DE1568092B - Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des 5,10-Methano-5H-dibenzo eckige Klammer auf a,d eckige Klammer zu cycloheptens - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des 5,10-Methano-5H-dibenzo eckige Klammer auf a,d eckige Klammer zu cycloheptensInfo
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Description
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des
5,10-Methano-5H-dibenzo[a,d]cycloheptens der allgemeinen Formel
OH
in der R = Wasserstoff oder eine niedere Alkylgruppe bedeutet.
Die Substanzen der allgemeinen Formel I entstehen überraschenderweise bei der Umsetzung von 5H-Dibenzo[a,d]-cyclohepten-5-on
in flüssigem Ammoniak mit Nitrilen der allgemeinen Formel II
H„C — C s N
II
in der R die oben angegebene Bedeutung hat, wenn man als Kondensationsmittel Natriumamid verwendet.
Dieses Ergebnis war nicht vorherzusehen, da viele andere cyclische Diarylketone unter den gleichen
Reaktionsbedingungen glatt in einer Art Aldolkondensation reagieren. Auch das 5H-Dibenzo[a,d]-cyclohepten-5-on
reagiert in dieser Weise zu den »normalen« Kondensationsprodukten der allgemeinen Formel III
III
HO
CH-R
...CsN
in der R die angegebene Bedeutung hat, wenn als Kondensationsmittel Lithiumamid verwendet wird.
Der Befund, daß ein derart geringfügiger Unterschied der Reaktionsbedingungen (Lithiumamid gegenüber
Natriumamid) in einem Falle zum »normalen« Kondensationsprodukt, im anderen Falle zum Ringschluß
führt, ist überraschend.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des 5,10-Methano-5H-dibenzo-[a,d]cycloheptens
ist demzufolge dadurch gekennzeichnet, daß man 5H-Dibenzo[a,d]cyclohepten-5-on
in flüssigem Ammoniak mit Nitrilen der allgemeinen Formel
H2C-CsN
primäre Kondensationsprodukt wird in üblicher Weise durch Zugabe von Ammoniumchlorid und
Abdampfen des Ammoniaks aufgearbeitet.
Der Beweis für die 5,10-Methano-5H-dibenzo[a,d]-cyclohepten-Struktur
der neuen Substanzen wurde mit Hilfe der UV- und NMR-Spektren geführt.
Außerdem können die Verfahrensprodukte nicht reversibel in die Ausgangsstoffe gespalten werden,
wie dies bei den Substanzen der allgemeinen Formel III und analogen »normalen« Kondensationsprodukten
der Fall ist.
Die erfindungsgemäß hergestellten Verbindungen der allgemeinen Formel I sind wertvolle Ausgangsstoffe
für die Synthese von pharmazeutisch verwertbaren Substanzen.
In den nachfolgenden Beispielen ist das erfindungsgemäße Verfahren näher erläutert.
5-Hydroxy-12-cyano-5,10-methano-
5H-dibenzo [a,d]cyclohepten
In eine frisch bereitete Natriumamidlösung [hergestellt aus 2,3 g (0,1 Mol) Natrium, 100 ml flüssigem
Ammoniak und einem Körnchen Eisen(III)-nitrat] werden kurz nacheinander 3,35 g (0,082 Mol) Acetonitril
und 10,3 g 5H-Dibenzo[a,d]cyclohepten-5-on (0,05 Mol) eingetragen. Man läßt das Gemisch
2 Stunden bei der Rückflußtemperatur des siedenden Ammoniaks stehen und versetzt es anschließend mit
6,4 g Ammoniumchlorid, erwärmt das Reaktionsgemisch auf Raumtemperatur und verdünnt den so
erhaltenen Eindampfriickstand mit 120 ml Äther. Die anorganischen Bestandteile werden abgesaugt,
und aus dem Eindampfrückstand isoliert man 10 g eines farblosen Produktes (F. = 178 bis 179°C;
81,5 % der Theorie). Nach der Umfällung aus Isopropanol/Benzin schmilzt das 5-Hydroxy-12-cyano-5,10-methano-5H-dibenzo[a,d]cyclohepten
bei 185 bis 186° C.
5-Hydroxy-12-cyano-12-äthyl-5,10-methano-5H-dibenzo [a,d]cyclohepten
Auf analoge Weise, wie im Beispiel 1 beschrieben, werden 20,6 g 5H-Dibenzo[a,d]cyclohepten-5-on
(0,1 Mol) mit 6,9 g (0,3 Mol) Natrium und 10,5 g Butyronitril (0,15 Mol) in 250 ml Ammoniak umgesetzt.
Nach analoger Aufarbeitung und Umkristallisation aus Alkohol werden 14,6 g (53% der Theorie)
5-Hydroxy-12-cyano-12-äthyl-5,10-methano-5H-dibenzo[a,d]cyclohepten vom F. = 206 bis 2080C
isoliert.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von neuen Derivaten des 5,10-Methano-5H-dibenzo[a,d]cycloheptens der allgemeinen Formel60in der R die vorstehende Bedeutung besitzt, und Natriumamid umsetzt.Zur Durchführung des Verfahrens stellt man eine Lösung von Natriumamid in flüssigem Ammoniak her, welche man am einfachsten aus Natrium und flüssigem Ammoniak erhält, und fügt nacheinander 5H-Dibenzo[a,d]cyclohepten-5-on und das entsprechende Nitril der allgemeinen Formel II zu. Das3in der R = Wasserstoff oder eine niedere Alkyl- Rgruppe bedeutet, dadurchgekennzeich- Inet, daß man 5H-Dibenzo[a,d]cyclohepten-5-on H2C — C^Nin flüssigem Ammoniak mit Nitrilen der allgemei- jn der R die oben angegebene Bedeutung hat,nen Formel 5 und Natriumamid umsetzt.
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