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DE1568053A1 - Verfahren zur Herstellung von Adipinsaeurenitril (II) - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Adipinsaeurenitril (II)

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Publication number
DE1568053A1
DE1568053A1 DE19661568053 DE1568053A DE1568053A1 DE 1568053 A1 DE1568053 A1 DE 1568053A1 DE 19661568053 DE19661568053 DE 19661568053 DE 1568053 A DE1568053 A DE 1568053A DE 1568053 A1 DE1568053 A1 DE 1568053A1
Authority
DE
Germany
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acrylonitrile
concentration
catholyte
electrolyte
quaternary ammonium
Prior art date
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Granted
Application number
DE19661568053
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English (en)
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DE1568053C (de
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Ryozo Komori
Shyoichiro Kumazaki
Kazuhiko Mihara
Shinsaku Ogawa
Maomi Seko
Muneo Yoshida
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Asahi Chemical Industry Co Ltd
Original Assignee
Asahi Chemical Industry Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Asahi Chemical Industry Co Ltd filed Critical Asahi Chemical Industry Co Ltd
Publication of DE1568053A1 publication Critical patent/DE1568053A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1568053C publication Critical patent/DE1568053C/de
Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25BELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25B3/00Electrolytic production of organic compounds
    • C25B3/20Processes
    • C25B3/29Coupling reactions
    • C25B3/295Coupling reactions hydrodimerisation

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Electrolytic Production Of Non-Metals, Compounds, Apparatuses Therefor (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Dr.-1ng. Th. Mtyer Dr. Pues
Kö!n,. Daiciimannhaus ·
P ~AS6f P£ß,*i -Ψ& ; Köln, den 28V November I966
■■.." .FuT/Ax
Bei den "bekannten Verfahren zur Herstellung von Adipin:- säurenitril diirch. Elektroby.drodinerisierung von Acrylnitril als Ausgangsmaterial» beispielsweise bei den Verfahren der TJ.S = Ao-Patente 3 193 481.-3 193 5-0 und 3 193 480, ist ein Acrylnitrilgehalt von wenigstens 'ö£s vorzugsweise von vAenigstens 20 Gewo-^ im Elektrolyt zur . wirksamen Bildung von Adipinsäurenitril notwendige' Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur wirksamen Herstellung von. Adipinsäurenitril mit der niedrigsten möglichen AcrylnitrIlkönzentration im Elektrolyt? wodurch viele Vorteile erzielt; werden, auf die später eingegangen wird. ■ . . : - " .. : : /-
Gemäß der Erfindung wird Adipinsäurenitril unter Verwendung eines bestimmten quaternären Amir.oniumsalzes wirksam hergestelltö Trotz der Tatsache., daß Acrylnitril um nicht mehr als etwa 10$ in einem praktisch brauchbaren Konzentrationsberoich des erfinduhgsgemäß verwendeten Salzes gelöst wirdj ist es möglich,., im. Gegensatz zu üblichen Verfahren Adipinsäurenitril. mit sehr hoher Ausbeute auch: bei niedriger Acrylnitrilkonzentration herzustellen, wenn die Elektrolyse unter Verwendung einer t Lösung, des. erfindungsgemäß" verwendeten Salzes und Acryl~ • nitril als Eatholyt durchgeführt wird«. :
2Ό 98 H /«!As«
BAD ORIGINAL
Die oben genannten bekannten Verfahren zur Herstellung von Adipinsäurenitril durch Elektrchydrodimerisicrung von Acrylnitril haben die folgenden Nachteile: In allgemeinen erfolgt die Hydrodimerisierung durch !Durchführung der Elektrolyse in einer Elektrolysierzelle, die durch ein Kationenaustauschdiaph.ragma in einen Ancdenraum und einen Kathodenraum getrennt ist. wobei der Änodenraum mit einer wässrigen Lösung einer anorganischen Säure und/cder einer· organischen Säure als Anoliyt und der Kathoüenraum mit einer lösung eines quaternären Amnoniurasalzes und Acrylnitril als Katholyt gefüllt ist_ Eei dieser Elektrolyse kann die Hauptreaktion? die an der Kathodenoberflache stattfindet« durch die folgende !Formel dargestellt \verdenj
20H2 = CHCH + 2H+ + 2e -> IJC(CH2J4CH
Eei dieser !Reaktion v/erden Wasserstoffionen an der Kathodenoberfläche verbraucht, und die erforderlichen Wasserstoff ionen v/erden ergänzt durch Wanderung von Wasserstoffionen, die in der lösung des Anodenraums enthalten sind, durch das Kationenaustauschdiaphragma in den Kathodenraunio Diese Wanderung der Wascerstoffionen ist zwangsläufig von einem Übergang von Wascer aus dem Änodenraum in den Kathodenraum begleitete Die Menge des auf diese Weise übertragenen Wascers hängt von der Güte oder Leistungsfähigkeit des Kationenaustauschdiaphragmas ab. beträgt jedoch im allgemeinen 2C-5O g oder mehr pro Faraday= Demgemäß v/ird das Wascer aus dem Anodenraura in den Kathodenraum in einer Menge übertragen, die mehr als der Hälfte oder mehr als dem Äquivalent der gebildeten Adipinsäurenitrllmenge entspricht= Daher ist es unmöglich; die Zusammensetzung des Katholyten konstant zu halten,
,man
es sei denn5 dacs/.Tasser kontinuierlich durch Ve.rdampfung
oder auf andere Weise vom Katholyt entfernt. ' . Dies bedeutet, daß es bei den üblichen Verfahren nicht möglich ist, eine technisch wirksame Zusammensetzung des Katholyten 2098 U/173 5 >
BAD
aufrecht- zu erhalten= Zur Entfernung von Wascer aus dem Katholyt kann die Verdampfung die beste Methode sein. ■Da. aber.Acrylnitril einen niedrigeren Siedepunkt als Wasser hat. ist die Verdampfung von Wasser zwangsläufig von der Verdampfung von Acrylnitril "begleitet= In dieser Hinsicht wird natürlich der wirtschaftliche Vorteil mit steigender Yrascerkonzentration und fallender Acrylnitril--, konzentration im Katholyt größere Eines der Kennzeichen der Erfindung ist die Anwendung einer niedrigen Acrylnitrilkonzentration im Katholyten. . · ·
/ι..ν ... ...Weiterhin muss das gebildete Adipinsäurenitril zur Produkt gewinnung vcn Katholyt abgetrennt werden* BdI üblichen Verfahren geschieht dies gewöhnlich durch Kühlung des Kathoiyten, wobei er sich in zwei Phasen trennt, oder durch Extraktion des Adipinsäurenitrils mit einem Lösungsmittel, wie Acrylnitril und/oder Methylenchloridj Ea jedoch Acrylnitril und Adipinsäurenitril ein sehr ähnliches Lösungsverhalten haben, löst das quaternäre Ami::oniur.salz, das das Acrylnitril leicht löst., auch leicht das Adipinsäurenitrilo
Bei Vein;endung des quaternären Ammoniumsalzes, in dem das ..Acrylnitril leicht löslich ist, . ergibt sich dahe3T eine größere Schwierigkeit bei der Trennung des quaternären Ammoniumsalzes und des Adipinsäurenitrilsc Pa bei den bekannten Verfahren die Eycrodimerisierung nur v/irk'ssm durchgeführt werden kann, wenn die Acrylnitrilkcrizentration in ICatholyt hoch gehalten v/ird;, ergibt sich; ■ daß die 'wirksame Trennung von Adipinsäurenitril vom Katholyten schwierig ist. es sei denn, daß die Konzentration an Adipinsäurenitril im Katholyt ebenfalls so hoch gehalten wird, daß das Konzentrationsverhältnis von Adipinsäure- ' nitril zu Acrylnitril im Katholyt soweit wie möglich erhöht wirdc In diesem Fall würde die spezifische Leitfähigkeit des Katholyten verschlechtert, was ein weiterer Nach-' teil ist, ■ Beim Verfahren gemäß der Erfindung kann im Gegen*
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BAD ORIGINAL '
satz zu den üblichen Verfahren Adip-insäurenitrii init hoher Ausbeute auch bei niedriger Acryinitrilkonzentration im Katholyt hergestellt werden, indem ein Elektrolyt verwendet wird, der durch Auflösung von Acrylnitril in der wässrigen lösung eines quaternären Ammoniumsalzes hergestellt Avirdj' das ein möglichst niedriges Lösungsvermögen für Acrylnitril, hat' oder, in anderen T/orten, in dessen Gegenwart ' /Acrylnitril nicht wesentlich leichter löslich ist als in Wasser^
Drittens ist Acrylnitril ein gefährlicher und teurer Stoff= Ferner ist es ,ein schlechter Leiter,, Daher würde die r spezifische Leitfähigkeit um so niedriger sein, ;ie höher seine Konzentration im Katholyten ist» Dies hat einen erhöhten Verbrauch an elektrischer Energie pro Mengeneinheit Adipinsäurenitril zur Folge, Beim Verfahren gemäß der Erfindung ist dagegen die Konzentration von Acrylnitril im Katholyten niedrig,, so daß die mit seiner Handhabung verbundene Gefahr gering und das Verfahren natürlich sehr wirtschaftlich isto
Beim Verfahren gemäß der Erfindung ergeben sich bei der Herstellung von Adipinsäurenitril mit hoher Ausleute zahlreiche Vorteile dadurch;, daß die Acrylnitrilkonzen-tration im Katholyten moglicht niedrig gehalten v/i-rdr Beim bekannten Verfahren kann ein Trägerelektrblyt aus AlkalisalZj primärem, sekundärem, tertiärem oder quater närem Air.nioniumsalz verwendet werden-, wenn das Salz in der Lage ist5 Acrylnitril bis zu einer Konzentration von 1O^ im Elektrolyt zu löscnu Gemäß der Erfindung wird Adipinsäurenitril wirksam durch Elektrolyse einer wässrigen Acrylnitrillösung von niedriger Konzentration hergestellt, wobei ein Trägerelektrolyt verwendet wird, in dem Acrylnitril nicht Avesentlich stärker löslich ist als in V,'asrer: Hit anderen Worten, geiräß der Erfindung ist es möglich., Adipinsäurenitril wirksam auch bei niedriger Acrylnitrilkonzentration herzustellen.-, indem eine ein quaternäres
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BAD ORK31NAL
■Amrconiumsalz enthaltende Elektrolytlösung verwendet .wird; in der Acrylnitril geringe Löslichkeit hato
Im Gegensatz hierzu vermag ein quaternäres Aimr.oniumsalz, das einen Alkylrest mit mehr als 3 C-Atomen oder einen aromatischen Ring im Anion und/oder Kation enthält, die Löslichkeit von Acrylnitril in einer solchen wässrigen Lösung zu erhöhen5 so daß es für die Zwecke der Erfindung ungeeignet ist„ .
Für die Zwecke der, Erfindung werden daher als Trägersalz : im Katholyt quaternäre Aismoniumkat ionen verwendet, die einen an Stickstoff gebundenen Alkylrest mit 1-2 C-Atcrcen und ein aus Monoalkylsulfat mit 1-2 C-Atomen bestehendes -~ Anion und/oder ein Halogenion enthaltene Die erfindungsgemäß verwendete wässrige Lösung des quaternären Ammoniumsalze s hat ihren geringsten spezifischen" Y/iderstand bei einer Salzkonzentraticn im Bereich von 2O40 GeW0-^= Eel höheren Konzentrationen des Trägersalzes sinkt demzufolge die spezifische Leitfähigkeit5 so daß der Energieverbrauch pro Mengeneinheit des hergestellten Adipinsäurenitrils sowie auch die Löslichkeit des Acrylnitrils st eigen,, so daß die Herstellung von Adipinsäurenitril in hohen Ausbeuten nicht möglich ist;, .
Auf die speziellen ouaternären. Ammoniumsalze, die einen an Stickstoff gebundenen Alkylrest mit nicht mehr als .3 C-Atomen enthalten,, und die eine der wesentlichen Vor- ■ aussetzungen der Erfindung darstellen, wird nachstehend ausfü"irlicher eingegangen. .. . Ϊ- ' '■'
Bei Verwendung einer solchen wässrigen Lösung des quaternären . Ammoniumsa^Lzes vn'.rd. der kleinste spezifische Widerstand-des Elektrolyten durch Erhöhung .der:Salzkoiizentratlon auf ..dss.Maxiiram tei konstant .gehalter-emAeryliiitrilgehalt ge-'fundc-n.Auf den spezifischen V/iderstand der Elektrolytlösung und die Löslichkeit des Acrylnitrils wird nach-
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BAD OraGINAdAÄ! f
stehend eingegangen= Die folgenden Tabellen veranschaulichen die Eeziehung des spezifischen Widerstandes der wässrigen Lösung des Trägereiektroiyten zur Konzentraticn des Salzes und die Löslichkeit des Acrylnitrils in der wässrigen Lösung von bestirnter Salzkonzentration Auch Kenn der.spezifische Widerstand des wässrigen Elektrolyten? der eine bestimmte .Acrylnitriiraenge enthält, in Abhängigkeit von der Konzentration des Trägersaizes graphisch dargestellt wird, wird die Konzentration des Trägersalzes, die dem kleinsten spezifischen Widerstand"·· des Elektrolyten entspricht, nicht wesentlich verändert.
Spezifischer Widerstand einer wässrigen Lösung ve η Tetraäthylaramoniumäthylsulfat (20)
Salzkonzentration, Gev/r~^ 10 20 30 40 50 60 Spezifischer Widerstand, Ghirr-47 31 28 29 3-4 43
cm Gew., Löslichkeit von Acrylnitril in 3Träger wässriger Lösung 11 GeWo-$ (4O0C)
13 Gew.-Ji (2O0C)
Tabelle__2
Spezifischer Widerstand von Tetraäthylamir.oniumchlorid
SalzkonzentratioAf Gew,-^ "IQ 20 30 -rO 50 Spezifischer Widerstand. ühr:-cm 21 14 T4 :7 24
Gew. -
Löslichkeit von Acrylnitril in 2f|^iger wässriger Lösung; 8r 7 Gew.ο-55 ('4O0C)
7,6 Gew.-f5 (200C)
be
Dagegen///irken quaternäre Airjuoniumsalze, deren Alky Ire steine hohe C~Zahl hat, oder Alkarylsulfcnate einen Anstieg der Acrylnitrilkonzentration im Elektrolyt, wie aus .Tabelle 3 und 4 ersichtlich ist.
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BAD
Spezifischer Widerstand von Lösungen'von Tetraäthylamrr.cnium-p-toluol.suif cnat ι
Saizkcnsentraticn, Gew.-^ 10 20 50 40 50 60 Spezifischer .Widerstand, Ohm-cm 96 t5 59 5-8 6;i 88
Löslichkeit vcn Acrylnitril in 85 Gew.-#iger Lösung: 20 Gew.-^ ^1O
15,5 Cew.-£
Tabelle_4 -
'■Spezifischer Widerstand vcn wäßrigen Lösungen vcn Tetra-n-butylammoniurcsulfat:
Salzkcnzentration, Gew.-^ 10 20 30 4.0 50 60 Spezifischer Widerstand, 0hm-cm 35. 29 30 36 50 88
Löslichkeit-vcn Acrylnitril in 2 C? .Gew. -#iger wässriger L" sung: ■'. -.'49 ^ (°)
Aus den verstehenden Tabellen ist ersichtlich, daß cei Eureh'-f'ührun-g der Elektrolyse unter Verwendung eines Trägerelektrolyten aus einem quaternären A mmcniuirka ti eil mit einerr. an Stiekstcff gebundenen Alkylrest, der nicht ir.ehr als drei Kohlenstcffatcme enthält, und Alky!sulfat oder Halogenid als Anion die Löslichkeit von Acrylnitril etwa \Ο% ceträgt, wenn die Salzkcnzentraticn im Eereich von O bis zu dem-Kerr liegt, bei dem der spezifische Widerstand den kleinsten Wert hat. Bei diesem Wer'o 1st die Löslichkeit vcn Acrylnitril praktisch nicht höher als in Wasser, in dem es· zn 7,35 Gew.-% bei 2Q°cy zu 7,9 Gew.-% bei 4O0C und zu . 9 Gew.-fo bei 6o°C löslich ist.
■Ganz allgemein erleichtert die Elektrolyse unter diesen speziellen Bedingungen die Bildung vcn Acrylnitriloligorceren (z.B. des Hydrotrimeren und Hydrotetrameren von Acrylnitril j j wenn sich die Konzentration des Acrylnitril^-- der Löslichkeitsgrenze nähert. Wenn die Konzentration des Äcrylnitrils im Vergleich"zur Löslichkeit niedrig ist, wird
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BAD ORIGtNAU
ferner Wasserstoffgas gebildet, wobei PropionsäurenitriJ als unerwünschtes Nebenprodukt anfällt,. Daher kann der optimale Punkt für die v/irksame Herstellung von. /.dipinsäurenitril unter Verwendung von quaternären Amr.on:iunsalzen mit einem Alkylrcst. der nicht mehr als 3 C-At er. e enthält; durch die Acrylnitrilkonsen trat ion., die Stromdichte, die Rührbedingungen an der Anodenoberfläche, die Temperatur usw„ beeinflußt werden, aber im allgemeinen liegt der optimale Zustand bei einer Acrylnitrilkonzentration im Bereich von etwa y-Myfo„ Ferner ist es möglich, Adipinsäurenitril bei Aufrcehterhaltung einer hohen Konzentration von gelöstem Acrylnitril auch dann zu erhalten, wenn die Konzentration der Lösung des quaternären Amr.oniumsalzes höher ist als die Konzentration., die dem kleinsten. '. . spezifischen Widerstand entspricht. In diesem Fall ist der Vorteil der Erfindung kaum zu erzielen= Eine weitere Untersuchung über den Einfluß des D^-V/ertes des Katholyten bei der Herstellung von Adipinsäurenitril aus Acrylnitril nach dem Verfahren gemäß der Erfindung hat ergeben^ daß bei einem p,y-\7ert von 9.5 oder darüber ein Biscyanathyläther gebildet wird, während der Wirkungsgrad der Bildung des gewünschten Adipinsäurenitrils verschlechtert wird. Die Unter-' suchung hat ferner gezeigt; daß es zur Verhinderung der Bildung von Bisc3ranäthy lather notwendig ist, den Elektrolj-t bei niedrigem O„~17ert zu halten und den Katholyten
11 '■
durch Umwälzung- an der Kathodenoberfläche in Bewegung zu halten= -
An der Kathodenoberfläche findet die folgende Reaktion unter Bildung von Hydroxylionen statt:
2CH2 = OHCN + 2H2O + 2e £» ITC (CH2) ^ ClT + 2 Oil"
Demsufolge wird die Kathodenoberfläche übermäßig alkalisch, so daß die Neigung zur Bildung vcn. Biscyanäthyläther als Nebenprodukt besteht ο Un dies zu verhindern., müssen der Kathodenoberflache Wasserstoffionen aus dem
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BAD ORfGINAt; " '
. - g „
Katholyten zugeführt "werden. Daher muß die Wasserstoff~ ionenkonzentration im Katholyten höher gehalten werden als die Hydr.oxylionenkonzentration? nämlich unter p^. T = Um die Bildung von Biscyanäthyläther oberhalb von P^. T zu verhindernf muss die Turbulenz im Kathodenraum verstärkt \verdene Unterhalb von pu 7 ist die Heranführung, von Wasserstoffionen an die Kathodenoberfläche leicht» und der Katholyt muß nicht mit hoher Geschwindigkeit umgewälzt werden5 so daß keine zusätzliche Energie für die Umwälzung des Katholyten-notwendig ist und der Pumpdruck für die Umwälzung verringert werden kann.. Die Erniedrigung des Pumpdruckes verringert die Gefahr von Undichtigkeiten in der Elektrolysierzelle„ Dies ist besonders wichtig, wenn mit einer so gefährlichen Substanz, wie sie Acrylnitril darstellt5 gearbeitet wird, und daher großtechnisch von großer Bedeutung» Ta die Siedepunkte von Biscyanäthyläther und Adipinsäurenltriü sehr dicht zusammen liegen, ist ihre Trennung schwierig., lurch die Verringerung der gebildeten Menge an Biscyanäthyläther ergibt sich eine sehr starke Erhöhung der Proauktreinheito'
Pur die Bildung von' Wasserstoffionen» die an der Kathode verbraucht werden, ist es zweckmäßig,, eine saure wässrige Lösung al.s Anolyt im Anodenraum zu. verwenden„ Zu diesem Zweck eignen sich organische Säuren, wie Llonoalkylschwefelsäure, und aromatische und/oder aliphatische Sulfonsäuren., Vom Standpunkt der-Beständigkeit gegen starke oxydierende Y/irkung, der Leichtigkeit der Reaktion und der niedrigen Kosten ist es "'zweckmäßig;. Schwefelsäure; Salzsäure oder Phosphorsäure zu verwenden» wobei insbesondere. Schwefelsäure bevorzugt wird»
Wenn in diesem Fall die Säurekonzentration im Anodenraum zu hoch ist5 oder wenn die Stromdichte im Vergleich zur Säurekonzentration zu niedrig ist? findet Diffusion unter Erniedrigung des p^-V/ertes des Katholyten statt,
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BAD ORIGINAL r'(
wodurch sich Schwierigkeiten für die Verfahrensführung ergeben? wenn der p,,-\7ert des Katholyten über 7 gehalten werden solle Wenn der p,,~Y/ert des Katholyten unter 7 gehalten wird, ergibt sich kein besonderes Problem,, Aus diesem Grunde ist ea vorteilhaft, die Stromdichte zu senken, um den Energieverbrauch pro Mengeneinheit des hergestellten Adipinsäurenitrils zu verringern«, Es ist daher zweckmäßig, den p„~V/ert auf 15 5—7& insbesondere auf 2-5 einzustellen=
Eei der Herstellung von Adipinsäurenitril aus Acrylnitril nach dem Verfahren gemäß der Erfindung wird Adipinsäurenitril in hoher Ausbeute innerhalb kurzer Zeit nach Botriebsbeginn erhaltene Im laufe der Zeit setzt sich jedoch Polymerisat von Acrylnitril an der Kathodenoberfläche an0 Die .Folge ist eine Beschleunigung der Bildung von Propions&urenitrilo Um dies zu verhindern, muß der Faktor, der zur Redoxpoiyraerisation beiträgt; so-' weit wie möglich ausgeschaltet werden. Dies geschieht durch Zusatz eines radikalischen Polymerisationsinhibitors zum Katholyt» Un eine Photopolymerisation zu verhindern, muß das Verfahren unter Ausschluß von Licht durchgeführt worden» Bei dieser Arbeitsweise kann Adipinsäurenitril in einer über lange Zeit konstant bleibenden hohen Ausbeute erhalten werden, Als Kathodenmaterial sind Quecksilber5_. Blei. Cadmium und ihre Legierungen, insbesondere Blei, sehr gut geeignete Als Anodenmaterial können beliebige leitfähige \7erkstoffe verwendet werden, die gegen Korrosion im Anclythen beständig sind. Zu empfehlen ist die Verwendung von Platin? Kohle. Blei'und deren legierungen sowie von Bleiperoxydu
■Bevorzugte .Ausführungsforraen der Erfindung werden in άοιι folgenden Beispielen beschrieben»
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BAD ORIGINÄR0
- .ti -
Unter Verwendung von Tetraäthyiapnr.oniuiriäthylsulfat als Trägerelektrolyt wurde ein Katholyt der folgenden Zusammensetzung 2 Stunden elektrolysiert:
Acrylnitril 8■„7 - 5,2
Trägerelektrolyt 19 ·■ 21
Elektrolyseprodukte und Wasser Rest
O,T-Y,Tert 4
-H-
ix-Haphthylaniin 10CO ppm
Bei dieser Elektrolyse wurden die folgenden Elektrolyseprodukte (bezogen auf verbrauchtes Acrylnitril) erhalten;
Produkt ^^^l Adipinsäurenitril ' 88,7^
Propionsäurenitril 5,4 '
Jligomere* 5;0
Biscyanäthyiäther ' 0«9
Bei3 $2-31Jr. Ά
Unter Verwendung von letraäthylamnioniumchlorid als 'Trägerelelctrolyt wurde ein Katholyt der folgenden ZusaiHir.enSetzung 2 Stunden elektrolysiert;
Acrylnitril 6-, 0 - 8,0
Trägerelektrolyt 1g -· 21 - . ·
Eloktrolyseprodukte und Wascer Rest PjT-V.'ert 4
<x-Naphtlvylaiiiin _ TOOO ppm
Bezogen auf das "bei dieser Elektrolyse verbrauchte Acrylnitril vmrde die folgende Ausbeute an Elektrolyseprodukten erhalten:
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BAD ORIGINAL,
Pr-P-Cl uk_t
Adipinsäurenitril 90,2$
Propionsäurenitril 3.6
QiigCKiere ■ 6 ς. Ί ■
Bi3cyanäthyläther 0,3
2098U/1735
BAD

Claims (4)

  1. Darf nic
    WmMrq
    Patentansprüche
    ■1. Verfahren zur Herstellung von Adipinsaurenitril aus Acrylnitril auf elektrolytischem Wege, dadurch gekennzeichnet/ dass man der Elektrolyse eine wässrige Lösung unterwirft, die gelöstes Acrylnitril in einer Menge bis 10 GeWo-$, zvreckmässigerweise in einer Konzentration von 3 bis· 10 % sovrie eine quaternäre Ammcniumverbindung enthält„ die als Kation ein quaternäres Ammonium mit an das N-Afcon;4ebundenen Alkylresten mit 1 bis 2 C-Atomen und als Anion wenigstens ein Monoalkylsulfat (Alkyl iveniger als 3 C-Atome) und/oder HaIo-.genid aufweist und dass dabei die Konzentration der quaternären Ammoniumver-bindung auf Werte unterhalb des Wertes eingestellt wird,, bei dem der Katholyt in Abhängigkeit vcn der Konzentration des Trägersalzes seinen minimalen spezifischen Widerstand aufweistο .
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit einer Zelle gearbeitet wird,, die durch ein Kationen austauschendes Diaphragma in einen Kathoden- und einen Anodenraum getrennt ist»
  3. Verfahren nach Ansprüchen 3, und 2 s dadurch gekennzeichnet, dass man mit Elektrolyten arbeitet., die wenigstens eine der' folgenden Verbindungen enthalten: Tetramethylammoniumhalogenidj Tetraäthylammoniumhalogenid, Trimethylathylammoniumhalogenid., Tetramethylammonlum-methylsulfatj Tetraäthylamnionium-äthylsulfat und Trimethylammonium-äthylsulfat.
  4. 4. Verfahren zur Herstellung von Adipinsäurenitril aus Acrylnitril auf elektrolytischem Wege., dadurch gekennzeichnet, dass man eine weniger als 10 Gew.~# enthaltende Lösung von . Acrylnitril und einem Trägerelektrolyten mit einer Löslichkeit erheblich unterhalb der Acrylnitrillöslichkeit in Wasser der Elektrolyse unterwirft und dabei in Abhängigkeit von
    . der Acrylnitrilkonzentration die Konzentration des Träger-• eleivtrolyten auf Werte einstellt, die geringer sind als der
    . Wert der minimalen spezifischen Leitfähigkeit des Elektrolyt ι 209014/173S
    BADORfÖlNAl. ■ , " " -
DE19661568053 1965-12-03 1966-12-01 Verfahren zur Herstellung von Adipinsäuredinitril (II) Expired DE1568053C (de)

Applications Claiming Priority (5)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP7399665 1965-12-03
JP7399665 1965-12-03
JP7631565 1965-12-13
JP7631565 1965-12-13
DEA0054226 1966-12-01

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE1568053A1 true DE1568053A1 (de) 1972-03-30
DE1568053C DE1568053C (de) 1973-07-05

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Publication number Publication date
BE690607A (de) 1967-05-16
FR1503182A (fr) 1967-11-24
DE1568054C3 (de) 1973-10-11
DE1568054B2 (de) 1973-03-15
DE1568054A1 (de) 1970-02-12
GB1170436A (en) 1969-11-12
US3497429A (en) 1970-02-24
GB1169525A (en) 1969-11-05
LU52478A1 (de) 1967-02-01
FR1503244A (fr) 1967-11-24
ES334065A1 (es) 1967-12-01
CH469678A (fr) 1969-03-15

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