DE1574325C - Maschine zum Wickeln dunner, schma ler Streifen - Google Patents
Maschine zum Wickeln dunner, schma ler StreifenInfo
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Description
Die Erfindung betrilTt eine Maschine zum Wickeln
dünner, schmaler Streifen, z. B. Tonbänder, mit einem parallel zur Wickelebene schwenkbar gelagerten
Arm, an dem ein rohrförmigen Unilcnkteil angeordnet ist, über den der Streifen einer am freien
Ende des Schwenkarms frei drehbar gelagerten, während des Wickeins auf die Umfangsllüche der gewickelten
Rolle drückenden Andrückrolle zugeführt wird.
Bei Vorrichtungen der Art, in denen die Erfindung bevorzugt angewandt werden soll, wird eine verhältnismäßig
breite Bahn dünnen Materials in mehrere schmale Streifen geschlitzt und zu Rollen auf einzelne
Kerne gewickelt. Ein veränderlicher, das Wickeln der Rollen beeinflussender Faktor ist die
normale Stärkenabweichung des besonderen Materials. Demgemäß ist es üblich, die Kerne auf einem
gemeinsamen Dorn derart anzuordnen, daß jeder Kern unabhängig von den anderen auf dem Dorn in
einem Ausmaß schlüpfen kann, welches der Spannung des darauf gewickelten Slreifenmatcrials entspricht.
Im allgemeinen wird dies dadurch bewerkstelligt, daß auf dem Dorn jeweils zwischen den
benachbarten Kernen Abstandsringe angeordnet werden. Diese Abstandsringe sind jeder für sich auf dem
Dorn verkeilt, und die Anordnung der Kerne und Abstandsringe wird axial durch geeignete Spannvorrichtungen,
die auf jedem Ende des Dorns angeordnet sind, zusammengeklemmt. Auf diese Weise werden
die Abstandsringe vom Dorn zwangläufig angetrieben, während jeder Kern frei gegenüber dem
Dorn schlüpfen kann, wenn die Spannung des betreffenden Streifens die auf die Kernenden durch die
benachbarten Abstandsringe ausgeübte Reibungskraft überschreitet. Diese Anordnung wird allgemein
als Differentialwickeln bezeichnet.
Bei einer bekannten Vorrichtung der eingangs erwähnten Art zum Wickeln fortlaufender Materialbahnen
nach der deutschen Auslegeschrift 1 205 356 werden diese Materialbahnen am Umfang der gewickelten
Rolle über eine Andrückrolle geführt, die schwenkbar zur gewickelten Rolle an einem Schwenkarm
gelagert ist. Dieser ist auf einer stationären Achse über ein Freilaufgesperre gelagert, so daß eine
Schwenkbewegung nur im Sinne eines zunehmenden Durchmessers der gewickelten Rolle erfolgen kann.
Dabei dienen Teile des Freilaufgespcrres als Um-Icnkelemente
für die Materialbahn. Die Schwenkachse und die damit übereinstimmende Achse der Umlenkelemcntc haben beträchtlichen Abstand von
der Andrückrolle. Damit lassen sich nicht dünne, schmale Streifen mit hoher Geschwindigkeit wickeln,
weil ein Auswandern der Streifen beim Aufwickeln nicht verhindert werden könnte. Es entstünde eine
Rolle, deren Windungen nicht in einer Ebene liegen wurden. In den weiterhin bekannten Wickelvorrichtungen
nach den deutschen Patentschriften 550 155 und 637 117 sowie 844 530 sind zwar Unilcnkelement
und Andrückrolle nahe beieinander angeordnet, aber auch damit wird ein Auswandern
schmaler, dünner Streifen bei hohen Geschwindigkeiten nicht in ausreichendem Maße verhindert.
Dieser Nachteil läßt sich bei der bekannten Ausführung auch nicht einfach dadurch behüben, daß
gemäß der vorveröffenllichten deutschen Auslegeschrift 1 072 OHO und dem vorbekannten deutschen
Gebrauchsmuster I 859 883 der Innenraum der Umlunkelemente
mit einer Druckluftquelle verbunden wird, um ein Luftkissenlager für die Materialbahn zu
bilden. Abgesehen davon liegt den beiden zuletzt genannten Druckschriften auch nicht die Aufgabe
zugrunde, die vorstellend im Zusammenhang mit.
der deutschen Auslegeschrift 1 205 356 genannten Nachteile beim Wickeln dünner, schmaler Streifen
zu beheben. Bei der deutschen Auslegeschrift 1 072 080 soll durch die luftdurchlässigen Rollen der
gewichts- und fertigungsmäßige Anteil des Gesamtaufwandes der Maschine herabgesetzt werden, weiterhin
sollen umfangreiche Bearbeitungsmaßnahmen, Auswuchten und eine kostspielige Lagerung vermieden
werden. Diese luftdurchlässigen Walzen werden vor allem für große Materialbreiten vorgeschlagen,
bei denen die nach dieser Druckschrift angestrebten Vorteile erst ihre besondere Bedeutung erhalten.
Dem deutschen Gebrauchsmuster 1 859 883 liegt die allgemeine Aufgabe zugrunde, die Reibung zwischen
einem feststehenden schrägen Umlenkstab und
ao einer Materialbahn herabzusetzen, wobei es sich ebenfalls um breite Materialbahnen handelt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Wickelmaschine der eingangs genannten Art zu
schaffen, die in der Lage ist, Rollen mit gleichförmiger Spannung zu wickeln, bei denen die Seitenkanten
aller Windungen in einer gemeinsamen Ebene liegen. Hierbei entsteht ein besonderes Problem, wenn
die zu wickelnden Streifen aus einem dünnen, schmalen Film, beispielsweise einem Tonband, bestehen
und der Wickelvorgang mit hoher Geschwindigkeit durchgeführt wird, da der Einschluß von Luft zwischen
der äußersten Windung und dem auflaufenden Streifen bewirkt, daß der Streifen trotz der Tatsache,
daß er unter einer gewissen Spannung steht, wandert. Es wird darauf hingewiesen, daß dieses Problem
beim Wickeln breiter Materialbahnen, wie beispielsweise Papier und Filme größerer Breite od. dgl.,
nicht besteht, da diese Materialarten eine größere seitliche Stabilität haben.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß am freien Ende des Schwenkarmes
wenigstens ein rohrförmiger, aus gesintertem Material bestehender, eine luftdurchlässige Zylinderwand
aufweisender und an eine Druckluftquelle angeschlossener Umlenkteil angeordnet ist, an welchem
ein Flansch angeordnet ist, dessen Außendurchmesser größer als der des Umlenkteils ist, wobei Streifen
und Flansch zueinander seitlich verstellbar sind. Mit der erfindungsgemäß ausgebildeten Maschine
können Rollen dünner, schmaler Streifen mit hoher Geschwindigkeit in einwandfreier Weise gewickelt
werden, wobei die Rollen glatte Seiten aufweisen.
Die crfindiingsgemäße Maschine erzeugt glatt gewickelte
Rollen verhältnismäßig schmaler Streifen aus dünnem Film mit einer Geschwindigkeit von
etwa 330 m je Minute. Obwohl die Vorrichtung allgemein auf diesem Gebiet verwendbar ist, ist sie
insbesondere zum Wickeln von Filmstreifen geeignet, die eine Stärke in der Größenordnung von
0,006 mm haben, der in schmale Bänder mit einer Breite von etwa 3 bis 25 mm geschlitzt worden ist.
Hierbei bildet die poröse Wandung, in der die
Luftdurchgänge sehr eng beieinander liegen, ein Luftlager mit außerordentlich günstigen Eigenschaften.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung trägt der Schwenkarm einen zweiten, an die
Drucklufti|uelle angeschlossenen, übereinstimmend
i 574 02b
mit dem ersten ausgebildeten Uinlenkteil, wobei der
Streifen über beide Umlenkteile der Andrüekrolle zugeführt ist. Zweckmäßig ist jeder Umlenkteil lösbar
mit einem am Schwenkarm befestigten Zapfen verbunden, der einen Flansch aufweist.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist eine zwischen dem Schwenkarm und einem
Stützteil wirksame, selbsttätig einrastende und von Hand lösbare Verriegelungsvorrichtung vorgesehen,
zugeordneten Kerne auszuüben und aufrechtzuerhalten. Dies bewirkt einen Schlupf der Kerne gegenüber
dem Dorn. Mit zunehmendem Rollendurch-, messer nimmt der Schlupf ties Kerns zu. Dieser
jeweilige Kernschlupf gleicht die normalen Slärkenunterschiede des jeweiligen Streifenmaterials aus, so
daß die Windungen der einzelnen Rollen im wesentlichen eine gleichmäßige Spannung aufweisen.
Zusätzlich zu dem Wickein einer jeden Rolle mit
die den Schwenkarm in einer Stellung hält, in der io gleichmäßiger Spannung ist es erwünscht, eine Rolle
das freie Ende desselben einen vorbestimmten Ab- zu erzeugen, die glatte Seitenflächen hat, d. h., daß
stand von der Achse der gewickelten Rolle aufweist. die Seitenränder einer jeden Windung in einer ge-Durch
die Erfindung werden neuartige, jedem meinsamen Ebene liegen. Hierdurch entsteht ein
Kern zugeordnete Führungen geschaffen, die den Problem, wenn das Material ein dünner, schmaler
Streifen beim Wickeln führen, um dadurch gewik- 15 Film ist und der Wickelvorgang mit hoher Gekelte
Rollen herzustellen, deren Windungskanten schwindigkeit durchgeführt wird, da der Einschluß
von Luft zwischen der äußersten Windung und dem ankommenden Streifen bewirkt, daß dieser trotz der
Tatsache, daß er unter einer' gewissen Spannung steht, auswandert. Dieses Problem wird mit der erfindungsgemäßen
Vorrichtung gelöst.
Jedem Kern ist ein Schwenkarm 24 zugeordnet, dessen eines Ende schwenkbar mit einem U-förmigen
Stützteil 25 mittels eines Gelenkstiftes 26 verbunden
Fig. 3 einen Querschnitt nach Linie III-III der 25 ist. Das Stützteil weist ein unteres gegabeltes Ende
Fig. 2, auf, das einevSchiene 27 übergreift, die fest an der
Fig. 4 eine Seitenansicht des freien Endes des Maschine angeordnet ist und sich parallel zum Dorn
Schwenkarms, 20 erstreckt. Eine Stellschraube 28 dient zur Be-
Fig. 5 einen Querschnitt nach der Linie V-V der festigung des Stützteils an der Schiene, nachdem der
F i g. 2 in vergrößertem Maßstab, und 30 Schwenkarm 24 ordnungsgemäß mit dem zugeord-
Fig. 6 eine Teilansicht ähnlich der Fig. 2, wo- neten Dorn 20 ausgerichtet worden ist. Am freien
bei jedoch zwei luftdurchlässige Umlenkteile vom Ende des Schwenkarms ist ein luftdurchlässiger Um-Schwenkarm
getragen werden. lenkteil 29 und eine Andrückrolle 30 vorgesehen,
Es wird nunmehr auf Fig. 1 Bezug genommen, deren Konstruktion nachfolgend beschrieben werden
in der verhältnismäßig schmale Streifen aus dünnem 35 soll. Einstweilen wird darauf hingewiesen, daß ein
Material, wie beispielsweise Tonbänder, mit 10 be- biegsames Rohr, das als Druckluftquelle 31 für das
zeichnet sind. Diese Streifen sind aus einer breiten Umlenkteil 29 dient, am Schwenkarm mittels einer
Materialbahn durch einen üblichen fortlaufenden geeigneten Klemme 32 befestigt ist und mit einem
Schneidvorgang hergestellt und laufen über eine Ende in das Umlenkteil hineinragt, während das
Leerlauf rolle Il und eine mit konstanter Geschwin- 40 andere Ende mit einem Luftverteilungsrohr 33 mitdigkeit
angetriebene Zugrolle 12. Benachbarte Strei- tels einer üblichen Kupplung 34 verbunden ist, wobei
innerhalb enger Toleranzen ausgerichtet sind.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand von Ausführungsbeispielen erläutert, die in der Zeichnung
dargestellt sind. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen
Wickelvorrichtung,
Fig. 2 eine Seitenansicht des Schwenkarmes mit
den zugeordneten Teilen,
fen werden mit Abstand zueinander angeordneten Wickelstationen der Maschine zugeführt und zu einzelnen
Rollen gewickelt. Im einzelnen werden die mit den ungeraden Bezugsziffern 13 bezeichneten 4:
Streifen über die Leerlaufrollen 14 und 15 einer ersten Wickelstation zugeführt, während die mit den
geraden Bezugsziffern 16 bezeichneten Streifen über die Leerlaufrollen 17 und 18 einer zweiten Wickelsich
das Luftverteilungsrohr entlang der Schiene 27 erstreckt und daran befestigt ist. Unter Druck gehaltene
Luft innerhalb des Luftverteilungsrohres strömt durch die Wand des Umlenkteils 29, so daß der
Streifen 13 auf einem Luftfilm abgestützt ist, wenn er zur Andrückrolle 30 läuft. Der Schwenkarm 24
ist um den Gelenkstift 26 frei schwenkbar gelagert, und die Spannung des Streifens drückt die Andrück
station zugeführt werden. In der ersten Wickelstation 50 rolle 30 in die Anlage an die gewickelte Rolle 22.
ist ein Dorn 20 angeordnet, der mehrere Kerne trägt, Die gestrichelten und die vollen Linien zeigen die
von denen der am Ende befindliche Kern 21 in die- Stellungen des Schwenkarms bei Beginn und am
scr besonderen Ansicht sichtbar ist. Die Kerne sind Ende des Wickelvorgangs. In Fig. 1 wird die Rt)IIe
mit einem Abstand zueinander angeordnet, der der im Uhrzeigersinne gewickelt. Falls erwünscht, kann
Breite der geschnittenen Streifen entspricht, und zwar 55 die Rolle in umgekehrter Richtung gewickelt werden,
durch einzelne Abstandsringe, die jeweils mit dem indem der Streifen über die rechte Seite der An-
Dorn verkeilt sind. Diese Zusammenstellung der drückrolle anstatt über die linke Seite, wie gezeigt,
Kerne und Abstaiulsringe wird axial durch an jedem
P.iidc des Doms angeordnete geeignete Mittel zugeführt
wird.
Die Konstruktion und Zusammenstellung ck-s
sammengeklebt, wobei die Stirnflächen der Kerne in 60 Sehwenkarnis, der den !undurchlässigen IJnilenktdl
Reibungsaiilage an die Stirnflächen der .Abstandsringe
in üblicher Weise gedrückt werden.
Bevor der Wickclvorgang beginnt, werden die Finden des Streifenmaterials mittels Klebstreifen an
29 trägt, soll nunmehr unter Bezugnahme auf die F i j». 2 bis 5 beschrieben werden. Der Schwenkarm
24 ist frei schwenkbar tun den Gelenkstift 26 angeordnet, der einen Preßsitz in ausgerichteten Löchern
den zugeordneten Kernen befestigt. Der von einem 65 aufweist, die in den mit Abstand angeordneten Sehengesonderten
Motor angetriebene Dorn 20 wird dann kein des Stützteils 25 vorgesehen sind. Ein Hebe! 36
mit einer Drehzahl angetrieben, um eine vorbe- ist zwischen den Abstand zueinander aufweisenden
stimmte Spannung der Streifen beim Wickeln auf die Schenkeln angeordnet und schwenkbar auf einem
Stift 27« gelagert, der in miteinander fluchtenden, in
den oberen Verlängerungen der Schenkel vorgesehenen Löchern einen Preßsitz aufweist. Der untere Abschnitt
dieses Hebels wird durch eine Feder 38 gegen die bogenförmige Endfläche des Schwenkarms gedrückt,
in der eine Ausnehmung 39 vorgesehen ist. Der Hebel 36 und die Feder 38 bilden zusammen mit
der Ausnehmung 39 die Verriegelungsvorrichtung. Während des normalen BelricbsbcrcichsdcsSchwenkarnis,
d. h. von Anfang bis linde des Wickclvorgangs, liegt der Hebel gleitend an dem bogenförmigen Ende
des Schwcnkarms an. Hei Beendigung des Wickelvorgangs wird der Schwenkarm von der Bedienungsper-
;;on entgegen dem Uhrzeigersinne verschwenkt, bis
das untere linde des Hebels in die Ausnehmung 39 einfällt, so daß der Schwenkarm dann in der angehobenen
Stellung gehalten wird, um die Abnahme der gewickelten Rolle vom Dorn, das Aufsetzen eines
neuen Kerns darauf und die Befestigung des Streifenendes an dem neuen Kern zu erleichtern. Danach
wird das vorstehende linde des Hebels verschwenkt, um das untere linde aus der Ausnehmung zu lösen,
wobei der Schwenkarm von Hand abgesenkt wird, um die Andrückrolle 30 in Anlage an den Kern zu
bringen.
Es wird insbesondere auf Fig. 5, die einen vergrößerten Querschnitt nach Linie V-V der Fig. 2
zeigt, Bezug genommen. Das luftdurchlässige Um-Icnkteil 29 ist ein poröses, rohrförmiges Teil aus gesintertem
Metall mit einem abgeschrägten Senkloch in der Stirnwand. Ein Buchscnlagcr besitzt einen
Zapfen 40, der in ein im Schwenkarm 24 vorgesehenes Loch mit Preßsitz eingesetzt ist, wobei ein Flansch 41
zum Teil innerhalb einer im Schwenkarm vorgesehenen Ausbohrung angeordnet ist und ein axialer Abschnitt
42 eine darin vorgesehene Gewindebohrung aufweist. Eine Senkkopfschraube 43 dient zur Befestigung
des rohrförmigen Umlenkteils 29 an dem Buchsenlager. Das Ende des die Druckluftquelle bildenden
biegsamen Rohres erstreckt sich durch ein radiales, im Zapfen 40 des Buchsenlagcrs vorgesehenes
Loch und ist durch Kleben darin befestigt. Das 'offene Ende dieses Rohres steht mit einem Loch 44
in Verbindung, das in dem Buchscnlagcr ausgebildet ist und an der Oberfläche des Flansches 41 mündet.
Auf diese Weise ist ein Luftkanal zwischen dem linde des biegsamen Rohrs und der Innenwand de;;
luftdurchlässigen rohrförmigen Umlenktcils 29 geschaffen.
Bei Aufrcchtcrliallung eines geeigneten Luftdrucks innerhalb des biegsamen Rohres strömt Luft
ununterbrochen durch die in der Wand des rohrförmigen
Umlenkleits gebildeten-Poren'. Demgemäß wird der über das rohrförmigc Umlenkteil hinweglaufendc
Abschnitt des Streifens 13' auf diesem mittels eines
Luftfilms abgestützt. Das Umlcnktcil hat eine axiale Li'ui".e, die etwas größer als die Breite des Streifens
23 ist, und kann leicht durch ein Umlenkteil geringerer
oder größerer Länge ersetzt werden, wenn ein Streifen anderer Breite in Rollcnform gewickelt werden
soll.
Wie aus F i g. 5 ersichtlich, weist die Andrückrolle
einen aus weichem elastischem Material, z. B. weichem
Gummi, bestehenden Überzug 46 auf, der auf einen Melallrirtg 47 geklebt ist. Zwei' Kugellager 48
sind mit ihren inneren Laufringen auf einen Zapfen
49und mit ihren äußeren Laufringen in den Ring 47
mit Pießsilz'eingesetzt'. Der Führuiiusarm 24: istrriit
einem Loch zur Aufnahme des Zapfens 49 versehen.
das von einem Schlitz 50 (siehe F i g. 2 und 4) geschnitten wird, so daß der Zapfen am Führungsarm
mittels einer Schraube 51 befestigt werden kann. Die Rolle ist um ihre Lager frei drehbar und mit dem
luftdurchlässigen Umlcnkteil 29 ausgerichtet. Bei Anbringung an der Maschine wird der Schwenkarm 24
so eingestellt, daß er in einer Ebene mit der Seitenkante des ankommenden Streifens 13 liegt, der Streifen
zwangläiifig in Anlage am Flansch 41 der.
Buchsenlagcrs gehalten wird. Da der Streifen an dieser Stelle von einem Luftfilm gelragen wird, stellt der
wirksame Druck des Streifens gegen den Flansch während des Wicklungsvorgangs einen Minimumwert
dar, wodurch ein Umrollen der Streifenkantc
,5 oder eine Verzerrung des Streifens auf Grund ungleichmäßiger
darauf ausgeübter Spannung vermieden wird. Auf diese Weise hält das im wesentlichen vondcm
luftdurchlässigen Umlcnkteil 29 und dem Flansch 41 gebildete Luftlager den Streifen in einer
genauen Bewegungsbahn, wenn er über die nächste Andrückrolle und auf den Kern läuft. Da die Andrückrolle
unter Druck an der äußersten Windung der Rolle angreift, werden Lufteinschlüssc vermieden.
Weiterhin werden durch das schwimmende Luftlager zur Aufrechlerhaltung der Ausrichtung des Streifens
und die Verwendung einer weichen Andrückrolle Beschädigungen des Streifens, wie beispielsweise Kratzer
auf der Oberfläche, vermieden. Es ist deshalb möglich, dünne Filmstreifen, die überzogene Oberflächen,
wie beispielsweise Überzüge aus Klebstoff, Oxyd usw. haben, mit hohen Geschwindigkeiten zu glatten RoI- ■
lcn aufzuwickeln.
Bei bestimmten Materialien ist es vorteilhaft, daß sich eine wesentliche Länge des Streifens der Rolle
in einer tangentialcn Ebene nähert. Eine derartige Wickclanordnung ist in der Tcilscitenansicht der
F i g. 6 gezeigt. Hier trägt der Schwenkarm 24' zwei luftdurchlässige Umlenkteile 29, 29', denen Druckluft
unmittelbar durch die biegsamen Rohre 55 und 56 zugeführt wird, die mittels geeigneter T-Anschlußstücke
57 mit der Druckluftqucllc 31 verbunden sind.
Claims (4)
1. Maschine zum Wickeln dünner, schmaler Streifen, z. B. Tonbänder, mit einem parallel zur
Wickclcbene schwenkbar gelagerten Arm, an dem ein rohrförmigcr Umlcnktcil angeordnet ist,
über den der Streifen einer am freien Ende des Schwenkarms frei drehbar gelagerten, während
des Wickclns auf die Umfangsflächc der gewickelten Rolle drückenden Andrückrolle zugeführt
wird, dadurch gekennzeichnet,
daß am freien Ende des Schwcnkarms wenigstens ein rohrförmigen aus gesintertem Material bestehender,
eine luftdurchlässige Zylinderwand aufweisender und an eine Druckluftquclle (31)1
angeschlossener Umlcnktcil (29, 29') angeordnet ist, an welchem ein Flansch (4i) angeordnet ist,
dessen Außendurchmesscr größer als der des Umlenktcils
(29, 29') ist, wobei Streifen und Flansch zueinander seitlich verstellbar sind.
2. "Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schwenkarm (24') einen zweiten, an die Druckluftquelle änucschlosscnen.
übereinstimmend mit dem erstcrt (29) ausgebildeten
Umlcnktcil (29') trägt, und daß der Streifen
überbcide Umlcnktcilc (29!ιιιηΙ 29') der Andrückrolle
(30) zugeführt ist.
3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Umlenkteil (29, 29')
lösbar mit einem am Schwenkarm (24, 24') befestigten Zapfen (40) verbunden ist, der den
Flansch (41) aufweist.
4. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine zwischen
dem Schwenkarm (24, 24') und einem Stützteil (25) wirksame, selbständig einrastende und von
Hand lösbare Verriegelungsvorrichtung (36, 38, 39) vorgesehen ist, die den Schwenkarm in einer
Stellung hält, in der das freie Ende desselben einen vorbestimmten Abstand von der Achse der
gewickelten Rolle (22) aufweist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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