschrift 5 244 des Amtes für Erfindungs- und Patentwesen in Ost-Berlin), bei welcher das Schleifwerkzeug von drei Schleifscheiben gebildet wird, die an einer sich drehenden Hohlspindel befestigt sind, welche koaxial zu einem das Werkstück hydraulischen Hubzylinder und dem Werkstück angeordnet ist. Während des Schleifens des Werkstückrandes drehen sich die Schleifscheiben einerseits um die gemeinsame Vertikalachse des Hubzylinders und der Hohlspindel durch Drehung der Hohlspindel und andererseits, von einem von dieser Hohlspindel getragenen Planetengetriebe getrieben, um ihre eigenen Horizontalachsen. Die Unterschiede der Rotationsgeschwindigkeiten der Schleifscheiben um ihre eigenen Achsen und der Umlaufgeschwindigkeit dieser Scheiben entlang des Werkstückrandes erzeugen den gewünschten Schleifeffekt. Die Schleifscheiben berühren den Rand des zu schleifenden Werkstücks tangential und in vertikaler Ebene. Es handelt sich daher hier um ein tangentiales Schleifen durch drei gleichwirkende Schleifwerkzeuge.
  • Diese bekannte Vorichtung eignet sich jedoch nur für die Bearbeitung von Konservengläsern, nicht für Weingläser, insbesondere nicht für solche mit einem Fuß. Ein solches Glas bricht nämlich bei der geringsten außermittigen Biegebeanspruchung oder der geringsten Vibration während des Schleifens seines Randes sofort unter der Wirkung der Spannung oder der Vibration. Da der Rand dieser Gläser in der Regel dadurch hergestellt wird, daß ein Teil einer Kugel abgesprengt wird und deswegen nicht vernachlässigbare Unebenheiten aufweist, würden bei der bekannten Vorrichtung zwangläufig nicht alle drei Schleifscheiben gleichzeitig den Glasrand berühren und so die schädliche außermittige Biegebeanspruchung hervorrufen. Es lassen sich auf der bekannten Vorrichtung auch nur größere Gläser schleifen, deren Randdurchmesser eine gewisse Mindestgröße haben muß, da sich die Schleifscheiben sonst gegenseitig behindern würden. Zudem werden die Schleifwerkzeuge sehr rasch abgenützt, da ihre Berührung mit dem Rand des Glases praktisch punktförmig ist. Demzufolge verläuft der Arbeitsvorgang mit dieser bekannten Vorrichtung verhältnismäßig langsam. Hinzu kommen noch Totzeiten für die Montage und das Einstellen bei Umrüstung auf Gläser anderen Durchmessers, die Zeit für das Auswechseln der Schleifscheiben, die Zeit für das Auswechseln der oberen Druckkolbenhalterung, wenn der Durchmesser der Gläser geändert werden soll, und die Notwendigkeit eines praktisch nur mikrometerweisen Vorschubes der Schleifscheiben im Verhältnis zum Werkstück.
  • Diese bekannte Vorrichtung eignet sich daher ebenfalls nicht für das Schleifen von Gläsern gemäß der Erfindung.
  • Es ist auch bereits eine Vorrichtung zum Schleifen und Polieren des Bodens von Hohlgläsern mit Hilfe von Sand bekannt (deutsche Patentschrift 102 979), bei welcher die Schleifwerkzeuge zwei identische Platten sind, die in geringem Abstand und auf horizontal koaxialen Achsen angeordnet sind. Sie werden einzeln und in entgegengesetztem Drehsinn angetrieben. Das Schleifen des Bodens eines Hohlglases wird hier dadurch bewirkt, daß der Boden gegen die Umfangsflächen beider Platten mit einem bestimmten Schleifdruck gepreßt wird. Zu diesem Zweck ist das Glas im Verhältnis zu den Platten radial angeordnet.
  • Bei dieser bekannten Schleifvorrichtung, die ebenfalls ein tangentiales Schleifen des Bodens von Gläsern an den Kontaktflächen zwischen den Gläsern und den beiden Schleifplatten vornimmt, würden für den Fall, daß damit der Mundrand von Gläsern mit Fuß geschliffen werden sollte, folgende Nachteile auftreten: Da das Glas nicht seitlich gehaltert ist, würden unvermeidlich Vibrationen auftreten, die häufig zum Bruch der Gläser führen würden; der Schliff wäre unregelmäßig wegen der unregelmäßigen Rotation des Glases; der Andruck des Glases gegen die Schleifscheiben nur durch sein Eigengewicht und des Futters würde eine sehr geringe Produktionsgeschwindigkeit erlauben.
  • Es ist auch bereits eine Vorrichtung zum Schleifen von Mundrändern an Tassen und von Füßen an Tellern bekannt (deutsche Auslegeschrift 1090 991), bei welcher das Werkstück in eine rotierende Aufnahme eingesetzt ist, deren innere Form der des Werkstücks genau entspricht und die auf auf einer um ihre Achse rotierenden Spindel montiert ist. Die Schleifwerkzeuge werden von zwei Schleifbändern gebildet, die sich elastisch auf zwei auf einem Durchmesser gegenüberliegenden Punkten des Werkstückrandes mit Hilfe von zwei Profilrollen an diesen anlegen. Die Differenz zwischen den Drehgeschwin- 25 digkeiten der Rollen um ihre jeweiligen Horizontalachsen einerseits und des Werkstücks um die Vertikalachse der Spindel andererseits bewirkt den gewünschten Schleifeffekt der Schleifbänder an dein Werkstückrand. Es handelt sich auch hier um ein tangentiales Schleifen mittels zweier Schleifwerkzeuge, von denen jedes praktisch nur einen einzigen Berührungspunkt mit dem zu schleifenden Rand des Werkstücks hat.
  • Dieser bekannten Vorrichtung haften ähnliche Nachteile wie der Vorrichtung nach der genannten Patentschrift des Amtes für Erfindungs- und Patentwesen in Ost-Berlin an, so daß diese für die Bearbeitung von Hohlgläsern und insbesondere solche mit Fuß ebenfalls auscheidet.
  • Weiterhin ist auch bereits eine Vorrichtung zum Kantenschleifen bekannt (deutsches Gebrauchsmuster 1782 604), mit welcher die Böden von Tassen geschliffen werden. Diese bekannte Vorrichtung eignet sich jedoch nicht für das Schleifen des Randes von Hohlgläsern, da ein solches Schleifen nicht durchzuführen ist, wenn das Glas vollständig frei steht und nicht fest in einem Halteorgan gehalten wird. Selbst wenn man aber annimmt, daß ein Glas von dieser bekannten Vorrichtung unter der Wirkung der zwei Schleifbänder, die mit verschiedenen Geschwindigkeiten bewegt werden und auf welchem das Glas durch sein Eigengewicht ruht, geschliffen werden könnte, so wäre der auf diese Weise erhaltene Rand des Glases unvermeidlich unparallel zu seiner Basis oder seinem Fuß.
  • Schließlich ist auch bereits eine Vorrichtung zum Schleifen der Ränder von Hohlgläsern bekannt (USA.-Patentschrift 3 160 994), bei welcher das Schleifen der Außen- und Innenseite des Randes abwechselnd erfolgt. Bei dieser bekannten Schleifvorrichtung wird das zu schleifende Glas elastisch auf einer drehbaren Halterung montiert, die im wesentlichen von vertikalen, koaxialen und teleskopisch angeordneten Rohren und einem Ring aus flexiblem Material gebildet wird, welcher am oberen Ende dieser Rohre montiert ist und elastisch gegen die Innenseite des Glases gedrückt wird. Auf das zu schleifende Glas wird dabei ein vertikaler, nach unten gerichteter und mit der rotierenden Halterung koaxialer Druck ausgeübt, der von einem Flüssigkeitsdruckzylinder erzeugt wird. Beim Schleifen wird 5 der Rand des rotierenden Glases mit einer Reihe von Schleifwerkzeugen in Berührung gebracht, welche regelmäßig um seine Rotationsachse herum angeordnet sind und gewölbte Arbeitsflächen aufweisen, deren Krümmung eine Funktion der Werkstückform ist.
  • Auch diese bekannte Schleifvorrichtung führt zum Bruch der Gläser bei geringer Exzentrizität oder Unrundheit des Glasrandes. Darüber hinaus müssen die Schleifwerkzeuge wegen der Notwendigkeit der @5 genauen Anpassung an die Form des Glasrandes sehr häufig ausgewechselt werden. Auch ist die Produktionsgeschwindigkeit dieser bekannten Vorrichtung ebenfalls klein, da die Vorschubgeschwindigkeit nur gering sein darf und für verschiedene zo Glasgrößen erhebliche Umrüstungszeiten erforderlich sind.
  • Aufgabe der Erfindung ist daher die Schaffung einer Vorrichtung zum Planschleifen des Mundrandes von Hohlgläsern der eingangs genannten Art, bei welcher die Bruchgefahr für die Werkstücke auf ein Mindestmaß reduziert ist, bei welcher die Schleifwerkzeuge gleichmäßig über ihrer ganzen Fläche abgenützt werden und die von der Form der Werkstücke so weit unabhängig ist, daß auch poly-3o Bonale Hohlgläser bearbeitet werden können.
  • Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung zum Planschleifen des Mundrandes von Hohlgläsern der eingangs genannten Art, die erfindunsgemäß dadurch gekennzeichnet ist, daß als Schleifwerkzeuge Schleifbänder oder flexible, mit einem stirn-35 seitigen Schleifring versehene Scheiben verwendet werden, mit denen der Mundrand längs zweier an ihm diametral gegenüberliegender sekantenartiger Abschnitte in Eingriff kommt.
  • qo Hierdurch wird ein erheblicher technischer Fortschritt gegenüber den bekannten Schleifvorrichtungen erzielt. Die erfindungsgemäße Vorrichtung belastet das Glas elastisch, ohne unerwünschte Schwingungen auf das Werkstück zu übertragen und ohne die Nachq5 teile hervorzurufen, die sich aus dessen Exzentrizität oder eventueller Unrundheit ergeben. Weiter bleibt die Schleifgeschwindigkeit längs der Eingriffsfläche annähernd konstant. Sie erzeugt ein geschliffenes Glas, dessen Rand genau parallel zu dem Fuß oder So zur Basis ist, selbst wenn dieses Glas eine Exzentrizität von 2 mm oder eine Unrundheit von 5 mm aufweist.
  • Mit der erfindungsgemäßen Schleifvorrichtung wird eine erhöhte Produktionsziffer erzielt und die 55 Ausschußquote auf ein Mindestmaß von etwa 1 Klo heruntergedrückt, wobei die Umrüstzeiten von einem Glastyp auf einen anderen nur etwa 20 Sekunden betragen und die Schleifzeit nur 2 bis 3 Sekunden beträgt. Die Schleifwerkzeuge werden über die geso samte Schleiffläche gleichmäßig abgenützt, und es lassen sich mit dieser Vorrichtung Hohlgläser aller Art bearbeiten.
  • Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnungen beschrieben. Es zeigt 65 F i g. 1 eine perspektivische Teildarstellung der neuen Schleifvorrichtung, F i g. 2 das Futter für ein Glas und die zugeordneten Schleifwerkzeuge von dem Schleifvorgang, F i g. 3 das Futter mit dem Glas und die Schleifwerkzeuge während des Schleifvorganges, F i g. 4 eine schiefwinklige Ansicht des Futters und der Schleifwerkzeuge, F i g. 5 einen Teilschnitt längs der Achse V-V der Fig.4.
  • Die dargestellte Vorrichtung dient zum Schleifen des Mundrandes von Gläsern 1 oder anderen Hohlgläsern. Beim Randschleifen wird der Mundrand 2 des Glases 1, während es an seinem Fuß 3 drehbar gehalten wird, an die zweckentsprechend ausgebildeten Schleifwerkzeuge 12 und 13 angelegt.
  • Die Vorrichtung weist einen Rahmen 4 auf, der im wesentlichen aus zwei Säulen 5 und 6, einer oberen festen Traverse 7 und einem unteren, vertikal beweglichen und die Schleifwerkzeuge tragenden Quertisch 8 besteht.
  • Die Traverse 7 trägt eine Reihe von Futtern 9 mit Spannklauen 11 für die Aufnahme der Gläser. Jedes dieser Futter ist in vertikaler Richtung zwischen einer oberen Stellung, in welcher es mit einem Glas beschickt werden kann, und einer unteren Stellung, in welcher das Randschleifen des Glases erfolgt, für sich beweglich. Die Bewegungen jedes Futters 9 erfolgen durch einen ihm zugeordneten Preßluftzylinder mit doppeltwirkenden Kolben, der in der Traverse 7 untergebracht ist. Die Beaufschlagung dieser Zylinder mit Preßluft und der Austritt der entspannten Luft aus den Zylindern erfolgen in üblicher Weise über z. B. von Zeitrelais gesteuerte Elektroventile. Das eigentliche Futter 9 ist an dem unteren Ende der Kolbenstange 10 des zugeordneten Preßluftzylinders befestigt.
  • Nach Befestigung eines Glases 1 in einem Futter 9 wird dieses um seine auf- und abwärts bewegliche vertikale Achse, die mit der Achse des Glases 1 zusammenfällt, durch ein nicht weiter dargestelltes Getriebe in Rotation versetzt.
  • Der Quertisch 8 trägt Paare von rotierenden Schleif- oder Polierscheiben 12 und 13, deren jede ein Arbeitswerkzeug zum Randschleifen des Glases 1 bildet.
  • Auf dem Quertisch 8 sind zwei Tragscheiben 14 und 15 angeordnet, die auf vertikalen Wellen 16 und 17 gelagert sind, welche durch einen Antrieb und q nicht dargestellte übertragungsmittel in Drehung versetzt werden. Die Längsachsen der ein demselben Paar von Scheiben 12 und 13 zugeordneten vertikalen Wellen 16 und 17 liegen in der gleichen vertikalen Querebene wie die Achse, längs deren die vertikale Verschiebung des zugeordneten Futters 9 bzw. des von diesem getragenen Glases 1 erfolgt.
  • Die oberen Flächen der Tragscheiben 14 und 15 sind konisch gestaltet. Auf jeder dieser Flächen ist die zugeordnete Schleif- oder Polierscheibe 12 oder 13 gelagert, wobei die in unbelastetem Zustand ebene Scheibe an der Tragscheibe nur in ihrem mittleren, der Welle 16 oder 17 benachbarten Bereich anliegt und nach außen hin einen sich mit zunehmendem Durchmesser vergrößernden Ringspalt bildet.
  • Jede der Schleifscheiben 12 und 13 besteht aus einem Metallblatt von kreisrunder Form mit einer mittleren Bohrung, welches im Randbereich wenigstens seiner oberen Fläche einen Diamanten enthaltenden Überzug, z. B. aus einem diamanthaltigen Sintermaterial, aufweist, welcher die eigentliche Arbeitsfläche bildet.
  • Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist nun folgende: Das Glas legt sich an die Arbeitsflächen der Schleifscheiben entsprechend zwei einander diametral gegenüberliegenden Bögen seines Mundrandes 2 an, d. h., jedes Arbeitswerkzeug der Maschine besteht gemäß der Erfindung aus zwei sekantenartig wirkenden Schleif- oder Polierelementen.
  • Unter der Wirkung des schwachen, von dem Glas 1 auf die biegsamen Schleifenscheiben 12 und 13 beim Schleifvorgang ausgeübten Drucks biegen sich diese Scheiben, wie das aus F i g. 5 ersichtlich ist, an der Seite, an welcher der Andruck des Glases wirkt, etwas nach unten aus. Diese elastische Auslenkung der Scheiben 12 und 13 wird beim Schleifvorgang des sich ohne weiteren Axialvorschub ständig in dem gleichen Niveau drehenden Glases 1 im Verlauf der Schleifbearbeitung ausgeglichen.
  • Die Schleifscheiben laufen in zueinander entgegengesetzten Richtungen um, während das Glas in entgegengesetzter Richtung zu jeder der Scheiben rotiert. Hierdurch wird der Verlauf der Schleif- oder Polierbearbeitung auf das höchstmögliche Maß beschleunigt.
  • Statt der gemäß dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel vorgesehenen Ausbildung der Schleifwerkzeuge 12 und 13 als Scheiben, können bei einer erfindungsgemäßen Schleifvorrichtung als Schleifwerkzeuge auch endlose Bänder verwendet werden.
  • In diesem Falle ist jedes dieser Bänder auf einer seiner beiden Flächen mit einem Schleifmittel, insbesondere einem diamanthaltigen, beschichtet. Schließlich laufen im Falle der Verwendung kontinuierlicher Schleifbänder diese Bänder, um ihre Leistung zu erhöhen, in einander entgegengesetzten Richtungen, während das Glas in zu den Bewegungsrichtungen jedes der Bänder entgegengesetzten Richtungen rotiert.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Vorrichtung zum Planschleifen des Mundrandes von Hohlgläsern, mit mindestens einem das Glas an seiner Basis, vorzugsweise seinem Fuß, ergreifenden und rotierend angetriebenen Futter, das den Mundrand gegen zwei gegenläufige Schleifwerkzeuge anlegt, die symmetrisch zur Rotationsachse des Glases angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß als Schleifwerkzeuge Schleifbänder oder flexible, mit einem stirnseitigen Schleifring versehene Scheiben (12, 13) verwendet sind, mit denen der Mundrand (2) längs zweier an ihm diametral gegenüberliegender sekantenartiger Abschnitte in Eingriff kommt.
DE19661577329 1965-10-04 1966-08-16 Vorrichtung zum Planschleifen des Mundrandes von Hohlglaesern Withdrawn DE1577329B1 (de)

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