DE1572045C3 - Lichtempfindliches, negativ arbeitendes Kopiermaterial - Google Patents
Lichtempfindliches, negativ arbeitendes KopiermaterialInfo
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- DE1572045C3 DE1572045C3 DE19651572045 DE1572045A DE1572045C3 DE 1572045 C3 DE1572045 C3 DE 1572045C3 DE 19651572045 DE19651572045 DE 19651572045 DE 1572045 A DE1572045 A DE 1572045A DE 1572045 C3 DE1572045 C3 DE 1572045C3
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Description
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merisierbaren Farbstoff in Mengen von etwa 1 bis materials, bei dem auf einen Schichtträger eine
10 Gewichtsprozent, bezogen auf die Vinylverbin- Schicht a.us mindestens einer Vinylverbindung, ins-
dung, enthält. besondere einer N-Vinylverbindung, mindestens einer
Mit Schichten dieser Art wird eine hohe Licht- photolytischen Halogenverbindung und einem in
empfindlichkeit erreicht; auch sind die unbelichteten 5 organischem Lösungsmittel und .Wasser 'löslichem
Stellen bildmäßig belichteter Schichten mit Wasser Bindemittel aufgetragen wird. Das Verfahren ist
bzw. wässerigen Lösungen leicht abwaschbar. dadurch gekennzeichnet, daß eine Lösung in einem
Dadurch, daß das erfindungsgemäße Material einen organischen Lösungsmittel, die 1 bis 10 Gewichtshohen Farbstoffanteil enthält, kann es als direkt prozent eines Farbstoffs sowie die Vinylverbindung,
lesbares Kopiermaterial verwendet werden. Zwar io die Halogenverbindung und das Bindemittel homogen
sind die polymeren Reaktionsprodukte häufig gefärbt, gelöst enthält, auf den Schichtträger aufgebracht
besonders wenn N-Vinylcarbazol als Monomeres wird.
eingesetzt wurde, jedoch ist diese Färbung meist Die Herstellung des lichtempfindlichen Kopier-
nicht intensiv genug. Durch den Farbstoffzusatz materials geschieht in üblicher Weise. Auf einen
wird stets ein kräftiges Bild erhalten. 15 geeigneten Schichtträger wird eine Lösung des licht-
SoIl das Material zum Drucken eingesetzt werden, empfindlichen Systems und des Harzes in einem
muß ein geeigneter Schichtträger benutzt werden. organischen Lösungsmittel aufgebracht. Dies kann
Dieser muß, wenn im Offsetdruck gearbeitet werde.n in üblicher Weise durch Schleudern oder Streichen
soll, wasserführend sein. Es ist sogar möglich, die geschehen. Als Streichverfahren kommen die beerwähnte
Schicht auf Ätzplatten zu bringen, da die 20 kannten Tauch- und Walzenantragsmethoden in
durch die Lichteinwirkung entstehenden Polymeien Frage. Die Bedingungen, unter denen die frisch
ätzfest sind. aufgestrichenen oder frisch aufgeschleuderten Schich-
Zur Erhöhung der Löslichkeit der unbelichteten ten von dem Lösungsmittel befreit werden, hängen
Stellen im Wasser erweist es sich oftmals als zweek- von dessen Verdampfungseigenschaften und denen
mäßig, die Schicht mit etwas Netzmittel zu versetzen. 25 der Halogenverbindungen ab. Die Trockentemperatur
Weiterhin enthält die Schicht gegebenenfalls auch muß so gewählt werden, daß zwar das Lösungsmittel
noch bekannte Sensibilisatoren und Polymerisations- verdampft, die Halogenverbindung aber nicht. Müssen
inhibitoren. ψ relativ niedrige Trockentemperaturen angewendet
Wie bereits ausgeführt, ist wesentliche Bedingung werden, so ist zwecks Erhöhung der Verdampfungsfür die Brauchbarkeit der erfindungsgemäßen Schich- 30 geschwindigkeit des Lösungsmittels für eine entten,
daß sich das. Bindemittel sowohl in organischen sprechend erhöhte Luftgeschwindigkeit über der
Lösungsmitteln als auch in Wasser löst. Die Löslich- Schicht zu sorgen.
keit in organischen Lösungsmitteln ist für die Her- Ist die Entfernung des Lösungsmittels ohne Mitstellung
der lichtempfindlichen Schicht wesentlich, verdampfung eines wesentlichen Teiles der Halogenweil
sich die meisten Vinylverbindungen, besonders 35 verbindung nicht möglich oder ist eine besonders
die bevorzugten N-Vinylverbindungen und darunter lange Lagerung des Kopiermaterials vor dem Gespeziell
das N-Vinylcarbazol, sowie die benutzten brauch vorgesehen, so empfiehlt es sich, die Halogen-Halogenverbindungen
nur in organischen Lösungs- komponente des lichtempfindlichen Systems erst kurz mitteln lösen. Das Auftragen der Schicht aus einer vor dem Gebrauch in die Schicht zu bringen. Das
Lösung ist aber wesentlich, da sonst nicht die eifor- 40 kann in der Weise geschehen, daß man eine flüchtige
derliche molekulardisperse Verteilung erreicht wird. geeignete Halogenverbindung, wie z. B." Tetrabrom-Die
Löslichkeit des Bindemittels in dem organischen methan, erst kurz vor dem Belichten gasförmig an
Lösungsmittel kann jedoch relativ klein sein, weil die Schicht aus polymerisationsfähiger Verbindung
' bereits geringe Mengen Bindemittel in der licht- und wasserlöslichem Bindemittel trägt. Dies gelingt
empfindlichen Schicht die wässerige Entwicklung 45 leicht, indem man z.B. die halogenfreie Schicht in
ermöglichen, sofern das Bindemittel in' Wasser relativ einen Raum einbringt, der z. B. gasförmiges Tetragut löslich ist. Geeignete Bindemittel sind z. B. brommethan in erhöhter Konzentration enthält,
höhere feste Polyglykole oder Polyvinylalkohole. Auch ist es möglich, die halogenfreie Schicht in Ganz besonders bewährt hat sich Poly-N-vinylpyrro- engen Kontakt mit einer an Halogenverbindung anlidon. Geeignet sind auch saure Phenolharze, jedoch 5° gereicherten Substanz zu bringenj beispielsweise mit müssen diese mit verdünnten wässerigen alkalischen einem entsprechend präparierten Papier oder einem Lösungen ausgewaschen werden. Weiterhin sind Filz, das als endloses Band durch einen Vorratsgeeignet· Polyacrylamide. Jedoch ist bei deren Ver- raum, der die Halogenverbindung enthält, läuft und Wendung zu bedenken, daß diese beim Erhitzen sich dabei immer wieder mit der Halogenverbindung wasserunlöslich werden. , 55 anreichert. Die Geschwindigkeit der Übertragung
höhere feste Polyglykole oder Polyvinylalkohole. Auch ist es möglich, die halogenfreie Schicht in Ganz besonders bewährt hat sich Poly-N-vinylpyrro- engen Kontakt mit einer an Halogenverbindung anlidon. Geeignet sind auch saure Phenolharze, jedoch 5° gereicherten Substanz zu bringenj beispielsweise mit müssen diese mit verdünnten wässerigen alkalischen einem entsprechend präparierten Papier oder einem Lösungen ausgewaschen werden. Weiterhin sind Filz, das als endloses Band durch einen Vorratsgeeignet· Polyacrylamide. Jedoch ist bei deren Ver- raum, der die Halogenverbindung enthält, läuft und Wendung zu bedenken, daß diese beim Erhitzen sich dabei immer wieder mit der Halogenverbindung wasserunlöslich werden. , 55 anreichert. Die Geschwindigkeit der Übertragung
Die Bindemittel können einzeln oder in Mischungen der Halogenverbindung kann durch eine gewisse
in der Schicht enthalten sein. Der Bindemittelgehalt Temperaturerhöhung wesentlich erhöht werden. Weider
Schicht kann in weiten Grenzen schwanken. Er terhin ist es möglich, die Halogenverbindung kurz
ist etwas abhängig von der Art des Bindemittels. vor der Benutzung aus einer Lösung an die halogen-So
gibt es Bindemittel, wie z. B. das Poly-N-vinyl- 60 freie Schicht anzutragen, z.B. mit Hilfe einer umpyrrolidon,
das in Mengen von 2 zu 20 Gewichts- laufenden Walze, auf der sich die halogenhaltige
prozent, bezogen auf das Gesamtgewicht der Schicht, Lösung in dünner Sehicht befindet,
in dieser enthalten sein kann. Der Schichtträger der lichtempfindlichen Schicht
in dieser enthalten sein kann. Der Schichtträger der lichtempfindlichen Schicht
Andere Bindemittel zeigen einen noch größeren muß dem Verwendungszweck des Kopiermaterials
Spielraum, wieder andere hingegen einen etwas 65 angepaßt werden. Soll das erfindungsgemäße Kopiergeringeren,
material zur direkt lesbaren Kopie verarbeitet werden, Die vorliegende Erfindung betrifft auch ein Ver- so empfiehlt es sich, wie üblich Papier als Schichtfahren
zur Herstellung des lichtempfindlichen Kopier- träger zu verwenden. An das Papier ist dabei die
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Forderung zu stellen, daß es zumindest auf der metallplatten können als Schichtträger verwendet
Vorderseite lösungsmittelfest gegen das Lösungsmittel werden. . '
ist, aus dem die Schicht aufgebracht wird. Weiterhin Als bei Belichtung polymerisationsfähige Kompo-
muß es ebenfalls zumindest vorderseitig wasserfest nente der Schicht werden Vinylverbindungen, bevoisein,
da nach' dem Belichten die nicht belichteten 5 zugt N-Vinylverbindungen, eingesetzt. Es handelt
. Flächenelemente durch Abwaschen mit Wasser von sich dabei um Substanzen, die entweder mit Halogendem
Schichtträger entfernt werden. Überdies sollte verbindungen, die bei Belichtung Halogen abspalten,
das Papier noch eine gewisse Steifigkeit aufweisen, und mit wasserlöslichen Bindemitteln direkt lichtum
eine Entwicklung mittels Walzenantrag zu ermög- empfindliche Schichten liefern, oder um Substanzen,
liehen. Um diesen Forderungen gerecht zu werden, io die mit den gleichen Komponenten sehr viel weniger
wird das Papier zumindest vorderseitig ein- oder oder sogar lichtunempfindliche Schichten liefern, die
mehrmals gestrichen. Als Streichmaterialien kommen aber zusammen mit den zuerst genannten Verbinunter
anderem in Frage: Polyvinylchlorid, Polyacryl- düngen wieder lichtempfindliche Schichten ergeben,
säure und Polymethacrylsäureester, Polystyrol, Poly- Durch Mischung verschiedener polymerisationsfähiger
vinylidenchlorid, Phthalat- und Maleinatharze sowie 15 Komponenten kann daher die Lichtempfindlichkeit
deren Mischpolymerisate. Diese polymeren Verbin- des erfindungsgemäßen Kopiermaterials beeinflußt
düngen sind wasserunlöslich und schützen daher das werden. Dies ist besonders interessant in den Fällen,
darunterliegende Papier vor dem Angriff des Wassers. in denen weniger lichtempfindliche Substanzen eine
Man kann aber auch so verfahren, daß man auf gute Abwaschbarkeit der Schicht durch Wasser
ein mit einem Strich wasserfest gemachtes Papier 20 ergeben. In diesem Falle kann durch Zusatz geringer
ein Harz streicht, das gut wasserlöslich ist. Beim Mengen aktiverer Vinylverbindungen eine hinreichend
Abwaschen des latenten Bildes mit Wasser hebt sich empfindliche Schicht erhalten werden. _v
dann an den unbelichteten Stellen · die nicht durch Es können Vinylverbindungen Bestandteil der licht- \ J
Polymerisation gefestigte Schicht ab, so daß man empfindlichen Schicht sein, bei denen die Viriylgruppe
gleichfalls einwandfreie grundfreie Bilder erhält. 25 unmittelbar mit einem gegebenenfalls kondensierten
Als Deckstrich wird bevorzugt PoIy-N-vinylpyrro- aromatischen bzw. quasiaromatischen System verlidori
eingesetzt. knüpft ist. Als Vertreter dieser Gruppe sind zu
Mitunter ist es wünschenswert, transparente Ko- nennen: Styrol, insbesondere 4-Hydroxystyrol, 4-Methpien
zu haben, z. B., wenn von diesen durch Kon- oxystyrol und 4-Dimethylaminostyrol, Vinylnaphthataktbelichtung
weitere Kopien hergestellt werden 30 line einschließlich Acenaphthylen, Vinylpyren, Vinylsollen.
Dementsprechend muß auch der Schichtträger anthracen, Vinylphenanthren, C-Vinylchinoline und
transparent sein. Es können Glas oder transparente C-Vinylisochinoline. Zu dieser Gruppe gehören weiter:
Folien verwendet werden. Bevorzugt verwendet wer- N-Vinylacridon und N-Vinylthioacridon.
den Folien aus Celluloseacetat, die oberflächlich Besonders geeignet sind N-Vinylcarbazol der allverseift
sein können. Folien aus Polyäthylentere- 35 gemeinen Formel phthalat werden als Schichtträger eingesetzt, sofern
dimensionsstabile transparente Kopien gefordert
werden.
dimensionsstabile transparente Kopien gefordert
werden.
Das erfindungsgemäße Kopiermaterial mit einem
Schichtträger aus Papier oder Folien kann auch im 40
Offsetdruck eingesetzt werden, sofern die Oberfläche
des .Schichtträgers wasserführend ist und das gesamte
Material eine hinreichende Festigkeit aufweist. Eine CH
Schichtträger aus Papier oder Folien kann auch im 40
Offsetdruck eingesetzt werden, sofern die Oberfläche
des .Schichtträgers wasserführend ist und das gesamte
Material eine hinreichende Festigkeit aufweist. Eine CH
hinreichende Festigkeit haben in der Regel Papiere, Il f "l
wenn diese ein Flächengewicht von mehr als 120 g/m2 45 q ^*
aufweisen. Sie können z. B. eine dünne Schicht von ' / \ '
oberflächlich verseiftem Celluloseacetat tragen und R1 R2
sind dann zur Druckplattenherstellung vorzüglich
geeignet. Prinzipiell ist es auch möglich, die Hydro- wobei R1, R2, R3, R4 gleich oder verschieden sein
philierung des Untergrundes erst nach dem Abspülen 50 und Wasserstoff oder einen Kohlenwasserstoffrest
der unbelichteten lichtempfindlichen Schicht durch- mit 1 bis 6 C-Atomen bedeuten können.
zuführen. Als Beispiele geeigneter N-Vinylcarbazol seien
Die hydrophilen Bereiche stoßen die fette Druck- genannt: ω,ω'-Dimethyl-N-vinylcarbazol und 3,6-Difarbe
ab, während die belichteten Bereiche, an denen methyl-N-vinylcarbazol. Bemerkenswert ist, daß Gesich
das polymerisierte Schichtmaterial befindet, die 55 mische dieser Vinylverbindungen manchmal eine
Druckfarbe annehmen. Aluminiumfolien und flächiges Steigerung der Lichtempfindlichkeit gegenüber den
Material anderer im Flachdruck verwendeter Metalle einzelnen Verbindungen zeigen.
können auch bei dem erfindungsgemäßen Kopier- Es können auch N-Vinylverbindungen der licht-
material als Schichtträger eingesetzt werden. empfindlichen Schicht zugesetzt werden, bei denen
Das erfindungsgemäße Kopiermaterial kann, da 60 die Vinylgruppe einen sauren Wasserstoff am Stickdie
ausbelichtete Schicht ätzfest ist, auch im Tief- stoff ersetzt, ζ. B. Carbonsäureamide und Sulfon-
und Hochdruck eingesetzt werden bei Verwendung säureamide wie N-Vinylacetanilid, N-Vinyläthylacet-
geeigneten Schichtträgermatei ials. So können z. B. amid, N-Vinylsuccinimid, N-Vinylphthalimid, N-Vi-Zinkplatten
als Schichtträger für die lichtempfindliche nylpyrrolidon, N-Vinylcaprolactam, N-Vinylmethan-Schicht
verwendet werden. Es werden dann Platten 65 sulfamid, N-Vinylbenzolsulfamid, N-Vinylnaphtholerhalten,
die nach der bildmäßigen Belichtung und sulfamid, N-Vinyl-N-äthylbenzolsulfamid, N-Vinylwässerigen
Entwicklung mit Salpetersäure geätzt naphtholsulfamid, N- Vinyl- N-äthylbenzolsulfamid,
werden können. Auch die bekannten Bi- und Tri- N - Vinyl - N - methylnaphtholsulfamid, N - Vinyl-
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N-phenylmethansulfamid sowie N-Vinylimidazol. Fer- daß sie lichtstabil sind. Die mit dem erfindungsner
ungesättigte Säuren und deren Derivate, beispiels- gemäßen Material hergestellten Bilder zeichnen sich
weise Carbonsäuren, Sulfonsäuren, Phosphonsäuren durch eine gleichmäßige Farbdichte der Bildstellen
sowie deren Ester und Amide, ferner Vinyläther, aus. Der Bildgrund kann infolge der Waschfixierung
beispielsweise Isobutylvinyläther, ferner Diene, bei- 5 nicht vergilben, so daß die Bilder außerordentlich
spielsweise Butadien, Dimethylbutadien und Cyclo- lichtstabil sind.
hexadien, ferner Vinylhalogenide, beispielsweise Vinyl- Bei der Auswahl der Farbstoffe ist noch ein wei-
chlorid und Vinylbromid. Unter den Estern und terer Gesichtspunkt maßgebend. Es zeigte sich, daß
Amiden der Acrylsäure bzw. Methacrylsäure sind manche Farbstoffe in überraschendem Ausmaß das
Acrylsäure - N,N - diäthylamid, Acrylsäure - dimethyl- ίο wässerige Auswaschen der belichteten Schichten
ester, Methacrylsäure-methylester und Methacryl- erleichtern. Vermuxlich ist diese Eigenschaft auf eine
säure-N,N-diäthylamid zu nennen.. Diese letztgenann- Salzbildung zurückzuführen, weil einige dieser Färbten
Verbindungen werden bevorzugt mit N-Vinyl- stoffe von sich aus Salze sind, andere dagegen mit
carbazol gemischt angewandt. der Halogenkomponente salzartige Ladungsüber-
AIs Halogenkohlenwasserstoffe, die beim Belichten 15 tragungskomplexe bilden können.
Halogen abspalten, können erfindungsgemäß eine Im folgenden werden einige Farbstoffe genannt, '
oder mehrere Verbindungen der allgemeinen Formel die für das erfindungsgemäße Kopiermaterial vorteil-R
haft eingesetzt werden können:
1 \ Zaponechtviolett RR (C. I. 16 055), Cellitonecht-
R2-C-X - 20 blaugrün B (C. I. 62 500), Sudanblau 11 (C. I. Solvent
R / · Blue 35), Samaronblau H3R (CI. Suppl. S. 213)
3 Samaronviolett HFRL (C. I. Suppl. S. 207), Meth-
I verwendet werden, wobei X für Chlor, Brom und oxykomponenten von Remalanechtgrau ER (C. I.
Jod stehen kann und R1, R2, R3 gleich oder ver- Suppl. S. 127), sowie Remalanechtviolett ER (C. I.
schieden sein können und Chlor, Brom, Jod, Wasser- 25 Suppl. S. 64), oder Astrablau 6GLL (CI. Suppl.
stoff, Alkyl oder Isoalkyl, das gegebenenfalls durch S. 592).
Chlor, Brom, Jod substituiert sein kann, Aryl, Ar- Die Lichtempfindlichkeit der von sich aus bereits
alkyl, Alkenyl oder eine heterocyclische Gruppe lichtempfindlichen Schichten aus einer Vinylverbinbedeuten
kann, wobei diese Gruppen ihrerseits dung, einer organischen Halogenverbindung, einem
wieder durch Alkyl und vorzugsweise durch Halogen 30 wasserlöslichen' Bindemittel und einem Farbstoff
substituiert sein können. Die Reste R1, R2, R3 können kann durch zugesetzte Sensibilisatoren je nach verzusammen
auch Teil eines heterocyclischen, quasi- wendeter Halogenverbindung noch gesteigert werden.
aromatischen Ringes sein. Dabei ist es nicht störend, wenn die Sensibilisatoren
Innerhalb dieser allgemein bezeichneten Verbin- eine Eigenfarbe aufweisen, weil die Sensibilisatoren
dungsklasse sind besonders hervorzuheben Penta- 35 an den Nichtbildsteilen mit den anderen Kompobromäthan,
Tetrabrommethan und ω,ω,ω-Tribrom- nenten der Schicht weggewaschen werden. Substanzen,
acetophenon, das im aromatischen Ring einfach oder die in dem erfindungsgemäßen Material als Sensibilimehrfach
substituiert sein kann durch Halogen, satoien wirken, sind z. B. Ν,Ν'-Dimethylphenylazo-Alkoxy-,
Alkyl-, Nitro-, Carbonsäure- und Sulfon- anilin für sichtbares Licht und im ultravioletten
säuregruppen, Tetrabrom- und Tetrajodpyrrol, Tetra- 40 Spektralbereich absorbierende Substanzen wie Benzil,
jodthiophen und Tetrabromthiophen, Hexachloräthan, Benzoin, Stilbene, Phenylsalicylat und Benzophenon-
Tetrajodmethan und Jodoform. derivate. Auch Mercaptobenzthiazol ist als Sensibili-
Um auf dem Kopiermaterial stets kontrastreiche sator sehr geeignet. Die Konzentration des Sensibili-
Bilder zu' erhalten, wird, wie bereits erwähnt, den sators ist nicht kritisch. Man erhält gute Ergebnisse,
Schichten aus organischer Halogenverbindung, Vinyl- 45 wenn die Schicht 1 ,bis 10 Gewichtsprozent an Sensiverbindung
und wasserlöslichem Bindemittel noch bilisator, bezogen auf das Gesamtgewicht der Schicht,
Farbstoff zugesetzt. Die zugesetzten Farbstoffe wer- enthält.
den an den belichteten Stellen, an denen neben der Je nach Art der verwendeten Vinylverbindung
lichtinduzierten Farbstoffbildung gleichzeitig auch muß der zur Herstellung der lichtempfindlichen
eine lichtinduzierte Polymerisation stattfindet, im 50 Schicht bestimmten Lösung eine angemessene Menge
Polymeren wasserfest eingebettet, so daß man beim eines Polymerisationsinhibitors zugesetzt werden, der
Auswaschen mit Wasser ein Bild in der Farbe des eine vorzeitige Polymerisation der Vinylverbindung
zugesetzten Farbstoffes auf einem weißen Grund verhindert. Dabei soll die inhibierende Wirkung des
erhält. Es werden brauchbare Farbtiefen erzielt, Zusatzes jedoch nicht so stark sein, daß die PoIywenn
1 bis 10 Gewichtsprozent, bezogen auf die 55 merisation auch bei der Belichtung verhindert wird.
Vinylverbindung, an Farbstoff angewendet werden. Die zugesetzte Menge an Inhibitor kann in weiten
Die zugesetzten Farbstoffe können grundsätzlich Grenzen schwanken. Es genügt im allgemeinen, wenn
verschiedenen chemischen Farbstoffklassen angehören. 0,0001 bis 3 Gewichtsprozent, bezogen auf das
Sie können in organischen Lösungsmitteln löslich Gesamtgewicht der Schicht, zugesetzt werden, vorsein,
sie können aber auch als Dispersions- oder 60 zugsweise 0,001 bis 1 Gewichtsprozent.
Pigmentfarbstoffe der Beschichtungslösung zugesetzt Als Polymerisationsinhibitoren haben sich unter
werden. Dabei ist es durchaus vorteilhaft, wenn die anderem folgende Verbindungen bewährt: Aromazugesetzten
Farbstoffe sich nicht in Wasser lösen, tische Hydroxyverbindungen wie Phenol, Hydroweil
dann später bei der wässerigen Entwicklung chinon, Brenzkatechin, Pyrogallol, Dihydroresorzin
ein Ausbluten der Farbstoffe vermieden wird, was 65 sowie Aminophenole wie o-Aminophenol, p-Aminosonst
dem Bildgrund einen Farbstich verleiht. phenol und p-Dimethylaminophenol.
Die Farbstoffe, die der lichtempfindlichen Schicht Wie bereits weiter oben erwähnt, ist es häufig
zugesetzt werden, werden allgemein so ausgesucht, vorteilhaft, den lichtempfindlichen Schichten geringe
Mengen an Netzmitteln zuzusetzen, da diese die Abwaschbarkeit der unbelichteten Stellen der Schicht
verbessern. Mengen von 0,1 bis 10 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gesamtgewicht der Schicht, sind
in. der: Regel ausreichend. Mitunter ergeben auch geringere Mengen günstige Ergebnisse, mitunter sind
größere Mengen erforderlich. y .■;■■
Es können sowohl kationische als auch anionische Netzmittel angewendet werden. Bevorzugte Ergebnisse
zeigen Substanzen auf Basis von alkylierten Naphthalinsulfonsäuren und deren Salzen.
Das erfindungsgemäße Kopiermaterial . ist sehr lichtempfindlich. Es wird bevorzugt mit langwelliger
ultravioletter Strahlung belichtet, jedoch ist bei entsprechender Sensibilisierung häufig auch längerwelliges
Licht geeignet.' Durch die hohe Lichtempfindlichkeit ist das erfindungsgemäße Kopiermaterial
auf sehr vielen Bereichen einsetzbar, unter anderem auch auf solchen, auf denen z. B. vorbeschichtete
Druckplatten bisher nicht verwendet werden konnten. Hier ist in erster Linie die Mikrofilmrückvergrößerung
zu nennen. Mikrofilme sind in -der Regel Negative, so daß bei der Vergrößerung auf das erfindungsgemäße
Kopiermaterial direkt positive Kopien erhalten werden. Die Belichtung kann in handelsüblichen
Vergrößerungsgeräten geschehen. Damit ist die Möglichkeit gegeben, von Mikrofilmen direkt Druckplatten
herzustellen. ;
Eine weitere Erhöhung der Lichtempfindlichkeit des erfindungsgemäßen Kopiermaterials, die speziell
bei der Mikrofilmrückvergrößerung mitunter wünschenswert ist, kann erreicht werden, indem man
das Kopiermaterial während oder sogleich nach der Belichtung kurzfristig erhitzt. Dabei kann etwa eine
Verdopplung der Lichtempfindlichkeit, also eine Verkürzung der Belichtungszeit auf die Hälfte, erzielt
werden. Das Erhitzen kann z. B. ,mit Hilfe von UR-Strahlen oder von erhitzten Platten, auf die das
Kopiermaterial gelegt wird, erfolgen. Auf diese Weise ist es in der Regel möglich, auch bei starken
Vergrößerungen von Mikrofilmen in handelsüblichen Projektoren auf das erfindungsgemäße Kopiermaterial
Belichtungszeiten von weniger als 60 Sekunden ein-, zuhalten. ; . ·
■ Bei Einsatz des erfindungsgemäßen Kopiermaterials zum Drucken ist es nicht erforderlich, die Bildstellen
mit einem Lack zu verstärken, da das durch die Lichteinwirkung entstandene Polymere mechanisch
sehr widerstandsfähig und abriebfest ist. So sind mit dem erfindungsgemäßen Kopiermaterial relativ hohe
Druckauflagen möglich. ;
Die Herstellung und Verwendung des erfindungsgemäßen ■ Kopiermaterials sei weiterhin an Hand
der· folgenden Beispiele näher erläutert. Bei den Prozentangaben der Beispiele handelt es sich, sofern
nicht anders erwähnt, stets um Gewichtsprozente.
Barytpapier wird mit einer Polyvinylchloriddispersion beschichtet, indem man es in eine Lösung der
Dispersion in gleichen Teilen eines Gemisches von Methylglykol und Toluol taucht, abtropft und
trocknen läßt. Zur Herstellung der lichtempfindlichen Schicht wird eine wäßrige Lösung von Polyvinylalkohol
einen Tag in Aceton geschüttelt. Anschließend wird die Lösung filtriert. In dieser Lösung
werden die anderen Komponenten gelöst, so daß die fertige Beschichtungslösung außerdem 5% m-Nitro-co.ajjco-tribromacetophenon,
10 % N-Vinylcarbazol und 0,3% Kristallviolett (CI. 42 5551 und 0,25%
Mercaptobenzthiazol enthält.
S Belichtet wird 30 Sekunden lang mit einer 200-Watt-Glühlampe
in 30 cm Entfernung in einem Kopierrahmen durch eine Glasscheibe und durch eine Vorlage.
Nach dem Belichten wird das Kopiermaterial etwa 30 Sekunden auf 100° C erhitzt. Läßt man den
ίο Temperiervorgang aus, so muß man die Belichtungszeit
um etwa die Hälfte verlängern.. Darauf werden die unbelichteten Stellen unter fließendem Wasser
mit einem Wattebausch weggewaschen. Man erhält ein blaues Negativ der Vorlage. Die Bilder sind
grundfrei.
B e i s ρ i e 1 2
Man verfährt wie im Beispiel Γ, ersetzt jedoch das
m-Nitrotribromacetophenon durch Pentabromäthan. Ohne Sensibilisator benötigt man 75 Sekunden Belichtungszeit,
mit Mercaptobenzthiazol 20 Sekunden.
Man verfährt wie im Beispiel 1, ersetzt jedoch das m-Nitrotribromacetophenon durch Tetrajodpyrrol.
Ohne Sensibilisator benötigt man 150 Sekunden Belichtungszeit, mit Mercaptobenzthiazol 60 Sekunden. ■
. Beispiel4
Man verfährt wie im Beispiel 1, ersetzt jedoch das m-Nitrotribromacetophenon durch Tetrabrommethan.
Man benötigt 15 Sekunden Belichtungszeit. ·
Man verfährt wie im Beispiel 1, ersetzt jedoch das
m-Nitrotribromacetophenon durch , 2,5-Dimethyl-ω,ω,ω-tribromacetophenon.
Man benötigt 30 Sekunden Belichtungszeit. '
B ei s ρ i el 6
Barytpapier in der Größe DIN A 5 wird auf einer Schleuder, die mit einer Frequenz von 4 U/sec rotiert,
bei gleichzeitiger Ventilation mit Kaltluft mit 3 ml eines Lösungsmittelgemisches aus gleichen Teilen
Methylglykol/Toluöl mit 50%iger Polyvinylchloidispersion
beschichtet. Die Konzentration beträgt 1 ml Dispersion auf 7200 ml des Lösungsmittelgemisches.
Nach 3 Minuten Trockenzeit auf der rotierenden Schleuder werden auf den Polyvinylchloridvoistrich
3 ml einer Acetonlösung mit 12% N-Vinylcarbazol, 1,7% Poly-N-vinylpyrrolidon und
0,25% Kristallviolett (CI. 42 555) aufgebracht und
3 Minuten auf der rotierenden Schleuder getrocknet. Danach wird die Schicht 3 Minuten lang mit einem
trocknen Rohpapier in Kontakt gebrachf, das unmittelbar vorher mit einer 10%igen Lösung von
Tetrabrommethan in Aceton getränkt worden war. Belichtet wird 20 Sekunden mit einem Projektor
mit einer 500-Watt-Glühlampe und gleichzeitig mit einer 250-Watt-Infrarotlampe in 30 cm Abstand von
der Projektionsebene. Die Vergrößerung ist lOfach.
Das belichtete Papier wird unter fließendem Wasser
mit einem Wattebausch durch etwa fünfmaliges Wischen entwickelt. Die Entwicklung ist auch mit
11 12
einem Walzengerät möglich, indem sich eine Bürsten- B e i s ρ i e 1 11
walze, die in Wasser taucht, fünf- bis zehnmal schneller
walze, die in Wasser taucht, fünf- bis zehnmal schneller
dreht als die Transportwalzen. Man erhält ein Nega- Man beschichtet Barytpapier, , wie im Beispiel 6
tiv der Vorlage. - > beschrieben. Auf diesen Vorstrich,wird eine Aceton-
B ei s oiel 7 5 lösung aufgebracht, die 10% N-Vinylcarbazol, 0,01%
2-Mercaptobenzthiazol, 1,5% Poly-N-vinylpyrrolidon
Man beschichtet Barytpapier nach der im Beispiel 6 und 0,35 % Methoxy komponente von Remalanecht-
beschriebenen Technik auf einer Schleuder mit einer violett ER (C. I. Suppl. S. 64) enthält. TetrabfomV
' l%igen Lösung einer Polyacryl- und Polymethacryl- kohlenstoff wird analog wie im Beispiel 6 ange-
esterdispersion in einem Lösungsmittelgemisch aus io tragen. Nach 120 Sekunden Belichtungszeit .'.unter
gleichen Teilen Methylglykol/Toluol. einer 200-Watt-Glühlampe und 250-Watt-Infrarot.-
Auf diesen Vorstrich wird eine Acetonlösung auf- lampe in 30 cm Abstand unter einer Glasplatte und
gebracht, die 20% N-Vinylacetanilid, 0,01% Diiso- Vorlage wird wässerig entwickelt, wobei man /ein
butylamin, 1,7% Polyglykol mit dem Molekular- grundfreies negatives Bild erhält. . .-■■-"'
gewicht 4000 und 0,35% Astrablau 6 GLL (CI. 15 Setzt man der Acetonlösung außerdem 13%
Suppl. S. 592) enthält. Tetrabromkohlenstoff wird N-Vinylsuccinimid zu, so muß man gleichfalls
analog wie im Beispiel 6 angetragen. 120 Sekunden belichten, bei einem Zusatz von 13%
Belichtet wird in einem Kopierrahmen hinter einer Isobutylvinyläther muß man nur 45 Sekunden belich-
Glasscheibe und Vorlage 5 Minuten unter einer .ten und erhält sehr kräftige Bilder, bei einem Zusatz
Bogenlampe (150 V/18 A) im Abstand von 60 cm. 20 von 13 % N-Vinylacetanilid bzw. N-Vinylcaprolactam
Nach der wässerigen Entwicklung erhält man ein muß man 150 bzw. 120 Sekunden belichte.n, bei
schwaches blaues Bild. ' einem Zusatz von 13% Zimtsäure muß man nur
. · 1 ο 45 Sekunden belichten und erhält sehr kräftige
Beispiel S -. .Bilder, bei emem Zusatz von 13% Acenaphthylen
Man beschichtet Barytpapiei nach der im Beispiel 6 25 muß man 150 Sekunden belichten und erhält ein
beschriebenen Technik auf einer Schleuder mit einer schwaches Bild., ,^fnj_>. ■ ■ ;··· ;,
l%igen Lösung von Polystyrol in Methylglykol. . , ;..; M. .. .. .
Auf diesen Vorstrich wird eine Acetonlösung auf- . ■ .;; -51 -s P ie ' ,
gebracht, die 13% N-Vinylcarbazol, 2O°/o Styrol, Man beschichtet. Barytpapier gemäß BeISpIeIo;
0,05% Pyridin, 0,35% Samaronviolett HFRL (CI. 30 auf diesen Vorstrich wird eine Acetonlösung auf-
Suppl. S. 207) und 3% Poly-N-vinylpyrrolidon ent- gebiacht, die 12% N-Vinylcarbazol, 1,7% PoIy-
hält. Tetrabromkohlenstoff wird analog wie im N-vinylpyrrolidon und 0,35% Methoxykomponente
Beispiel 6 angetragen. von Remalanechtiot E 99, Produkt der Farbwerke
Belichtet wird hinter einer Glasscheibe und Vor- Hoechst AG, enthält. Tetrabromkohlenstoff wird
lage 30 Sekunden unter einer 200-Watt-Glühlampe 35 analog wie im Beispiel 6 angetragen,
und 250-Watt-Infrarotlampe in 30 cm Abstand. Die Belichtet wird 60 Sekunden unter einer 200-Watt-
wässerige Entwicklung gelingt sehr leicht, und man Quecksilberdampfhochdrucklampe in 60 cm Entfer-
erhält ein grundfreies, violettes, negatives Bild. · nung unter einer Glasplatte und Vorlage, anschlie-
_,..,. ßend wird wässerig entwickelt. . .
Beispiel 9 40
Man beschichtet Barytpapier nach der im Beispiel 6 Beispiel 13
beschriebenen Technik auf einer Schleuder mit einer Man beschichtet Barytpapier gemäß Beispiel 6.
l%igen ' wässerigen Polyvinylidenchloriddispersion. Auf diesen Vorstrich bringt man eine Acetonlösung
■ Auf diesen Vorstrich wird eine Acetonlösung auf- auf, die 12% N-Vinylcarbazol, 5% m-Nitrotribrom-
gebracht, die 10% Styrol, 5% Acenaphthylen, 0,05% 45 acetophenon, 1,7% Poly-N-Vinylpyrrolidon und
Triäthanolamin, 1,5% Poly-N-Vinylpyrrolidon und 0,35 % des Farbstoffes aus Beispiel 12 enthält. '
0,35% Cellitonechtblaugrün (CI. 62 500) enthält. Belichtet wird 60 Sekunden unter einer 200-Watt-
Tetrabromkohlenstoff wird analog wie im Beispiel 6 Quecksilberdampfhochdrucklampe in 60 cm Entfer-
angetragen. nung durch eine Glasplatte und eine Vorlage, an-
Belichtet wird hinter einer Glasscheibe und Vor- 50 schließend wird wässerig entwickelt,
lage !Minute unter einer Bogenlampe (150 V/18 A) . . . . .
in 60 cm Abstand. Nach der wässerigen Entwicklung e 1 s ρ 1 e 1
erhält man ein grünliches, negatives Bild. Man beschichtet Barytpapier gemäß Beispiel 6.
. '■. Auf diesen Vorstrich bringt man eine Acetonlösung
Beispiel 10 55 auf, die 12% N-Vinylcarbazol, 1,7% Poly-N-Vinyl-
Man beschichtet Barytpapier nach der im Beispiel 6 pyrrolidon und 0,35% Cellitonechtschwarz B (Probeschriebenen
Technik auf einer Schleuder mit einer dukt der BASF) enthält. Tetrabromkohlenstoff wird
0,05%igen wässerigen Lösung von Polyvinylalkohol. analog wie im Beispiel 6 angetragen. Nach 1 Minute
Auf diesen Vorstrich wird eine Acetonlösung auf- Belichtungszeit unter einer 200-Watt-Glühlampe und
gebracht, die 12% N-Vinylcarbazol, 1,7% Poly- 60 250-Watt-Infrarotlampe in 30 cm Entfernung unter
N-Vinylpyrrolidon, 0,35% Sudanblau II (CI. SoIv- einer Glasscheibe und Vorlage wird wässerig ent-Blue
35) und 0,05 % Chinolin enthält. Tetrabrom- wickelt,
kohlenstoff wird analog wie im Beispiel 6 angetragen. Die wässerige Entwicklung geht noch leichter,
kohlenstoff wird analog wie im Beispiel 6 angetragen. Die wässerige Entwicklung geht noch leichter,
Belichtet wird hinter einer Glasscheibe und Vor- wenn man der Acetonlösung 0,1 % Netzmittel zusetzt,
lage 60 Sekunden unter einer 200-Watt-Glühlampe 65 . .
und 250-Watt-Infrarotlampe in 30 cm Abstand. Die Beispiele
wässerige Entwicklung gelingt sehr leicht, und man Polyesterfolie, die mit einer Schicht aus mit Formerhält ein grundfreies, negatives Bild. aldehyd gehärtetem Polyvinylalkohol versehen worden
und 250-Watt-Infrarotlampe in 30 cm Abstand. Die Beispiele
wässerige Entwicklung gelingt sehr leicht, und man Polyesterfolie, die mit einer Schicht aus mit Formerhält ein grundfreies, negatives Bild. aldehyd gehärtetem Polyvinylalkohol versehen worden
ist, wird, wie im Beispiel 6 beschrieben, mit 50%iger Polyvinylchloriddispersion beschichtet. Die Konzentration
in der Beschichtungslösung beträgt 1 ml Dispersion auf 3600 ml Lösungsmittelgemisch aus
gleichen Teilen Methylglykol/Toluol. Auf diesen Vorstrich wird eine Acetonlösung aufgebracht, die 12%
N-Vinylcarbazol, 1,7% Poly-N-Vinylpyrrolidon und 0,35% Samaronviolett HFRL (CI. Suppl. S. 207)
enthält. Tetrabromkohlenstoff wird analog wie im" Beispiel 6 angetragen.
Nach 3 Minuten Belichtungszeit unter einer 200-Watt-Glühlampe
und einer 250-Watt-Infrarotlampe in 30 cm Abstand unter einer Glasplatte und Vorlage
wird wässerig entwickelt. Man erhält auf der klaren Folie ein negatives violettes Bild.
Beispiel 16
Eine Papierdruckfolie, d. h. ein lösungsmittelfester, wasserfester und hydrophiler Papierträger, wird gemäß Beispiel 6 mit einer Acetonlösung aus 12%
N-Vinylcarbazol, 1,7% Poly-N-Vinylpyrrolidon und 0,35% Samaronviolett HFRL (C. I. Suppl. S. 207)
beschichtet. Tetrabromkohlenstoff Wird analog wie im Beispiel 6 angetragen.
Nach 25 Sekunden Belichtung unter einer 200-Watt-Glühlampe
und 250-Watt-Infrarotlampe in 30cm Entfernung unter einer Glasplatte und Vorlage wird
wässerig entwickelt. Die Bildstellen nehmen fette Druckfarbe sehr gut an, während die bei der wässerigen
Entwicklung freigelegten Stellen fette Druckfarbe abstoßen.
Beispiel 1.7
Man verfährt gemäß Beispiel 16, verwendet jedoch als Trägermaterial eine Druckfolie aus gebürstetem
Aluminium. Belichtet wird 45 Sekunden. Nach der wässerigen Entwicklung nehmen die Bildstellen fette
Druckfarbe gut an, während die freigelegten Stellen
ίο fette Druckfarbe abstoßen.
Man verfährt gemäß Beispiel 16, verwendet jedoch als Tiägermaterial eine Druckfolie aus eloxiertem
Aluminium, die mit einer 3%igen wässerigen Lösung von Poly-N-Vinylpyrrolidon auf einer Schleuder vor-.
beschichtet wurde. Belichtet wird 60 Sekunden. Nach der wässerigen Entwicklung nehmen die Bildstellen
fette Druckfarbe an, während die freigelegten Stellen fette Druckfarbe abstoßen.
Beispiel 19
Man verfährt gemäß Beispiel 16, verwendet jedoch als Schichtträger eine Zinkplatte. Nach 2 Minuten
Belichtungszeit wird die Zinkplatte wässerig entwickelt und anschließend 10 Minuten in 10%ige
Salpetersäure getaucht. Dabei wird an den freigelegten Stellen Zink weggelöst, so daß man ein
negatives Reliefbild der Vorlage erhält.
Claims (3)
1. Lichtempfindliches, negativ arbeitendes Ko- einer organischen Halogenverbindung, einem Arylpiermaterial,
bestehend aus einer auf einem 5 amin oder einer N-Vinylverbindung und Bindemitteln,
Schichtträger befindlichen lichtempfindlichen wie Polystyrol oder wachsartigen aliphatischen Koh-Schicht
aus mindestens einer Vinylverbindung, lenwasserstoffen, verwendete. Die belichteten Stellen
insbesondere einer N-Vinylverbindung, mindestens solcher Schichten vernetzen, so daß sie in organischen
einer photolytischen Halogenverbindung und einem Lösungsmitteln unlöslich werden. Die nicht belich-Bindemittel,
das sowohl in organischen Lösungs- io teten Stellen hingegen bleiben löslich in organischen
mitteln als auch in Wasser löslich ist, dadurch Lösungsmitteln. Zur Herstellung eines Druckträgers
g e ke η nzeich ne t, daß die lichtempfindliche wird daher die bildmäßig belichtete Schicht mit
Schicht eine homogene, aus einer homogenen einem organischen Lösungsmittel, wie z. B. Benzol
Lösung eines organischen Lösungsmittels auf- oder Tetrachlorkohlenstoff, ausgewaschen. Die Bildgetragene Schicht ist, die 2 bis 20% des Binde- 15 stellen bleiben dabei stehen, sie sind fettführend,
mittels sowie einen einpolymerisierbaren Farbstoff Der Untergrund hingegen wird wasserführend, sofern
in Mengen von etwa 1 bis 10 Gewichtsprozent, die Trägerschicht hinreichend hydrophil ist.
bezogen auf die Vinylverbindung, enthält. ' Jedoch haben sich weder die direkt lesbaren Kopier-
bezogen auf die Vinylverbindung, enthält. ' Jedoch haben sich weder die direkt lesbaren Kopier-
2. Kopiermaterial gemäß Anspruch 1, dadurch materialien noch die Druckplatten der genannten
gekennzeichnet, daß es als Bindemittel Poly- 20 Art in der Praxis durchsetzen können. Beim kurz-N-vinyl-pyrrolidon
enthält. / fristigen Erhitzen der bildmäßig belichteten Schicht
3. Verfahren zur Herstellung .eines lichtemp- wird die Halogenverbindung je nach ihrer Flüchtigfindlichen
Kopiermaterials gemäß Anspruch 1 keit mehr öder weniger aus der Schicht entfernt.
und 2, bei dem auf einen Schichtträger eine Der verbleibende Rest bewirkt bei längerem Liegen
Schicht aus mindestens einer Vinylverbindung, 25 der Kopie am Licht eine Verfärbung des Unterinsbesondere
einer N-Vinylverbindung, mindestens grundes. Auch kann das Verdampfen der Halogeneiner
photolytischen Halogenverbindung und einem verbindungen aus gesundheitlichen Gründen nicht
in organischem Lösungsmittel und Wasser lös- ohne besondere Schutzmaßnahmen geschehen. Überlichem
Bindemittel aufgetragen wird, dadurch dies enthalten die Kopien noch monomere Bestandgekennzeichnet, daß eine Lösung in einem orga- 3° teile, die teilweise hautreizend sind. Dies gilt besonders
nischen Lösungsmittel, die 1 bis 10 Gewichts- für das bevorzugt verwendete N-Vinylcarbazol. Die
prozent eines Farbstoffs sowie die N-Vinylver- Druckplatten konnten sich nicht durchsetzen wegen
bindung, die Halogenverbindung und das Binde- der bei ihrer Verarbeitung erforderlichen organischen
mittel homogen gelöst enthält, auf den Schicht- Lösungsmittel.
träger aufgebracht wird. 35 Es wurde auch schon versucht (französische Patentschrift
1 398 223), Kopiermaterialien mit den genannten lichtempfindlichen Systemen so aufzubauen,
· daß die lichtempfindlichen Schichten bei der Herstellung aus wäßrigen Dispersionen auf einen Träger
40 aufgetragen werden. Diese speziellen Kopiermateria-
Die vorliegende Erfindung betrifft ein lichtempfind- lien sind nur für die Herstellung von Kopien und
liches, negativ arbeitendes Kopiermaterial, bestehend nicht auch für die Herstellung von Druckplatten
aus einer auf einem Schichtträger befindlichen Schicht vorgesehen.
aus mindestens einer Vinylverbindung, insbesondere Da sich die Komponenten der genannten lichteiner
N-Vinylverbindung, mindestens einer photo- 45 empfindlichen Systeme nicht in Wasser lösen, wurden
lytischen Halogenverbindung und einem Bindemittel, die Komponenten fein gemahlen und in wäßriger
das sowohl in organischen Lösungsmitteln als auch Dispersion in der Lösung eines wasserlöslichen Bindein
Wasser löslich ist, sowie ein Verfahren zur Her- mittels, wie z. B. Gelatine, auf ein Trägermaterial
stellung des Kopiermaterials. In entsprechender Aus- gebracht. Der Bildaufbau auf den Kopien erfolgt
gestaltung findet das Kopiermaterial auch als Druck- 50 durch Farbstoffe, die erst während des Kopierplatte
Verwendung. Negativ arbeitend bedeutet dabei, prozesses gebildet werden.
daß die vom Licht getroffenen Stellen sichtbar werden Die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende
bzw. als druckende Teile wirken. . Aufgabe war es daher, ein Kopiermaterial zu schaffen,
Es sind Kopiermaterialien bekannt (USA.-Pateht- das auch als Druckplatte eingesetzt werden kann,
schrift 3 042 517), die aus einem Träger und einer 55 bei dem die unbelichteten Stellen mit Wasser abge-
darauf befindlichen lichtempfindlichen Schicht be- waschen werden können bzw. mit einer verdünnten
stehen, deren lichtempfindliche Schichten aus einer wässerigen Lösung, und dessen Lichtempfindlichkeit
N-Vinylverbindung und einer organischen Halogen- mindestens der der besten bekannten Kopiermateria-
verbindung bestehen. Bevorzugt angewandt werden lien mit denselben oder ähnlichen lichtempfindlichen
Schichten aus N-Vinylcarbazol und Tetrabrommethan. 60 Systemen entspricht.
Diese werden bildmäßig belichtet, wobei ein latentes, Diese Aufgabe wird durch ein lichtempfindliches,
noch nicht sichtbares Bild erhalten wird. Das latente negativ arbeitendes Kopiermaterial der eingangs
Bild wird durch kurzzeitiges Erhitzen sichtbar ge- genannten Art gelöst, das dadurch gekennzeichnet
macht. Dabei entsteht an den belichteten Stellen ein ist, daß die lichtempfindliche Schicht eine homogene,
Farbstoff, so daß eine negative Kopie der Vorlage 65 aus einer homogenen Lösung eines organischen
erhalten wird. Kopiermaterialien dieser Art sind zur ' Lösungsmittels aufgetragene Schicht ist, die 2 bis
Herstellung direkt lesbarer Kopien geeignet. 20 Gewichtsprozent, bezogen auf das Gesamtgewicht
Um Kopiermaterialien mit lichtempfindlichen Sy- der Schicht, des Bindemittels sowie einen einpoly-
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| DE1572045C3 true DE1572045C3 (de) | 1974-01-10 |
Family
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Family Applications (1)
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Also Published As
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|---|---|---|---|
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