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DE1568177A1 - Verfahren zur Herstellung von alpha-acetyl-alpha-chlor-gamma-butyrolaceton - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von alpha-acetyl-alpha-chlor-gamma-butyrolaceton

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Publication number
DE1568177A1
DE1568177A1 DE19661568177 DE1568177A DE1568177A1 DE 1568177 A1 DE1568177 A1 DE 1568177A1 DE 19661568177 DE19661568177 DE 19661568177 DE 1568177 A DE1568177 A DE 1568177A DE 1568177 A1 DE1568177 A1 DE 1568177A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
reactor
reaction
chlorine
inert gas
butyrolactone
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19661568177
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English (en)
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DE1568177C3 (de
DE1568177B2 (de
Inventor
Dr Hugo Fuchs
Dr Franz Reicheneder
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Publication of DE1568177A1 publication Critical patent/DE1568177A1/de
Publication of DE1568177B2 publication Critical patent/DE1568177B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1568177C3 publication Critical patent/DE1568177C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D307/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom
    • C07D307/02Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings
    • C07D307/26Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having one double bond between ring members or between a ring member and a non-ring member
    • C07D307/30Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having one double bond between ring members or between a ring member and a non-ring member with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D307/32Oxygen atoms
    • C07D307/33Oxygen atoms in position 2, the oxygen atom being in its keto or unsubstituted enol form

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von w-Acetyl-i-chlor-t-butyrolacton Die vorliegende Erfindung betrifft ein kontinuierliches Verfahren zur Herstellung von α-Acetyl-α-chlor-#-butyrolacton, einem wichtigen Zwischenprodukt für die Synthese von Vitamin B1.
  • Unter den zahlreichen bekannten Methoden zur Herstellung dieser Verbindung ist das Verfahren der polnischen Patentschrift 40 814 hervorzuheben. Dieses Verfahren besteht im wesentlichen darin, α-Acetyl-#-butyrolacton mit gasförmigem Chlor in Gegenwart von Luft, jedoch in Abwesenheit basischer Mittel zu chlorieren. Die hierbei erzielbaren Ausbeuten von etwa 70% genügen zwar den Ansprüchen an eine einfach auszuführende diskontinuierliche Labormethode, nicht aber an ein Verfahren im technischen Maßstab. Bei Versuchen, dieses Verfahren nach den hierfür bekannten allgemeinen Arbeitsweisen kontinuierlich auszuführen, fielen die Ausbeuten auf noch tiefere Werte.
  • Der Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, das geschilderte bekannte Verfahren nicht nur zu verbessern, sondern auch auf eine technisch und wirtschaftlich brauchbare kontinuierliche Arbeitsweise zu betragen.
  • Es wurde gefunden, daß man a-Acetyl--chlor-z-butyrolacton (I) durch Chlorierung von $-Acetyl-t-butyrolacton (II) mittels gasförmigem Chlor in Gegenwart von Luft oder einem anderen, nicht an der Reaktion teilnehmenden Gas (Inertgas) durch ein kontinuierliches Verfahren in hohen Ausbeuten erhält, wenn man dem in den Reaktor eintretenden Inertgas und dem Chlor für die Reaktion mit II eine durchschnittliche Kontaktzeit von 5 bis 30 Sekunden ermöglicht, das aus dem Reaktor austretende Gemisch von 1 und II entgast, es sodann wieder in den Reaktor zurückführt und diesen Kreislauf solange aufrecht erhält, bis sich 70 bis 95% oder mehr von II umgesetzt haben, von welchem Zeitpunkt an man dem Kreislauf unter Zuführung von frischem II das Reaktionsgut kontinuierlich entnimmt und wie üblich aufarbeitet.
  • Es wurde weiterhin gefunden, daß es besonders zweckmiBig''ist, zwei oder drei derartiger Kreisläufe hintereinander z schalten, und zwar auf die Weise, daß man durch weiter unten erläuterte geeignete Wahl der Reaktionsbedingungen im ersten Reaktor bis zu etwa 70% und im zweiten bis zu etwa 95% oder mehr, bzw. im ersten bis zu ungefähr 50%, im zweiten bis zu etwa 80% und im dritten bis zu etwa 95% oder mehr des Gesamtumsatzes stattfinden läßt.
  • Außerdem wurde gefunden, daß es sich empfiehlt, das Chlor zunächst unverdünnt auf TI einwirken zu lassen und das Inertgas erst nach einer Reaktionszeit von mindestens 0,6 Sekunden dazuleiten.
  • In der einfachsten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrcns führt man II nach Maßgabe der Chlorierungsgeschwindigkeit in den unteren Teil einer als Reaktor dienenden senkrecht stehenden Kolonne ein.
  • Ebenso leitet man, zweckmäßigerweise aus getrennten Düsen, Chlor und Inertgas, vorzugsweise Luft oder Stickstoff, unten in die Kolonne ein. Das zu chlorierende II sowie die Gase steigen dann im Gleichstrom von unten nach oben. Bewegt sich das Chlor ohne Druck, nur durch einen natürlichen Auftrieb, so muß die Kolonne mindestens 1,2mhoch sein, damit die mittlere Mindestkontaktzeit II/Chlor eingehalten werden kann, Diese Mindesthöhe läßt sich jedoch erheblich reduzieren, wenn man die Kolonne z. B. mit Füllkörpern füllt oder mit Blenden versieht, welche die Gase zu einem längeren Weg zwingen.
  • Am oberen Teil der Kolonne entgast sich das Reaktionsgut vielfach so weit von selbst, daß hierzu keine weiteren Maßnahmen erforderlich sind. Zur Vervollständigung der Entgasung empfiehlt es sich jedoch meistens, das abgezogene Reaktionsgut in einer Entgasungskammer durch heftiges Rühren oder unter vermindertem Druck von den Gasen noch weiter in dem Maße zu befreien, daß danach nicht mehr als 0,5 g freien Chlorwasserstoff pro kg Reaktionsgut enthalten sind. Das Rücklaufverhältnis beträgt etwa 20 : 1 bis 600 : 1, d. h. es wird der größte Teil des Reaktionsgutes wieder in den Reaktor zurückgeführt, wo der geschilderte Zyklus von neuem beginnt.
  • Will man das Inertgas gemäß bevorzugter Ausführungsform etwas später als das Chlor in den Reaktor einleiten, so ordnet man die Eintrittsdüsen für das Inertgas etwa 20 cm bis 50 cm oberhalb der Eintrittsdüsen für das Chlor an Mit gleichem Erfolg läßt sich das Verfahren auch im Gegenstrom ausführen, indem man II'8owie das rUckgeführte~Reaktionsgut oben in die Kolonne einführt und unten abzieht.
  • In beiden Fällen, Gleichstrom- wie Gegenstrom-Verfahren arbeit man zweckmäßigerweise bei Normaldruck oder leicht erhöhtem Druck und bei Temperaturen zwischen -20 0C und +400C. Das Volumenverhältnis Chlor zu Inertgas beträgt bevorzugt 1 : 3 bis 1 : 20.
  • Die absolute Menge des Chlors bemißt man so, daß am oberen Ende der Kolonne nicht mehr als 10% des unten eingeleiteten Chlors entweichen Für das Arbeiten in zwei oder drei hintereinander geschalteten Reaktoren (Kaskadenschaltung) gelten die gleichen Empfehlungen wie sie für den Fall nur eines Reaktors gegeben wurden. Es ist Jedoch vorteilhaft, die Temperaturen von Reaktor zu Reaktor zu erhöhen, um damit die mit steigendem Umsatz verbundene Verlangsamung der Reaktion auszugleichen. Bewährt haben sich beispielsweise Temperaturen von 0 bis 100C im ersten, von 10 bis 15°C im zweiten und von 15 bis 25 0C im dritten Reaktor unter sonst gleichen Reaktionsverhältnissen und Dimensionen der Reaktoren, der Rücklaufverhältnisse und der Mischungsverhältnisse Chlor/ Inerte Das erfindungsgemäße Verfahren kann in Gegenwart von inerten Lössungs- oder Verdünnungsmitteln ausgeführt werden, sofern dies erwünscht sein sollte, jedoch hat dies keinen erkennbaren Einfluß auf das gute Gelingen, so daß es aus wirtschaftlichen Gründen zumeist günstiger ist, ohne solcher Lö.sungs- oder Verdünnungsmittel, etwa Methylenchlorid oder Benzol, zu arbeiten.
  • Im übrigen könnnen die optimalen Verfahrensbedingungen innerhalb der angegebenen Grenzen unschwer durch Vorversuche er mittelt werden. Die bei diesen Vorversuchen erforderlichen Messungen des hlorierungsgrades können gravimetrisch, optisch (Brechungsindex) oder spektroskopisch vorgenommen werden.
  • Das neue Verfahren liefert das α-Acetyl-α-chlor-#-butyrolacton fast durchweg in Ausbeuten über 90, Da praktisch keine Nebenprodukte gebildet werden, besteht der Rest jeweils aus unverändertem Ausgangsmaterial, das durch Destillation abgetrennt und in den Kreislauf zurückgeführt werden kann.
  • Beispiel 1 In einer mit Ein- und Auslaßstutzen für die Reaktionspartner versehenen Umlaufapparatur, bestehend im wesentlichen aus einer als Reaktor dienenden 1,8 m hohen Kolonne mit 22, 5 cm lichter Weite und einem parallel dazu angeordneten, oben und. unten mit der Kolonne verbundenen Rücklaufrochr, in welchem der Wärmeaustausch stattfindet und von dem aus das Reaktionsgut kontinuierlich entnommen wird, wird nach üblichem Anlaufenlassen der kontinuierlich vorgenommenen Reaktion α-Acetyl-#-butyrolacton (II) mit Chlor unter folgenden Bedingungen zu α-Acetyl-α-chlort-butyrolacton (1) umgesetzt: Reaktionstemperatur: 15°C Chlorgasstrom: etwa 1200 1/h Luftstrom: etwa 4000 l/h mittlere Veweilzeit des Chlors (Kontaktzeit) : etwa 6 sec Umsatz des Chlors: etwa 90% zugeführtes ii: 6 kg/h mittlere Verweilzeit von lis etwa 30 h Hierbei fiel I in 91%iger Reinheit an.
  • Beispiel 2 Arbeitet man auf die im Beispiel 1 beschriebene Weise, jedoch im Gegenstromverfahren, beträgt die Ausbeute 93%.
  • Beispiel 3 Man verfåhrt wie im Beispiel 1 angegeben, leitet jedoch die Luft 20 cm oberhalb der Eintrittsstelle des Chlors in den Reaktor ein. Die Ausbeute beträgt in diesem Palle 95%.
  • Beispiel 4 Das Verfahren des Beispiels 1 wird in Kaskadenschaltung auf den Betrieb in drei Reaktoren übertragen, die so bemessen sind, wie der Reaktor des Beispiels 1.
  • Der Yerlauf des Verfahrens ist hierbei durch folgende Größen gekennzeichnet: 1.Reaktor 2. Reaktor 3.Reaktor Temperatur [0C] 10 15 28 Verweilze@ des Re- 8 8 8 aktorgemisches Eh) Kontaktzeit mit Cl2 [sec] 6 6 6 Volumenverhältnis 1#3 1#35 1# Chlor/Luft 1:3 1:3,5 1:4 % Umsatz der Gesamtreaktion @@@ @@@ @@@ Die Ausbeute beträgt hier bei kürzerer Gesamtverweilzeit 97%.

Claims (3)

  1. Patentansprüche 1. Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von α-Acetyl-α-chlor-g-butyrolacton (I) durch Chlorierung von -Acetylbutyrolacton (II) mittels gasförmigem Chlor in Gegenwart von Luft oder einem anderen, an der Reaktion nicht teilnehmenden Inertgas, dadurch gekennzeichnet, daß man dem in den Reaktor eintretenden Chlor für die Reaktion mit II sowie dem Inertgas eine durchschnittliche Kontaktzeit von 5 bis 30 Sekunden ermöglicht, das aus dem Reaktor austretende Gemisch von I und II weitgehend entgast, es sodann wieder in den Reaktor zurückführt und diesen Kreilauf solange aufrecht erhält, bis sich 70 bis 95 % von II umgesetzt haben, von welchem Zeitpunkt an man dem Kreislauf unter Zuführung von frischem II das Reaktionsgut kontinuierlich entnimmt und dieses wie üblich aufarbeitet.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man es in zwei oder drei hintereinander geschaltenen Kreisläufen gemäß Anspruch 1 vornimmt, wobei man durch Wahl der Reaktionsbedingungen bis zu etwa 70% des Gesamtumsatzes im ersten und bis zu etwa 95% im zweiten Reaktor bzw. bis zu etwa 50 des Gesamtumsatzes im ersten, bis zu etwa 80% im zweiten und bis zu etwa 95% im dritten Reaktor stattfinden läßt.
  3. 3. Verfahren nach den AnsprUchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man das Chlor zunächst unverdünnt auf II einwirken läßt und das Inertgas erst nach einer Reaktionszeit von mindestens 0,6 Sekunden dazuleitet.
DE19661568177 1966-09-15 1966-09-15 Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von alpha-Acetyl-alphachlor-gamma-butyrolacton Expired DE1568177C3 (de)

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DE1568177A1 true DE1568177A1 (de) 1970-01-02
DE1568177B2 DE1568177B2 (de) 1974-11-07
DE1568177C3 DE1568177C3 (de) 1975-06-26

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DE19661568177 Expired DE1568177C3 (de) 1966-09-15 1966-09-15 Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von alpha-Acetyl-alphachlor-gamma-butyrolacton

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DE1568177B2 (de) 1974-11-07

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