[go: up one dir, main page]

DE1569209A1 - Antistatisches mittel fuer hochmolekulare stoffe - Google Patents

Antistatisches mittel fuer hochmolekulare stoffe

Info

Publication number
DE1569209A1
DE1569209A1 DE1963N0023264 DEN0023264A DE1569209A1 DE 1569209 A1 DE1569209 A1 DE 1569209A1 DE 1963N0023264 DE1963N0023264 DE 1963N0023264 DE N0023264 A DEN0023264 A DE N0023264A DE 1569209 A1 DE1569209 A1 DE 1569209A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
antistatic
quaternary ammonium
compounds
high molecular
product
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1963N0023264
Other languages
English (en)
Inventor
Takashi Yamamoto
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
NOF Corp
Original Assignee
Nippon Oil and Fats Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Nippon Oil and Fats Co Ltd filed Critical Nippon Oil and Fats Co Ltd
Publication of DE1569209A1 publication Critical patent/DE1569209A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K3/00Materials not provided for elsewhere
    • C09K3/16Anti-static materials
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/04Oxygen-containing compounds
    • C08K5/14Peroxides
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08KUse of inorganic or non-macromolecular organic substances as compounding ingredients
    • C08K5/00Use of organic ingredients
    • C08K5/16Nitrogen-containing compounds
    • C08K5/17Amines; Quaternary ammonium compounds
    • C08K5/19Quaternary ammonium compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

PATBNTANWALTE Λ C β Q O Γ» Q
/7\ r JS rr /7> I O O y Z U
TEL 0311 ! S»W TE^GR PRoSnDUS · TElEX< 0184057 TEL «11 · 225585 · TELEGR. PROPINDUS · TELEX 05242«
München, den 20. November 19ü8
ei
Nippon uiis ana if'ats Company Limited, Toiiyo (Japan)
antistatisches Mittel für hochmolekulare Stoffe
Hochmolekulare dtoffe haben einen hohen elektrischen Widerstand und werden durch Reibung leicht elektrostatisca aufgeladen, dadurch ziehen sie Staub unü Schmutz aus der Luft an und werden staubig. Insbesondere Plastikmateriai erzeugt während seiner Behandlung Funken, und Personen, die mit solchen Stoffen umgeben sind, sind häufig elektrischen Schlägen ausgesetzt.
Schallplatten aus Kunststoff ziehen wegen ihrer elektrostatischen Aufladung an ihrer Überfläche Staub und Schmutz an, was zu störenden Nebengeräuschen während des Abspielens der Schallplatte führt, die Lebensdauer der Platte und der Nadel verkürzt und eine Deformierung der Hillen verursacht.
509825/1050
|Meue Unterlagen (Art. 711 Abe. 2 KP., edI 3 d=s An*™,,**. v. 4.
elektrisch aufgeladene Textillen bekommen ein schlechtes Aussehen.
Die bekannten antistatischen Mittel für hochmolekulare Stoffe, die bisher verwendet worden sind, sind quaternäre Ammoniumsalze mit Nitrat-, Halogen- oder anderen Anionen. Solche antistatischen Mittel haben jedoch die Neigung, die Wärmezersetzung der Hochmolekularen zu beschleunigen, was Veränderungen von Farbe und physikalischen Eigenschaften zur Folge hat, wenn sie einer Behandlung bei honer Temperatur unterworfen werden. Deshalb sind diese antistatischen Mittel nur auf einem sehr begrenzten Gebiet anwendbar.
Aufgabe der Erfindung ist die Überwindung der genannten Schwierigkeiten und die Schaffung eines antistatischen Mitteis für hochmolekulare Stoffe, das dauerhaft in seiner Wirkung ist, auch wenn die Stoffe gewaschen oder wenn sie Berührung oder Reibung ausgesetzt werden, und das ihnen eine hohe Hitzebeständigkeit verleiht, ohne daß sich die Farbe ändert, wenn sie einer Behandlung bei hohen Temperaturen unterworfen werden.
Erfindungsgemäß können diese Aufgaben gelöst werden, indem als antistatisches Mittel für hochmolekulare Stoffe quaternäre Ammoniumsalze mit einem Perhalogenatanion der allgemeinen Formel
U1-N- H * ι
Η4
4 '
verwendet werden, wobei X ein Halogen, It^ eine aliphatische Kohlenwasserstoffgruppe, eine halogensubstituierte
£0 9 *2 5/ 1050
Kohienwasserstoffgruppe oder eine Alkylamidalkylgruppe mit mindestens sechs Kohlenstoffatomen, Ii„ und R4 Wasserstoff oder eine niedere Alkylgruppe und Ko eine niedere Hydroxyalkylgruppe ist.
Hierbei kann It1 beispielsweise eine Heptyl-, Hexyl-, Octyl-, Octenyl-, Nonyl-, Decyl-, Decenyl-, Undecyl-, Undecenyl-, üodecyl-, Tridecyl-, Tridecenyl-, Tetradecyl-, Tetradecenyl-, Heptadecyl-, Heptadecenyl-, Hexadecyl-, Hexadecenyl-, Octadecyl-, oder Octadeceny!gruppe sowie ein ßehensäurerest oder eine Amidoalkylgruppe, die die erwähnten Aikylgruppen enthält, wie eine Alkylamid-, üikyläthylamid-, Aikylamidopropyl-, Alkylamidebutyl-, itmidohexy!gruppe usw. oder eine Lonohaxogenalkyl-, PoIyhajLOgenaiky!-, ülkylaryl-, wie eine Aikyibenzolgruppe, oder ein anderer organischer liest sein.
Beispiele für K.-., K., und H, sind organische üubstituenten, wie eine kethyl-, Äthyl-, Propyl-, Isopropyl-, n-Butyl-, sekundäre und tertiäre Butyl-, Hydroxyäthyl-, Hydroxypropyl-, 2-Hydroxypropyi-, Hydroxy(polyäthoxy)äthylgruppe usw.
Üiese quaternären Ammoniumsalze sind für hochmolekulare ütoffe einschließlich natürliche und synthetische Fasern, Harze, Gummi, Leder und Papier erfindungsgemäß anwendbar«
Die erfindungsgemäß mit dem quaternären Ammoniumsalz behandelten hochmolekularen Stoffe haben keine verminderte Hitzebeständigkeit, sogar wenn sie unter Hitzeeinwirkung verformt oder hohen Temperaturen unterworfen werden. Um die hochmolekularen Stoffe erfindungsgemäß antistatisch zu machen, ist es insbesondere vorteilhaft, das quaternäre ammoniumsaiz bei den üblichen Imprägnier-, Sprüh- und iuischarbeitsgängen zuzusetzen auf solche Art, daß der
BAD C^^Au
50982 5/1050
hochmolekulare Stoff 0,2 bis 15 % quaternäres Ammoniurasalz enthält. GewUnschtenfalls kann der hochmolekulare Stoff durch Mischen mit quaternärem Amraoniuesalz antistatisch gemacht werden. Fasern, Textilien od. dgl* können mit dem quaternären Ammoniumsalz imprägniert oder formkörper, wie Platten, Folien usw., damit beschichtet oder überzogen werden*
Sollen Fasern antistatisch gemacht werden, so werden diese in eine wässrige Lösung mit geeigneter Konzentration oder in eine Methanol-, Äthanol-, Benzollösung od. dgl. getaucht, wodurch das erfindungsgemäß verwendete Produkt auf die Fasern aufgetragen wird. Sollen Harze, wie Thermoplaste, antistatisch gemacht werden, so wird das Harz in Pulver- oder Plättchenform als solches oder mit der Lösung mit Hilfe von Walzen, einem Mischer od. dgl. vermischt und dann auf übliche Weise verformt. Es ist vorteilhaft, ein mit dem Erzeugnis nach der Erfindung vermischtes Harz herzustellen.
Durch den erfindungsgemäßen Zusatz wird das hochmolekulare Material hochhitzebeständig, ohne daß sich seine Farbe verändert, wenn es einer hochtemperaturigen Behandlung unterworfen wird. Es ist stärker antistatisch als bisher, und die Wirkung ist beständiger, so daß die antistatische Wirkung auch durch Wind, Regen, Berührung, Reibung oder Waschen mit Wasser nicht nachläßt.
Wenn Textilien auf die beschriebene Weise behandelt werden, werden sie nicht nur antistatisch, sondern auch glatt und weich, was eine Verbesserung des Gewebes bedeutet. Es wurde gefunden, daß die antistatische Wirkung der Textilien auch nach fünfmaligem Waschen hintereinander nicht nachließ und sich das Gewebe nicht veränderte.
609825/1050 BAD
Hachsteüend werden die erfindungsgemäii verwendeten quaternären Ammoniumsalze mit den bekannten durch Zusetzen zu hochmolekularen Stoffen bzw. hinsichtlich ihrer Hitzebeständigkeit verglichen. Als hochmolekularer Stoff wurde Polyvinylchlorid verwendet.
Der Test wurde auf der Grundlage von ASTM-D-793-49 durchgeführt, d.h. die aus dem PVC, das O,üb Millimol des qua ternären Ammoniumsalzes pro 1 g PVC enthielt, während einer otunde entweichende Menge Chlorwasserstoff wurde äüttessen. Die Kurven ϊ bis IV in ü'ig. 1 gelten für die in der folgenden Tabelle i aufgeführten quaternären iiiiimon i umsa χ ζ e.
Tabelle χ
Nr. Produkte Chemische Formeln
üriindungsgemaia verwendetes Produkt
Xf OO ώ Ί O ύ & rt ^x
Ix ^rxindungs-
^einäiä verwen
detes Proaukt
Cx ,υ,, ^N (.CxL >2C2HH· CxO^^^*"^
III gekanntes
Produkt
Cl „ü ..CONHC. M .!
f OO O O
Ν(+)(σΗ3) „Ο..ΗΛΟΗ·ΝΟ./"^
IV Bekanntes
Produkt
Cx 2 25 3
aus i'x^. 1 ist ersichtlich: je mehr Chlorwassei'sLoff erzeuge wurde, desto mehr PVC wurde zerstört. Die bekannten Produkce III und IV bescnleunigen die Zersetzung des PVC, während die; Produkte I und II, die erfindungsgemäß verwendet werden, die Zersetzung des PVC nicht beschleunigen.
SQ9825/105Q
Dies Dedeutet, daß der erf indungsgemaiae Zusatz die Hitzebeständigkeit des PVC nicht herabsetzt.
Nachstehend wird ausführlich beschrieben, wie das quaternäre Aramoniumsalz mit dem hochmolekularen Material vermischt wird, so daß eine Anhäufung von Ladung auf dem hochmolekularen Stoff verhindert wird. Ais hochmolekularer Stoff werden Formkörper und Fasern verwendet. Um einen Formkörper antistatisch zu machen, wird das veriormbare Material durch nachstehendes Verfahren mit dem quaternär«^ Ammoniumsaiz vermischt.
Das erfindungsgemäß eingesetzte quaternäre nmmoniumsaiz wird in einem Lösungsmittel mit einem nicht so hohen Siedepunkt oder in Wasser gelöst, und mit der so erhaltenen Lösung wird das verformbare Material gleichmäßig überzogen. GewünschteniaiIs wird das Lösungsmittel durch Trocknen verdampft, wodurch der Formkörper keine Luftblasen einschließen kann. Diesel· Trockenprozeß kann bei einer niedrigeren Temperatur innerhalb einer kürzeren zeit durchgeführt werden, wenn ein Lösungsmittel verwendet wird, dessen Siedepunkt unter 100° C liegt.
Das mit dem quaternären Ammoniumsaiz versetzte vurform-Dare Material wird in einer Form bei einer geeigneten uehandlungstemperatur verformt, wobei ein antistatischer Formkörper erhalten wird.
Die Behandlungstemperatur für PVC beträgt 150 bis 170° C, für Polystyrol 18Ü bis 220° C und für Vinjichlorid-Vinyiacetat-Mischpolymerisat Uu bis i'ou C.
Dabei bedeckt das quaternäre Ammoniumsaiz die Oberfläche dieser Kunststoffe, wobei ein gleichmäßiger elektrisch
509825/ 1050
-V-
ieitender Film gebildet wird, der zur Ableitung der auf dem film vorhandenen statischen Ladung dient. Das quaternäre ammoniumsalz enthält ein Substituentenradikal mit einer solchen Aliinitäo, date es auf der Harzoberfläche ι estgehalten unci nicht durch Reibung, Berührung, Wind ocier Hegen entfernt werden kann.
Die Faser kann in die quaternäre Ammoniumsalzlösung eingetaucht werden, oder eine solche Lösung kann auf die Faser aui:gesprüht werden. Die so behandelte Faser wird auf OO bis 1Ü0 C erwärmt, wobei die Faser antistatisch wird, was eine erhöhung des elektrischen Widerstandes auf der
12
Oben1 lache der Faser von 10 IL für nicht behandelte Fasern aui etwa 10 Jh bewirkt. Eine dauerhaft antistatische Faser kann auch durch das Mischverfahren erhalten werden, beispielsweise können PVC-Fasern durch Spinnen einer Spinnlösung, die mit einer Lösung des quaternären Ammoniumsalzes in Benzol vermischt worden ist, gewonnen werden, so daß die Faser 0,2 bis 15 % des quaternären Amiiioniumsaxzes .enthält. Der beschriebene Misehprozeß kann ueshaib so erfolgreich durchgeführt werden, weil das er£inaunäsgemäto verwendete Mittel ausgezeichnete wärmestabilisierende Eigenschaften hat, so daß die Hitzebeständigkeit des damit behandelten hochmolekularen Materials nicht beeincräehxigt wird. So macht es die bloße erfindungsäüiiiäiie Zugabe möglich, einem hochmolekularen Stoff antistatische Eigenschaften zu verleihen, ohne dessen vorteilhafte Eigenschaften, wie Farbbeständigkeit, Bruehfestigkeic, chemische Beständigkeit und die Beständigkeit gegen BaKterien, zu beeinträchtigen.
Das Pernaxogenat als Anion enthaltende quaternäre Ämmoniunisax£ Kann auf folgende Weise hergestellt werden: Ein Oxganiscnes arain wird in Gegenwart von Wasser oder einem oi'guniselien Lösungsmittel mit Älüylenoxid versetzt, und
B09825/10 5Q
das erhaltene quaternäre Ammoniumhydroxid wird kontinuierlich mit ferhalogensäure neutralisiert.
Das organische Amin ist ein aliphacisches oder ein aromatisches Amin. Es können primäre, sekundäre oder tertiäre Amine verwendet werden.
Die Umsetzung wird bei einer Temperatur von etwa 30 bis 100° C durchgeführt und erfordert 1/2 bis t> Stunden. Besonders durch die Anwesenheit eines Lösungsmittels reagiert das organische Amin leicht mit dem Alkylenoxide wobei quaternäres Ammoniumhydroxid oder quaternäres Ammoniumalkoxid gebildet wird, das mit Hilfe eines geeigneten Indikators, wie Thymolphthalein, oder durch einen pH-Meter ermittelt werden kann, wobei es während der Reaktion gleichzeitig mit der Säure neutralisiert werden kann. Beispielsweise reagiert aliphatisches tertiäres Dimethyldodecylamin, das in Alkohol gelöst ist, leicht »it Ä'thylenoxid. Danach läßt man sofort Perhalogensäure auf das so gebildete Ammoniumhydroxid tropfen, um dieses zu neutralisieren. Die Reaktion wird fortgesetzt, bis keine Nebenprodukte mehr entstehen, so daß man eine 100 %ige Ausbeute erhält. In Fig. 2 sind graphischen Darstellungen über die Verhältnisse zwischen dem quaternären Ammoniumhydroxid und dem Molverhältnis zwischen absorbiertem Äthylenoxid und dem organischen Amin aufgezeichnet. Kurve 1 zeigt den Fall, daß als organisches- Amin Dimethyldodecylamin verwendet wird, Kurve II Methyldodecylamin und Kurve III Dodecylamin. Die Reaktionstemperatur beträgt 65 bis 70° C. Bei den Kurven I und II erreicht die gewonnene Menge an quaternärem Ammoniumhydroxid (Siehe Gleichung 1) bei 90 % einen Gleichgewichtszustand. Dann läuft die Reaktion nur nach der folgenden Gleichung (3) ab für den Fall von Kurve III. Die gewonnene Menge an quaternärem Ammoniumhydroxid liegt in der Größenordnung von 60 %.
509825/1050 BAD
- - K + CH - Oil
X , Δ / Δ i -- N - C-H1 On
χ , Δ k
a. -N- C Λί OH
χ, ^4
Oil
H-- N - C .,H .OH
ii.
+ /i" + H,0 (2)
Cii — vj
ij
j.iOCHr.Cii,.OH
Δ Δ
so gewonnene ikmmoniumhyciroxid wild mit der Jferhalogen-Stlure neucralisiert. Dann weraen etwa 10 Vo Amin (Menge des ein^ebracnten ^imins) im Falle der Kurven ί und II und ^u /0 jiinin (ebenfalls Menge des eingebrachten Amins) im i'a^xe von Kurve III als nicht an der Keaktion beteiligtes Produkt mit der erhaltenen Substanz vermischt.
uei diesem Verfahren wird das erhaltene quaternäre Ammoniuinhydroxiü sofort mix der Perhalogensäure neutralisiert, wahrend gleichzeitig die Reaktionen nach den Gleichungen (jl) und (2) kontinuierlich fortschreiten, ohne daß es die geringste Möglichkeit der Bildung von Ammoniumhydroxid giDt, das die Keaktion nach der Gleichung (3) in dem Keaktionssystem auslösen könnte. So wird die Heaktion nach Gleicnung (u) unterdrückt, und die Reaktionen nach den Gleichungen (I) und (2) laufen vollständig ab.
üo ist es möglich, die Reaktionen nach den Gleichungen (i) und (2) 100 %ig ablaufen zu lassen, in hoher Ausbeute aus nicht umgesetztem Amin freies quaternäres Ammoniumsalz zu gewinnen und ohne Rücksicht auf die verwendete Säure Ment ein reines Produkt zu erhalten.
509825/1050
- Iu -
Die Erfindung wird nachstehend anhand von Beispielen nocn im einzelnen erläutert.
Beispiel i
2i,4 g (0,1 iuol) Dimethyidodecylamin werden in /0 Vb iithanol gelöst. Die erhaltene Mischung wird bei einer Temperatur von 50 bis 70 C mit Äthylenoxid versetzt. Das so gewonnene quaternäre Ammoniumhydroxid wird mit 2ü yüger wässriger Perchlorsäure neutralisiert, wobei sich das Produkt Ii (Tabelle 1) bildet. Diese Reaktion läuft nach den folgenden Gleichungen ab:
Üri
CH.
+ ClU
χι,Xj
Wenn ansteile von Dimethyldodecyiamin dtearamidäthyld!Methylamin verwendet wird, bildet sich das Produkt 1 in Taoelle 1.
Beispiel 2
21,4 g (0,1 Mol) Dimethyldodecyiamin werden in derselben Menge Äthanol wie in Beispiel 1 gelöst, und das erhaltene Gemisch wird mit 4ö g 20 Viiger Perch borsäure versetzt. Das so erhaltene Produkt wird mit Ätnylenoxid quaternisiert und anschneidend kontinuierlich mit 5 g 20 %iger Perchlorsäure zur Gewinnung des Produktes Ii in Tabelle 1 versetzt.
Die Versuchsergebnisse mit dem eri'indungsgemäß aui PVC-Platten angewendeten Produkt werden nachstehend anhand der folgenden Beispiele veranschaulicht.
509825/1050
BAD ORIGINAL
- ix -
,üeispiei ü
liartes Polyvinylchlorid:
PVC (p = 800) 100 g
^Stabilisierungsmittel ο
(jJibuT;yizirmmalea~c) &
(^uaternäres Araraoniumsalz 3 mMol
(Die quaternären Ammoniumsalze sind die in Tabelle 1 aufgeführten Produkte 1, II, III und IV).
Die genannten drei Bestandteile werden vollständig miteinander vermischt und dann bei lV0° C 10 Minuten lang der Walzenmischbehandiung unterworfen und dann zu Platten mit je einer Dicke von 1 mm verpreßt. Verschiedene Eigenschaften der so erhaltenen PVC-Platten sind wie folgt:
1) Farbe der PVC-Hatte.
fabeile 2
produkt I II III IV Rein
„ , färb- färb- , „ dunkel- färb-Farbe los los braun braun los
Wie aus der obigen Tabelle 2 ersichtlichdst, bewirken die bekannten produkte III und IV eine Verfärbung der Platte, während die Produkte I und II, die erfindungsgemäß verwendet werden, vorzüglich geeignet sind, eine solche Verfärbung zu verhindern.
Verschiedene Eigenschaften einer FVC-Platte, die mit quaternären ammoniumsalzen mit den Unionen Cü.COü" (V), j" (VI) und l\0 ~" (VII) anstelle von Perhalogenat behan-
C*
ciext ist, werden in Tabelle ο aufgeführt.
BAD O^Q-'A* Λ r r n
50982 5/1050
Produkt Tabelle 3
Anion V Farbe der behandelten
Platte
CH3COO" VI dunkelbraun
J" VII schwarz
NO3- braun
Im Gegensatz zu dem vorstehenden bewirken quaternäre Ammoniumsalze mit Perhalogenat als Anion, wie sie erfindungsgemäß verwendet werden, bei der Anwendung auf PVS-Platten keine Veränderung der Farbe, so daß ein neuartiges Produkt, das keinen Farbwechsel zeigt, gewonnen wird. t»ie quaternären Ammoniumsalze mit FO4", BrO4" und JO4" als Anion anstelle von ClO4' haben dieselbe Wirkung wie ClO4".
2) Hitzebeständigkeit der PVC-Platten (Bei 180° C)
Tabelle 4 zeigt die Hitzebeständigkeit einer in einem Ofen auf 180° C erhitzten PVC-Platte.
Produkt Nr.
Tabelle 4
Zeit (min) 0
20
80
100 120
Wie aus Tabelle 4 ersehen werden kann, wurden die mit den bekannten Produkten III und IV behandelten Platten bei einer
509825/1050
BAD ORIGINAL
-Xo-
j.üv C nach zeiin iuinuten schwarm , wahrend exe mit don ir-rodukten i und ΪΧ erfindungsgemäio behandextexi i'io-'cten bei derselben Temperatur für die gleiche Zeitdauer nicht sesciiwärzt wurden und eine ausgezeichnete *iitliebest^nüigkeit zeigten, Wenn ein anderes ötauiiisiei'ungsiiitcex verwendet wird, wird die mit den bekannten Produkten behandelte iXutte Dei einer tirhÄtzung auf ±<J<i C IUr ^o .linutsn ^esehwarit, während dia hitzebeständigkeit von ):iit et en i-roduKcen χ unu Ii erxinüungsgemäß behandelten ijl4.\;coii von sokiieu otabiiisierungsmittem nicht beeinuu.jC wirci. jJle -xicuouestanciijiiteit von mit den Produkten ii-ica c-.er .ii-iinäuno; ueüancie-ten i-'/C-J^lax ten ist v/eitaus uesser, wenn ein zinnhaltiges ucabiiisierün^smittex verwendet wira.
o) ^riüiscatiscne Wirkun& der PVC-x-xatten und deren oauerhaf cirjkeit.
Jri„ci;e wird in ein üoxu:i ul'c konstante!1 Temperatur und !■■euchte von ^u' C bzw. uO du nacu füni'stündigein Jblinsteilen von reiiiijoratur und i/'euehte ^eie^t, und dann wurden die uoorx j-ivCiieiiüescäncii^kei c una die auftretende Ladung auf uer rjLutte, die durch iieibung entstand, gemessen.
wurden der eiexifcrxsche uberfxächenwiderin X2, una c:iö statische Ladung in ν gemessen, die aui der x-YC-ixacte entstand, axs diese rait einem unter konstantem Gewicht ü'esti'ecicten IJyionband 20ü mal/min in lieiuungskontakt gebracht wordenw war»
Jie rfcrte idr dea elektrischen Ooerilächenwiderstand und dio Ladung sollten vorzugsweise klein sein, kiur kessung der Beständigkeit o.er antistatischen Wirkung wurde die χ-/C-irlatte mit Wasser gewaschen. Die .Platte wurde dazu mit Wasser von ώϋ° C in einer kenge von 2 l/min fünf otuiiden lang gewascnen und danach die Verminderung der
509825/1050 BAd
antistatischen Wirkung beooachtet. Das bian der Verminderung der antistatischen Wirkung bei mit Produkten nach der Gründung behandelten PVO-AÜatten ist geringer als das von mit bekannten trodukten behandelten blatten, in den ersteren ist die antistatische Wirkung auch hinsicutlich ihrer Dauerhaftigkeit ausgezeichnet. Diese Tatsache zeigt, ciaiä die ierhalogenat als ^nion enthaltenden unuiioniui eine geeignete wechselseitige Löslichkeit haben, so das quatei'näre Am/iioniumsaiZ' auf tier coerixacne cies lest haftet und nicht abgewaschen werden kann.
Die trüiungsergebnisse sind in Tabelle u z
Tabelle 5
ίτο- Elektrischer Durch ueibung austretende Ladung (V) dukt Widerstand (A) Vor dein Waschen nach deiü Waschen
i χ χ io* oO
II 2 χ iü*
III 7xiu' xio
IV 1 χ 10ö 100
rein 'L''
mehr axs IJ "
JÜÜU
/UO UOO
Beispiel <t
Weiches ^VC mit der Zusammensetzung: IUU g j^VC, oü g Dioctylphthalat, J g Dibutylzinnmaleat und I,ü g quaternäres ikmmoniumsalz (wirksamer Bestandteil) wurde zu einer Folie verformt und deren Wirkung gemessen. Die angewendeten Ammoniumsalze entsprechen den Produkten I und III in Tabelle 1.
509825/1050
BAD ORWINAi
Die uehandlungsbedingungen waren folgende: Die genannten .bestandteile wurden bei löü C fünf iuinuten mit iiilfe von falzen vermischt und schließlich unter at DrucK drei iuinucen zu einer ij'olie verpreßt, jJie Farbe der so oriitixcenen x^olie und ihre Hitzebeständigkeit Dei IdO C and in i'aüeile ο angegeben. Die antistatische Wirkung ist in Tabelle 7 gezeigt.
Tabelle υ
(Farüveränaerungen einer Jt-VC-i'oiie und ihre iiitzabeständißkeit bei lüO° C)
j.- IOd Uiit χ1 arb ver ändei" ung Hitzebeständigkeit bei 1Bܰ C Y
1 keine '/A
ill ^e-Lb
rein üeine
γ/\
0 20 4ü 60 80
(uin) ■—-^
Tabelle 7
(Antistatische V/ii-kung bei einer PVC-i'olie)
Durch Keibung auftretende ladung (V)
Produkt
vor dem Waschen
nach dem Waschen
rein
10
10
7 00
9. S
800
.lie aeii !'aüe^ien b und 7 entnommen werden kann, verleiht das Clü ~ als Änion aufweisende erfindungsgemäß verwendete i-'rodukt; der PV(J-I1OUe eine ausgezeichnete liitzebestandigkeit und antistatische Wirkung.
509825/Ί 0 5 0
Beispiel 5
Anwendung des quaternären Ammoniumsalzes auf Vinylchlorid-Vinylacetat-Mischpolymerisat.
Das quaternäre Ammoniumsalz I wurde mit einem Schallplattenmaterial, d.h. m*t Vinylchlorid-Vinylacetat-Mischpolymerisat (p - 45O1 Gehalt an PVAc 12 %), vermischt und zu Platten verformt. In diesem Fall wurden 3 g Dibutylzinnraaleat als stabilisierungsmittel und 1,2 g des Produktes I pro 100 g Harz zugesetzt. Die Behandlungsbedingungen waren folgende: Die Bestandteile wurden bei 135° C fünf Minuten gewalzt und unter 10 at Druck bei 150° C eine Minute lang zu Platten verpreßt. Die Farbe der erhaltenen Platten und ihre Hitzebeständigkeit bei 150° C sind in Tabelle 8 zusammengestellt. Der antistatische Effekt ist in Tabelle 9 gezeigt.
Tabelle 8
(Farbveränderung und Hitzebeständigkeit der Mischpolymerisatplatte)
Produkt Farbveränderung Hitzebeständigkeit bei 15Ü y/. ° C /
I keine
III gelb I r-
rein keine
1.1// /y
schwarz/ /
I
O 20 40.60 80 100 Zeit (min) :>
Tabelle 9 (Antistatische Wirkung der Mischpolymerisatplatte)
Produkt
Durch Reibung hervorgerufene Ladung (V) Vor dem Waschen Nach dem Waschen
III
rein
140
200
2400
350
600
2500
509825/1050
Beispiel ο
Anwendung des quaternär en Ammoniumsaizes auf Polystyrol.
Polystyrol in Plättchenform wurde mit 1,2 Teilen des Produktes ι auf 100 i'eiie Harz vermischt, und die so erhaltene Lischung wurde bei 200 C zehn Minuten gewalzt und unter lü at Drucic bei 200 C eine Minute lang zu einer Platte veivrexät. Die aux dem Polystyrol auftretende Ladung infolge von iieibung betrug 2Ou V, während die Ladung bei einer Platte ohne Zusatz von quaternärem Ammoniumsalz 2500 V betrug. jJiese Tatsache zeigt, daß der Zusatz von jt-rodukt I zu der Poiystyrolplatte das Auftreten von Ladung auf der Polystyrolpiatte unterdrückt.
Beispiel 7
.anwendung des quaternären Äminoniumsalzes auf Synthesefasern
I g Tetronfaser und/oaer Nyionfaser, beide vollständig gewaschen, wurden in eine 10 yoige Lösung des Produktes I getaucht. Die Fasern wurden herausgenommen unct auf das doppelte i?'asergewicht ausgedrückt und dann bei 70 C eine Stunde getrocknet. Temperatur und Feuchte der Fasern wurden auf 20 C bzw. (50 KH eingestellt, wonach dei· elektrische tficierstand der Fasern gemessen wurde.
Die Fasern wurden wiederholt bei 40 C zehn Minuten lang mit üilie einer 2 %igen Lösung von ülkylbenzolnatriumsulfonat gewaschen und anschließend die Veränderung der antistatischen Wirkung der Fasern gemessen. Die Ergebnisse sinü in Tabelle 10 zusammengestellt.
509825/ 1050
Tabelle 10
(Antistatische Wirkung (-TL))
Faser Nach der Zahl der Waechg.ci.nge
Behandlung 12 ο 4 5
Nylon 2 χ IG16 oxiO8 ϋχΐϋ8 2xiO9 ÖxiO9 bxlO10 Tetron 2 χ Ii)6 3,5xlO8 8xlÜÖ Ixiü9 7x10° oxlü
Wie Tabelle 10 entnommen werden kann, wird die antistatische Wirkung der Fasern auch nach fünfmaligem Waschen aufrechterhalten. Dies ist ein neuer Effekt, der mit deu bekannten quaternären ammoniumsalzen nicht erreicht werden kann.
Um die erhebliche Überlegenheit der quaternären Amnioniumperhalogenate für hochmolekulare Stoffe als antistatische Mittel nach der Erfindung gegenüber quaternären Ammoniumverbindungen, wie sie in bekannter Weise verwendet werden, zu zeigen, wurden die folgenden Versuche angestellt:
Versuch I Wärmestabilität
Die in der folgenden Tabelle Ii aufgeführten sechs quaternären Ammoniumverbindungen wurden zur Untersuchung der Wärmestabilität verwendet. Die Verbindungen 1 bis einschließlich 4 sind Salze, die als Stabilisatoren bereits bekannt sind, während die Verbindungen ο und ö gemäß der Erfindung verwendet werden. Es wurden jeweils fünf Proben untersucht, die Zersetzungszeiten von 0,5, I1 1,5, 2 bzw. 3 Stunden unterworfen wurden. Die Untersuchung wurde auf folgende Weise durchgeführt:
1 mMol jeder Probe wurde in einem Wägegefäß von 30 mm Durchmesser und 20 mm Tiefe genau abgewogen und dann in einen elektrischen Ofen von 1ÖO° C auf die jeweils vorbe-
509825/1050 bad original
-Iy-
stimmte ieit erhitzt. Jede erhitzte Probe wurde dann in iVasser gelöst, so daß jeweils 100 ml wässrige Lösung erhalten wurden. Dann wurde die jeweils unzersetzt gebliebene Jiienge jeder Probe durch Titration ermittelt, indem 20 ml jeder wässrigen Lösung mit n/30 Natriumtetraphenylbor unter Verwendung von Methylorange als Indikator titriert wurden. Die während der Erhitzung· gebildete Aminmenge wurde bestimmt, indem 20 ml jeder wässrigen Lösung im alkalischen bereich mit Äther extrahiert und die Extrakte mit n/20 Perchlorsäure unter Verwendung von Kristallviolett als Indikator titriert wurden. Dann wurden die Mengen an unzersetzt gebliebenem quaternärem Ammoniumsalz erreichnet, indem die Menge an gebildetem Amin von der Summe an unzersetzt gebliebener Probe und gebildetem Amin subtrahiert wurde. Schließlich wurde das Verhältnis der Wärmezersetzung· in Vo wie folgt ermittelt:
(Ausgangsgewicht _ (Gewicht der un-
„ ,..·,. · /. λ der Probe) zersetzten Probe)1nn
Verhaltnxs (/o) = * u x
Ausgangsgewicht der Probe
Die Ergebnisse sind in Tabelle 11 aufgeführt.
Tabelle 11
verbin- v „i, ·„,*„„„ Erhitzungsdauer (h)
dung Nr. ^bindung 0.5 1.0 1.5 2.0 3.0
H1N- 11,3 20,1 48,0 90,0
2 C17H35CONuC3H0N- 1,3 8,0 31,9 87,0 100
3 C „Η.,^CGNHC.-JVN- 2,0 10,ti 39,1 73,4 80,4
X1 OO ö U
C1H0^CONHCr1HaN- 13,1 15,9 68,5 88,3 87,8
509825/1050
(Fortsetzung Tabelle 11)
5 C - HQ~CONHC,,HÄN-
XX Zo Ο D
(CH3)2C2H4OH.C1O4
14, 4 20, 1 30, 7 32, 1 37, 7
ϋ C17H35CONHC3H6N-
(CH3)2C2H4OH·ClU4
20, 3 29, 8 31, 7 42, 2 43, 2
Die Daten der Tabelle 11 zeigen deutlich die Überlegenheit der erfindungsgemäß verwendeten Verbindungen 5 und 6. Das Verhältnis, in dem sich die Verbindungen 5 und 6 zersetzen, verringert sich nach einer Stunde deutlich, während das Verhältnis der Verbindungen 1 bis 4 beachtlich zunimmt. Nach drei Stunden ist das Zersetzungsverhältnis bei der Verbindung 1 so groß, daß keine Messung mehr vorgenommen werden kann, während es für die Verbindung 2 100 % beträgt. Das Verhältnis bei den Verbindungen 3 und 4 liegt nahe bei 100 %, während es für die Verbindungen 5 und 6 nach drei Stunden 37,7 bzw. 42,2 % beträgt. Ein Vergleich der Verbindungen 1 bis 4 einerseits mit den Verbindungen 5 und 6 andererseits zeigt deutlich, daß selbst die besten bekannten Verbindungen, d.h. die Verbindungen ο und 4, nach drei Stunden ein Zersetzungsverhältnis zeigen, das wesentlich schlechter ist als das der Verbindungen 5 und 6. Bemerkenswert bei den Verbindungen 5 und 6 ist, daß sie zu keinerlei unerwünschter Verfärbung führen, wenn sie mit den konventioneilen synthetischen Harzen einheitlich verknetet werden, was bei den Verbindungen 1 bis 4 nicht der Fall ist, Deshalb können die Verbindungen 5 und ö auch in solchen Fällen als antistatische Mitten verwendet werden, in denen die Verwendung der Verbindungen 1 bis 4 unmöglich ist.
Versuch II
Stabilität der Harzmassen
Je 0,03 mJiol der in Tabelle 12 aufgeführten Verbindungen wurden je 1 g Polyvinylchlorid einverleibt, und die erhaltenen Gemische wurden für die in dieser Tabelle jeweils
509825/1050 ßAD oBIGlNAL
- 2x -
angegebene Zeit einer Temperatur von 180 C ausgesetzt. Jedes üemisch wurde dann neben reinem Polyvinylchlorid nacii üoTiVi-u-Zii^—ii/ untersucht, um die Menge an entwickeltem Chlorwasserstoff zu ermittein, rsei dieser messung wird die üeschieunigungswirkung festgestellt, die jede Verbindung auf die iersetzun^ von iroiyvinylchlorid ausüut. Ergebnisse sind in Tabelle x.4 angegeben.
labelIe χ 2
(iintwickeltes uCi (mg))
Veroiii— T»
dun>," Nr.
tüii-Cl üirhi tzungsdauer (h)
2,0 3
180
χ C ,11..(.N(CIi ),>C,-ii, ^uH-NO3 50 125 155
2 ci2a25N(CV2C2H4 ^2OSu4 45 105 100
Un-CiU4 ie ü5 5
O12U25N(C^)2C2Ii4 2 4 4
5 ohne Zusatz 0 2
Die in Tabelle 12 angegebenen Werte zeigen deutlich, daid die erfindungsgemäü verwendete Verbindung 4, wenn überhaupt, dann nur eine geringe Wärmeverminderungswirkung auf irOiyvinylchlorid ausübt. Das Verhältnis der Chlorwasserstoffen cwicklung, aas das Iviaw der Zersetzung anzeigt, ist bei der Verwendung der Verbindung <t nahezu gleich dem von reinern Polyvinylchlorid. Im Gegensatz dazu zeigen die Werte der Verbindungen x, 2 und 3, die in bekannter Weise verwendet; werden, eine starke Beschleunigung der Zersetzung von ioiyvinylcnlorid. Die Werte der Tabelle 12 sind in der beigefügten Zeichnung (i?ig. a) graphisch dargestellt.
509825/1050
Versuch III Verfärbung von jrolyvinylchloridplatten
Proben der in Tabelle x3 aufgeführten Verbindungen wurden nach folgendem llezept mit farblosem Polyvinylchlorid vermischt:
PVC (p - 80Ü) Dibutylzinnmaleat (otabilisator) Verbindung nach Tabelle Io
iüü g 3 ii 3 rciiuo 1
Die erhaltenen Gemische wurden dann lüu Minuten bei Iv υ C mit Walzen vermischt und zu 1 nun dicken Platten verpreut. Die Farben der erhaltenen Platten wurden miteinander una mit der von reinem.Polyvinylchlorid verglichen. Ergebnisse sind in Tabelle 13 aufgeführt.
TaDelie 13
Verbin-Nr.
Verbindung-
Farbe
1 Ci7iiJ5CÜHNC2ii4N(CH3)2C2U4üli*Clü4 farblos
2 0i/lij5(JÜHuC3liüW(Cli3)2CAUii<NOJ braun
ό c12H25N(Cii3)2C2M4OH#C1Ü* farblos
4 C12H25N(CHd>a·01 dunkelbraun
ö C12ri25N(CH3)2C2ri4ÜM<J schwarz
6 C12H20N(CH3)J4C2H4CJH-HO3 braun
7 CI2H25N (C"3 > 2C2H4Ori" 000011S dunkelbraun
ö Ohne Zusatz farblos
Die Werte in Tabelle 13 zeigen, daß die Verbindungen 1 und 3, die erfindungsgemäio verwendet werden, im Gegensatz zu
509825/1050
BAD ORIGINAL
den in bekannter Weise verwendeten Verbindungen 2 und 4 bis "i keine Verfärbung von Polyvinylchlorid verursachen, wenn sie mit diesem zu Platten verpreßt werden.
Versuch IV antistatische Wirkung
ioiyvinylchloridpiatten, die die in der Tabelle 14 aufgeführten Verbindungen 1 bis 4 enthielten, wurden neben einer Platten aus reinem Polyvinylchlorid auf antistatische ,iUi^adung (·/) untersucht. Jede Platte wurde 200 mal in einer minute mit einem Nylonband gerieben, das unter einer konstanten belastung gespannt war. Nach Messung der antistatischen miiladung jeder Platte wurden diese ί'ύηί dtunden Uli c fiie^enüem Wasser (2 l/min) von 20 C gewaschen, wonacxi die antistatische Aufladung jeder Platte erneut & ermessen wurde, Die Ergebnisse sind in Tabelle 14 zusammengestellt.
Tabelle 14
Verbindung Isr.
Verbindung
Statische Ladung (V)
1 ÜlY11b5CÜWliCAK(C^)2- 30 200
C.,ii Ou-ClO.
2 ft 4
2 Cx2H25N(CH3)2C2H40H.C10 •4 300
ό Cn „h-..-CONHC ii.-.N (CH ,) ,>-
X ι OO «J O O ti
800 700
Δ 4 ό
4 C12H25N(CIi3VCl 100 bOü
ό Ohne zusatz 3000 -
*) = Vor dem Waschen
•kit) ss Nach dem Waschen
509825/1Ü5G
Die Werte dieser Tabelle zeigen, daß die Verbindungen 1 bis 4 vor dem Waschen sämtlich eine ausgezeichnete antistatische Wirkung haben, Die erfindungsgemäß verwendeten Verbindungen 1 und 2 haben jedoch noch eine 1,5- bis 3-fach bessere Wirkung als die in bekannter Weise verwendeten Verbindungen 3 und 4. Darüber hinaus behalten die die Verbindungen 1 und 2 enthaltenden Platten nach längerem Waschen eine bessere antistatische Eigenschaft zurück. Während die antistatische Wirkung der Verbindungen 3 und dann um das Ü- bzw. ö-fache ansteigt, steigt die der Verbindungen 1 und 2 nur um das 7- bzw. ü-fache an. Die bessere antistatische Ausgangswirkung der Verbindungen 1 und 2 zusammen mit der besseren zurückbleibenden Eigenschaft ergibt deshalb bei den die Verbindungen 1 und 2 enthaltenden Platten eine verbesserte antistatische Eigenschaft nach dem Waschen.
Versuch V
garbe, Wärmebeständigkeit und antistatische Aufladung bei Viny!chlorid-Vinylacetat-Mischpolymerisat
Je 100 g reines Vinylchlorid-Vinylacetat-Mischpolymerisat (p - 450, PVAc-Gehalt 12 %), wie es für die Herstellung von Schallplatten verwendet wird, wurden mit 3 g Dibutyizinnmaleat und 1,2 g der in Tabelle 15 aufgeführten Verbindungen 1 bis 3 vermischt. Die erhaltenen Gemische wurden fünf Minuten bei 135° C gewalzt und eine Minute bei 150° C und unter einem Druck von 10 Atmosphären verpreßt. Die Verfärbung dieser Proben ist ebenso wie die Wärmebeständigkeit (Zeitdauer bis zum Schwarzwerden in einem Ofen von 150° C) in Tabelle 15 angegeben. Desgleichen enthält Tabelle 15 die Werte der antistatischen Aufladung vor und nach dem Waschen der Platten, das auf die in Versuch IV angegebene Weise durchgeführt wurde. Alle Untersuchungen wurden schließlich auch mit reinem Mischpolymerisat durchgeführt.
BAD
509825/1Ü50
Tabelle 15
Verbindung Ji'arD- rfärmebeständigin Tabelle änderung keit (&eit bis l'i zum ochwarz-
werden (min)
atatische Aufladung V) Vor dem Nach dem Waschen Waschen
1 keine 80 10 25
2 gelb IO όό
Oiine Zusatz keine 100 7üü 300
Werte der Tabelle iö zeigen die klare Überlegenheit der eriindungssemäß verwendeten Verbindung i gegenüber der in bekannter Weise verwendeten Verbindung J auf allen untersuchen Gebieten.
Patentansprüche:
809825/1050

Claims (2)

Jfatentansprüciie :
1. Verwendung von quaternären Ammoniumsalzen mit einem Perhalogenatanion der allgemeinen Formel
ir - w - η.
1 , ο
AU.
wobei X ein üalogen, H-, eine aliphatische iLoiixenwasser stoff gruppe, eine haiogensubsti tuierte kohienwasserstoffgruppe oder eine alfcylamidalkyigruppe mit mindestens sechs kohlenstoffatomen, ü und u , wasserscoli" oder eine niedere Alkylgruppe und U eine niedere iiydroxyaikylgruppe ist, als antistatisches iuittei für hochmolekulare otoffe.
2. Antistatisches iviittel nach Anspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, daß es ein quaternäres Ammoniumsaiz der Formel C1 „H.-,,-CONü-Coh N(Cu .)rjC..ii .UH-Clü. ist.
ö. Antistatisches üittel nach Anspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, daU es ein quaternäres Ammoniumperhalogenat der Formel C,..H1^w(CH0).X'.-)HUii»Clü/t ist.
509825/1050
Unterlagen ^- '*' —■ · ■
. 9.
BAD ORIGINAL
L e e r s ej t e
DE1963N0023264 1962-05-31 1963-05-31 Antistatisches mittel fuer hochmolekulare stoffe Pending DE1569209A1 (de)

Applications Claiming Priority (4)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP2240962 1962-05-31
JP3536962 1962-08-15
JP4229562 1962-09-27
JP4229662 1962-09-27

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1569209A1 true DE1569209A1 (de) 1975-06-19

Family

ID=27457761

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1963N0023264 Pending DE1569209A1 (de) 1962-05-31 1963-05-31 Antistatisches mittel fuer hochmolekulare stoffe

Country Status (3)

Country Link
US (1) US3268564A (de)
DE (1) DE1569209A1 (de)
GB (1) GB1003096A (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3116087A1 (de) * 1981-04-23 1982-11-11 Degussa Ag, 6000 Frankfurt "verfahren zur herstellung von quartaeren ammoniumverbindungen"
US4485259A (en) * 1982-09-30 1984-11-27 Ppg Industries, Inc. Pigment grinding vehicle

Families Citing this family (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1769865A1 (de) * 1968-07-27 1971-10-14 Basf Ag Verfahren zur dauernhaften Formgebung von Keratin enthaltendem oder aus Keratin bestehendem Fasergut
DE10160662A1 (de) * 2001-12-11 2003-06-18 Baerlocher Gmbh Stabilisatorzusammensetzung, deren Herstellung und Verwendung

Family Cites Families (8)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
NL73781C (de) * 1900-01-01
US2299782A (en) * 1939-03-30 1942-10-27 Eastman Kodak Co Surface active materials
US2256958A (en) * 1939-05-13 1941-09-23 Pittsburgh Plate Glass Co Quaternary ammonium hypohalites and method of making same
NL170898B (nl) * 1951-08-17 1900-01-01 Philips Nv Magnetoweerstand-kop.
US2897170A (en) * 1954-04-09 1959-07-28 American Cyanamid Co Antistatic treatment with a quaternary ammonium compound containing a polyetheneoxy grouping and products thereof
BE572385A (de) * 1958-01-20
US3011918A (en) * 1959-05-29 1961-12-05 Dow Chemical Co Electroconductive coated paper and method of making the same
US3082227A (en) * 1961-09-27 1963-03-19 American Cyanamid Co Method of preparing a quaternary ammonium compound

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3116087A1 (de) * 1981-04-23 1982-11-11 Degussa Ag, 6000 Frankfurt "verfahren zur herstellung von quartaeren ammoniumverbindungen"
US4485259A (en) * 1982-09-30 1984-11-27 Ppg Industries, Inc. Pigment grinding vehicle

Also Published As

Publication number Publication date
US3268564A (en) 1966-08-23
GB1003096A (en) 1965-09-02

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1569596B2 (de) Formmassen
DE2809244A1 (de) Antibakterielles und fungizides material
DE1200681B (de) Durch Waerme entwickelbares Diazo-typiematerial
DE69704671T2 (de) Fluorierte copolymere für die öl - und wasser abweisende behandlung von substraten
DE2256234A1 (de) Kationische oberflaechenaktive verbindungen, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung fuer die behandlung von textilmaterialien
DE2511313A1 (de) Verfahren zur herstellung von poroesem plattenmaterial aus thermoplastischen polymerisaten
DE2409412A1 (de) Ammoniumalkylensulfonate, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung als antistatikmittel
DE1569209A1 (de) Antistatisches mittel fuer hochmolekulare stoffe
DE1040784B (de) Verfahren zur Herstellung thermoplastischer, fuer die Herstellung biegsamer Filme geeigneter Polyurethane
DE1190425B (de) Verfahren zur knitterfreien Textilausruestung
DE1145644B (de) Thermographisches Kopiermaterial
DE1132130B (de) Verfahren zur Herstellung von flammfesten Phosphorverbindungen
US3272648A (en) Antistatic treatment with a quaternary ammonium perhalogenate and products thereof
DE3414926A1 (de) Magnetisches aufzeichnungsmedium
DE1248456B (de) Verfahren zur Herstellung von schwer entflammbarem Papier
DE1444095A1 (de) Verfahren zur Stabilisierung der Aufrauhung oder des Flors von Textilwaren
DE1908844B2 (de) Verwendung von bor-stickstoff-verbindungen als zusatz zu polymeren
DE2720450C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Cadmiumsulfidteilchen für die Elektrophotographie
DE1569596C3 (de) Formmassen
DE2558999A1 (de) Elektrostatisches aufzeichnungsmaterial und verfahren zu seiner herstellung
DE2061896A1 (de) Metallverbindungen von Polycarbamoylamidrazonen
DE2157290B2 (de) Verfahren zur antistatischen Ausrüstung von synthetischen Hochpolymeren
DE1962921A1 (de) Antielektrostatische thermoplastische Formmassen und Formkoerper
DE2200693C3 (de) Sauerstoffhaltige Rhodium-Molybdan-Verbindung, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung
DE1772735B2 (de) Elektrophotographisches aufzeichnungsmaterial und verfahren zu seiner herstellung