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DE1570013C - 1,4 Bis (phenoxyacetyi) piperazinden vate und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents

1,4 Bis (phenoxyacetyi) piperazinden vate und Verfahren zu ihrer Herstellung

Info

Publication number
DE1570013C
DE1570013C DE1570013C DE 1570013 C DE1570013 C DE 1570013C DE 1570013 C DE1570013 C DE 1570013C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bis
piperazine
general formula
preparation
phenoxyacetyl
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Masuzawa Kuniyasu Nishino Keigo Tokio Inkura Tsutomu
Original Assignee
Kyonn Seiyaku Kabushiki Kaisha, Tokio
Publication date

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Description

1 2
Die Erfindung betrifft neue l,4-Bis-(phenoxyacetyl)-piperazinderivate der allgemeinen Formel
/CH2 CH2v
0-CH2-CO-N N-CO-CH2-O
^CH2-CH2/
in der R ein Wasserstoffatom, einen Methyl- oder Propylrest oder einen in m- oder p-Stellung stehenden Methoxyrest bedeutet, und Verfahren zu ihrer Herstellung. Die neuen l,4-Bis-(phenoxyacetyl)-piperazinderivate der allgemeinen Formel I werden dadurch hergestellt, daß man in an sich bekannter Weise entweder
a) ein l,4-Bis-(halogenacetyl)-piperazin der allgemeinen Formel
/CH2- CH2^
HaI-CH2-CO-N N-CO-CH2-HaI
XCH2 — CH/
worin Hai ein Halogenatom bedeutet, mit einem Phenolat der allgemeinen Formel
worin Me ein Alkalimetallatom bedeutet, umsetzt oder b) Piperazin mit einem Halogenid, Anhydrid oder Alkylester einer Phenylglykolsäure der allgemeinen Formel
Y V- O — CH2 — COOH
umsetzt.
Die Verfahrensweise b) wird in Gegenwart von Aceton oder einem aromatischen Kohlenwasserstoff als Lösungsmittel durchgeführt.
Die Piperazinderivate der allgemeinen Formel I besitzen wertvolle pharmakologische Eigenschaften, da sie depressiv auf das Zentralnervensystem, analgetisch und hustenstillend· wirken.
Die analgetische Wirkung; einiger der Verbindungen gemäß der Erfindung wurde nach der Druckmethode an Mäuseschwänzen bestimmt.
Gemäß der Druckmethode wird auf die Schwanzgelenke der Mäuse (Körpergewicht.je 20 bis 25 g) ein Druck ausgeübt, dessen Höhe mittels eines Kymographen registriert wird, sobald die Versuchstiere infolge des durch den Druck verursachten Schmerzes Fluchtreaktionen zeigen. Der Schwanzdruck wird sechsmal in Zeitabsländen von je 20 Minuten nach der intraperitonealen Verabfolgung der zu f>5 prüfenden Verbindungen ausgeübt.
Als Vergleichssubstanz wurde Natrium-l-phenyl-2,3 - dimethyl - 5 - pyrazolon - 4 - methylaminomethansulfonat verwendet. Die zu prüfenden Verbindungen wurden an Gruppen von je 10 Mäusen intraperitoneal verabreicht, und zwar jede Substanz in zwei verschiedenen Dosen: die Vergleichssubstanz in Dosen von 300 und 400 mg/kg und die erfindungsgemäßen Verbindungen in Dosen im Bereich von 50 bis KK) mg/kg. Bei den Versuchstieren wurde die Reaktion als Schwellenwert bestimmt. Die Ergebnisse für die Wirksamkeit der Verbindungen wurden nach der Methode von J. H. Burn, D.J. Finney und L. G. Goodwin (vgl. Biological Standardization, 2. Auflage, Verlag Oxford University Press, 1950) und von D. J. Finney (vgl. Statistical Methods in Biological Assay, Verlag C. Griffin, 1952) berechnet.
Die LDjo-Werte betragen bei intraperitonealer Verabreichung an Mäuse für die Vergleichssubstanz 1620 mg/kg und für die Verbindungen gemäß der Erfindung > 1000 mg/kg.
Die bei der Prüfung auf analgetische Wirksamkeit erhaltenen Ergebnisse finden sich in der folgenden Tabelle.
N-CO-CH2-O-^
V- O — CH2 — CO — N
Wirksamkeit nach der Druckmethode,
bezogen auf Natrium-l-phenyl-
2,.Vdimethyl-
S-pyrazolon-4-methyl-
aminomethan-
sulfonat = I
OCH3
/ V-O-CH2-CO-
— CO — CH — O —/)
CO — CH2
0-CH2-CO-N N-CO-CH2-O
N — CO — CH2-
—CH2-CO
O — CH2 — CO — N N-CO-CH2-O —#
CH3-/ J^-O-CH2-CO-N N — CO—CH2-O-^
— CO-CH2-O-/
C3H
/ V-O-CH2-CO-5,897
5,260 7,599
5,26
5,88 4,62 7,687
45
Zur Erläuterung der Herstellungsweise der Verbin- Analyse für C22H26O6N2: düngen gemäß der Erfindung dienen die folgenden 4o Bercchnet c ö>75i H 6,32, N 6,76%; BeisP'elc: gefunden .... C 63,79, H 6,06, N 6,72%.
Beispiel 1
l,4-Bis-(phenoxyacetyl)-piperazin
1,15 g Natrium werden in 150 ml Äthanol gelöst. Die Lösung wird mit 4,71 g Phenol und dann mit 5,98 g l,4-Bis-(chloracetyl)-piperazin gemischt. Das Gemisch wird unter Rühren erhitzt, bis es neutral reagiert. Nach beendeter Umsetzung wird der kristalline Stoff abfiltriert und mit Wasser gewaschen. Nach dem Umkristallisieren aus Dimethylformamid erhält man 6,3 g Endprodukt; Ausbeute: 71,1%; F. 203 bis 204° C.
Analyse für C20H22O4N2:
Berechnet ... C 67,78, H 6,26, N 7,90%;
gefunden .... C 67,87, H 6,39, N 7,87%.
Beispiel 2
l,4-Bis-[(3-methoxyphenoxy)-acctyl]-pipcrazin Beispiel 3 l,4-Bis-[(4-methoxyphenoxy)-acetyl]-piperazin
Nach dem Verfahren der vorhergehenden Beispiele erhält man aus 1,67 g Natrium, 300 ml Äthanol, 9 g Hydrochinonmonomethyläther und 8,68 g 1,4-Bis-(chloracetyl)-piperazin nach dem Umkristallisieren aus Dioxan 14,8 g der obengenannten Verbindung; Ausbeute: 71,5%; F. 168 bis 169°C.
Analyse Tür C22H26O6N2:
Bercchnet ... C 63,75, H 6,32, N 6,76%; gefunden .... C 63,53, H 6,44, N 6,96%.
Be i s pie I 4
l,4-Bis-[(2-mcthylphenoxy)-acetyl]-piperazin
Nach dem Verfahren von Beispiel 1 erhält man aus Nach dem Verfahren der obigen Beispiele erhält
2,3 g Natrium, 200 ml Äthanol, 12,4 g Resorcinmono- man aus 2,3 g Natrium, 200 ml Äthanol, 10,8 g methyläther und 11,95 g l,4-Bis-(chloracetyl)-piper- 6S o-Kresol und 11,95 g l,4-Bis-(chloracetyI)-piperazin äzin nach dem Umkristallisieren aus Äthanol 12,6 g
der obengenannten Verbindung; Ausbeute: 60,8%;
F. 153 bis 154" C.
nach dem Umkristallisieren aus Chloroform und Äthanol 12,8 g der obengenannten Verbindung; Ausbeute: 67%; F. 171 bis 173"C.
Analyse für C22H20O4N2:
Berechnet ... C 69,09, H 6,85, N 7,33%; gefunden .... C 69,30, H 6,85, N 7,36%.
Beispiel 5 l,4-Bis-[(3-mcthylphenoxy)-acetyl]-pipcrazin
Verwendet man bei dem Verfahren des Beispiels 4 m-Kresol an Stelle des o-Kresols, so erhält man das obengenannte Produkt in einer Ausbeute von 13,7 g (71,6%); F. 140 bis 142 C. .
Analyse für C22H211O4N2:
Berechnet ... C 69,09, H 6,85, N 7,33"/,,: '5
gefunden .... C 69,27, H 6,80, N 7,17%.
Beispiel 7 1.4-Bis-[(4-propylphenoxy)-acetyl]-piperazin
10 g (0,0586 Mol) Phenoxyacetylchlorid zu der mit Eis auf 8 bis 10° C gekühlten Lösung unter Rühren bilden sich weiße Kristalle. Die Kristalle werden gründlich nacheinander mit 200 ml 10%igcr Salzsäure, 200 ml 10%iger Natronlauge und schließlich mit Wasser gewaschen. Durch Umkristallisieren aus Dimethylformamid erhält man das Endprodukt in einer Ausbeute von 7,3 g (70,2%); F. 205 C.
Analyse für C20H22O4N2:
Berechnet ... C 67,78, H 6,26, N 7,90%:
gefunden .... C 67,97, H 6,39, N 7,87%.
Beispiel 6 l,4-Bis-[(4-methylphenoxy)-acetyl]-piperazin
Verwendet man bei dem Verfahren des Beispiels 4 an Stelle des o-Krcsols 10,8 g p-Krcsol, so erhält man nach dem Umkristallisieren aus Dimethylformamid und Chloroform das obengenannte Produkt in einer Ausbeute von 13,2 g (69,1%); F. 193 bis 195 C.
Analyse für C22H26O4N2:
Berechnet ... C 69,09, H 6,85, N 7,33%: gefunden .... C 69,85. H 6,75, N 7,22%.
35 Beispiel 9
l,4-Bis-[(3-methoxyphenoxy)-acclyl]-pipcrazin
Zu einer Lösung von 9,7 g Piperazin-hexahydrat in 100 ml Aceton wird langsam unter Rühren bei Raumtemperatur eine Lösung von 10 g 3-Mcthoxyphcnoxyacetylchlorid (Kp.1()mm: 127 C) in 20 ml Aceton zugetropft. Nach 2- bis 3stündigem weiterem Rühren werden die ausgefallenen Kristalle abfiltriert, und das Filtrat wird unter vermindertem Druck eingeengt. Der mit den Kristallen vereinigte Rückstand wird nacheinander mit 5%iger Salzsäure, 5%igcr Natronlauge und schließlich mit Wasser gewaschen. Durch Umkristallisieren aus Dioxan erhält man das Endprodukt in Form eines farblosen kristallinen Pulvers in einer Ausbeute von 6,56 g (63,4%): F. i 53 bis 154 C.
Analyse Tür C22H21,O„N2:
Berechnet ... N 6,76°/',,:
gefunden .... N 6,58%.
Ein Gemisch aus 0,85 g Natrium, 100 ml Äthanol und 5 g p-Propylphenol wird mit 4,4 g l,4-Bis-(chloracetyl)-piperazin versetzt. Die Lösung wird unter Rühren erhitzt, bis sie neutral reagiert. Die abgeschiedenen Kristalle werden abfiltriert, mit Wasser gewaschen und aus Äthanol umkristallisierl. Ausbeute: 6,2 g (76,9%): F. 168 bis 169 X. '
Analyse RJrC26H34O4N2:
Berechnet ... C 71,20, H 7,82, N 6,39%: gefunden .... C 71,49, H 7,72, N 6,23%.
45
Beispiel 8
1,4-Bis-(phenoxyacetyl)-piperazin
100 ml Aceton werden mit 11,4g (0,0586 Mol) Pipcrazinhcxahydrat versetzt. Beim Zutropfen von
55 Beispiel 10
1.4-Bis-[(4-methoxyphenoxy)-acctyl]-pipcrazin
Zu einer Lösung von 9,7 g Piperazin-hexahydrat in 100 ml Aceton wird langsam unter Rühren bei Raumtemperatur eine Lösung von 10 g 4-Methoxyphcnoxyacctylchlorid (Kp.1()mm: 124 C) in 20 ml Aceton zugetropft. Das Verfahren wird dann weiter nach Beispiel 9 durchgeführt. Durch Umkristallisieren aus Dioxan erhält man das Endprodukt als farbloses kristallines Pulver in einer Ausbeute von 7,03 g (69.11V0): F. 168 bis 169 C.
AiIaIySCrUrC22H26O6N2:
Berechnet ... N 6.76%:
gefunden N 6,83%.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. l,4-Bis-(phenoxyacetyl)-piperazinderivate, gekennzeichnet durch die allgemeine Formel
,CH1-CH,
O — CH, — CO — N
N-CO-CH1-O
in der R ein Wasserstoffatom, einen Methyl- oder Propylrest oder einen in m- oder p-Stellung-stehendoi Methoxyrcst bedeutet.
7 8
2. Verfahren zur Herstellung der l,4-Bis-(phenoxyacetyl)-piperazinderivate gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise entweder
a) ein l,4-Bis-(halogenacetyl)-piperazin der allgemeinen Formel
/CH2 CH2s
HaI-CH2-1CO-N N-CO-CH2-HaI II
^CH2- CH2 /
worin Hai ein Halogenatom bedeutet, mit einem Phenolat der allgemeinen Formel
worin Me ein Alkalimetallatom bedeutet, umsetzt oder
b) Piperazin mit einem Halogenid, Anhydrid oder Alkylester einer Phenylglykolsäure der allgemeinen Formel
,R
O — CH2 — COOH IV
umsetzt.

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