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DE1568575C - Verfahren zum Aufarbeiten von Reaktionsgemischen aus der substituierenden Chlorie rung von aliphatischen Ausgangskohlenwasser stoffen, deren Siedepunkt tiefer hegt als der von Chlorwasserstoff - Google Patents

Verfahren zum Aufarbeiten von Reaktionsgemischen aus der substituierenden Chlorie rung von aliphatischen Ausgangskohlenwasser stoffen, deren Siedepunkt tiefer hegt als der von Chlorwasserstoff

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Publication number
DE1568575C
DE1568575C DE1568575C DE 1568575 C DE1568575 C DE 1568575C DE 1568575 C DE1568575 C DE 1568575C
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DE
Germany
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hydrogen chloride
chlorination
liquid
starting hydrocarbon
product
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Manfred Dr. 6230 Frank fürt Höchst; Oeser Hanns Rudolf. 6240 Kömgstein; Heck Günter 6238 Hofheim; An ders Ulrich 6230 Frankfurt Höchst; Wald Walter. 6271 Steinfischbach Rossberg
Original Assignee
Farbwerke Hoechst AG, vorm. Meister Lucius & Bruning, 6000 Frankfurt
Publication date

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Description

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Nach den bisher bekannten Verfahren der substi- Wasserstoffes und Chlorwasserstoff enthält, und b) tuierenden Chlorierung von aliphatischen gesättigten eine gasförmige Phase, die im wesentlichen den AusKohlenwasserstoffen wird bei der Aufarbeitung des .gangskohlenwasserstoff enthält, anfällt, worauf man Gemisches der chlorierten Kohlenwasserstoffe und zweitens die in erstens erhaltene flüssige Phase in vor ihrer Reingewinnung der entstandene Chlorwasser- 5 üblicher Weise ein- oder mehrstufig rektifiziert, wobei stoff durch Absorption in Wasser entfernt. Dabei man als Endprodukte die Chlorierungsprodukte des entsteht als Zwangsanfall wäßrige Salzsäure, deren Ausgangskohlenwasserstoffes und trockenen Chlor-Absatz und Verwendung oft Schwierigkeiten bereitet. wasserstoff erhält.
Bei der Herstellung niedrigchlorierter Kohlenwasser- Es hat sich jedoch gemäß der Erfindung als besonders stoffe werden wegen des Überschusses des zu chlorie- io zweckmäßig erwiesen, die Trennung des Ausgangsrenden Kohlenwasserstoffes zu Chlor im allgemeinen kohlenwasserstoffes von seinen Chlorierungsprodukten Kreislauf verfahren angewendet (vgl. Ul !mann, und von bei der Reaktion entstandenen Chlorwasser-Encyklopädie der technischen Chemie, 3. Auflage, stoff in zwei Stufen vorzunehmen, indem das aus der " 5. Band, S. 403 bis 407). Entfernt man den Chlor- Chlorierung kommende Reaktionsgemisch nach Kühwasserstoff durch Absorption in Wasser, kann man in 15 lung und gegebenenfalls Kompression in einer ersten keinem Falle vermeiden, daß das kohlenwasserstoff- Stufe mit flüssigem, gegebenenfalls chlorwasserstoff- und Chlorkohlenwasserstoff haltige Gas nach dem Aus- haltigem Monochlorierungsprodukt gewaschen wird, waschen des Chlorwasserstoffes noch. Wasserdampf wobei die mehr als einfach chlorierten Derivate und und Reste von Chlorwasserstoff enthält, wobei die ein Teil des Monochlorierungsproduktes flüssig und letzteren durch eine Alkaliwäsche entfernt werden. 20 der Ausgangskohlenwasserstoff zusammen mit Chlor-Zur Gewinnung der Chlorkohlenwasserstoffe aus dem wasserstoff und einem Teil des Monochlorierungswasserdampfhaltigen Gas kann man entweder das Produktes gasförmig anfallen, und indem das die Gas trocknen, z. B. mit konzentrierter Schwefelsäure, erste Stufe gasförmig verlassende Gemisch in einer und dann nach Kompression und Kühlung die Chlorie- zweiten Stufe mit dem flüssigen Monochlorierungsrungsprodukte in flüssiger Form abscheiden, oder man 25 produkt des Ausgangskohlenwasserstoffes gewaschen kondensiert die Chlorierungsprodukte zusammen mit wird, wobei der Chlorwasserstoff im flüssigen Monodem vorhandenen Wasserdampf, worauf das Wasser Chlorierungsprodukt gelöst und der Ausgangskohlenvom flüssigen Chlorierungsprodukt abgetrennt wird. wasserstoff gasförmig erhalten wird.
Es sind auch Verfahren bekannt, nach denen man Führt man das Verfahren zweistufig durch* so kann
zunächst aus den Reaktionsgasen der Chlorierung die 3° man als Waschflüssigkeit für die erste Stufe zweckmäßig
Chlorierungsprodukte mittels einer Waschflüssigkeit, einen Teilstrom des chlorwasserstoffbeladenen Mono-
in der diese gut löslich sind, herauswäscht und der Auf- Chlorierungsproduktes aus dem Ablauf der zweiten
arbeitung zuführt. Der im Kreislaufgas enthaltene Stufe verwenden.
Chlorwasserstoff wird auch hier durch Absorption in Im übrigen kann als Waschflüssigkeit in der ersten
Wasser entfernt. An die Absorption schließt sich eine 35 und in der zweiten Stufe, gleichgültig, ob das Ver-
Alkaliwäsche und eine Trocknung an, ehe man das fahren ein- oder zweistufig ausgeführt wird, reines,
Restgas zur Chlorierung zurückführt. chlorwasserstofffreies Monochlorierungsprodukt ver-
Verfahren der beschriebenen Art haben neben der wendet werden. Führt man das Verfahren zweistufig
Tatsache des Zwangsanfalls von wäßriger Salzsäure aus, so kann das in der zweiten Stufe als Waschflüssig-
den Nachteil, daß bei ihnen sehr große Korrosions- 4° keit verwendete Monochlorierungsprodukt ebenfalls
Probleme auftreten, die sich nur durch Verwendung Chlorwasserstoff enthalten mit der Maßgabe, daß der
von Sondermaterialien umgehen lassen. Chlorwasserstoffgehalt geringer ist, als die Sättigung
Aus der deutschen Patentschrift 1 058 491 ist es des Monochlorierungsproduktes mit Chlorwasserstoff
bekannt, Chlorwasserstoff aus Chlorierungsgasen auf bei dem gewählten Druck und der gewählten Tem-
trockenem Wege dadurch abzutrennen, daß man diese 45 peratur entspricht.
bei Normaldruck durch eine Kolonne leitet, die am Der von seinen Chlorierungsprodukten und dem entKopf mit flüssigem Chlorwasserstoff als Rücklauf standenen Chlorwasserstoff getrennte Ausgangskohlenbeaufschlagt ist. Dieses Verfahren eignet sich nur für wasserstoff wird z. B. in die Chlorierung zurückgeführt die Aufarbeitung solcher Chlorkohlenwasserstoffe, die oder kann auch in anderer Weise weiterverarbeitet bei der Chlorierung von Kohlenwasserstoffen mit 5° werden. Es ist hierbei möglich, durch entsprechende einem höheren Siedepunkt als Chlorwasserstoff ent- Wahl von Temperatur und Druck in der Waschstehen. Es ist jedoch nicht geeignet für die Aufarbeitung. stufe, in dem zurückgeführten Ausgangskohlenwasservon Chlorierungsgemischen solcher Kohlenwasser- stoff einen definierten Chlorwasserstoff- und/oder stoffe, die einen tieferen Siedepunkt als Chlorwasser- Monochlorierungsproduktspiegel aufrechtzuerhalten, stoff haben, insbesondere Methan oder Äthan. 55 Beispielsweise kann man mit dem zurückgeführten
Es wurde ein Verfahren zum Aufarbeiten von Reak- Ausgangskohlenwasserstoff Monochlorierungspro-
tionsgemischen aus der substituierenden Chlorierung dukt in der Menge zur Chlorierung zurückführen, wie
von aliphatischen Ausgangskohlenwasserstoffen, deren es bei der Chlorierung entstanden ist. Durch diese
Siedepunkt tiefer liegt als der von Chlorwasserstoff, Maßnahme kann die Nettoproduktion in der ChIo-
gefunden, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man 60 rierungsstufe in Richtung auf die optimale Ausbeute
erstens das aus der Chlorierung kommende Reaktions- eines bestimmten Chlorierungsproduktes beeinflußt
gemisch aus unverändertem Ausgangskohlenwasser- werden.
stoff, dessen Chlorierungsprodukte und bei der Reak- Die Wahl von Druck und Temperatur in den Wasch-
tion entstandenem Chlorwasserstoff nach Kühlung stufen ist bei der Durchführung des erfindungsgemäßen
und gegebenenfalls Kompression mit dem flüssigen 65 Verfahrens weitgehend frei. Vorzugsweise arbeitet
Monochlorierungsprodukt des Ausgangskohlenwasser- man bei Drücken zwischen 1 und 35 ata und bei Tem-
stoffes einstufig wäscht, wobei a) eine flüssige Phase, peraturen zwischen —50 und +200C.
die die Chlorierungsprodukte des Ausgangskohlen- Die bei der Trennung erhaltenen, mit Chlorwasser-
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stoff beladenen flüssigen Chlorkohlenwasserstoffe wer- belädt und das am Boden flüssig abgenommen wird (5). den in bekannter Weise ein-oder mehrstufig rektifiziert, Man kann an dieser Stelle auch als Waschflüssigkeit wobei als Kopfprodukt an einer dieser Rektifikationen teilweise mit Chlorwasserstoff vorbeladenes Monotrockener Chlorwasserstoff mit einem solchen Rein- Chlorierungsprodukt einsetzen und kann damit den heitsgrad gewonnen werden kann, daß er in dieser 5 Chlorwasserstoffspiegel des Kreislaufs steuern. Die Form für andere Verwendungszwecke geeignet ist. am Kopf der Chlorwasserstoffwäsche abgehenden Man kann insbesondere den nach diesem Verfahren Gase 4 können einer weiteren Verwendung, insbesongewonnenen Chlorwasserstoff zur Umsetzung mit ein- dere der Chlorierung, wieder zugeführt werden. Sie wertigen aliphatischen Alkoholen verwenden, wobei enthalten je nach Druck und Temperatur am Kopf man die entsprechenden monochlorsutstituierten Koh- io der Kolonne D bzw. im Nachkühler D' einen entlenwasserstoffe gewinnt, die ihrerseits wieder als Wasch- sprechend einstellbaren Anteil an Monochlorierungsflüssigkeiten für den Chlorwasserstoff aus der Chlorie- produkt.
rungsreaktion des betreffenden Kohlenwasserstoffes Ein Teilstrom 8 der ablaufenden chlorwasserstpffeingesetzt werden können. In diesem Fall braucht der haltigen Flüssigkeit wird auf die erste Stufe C zurückrektifizierte Chlorwasserstoff in nicht sehr hohem 15 gepumpt; die Hauptmenge 9 wird der Chlorwasser-Reinheitsgrad gewonnen zu werden. Zum Beispiel stoff-Rektifikation E zugeführt. Dem Einlauf zu dieser kann ein mit Methylchlorid ausgewaschener Chlor- Rektifikation wird vorteilhafterweise der in der Destilwasserstoff, der nach der Rektifikation noch Methyl- lationsanlage F anfallende chlorwasserstoff haltige Prochlorid enthält, sehr gut zur Umsetzung von Methanol duktstrom 6 zugefügt, der neben Monochlorierungsmit Chlorwasserstoff zu Methylchlorid verwendet 20 produkt den Chlorwasserstoff enthält, der in der ersten werden. Stufe C nach Auswaschen der höherchlorierten Pro-Die zweistufige Abtrennung von höher chlorierten dukte mit Strom 3 zur Destillation geht. Am Kopf Produkten und Chlorwasserstoff aus dem gasförmigen der Chlorwasserstoff-Rektifikation E wird wasser-Chlorierungsproduktgemisch durch Auswaschung mit freier Chlorwasserstoff in flüssiger oder gasförmiger Monochlorierungsprodukt hat den Vorteil, daß bei 25 Form mit dem jeweils gewünschten Reinheitsgrad der Wiedergewinnung der Waschflüssigkeit durch Ab- abgenommen. Das im Sumpf ablaufende Monochlotrennen des Chlorwasserstoffes in ihr keine höher- rierungsprodukt ist praktisch frei von Chlorwasserchlorierten Produkte enthalten sind. In dem Wasch- stoff. Es wird als Waschflüssigkeit 7 auf den Kopf der und Regenerierungskreislauf des Monochlorierungs- Chlorwasserstoffwäsche zurückgeführt oder kann teilproduktes kann durch diese Maßnahme keine An- 30 weise der Destillation zusammen mit den für die erste reicherung der höherchlorierten Produkte auftreten. Stufe flüssig gewonnenen Chlorkohlenwasserstoffen
Verwendet man vor der Chlorwasserstoffabtrennung 3, 10 zugeführt werden.
aus dem gasförmigen Produktgemisch zum Aus- Da an keiner Stelle des Verfahrens Wasser oder
waschen der höher chlorierten Produkte Monochlo- wäßrige Salzsäure auftritt, läßt sich die Werkstoff-
rierungsprodukt, das noch mit Chlorwasserstoff beladen 35 frage relativ einfach lösen. Man kann weitgehend
ist, gewinnt man den Vorteil, daß die beim Absorbieren gewöhnlichen Stahl als Werkstoff verwenden,
der höher chlorierten Produkte frei werdende Wärme Das folgende Beispiel 1, a) bis c) zeigt die Druck-
durch Desorption des Chlorwasserstoffes aus der und Temperaturabhängigkeit der Zusammensetzung
Waschflüssigkeit ganz oder teilweise abgeführt werden der Kopf- und der Sumpffraktion in der zweiten
kann. 40 Stufe am Beispiel Methan/Chlorwasserstoff/Methyl-
Das Verfahren gemäß der Erfindung wird nun an chlorid:
Hand eines Fließschemas beschrieben: Beispiell
Gasförmiges Chlor und ein gasförmiger Ausgangskohlenwasserstoff zusammen mit im Kreislauf zurück- In eine Waschkolonne Ν PF 40 mm, Länge 2000 mm, geführtem Ausgangskohlenwasserstoff und/oder Chlor- 45 die mit Wendeln (2,5 mm) gefüllt war, wurde ein Mekohlenwasserstoff (gegebenenfalls Chlorwasserstoff) thanstrom, der keine höherchlorierten Produkte als werden in der Chlorierungszone A umgesetzt. Nach Methylchlorid enthielt und der noch mit Chlorwasser-Kühlung A' und Kompression B auf erhöhten Druck stoff beladen war, am unteren Ende. eingeleitet. Im wird das aus Chlorwasserstoff, Chlorkohlenwasser- Gegenstrom zu dem nach oben strömenden Gasstoffen und nicht umgesetztem Ausgangskohlenwasser- 50 gemisch wurde durch die Kolonne flüssiges Methylstoff bestehende Gemisch 1 zur Entfernung der zu chlorid gegeben. Je nach Gas-und Flüssigkeitsbelastung gewinnenden Chlorkohlenwasserstoffe in einer ersten einerseits und Gesamtdruck und Temperatur des Gas-Stufe C im Gegenstrom ausgewaschen. Als Wasch- ausgangs am Kopf und Flüssigkeitsausgangs im Sumpf flüssigkeit dient ein Teilstrom 8 des in der zweiten andererseits enthielt das am Kopf abgehende Gas, Stufe D am Boden ablaufenden, mit Chlorwasser- 55 das mit der dem Dampfdruck am Kopf entsprechenden stoff beladenen Monochlorierungsproduktes. Das Ge- Menge Methylchlorid beladen war, nur noch geringe misch der zu gewinnenden Chlorkohlenwasserstoffe 3 Mengen an Chlorwasserstoff. In dem im Sumpf abwird am Boden der Waschkolonne C abgenommen laufenden flüssigen Methylchlorid war der ausge- und der. Destillationsanlage F zugeführt, in der das waschene Chlorwasserstoff entsprechend angereichert. Gemisch in bekannter Weise durch stufenweise Destil- 60
lation, gegebenenfalls unter erhöhtem Druck, in die a) Druck in der Kolonne 11,0 bis 12,4 ata,
reinen Chlorierungsprodukte aufgetrennt wird. Gasaustrittstemperatur
Das die erste Stufe C verlassende Gasgemisch 2 am Kopf —8 bis —14°C,
geht zur zweiten Stufe D und durchströmt diese von Temperatur des flüssigen
unten nach oben. Als Waschflüssigkeit wird am Kopf 65 Methylchlorids im Sumpf —27 bis —32°C,
z. B. chlorwasserstofffreies Monochlorierungsprodukt 7 in den unteren Teil
aufgegeben, das sich beim Durchlaufen der zweiten eintretende Gasmenge 4400 NI/h
. Stufe D von oben nach unten mit Chlorwasserstoff mit 9,0 Volumprozent Chlorwasserstoff.
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20
Die Restgehalte an Chlorwasserstoff in dem am Kopf austretenden Gas waren abhängig von der Aufgabemenge an flüssigem Methylchlorid: Aufgabe CH3Cl fl.
(kg/h) 3,76 5,64 7,52 9,40
Restgehalt an HCl
im abgehenden Gas
(Volumprozent).... 3,06 0,173 0,013 0,006
Bei einem Restgehalt von 0,1 Volumprozent Chlorwasserstoff im Gas am Kolonnenkopf, das 15,8 Volumprozent Methylchlorid enthielt, betrug die Chlorwasserstoffkonzentration im ab-. laufenden flüssigen Methylchlorid 13,5 Gewichtsprozent. ,
b) Druck in der Kolonne 6,3 ata,
Gasaustrittstemperatur
am Kopf -18 bis -25° C,
Temperatur des flüssigen
Methylchlorids im Sumpf —23 bis —28°C, in den unteren Teil
eintretende Gasmenge 2200 Nl/h
mit 9,45 Volumprozent Chlorwasserstoff.
Die Restgehalte an Chlorwasserstoff in dem am Kopf austretenden Gas betrugen:
. Aufgabe CH3Cl fl.
(kg/h) 3,76 5,64 7,52 9,40
Restgehalt an HCl
im abgehenden Gas
(Volumprozent) 1,73 0,17 0,013 0,008
c) Druck in der Kolonne 6,3 ata,
Gasaustrittstemperatur
am Kopf -21 bis -26°C,
Temperatur des flüssigen
Methylchlorids im Sumpf —23 bis —25°C, in den unteren Teil
eintretende Gasmenge 2400 Nl/h
mit 16,8 Volumprozent Chlorwasserstoff. Die Restgehalte an Chlorwasserstoff in dem am Kopf austretenden Gas betrugen: Aufgabe CH3Cl fl.
(kg/h) 5,64 9,40
Restgehalt an HCl
im abgehenden Gas
(Volumprozent) 0,018 0,012
Als praktisches Beispiel wird die Herstellung von Methylenchlorid, Chloroform und Tetrachlorkohlenstoff angeführt:
Beispiel 2 (vgl. Fließbild)
Ein aus einer Methanchlorierungsreaktion kommender, überschüssiges Methan enthaltender Gasstrom 1 wird nach Kühlung und Kompression einer Produktwäsche C zugeführt. Die Zusammensetzung dieses Gasstromes ist:
5,57 kMol/h CH4
1,51 kMol/h HCl
2,02 kMol/h CH3Cl 0,38 kMol/h CH2Cl2 0,07 kMol/h CHCl3 0,01 kMol/h CCl4.
In der Produktwäsche C, die mit einem Teilstrom von 35,47 kg/h flüssigem chlorwasserstoffhaltigem Methylchlorid 8 beaufschlagt wird, werden bei einem Druck von 4,8 ata und einer Temperatur von —18 bis —21°C Methylenchlorid, Chloroform und Tetrachlorkohlenstoff 3 ausgewaschen und der Produktdestillation zugeführt.
Der am Kopf austretende Gasstrom 2 mit einer Zusammensetzung von
5,57 kMol/h CH4
1,55 kMol/h HCl
2,22 kMol/h CH3Cl
wird einer zweiten Waschkolonne D zugeführt, die am Kopf mit 302,86 kg/h flüssigem Methylchlorid 7 mit maximal 0,12 Gewichtsprozent Chlorwasserstoff beschickt wird und die bei einem Druck von 4,8 ata und einer Temperatur von —18 bis —21° C arbeitet. Aus dem am Kopf austretenden Gasstrom 4
5,57 kMol/h CH4
1,91 kMol/h CH3Cl 0,50 kMol/h HCl
ist der bei der Chlorierung entstandene Chlorwasserstoff ausgewaschen. Dieses Gasgemisch wird der Chlorierung zurückgeführt.
Von dem im Sumpf der Waschkolonne D ablaufen-
35 den flüssigen Gemisch S von
6,30 kMol/h CH3Cl 1,0.6 kMol/h HCl
geht ein Teilstrom 8 zur Auswaschung der Chlorierungsprodukte nach der Produktwäsche C zurück, die Hauptmenge 9 wird zusammen mit einem aus der Produktdestillation F kommenden Gemisch 6 aus Me-■ thylchlorid und Chlorwasserstoff in eine unter Druck arbeitende Rektifizierungskolonne E gegeben.
Am Kopf dieser Kolonne wird ein Gemisch 11, bestehend aus
40 1,01 kMol/h HCl
0,11 kMol/h CH3Cl
abgenommen, das vorteilhafterweise als Einsatzprodukt für eine Umsetzung von Chlorwasserstoff mit Methanol zu Methylchlorid verwendet werden kann. Auch für andere Zwecke, gegebenenfalls nach Entfernung der Reste Methylchlorid nach bekannten Methoden, läßt sich dieser unter Druck stehende Chlorwasserstoff einsetzen.
Aus dem Sumpf dieser Rektifikation E wird praktisch chlorwasserstoff freies Methylchlorid 7 abgenommen, das wieder zur Auswaschung des Chlorwasserstoffes nach D zurückgeführt wird.

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Aufarbeiten von Reaktionsgemischen aus der substituierenden Chlorierung von aliphatischen Ausgangskohlenwasserstoffen, deren Siedepunkt tiefer liegt als der von Chlorwasserstoff, dadurch gekennzeichnet, daß man
1. das aus der Chlorierung kommende Reaktionsgemisch aus unverändertem Ausgangskohlenwasserstoff, dessen Chlorierungsprodukten und bei der Reaktion entstandenem Chlorwasserstoff nach Kühlung und gegebenenfalls Kompression mit dem flüssigen Monochlorierungsprodukt des Ausgangskohlenwasserstoffes einstufig wäscht, wobei
a) eine flüssige Phase, die die Chlorierungsprodukte des Ausgangskohlenwasserstoffes und Chlorwasserstoff enthält, und
b) eine gasförmige Phase, die im wesentlichen den Ausgangskohlenwasserstoff enthält, an- *> fällt, worauf man
2. die in 1 erhaltene flüssige Phase in üblicher Weise ein- oder mehrstufig rektifiziert, wobei man als Endprodukte die Chlorierungspro- 1(J dukte des Ausgangskohlenwasserstoffes und trockenen Chlorwasserstoff erhält.
2. Weitere Ausbildung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man χ.
1. das aus der Chlorierung kommende Reaktionsgemisch aus unverändertem Ausgangskohlenwasserstoff, dessen Chlorierungsprodukten und bei der Reaktion entstandenem Chlorwasserstoff nach Kühlung und gegebenenfalls Korn- ao pression mit dem flüssigen Monochlorierungsprodukt des Aüsgangskohlenwasserstoffes zweistufig wäscht, wobei man
a) in einer ersten Stufe mit gegebenenfalls chlorwasserstoffhaltigem Monochlorierungsprodukt wäscht, wobei die flüssige Phase die mehr als einfach chlorierten Derivate und ein Teil des Monochlorierungsproduktes des Aüsgangskohlenwasserstoffes enthält, und man
b) die gasförmige Phase, die den Ausgangskohlenwasserstoff zusammen mit Chlorwasserstoff und einem Teil des Mono-
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Chlorierungsproduktes enthält, in einer zweiten Stufe mit flüssigem Monochlorierungsprodukt des Ausgangskohlenwasserstoffes wäscht, wobei die hier anfallende flüssige Phase das Monochlorierungsprodukt und den Chlorwasserstoff und die gasförmige Phase den Ausgangskohlenwasserstoff enthält, worauf man
2. die in den beiden Stufen erhaltenen flüssigen Phasen ein- oder mehrstufig rektifiziert.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Waschflüssigkeit für die erste Stufe ein Teilstrom des chlorwasserstoffbeladenen Monochlorierungsproduktes aus dem Ablauf der zweiten Stufe verwendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausgangskohlenwasserstoff wieder in die Chlorierung zurückgeführt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in dem in die Chlorierung zurückgeführten Ausgangskohlenwasserstoff ein definierter Gehalt an Chlorwasserstoff und/oder Monochlorierungsprodukt aufrechterhalten wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Ausgangskohlenwasserstoff Monochlorierungsprodukt bis zu der Menge in die Chlorierung zurückgeführt wird, wie bei der Chlorierung entstanden ist.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck in den Waschstufen zwischen 1 und 35 ata und die Temperatur in den Waschstufen zwischen —50 und +200C liegt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 109 631/178

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